DE19852944C1 - Adaptiver Strömungskörper - Google Patents
Adaptiver StrömungskörperInfo
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Abstract
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen adaptiven Strömungskörper zu schaffen, dessen Profil an unterschiedliche Betriebsanforderungen bezüglich des Auf-/Quertriebes, des Strömungswiderstandes und des Steuerns anpaßbar ist. DOLLAR A Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Hinterteil (2) des Strömungskörpers mittels eines von der Abströmkante (12) aus, in Längsrichtung des Strömungskörperprofils zum Mittelteil hin eindringenden Schlitz (11) in zwei hintere Teilprofile (4 und 5) aufgeteilt ist, daß diese Teilprofile jeweils zusätzlich eine flexible Innenhaut (10) aufweisen, daß die flexiblen Außenhäute (9) am Mittelteil (3) absatzlos befestigt sind, daß auf jede Innenhaut (10) ein Aktuator (6, 7) mit Schub- oder Ziehbewegungen im Sinne des Richtungspfeiles (14) einwirkt und daß diese Bewegungen über Gelenke (16) von der Innenhaut (10) aus auf innere Strukturelemente (8) übertragen sind, die diese Bewegungen über starre Verbindungen (17) als Biegemomente auf die Außenhaut (9) übertragen. DOLLAR A Die Erfindung findet Anwendung auf einen adaptiven Strömungskörper, bestehend aus einem starren Mittelteil, daran befestigtem, angeströmten Vorder- und in der Abströmung liegenden Hinterteil, mit einer das Vorder- und/oder das Hinterteil bedeckenden flexiblen Beplankung und im Vorder- und/oder Hinterteil gelagerten, von Aktuatoren angetriebenen Strukturelementen, die auf die flexible Beplankung einwirken.
Description
Die Erfindung betrifft einen adaptiven Strömungskörper, insbesondere einen
Flugzeugtragflügel, mit veränderbarem Tragflügelprofil gemäß dem Oberbe
griff des Patentanspruchs 1.
Zur Adaption eines Flugzeugtragflügels hinsichtlich seines Auftriebes, seines
Strömungswiderstandes und seiner Steuerwirkung auf die unterschiedlichen
Flugzustände wie Start-, Reiseflug-, Manöver- und Landephase sind verschie
dene Lösungen bekannt, die auf einer adaptiven Änderung des Tragflügelpro
files selbst beruhen. Die Tragflügel sind dazu teilweise mit einer flexiblen
Beplankung versehen, auf die innerhalb des Tragflügels über Aktuatoren
mittels verstellbaren Strukturelementen eingewirkt wird.
In einem derartigen, aus der DE-A1-196 43 222 bekannten adaptiven
Tragflügel wird mittels Verstellkörpern, die in ihrer Längsachse gekrümmt
sind, der hintere, flexible Bereich des Tragflügels durch Drehung der Ver
stellkörper um ihre Längsachse in seiner Wölbung verändert. Die Verstell
körper sind über ihre Längsachse mit veränderlichem Querschnitt so ausge
bildet, daß der örtliche Querschnitt des Verstellkörpers der Profildicke des
Tragflügels entspricht. Jeder Verstellkörper steht zumindest bereichsweise
mit der flexiblen Beplankung unmittelbar und/oder über einer dünnen Gleit
schicht in Berührung. Die an den einseitig gelagerten Verstellkörpern auftre
tenden Kippmomente erfordern eine aufwendige Lagerung, deren Anord
nung am starren Holm des Tragflügels ausgeführt ist. Die flexible Beplan
kung wird mit dem starren Vorderteil des Tragflügels durch Verschrauben
verbunden. Eine Adaption des Tragflügels auf unterschiedliche Betriebszu
stände ist mit der bekannten Lösung nur über eine Veränderung der Wöl
bung des Tragflügelprofiles möglich. Mit einer Veränderung der Wölbung
läßt sich der Auftrieb und Strömungswiderstand eines Tragflügels beein
flußen; zusätzliche Steuerwirkungen sind damit nicht erzielbar.
