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DE19852282A1 - Verfahren zur Racemisierung von optisch aktiven Aminen - Google Patents

Verfahren zur Racemisierung von optisch aktiven Aminen

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Publication number
DE19852282A1
DE19852282A1 DE1998152282 DE19852282A DE19852282A1 DE 19852282 A1 DE19852282 A1 DE 19852282A1 DE 1998152282 DE1998152282 DE 1998152282 DE 19852282 A DE19852282 A DE 19852282A DE 19852282 A1 DE19852282 A1 DE 19852282A1
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DE
Germany
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calculated
oxygen
containing compounds
racemization
hydrogen
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DE1998152282
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Hartmut Riechers
Joachim Simon
Arthur Hoehn
Andreas Kramer
Frank Funke
Wolfgang Siegel
Christoph Nuebling
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BASF SE
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BASF SE
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Publication date
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C213/00Preparation of compounds containing amino and hydroxy, amino and etherified hydroxy or amino and esterified hydroxy groups bound to the same carbon skeleton
    • C07C213/08Preparation of compounds containing amino and hydroxy, amino and etherified hydroxy or amino and esterified hydroxy groups bound to the same carbon skeleton by reactions not involving the formation of amino groups, hydroxy groups or etherified or esterified hydroxy groups
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C209/00Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton
    • C07C209/68Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton from amines, by reactions not involving amino groups, e.g. reduction of unsaturated amines, aromatisation, or substitution of the carbon skeleton
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07BGENERAL METHODS OF ORGANIC CHEMISTRY; APPARATUS THEREFOR
    • C07B2200/00Indexing scheme relating to specific properties of organic compounds
    • C07B2200/07Optical isomers

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Abstract

Verfahren zur Recamisierung von optisch aktiven Aminen der Formel (I) DOLLAR F1 in der R·1·, R·2· und R·3· Alkyl-, Cycloalkyl-, Arylalkyl-, Aryl-, Heteroarylreste und heterocyclische Reste bedeuten und R·3· zusätzlich H bedeutet, wobei die Reste durch Substituenten, ausgewählt aus der Gruppe Alkyl, Cycloalkyl, Alkoxy, Aryloxy, Alkylamino und Dialkylamino, substituiert sein können, mit der Maßgabe, daß R·1· und R·2· verschieden sind, durch Umsetzung des optisch aktiven Amins in Gegenwart von Wasserstoff und einem Hydrier- oder Dehydrierkatalysator bei erhöhter Temperatur, indem man die Umsetzung in der Gasphase durchführt.

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Race­ misierung von optisch aktiven Aminen der Formel (I)
in der R1, R2 und R3 Alkyl-, Cycloalkyl-, Arylalkyl-, Aryl-, Heteroarylreste und heterocyclische Reste bedeuten und R3 zusätz­ lich H bedeutet, wobei die Reste durch Substituenten, ausgewählt aus der Gruppe Alkyl, Cycloalkyl, Alkoxy, Aryloxy, Alkylamino und Dialkylamino, substituiert sein können, mit der Maßgabe, daß R1 und R2 verschieden sind, durch Umsetzung des optisch aktiven Amins in Gegenwart von Wasserstoff und einem Hydrier- oder Dehydrier­ katalysator bei erhöhter Temperatur.
Optisch aktive Amine der Formel I sind z. B. wertvolle Pharmazeu­ tika und Zwischenprodukte zur Herstellung von Wirkstoffen (vergl. z. B.: DE-A-29 03 589, Seite 2, Zeilen 17 bis 26). Da häufig nur eines der beiden Enantiomeren wirksam ist, bzw. wirksamer als das andere Enantiomer ist, werden Verfahren zur Racemisierung des we­ niger wirksamen Enantiomers benötigt, weil aus dem Racemat nach bekannten Methoden (Racematspaltung) wieder das wirksamere Enantiomer gewonnen werden kann.
US-A-4,096,186 beschreibt ein Verfahren zur Racemisierung von op­ tisch aktiven Aminoalkoholen, wobei der Aminoalkohol mit Ammoniak und Wasserstoff in Gegenwart eines Hydrierkatalysators, der bevorzugt Cobalt enthält, in Kontakt gebracht wird. Bei der Um­ setzung von optisch aktivem 2-Amino-1-butanol wird bei einer Ra­ cematausbeute von maximal 97,6% nur ein Racemisierungsgrad von 63% erreicht. Bei einem Racemisierungsgrad von 99% wird dagegen nur eine Racematausbeute von 75,1% erreicht.
