DE19851383A1 - Hydraulische Zweikreis-Bremsanlage für ein Kraftfahrzeug - Google Patents
Hydraulische Zweikreis-Bremsanlage für ein KraftfahrzeugInfo
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Abstract
Eine hydraulische Zweikreisbremsanlage mit wenigstens einem Unterdruckbremskraftverstärker in jedem der beiden Bremskreise, insbesondere für Nutzfahrzeuge, mit je einem Anschluß der Bremskraftverstärker an eine Unterdruckquelle, wobei die beiden Bremskraftverstärker wenigstens bei einem unterdruckseitig ungewollten, über ein vorbestimmbares Maß hinausgehenden Druckanstieg in einem der beiden zu der Unterdruckquelle führenden Anschlüsse keine druckausgleichende Verbindung untereinander besitzen, ist dadurch gekennzeichnet, daß wenigstgens eine von der Brennkraftmaschine des Kraftfahrzeugs unabhängig betätigbare Unterdruck erzeugende Vorrichtung (Unterdruckquelle) vorgesehen ist, durch welche in jedem der Unterdruckbremskraftverstärker unabhängig vom jeweils anderen ein Unterdruck erzeugbar ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine hydraulische Zweikreis
bremsanlage mit wenigstens einem Unterdruckbrems
kraftverstärker in jedem der beiden Bremskreise, insbe
sondere für ein Nutzfahrzeug nach dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1
Eine solche Bremsanlage ist beispielsweise aus der
DE 197 17 999 C1 sowie der US 5 188 431 bekannt.
Bei diesen Bremsanlagen ist vorgesehen, daß bei einem
Ausfall eines Bremskreises, beispielsweise bei einem
Druckabfall, der andere Bremskreis weiterhin vollwirk
sam arbeitsfähig bleibt. Dabei weist die aus der
DE 197 17 999 C1 hervorgehende Bremsanlage den Vorteil
auf, daß der unterdruckseitige Bereich zwischen der Un
terdruckquelle und den Bremskraftverstärkern so gestal
tet ist, daß bei einem Defekt immer noch einer der bei
den Bremskreise arbeitsfähig bleibt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine hydrau
lische Zweikreisbremsanlage der gattungsgemäßen Art
derart weiterzubilden, daß ihre Funktion auch bei einem
Ausfall der Brennkraftmaschine des Kraftfahrzeugs auch
ohne größere Druckreservoirs gewährleistet ist. Darüber
hinaus soll die gesamte Bremsanlage gleichzeitig einen
äußerst kompakten Aufbau aufweisen, der eine Montage
bei Fahrzeugen mit geringem Platzangebot insbesondere
im Fußraum, beispielsweise bei einem Nutzfahrzeug mit
einem Kippfahrerhaus ermöglicht.
Diese Aufgabe wird bei einer hydraulischen Zweikreis
bremsanlage der eingangs beschriebenen Art erfindungs
gemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst und hat
den Vorteil, daß durch die wenigstens eine von der
Brennkraftmaschine des Kraftfahrzeugs unabhängig betä
tigbare Unterdruckquelle, durch welche in jedem der Un
terdruckbremskraftverstärker unabhängig vom jeweils an
deren ein Unterdruck erzeugbar ist, das Vorhandensein
eines Unterdrucks in wenigstens einem der beiden Brems
kreise auch bei einem Ausfall der Brennkraftmaschine
vorhanden ist.
Dadurch, daß die zu den beiden Unterdruckquellen füh
renden Anschlüsse keine druckausgleichende Verbindung
untereinander besitzen, wenn in einem der beiden Kreise
ein Druckanstieg über ein vorbestimmbares Naß stattfin
det, und dadurch daß die von der Brennkraftmaschine des
Fahrzeugs unabhängig betätigbare Unterdruckquelle ein
Unterdruck in den beiden Bremskreisen jeweils unabhän
gig voneinander erzeugbar ist, wird eine Funktion der
Bremse in praktisch allen Gefahrensituationen sicherge
stellt. So ist beispielsweise die Funktion nicht nur
bei Auftreten eines Lecks in einem der beiden Brems
kreise, sondern auch bei einem Ausfall der Brennkraft
maschine des Kraftfahrzeugs gewährleistet.
Die Unterdruckquelle kann auf unterschiedlichste Weise
realisiert werden. Eine vorteilhafte Ausführungsform
sieht vor, daß die wenigstens eine Unterdruckquelle ei
ne elektromotorisch angetriebene Pumpe ist.