Aus der DE-A-20 26 054 ist ein weiterer Tragflügel mit veränderbarer Flü
gelprofilwölbung bekannt. Dazu sind im vorderen und hinteren Tragflügelbe
reich flexible Beplankungen vorgesehen, auf die mittels Spantteilen, die am
Holm des Tragflügels schwenkbar befestigt und für die Durchführung eines
Schwenkvorganges von Aktuatoren angetrieben sind, zur Veränderung der
Wölbung des Tragflügels eingewirkt wird. Zusätzlich zu den schwenkbaren
Spantteilen wirken gelenkig gelagerte Streben auf die flexiblen Beplankun
gen zur Aufrechterhaltung des Flügelprofilquerschnittes bei veränderter
Wölbung ein. Diese Streben sind gelenkig an die flexiblen Beplankungen
einerseits und andererseits gelenkig an den starren Aufnahmen für die
schwenkbaren Spantteile angebunden. Auf die Streben wirken keine Aktu
atoren ein, sie werden über die Anbindung an der Beplankung mit dem
Schwenken der Spantteile in ihrer Lage verändert und wirken allein als
Stützelemente. Wie bei dem vorangehend beschriebenen Stand der Technik
sind auch bei diesem Tragflügel die als Verstellkörper wirkenden Spantteile
am starren Holm gelagert. Die flexible Beplankung weist an den Übergangs
stellen zur starren Beplankung Unterbechungen in Form von beweglichen
Lagern auf und der Tragflügel läßt sich nur in seiner Wölbung adaptieren.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen adaptiven Strömungs
körper zu schaffen, dessen Profil an unterschiedliche Betriebsanforde
rungen bezüglich des Auf-/Quertriebes, des Strömungswiderstandes und
des Steuerns anpaßbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Patentanspruch 1
angegebenen Merkmale gelöst. Weiterbildungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen angegeben.
Der erfindungsgemäße Strömungskörper besteht aus drei Teilen, dem ange
strömten Vorderteil, einem daran angrenzenden, starren Mittelteil und einem
Hinterteil an dem die Abströmung erfolgt. Das Hinter- und/oder das Vorder
teil sind jeweils mit einem von der Anström- oder Abströmkante ausgehen
den, in Längsrichtung des Strömungskörperprofiles zum starren Mittelbe
reich hin eindringenden Schlitz in zwei benachbarte, vordere oder hintere
Teilprofile aufgeteilt, die zum Schlitz hin mit Innenhäuten abgedeckt sind.
Die Innenhäute gehen an der Anström- oder Abströmkante in Außenhäute
der Teilprofile über.
Die Teilprofile sind in ihrer Profilwölbung mittels Aktuatoren steuerbar, die
dazu auf ihre Innenhäute mittels Schub-/Zugbewegungen einwirken. Diese
Schub-/Zugbewegungen werden über in den Teilprofilen angeordneten
Strukturelementen, die jeweils gelenkig mit der Innenhaut und starr mit der
Außenhaut mechanisch verbunden sind, als Biegemoment auf die Außenhäute
übertragen. Dadurch läßt sich in Abhängigkeit von dem Ausmaß der
Schub-/Zugbewegungen eine variierbare und bei Bedarf für jedes Teilprofil
individuelle Wölbung einstellen.
Die Erfindung hat den Vorteil, daß eine Kombination unterschiedlich ge
wölbter Teilprofile am Hinterteil zusätzliche Steuerfunktionen und die Er
zielung von Bremsklappenwirkungen ohne die übliche Verwendung von
Steuer- oder Bremsklappen ermöglicht. Die Aktuatoren können nahezu
momentenfrei in dem Tragflügel aufgenommen werden, da sich Mo
mente zusammengehörender Teilprofile gegeneinander aufheben.
An den Übergängen vom Vorder- zum Mittelteil sowie vom Mittelteil zur
Hinterkante liegt eine geschlossene Außenhaut vor, die bei einer Wölbung
der Teilprofile einen stetigen Krümmungsverlauf anstelle des abrupten
Winkels bei angestellten Klappen aufweist. Ein weiterer Vorteil der Erfin
dung liegt darin, daß die auf die beweglichen Außenhäute einwirkenden
Strukturelemente und die Aktuatoren nicht im starren Mittelteil, z. B.
