DE19853320A1 - Druckbegrenzungsventil mit flacher Kennlinie - Google Patents
Druckbegrenzungsventil mit flacher KennlinieInfo
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Abstract
Ein vorgesteuertes Druckbegrenzungsventil 1 verfügt über einen Ventilkolben 2, der über eine einstellbare Feder 22 belastet ist. Der Ventilkolben 2 ist aus mehreren Teilkolben 6, 16, 19 zusammengesetzt, wobei der dritte Teilkolben als Ventilstößel 19 bis in das Verlängerungsteil 25 des Ventilgehäuses 3 mit der dort angeordneten Feder 22 reicht. Die Feder 22 übernimmt die nicht druckausgeglichene Kraft und sorgt für eine flache Kennlinie.
Description
Die Erfindung betrifft ein Druckbegrenzungsventil zum Schutz des hydrauli
schen Strebausbaus untertägiger Betriebe gegen Gebirgsschlag o. ä. Überlast, mit einem
Ventilkolben, der über eine Drosselbohrung verbundene Sackbohrungen und mit Quer
bohrungen im Ventilgehäuse korrespondierende Radialbohrungen aufweist, und der
gegen die Kraft einer Feder verschieblich angeordnet ist, wobei oberhalb des Ventilkol
bens im Ventilgehäuse eine Druckausgleichskammer ausgebildet ist, auf deren dem
Ventilkolben gegenüberliegenden Seite ein von einer einstellbaren Ventilfeder belaste
ter, der Vorsteuerung dienender Steuerkolben positioniert ist, der mit einer bis zur
Druckausgleichskammer reichenden Sackbohrung und mit dem Außenraum verbunde
nen Radialbohrungen ausgerüstet ist.
Durchflussleistungen bis rund 1.000 l/min. erreichende Druckbegrenzungsventile
sind beispielsweise aus der DE-OS 39 29 094 bekannt. Dies wird dadurch erreicht, dass
der Ventilkolben als Rohrhülse ausgebildet ist, die mit einem Steuerkolben zusammen
arbeitet, sodass beide gemeinsam als Baueinheit in der Innenbohrung des Ventilgehäu
ses verschiebbar sind. Die notwendigen Differenzflächen werden durch einen gestuften
Steuerkolben bzw. durch die unterschiedlichen Durchmesser von Steuerkolben und
Ventilkolben erreicht. Nachteilig sind ungenügende Schließwerte und insbesondere beim
wieder Schließen des Ventils auftretende Stöße und damit Flattern des Ventilkolbens.
Ähnlich arbeitende Druckbegrenzungsventile sind aus der Veröffentlichung "Der Hy
drauliktrainer", 2. Auflage 1991, Band 1, Seite 216-217 bekannt. Hier sollen durch
die Versteuerung im Stauraum auch bei größerem Volumenstrom gute Werte erreichbar
sein. Der Ventilkolben ist druckausgeglichen, weil auf seinen beiden durch die Durch
trittsbohrung bzw. Drosselbohrung gleicher Druck herrscht und auch gleiche Flächen
querschnitte vorhanden sind. Bei Überdruck öffnet der Steuerkolben und führt Druck
medium ab, wodurch die Druckausgleichskammer entlastet und der Ventilkolben gegen
den Federdruck angehoben wird, wobei über dessen Radialbohrungen ebenfalls Druck
medium abgeführt wird. Bei diesen Druckbegrenzungsventilen sind Steuerkolben und
Ventilkolben getrennten Ventilgehäusen zugeordnet, so dass sie aufwendig bauen und
von daher schon als Gebirgschlagventile nicht einsetzbar sind. Aus der DE-OS 43 02
080 sind Druckbegrenzungsventile bekannt, die ebenfalls druckausgeglichen sind und
bei denen Steuerkolben und Ventilkolben einem gemeinsamen Ventilgehäuse zugeordnet
sind. Die Kolben sind gegen entsprechende Federn verschieblich im Gehäuse angeord
net, wobei Steuerkolben und Ventilkolben zwar getrennte Einheiten bilden, aber bedingt
durch den gezielt vorgegebenen Druckausgleich ein Öffnen des Ventils erst dann er
möglichen, wenn ein über dem Einstelldruck des Steuerkolbens liegender Systemdruck
vorhanden ist. Ein solches Ventil, das auf rund 400 bar eingestellt ist, öffnet dement
sprechend erst bei einem Druck von 440-450 bar soweit, dass eine ausreichende Men
ge Druckflüssigkeit austreten kann. Dementsprechend geformt ist die Kennlinie eines
solchen Druckbegrenzungsventils. Das nachteilige Flattern ist allerdings durch die be
sondere Ausbildung eines derartigen Ventils verhindert.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein vorgesteuertes Druckbe
grenzungsventil mit hohen Durchflusswerten und flacher Kennlinie zu schaffen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die dem Ventilkolben
zugeordnete Feder als einstellbare Ventilfeder ausgebildet und innerhalb des Ventil
gehäuses die Öffnung des Ventils mitsteuernd angeordnet ist.