US-A-4,990,666 offenbart ein Verfahren zur Racemisierung von op­ tisch aktiven Aminoalkoholen, wobei der Aminoalkohol in Gegenwart von Wasserstoff mit Raney-Cobalt in Kontakt gebracht wird. Es wird gelehrt, daß hohe Temperaturen, z. B. größer 160°C, die Ra­ cematausbeute herabsetzen. Weiterhin erfolgt gemäß dieser Lehre die Racemisierung in flüssiger Phase in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels.
DE-A-29 03 589 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung race­ mischer Gemische aus optisch aktiven Aminen, indem man die op­ tisch aktiven Amine mit Wasserstoff in Gegenwart eines Hydrier­ katalysators bei erhöhter Temperatur behandelt. Es wird gelehrt, die Racemisierung des optisch aktiven Amins, je nach Beschaffen­ heit des Amins, in Lösungsmitteln oder in Substanz, d. h. in flüssiger oder fester Form, vorzunehmen. Die Umsetzung von op­ tisch aktivem 2-Amino-1-phenylpropan in flüssiger Phase bei einer Reaktionsdauer von 12 Stunden an einem Raney-Kobalt-Katalysator führt bei einem Racemisierungsgrad von maximal 98% nur zu einer Racematausbeute von 91,1%.
Der vorliegenden Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, ein verbes­ sertes wirtschaftliches Verfahren zur Racemisierung von optisch aktiven Aminen aufzufinden, bei dem das Verfahrensprodukt mit ho­ hem Racemisierungsgrad bei gleichzeitig hoher Racemisierungsaus­ beute und hoher Raum-Zeit-Ausbeute erhalten wird.
Demgemäß wurde ein Verfahren zur Racemisierung von optisch akti­ ven Aminen der Formel (I)
in der R1, R2 und R3 Alkyl-, Cycloalkyl-, Arylalkyl-, Aryl-, Heteroarylreste und heterocyclische Reste bedeuten und R3 zusätz­ lich H bedeutet, wobei die Reste durch Substituenten, ausgewählt aus der Gruppe Alkyl, Cycloalkyl, Alkoxy, Aryloxy, Alkylamino und Dialkylamino, substituiert sein können, mit der Maßgabe, daß R1 und R2 verschieden sind, durch Umsetzung des optisch aktiven Amins in Gegenwart von Wasserstoff und einem Hydrier- oder Dehydrier­ katalysator bei erhöhter Temperatur gefunden, welches dadurch ge­ kennzeichnet ist, daß man die Umsetzung in der Gasphase durch­ führt.
Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich in der Gasphase diskon­ tinuierlich oder bevorzugt kontinuierlich wie folgt durchführen, wobei der Katalysator bevorzugt als Festbett im Reaktor angeord­ net ist:
Das erfindungsgemäße Verfahren kann in Abwesenheit oder bevorzugt in Gegenwart von Ammoniak durchgeführt werden. Wird in Gegenwart von Ammoniak gearbeitet, so beträgt im allgemeinen das Mol­ verhältnis von Ammoniak zu Amin (I) 1 : 1 bis 50 : 1, bevorzugt 1,5 : 1 bis 30 : 1, besonders bevorzugt 2 : 1 bis 20 : 1, ganz besonders bevorzugt 2 : 1 bis 6 : 1. Der Ammoniaküberschuß bezogen auf das Amin (I) kann auch größer als 50 : 1 sein.
Der Wasserstoff wird der Reaktion im allgemeinen in einer Menge von 5 bis 400 l, bevorzugt in einer Menge von 50 bis 200 l pro Mol Aminkomponente zugeführt, wobei die Literangaben jeweils auf Normalbedingungen umgerechnet sind (S. T. P.).