einem Tragflügelholm, gelagert sein müssen. Dadurch läßt sich vorteilhaft
eine modulare Bauweise erreichen, die über austauschbare Module, beste
hend aus den Teilprofilen mit jeweils eigenem Aktuator und Strukturele
menten eine gute Wartung ermöglichen. In jeder Profilstellung ist das
System lock-bar und mit wählbaren Kräften an der Aktuatorik mit gewün
schtem Druck kraftschlüssig haltbar. Für eine Verstellung kann dieser Kraft
schluß aufgehoben, bzw. gemindert werden. Vorteilhaft ist eine Auswahl
unterschiedlicher Aktuatoren möglich. Es kann dafür Hydraulik, ein Hydrau
likmotor mit Spindel, Pneumatik oder mechanische Kinematik eingesetzt
werden. Für die Aktuatoren und Strukturelemente sind keine oder nur
wenig wartungsbedürftige Lager erforderlich. Eine Weiterbildung der Erfin
dung zeigt eine zweistufige Ausbildung einer der beiden hinteren Profilhäl
ften. Damit ist es vorteilhaft möglich die Endbereiche des Profiles extra zu
steuern.
Anhand der Zeichnung werden Ausführungsbeispiele der Erfindung
näher erläutert.
Fig. 1 zeigt als Blockschaltbild den hinteren Teil eines Flugzeugtrag
flügels,
Fig. 2a zeigt im Prinzip die erfindungsgemäße Krafteinleitung in die Innen
haut eines Teilprofiles und die daraus resultierende Wölbung bei
einer Verwendung von unendlich steifen Strukturelementen in der
Profilhälfte,
Fig. 2b zeigt dasselbe Prinzip bei einer Verwendung von weniger steifen
Strukturelementen,
Fig. 3 zeigt einen Flugzeugtragflügel mit adaptivem Vorder- und Hinter
teil,
Fig. 4a bis Fig. 4e zeigen unterschiedliche Betriebsstellungen eines erfin
dungsgemäßen Flugzeugtragflügels,
Fig. 5 zeigt eine zweistufige Ausbildung einer der hinteren Teilprofile
eines Flugzeugtragflügels und
Fig. 6a und Fig. 6b zeigen ausschiebbare hintere Teilprofile zur Gewinnung
von mehr Flügeltiefe für den Landeanflug.
Das in Fig. 1 gezeigte hintere Teil eines Flugzeugtragflügels 1 besteht aus
einem starren Mittelteil 3, einem aus zwei hinteren Teilprofilen 4 und 5
gebildeten Hinterteil 2, zwei Aktuatoren 6 und 7 und Strukturelementen 8
in den Teilprofilen. Jedes Teilprofil weist eine flexible Außenhaut 9 und
eine flexible Innenhaut 10 auf, mit der sie zu einem Schlitz 11 hin abgeckt
ist. Der Schlitz teilt das Hinterteil in die beiden hinteren Teilprofile 4 und
5. An der Abströmkante 12 gehen die flexiblen Außen- und Innenhäute 9
und 10 ineinander über. Am starren Mittelteil 3 sind die flexiblen Außen
häute 9 der hinteren Teilprofile 4 und 5 mittels lösbaren Übergängen 13
absatzlos befestigt.
In jedem der hinteren Teilprofile 4 und 5 wirkt ein Aktuator 6, 7 mit Schub-
oder Ziehbewegungen entsprechend den Richtungspfeilen 14 auf das aktu
atorseitige Ende einer Innenhaut 10 ein. Die Aktuatoren 6, 7 sind mit lösba
ren Stützen 15 an dem starren Mittelteil 3 befestigt. Die lösbaren Übergänge
13 und Stützen 15 ermöglichen einen problemlosen Austausch der hinteren
Teilprofile 4 und 5 z. B. für Wartungszwecke.
Die Anwendung der erfindungsgemäßen Lösung ist nicht, wie im vorangehen
den Ausführungsbeispiel gezeigt, auf Flugzeugtragflügel beschränkt. Sie
läßt sich allgemein auf umströmte Körper anwenden mit denen Steuerungs
vorgänge ausgeführt werden, so z. B. auf Ruderblätter von Schiffen und
verstellbare Rotoren.