Bei einem derart ausgebildeten vorgesteuerten Druckbegrenzungsventil kann
durch die Einstellung der den Ventilkolben belastenden Feder erreicht werden, dass mit
Öffnen des Steuerkolbens praktisch gleichzeitig auch der Ventilkolben soweit geöffnet
ist oder geöffnet wird, dass eine ausreichende Menge von Druckflüssigkeit kurzfristig
austreten kann. Damit erreicht man eine recht flache Kennlinie und darüber hinaus eben
auch das frühzeitige und mengenmäßig ausreichende Austreten der Druckflüssigkeit aus
dem gefährdeten Innenraum des hydraulischen Ausbaus im Untertagebetrieb. Derartige
Ventile haben Durchflusswerte von 6.500-9.000 l/min., wobei aus diesen Werten
erkennbar ist, dass auch bei auftretenden Gebirgsschlägen eine Beschädigung der hy
draulischen Einrichtungen vermieden werden kann, weil eben eine sehr kurzfristige
Druckentlastung erreicht wird, ehe eine Beschädigung des Strebausbaus oder der son
stigen hydraulischen Einrichtungen eintreten kann. Vorteilhafterweise kann so auch das
Blähen von Hydraulikstempeln sicher verhindert werden, sodass eine Materialüberla
stung auch nicht mehr auftreten kann.
Ein weitere zweckmäßige Ausbildung ist die, bei der die dem Ventilkolben
zugeordnete Feder mit Federteller in einem im Verlängerungsteil des Ventilgehäuses
ausgebildeten Federraum angeordnet und über einen Ventilstößel mit dem am Eingangs
ende des Ventilgehäuses positionierten Ventilkolben verbunden ist. Diese Ausbildung
ermöglicht zunächst einmal eine kompakte Ausbildung eines derartigen Ventilgehäuses,
das praktisch nur um einen kurzen Federraum verlängert werden muss, in dem die
entsprechend einstellbare Feder untergebracht ist. Dadurch dass die Feder in diesem
Verlängerungsteil und dem dort gebildeten Federraum angeordnet werden kann, ist ihre
Einstellung wesentlich erleichtert, wobei hierzu weiter hinten noch Einzelheiten erläu
tert werden. Der Federraum mit der einstellbaren Feder ist über den Ventilstößel mit
dem eigentlichen Ventilkolben verbunden, so dass bei entsprechender Belastung der
Feder der Ventilkolben verschoben und die Radialbohrungen freigeben werden, über
die das Druckmedium dann austritt.
Weiter vorne ist bereits darauf hingewiesen worden, dass hier nicht unbedingt
mit einem vollständigen Druckausgleich gearbeitet werden muss. Vielmehr wird gezielt
ein Teildruckausgleich herbeigeführt, wobei die Feder die nicht druckausgeglichene
Kraft übernimmt, wobei gemäß der Erfindung der Ventilkolben als Stufenkolben einen
Teildruckausgleich bewirkend ausgebildet ist. Der Stufenkolben ermöglicht es, auf
beiden Seiten der Drosselbohrung unterschiedliche Flächen vorzugeben, sodass der
Teildruckausgleich erreicht ist, wobei über die Feder die ergänzende Kraft erzeugt
wird.
