DE19853802C2 - Spannungswellengetriebe - Google Patents
SpannungswellengetriebeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Spannungswellengetriebe, das auch unter der Bezeichnung Harmo
nic-Drive-Getriebe allgemein bekannt ist. Derartige Getriebe zeichnen sich durch ihre hohe
Torsionssteifigkeit, Spielfreiheit sowie die große damit realisierbare Übersetzung ins Lang
same aus. Der in der Regel als außenverzahnte Stahlbuchse ausgebildete Flexspline rollt in
dem starren, in der Regel als Gehäuse ausgeführten, innenverzahnten Circularspline ab. Diese
Abrollbewegung wird durch eine umlaufende Ovalverformung des materialelastischen
Flexsplines erzeugt, der mit dem Circularspline lediglich an zwei gegenüberliegenden Stellen
in Eingriff ist. Die Ovalverformung des Flexsplines wird durch einen innerhalb dieses Bau
teils koaxial gelagerten Wellengenerator hervorgerufen. Dabei handelt es sich in der Regel
um einen wälzkörpergelagerten Nocken mit elliptischer Außenkontur. Bei einer Umdrehung
des Wellengenerators wird aufgrund einer geringen Differenz in den Zähnezahlen des Circu
larsplines und des Flexsplines eine sehr geringe Relativverdrehung zwischen den beiden Bau
teilen erreicht, woraus selbst bei einstufiger Bauweise sehr große Untersetzungsverhältnisse
im Bereich von etwa 50 : 1 bis 320 : 1 resultieren.
Ein Nachteil der bekannten Spannungswellengetriebe ist darin zu sehen, daß deren axiale
Baulänge vergleichsweise groß ist. Die Ursache hierfür liegt in der großen axialen Baulänge
des topf- bzw. rohrförmigen Flexsplines, die erforderlich ist, um trotz der durch den Wellen
generator hervorgerufenen Ovalverformung in der Nähe einer Stirnseite an der axial gegenü
berliegenden Stirnseite eine Drehmomentableitung über ein starres Flanschteil zu ermögli
chen.
Aus der DE 197 35 052 A1 ist ein Untersetzungsgetriebe bekannt, bei dem ebenfalls von dem
Prinzip eines Spannungswellengetriebes Gebrauch gemacht wird. Der Wellengenerator in
Form einer Exenterscheibe dreht sich innerhalb einer im unverformten Zustand kreisförmigen
Lagernabe des Flexsplines. Aufgrund einer entsprechenden Bemessung des Umfangs der
Lagernabe wird diese bei der Rotation des Wellengenerators ebenso umlaufend oval ver
formt, wie die Außenverzahnung des Flexsplines. Die Übertragung der Ovalverformung von
der Lagernabe auf die Außenverzahnung erfolgt nacheinander über eine Vielzahl radial ver
laufender Übertragungselemente, beispielsweise in Form von Speichen.
Um die axiale Baulänge des Getriebes zu verkürzen, ist zwischen dem Flexspline und einer
Abtriebswelle ein Abtriebszahnring vorgesehen, der mit der Abtriebswelle ein einstückiges
Bauteil bildet. Die Außenverzahnung des Flexsplines steht über einen Teil ihrer Breite mit
der Innenverzahnung des Circularsplines in Verbindung und über einen sich in Abtriebsrich
tung anschließenden zweiten Teil ihrer Breite mit einer Innenverzahnung des Abtriebszahn
rings.
Die Innenverzahnung des Abtriebszahnrings hat eine Zähnezahl, die annähernd mit der Zäh
nezahl der Außenverzahnung des Flexsplines übereinstimmt. Diese weist bekanntlich gering
fügig von der Zähnezahl der Innenverzahnung des Circularsplines ab.
Um eine Drehbewegung des Abtriebszahnrades infolge der Drehbewegung des Flexsplines
zu erzeugen, muß sich die Zähnezahl der Innenverzahnung des Abtriebszahnrings von der
Zähnezahl der Innenverzahnung des Circularsplines unterscheiden. Je nach dem ob die Zäh
nezahl der Innenverzahnung des Abtriebsrings größer oder kleiner als die Zähnezahl der Au
ßenverzahnung des Flexsplines gewählt wird, ergibt sich eine weitere Untersetzung ins Lang
same bzw. zusätzliche Übersetzung ins Schnelle.