Das Prinzip der erfindungsgemäßen Lösung ist in Fig. 2a dargestellt. Fig. 2a
besteht aus den beiden Teilbildern "I" und "II". Im Teilbild "I" findet keine
Krafteinleitung in die Innenhaut eines Teilprofiles 4 statt. Teilbild "II" zeigt
mit dem Richtungspfeil 18 eine von einem Aktuator erfindungsgemäß in die
Innenhaut 10 eines Teilprofiles 4 eingeleitete Schubkraft und die daraus
entstehende Wölbung des Teilprofiles. Das Teilprofil 4 ist in Fig. 2a aus
schnittsweise nur mit einem seiner Strukturelemente 8 dargestellt. In den
Teilprofilen 4 und 5 sind alle Strukturelemente 8 mit Gelenken 16 an der
Innenhaut 10 gelagert und mit starren Verbindungen 17 mit der Außenhaut
9 verbunden.
Die Einwirkung einer Zug- oder - wie dargestellt - einer Schubkraft auf die
Innenhaut 10 führt wegen der starren Verbindung 17 der Strukturelemente
8 mit der Außenhaut 9 zu einer Einwirkung von Biegemomenten auf die
am starren Mittelteil 3 befestigte Außenhaut 9. Bei einer Schubkraft im Sin
ne des Richtungspfeiles 18 ist die Drehrichtung dieses Biegemomentes im
Sinne des dargestellten Momentenpfeiles 19 und eine damit verursachte
Wölbung des Teilproliles 4 entsprechend dem Teilbild "II" von Fig. 2a.
Bei Einleitung einer Zugkraft entgegengesetzt zum Richtungspfeil 18 kehrt
sich die Drehrichtung des Biegemomentes um und das Teilprofil 4 würde
eine zum Teilbild "II" entgegengesetzte Wölbung aufweisen.
Über die Auswahl der Steifigkeit der Strukturelemente 8 kann Einfluß auf
die Stärke der Wölbung bei einer bestimmten Aktuatorkraft genommen
werden. In Fig. 2a soll eine unendliche Steifigkeit für die Strukturelemente 8
angenommen sein Fig. 2b zeigt für dasselbe Teilprofil und dieselbe Größe
der Krafteinleitung die erzielbare Wölbung für weniger steife Strukturele
mente 8. Der kleinere Momentenpfeil 19 deutet darauf hin, daß die in die
Außenhaut 9 einleitbaren Biegemomente mit der Steifigkeit der Struktur
elemente 8 abnehmen.
Der in Fig. 3 gezeigte Flugzeugtragflügel 1 weist zusätzlich zu dem in Fig. 1
gezeigten Ausführungsbeispiel ein adaptives Vorderteil 20 auf, das aus den
vorderen Teilprofilen 21 und 22 besteht. Die vorderen Teilprofile 21 und
22 sind entsprechend den vorangehend zu Fig. 1 beschriebenen hinteren
Teilprofilen 4 und 5 aufgebaut. Auf ihre Innenhäute 10 wirkt je ein Aktuator
23, 24. Die Schub-/Zugbewegungen der Aktuatoren wirken entsprechend
der in Fig. 2a beschriebenen erfindungsgemäßen Lösung über Strukturele
mente 8 als Biegemomente auf die Außenhäute 9 der vorderen Teilprofile
und führen zu einer Wölbung der Teilprofile.
Abweichend zu den hinteren Teilprofilen sind die Außenhäute 9 der beiden
vorderen Teilprofile 22 und 21 im Bereich der Anströmkante 25 überlap
pend angeordnet. Die Überlappung liegt beabstandet zur Anströmkante, so
daß der Staudruck an der Abströmkante keine Auswirkungen auf die Stell
kräfte der Aktuatoren hat.
In Fig. 3 sind verschiedene mögliche Betriebstellungen "I" bis "V" der adap
tiven Vorder- und Hinterteile des Tragflügels angedeutet. Es handelt sich
bei dieser Darstellung nur um eine begrenzte Auswahl von weiteren mög
lichen Betriebstellungen, die andere Ausmaße der Wölbungen und auch
zueinander entgegengesetzte Wölbungen zusammengehörender Teilprofile
der Vorder- und Hinterteile umfassen können. Eine umfassendere Darstel
lung von Betriebsstellungen und ihre Zuordnung zu verschiedenen Flugbe
triebsarten ist den Fig. 4a bis 4e gezeigt.
Fig. 4a zeigt eine Betriebsstellung für den den Reiseflug mit einer Optimie
rung des Tragflügels hinsichtlich eines geringen Strömungswiderstandes.