Bei einer wiederum anderen Ausführungsform ist vorgese
hen, daß die wenigstens eine Unterdruckquelle eine
durch Abbau der Bewegungsenergie des Fahrzeugs ange
triebene Pumpe ist.
Bei einer besonders vorteilhaften, die Funktionssicher
heit der Bremsanlage weiter erhöhenden Ausführungsform
ist vorgesehen, daß zwei von der Brennkraftmaschine des
Kraftfahrzeugs unabhängig betätigbare Unterdruckquellen
vorgesehen sind, durch welche in jedem der beiden Un
terdruckbremskraftverstärker ein Unterdruck erzeugbar
ist.
Es kann dabei vorgesehen sein, daß die beiden voneinan
der getrennten Unterdruckquellen durch eine Zweikammer-Un
terdruckpumpe gebildet sind.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform, die insbeson
dere einen sehr kompakten Aufbau aufweist, ist vorgese
hen, daß durch die beiden Unterdruckbremskraftver
stärker zwei druckseitig über ein Druckausgleichsele
ment fluidisch miteinander verbundene Bremszylinder be
tätigbar sind, durch deren einen der erste und durch
deren anderen der zweite Bremskreis mit Druck beauf
schlagbar ist. Die Ansteuerung zweier separater
Bremszylinder ermöglicht die getrennte und daher platz
sparende Montage der beiden Bremszylinder in einem
Nutzfahrzeug, beispielsweise im Fußraum eines Nutzfahr
zeugs mit einem Kippfahrerhaus.
Vorgesehen sein kann darüber hinaus auch, daß die bei
den Bremszylinder und das Druckausgleichselement in ei
nem gemeinsamen Gehäuse angeordnet sind. Dieses Ausfüh
rungsbeispiel, das bei einem Fahrzeug mit größerem
Platzangebot einsetzbar ist, hat den Vorteil einer ein
fachen Montage, da nur ein einziges Bauteil montiert
werden muß.
Dabei ist vorzugsweise vorgesehen, daß die beiden Un
terdruckbremskraftverstärker durch ein durch ein Brems
pedal betätigbares Betätigungselement jeweils getrennt
voneinander über Niederdruckhydraulikleitungen betätig
bar sind.
Als Betätigungselement kann vorteilhafterweise ein Stu
fenzylinder vorgesehen sein.
Eine andere, ebenfalls sehr kompakt zu montierende Aus
führungsform, die darüber hinaus auch auf Fahrzeuge mit
unterschiedlichem zulässigem Gesamtgewicht leicht an
paßbar ist, ist gekennzeichnet durch den folgenden
Aufbau:
- - Durch einen, durch ein Bremspedal betätigbaren Un terdruckbremskraftverstärker ist ein Stufenzylin der betätigbar;
- - der Stufenzylinder weist einen Hochdruckanschluß und einen Niederdruckanschluß auf, durch den ein zweiter Unterdruckbremskraftverstärker betätigbar ist;
- - durch den zweiten Unterdruckbremskraftverstärker ist ein Betätigungszylinder betätigbar, dessen ei ner Druckanschluß mit dem Hochdruckanschluß des Stufenzylinders und mit einem Bremskreis verbunden ist und dessen anderer Druckanschluß mit dem zwei ten Bremskreis verbunden ist;
- - zwischen den beiden Druckanschlüssen ist ein Druckausgleichselement angeordnet.
Das Druckausgleichselement kann auf besonders vorteil
hafte Weise durch ein Schwimmkolben-Zylinderaggregat
realisiert werden, das druckseitig zwischen den Druck
räumen der beiden Bremszylinder bzw. der beiden Druck
räume angeordnet ist.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung sind Gegen
stand der nachfolgenden Beschreibung und der zeichneri
schen Darstellung einiger Ausführungsbeispiele der Er
findung.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel einer von der
Erfindung Gebrauch machenden hydraulischen
Zweikreisbremsanlage für Nutzfahrzeuge und
Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel einer von der
Erfindung Gebrauch machenden hydraulischen
Zweikreisbremsanlage.
Ein erstes Ausführungsbeispiel einer hydraulischen
Zweikreisbremsanlage, dargestellt in Fig. 1, umfaßt
zwei Unterdruckbremskraftverstärker 4, durch die zwei
Bremszylinder 5 betätigbar sind. Jeder der beiden
Bremszylinder 5 weist einen Ausgleichsbehälter 8 auf,
der mit dem Druckraum fluidisch verbunden ist.