Eine vom Aufbau her vorteilhafte und insbesondere gut zu montierende Aus
bildung der Erfindung sieht vor, dass der die Radialbohrungen aufweisende Teilkolben
einen Boden mit der Drosselbohrung und einen Steckanschluss für den mittleren Teil
kolben aufweist, der mit einer Innenbohrung ausgerüstet ist und am dem Steckanschluss
gegenüberliegenden Ende über eine Auflageplatte für den Ventilstößel verfügt. Der
gesamte Ventilkolben besteht somit aus drei Teilkolben, die so ausgebildet sind, dass
zumindestens durch die zwei ersten Teilkolben die Druckflüssigkeit zum Druckaus
gleich in die Druckausgleichskammer durchströmen kann. Der letzte der drei Teilkol
ben, der Ventilstößel besteht dann beispielsweise aus Vollmaterial, weil er zur Über
tragung der Federkraft bzw. andererseits der Öffnungskraft des Druckmediums dient.
Die einzelnen Teilkolben sind lösbar miteinander verbunden und können von daher
auch in die einzelnen Teile des Ventilgehäuses bzw. der übrigen Innenteile eingesetzt
werden, sodass eine schnelle und nicht sehr aufwendige Montage möglich wird. Die
einzelnen Teile sind teilweise ineinandersteckbar oder gegeneinander abgestützt.
An der Auflagenplatte vorbei kann zum Druckausgleich die Druckflüssigkeit
vorbeiströmen, weil die Auflageplatte über die Innenbohrung mit der Druckausgleichs
kammer verbindende Austrittsbohrung mit zusätzlichen, rechtwinklig angesetzten Zu
satzbohrungen verfügt. Damit ist eine Verbindung der Druckausgleichskammer mit der
Sackbohrung des ersten Teilkolbens auch dann gegeben, wenn der zweite Teilkolben
den Ventilstößel entsprechend weit in die entsprechende Bohrung eingeschoben hat,
sodass dann die Austrittsbohrung verschlossen ist oder aber nicht mehr einen einwand
freien Durchfluss ermöglicht. Die von der Austrittsbohrung ausgehende Zusatzbohrung
bringt die notwendige Verbindung auch dann.
Das Austreten der Druckflüssigkeit über die Radialbohrungen des ersten Teilkol
bens des Ventilkolbens wird dadurch erleichtert, dass die Querbohrungen zum ersten
Teilkolben hinweisende Schrägen aufweisen. Die entsprechende in die Querbohrungen
übergehenden und den Teilkolben aufnehmende Bohrung im Gehäuse ist quasi trichter
förmig erweitert, um so das Ausfließen der Druckflüssigkeit zu begünstigen.
Nach der vorhergehenden Erläuterung besteht der Ventilkolben aus drei Teilkol
ben, von denen der dritte Teilkolben, d. h. also der Ventilstößel achsmittig durch das
gesamte Ventilgehäuse bis zur belastenden Feder geführt ist. Für den Steuerkolben ist
somit in diesem Bereich kein Platz vorhanden, wobei gemäß der Erfindung eine vorteil
hafte Lösung darin zu sehen ist, dass der Steuerkolben aus der Mitte versetzt und achs
parallel zum Ventilstößel im Ventilgehäuse zusammen mit der Ventilfeder angeordnet
ist. Hierzu ist eine Art Zwischenboden geschaffen, durch den mittig der Ventilstößel
geführt ist, während dicht daneben und achsparallel dazu der Steuerkolben mit der
Ventilfeder angeordnet ist. Die Ventilfeder ist wie gehabt einstellbar, um beispielsweise
ein Bewegen des Steuerkolbens bei 400 bar sicherzustellen und damit ein gezieltes
Öffnen des gesamten Ventils.
Besonders zweckmäßig ist diese Vorsteuerung zu verwirklichen, in dem der
Steuerkolben mit Ventilfeder mit Gehäuse und Führung als einstellbares Komplettventil
in den den Ventilstößel führenden Zwischenboden des Ventilgehäuses integriert ausge
bildet und angeordnet ist. Ein derartiges Komplettventil wird in eine entsprechende
Bohrung eingesetzt, die achsparallel zu der Bohrung in dem Zwischenboden verläuft,
die den Ventilstößel aufnimmt. Dabei kann das Komplettventil eingeschraubt oder sonst
auf zweckmäßige Art und Weise festgesetzt werden, sodass bei auftretendem Druck aus
der Druckausgleichskammer heraus die Druckflüssigkeit den Steuerkolben erreicht,
diesen gegen die Ventilfeder verschiebt und damit den Öffnungsprozess des Ventils
einleitet. Vorteilhaft ist dabei insbesondere, dass derartige Komplettventile auch im
untertägigen Bergbau auch für andere Zwecke eingesetzt werden, sodass hier auf eine
praktisch insgesamt bekannte und verwendete Einheit zurückgegriffen werden kann.