Das Amin (I) wird in einem zur Verdampfung ausreichend groß ge­ wählten Gasstrom enthaltend Wasserstoff und gegebenenfalls Ammo­ niak, bevorzugt bestehend aus Wasserstoff und gegebenenfalls Am­ moniak, bei Drücken von 0,1 bis 30 MPa, bevorzugt 0,1 bis 5 MPa, besonders bevorzugt 0,1 bis 3 MPa, und Temperaturen von 100 bis 300°C, bevorzugt 150 bis 270°C, besonders bevorzugt 180 bis 250­ °C, gasförmig über den Katalysator geleitet. Es ist dabei sowohl eine Anströmung des Katalysatorfestbetts von oben als auch von unten möglich. Den erforderlichen Gasstrom erhält man bevorzugt durch eine Kreisgasfahrweise, wobei beispielsweise bei einem Ka­ talysatorschüttvolumen von 1 l eine Kreisgasmenge von ca. 5 bis 10 m3/h (Volumen auf Normalbedingungen umgerechnet) und eine Abgasmenge von ca. 250 bis 350 l/h gefahren wird. Die Katalysatorbelastung liegt im allgemeinen im Bereich von 0,1 bis 2, bevorzugt 0,1 bis 1, besonders bevorzugt 0,2 bis 0,6 kg Amin (I) pro Liter Katalysator (Schüttvolumen) und Stunde.
Die Anwendung höherer Temperaturen, höherer Gesamtdrücke sowie höherer Katalysatorbelastungen als oben angegeben ist möglich. Der Druck im Reaktionsgefäß, welcher sich im wesentlichen aus der Summe der Partialdrücke der Aminkomponente (I), des gegebenen­ falls vorhandenen Ammoniaks und des gebildeten racemisierten Amins bei der jeweils angewendeten Temperatur ergibt, wird zweck­ mäßigerweise durch Aufpressen von Wasserstoff auf den gewünschten Reaktionsdruck erhöht.
Der Wasserstoff kann zusammen mit dem gegebenenfalls verwendeten Ammoniak im Kreis geführt werden.
Aus dem Reaktionsaustrag werden, nachdem dieser zweckmäßigerweise entspannt worden ist, der Wasserstoff und eventuell verwendeter Ammoniak entfernt und das erhaltene abgekühlte Reaktionsrohpro­ dukt, das im wesentlichen das racemische Amin (I) enthält, durch eine fraktionierende Rektifikation, gegebenenfalls bei verminder­ tem Druck, gereinigt.
Bezüglich der im erfindungsgemäßen Verfahren verwendbaren Hydrierkatalysatoren und Dehydrierkatalysatoren sind keine Ein­ schränkungen vorzunehmen.
Als Hydrierkatalysatoren und Dehydrierkatalysatoren sind Katalysatoren, die Kupfer, Silber, Gold, Eisen, Cobalt, Nickel, Rhenium, Ruthenium, Rhodium, Palladium, Osmium, Iridium, Platin, Chrom, Molybdän, Wolfram oder deren Gemische enthalten, geeignet. Geeignete Katalysatoren sind zum Beispiel Trägerkatalysatoren, die im Reaktor bevorzugt als Festbett angeordnet werden und nach dem Fachmann bekannten Methoden (Fällungsmethoden, Tränkungsme­ thoden) hergestellt werden.
Bei den Trägerkatalysatoren kommen als Trägermaterial für die ka­ talytisch aktiven Metalle bzw. Metallverbindungen, z. B. Metall­ oxide, beispielsweise Kohlenstoff, Aluminiumoxid, Siliciumdioxid, Titandioxid, Zirkondioxid, Zinkoxid, Magnesiumoxid, Silicium­ carbid, Zeolithe oder deren Gemische, in Betracht.
Beispielsweise sind Trägerkatalysatoren, die Kupfer und/oder Ko­ balt und/oder Nickel und Aluminiumoxid und/oder Zirkondioxid und/­ oder Titandioxid enthalten, zu rennen.