Die zu zwei getrennten Bremskreisen führenden Hoch
druckanschlüsse dieser Bremszylinder 5 sind mit Hoch
druckhydraulikleitungen 3 verbunden. Die beiden Unter
druckbremskraftverstärker 4 und als Folge davon die
beiden Bremszylinder 5 sind über Niederdruck
hydraulikleitungen 2 ansteuerbar mit den Bremskraftver
stärkern 4 verschraubte Betätigungszylinder 6. Sie sind
durch ein Betätigungselement in Form eines Stufenzylin
ders 1 betätigbar. Der Stufenzylinder 1 ist seinerseits
durch ein Bremspedal 14 betätigbar.
Der Stufenzylinder weist eine erste Fläche AI, die ei
nen ersten Druckraum 101 begrenzt und eine zweite Ring
fläche A2, die einen zweiten Druckraum 102 begrenzt,
auf. Der erste Druckraum 101 ist über eine der beiden
Niederdruckhydraulikleitungen 2 mit einem der beiden
Betätigungszylinder 6 eines der beiden Unterdruck
bremskraftverstärker 4 verbunden, wohingegen der Rin
graum 102 über die andere der beiden Niederdruck
hydraulikleitung 2 mit dem anderen Betätigungszylinder
6 des anderen Unterdruckbremskraftverstärkers 4 verbun
den ist. An dem Stufenzylinder 1 ist ferner ein Hydrau
liknachfüllbehälter 7 angeordnet, durch den die beiden
Druckräume 101 und 102 mit Hydraulikfluid bei Bedarf
befüllbar sind.
Bei einer Betätigung des Bremspedals 14 verschiebt sich
der Kolben des Stufenzylinders 1, so daß in den beiden
Druckräumen 101 und 102 und dadurch auch in den Unter
druckhydraulikleitungen 2 ein Druck erzeugt wird, der
zu einer Verschiebung des Kolbens der Betätigungszylin
der 6 und in Folge davon zu einer Betätigung der Unter
druckbremskraftverstärker 4 und der Bremszylinder 5
führt, wodurch in den beiden Hochdruckleitungen 3 zur
Betätigung der (nicht dargestellten) Bremsen des Fahr
zeugs Druck erzeugt wird.
Zwischen den beiden Bremszylindern 5 ist ein Druckaus
gleichselement in Form eines Schwimmkolben-Zy
linderaggregats 40 angeordnet, dessen Schwimmkolben
41 durch Federn 42 in eine Ausgangslage rückstellbar
ist. Dieses Schwimmkolben-Zylinderaggregat 40 ist zwi
schen den beiden Druckräumen, beispielsweise wie in
Fig. 1 dargestellt, als Teil eines gemeinsamen Druck
raums der Bremszylinder 5 angeordnet, so daß geringfü
gige Druckunterschiede in den beiden Hochdruckhydrau
likleitungen 3 und hierdurch in den beiden Bremskreisen
des Fahrzeugs durch eine Verschiebung des Schwimmkol
bens 41 ausgleichbar sind.
Es versteht sich, daß die Erfindung nicht auf eine der
artige Anordnung des Schwimmkolben-Zylinderaggregats 40
beschränkt ist. Beispielsweise könnte das Schwimmkol
ben-Zylinderaggregat 40 auch als separates Bauteil, den
beiden Bremszylindern 5 nachgeschaltet, zwischen den
beiden Hochdruckhydraulikleitungen 3 angeordnet sein.
Die beiden Unterdruckbremskraftverstärker 4 sind über
Unterdruckleitungen 11 und Rückschlagventile 12 mit ei
ner Hauptvakuumpumpe 9, die von der Brennkraftmaschine
des Fahrzeugs angetrieben wird, verbunden. Parallel
hierzu ist eine Zusatzunterdruckquelle 10 vorgesehen,
die ebenfalls über ein Rückschlagventil 12 sowie über
zwei Drosselstellen 13 über zwei Unterdruckleitungen 11
mit den beiden Unterdruckbremskraftverstärkern 4 ver
bunden ist. Die als Zusatzvakuumpumpe ausgebildete Un
terdruckquelle 10 ist beispielsweise elektromotorisch
angetrieben. Sie kann auch durch einen Motor angetrie
ben sein, dessen Antriebsenergie durch den Abbau der
Bewegungsenergie des Fahrzeugs erzeugt wird. Beispiels
weise einen Motor, der durch die Drehung der Räder oder
der Antriebswelle des Fahrzeugs antriebbar ist.
