DE19852380A1 - Schnecke für eine Exzenterpumpe oder einen Untertagebohrmotor - Google Patents
Schnecke für eine Exzenterpumpe oder einen UntertagebohrmotorInfo
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Abstract
Ein Rotor (4) für eine Exzenterschneckenpumpe oder einen Untertagebohrmotor beteht aus einem geraden, im Wesentlichen zylindrischen Kernelement (21), auf das im Kaltschmiedeverfahren ein Mantel (22) aufgeschmiedet ist. Der Mantel (22) bekommt durch das Schmieden die für Exzenterschneckenpumpen (1) benötigte schraubenförmige Außengestalt. Der beschriebene Rotor (4) kann spanlos hergestellt werden, was insbesondere bei großen Rotorabmessungen von erheblichem Vorteil ist, weil keine Materialabfälle entstehen.
Description
Exzenterschneckenpumpen werden zum Fördern von zäh
flüssig fließfähigen Medien, insbesondere von Medien
verwendet, die stark abrasiv sind. Die Exzenterschnec
kenpumpen bestehen aus einem Stator mit einer durchge
henden Öffnung. Die Innenwand der Durchgangsöffnung hat
die Gestalt einer mehrgängigen Schraube und wird von
einem Elastomer gebildet. Das Elastomer befindet sich in
einem rohrförmigen Mantel aus hochfestem Material, bei
spielsweise Stahl, wobei die Innenkontur des Mantels
entweder zylindrisch glatt ist oder der Gewindekontur
der Durchgangsbohrung in einem konstanten radialen Ab
stand folgt. In der Durchgangsbohrung des Stators dreht
sich ein Rotor, dessen Gangzahl um eins niedriger ist
als die Gewindegangzahl in der Durchgangsbohrung. Der
Rotor besteht aus einem festen Material und zeigt eine
besonders hohe Abriebfestigkeit.
Im Falle einer Exzenterschneckenpumpe wird der
Rotor von außen über einen Motor angetrieben und er för
dert im Zusammenwirken mit dem Stator durch die Durch
gangsbohrung hindurch. Während der Rotation des Rotors
entstehen im Zusammenwirken mit der Innenwand der Durch
gangsbohrung im weitesten Sinne sichel- oder bananen
förmige Kammern, die bei der Rotation des Rotors all
mählich durch den Stator hindurchwandern.
Derartige Anordnungen können auch als Motor verwen
det werden, wenn die Flüssigkeit mit hohem Druck durch
die Anordnung hindurchgepresst wird. Der Druck der Flüs
sigkeit setzt den Rotor in Umdrehungen und es kann an
dem Rotor mechanische Energie abgenommen werden. Von
dieser Anordnung wird beispielsweise bei Untertagebohr
motoren Gebrauch gemacht.
Die Herstellung der Statoren ist vergleichsweise
einfach. Sie werden über einen Formkern vulkanisiert und
erhalten auf diese Weise die komplizierte Form der
Durchgangsöffnung. Schwieriger dagegen ist bislang die
Herstellung der Rotoren, die üblicherweise bislang in
spangebenden Verfahren aus dem vollen Material herge
stellt wird.
Es ist zwar aus der DE-A-1 703 828 bekannt, den
Rotor aus einem Rohr zu schmieden. Rotoren dieser Art
sind in Achsrichtung bei hohen Antriebskräften oder ho
hen Drücken, wie sie in Untertagebohrmotoren auftreten,
nicht hinreichend formstabil. Das Antriebsdrehmoment
führt u. a. dazu, dass sich der Rotor wegen seiner
schraubenförmigen Gestalt tordiert und dabei verkürzt.
Die Folge ist, dass die rechnerische Steigung des Rotors
nicht mehr mit der rechnerischen Gewindesteigung des
mehrgängigen Gewindes in dem Stator übereinstimmt und
Undichtigkeiten entstehen, die zu Druckverlusten und
damit Leistungsverlusten führen.