Da die Außenverzahnung des Flexsplines umlaufend oval verformt wird, hingegen die In
nenverzahnung des Abtriebsrings starr mit dessen scheibenartigen Flansch verbunden ist,
sind zu keinem Zeitpunkt sämtliche Zähne der vorstehenden Zahnpaarungen voll im Eingriff.
Hieraus resultiert, insbesondere bei der Übertragung größerer Drehmomente bzw. bei Ver
wendung weniger abriebfester Materialien, ein unerwünscht großer Materialverschleiß.
Außerdem ist aus der JP 07167226 A ein Spannungswellengetriebe bekannt, bei dem der
Flexspline aus einem ringförmigen und mit seiner Außenseite die Außenverzahnung abstüt
zenden Außenteil sowie einem scheibenförmigen koaxial dazu angeordneten und einen Ab
trieb bildenden Innenteil zusammengesetzt ist. Das Außenteil und das Innenteil sind über
eine Mehrzahl von stabförmigen Verbindungselementen drehmomentfest miteinander ver
bunden. Die stabförmigen Verbindungselemente dieses Getriebes sind auf ihren nach außen
gerichteten Längsseiten von Durchbrüchen in Form von Kreisbogenabschnitten begrenzt. Zur
Innenseite hin liegt eine Begrenzung ebenfalls durch Durchbrüche vor, die aus einem kreis
bogenförmigen Abschnitt und einem radial hierzu ausgerichteten und mittig angeordneten
Abschnitt zusammengesetzt sind, so daß die Durchbrüche insgesamt die Form eines T erhal
ten. Das Außenteil des Flexsplines weist über seine axiale Erstreckung eine unterschiedliche
Gestalt auf: Während ein erstes Randteil, in dem der Wellengenerator angeordnet ist, mit
einer Außenverzahnung versehen ist, schließt sich nach deren Auslauf ein Mittelteil ohne
innere und äußere Verzahnung an, das schließlich in ein zweites Randteil übergeht, das über
die Verbindungselemente mit dem scheibenförmigen Innenteil verbunden ist. Das zweite
Randteil ist von den radialen Abschnitten der T-förmigen Durchbrüche durchdrungen, so daß
keine in sich geschlossene durchgehende Mantelfläche vorliegt. Mit diesem bekannten Span
nungswellengetriebe läßt sich die Aufgabe einer deutlichen Verkürzung der axialen Baulänge
eines derartigen Getriebes nicht lösen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Spannungswellengetriebe vorzuschlagen, bei
dem die axiale Baulänge gegenüber bekannten Getrieben mit einteiligem Flexspline erheblich
reduziert werden kann. Des weiteren soll sich das Getriebe auf kostengünstige Weise herstel
len lassen und durch seine Robustheit und Verschleißarmut auch bei der Übertragung größe
rer Drehmomente auszeichnen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Spannungswellengetriebe gelöst, das einen
drehantreibbaren Wellengenerator, einen außenverzahnten Flexspline, der von dem Wellen
generator umlaufend oval verformbar ist und einen innenverzahnten Circularspline aufweist,
der an gegenüberliegenden und mit der Drehfrequenz des Wellengenerators umlaufenden
Stellen mit dem Flexspline in Verbindung steht, wobei der Flexspline ein ringförmiges, mit
seiner Außenseite die Außenverzahnung abstützendes Außenteil sowie ein scheibenförmiges,
koaxial dazu angeordnetes und einen Abtrieb bildendes Innenteil aufweist, wobei das Außen
teil und das Innenteil über mehrere Verbindungselemente drehmomentfest miteinander ver
bunden sind und die im wesentlichen innerhalb der radialen Projektion des Innenteils verlau
fenden Verbindungselemente eine radiale Beweglichkeit besitzen, die durch den Wellengene
rator verursachte Ovalverformung des Außenteils zuläßt, wobei die stabförmigen Verbin
dungselemente an beiden Längsseiten von jeweils einem S-förmigen Durchbruch begrenzt
sind und wobei sich das ringförmige Außenteil eine in sich geschlossene, axial durchgehende
Mantelfläche bildet und sich damit in axiale Richtung bis innerhalb die radiale Projektion des
Innenteils erstreckt.