Beim Stand der Technik wird das den Steuerkolben passierende Druckmedium
in den entsprechenden Federraum geführt, aus dem es über entsprechende Bohrungen
austreten kann. Dabei ist es nicht ausgeschlossen, dass sich der gesamte Federraum
entsprechend füllt. Bei der erfindungsgemäßen Lösung ist der Steuerkolben aber wie
erwähnt mit der Ventilfeder einem Komplettventil zugeordnet, das zunächst einmal über
einen relativ klein bauenden Federraum verfügt, wobei dieser wiederum Austrittsboh
rungen aufweist, die auch ein direktes Abführen des Druckmediums quasi am im Ver
längerungsteil ausgebildeten Federraum vorbei ermöglichen. Hierzu sieht die Erfindung
vor, dass die Austrittsbohrungen des Komplettventils in Höhe des Federraumes im
Gehäuse mit im Ventilgehäuse ausgebildeten Bohrungen korrespondierend ausgebildet
sind. Das Druckmedium strömt somit beim Ansprechen des Ventils über den Steuerkol
ben in den relativ kleinen Federraum des Komplettventils ein, um von hier aus über die
Austrittsbohrungen direkt aus dem Gesamtventilgehäuse herausgeführt zu werden, wo
bei wegen der geringen Menge eine direkte Verbindung mit dem Außenraum denkbar
ist.
Die im Verlängerungsteil untergebrachte und den Ventilkolben belastende Feder
ist gemäß der Erfindung einstellbar ausgebildet, wobei man diese Einstellbarkeit ins
besondere und vorteilhaft dadurch erreicht, dass die dem Ventilkolben zugeordnete und
den Ventilstößel über den Federteller belastende Feder sich gegen eine Einstellplatte
im Federraum abstützend angeordnet ist. Die Einstellplatte kann innerhalb des Feder
raums über eine Gewinde verschoben werden, sodass die Feder entsprechend hart oder
weniger hart eingestellt wird bzw. genau auf den Druck, der die gewünschte flache
Kennlinie im Zusammenhang mit dem Steuerventil sicherstellt. Die Einstellplatte als
solche ist beispielsweise mit Bohrungen versehen, sodass mit entsprechenden Hilfs
geräten ein weiteres Eindrehen oder Herausdrehen der Einstellplatte aus dem Ventil
gehäuse möglich ist.
Um Verschmutzungen zu verhindern und ein immer leichtes Einstellen bzw.
Verschieben und Verdrehen der Einstellplatte innerhalb des Ventilgehäuses zu sichern,
sieht die Erfindung vor, dass die im Ventilgehäuse über ein Gewinde verschiebliche
Einstellplatte mit einem von außen auf das Ventilgehäuse aufsetzbaren Verschlussdeckel
korrespondierend ausgebildet und angeordnet ist. Dieser Verschlussdeckel wird nach
dem die Einstellplatte eingestellt ist, von oben her auf das Ventilgehäuse aufgeschraubt,
sodass der gesamte Federraum, d. h. also auch der Bereich oberhalb der Einstellplatte
abgedeckt und abgesichert ist. Beispielsweise ist es denkbar, in dem Verschlussdeckel
einen Sechskant auszubilden, um so mit geeignetem Werkzeug eine wirksame Festle
gung des Verschlussdeckels am Ventilgehäuse sicherzustellen.
Um eine möglichst kleinbauende Ausführung des Druckbegrenzungsventils mit
den hohen Durchflusswerten sicherzustellen, ist vorgesehen, dass die dem Ventilkolben
zugeordnete Feder aus einer Innen- und einer Außenfeder besteht. Die notwendige
Federkraft wird also auf zwei Federn verteilt, wobei so mit einfacheren und weniger
aufwendig bauenden Federn gearbeitet werden kann.
Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass mit Hilfe des vorliegenden Dop
pelkolbenventils ein teilausgeglichenes Druckbegrenzungsventil geschaffen wird, bei
dem die nicht druckausgeglichene Kraft über eine einstellbare Feder übernommen wird.