Ausgehend hiervon ist es Aufgabe der Erfindung,
einen Rotor für eine Exzenterschneckenpumpe oder einen
Exzenterschneckenmotor, beispielsweise einen Untertage
motor, zu schaffen, der vergleichsweise kostengünstig
herstellbar ist und sich unter Einwirkung des an dem
Rotor auftretenden Drehmoments axial nicht verkürzt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den Rotor
mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
Bei dem neuen Rotor wird ein Kernelement verwendet,
das von einem Mantel eingehüllt ist. Der Mantel bildet
an seiner Außenseite die gewindeförmige Struktur, d. h.
die schraubenförmig verlaufende Fläche. Auf diese Weise
kann der Mantel in einem verhältnismäßig kostengünstigen
spanlosen Herstellungsverfahren durch Kaltverformen her
gestellt werden. Im Inneren des Mantels befindet sich
ein Kernelement, das über die gesamte Länge des Mantels
durchläuft und dem Mantel die erforderliche Axialstabi
lität verleiht.
Auf diese Weise können auch Rotoren aus Materialien
hergestellt werden, die zwar duktil jedoch schlecht
spangebend bearbeitbar sind wie Edelstähle z. B. V2A oder
V4A Stähle. Das Kernelement kann hingegen aus einem
Nichtedelstahl bestehen.
Zufolge der schraubenförmigen Gestalt des Mantels
könnte sich dieser unter dem Einfluss des Drehmoments
theoretisch in der aus dem Stand der Technik bekannten
Weise axial verkürzen, wenn er tordiert wird. Durch die
Verwendung des Kernelementes wird der Mantel an dieser
axialen Verkürzung gehindert.
Das Kernelement kann ein einfacher, außen zylindri
scher Körper sein, der sehr einfach und kostengünstig
herzustellen ist.
Das Gesamtgebilde lässt sich somit spanlos ferti
gen.
Ein weiteres Problem beim Stand der Technik war die
Verbindung zwischen dem rohrförmigen Rotor und dem
Kupplungs- oder Antriebskopf. Diese Verbindung muss sehr
fest sein, weshalb der Antriebskopf beim Stand der Tech
nik angeschweißt wurde. Die Temperaturänderungen beim
Anschweißen führten zu einer erheblichen Versprödung in
dem Rotor mit der Gefahr des Brechens und Abreißens des
Kopfes im Betrieb.
Bei der neuen Lösung wird diese Schwierigkeit um
gangen, weil der Kupplungskopf mit dem Kernelement ver
bunden werden kann. Schweißverbindungen zwischen dem
Mantel und dem Kupplungskopf sind bei der erfindungs
gemäßen Lösung überflüssig.
Der auf dem Kernelement aufgebrachte Mantel weist
über seine gesamte Länge und seinen Umfang im Wesentli
chen dieselbe Wanddicke auf, d. h. er ist an jeder Stelle
etwa gleich dick.
Das Kernelement steht mit dem Mantel lediglich ab
schnittsweise in Berührung. Diese Abschnitte sind Berei
che der Gewindetäler des Mantels. Im Bereich zwischen
den Gewindetälern, also den Gewindespitzen des Mantels,
bestehen zwischen dem Kernelement und dem Mantel Zwi
schenräume. Diese Zwischenräume haben die Gestalt einer
ein- oder mehrgängigen Schraube.
Bei der Kaltverformung des Mantels kann die Verfor
mung nur so weit gehen, dass die Gewindetäler des Man
tels gerade eben das Kernelement berühren. Die Verbin
dung zwischen dem Kernelement und dem Mantel ist dann
praktisch lediglich reibschlüssig.
Es ist jedoch möglich, die Kaltverformung so weit
gehen zu lassen, dass auch das Kernelement mitverformt
wird bzw. sich die Wandstärke des Mantels an der Berüh
rungsstelle mit dem Kernelement geringfügig verändert.
Die Verbindung mit dem Kernelement ist dann in diesem
Bereich auch bis zu einem gewissen Grade formschlüssig,
und sie kann auch infolge Kaltschweißens stoffschlüssig
werden.