Aufgrund der drehmomentfesten Ausführung der Verbindungselemente erlauben diese eine
Momentenübertragung von dem Außenteil auf das mit einem Abtrieb verbundene Innenteil.
Wegen der gleichzeitig gegebenen radialen Beweglichkeit erlauben die Verbindungselemente
unter Beibehaltung ihrer drehmomentübertragenden Wirkung die umlaufende Ovalverfor
mung des Außenteils. Das Innenteil selbst wird dabei keiner Verformung unterworfen und
eignet sich aus diesem Grund zum einfachen Anschluß von Bauelementen für den Abtrieb.
Da die Ovalverformung bei dem erfindungsgemäßen Getriebe auf einen genau definierten
und kleinzuhaltenden Bereich des Flexsplines, nämlich das Außenteil, begrenzt sein kann
und das Innenteil gänzlich unverformt bleibt, kann die axiale Baulänge des Flexsplines und
damit des gesamten Getriebes drastisch verkürzt werden.
Während bei Spannungswellengetrieben nach dem Stand der Technik die minimale Länge
des Flexsplines durch die Forderung vorgegeben wird, ein auf einer Seite mit einem Boden
versehenes und auf der anderen Seite offenes rohrförmiges Bauteil am offenen Ende um ei
nen gewissen Betrag umlaufend oval verformen zu können, liegt der Erfindung die Erkennt
nis zugrunde, daß die Ovalverformung des Verzahnungsbereichs unter ständiger Beibehal
tung einer Verbindung über eine Bewegung bzw. Verformung von Verbindungselementen zu
ermöglichen ist, die in einer Ebene senkrecht zur Drehachse des Flexsplines angeordnet sind.
Es wird auf diese Weise ein vollflächiger Übergang von einem ovalem Rohrabschnitt auf
einen zylindrischen Rohrabschnitt überflüssig gemacht zugunsten eines insgesamt oval ver
formten Außenteils des Flexsplines, einem starren Innenteil und beweglichen Verbindungs
elementen. Da die verformten Verbindungselemente in bezug auf die Flexsplineverzahnung
radial innenliegend und in einer Ebene senkrecht zur Drehachse des Flexsplines angeordnet
sind, ist die minimale axiale Länge des Flexsplines durch die Mindestbreite der Verzahnung
mit dem Circularspline bzw. die Mindestbreite des Kontaktbereichs mit dem Wellengenerator
definiert. Es ist folglich eine Ausbildung des Flexsplines in Form eines sehr flachen Topfes
möglich.
Da die Verbindungselemente eine stabförmige Gestalt aufweisen und im wesentlichen tan
gential zu der Drehachse des Flexsplines verlaufen, wird eine zuverlässige Drehmomentüber
tragung durch Zug- bzw. Druckkräfte sowie des weiteren eine Ovalverformung des Außen
teils ermöglicht, indem die stabförmigen Verbindungselemente im Bereich des größten
Durchmessers des Ovals mehr von einer exakt tangentialen Ausrichtung abweichen und im
Bereich des kleinsten Durchmessers des Außenteils entsprechend weniger.
Vorteilhafterweise schließt eine Stirnseite des Innenteils unmittelbar an die dieser zugewand
ten Stirnseite des Wellengenerators an. Jeder unnötige Hohlraum im Inneren des Flexsplines
wird auf diese Weise vermieden und die axiale Baulänge auf ein Minimum reduziert.