Fig. 4b zeigt eine Betriebstellung zur Erzielung eines möglichst großen
Hochauftriebes. Mit der in Fig. 4c gezeigten Betriebsstellung lassen sich
Steuerungseffekte erzielen; ebenso mit der in Fig. 4d gezeigten Betriebs
stellung, die außerdem Möglichkeiten zur Reduzierung des Strömungs
widerstandes und Stoßfixierung bietet. In Fig. 4e ist eine Betriebstellung
gezeigt, die einen Bremsklappeneffekt ohne die übliche Verwendung
einer Bremsklappe bewirkt.
Bei der Hochauftriebsteuerung eines Flugzeugtragflügels ist es üblich,
zeitweise eine Abströmklappe anzustellen. Fig. 5 zeigt, wie diese Klappe
mit einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung vorteilhaft ersetzt
werden kann. Dazu sind die hinteren Teilprofile 4 und 5 asymmetrisch
so aus gebildet, daß eines der Teilprofile - im gezeigten Ausführungsbei
spiel ist es das obere hintere Teilprofile 4 eines Flugzeugtragflügels - an
seinem abströmseitigen Ende eine zweite Stufe mit erfindungsgemäß ausgebil
deten und von eigenen Aktuatoren 28 und 29 angesteuerte, zusätzliche
hintere Teilprofilen 26 und 27 aufnimmt. In der gezeigten Betriebsstellung
"II" sind diese zusätzlichen hinteren Teilprofile so gesteuert, daß sie die
Funktion der angestellten Abströmklappe übernehmen. Betriebsstellung "I"
entspricht dem Hochauftriebsprofil ohne angestellter Abströmklappe.
Die hinteren Teilprofile 4 und 5 sind wie vorangehend beschrieben von
ihren Aktuatoren 6 und 7 angetrieben; Strukturelemente 8 sind in Fig. 5
aus Vereinfachungsgründen nicht angegeben, aber wie vorangehend
zu den hinteren Teilprofilen 4 und 5 beschrieben, ausgebildet und an den
Häuten gelagert. Die zusätzlichen hinteren Teilprofile 26 und 27 weisen
ebenfalls derartig ausgebildete und gelagerte Strukturelemente 8 auf.
Diese zweite Stufe weist den großen Vorteil auf, daß ein vom Mittelteil
ausgehendes Antriebsgestänge für eine Abströmklappe entfällt. Weiterhin
sind auch die vorangehend genannten Vorteile, wie modularer Austausch
und Wartung, sowie eine nahezu momentenfreie Integration der Aktuato
ren gegeben.
Der für den Landeanflug erforderliche Hochauftrieb kann bei angepaßter
starker Wölbung der Vorder- und Hinterteile des Tragflügels über eine
Einstellung einer größeren Profiltiefe verbessert werden. Die in Fig. 6a
und in Fig. 6b gezeigen ausschiebbaren hinteren Teilprofile 4 und 5 dienen
zur Gewinnung von mehr Profiltiefe. Die hinteren Teilprofile 4 und 5 selbst
sind entsprechend den vorangehend beschriebenen Lösungen ausgebildet
(auch die zweistufige Ausbildung ist möglich). Abweichend zu den voran
gehenden Lösungen sind die Teilprofile 4 und 5 und ihre Aktuatoren 6 und
7 nicht am starren Mittelteil 3 aufgenommen, sondern an einem Ausschub
körper 30. Der Ausschubkörper 30 mit den hinteren Teilprofilen 4 und 5
wird von einem Aktuator 32 in Schienen 31 geführt im Sinne des Richtungs
pfeiles 33 bewegt. Fig. 6a zeigt eine eingefahrene und Fig. 6b eine ausgefah
rene Position des Ausschubkörpers, wobei letztere die Profiltiefe des
Tragflügels für den Landeanflug erhöht.
Die Schienen 31 sind in dem Tragflügel 1 in einem starren, das Flügel
profil fortsetzenden Hinterteilansatz 34 integriert, der sich dem starren
Mittelteil 3 anschließt. Die in den Fig. 6a und 6b nicht gekennzeich
neten Außenhäute 9 der hinteren Teilprofile 4 und 5 und die Aktuatoren
6 und 7 sind an dem Ausschubkörper 30 lösbar befestigt. Die Außenhäute
sind mit mit absatzlosen Übergängen befestigt. Vernachlässigt ist in diesen
Figuren die Darstellung der Strukturelemente 8, die entsprechend den
vorangehend beschreibenen Lösungen ausgebildet sind.