Der erfindungsgemäße Rotor kann Wandstärken zwi
schen 2 und 20 mm aufweisen bei einem über alles ge
messenen Durchmesser zwischen 30 und 300 mm. Die Länge
des neuen Rotors kann bis zu 8 m betragen.
Um den Kupplungskopf mit dem Rotor zu verbinden,
weist das Kernelement an einem Ende einen über den Man
tel überstehenden Zapfen auf. Dieser Zapfen ist zweck
mäßigerweise als Gewindezapfen ausgebildet.
Der erfindungsgemäße Rotor lässt sich in Exzenter
schneckenpumpen oder Anordnungen verwenden, die als Mo
toren eingesetzt werden, beispielsweise Untertagebohr
motoren.
Im Übrigen sind Weiterbildungen der Erfindung
Gegenstand von Unteransprüchen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des
Gegenstandes der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine Exzenterschneckenpumpe in einer per
spektivischen Darstellung, teilweise aufgeschnitten,
Fig. 2 den Rotor der Exzenterschneckenpumpe nach
Fig. 1, in einem Längsschnitt,
Fig. 3 den Rotor nach Fig. 2, geschnitten längs
der Linie III-III, und
Fig. 4 einen Untertagebohrmotor in einem Längs
schnitt.
Fig. 1 zeigt in einer perspektivischen Darstellung,
teilweise aufgeschnitten, eine Exzenterschneckenpumpe 1.
Zu der Exzenterschneckenpumpe 1 gehören ein Pumpenkopf
2, ein Stator 3, ein in dem Stator 3 laufender Rotor 4
sowie ein Mundstück 5.
Der Stator 3 besteht aus einem rohrförmigen zylin
drischen Statormantel 6, beispielsweise aus Stahl, der
an beiden Enden mit Anschlussgewinden 7, 8 versehen ist.
Der Statormantel 6 bildet eine zylindrisch glatte Innen
fläche 9, auf der eine Statorauskleidung 11 aus einem
elastomeren Material aufvulkanisiert ist. Die Ausklei
dung 11 begrenzt eine durchgehende Öffnung 12 mit einer
schraubenförmig verlaufenden Innenwand 13. Die Durch
gangsöffnung 12 reicht durch den gesamten Stator 3 hin
durch und ist zu dessen Außenkontur, insbesondere zu
dessen Anschlussgewinden 7 und 8 koaxial.
Die schraubenförmige Innenwand 13 bildet ein mehr
gängiges Gewinde, wobei die Gangzahl um eins größer ist
als die Gewindeganganzahl des Rotors 4 und entsprechend
viele schraubenförmig gewundene Leisten entstehen, die
radial nach innen ragen.
Anstatt einen Statormantel 6 zu verwenden, der eine
zylindrisch glatte Innenwand 13 hat, kann auch ein
Statormantel 6 eingesetzt werden, der selbst eine
schraubenförmig gewundene Innenkontur zeigt. In diesem
Falle hat die elastomere Auskleidung 11, über die Länge
des Stators 3 gesehen, eine konstante Wandstärke. Mit
der letzteren Art von Statoren lassen sich höhere Drücke
erzeugen. Da im vorliegenden Fall jedoch die Ausgestal
tung des Stators 3 nicht Gegenstand der Erfindung ist,
genügt insoweit eine kursorische Erläuterung.
Der Pumpenkopf 2 weist ein Gehäuse 14 auf mit einer
abgedichteten Durchgangsbohrung 15 für eine darin lau
fende Antriebswelle 16. Die Antriebswelle 16 ist mittels
eines nicht gezeigten Antriebsmotors in Umdrehungen zu
versetzen und mit dem Rotor 4 gekuppelt.
An seinem vorderen Ende ist das Gehäuse 14 mit ei
nem Innengewinde 17 versehen, in das der Stator 3 mit
dem Anschlussgewinde 8 eingeschraubt ist. Die Lagerboh
rung 15 fluchtet koaxial mit der Durchgangsöffnung 12
des Stators 3.
Zwischen dem Stator 3 und dem Beginn der Lagerboh
rung 15 befindet sich eine Zulaufkammer 18, in die ein
von außen kommender Anschluss 19 einmündet.