Das erfindungsgemäße Getriebe weiter ausgestaltend ist vorgesehen, daß das Außenteil das
Innenteil und die Verbindungselemente ein einstückiges Bauteil bilden. Aus einem topfför
migen Bauteil läßt sich ein derartiger Flexspline beispielsweise durch die Einbringung S-
förmiger Durchbrüche herstellen, die über den Umfang des Topfbodens verteilt angeordnet
sind und sich nahezu zur Hälfte ihrer Länge gegenseitig überlappen. Die zwischen zwei im
radialen Abstand voneinander befindlichen Durchbrüche verbleibenden Stege verlaufen als
stabförmige Verbindungselemente in etwa tangential zur Drehachse des Flexsplines.
Auf besonders einfache und kostengünstige Weise läßt sich ein einstückiger Flexspline im
Kunststoff-Spritzguß-Verfahren herstellen.
Um bei hochfesten Werkstoffen die Biegebelastung der Verbindungselemente zu reduzieren,
wird als Alternative zur einstückigen Ausbildung des Flexsplines vorgeschlagen, die Verbin
dungselemente über Gelenke mit dem Außenteil und/oder dem Innenteil zu verbinden. Eine
solche Variante bietet sich insbesondere auch für den Fall eines aus einem metallischen
Werkstoff gefertigten Flexsplines an, der bei einer hohen Leistungsübertragung zu bevorzu
gen ist.
Eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen Spannungswellengetriebes besteht darin, daß der
Flexspline eine topfförmige Gestalt besitzt und sich die Verbindungselemente radial nach
innen an einen Übergangsbereich zwischen einem Wandbereich und einem Bodenbereich
anschließen.
Die Topfform führt zu einer einfachen Herstellbarkeit des Flexsplines und - insbesondere bei
einer rechtwinkligen Ausrichtung der inneren Mantelfläche des Außenteils zu einer diesem
zugewandten Stirnseite des Innenteils - zu einer äußerst kompakten Bauweise, da innerhalb
des ebenfalls topfförmigen Gehäuses koaxial der topfförmige Flexspline und innerhalb dieses
- wiederum koaxial - der umlaufende Wellengenerator angeordnet ist. Alle drei vorgenannten
Bauteile können auf der Antriebsseite in axiale Richtung bündig miteinander abschließen und
mit einem Gehäusedeckel versehen werden.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels, das in der Zeichnung
dargestellt ist, näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 ein Spannungswellengetriebe im Axialschnitt
Fig. 2 eine Vorderansicht des Getriebes gemäß Fig. 1 nach Entfernung des Ge
häusedeckels
Fig. 3 den Flexspline des Getriebes nach Fig. 1 im Herstellzustand
und
Fig. 4 wie Fig. 3, jedoch im oval verformten Zustand
(Deformation übertrieben dargestellt).
Das in Fig. 1 dargestellte Spannungswellengetriebe 1 besteht aus einem Circularspline 2 in
Form eines topfförmigen Gehäuses, einem Flexspline 3, der einstückig mit einem Wellen
stummel 4 für einen Abtrieb verbunden ist, und einem Wellengenerator 5, der sich wiederum
aus zwei Planetenrädern 6 sowie einem Sonnenrad 7 zusammensetzt.
Der Circularspline 2, der Flexspline 3, der Wellengenerator 5, das Sonnenrad 7 sowie ein
Gehäusedeckel 8 sind koaxial zueinander angeordnet, ihre gemeinsame Dreh- bzw. Mittel
achse ist mit 9 bezeichnet.
Wie sich auch der Fig. 2 entnehmen läßt, kämmen die beiden Planetenräder 6 sowohl mit
dem kleineren Sonnenrad 7 als auch mit einer Innenverzahnung in dem Flexspline 3. Anstelle
der Verzahnungen sind in Fig. 2 der Übersichtlichkeit halber lediglich die zugehörigen
Wälzkreisdurchmesser dargestellt.