Beispielsweise können Trägerkatalysatoren der Zusammensetzung
76 Gew.-% Al, berechnet als Al2O3, 4 Gew.-% Cu, berechnet als CuO, 10 Gew.-% Co, berechnet als CoO und 10 Gew.-% Ni, berechnet als NiO, (gemäß DE-A-19 53 263)
und
31,5 Gew.-% Zr, berechnet als ZrO2, 50 Gew.-% Ni, berechnet als NiO, 17 Gew.-% Cu, berechnet als CuO und 1,5% Mo, berechnet als MoO3, (gemäß EP-A-696 572)
und der in DE-A-24 45 303, Beispiel 1, offenbarte kupferhaltige Fällkatalysator, der durch Behandlung einer Lösung von Kupfer­ nitrat und Aluminiumnitrat mit Natriumbicarbonat und anschließen­ dem Waschen, Trocknen und Tempern des Präzipitats hergestellt wird, im erfindungsgemäßen Verfahren verwendet werden.
Bevorzugt werden im erfindungsgemäßen Verfahren Katalysatoren, deren katalytisch aktive Masse vor der Reduktion mit Wasserstoff 20 bis 85 Gew.-%, bevorzugt 40 bis 80 Gew.-%, sauerstoffhaltige Verbindungen des Aluminiums, berechnet als Al2O3, sauerstoffhal­ tige Verbindungen des Zirkoniums, berechnet als ZrO2, und/oder sauerstoffhaltige Verbindungen des Titans, berechnet als TiO2, 1 bis 70 Gew.-%, bevorzugt 20 bis 60 Gew.-%, sauerstoffhaltige Verbindungen des Kupfers, berechnet als CuO, und 0 bis 50 Gew.-% sauerstoffhaltige Verbindungen des Magnesiums, berechnet als MgO, sauerstoffhaltige Verbindungen des Chroms, berechnet als Cr2O3, sauerstoffhaltige Verbindungen des Zinks, berechnet als ZnO, und/­ oder sauerstoffhaltige Verbindungen des Calciums, berechnet als CaO, enthält, eingesetzt.
Die Reste R1, R2 und R3 der im erfindungsgemäßen Verfahren einge­ setzten optisch aktiven Amine der Formel (I)
bedeuten unabhängig voneinander Alkyl-, Cycloalkyl-, Arylalkyl-, Aryl-, Heteroarylreste und heterocyclische Reste und R3 zusätzlich H, wobei die Reste durch unter den Reaktionsbedingungen inerte Substituenten, ausgewählt aus der Gruppe Alkyl, Cycloalkyl, Alkoxy, Aryloxy, Alkylamino und Dialkylamino, substituiert sein können, und wobei weiterhin R1 und R2 verschieden sind.
R1, R2 und R3 bedeuten vorzugsweise:
  • - linearer oder verzweigter Alkylrest, wie C1-20-Alkyl, beson­ ders bevorzugt C1-12-Alkyl, wie Methyl, Ethyl, n-Propyl, iso- Propyl, n-Butyl, iso-Butyl, sec.-Butyl, tert.-Butyl, n-Pen­ tyl, iso-Pentyl, sec.-Pentyl, neo-Pentyl, 1, 2-Dimethylpropyl, n-Hexyl, iso-Hexyl, sec.-Hexyl, Cyclopentylmethyl, n-Heptyl, iso-Heptyl, Cyclohexylmethyl, n-Octyl, 2-Ethyl-hexyl, n-No­ nyl, iso-Nonyl, n-Decyl, iso-Decyl, n-Undecyl, n-Dodecyl, iso-Dodecyl,
    ganz besonders bevorzugt C1-8-Alkyl, wie Methyl, Ethyl, n-Pro­ pyl, iso-Propyl, n-Butyl, iso-Butyl, sec.-Butyl, tert.-Butyl und 2-Ethyl-hexyl.