Schließlich ist auf das auslass-seitige Ende des
Stators 3 das Mundstück 5 aufgeschraubt, das aus einem
im Wesentlichen rohrförmigen Teil mit einem Innengewinde
20 besteht.
Der Aufbau des Stators 3 wird nachstehend anhand
der Fig. 2 und 3 erläutert:
Wie Fig. 2 erkennen lässt, setzt sich der Stator 3
aus einem Kernelement 21, einem Statormantel 22 und ei
nem Kupplungskopf 23 zusammen.
Das Kernelement 21 ist im gezeigten Ausführungsbei
spiel ein dickwandiges Stahlrohr mit einer zumindest
ursprünglich zylindrischen Außenumfangsfläche 24 und
einem durchgehenden zylindrischen Innenraum 25.
Das Kernelement 21 ist gerade und deswegen rohrför
mig gestaltet, weil der Innenraum zu der Festigkeit, um
die es hier geht, keinen nennenswerten Beitrag liefert,
sondern lediglich das Gewicht erhöht. Es kann jedoch
auch massiv sein.
An seinem in Fig. 2 rechten Ende ist das Kernele
ment 21 mit einem Gewindezapfen 26 versehen. An dem
gegenüberliegenden Ende enthält das Kernelement 21 eine
Gewindebohrung 27.
Der Mantel 22 des Rotors 4 ist ebenfalls ein Rohr
mit einer Innenwand 28 und einer Außenfläche 29. Der
Mantel 22 ist im Kaltschmiedeverfahren, wie es z. B. in
der DE-A-17 03 828 beschrieben ist, schraubenförmig um
geformt. Die Außenwand 29 bildet ein Gewinde, das sich
über die gesamte axiale Länge des Mantels 22 fortsetzt.
Es beginnt bei 31 und endet bei 32. Die Gangzahl des von
der Außenfläche 29 gebildeten Gewindes ist um eins nied
riger als die Gangzahl der Durchgangsöffnung 12 in dem
Stator 3.
Wie der Querschnitt in Fig. 3 erkennen lässt, weist
der Rotor 4 im gezeigten Ausführungsbeispiel ein vier
gängiges Gewinde auf, d. h. längs dem Mantel 22 verlaufen
schraubenförmig insgesamt vier Leisten. Da die Durch
gangsöffnung 12 dementsprechend fünfgängig ist, bildet
das fünfgängige Gewinde in der Durchgangsöffnung 12 ins
gesamt fünf schraubenförmig sich erstreckende Leisten
aus Elastomermaterial.
Der Mantel 22 ist, wie bereits erwähnt, rohrförmig,
weshalb die Innenfläche 28 der Außenfläche 29 im kon
stanten Abstand folgt.
Infolge der schraubenartigen Umformung des Mantels
22 bildet dessen Außenfläche 29 in Längsrichtung gesehen
abwechselnd Gewindescheitel 33 und Gewindetäler 34. Zu
folge der Mehrgängigkeit erscheinen die Gewindetäler 34
und die Gewindescheitel 33 nicht nur in Längsrichtung,
sondern, wie der Querschnitt nach Fig. 3 zeigt, auch in
jeder Schnittebene in Umfangsrichtung gesehen.
Die Abmessungen des zylindrischen geraden Rohrs,
aus dem der Mantel 22 kaltverformt wird, sind so ge
wählt, dass nach der endgültigen Verformung zu der
schraubenartigen Gestalt der Mantel 22 mit seiner Innen
umfangsfläche 28 im Bereich der Gewindetäler 34 (bezogen
auf die äußere Kontur) die Außenumfangsfläche 24 des
Kernelementes 21 zumindest berührt.