Über diese Feder kann der Öffnungsvorgang des Druckbegrenzungsventils so gesteuert
werden, dass eine relativ flache Kennlinie entsteht bzw. gefahren wird. Damit öffnet
der Ventilkolben annähernd genau zu dem Zeitpunkt, zu dem der Steuerkolben an
spricht, weil sich innerhalb des zu schützenden hydraulischen Raumes ein Überdruck
oder ein zu hoher Druck eingestellt hat. Es muss nicht erst eine Druckspitze von 40-50 bar
eintreten, sondern vielmehr öffnet sich der Ventilkolben beispielsweise genau
bei den eingestellten 400 oder 420 bar. Vorteilhaft ist dabei weiter, dass ein kompakt
bauendes Druckbegrenzungsventil mit relativ geringen Baumaßen zur Verfügung ge
stellt wird, wobei dieses Druckbegrenzungsventil im Wesentlichen etwas länger baut als
die Ventile des Standes der Technik, weil nämlich die den Ventilkolben belastende
einstellbare Feder bei der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung in einen Feder
raum gelegt ist, der endseitig des Ventilgehäuses ausgebildet ist. Ventilkolben und
einstellbare Feder sind dabei über einen entsprechend lang ausgebildeten Federstößel
verbunden, wobei das Steuerventil achsparallel zum Ventilstößel angeordnet wird, so
dass ein entsprechendes Ventil jederzeit auch in hydraulische Aggregate eingebaut bzw.
mit diesen kombiniert werden kann. Die Feder sorgt im Übrigen dafür, dass der Ventil
kolben nach eingetretener Druckentlastung wieder in seine Schließposition zurückbe
wegt wird.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes
Ausführungsbeispiel mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt
ist. Es zeigen:
Fig. 1 ein Druckbegrenzungsventil im Längsschnitt und
Fig. 2 einen vergrößerten Ausschnitt mit der Druckausgleichs
kammer.
Fig. 1 zeigt das gesamte Druckbegrenzungsventil 1 im Längsschnitt. Dabei sind
alle Teile bis auf den Ventilstößel geschnitten wiedergegeben.
Eingangsseitig, d. h. im Bereich des Anschlussgewindes 4 ist im Ventilgehäuse
3 der Ventilkolben 2 untergebracht. Bei diesem Ventilkolben 2 handelt es sich um einen
aus mehreren Teilkolben 6, 16, 19 bestehenden Kolben, der so ausgebildet ist, dass
sich insgesamt ein teilausgeglichenes Druckbegrenzungsventil ergibt. Entsprechendes
verdeutlicht Fig. 1, aber auch Fig. 2.
Das im zu schützenden Bauteil anstehende Druckmedium sorgt über die Sack
bohrung 5, die im Boden 8 des Teilkolbens 6 ausgebildete Drosselbohrung 9 sowie die
Innenbohrung des mittleren Teilkolbens 16 dafür, dass das Druckmedium bis in die
Druckausgleichskammer 35 einströmen kann.
Wird der Teilkolben 6 und damit der gesamte Ventilkolben 2 bei Überdruck in
das Ventilgehäuse 3 hineinverschoben, so gelangen die Radialbohrungen 7 in den Be
reich der Querbohrungen 10, sodass das Druckmedium in die Atmosphäre austreten
kann. Um hierbei Verletzungen von Bergleuten zu vermeiden oder auch sonstige Beein
trächtigungen, ist eine Schutzhülse 11 vorgesehen, die auf ein Gewinde 12 des Ventil
gehäuses 3 von außen her aufgeschoben werden kann und die die Querbohrungen 10
abdeckt. Die Druckflüssigkeit würde hier einfach endseitig der Schutzhülse 11 über den
Austritt 13 in die Atmosphäre abströmen.
Der erste Teilkolben 6 ist mit dem zweiten, d. h. dem mittleren Teilkolben 16
über einen Steckanschluss 15 verbunden. Fig. 1 und Fig. 2 verdeutlichen, dass der
hülsenförmige mittlere Teilkolben 16 einfach auf den unteren Teilkolben 6 aufgescho
ben ist und zwar im Bereich des Bodens 8.