  • - Cycloalkylrest, bevorzugt C3-8-Cycloalkyl, wie Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclopentyl, Cyclohexyl, Cycloheptyl und Cyclo­ octyl, besonders bevorzugt Cyclopentyl, Cyclohexyl und Cyclo­ octyl,
    ganz besonders bevorzugt Cyclopentyl und Cyclohexyl,
  • - Arylalkylrest, bevorzugt C7-20-Arylalkyl, wie Benzyl, 1-Phen­ ethyl, 2-Phenethyl, 1-Naphthylmethyl, 2-Naphthylmethyl, Phe­ nanthrylmethyle, 4-tert.-Butyl-phenyl-methyl, 1-Phenylpropyl, 2-Phenylpropyl, 3-Phenylpropyl, 1-Phenylbutyl, 2-Phenylbutyl, 3-Phenylbutyl und 4-Phenylbutyl,
    besonders bevorzugt Benzyl, 1-Phenethyl und 2-Phenethyl,
  • - aromatischer Rest, bevorzugt C6-20-Aryl, wie Phenyl, 1-Naphthyl, 2-Naphthyl, 1-Anthryl, 2-Anthryl, 9-Anthryl, be­ sonders bevorzugt Phenyl, 1-Naphthyl und 2-Naphthyl, beson­ ders bevorzugt Phenyl,
  • - heteroaromatischer Rest, bevorzugt C3-15-Heteroaryl, wie 2-Pyridinyl, 3-Pyridinyl, 4-Pyridinyl, Chinolinyl, Pyrazinyl, Pyrrol-3-yl, Thienyl, Imidazol-2-yl, 2-Furanyl und 3-Furanyl, und
  • - heterocyclischer Rest, bevorzugt C3-15-Heterocycloalkyl, wie N-Alkyl-piperidin-3-yl, N-Alkyl-piperidin-4-yl, N,N'-Dialkyl­ piperazin-2-yl, Tetrahydrofuran-3-yl und N-Alkyl-pyrroli­ din-3-yl,
wobei in diesen Fällen der Rest R unter den Reaktionsbedingungen inerte Substituenten tragen kann, wie z. B. C1-20
-Alkyl, C3-8
-Cycloalkyl, C1-20
-Alkoxy, C6-20
-Aryloxy, C1-20
-Alkylamino und C2-20
-Dialkylamino.
Dabei kann die Anzahl dieser Substituenten in R in Abhängigkeit von der Art des Restes 0 bis 5, vorzugsweise 0 bis 3, ins­ besondere 0, 1 oder 2 betragen. Als Substituenten kommen ins­ besondere in Betracht:
  • - C1-20-Alkyl, wie oben definiert,
  • - C3-8-Cycloalkyl, wie oben definiert,
  • - C1-20-Alkoxy, bevorzugt C1-8-Alkoxy, wie Methoxy, Ethoxy, n- Propoxy, iso-Propoxy, n-Butoxy, iso-Butoxy, sec.-Butoxy, tert.-Butoxy, n-Pentoxy, iso-Pentoxy, sec.-Pentoxy, neo-Pen­ toxy, 1,2-Dimethylpropoxy, n-Hexoxy, iso-Hexoxy, sec.-Hexoxy, n-Heptoxy, iso-Heptoxy, n-Octoxy, iso-Octoxy,
    besonders bevorzugt C14-Alkoxy, wie Methoxy, Ethoxy, n-Pro­ poxy, iso-Propoxy, n-Butoxy, iso-Butoxy, sec.-Butoxy und tert.-Butoxy,
  • - C6-20-Aryloxy, wie Phenoxy, 1-Naphthoxy und 2-Naphthoxy, bevorzugt Phenoxy,
  • - C2-20-Dialkylamino, bevorzugt C2-12-Dialkylamino, besonders C2-8-Dialkylamino, wie N,N-Dimethylamino, N,N-Diethylamino, N,N-Di-n-propylamino, N,N-Di-iso-propylamino, N,N-Di-n-buty­ lamino, N-Ethyl-N-methylamino, N-Methyl-N-propylamino, Dicy­ clohexylamino, und
  • - C1-20-Alkylamino, bevorzugt C1-12-Alkylamino, besonders C1-8-Alkylamino, wie Methylamino, Ethylamino, n-Propylamino, iso-Propylamino, n-Butylamino, iso-Butylamino, tert.-Butyla­ mino, Cyclopentylamino, Cyclohexylamino.
R3 bedeutet ganz besonders bevorzugt Wasserstoff (H).
Beispiele für im erfindungsgemäßen Verfahren einsetzbare Amine I sind:
1-Methoxy-2-aminopropan (MOIPA), 2-Amino-3-methyl-butan, 2-Amino-3, 3-dimethylbutan, 1-Phenylethylamin, 1-Naphthylethyla­ min. 2-Naphthylethylamin, 1-Pherylpropylamin, 1-(4-Methyl­ phenyl)ethylamin, 1-(4-Methoxyphenyl)ethylamin, 1-(3-Methoxy­ phenyl)ethylamin, 1-Aminotetralin, trans-1-Amino-2-benzyloxy-cy­ clopentan und trans-1-Amino-2-benzyloxy-cyclohexan.