Bei entsprechend stärkerem Verformen ist es auch
möglich, zusätzlich die Außenumfangsfläche 24 des Kern
elementes 21 geringfügig mit zu verformen, wodurch die
Außenumfangsfläche 24 flache Nuten 35 bekommt, die der
Kontur der Gewindetäler 34 folgen. Wenn die Verformung
in dieser Weise fortgesetzt wird, entsteht zwischen dem
Mantel 22 und dem Kernelement 21 nicht nur eine reib
schlüssige, sondern auch eine formschlüssige Verbindung
im Bereich der sich zum Inneren des Mantels 22 vorwöl
benden Gewindetäler 34 mit dem Kernelement 21. Darüber
hinaus kann infolge der Verformung sogar ein Kaltschwei
ßen zwischen dem Mantel 22 und dem Kernelement 21 an den
Berührungsstellen erfolgen.
Da das Halbzeug, wie erwähnt, aus dem der Mantel 22
hergestellt ist, ein zylindrisches Rohr ist, dessen
Durchmesser größer ist als der Außendurchmesser des
Kernelementes 21, entstehen zwischen dem Kernelement 21
und dem Mantel 22 schraubenförmig verlaufende Zwischen
räume 36. Die Anzahl dieser schraubenförmigen Zwischen
räume 36 ist gleich der Anzahl von Gewindescheiteln 33,
die im Querschnitt des Rotors 4 in Umfangsrichtung zu
erkennen sind. Je nach Anwendungsfall können diese Zwi
schenräume 36 entweder leer bleiben oder mit einer Masse
gefüllt werden. Diese Masse kann z. B. Kunstharz oder mit
Leichtmetallpulver gefülltes Kunstharz sein.
Der Antriebskopf 23 ist ein spangebend hergestell
tes zylindrisches Drehteil mit zwei Gewindesackbohrungen
37 und 38. Mit der Gewindesackbohrung 37 wird der An
triebskopf 23 auf den Gewindezapfen 26 aufgeschraubt und
dient der Verbindung des Rotors 4 mit der Antriebswelle
16. Anstelle der Sackbohrung 38 kommen auch andere Mit
nehmermittel in Frage.
Um ein Lösen des Antriebskopfes 23 von dem Rotor 4
zu verhindern, ist die Gewinderichtung des Gewindezap
fens 26 entgegengesetzt zu der Gewinderichtung der auf
dem Mantel 22 ausgebildeten Schraube. Wenn der Mantel 22
z. B. eine mehrgängige Rechtsschraube trägt, ist das Ge
winde des Gewindezapfens 26 ein Linksgewinde. Sinngemäß
das Gleiche gilt für das Gewinde in der Gewindesackboh
rung 37.
Um schließlich an der Auslauf- oder Druckseite den
Mantel 22 gegenüber dem Kernelement 22 zu fixieren, ist
ein scheibenförmiges Abstandselement 48 vorgesehen, das
mittels einer Schraube 42, die in das Innengewinde 27
eingedreht ist, fixiert ist. Das Abstandselement 41 fi
xiert mit Hilfe einer entsprechend konturierten Schulter
43 und eines entsprechend geformten kurzen Fortsatzes
das Kernelement 21 in radialer Richtung bezüglich des
Mantels 22.
Die Herstellung des gezeigten Rotors 4 geschieht,
indem koaxial und gleichzeitig das rohrförmige Kernele
ment 21 und das Rohr, das den Mantel 22 bildet, durch
die Kaltverformungseinrichtung gemäß der DE-A-17 03 828
hindurchgeführt werden. Dadurch wird aus dem zylindri
schen äußeren Rohr der schraubenförmig gewundene Mantel
22 kaltgeschmiedet. Das Kernelement 21 dagegen bleibt,
abgesehen von den flachen Nuten 35, im Wesentlichen
vollständig unverformt. Nach dem Kaltschmiedevorgang
wird das erhaltene Bauteil auf die gewünschte Länge ge
kürzt und es wird der Gewindezapfen 26 spangebend durch
Wirbelfräsen oder Drehen und anschließendes Gewinde
schneiden erzeugen.
Der durch Kaltverformung erzeugte Stator 4 hat, wie
dies bei Exzenterschneckenpumpen üblich ist, eine gerade
Achse.
Durch das Kaltschmieden wird eine Gefügestruktur
erreicht, die hinsichtlich der auftretenden Kräfte güns
tig ist.