Der mittlere Teilkolben 16 stützt seinerseits wiederum über eine Auflageplatte
18 den Ventilstößel 19 ab. Dieser Ventilstößel 19 reicht durch den Zwischenboden 20
im Ventilgehäuse 3 hindurch und stützt sich am Federteller 23 und der Feder 22 ab. Im
Zwischenboden 20 ist hierzu eine Bohrung 21 angeordnet, durch die der Ventilstößel
19 sich hindurchbewegt und verschiebt.
Im Federraum 24 des Verlängerungsteils 25 des Ventilgehäuses 3 ist eine Feder
22 untergebracht, die sich einmal am Federteller 23 und zum anderen an der dem Ein
gabeende 26 gegenüberliegenden angeordneten Einstellplatte 27 abstützt. Über ein Ge
winde 28 auf der Innenseite des Verlängerungsteils 25 ist es möglich, die Einstellplatte
27 in Richtung auf die Feder 22 zu verschieben. In der Einstellplatte 27 sind Bohrun
gen 33 ausgebildet, die ein Verdrehen der Einstellplatte 27 im Verlängerungsteil 25
erleichtern.
Nach außen hin ist die Einstellplatte 27 bzw. der sich im Verlängerungsteil 25
ergebende Hohlraum über einen Verschlussdeckel 29 abgedeckt. Dieser Verschluss
deckel 29 verfügt über ein Gewinde 30 und kann von außen her auf das Ventilgehäuse
3 aufgedreht werden. Über den Mehrkant 34 ist ein Einstellen des Verschlussdeckels 29
vorteilhaft möglich, ohne dass Staub o. ä. Teile in den Innenraum des Ventilgehäuses 3
bzw. des Verlängerungsteils 25 eindringen kann.
Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 besteht die Feder 22 aus zwei Teilfedern,
d. h. aus der Innenfeder 31 und der Außenfeder 32. Beide Bauteile, d. h. Innenfeder 31
und Außenfeder 32 stützen sich wie schon erwähnt einmal am Federteller 23 und ein
mal an der Einstellplatte 27 ab, sodass sie leicht entsprechend eingestellt werden kön
nen.
Aufgrund der besonderen Ausbildung des Ventilkolbens 2, bestehend aus den
drei Teilkolben 6, 16, 19 ist eine außermittige Anordnung des Steuerkolbens 36 not-
wendig. Eine hierfür besonders geeignete Ausführungsform zeigen Fig. 1 und Fig. 2,
wobei deutlich wird, dass sowohl der Steuerkolben wie auch die Ventilfeder in einem
eigenen Gehäuse 40 untergebracht sind, das seinerseits wiederum im Ventilgehäuse 3
und zwar im Zwischenboden 20 untergebracht ist. Steuerkolben 36 und Ventilfeder 37
bilden mit dem Gehäuse 40 ein Komplettventil 41, das mit seiner Führung 42 im Zwi
schenboden 20 festgelegt ist und das dafür sorgt, dass aus der Druckausgleichskammer
35 im Ansprechfall Druckflüssigkeit durch die Sackbohrung 38 in den Steuerkolben 36
einströmt, um dann nach Verschieben gegen die Kraft der Ventilfeder 37 über die Radi
albohrungen 39 abzuströmen. Die Druckflüssigkeit bzw. das Druckmedium gelangt
dann in den Federraum 44, der seitliche Austrittsbohrungen 43 aufweist, über die die
Druckflüssigkeit dann entweder in den großen Federraum 24 oder vorzugsweise eben
über die Bohrungen 45 in den Außenraum abströmen kann. Aufgrund der geringen
Mengen der Druckflüssigkeit kommt hier eine Beeinträchtigung der Umgebung nicht in
Frage, sodass auch eine entsprechende Absicherung dieser Bohrungen 45 in der Regel
gar nicht notwendig ist.
Fig. 2 zeigt insbesondere den Bereich der Druckausgleichskammer 35 vergrö
ßert, wobei deutlich wird, dass der hülsenartige mittlere Teilkolben 16 mit seiner In
nenbohrung 17 im Bereich der Auflageplatte 18 in Austrittsbohrungen 47 übergeht, die
eine Verbindung mit der Druckausgleichskammer 35 herstellen. Bei völligem Anspre
chen des Ventils und Verschieben des mittleren Teilkolbens 16 kommt dieser randseitig
zur Anlage an der Wandung der Druckausgleichskammer 35, wobei über die Zusatz
bohrung 48 sichergestellt ist, dass dann die Verbindung mit der Druckausgleichskam
mer 35 dennoch erhalten bleibt.