Besonders bevorzugt sind 1-Methoxy-2-aminopropan, 2-Amino-3-me­ thyl-butan und 2-Amino-3,3-dimethylbutan.
Beispiele Vergleichsbeispiel 1 Versuch zur Racemisierung von (R)-MOIPA analog DE-A-29 03 589
In einem 0,3 l Autoklaven wurden 10 g (R)-MOIPA (112 mmol), 70 ml Tetrahydrofuran und 1 g Raney-Kobalt vorgelegt. Mit Wasserstoff wurde ein Druck von 20 bar eingestellt. Der Autoklav wurde auf 160°C aufgeheizt und der H2-Druck auf 50 bar erhöht. Nach 12 h bei diesen Bedingungen wurde auf Raumtemperatur abgekühlt, der Katalysator abfiltriert und das Tetrahydrofuran am Rotationsver­ dampfer abgezogen. Die Rückstandsmenge betrug 2,5 g.
Bestimmung des Enantiomerenüberschusses durch HPLC-Analyse: 4,8%
(S)-MOIPA = 47,6 F1.%
(R)-MOIPA = 52,4 Fl.%
GC-Analyse [Fl.%]:
Tetrahydrofuran 0,2
Methoxyisopropanol 2,2
MOIPA 68,3
Octylamin 3,7
Octanol 10,0
Summe unbek. Verb. 15,6
Racemisierungsgrad 90%
Racematausbeute 61%
Vergleichsbeispiel 2 Versuch zur Racemisierung von (S)-3,3-Dimethyl-2-amino-butan (Pi­ nacolylamin) analog DE-A-29 03 589
10 g (S)-Pinacolylamin (99% ee) wurden zusammen mit 60 g THF und 1 g Raney-Cobalt in einem 0,3 l Rohrautoklaven vermischt und unter Wasserstoffatmosphäre bei einem Druck von 50 bar und einer Temperatur von 165°C 12 h gerührt.
Dann wurde der Reaktorinhalt auf Raumtemperatur abgekühlt vom Ka­ talysator abgetrennt und das Enantiomerenverhältnis über eine chirale HPLC-Säule bestimmt.
Enantiomerenüberschuß: 99%
GC-Analyse des Austrags (ammoniak- und wasserfrei) in GC-Fl.%:
Pinacolon 0,1
Pinacolylamin 99,2
Pinacolol 0,5
Sonstige 0,2
Racemisierungsgrad 0%
Racematausbeute 99,2%
Beispiel 1 Racemisierung von (R)-MOIPA in kontinuierlicher Fahrweise
(R)-1-Methoxyisopropylamin ((R)-MOIPA) wurde zusammen mit Ammo­ niak und Wasserstoff über einen Vorheizer in den bei 15 bar Über­ druck betriebenen Reaktor gefahren. Der Reaktor hatte eine Temperatur von 190 bis 210°C; die Kreisgasmenge betrug ca. 7 Nm3/(lKat..h). Es wurde eine geringe Abgasmenge von 300 Nl/(lKat..h) gefahren.
Der Reaktor war mit einem Fällkatalysator der Zusammensetzung 45 Gew.-% CuO, 10% Gew.-% NiO und 45 Gew.-% y-Al2O3-Träger gefüllt. Vor Beginn der Reaktion wurde der Katalysator im Wasserstoffstrom bei 240°C reduziert. Das Molverhältnis R-NIOIPA zu Ammoniak betrug 1 : 6, die Katalysatorbelastung lag bei 0,3 kg (R)-MOIPA und 0,29 kg Ammoniak pro Liter Katalysator und pro Stunde.
Der Ofenaustrag wurde in einem Abscheider entspannt und destillativ aufgearbeitet.