Mit dem beschriebenen Aufbau und in der beschriebe
nen Weise können Rotoren hergestellt werden, bei denen
die Wandstärke des Mantels 22 zwischen 2 und 20 mm
liegt. Der über alles gemessene Außendurchmesser des
Rotors 4 kann bis zu 300 mm betragen, während die ge
samte Länge des Rotors 4 bis zu 8 m reichen kann. Die
großen Längen werden für hohe Förderdrücke bei Pumpen
bzw. große Drehmomente bei Motoren benötigt, wie sie bei
Förderung im Untersee- oder Untertagebereich auftreten.
Bei dem Rotor 4 kann das Kernelement 21 aus einem
anderen Material bestehen wie der Mantel 22. Außerdem
kann zumindest der Mantel 22 von einem schwer zerspan
baren jedoch duktilen Material gebildet sein, z. B. V4A-
Stahl.
Der beschriebene Rotor 4 lässt sich jedoch nicht
nur bei der in Fig. 1 gezeigten Exzenterschneckenpumpe 1
einsetzen, sondern er eignet sich in gleicher Weise für
Motoren, die wie Exzenterschneckenpumpen aufgebaut sind,
beispielsweise Untertagebohrmotoren. Mit Hilfe einer
solchen Anordnung wird hydraulische Energie in mecha
nische Energie umgewandelt, indem mit hohem Druck eine
Antriebsflüssigkeit durch die "Exzenterschneckenpumpe"
hindurchgepresst wird. Hierdurch wird der Rotor 4 in
Umdrehungen versetzt und es kann an der Welle 16 An
triebsleistung abgenommen werden. Da der grundsätzliche
Aufbau des Rotors 4 unabhängig davon ist, ob er in Ver
bindung mit einem Untertagebohrmotor oder einer Exzen
terschneckenpumpe eingesetzt wird, ist es nicht erfor
derlich, zusätzlich zu der Exzenterschneckenpumpe nach
Fig. 1 einen im Grunde genommen identischen Schnitt
durch einen Untertagebohrmotor herzustellen.
Fig. 4 zeigt die Verwendung des erfindungsgemäßen
Rotors 4 in einem Untertagebohr- oder Mud-Motor 51. Der
prinzipielle Aufbau des Untertagebohrmotors 51 ist
grundsätzlich ähnlich wie der Aufbau einer Exzenter
schneckenpumpe, wie sie in Fig. 1 gezeigt ist.
Während bei der Exzenterschneckenpumpe mechanische
Energie in hydraulische Energie umgesetzt wird, erfolgt
bei dem Untertagebohrmotor 51 die umgekehrte Energie
umwandlung. Der Untertagebohrmotor 51 wird mit unter
hohem Druck stehenden Flüssigkeit beaufschlagt, wodurch
dessen Rotor 4 in Umdrehungen versetzt wird.
Soweit bei dem Untertagebohrmotor 51 Strukturele
mente vorhanden sind, die bereits im Zusammenhang mit
den Fig. 1 bis 3 bereits erläutert sind, erfolgt keine
erneute ausführliche Beschreibung.
Der Untertagebohrmotor 51 weist einen Stator 3 auf,
der wiederum aus einem zylindrischen Stahlrohr 6 als
Mantel mit einer elastomeren Auskleidung 9 besteht. An
dem einlaufseitigen Ende des Stators 3 ist der Stator
mantel 6 mit einem konischen Innengewinde 52 versehen,
in das mit einem konischen Außengewinde 53 ein hydrau
lisches Anschlusskupplungsstück 54 mit einem durchgehen
den Kanal eingeschraubt ist.
Das Anschlusskupplungsstück 54 ist rohrförmig und
dient der Einspeisung der Antriebsflüssigkeit in den
Untertagebohrmotor 51. Das auslass-seitige Ende des Sta
tors 3 ist ebenfalls mit einem konischen Innengewinde 55
versehen, in das ein Auslassmundstück 56 eingeschraubt
ist. Das Auslassmundstück 56 weist hierzu ein entspre
chendes konischen Außengewinde 57 auf und enthält eben
falls einen durchgehenden Kanal 58.