Die Darstellung nach Fig. 2 verdeutlicht, dass durch die Wahl der entsprechen
den Durchmesser der einzelnen Teilkolben 6, 16, 19 hier nur ein teilausgeglichenes
Druckbegrenzungsventil vorgegeben ist, wobei die nicht druckausgeglichene Kraft über
die in Fig. 1 wiedergegebene einstellbare Feder übernommen werden kann. Das Ventil
öffnet damit genau zum vorgegebenen Zeitpunkt bzw. zur vorgegebenen Druckspitze,
wobei ausreichende Mengen an Druckflüssigkeit über die Querbohrungen 10 ausströ
men, begünstigt durch die Ausbildung der Schräge 50. Diese Schräge 50 ergibt einen
trichterförmigen Übergang zwischen der Radialbohrung 7 und der Querbohrung 10.
Die notwendige Dichtigkeit wird über den einzelnen Bauteilen zugeordnete O-
Ringe und sonstige Dichtungen sichergestellt. Diese sind mit 51, 52, 54, 55 und 57
bezeichnet. Der O-Ring 52 ist dem Außensteckrohr 53 zugeordnet, die O-Ringdichtung
55 ist dem Verbindungsteil 56 zugeordnet, während der O-Ring 57 im Bereich des
Bohrungseinsatzes 58 dafür sorgt, dass die Druckflüssigkeit bzw. das Druckmedium
gezielt das eingebaute Komplettventil 41 beeinflusst und nicht am Ventilstößel 19 vor
beiströmt.
Alle genannten Merkmale, auch die den Zeichnungen allein zu entnehmenden,
werden allein und in Kombination als erfindungswesentlich angesehen.
Claims (12)
1. Druckbegrenzungsventil zum Schutz des hydraulischen Strebausbaus
untertägiger Betriebe gegen Gebirgsschlag o. ä. Überlast, mit einem Ventilkolben (2),
der über eine Drosselbohrung (9) verbundene Sackbohrungen (5) und mit Querbohrun
gen (10) im Ventilgehäuse (3) korrespondierende Radialbohrungen (7) aufweist, und
der gegen die Kraft einer Feder (22) verschieblich angeordnet ist, wobei oberhalb des
Ventilkolbens (2) im Ventilgehäuse (3) eine Druckausgleichskammer (35) ausgebildet
ist, auf deren dem Ventilkolben (2) gegenüberliegenden Seite ein von einer einstell
baren Ventilfeder (37) belasteter, der Vorsteuerung dienender Steuerkolben (36) positio
niert ist, der mit einer bis zur Druckausgleichskammer (35) reichenden Sackbohrung
(38) und mit dem Außenraum verbundenen Radialbohrungen (39) ausgerüstet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die dem Ventilkolben (2) zugeordnete Feder (22) als einstellbare Ventilfeder aus
gebildet und innerhalb des Ventilgehäuses (3) die Öffnung des Ventils (1) mitsteuernd
angeordnet ist.
2. Druckbegrenzungsventil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die dem Ventilkolben (2) zugeordnete Feder (22) mit Federteller (23) in einem im
Verlängerungsteil (25) des Ventilgehäuses (3) ausgebildeten Federraum (24) angeordnet
und über einen Ventilstößel (19) mit dem am Eingangsende (26) des Ventilgehäuses (3)
positionierten Ventilkolben (2) verbunden ist.
3. Druckbegrenzungsventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Ventilkolben (2) als Stufenkolben (6, 16, 19) einen Teildruckausgleich be
wirkend ausgebildet ist.
4. Druckbegrenzungsventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der die Radialbohrungen (7) aufweisende Teilkolben (6) einen Boden (8) mit der
Drosselbohrung (9) und einem Steckanschluss (15) für den mittleren Teilkolben (16)
aufweist, der mit einer Innenbohrung (17) ausgerüstet ist und am dem Steckanschluss
(15) gegenüberliegenden Ende über eine Auflageplatte (18) für den Ventilstößel (19)
verfügt.
5. Druckbegrenzungsventil nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Auflagenplatte (18) über die Innenbohrung (17) mit der Druckausgleichskam
mer (35) verbindende Austrittsbohrung (47) mit zusätzlichen, rechtwinklig angesetzten
Zusatzbohrungen (48) verfügt.
6. Druckbegrenzungsventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Querbohrungen (10) zum ersten Teilkolben (6) hinweisende Schrägen (50)
aufweisen.
7. Druckbegrenzungsventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Steuerkolben (36) aus der Mitte versetzt und achsparallel zum Ventilstößel
(19) im Ventilgehäuse (3) zusammen mit der Ventilfeder (37) angeordnet ist.
8. Druckbegrenzungsventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Steuerkolben (36) mit Ventilfeder (37) mit Gehäuse (40) und Führung (42) als
einstellbares Komplettventil (41) in den den Ventilstößel (19) führenden Zwischenboden
(20) des Ventilgehäuses (3) integriert ausgebildet und angeordnet ist.
9. Druckbegrenzungsventil nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Austrittsbohrungen (43) des Komplettventils (41) in Höhe des Federraumes
(44) im Gehäuse (40) mit im Ventilgehäuse (3) ausgebildeten Bohrungen (45) korre
spondierend ausgebildet sind.
10. Druckbegrenzungsventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die dem Ventilkolben (2) zugeordnete und den Ventilstößel (19) über den Federtel
ler (23) belastende Feder (22) sich gegen eine Einstellplatte (27) im Federraum (24)
abstützend angeordnet ist.
11. Druckbegrenzungsventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die im Ventilgehäuse (3) über eine Gewinde (28) verschiebliche Einstellplatte (27)
mit einem von außen auf das Ventilgehäuse (3) aufsetzbaren Verschlussdeckel (29)
korrespondierend ausgebildet und angeordnet ist.
12. Druckbegrenzungsventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die dem Ventilkolben (2) zugeordnete Feder (22) aus einer Innen- (31) und einer
Außenfeder (32) besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998153320 DE19853320A1 (de) | 1998-11-19 | 1998-11-19 | Druckbegrenzungsventil mit flacher Kennlinie |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998153320 DE19853320A1 (de) | 1998-11-19 | 1998-11-19 | Druckbegrenzungsventil mit flacher Kennlinie |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19853320A1 true DE19853320A1 (de) | 2000-05-25 |
Family
ID=7888305
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998153320 Withdrawn DE19853320A1 (de) | 1998-11-19 | 1998-11-19 | Druckbegrenzungsventil mit flacher Kennlinie |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19853320A1 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN102541096A (zh) * | 2010-11-10 | 2012-07-04 | 奥文特罗普有限责任两合公司 | 流量调节器 |
| DE10158477B4 (de) * | 2001-11-28 | 2014-05-15 | Wolfgang Voss | Druckbegrenzungsventil mit Schutzrohr |
| CN113932051A (zh) * | 2020-07-13 | 2022-01-14 | 株式会社鹭宫制作所 | 压力调节阀 |
| DE102017202276B4 (de) * | 2017-02-14 | 2025-12-24 | Robert Bosch Gmbh | Hydrostatisches Getriebe und Verfahren zum Bremsen damit |
| DE102017202273B4 (de) * | 2017-02-14 | 2026-01-15 | Robert Bosch Gmbh | Hydrostatisches Getriebe und Verfahren zur Bremsung damit |
-
1998
- 1998-11-19 DE DE1998153320 patent/DE19853320A1/de not_active Withdrawn
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10158477B4 (de) * | 2001-11-28 | 2014-05-15 | Wolfgang Voss | Druckbegrenzungsventil mit Schutzrohr |
| CN102541096A (zh) * | 2010-11-10 | 2012-07-04 | 奥文特罗普有限责任两合公司 | 流量调节器 |
| DE102017202276B4 (de) * | 2017-02-14 | 2025-12-24 | Robert Bosch Gmbh | Hydrostatisches Getriebe und Verfahren zum Bremsen damit |
| DE102017202273B4 (de) * | 2017-02-14 | 2026-01-15 | Robert Bosch Gmbh | Hydrostatisches Getriebe und Verfahren zur Bremsung damit |
| CN113932051A (zh) * | 2020-07-13 | 2022-01-14 | 株式会社鹭宫制作所 | 压力调节阀 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee | ||
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee | ||
| 8170 | Reinstatement of the former position | ||
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| 8170 | Reinstatement of the former position | ||
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