GC-Analyse des Austrags (ammoniak- und wasserfrei) in GC-Fl.%:
(R/S)-MOIPA 92,5 [(R)-MOIPA : (S)-MOIPA = 50,3 : 49,7]
Methanol 0,3
Isopropylamin 0,6
Methoxyisopropanol 1,1
Octylamin 2,1
Octanol 0,2
Sonstige 3,2
Racemisierungsgrad: 99
Racematausbeute: 92
Beispiel 2 Racemisierung von (S)-Pinacolin (2-Amino-3,3-dimethylbutan) in kontinuierlicher Fahrweise
Pinacolylamin (90% S-Enantiomer, 10% Pinacolon) wurde zusammen mit Ammoniak und Wasserstoff über einen statischen Mischer und Vorheizer in einen bei Atmosphärendruck betriebenen Reaktor ge­ fahren (Temp.: 160 bis 200°C, gerader Durchgang). Der Reaktor war mit Katalysator (Zusammensetzung siehe unten), z. B. 3 × 3 mm Tablet­ ten, gefüllt. Der Ofenaustrag wurde kondensiert und zusätzlich Produkt in einer Kühlfalle aufgefangen. Die Analyse erfolgte an­ hand chiraler HPLC.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 zusammengefaßt.
Tabelle 1
Vorheiztemp. Ausgang 201°C
Reaktortemp. Eingang 200°C
Reaktortemp. Ausgang 201°C
AL=L<Zulauf:
Edukt 16 ml/h
H2 37 l/h
NH3 16 l/h
Reaktorvolumen 110 ml

Claims (7)

1. Verfahren zur Racemisierung von optisch aktiven Aminen der Formel (I)
in der R1, R2 und R3 Alkyl-, Cycloalkyl-, Arylalkyl-, Aryl-, Heteroarylreste und heterocyclische Reste bedeuten und R3 zu­ sätzlich H bedeutet, wobei die Reste durch Substituenten, ausgewählt aus der Gruppe Alkyl, Cycloalkyl, Alkoxy, Aryloxy, Alkylamino und Dialkylamino, substituiert sein können, mit der Maßgabe, daß R1 und R2 verschieden sind, durch Umsetzung des optisch aktiven Amins in Gegenwart von Wasserstoff und einem Hydrier- oder Dehydrierkatalysator bei erhöhter Temperatur, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung in der Gasphase durchführt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung bei Temperaturen von 150 bis 270°C durchführt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung bei Temperaturen von 180 bis 250°C durchführt.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeich­ net, daß man die Umsetzung bei Drücken von 0,1 bis 5 MPa durchführt.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeich­ net, daß man einen Katalysator, dessen katalytisch aktive Masse vor der Reduktion mit Wasserstoff
20 bis 85 Gew.-% sauerstoffhaltige Verbindungen des Alumini­ ums, berechnet als Al2O3, sauerstoffhaltige Verbindungen des Zirkoniums, berechnet als ZrO2, und/oder sauerstoffhaltige Verbindungen des Titans, berechnet als TiO2,
1 bis 70 Gew.-% sauerstoffhaltige Verbindungen des Kupfers, berechnet als CuO, und
0 bis 50 Gew.-% sauerstoffhaltige Verbindungen des Magnesi­ ums, berechnet als MgO, sauerstoffhaltige Verbindungen des Chroms, berechnet als Cr2O3, sauerstoffhaltige Verbindungen des Zinks, berechnet als ZnO, und/oder sauerstoffhaltige Verbindungen des Calciums, berechnet als CaO, enthält, einsetzt.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeich­ net, daß man die Umsetzung in Gegenwart vom Ammoniak durch­ führt.
7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeich­ net, daß man als optisch aktives Amin 1-Methoxy-2-amino­ propan, 2-Amino-3-methyl-butan oder 2-Amino-3,3-dimethylbutan einsetzt.
DE1998152282 1998-11-13 1998-11-13 Verfahren zur Racemisierung von optisch aktiven Aminen Withdrawn DE19852282A1 (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US6049007A (en) * 1999-02-12 2000-04-11 Basf Aktiengesellschaft Racemization of optically active amines
CN110184456A (zh) * 2018-07-24 2019-08-30 重庆东群科技有限公司 一种低品位含锌原矿的利用方法
CN110972482A (zh) * 2018-07-24 2020-04-07 重庆东群科技有限公司 一种低品位含锌原矿的选矿方法

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CN110972482B (zh) * 2018-07-24 2022-03-15 重庆东群科技有限公司 一种低品位含锌原矿的选矿方法

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