Das Auslassmundstück 56 dient gleichzeitig als
Lagerung für eine Abtriebswelle 59, die mit einem nicht
veranschaulichten Bohrmeißel verbunden ist. Der Außen
durchmesser der Abtriebswelle 59 ist kleiner als die
lichte Weite des Kanals 58 in dem Auslassmundstück 56.
Auf diese Weise kann die durch den Untertagebohrmotor 51
hindurchtretende Flüssigkeit in Richtung auf den Bohr
meißel austreten und gleichzeitig als Spülflüssigkeit
verwendet werden.
Der Kupplungskopf 23 verbindet den Rotor 4 mit der
Abtriebswelle 58.
Der grundsätzliche Aufbau des Rotors 4 unterschei
det sich nicht von dem Aufbau des Rotors 4 nach den Fig.
2 und 3, weshalb eine erneute Erläuterung an dieser
Stelle überflüssig ist.
Der Untertagebohrmotor 51 nach Fig. 4 arbeitet in
der Weise, dass über das hydraulische Anschlusskupp
lungsstück 54 unter Druck stehende Flüssigkeit, bei
spielsweise Spülflüssigkeit, wie sie im Untertagebereich
verwendet wird, zugeführt wird. Das unter Druck stehende
Fluid dringt in die Pumpenkammern ein, die zwischen dem
Rotor 4 und der Innenauskleidung 9 des Stators 3 gebil
det sind. Der Druck der Flüssigkeit ist bestrebt, die
Kammer zu vergrößern, wodurch der Rotor 4 in dem Stator
3 in Umdrehungen versetzt wird. Da auf der Einlass-Seite
des Untertagebohrmotors 51 möglichst viele zwischen dem
Stator 3 und dem Rotor 4 gebildete Kammern offen sein
sollen, weist ein Rotor 4, der für Motorzwecke verwendet
wird, deutlich mehr Gewindegänge auf als ein Rotor 4,
der für Pumpenzwecke eingesetzt wird. Da die Anzahl der
Gewindegänge in dem Stator 3 jeweils um eins größer ist
als die Anzahl der Gewindegänge des Rotors 4, ist bei
einem Untertagebohrmotor 51 auch die Anzahl der Gewinde
gänge in dem Stator 3 deutlich größer als bei der Exzen
terschneckenpumpe 1 nach Fig. 1.
Die axiale Länge eines ungeteilten Untertagebohr
motors 51 kann bis zu 8 m betragen. Wenn größere Längen
benötigt werden, werden mehrere der in Fig. 5 gezeigten
Untertagebohrmotoren 51 hintereinandergeschaltet, wobei
dann der Rotor 4 der nachfolgenden Motorstufe an beiden
Enden mit den Gewindezapfen 26 versehen ist, um einer
seits die Kupplung mit dem stromauf gelegenen Rotor 4
und einem stromab gelegenen weiteren Rotor 4 oder dem
Werkzeug herzustellen.
Ein Rotor (4) für eine Exzenterschneckenpumpe (1)
oder einen Untertagebohrmotor (51) besteht aus einem
geraden, im Wesentlichen zylindrischen Kernelement (21),
auf das im Kaltschmiedeverfahren ein Mantel (22) aufge
schmiedet ist. Der Mantel (22) bekommt durch das Schmie
den die für Exzenterschneckenpumpen (1) benötigte
schraubenförmige Außengestalt. Der beschriebene Rotor
(4) kann spanlos hergestellt werden, was insbesondere
bei großen Rotorabmessungen von erheblichem Vorteil ist,
weil keine Materialabfälle entstehen.