Bei einem Ausfall der als Hauptunterdruckquelle vorge
sehenen Hauptvakuumpumpe 9 wird auf diese Weise durch
die Zusatzunterdruckquelle 10 weiterhin ein Unterdruck
in den Unterdruckbremskraftverstärkern 4 erzeugt, so
daß deren Funktion und damit die Funktion der gesamten
Zweikreisbremsanlage sichergestellt ist. Weist bei
spielsweise eine der beiden Unterdruckleitungen 11 eine
Leckage auf, so ist durch die Drosselstellen 13 sicher
gestellt, daß in der anderen Unterdruckleitung 11 noch
ein Unterdruck herrscht, da eine Druckzunahme in einer
der beiden Unterdruckleitungen aufgrund der Drossel
stellen 13 nicht zu einer Druckzunahme in der anderen
der beiden Unterdruckleitungen 11 führt. Es versteht
sich, daß die Drosselstellen 13 so ausgelegt sind, daß
durch die Zusatzunterdruckquelle 10 in den Unterdruck
leitungen 11 ein für die Funktion der Unterdruck
bremskraftverstärker 4 genügend großer Unterdruck er
zeugt werden kann.
Die beschriebene Zweikreisbremsanlage hat den großen
Vorteil, daß ihre Einzelteile separat in einem Fahr
zeug, insbesondere in dem Führerhaus eine Nutzfahrzeugs
und hierbei ganz besonders in sogenannten Frontlenker
kabinen angeordnet werden können, wobei eine sehr hohe
Bremskraftverstärkung durch die beiden Bremszylinder 5
gewährleistet ist.
Ein anderes Ausführungsbeispiel einer hydraulischen
Zweikreisbremsanlage ist in Fig. 2 dargestellt.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten zweiten Ausführungsbei
spiel sind diejenigen Elemente, die mit denen des er
sten identisch sind, mit denselben Bezugszeichen verse
hen, so daß bezüglich deren Beschreibung auf die Aus
führung zum ersten Ausführungsbeispiel voll inhaltlich
Bezug genommen wird.
Zwischen den beiden Druckräumen 31 und 32 des Bremszy
linders 30 ist ein Schwimmkolben 35 zum Druckausgleich
in den beiden Hochdruckhydraulikleitungen 3 der beiden
Bremskreise vorgesehen. Der Schwimmkolben ist wie bei
der im Zusammenhang mit Fig. 1 beschriebenen Ausfüh
rungsform durch Federn 36 in eine Ruhelage rückführbar.
Die in Fig. 2 dargestellte Zweikreisbremsanlage weist
ebenfalls zwei Unterdruckbremskraftverstärker 4 auf,
die wie bei der in Fig. 1 dargestellten Zweikreis
bremsanlage über eine Hauptunterdruckquelle 9 und Rück
schlagventile 12 mit Unterdruck beaufschlagbar sind.
Anders als bei der in Fig. 1 dargestellten Zusatzunter
druckquelle 10, sind bei der in Fig. 2 dargestellten
Bremsanlage zwei Zusatzunterdruckquellen 10' und 10''
vorgesehen, durch die die beiden Unterdruckbrems
kraftverstärker 4 über die Unterdruckleitungen 11 je
weils separat mit Unterdruck beaufschlagbar sind. Dies
hat insbesondere den großen Vorteil, daß beim Ausfall
einer der beiden Zusatzunterdruckquellen 10 durch die
andere noch ein Unterdruck erzeugbar ist, wobei durch
die Rückschlagventile 12 sichergestellt ist, daß bei
einer Leckage in einem der beiden Unterdruckkreise
nicht auch eine Druckzunahme in dem anderen, nicht
durch ein Leck beschädigten Unterdruckkreis entsteht.
Es versteht sich, daß die im Zusammenhang mit Fig. 2
dargestellten Zusatzunterdruckquellen zusammen mit den
entsprechenden Leitungen und den in ihnen angeordneten
Rückschlagventilen auch bei der in Fig. 1 dargestellten
Ausführungsform Anwendung finden können. Umgekehrt ist
es auch denkbar, den in Fig. 1 dargestellten Unter
druckverstärker bei der in Fig. 2 dargestellten Ausfüh
rungsform einzusetzen.