Da der Wälzkreisdurchmesser des Flexsplines 3 (im unverformten Zustand) kleiner ist als die
Summe aus dem Wälzkreisdurchmesser des Sonnenrades 7 und dem doppelten Wälzkreis
durchmesser eines Planetenrades 6, ist der Flexspline 3 bei in Eingriff befindlichen Verzah
nungen oval verformt. Durch eine Drehbewegung des Sonnenrades und eine dadurch verur
sachte Drehbewegung der Planetenräder läuft diese Ovalverformung des Flexsplines 3 um.
Im Bereich der Ovalverformung, d. h. im Eingriffsbereich der Planetenräder 6, greift der im
Durchmesser vergrößerte und mit einer Außenverzahnung versehene Flexspline 3 in den mit
einer Innenverzahnung versehenen Circularspline 2 ein. Aufgrund der nur geringfügig kleine
ren Zähnezahl der Außenverzahnung des Flexsplines 3 gegenüber der Innenverzahnung des
Circularsplines 2 (Zahndifferenz = 2) kommt es nur zu einer sehr langsamen Relativverdre
hung zwischen dem Flexspline 3 und dem Circularspline 2. Bei feststehendem Gehäuse dient
der mit dem Flexspline 3 verbundene Wellenstummel 4 als Abtrieb.
Wiederum aus Fig. 1 läßt sich entnehmen, daß der Flexspline 3 aus einem ringförmigen
Außenteil 10 und einem rechtwinklig daran anschließenden scheibenförmigen Innenteil 11
besteht. Das Außenteil 10 ist an seiner inneren Mantelfläche mit einer Innenverzahnung für
die Planetenräder 6 und an seiner äußeren Mantelfläche mit einer Außenverzahnung für den
Circularspline 2 versehen und erfährt eine periodisch mit den Planetenrädern 6 umlaufende
Ovalverformung. Das starre Innenteil 11 ist unmittelbar mit dem Wellenstummel 4 zur
Drehmomentausleitung verbunden.
Wie aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich ist, sind das Außenteil 10 und das Innenteil 11 über
insgesamt acht Verbindungselemente 12 miteinander gekoppelt. Die Verbindungselemente
12 besitzen die Form von (leicht gekrümmten) Stäben, die einerseits mit dem Außenteil 10
und andererseits mit dem Innenteil 11 verbunden sind. Die Stäbe sind durch S-förmig verlau
fende Durchbrüche 13 einerseits von dem Innenteil 11 und andererseits von dem Außenteil
10 getrennt. Ein außenliegender Abschnitt 14 eines Durchbruchs 13 überlappt dabei einen
innenliegenden Abschnitt 15 des benachbarten Durchbruchs 13. Die Abschnitte 14 und 15
liegen jeweils auf konzentrischen Kreisen, deren gemeinsamer Mittelpunkt 16 auf der Mit
telachse 9 des Getriebes liegt.
Aufgrund der im wesentlichen tangentialen Ausrichtung der Verbindungselemente 12 im
undeformierten Zustand und der zu beiden Seiten jedes Stabes befindlichen Durchbrüche 13
ist eine Abwinklung der Verbindungselemente möglich, wobei sich das dem Außenteil 10
zugewandte Ende dort, wo die Planetenräder 6 mit der Innenverzahnung des Außenteils 10 in
Eingriff stehen, in radialer Richtung vom Mittelpunkt 16 entfernt. Eine derartige Auslenkung
der Verbindungselemente 12 erfolgt an diametral gegenüberliegenden Stellen des Flexspli
nes.
Jeweils um 90° verdreht hierzu sind - ebenfalls an diametral gegenüberliegenden Stellen - die
Verbindungselemente 12 bis an das Innenteil 11 herangedrückt, so daß die innenliegenden
Abschnitte 15' dieser Durchbrüche 13 nahezu nicht mehr vorhanden sind. In diesem Bereich
kommt es auch zu einer Verkleinerung der außenliegenden Abschnitte 14' der Durchbrüche
13 im S-förmigen Übergangsbereich, so daß der radiale Abstand zwischen dem Innenteil 11
und dem Außenteil 10 in diese Richtung vermindert wird. Dies ist erforderlich, da der Um
fang des Außenteils 10 insgesamt in etwa konstant ist.