Claims (22)
1. Rotor (4) für eine Exzenterschneckenpumpe (1) oder
Exzenterschneckenmotor (51), die bzw. der einen Stator
(3) mit einem durchgehenden Innenraum (12) aufweisen, in
den Leisten radial vorstehen und in dem der Rotor (4)
angeordnet ist,
mit einem im Wesentlichen zylindrischen Kernelement (21),
mit einem eine schraubenförmig verformte Außenflä che (29) bildenden äußeren Mantel (22), der das Kern element (21) im Wesentlichen über dessen gesamte Länge umgibt und dessen Außenfläche Gewindetäler (34) und Ge windescheitel (33) aufweist, und
mit einem Kupplungskopf (23), der mit dem Rotor (4) drehfest verbunden ist.
mit einem im Wesentlichen zylindrischen Kernelement (21),
mit einem eine schraubenförmig verformte Außenflä che (29) bildenden äußeren Mantel (22), der das Kern element (21) im Wesentlichen über dessen gesamte Länge umgibt und dessen Außenfläche Gewindetäler (34) und Ge windescheitel (33) aufweist, und
mit einem Kupplungskopf (23), der mit dem Rotor (4) drehfest verbunden ist.
2. Rotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
der Rotor (4) ein ein- oder mehrgängiges Gewinde bildet.
3. Rotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
der Mantel (22) aus einem anderen Material besteht wie
das Kernelement (21).
4. Rotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
der Mantel (22) über seine gesamte Länge rohrförmig ist.
5. Rotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
der Mantel (22) über seine gesamte Länge und seinen ge
samten Umfang im Wesentlichen dieselbe Wanddicke auf
weist.
6. Rotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
der Mantel (22) mit dem Kernelement (21) lediglich ab
schnittsweise in Berührung steht.
7. Rotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
der Mantel (22) mit dem Kernelement (21) im Bereich der
Gewindetäler (34) reibschlüssig verbunden ist.
8. Rotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
der Mantel (22) mit dem Kernelement (21) im Bereich der
Gewindetäler (34) formschlüssig verbunden ist, indem das
Kernelement (21) lediglich im Bereich der Gewindetäler
(34) des Mantels (22) unter Bildung wenigstens einer
schraubenförmig verlaufenden flachen Nut (35) einge
drückt ist.
9. Rotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
der Mantel (22) mit dem Kernelement (21) verbunden ist,
indem ein den Mantel (22) bildendes zylindrisches Rohr
durch Kaltverformung in ein schraubenförmiges Rohr umge
formt wird.
10. Rotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen dem Kernelement (21) und dem Mantel (22) we
nigstens ein schraubenförmig verlaufender Zwischenraum
(36) enthalten ist.
11. Rotor nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
dass der wenigstens eine schraubenförmig verlaufende
Zwischenraum (36) mit einer Masse gefüllt ist.
12. Rotor nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
dass der wenigstens eine schraubenförmig verlaufende
Zwischenraum (36) leer ist.
13. Rotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
das Kernelement (21) rohrförmig ist.
14. Rotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
das Kernelement (21) massiv ist.
15. Rotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
das Kernelement (21) an wenigstens einem Stirnende einen
über den Mantel (22) überstehenden Zapfen (26) bildet.
16. Rotor nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
dass der Zapfen (26) mit dem Kupplungskopf (23) drehfest
verbunden ist.
17. Rotor nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
dass der Zapfen (26) ein Gewindezapfen ist und dass der
Kupplungskopf (23) eine Gewindebohrung (38) enthält.
18. Rotor nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
dass die das Gewinde des Gewindezapfens (26) eine andere
Gängigkeit aufweist wie der Rotor (4).
19. Rotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
das Kernelement (21) an einem Ende über ein radial wir
kendes Zentrierstück (41) mit dem Mantel (22) verbunden
ist.
20. Exzenterschneckenpumpe, dadurch gekennzeichnet,
dass sie einen Rotor (4) nach einem oder mehreren der
vorhergehenden Ansprüche enthält.
21. Exzenterschneckenmotor (51), dadurch gekennzeich
net, dass er einen Rotor (4) nach einem oder mehreren
der vorhergehenden Ansprüche enthält.
22. Untertagebohrmotor (51), der einen Stator (3) mit
einem durchgehenden Innenraum (12) aufweist, in den
Leisten radial vorstehen, dadurch gekennzeichnet, dass
er einen Rotor (4) nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche enthält.
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