Anders als bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungs
form wird durch die beiden Unterdruckbremskraft
verstärker 4 bei der in Fig. 2 dargestellten Ausfüh
rungsform nicht jeweils ein Bremszylinder betätigt. Es
wird vielmehr durch eine Betätigung des Bremspedals 14
über den ersten Unterdruckbremskraftverstärker 4 ein
Stufenzylinder 1' betätigt, welcher einen ersten Druck
raum 101' aufweist, der durch eine Zylinderfläche A'1
begrenzt wird, und einen zweiten Druckraum 102', der
durch eine Ringfläche A'2 des Stufenkolbens begrenzt
wird. Dabei ist A'1 kleiner als A'2 und entsprechend
ist der Druck in einer Niederdruckhydraulikleitung 2,
die mit dem Druckraum 101' fluidisch verbunden ist,
kleiner als der Druck in einer Hochdruck
hydraulikleitung 3, die mit dem Druckraum 102' flui
disch verbunden ist. Letztere führt zu einem der beiden
Bremskreise, während erstere zu einem Betätigungszylin
der 6, wie er oben in Verbindung mit der in Fig. 1 dar
gestellten Ausführungsform beschrieben wurde, führt.
Durch den Betätigungszylinder 6 ist der andere Unter
druckbremskraftverstärker 4 betätigbar, der seinerseits
einen Bremszylinder 30 betätigt. In dem Druckraum 31
ist ein von dem Unterdruckbremskraftverstärker 4 betä
tigter Kolben 33 beweglich geführt. Wird der Unter
druckbremskraftverstärker 4 und dadurch der Kolben 33
betätigt, so entsteht in dem Druckraum 31 ein Druck,
der über eine Hydraulikhochdruckleitung 3 zu einem der
beiden Bremskreise führt. Mit einem zweiten Druckraum
32 des Bremszylinders ist eine Hochdruck
hydraulikleitung 3 verbunden, die zu dem zweiten Brems
kreis des Fahrzeugs führt.
Ein Druckunterschied in den beiden Bremskreisen und da
mit auch in den beiden Druckräumen 31 und 32 des
Bremszylinders 30 wird durch den oben beschriebenen
Schwimmkolben 35, der zusammen mit dem Bremszylinder 30
ein Schwimmkolben-Zylinderaggregat bildet, ausgegli
chen.
Die im Zusammenhang mit Fig. 2 erläuterte Ausführungs
form einer Zweikreisbremsanlage hat, wie die in Fig. 1
erläuterte Bremsanlage den Vorteil, daß sie besonders
vorteilhaft bei kleinem Bauraum oder insbesondere bei
Nutzfahrzeugen mit Kippfahrerhaus montiert werden kann,
da der Stufenzylinder 1' und der Tandemzylinder 30 se
parat voneinander montiert werden können. Der Stufenzy
linder 1' kann bei Fahrzeugen mit kleinerem zulässigem
Gesamtgewicht direkt am Pedal angeordnet sein. Der Tan
demzylinder 30 kann beispielsweise am Rahmen angeordnet
sein. Da der Tandemzylinder 30 wesentlich größer ausge
führt sein kann als der Stufenzylinder 1' der direkt an
dem Pedal angeordnet ist, kann durch Anpassung des Tan
demzylinders 30 eine Anpassung der Bremsanlage auf
Fahrzeuge mit unterschiedlichem zulässigem Gesamtge
wicht vorgenommen werden.
Es versteht sich, daß die in Fig. 1 dargestellte Unter
druckversorgung auch bei der in Fig. 2 dargestellten
Bremsanlage und umgekehrt die in Fig. 2 dargestellte
Unterdruckversorgung auch bei der in Fig. 1 dargestell
ten Bremsanlage einsetzbar ist.
Claims (11)
1. Hydraulische Zweikreisbremsanlage mit wenigstens
einem Unterdruckbremskraftverstärker (4) in jedem
der beiden Bremskreise, insbesondere für Nutzfahr
zeuge, mit je einem Anschluß der Bremskraftver
stärker (4) an eine Unterdruckquelle (10; 10';
10''), wobei die beiden Bremskraftverstärker (4)
wenigstens bei einem unterdruckseitig ungewollten,
über ein vorbestimmbares Maß hinausgehenden Druck
anstieg in einem der beiden zu der Unterdruckquel
le führenden Anschlüsse keine druckausgleichende
Verbindung untereinander besitzen, dadurch gekenn
zeichnet, daß wenigstens eine von der Brennkraft
maschine des Kraftfahrzeugs unabhängig betätigbare
Unterdruck erzeugende Vorrichtung (Unterdruckquel
le 10; 10', 10'') vorgesehen ist, durch welche in
jedem der Unterdruckbremskraftverstärker (4) unab
hängig vom jeweils anderen ein Unterdruck erzeug
bar ist.
2. Bremsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die wenigstens eine Unterdruckquelle (10;
10', 10'') eine elektromotorisch angetriebene Pumpe
ist.
3. Bremsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die wenigstens eine Unterdruckquelle (10;
10', 10'') eine durch Abbau der Bewegungsenergie
des Fahrzeugs angetriebene Pumpe ist.
4. Bremsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß die beiden Unterdruck
bremskraftverstärker (4) von zwei voneinander ge
trennten Druckquellen (10', 10'') mit Unterdruck
beaufschlagbar sind.
5. Bremsanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß die zwei voneinander getrennten Unter
druckquellen (10', 10'') eine Zweikammer-Un
terdruckpumpe sind.
6. Bremsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß durch die beiden Unter
druckbremskraftverstärker (4) zwei druckseitig
über ein Druckausgleichselement (40) fluidisch
miteinander verbundene Bremszylinder (5) betätig
bar sind, durch deren einen der erste und durch
deren anderen der zweite Bremskreis mit Druck be
aufschlagbar ist.
7. Bremsanlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich
net, daß die beiden Bremszylinder (5) und das
Druckausgleichselement (40) in einem gemeinsamen
Gehäuse angeordnet sind.
8. Bremsanlage nach Anspruch 6 oder 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß die beiden Unterdruckbremskraft
verstärker (4) durch ein durch ein Bremspedal (14)
betätigbares Betätigungselement (1) jeweils ge
trennt voneinander über Niederdruckhydrauliklei
tungen (2) betätigbar sind.
9. Bremsanlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeich
net, daß das Betätigungselement ein Stufenzylinder
(1) ist.
10. Bremsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, ge
kennzeichnet durch folgenden Aufbau:
- - durch einen durch ein Bremspedal (14) betä tigbaren Unterdruckbremskraftverstärker (4) ist ein Stufenzylinder (1') betätigbar;
- - der Stufenzylinder (1') weist einen Hoch druckanschluß und einen Niederdruckanschluß auf;
- - durch eine mit dem Niederdruckanschluß ver bundene Niederdruckhydraulikleitung (2) ist ein zweiter Unterdruckbremskraftverstärker (4) betätigbar;
- - durch den zweiten Unterdruckbremskraftver stärker (4) ist ein Betätigungszylinder (6) betätigbar, dessen einer Druckanschluß über eine Hochdruckhydraulikleitung (3) mit dem Hochdruckanschluß des Stufenzylinders (1') und mit einem der beiden Bremskreise verbun den ist und dessen anderer Druckanschluß mit dem zweiten Bremskreis verbunden ist;
- - zwischen den beiden Druckanschlüssen ist ein Druckausgleichselement (30) angeordnet.
11. Bremsanlage nach einem der Ansprüche 6 bis 10, da
durch gekennzeichnet, daß das Druckausgleichsele
ment (40; 30) ein federnd gelagertes Schwimmkol
ben-Zylinderaggregat ist, das zwischen den beiden
Druckräumen des Bremszylinders (30)/der Bremszy
linder (5) angeordnet ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998151383 DE19851383A1 (de) | 1998-11-07 | 1998-11-07 | Hydraulische Zweikreis-Bremsanlage für ein Kraftfahrzeug |
| BR9905160-5A BR9905160A (pt) | 1998-11-07 | 1999-11-08 | Sistema hidráulico de freio de dois circuitos para automóvel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998151383 DE19851383A1 (de) | 1998-11-07 | 1998-11-07 | Hydraulische Zweikreis-Bremsanlage für ein Kraftfahrzeug |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19851383A1 true DE19851383A1 (de) | 2000-05-25 |
Family
ID=7887021
Family Applications (1)
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| DE1998151383 Withdrawn DE19851383A1 (de) | 1998-11-07 | 1998-11-07 | Hydraulische Zweikreis-Bremsanlage für ein Kraftfahrzeug |
Country Status (2)
| Country | Link |
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|---|---|
| BR9905160A (pt) | 2001-04-03 |
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