Bei der Drehmomentübertragung von dem Außenteil 10 auf das Innenteil 11 findet in erster
Linie eine Beanspruchung der Verbindungselemente 12 auf Zug bzw. auf Druck statt (je nach
Drehrichtung des Sonnenrades). Demgegenüber werden die Verbindungselemente 12 bei der
Ovalverformung im wesentlichen auf Biegung beansprucht.
Der Flexspline 3 ist insgesamt aus einem spritzgießfähigen Kunststoff hergestellt und zeich
net sich daher durch niedrige Herstellungskosten bei gleichzeitig langer Lebensdauer aus.
Wenn sämtliche Bauteile des Spannungswellengetriebes 1 aus Kunststoff-Spritzguß-Teilen
bestehen, ist eine Schmierung der Verzahnungen nicht erforderlich.
Der Fig. 1 ist schließlich noch zu entnehmen, daß die Planetenräder 6 und das Sonnenrad 7
in axialer Richtung direkt an das Innenteil 11 des Flexsplines 3 angrenzen. In dieser Darstel
lung sind die Verbindungselemente 12 nicht sichtbar, weil die Schnittebene genau durch den
S-förmigen Bereich zweier Durchbrüche 13, d. h. zwischen jeweils zwei Stäben, verläuft.
Claims (8)
1. Spannungswellengetriebe (1) mit einem drehantreibbaren Wellengenerator (5), einem
außenverzahnten Flexspline (3), der von dem Wellengenerator (5) umlaufend oval ver
formbar ist, und einem innenverzahnten Circularspline (2), der an gegenüberliegenden
und mit der Drehfrequenz des Wellengenerators (5) umlaufenden Stellen mit dem
Flexspline (3) in Eingriff steht, wobei der Flexspline (3) ein ringförmiges, mit seiner
Außenseite die Außenverzahnung abstützendes Außenteil (10) sowie ein scheibenför
miges, koaxial dazu angeordnetes und einen Abtrieb bildendes Innenteil (11) aufweist,
wobei das Außenteil (10) und das Innenteil (11) über mehrere Verbindungselemente
(12) drehmomentfest miteinander verbunden sind und die im wesentlichen innerhalb
der radialen Projektion des Innenteils verlaufenden Verbindungselemente (12) eine ra
diale Beweglichkeit besitzen, die die durch den Wellengenerator (5) verursachte Oval
verformung des Außenteils (10) zuläßt, wobei die stabförmigen Verbindungselemente
(12) an beiden Längsseiten von jeweils einem S-förmigen Durchbruch (13) begrenzt
sind und wobei sich das ringförmige Außenteil (10) eine in sich geschlossene, axial
durchgehende Mantelfläche bildet und sich damit in axiale Richtung bis innerhalb die
radiale Projektion des Innenteils (11) erstreckt.
2. Spannungswellengetriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Stirnsei
te des Innenteils (11) unmittelbar an die diesem zugewandte Stirnseite des Wellengene
rator (5) anschließt.
3. Spannungswellengetriebe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verbindungselemente (12) im wesentlichen tangential zu der Drehachse (9) des
Flexsplines (3) verlaufen.
4. Spannungswellengetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Außenteil (10), das Innenteil (11) und die Verbindungselemente (12) ein ein
stückiges Bauteil bilden.
5. Spannungswellengetriebe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Flexspli
ne (3) im Kunststoff-Spritzguß-Verfahren hergestellt ist.
6. Spannungswellengetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungselemente (12) über Gelenke mit dem Außenteil (10) und/oder dem
Innenteil (11) verbunden sind.
7. Spannungswellengetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Flexspline (3) eine topfförmige Gestalt besitzt und sich die Verbindungsele
mente (12) radial nach innen an einen Übergangsbereich zwischen einem Wandbereich
und einem Bodenbereich anschließen.
8. Spannungswellengetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß eine innere Mantelfläche des Außenteils (10) und eine diesem zugewandte Stirnsei
te des Innenteils (11) rechtwinklig zueinander ausgerichtet sind.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee |
Effective date: 20130601 |