Die voranstehend beschriebene Lösung mit dem Ausschubkörper hat den
Vorteil, daß die üblicherweise außen am Flügel geführten und verkleideten
Antriebsgestänge für Auftriebsklappen - die sog. "Flap Tracks" - entfallen.
Claims (7)
1. Adaptiver Strömungskörper bestehend aus einem starren Mittelteil,
daran befestigten, angeströmten Vorder- und in der Abströmung liegen
den Hinterteil, mit einer das Vorder- und/oder das Hinterteil bedec
kenden flexiblen Beplankung und im Vorder- und/oder Hinterteil gela
gerten, von Aktuatoren angetriebenen Strukturelementen, die auf die
flexible Beplankung einwirken, dadurch gekennzeichnet, daß das Hin
terteil (2) mittels eines von der Abströmkante (12) aus, in Längsrichtung
des Strömungskörperprofiles zum Mittelteil hin eindringenden Schlitz (11)
in zwei hintere Teilprofile (4 und 5) aufgeteilt ist, daß diese Teilprofile
jeweils zusätzlich eine flexible Innenhaut (10) aufweisen, daß die flexib
len Außenhäute (9) am Mittelteil (3) absatzlos befestigt sind, daß auf
jede Innenhaut (10) ein Aktuator (6, 7) mit Schub- oder Ziehbewe
gungen in Sinne der Richtungspfeiles (14) einwirkt und daß diese
Bewegungen über Gelenke (16) von der Innenhaut (10) aus auf
innere Strukturelemente (8) übertragen sind, die diese Bewegungen
über starre Verbindungen (17) als Biegemomente auf die Außenhaut
(9) übertragen.
2. Strömungskörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Vorderteil (20) in zwei vordere Teilprofile (21, 22) aufgeteilt ist
und daß auf jede Innenhaut (10) der Teilprofile ein Aktuator (23, 24)
mit Schub- oder Zugwebungen einwirkt, die über gelenkig an die
Innenhäute (10) und starr an die Außenhäute (9) in den Teilprofilen
(21, 22) angebundene Strukturelemente (8) als Biegemomente auf
die Außenhäute (9) der Profilhälften (21, 22) übertragen sind.
3. Strömungskörper nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Außenhäute (9) der vordem Teilprofile (21, 22) im Bereich der
Anströmkante (25) überlappen.
4. Strömungskörper nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Außenhäute (9) und die Aktuatoren (6, 7, 23, 24) lösbar
am starren Mittelteil (3) befestigt sind und dort keine Öffnung der
Struktur, bzw. keine Abstufung aufweisen.
5. Strömungskörper nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Aktuatoren (6, 7, 23, 24) als hydraulische Systeme mit
/ohne mechanischer Spindel, als pneumatische oder als mechanische
Systeme ausgebildet sind.
6. Strömungskörper nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die hinteren Teilprofile (4 und 5) mit unterschiedlicher Profil
höhe ausgebildet sind, daß das Ende des Teilprofiles (4, 5) mit stärkerer
Profilhöhe abgestumpft ist, daß an das abgestumpfte Ende eine zweite
adaptive Stufe mit zusätzlichen hinteren Teilprofilen (26 und 27) lösbar
befestigt ist, die von Aktuatoren (28, 29) über eine Verschiebung der
Innenhäute der zusätzlichen hinteren Teilprofile (26, 27) und Übertragung
dieser Verschiebung als Biegemomente auf die Außenhäute der zusätz
lichen hinteren Teilprofile (26, 27) mittels in diesen Teilprofilen
angeordneten Strukturelementen, die gelenkig an den Innenhäuten und
starr an den Außenhäuten angebunden sind, in unterschiedliche Betriebs
stellungen ("I", "II") gewölbt werden.
7. Strömungskörper nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die hinteren Teilprofile (4 und 5) mit ihren Aktuatoren (6 und
7) an einem Ausschubkörper (30) aufgenommen sind, der in einem starren
Hinterteilansatz (34) in Schienen (31) geführt im Sinne des Richtungspfeiles
(33) mittels eines Aktuators (32) aus- und einschiebbar ist.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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