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DE19851164C2 - Verfahren und Vorrichtung zum Betreiben einer elektrochemischen Meßzelle - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Betreiben einer elektrochemischen Meßzelle

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DE19851164C2
DE19851164C2 DE19851164A DE19851164A DE19851164C2 DE 19851164 C2 DE19851164 C2 DE 19851164C2 DE 19851164 A DE19851164 A DE 19851164A DE 19851164 A DE19851164 A DE 19851164A DE 19851164 C2 DE19851164 C2 DE 19851164C2
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DE
Germany
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pulse
time
voltage
measuring cell
during
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DE19851164A
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Philip Michael Formica
Ingo Kaneblei
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Draeger Safety AG and Co KGaA
Original Assignee
Draeger Safety AG and Co KGaA
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Publication date
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    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N27/00Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means
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    • G01N27/404Cells with anode, cathode and cell electrolyte on the same side of a permeable membrane which separates them from the sample fluid, e.g. Clark-type oxygen sensors
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Betreiben einer elektrochemischen Meßzelle.
Aus der DE 38 09 107 C1 ist ein Verfahren zur automatischen Überprüfung der Kennwerte einer elektrochemischen Gasmeßzelle bekannt, bei welchem die im Meßbetrieb befindliche Gasmeßzelle mit verschiedenen Spannungs­ impulsfolgen beaufschlagt wird. Aus einem Vergleich der aufgeprägten Spannungsimpulse mit den zugehörigen Stromimpulsen lassen sich Rück­ schlüsse auf Änderungen der Empfindlichkeit der Gasmeßzelle ableiten. So ist beispielsweise während des Meßbetriebs feststellbar, ob sich die Empfindlichkeit kurzzeitig oder langzeitig geändert hat.
Aus der DE 44 45 948 C2 ist ein Verfahren zur Verbesserung des Einlauf­ verhaltens von elektrochemischen Meßzellen bekannt, das darauf beruht, nach dem Einschalten die Potentialspannung während eines vorbestimmten Zeitintervalls auf einen erhöhten Wert einzustellen, damit sich der aus der erhöhten Potentialspannung resultierende Sensorstrom nach kurzer Zeit dem zur Betriebs-Potentialspannung gehörenden stationären Sensorruhestrom annähert.
Das bekannte Verfahren hat den Nachteil, daß nach dem Einschalten der elektrochemischen Meßzelle nicht sofort mit der Messung begonnen werden kann, da zunächst stationäre Betriebsbedingungen hergestellt weden müssen. Die Einlaufzeit einer elektrochemischen Meßzelle ist außerdem von der Konzen­ tration des nachzuweisenden Gases in der Umgebung der Meßzelle abhängig. Wird die Meßzelle beispielsweise ohne angelegte Potentialspannung dem nachzuweisenden Gas ausgesetzt, findet innerhalb der Meßzelle aufgrund von Diffusionsprozessen kontinuierlich eine elektrochemische Umsetzung statt, die eine Potentialveränderung an den Elektroden zur Folge hat. Diese Potential­ verschiebung muß nach dem Einschalten erst wieder abgebaut werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Betreiben einer elektrochemischen Meßzelle anzugeben, um schon kurz nach dem Einschalten der Betriebs-Potentialspannung Gaskonzentrations­ messungen ausführen zu können.
Die Lösung der Aufgabe für das Verfahren erfolgt mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1.
Die Lösung der Aufgabe für die Vorrichtung erfolgt mit den Merkmalen des Patentanspruchs 6.
Es hat sich überraschenderweise gezeigt, daß eine elektrochemische Meßzelle, die in der Bereitschaftsstellung, in der die Potentialspannung abgeschaltet ist, in regelmäßigen Intervallen mit Spannungs­ impulsen beaufschlagt wird, fast ohne Verzögerung für Meßzwecke ein­ gesetzt werden kann, nachdem die für den Meßbetrieb erforderliche Potentialspannung angelegt worden ist. Der Impulsbetrieb während der Bereitschaftsstellung ist besonders für tragbare, batteriebetriebene Meßgeräte bedeutsam, da auf diese Weise ohne übermässigen Stromverbrauch die Betriebsbereitschaft für lange Zeit erhalten werden kann. Gegenüber dem Meßbetrieb mit angelegter konstanter Potentialspannung, wird während der Bereitschaftsstellung nur etwa 4% der im Meßbetrieb anfallenden Leistung benötigt.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteran­ sprüchen angegeben.
In vorteilhafter Weise sind die Spannungsimpulse derart bemessen, daß die Impulspausenzeit zwischen einer Minute und 60 Minuten liegt.
Bevorzugte Werte für die Impulsdauer liegen zwischen 8 Sekunden und 30 Sekunden.
Es ist vorteilhaft, als Verhältnis von Impulszeit zu Impulspausenzeit einen Wert zwischen 1/10 und 1/100 zu wählen.
Das einzustellende Verhältnis von Impulszeit zu Impulspausenzeit richtet sich nach der während der Bereitschaftsstellung vorliegenden Konzentration der nachzuweisenden Gaskomponente. Da bei einer hohen Gaskonzentration entsprechend mehr Gasmoleküle durch Diffusionsprozesse in den Innenraum der Meßzelle gelangen, ist ein entsprechend hohes Verhältnis von Impulszeit zu Impulspausenzeit einzustellen; d. h. ein Wert in Richtung 1/10.
Besonders vorteilhaft ist es, die Spannungsimpulse mit der Amplitude der betriebsmäßigen Potentialspannung auszuführen. Auf diese Weise läßt sich eine besonders kurzfristige Betriebsbereitschaft der Meßzelle nach dem Einschalten der Potentialspannung erreichen.
Besonders vorteilhaft ist es, das Verhältnis von Impulszeit zu Impulspausenzeit während der Bereitschaftsstellung an die Gaskonzentration anzupassen, indem im Verlauf der Bereitschaftsstellung in vorbestimmten Zeitintervallen Gas­ konzentrationsmessungen durchgeführt werden und das Verhältnis von Impulszeit zu Impulspausenzeit dann entsprechend der gemessenen Gaskonzentration eingestellt wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und im folgenden näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine an einen Potentiostaten angeschlossene elektrochemische Meßzelle,
Fig. 2 schematisch eine Folge von Spannungs­ impulsen.
Fig. 1 zeigt schematisch eine elektrochemische Meßzelle 1, enthaltend eine Meßelektrode 2 und eine Gegenelektrode 3, welche in einem Elektro­ lytraum 4 eines Meßzellengehäuses 5 angebracht sind. Das Meßzellenge­ häuse 5 ist mit einem Elektrolyten 6 gefüllt und zum nachzuweisenden Gas hin mit einer permeablen Membran 7 abgeschlossen.
Die Elektroden 2, 3 sind über Leitungen 8, 9 mit einem Potentiostaten 10 verbunden, mit welchem eine Potentialspannung U0 an die Elektroden 2, 3 gelegt wird. Der Sensorstrom i (t) wird als Spannungsabfall über einem Meßwiderstand 11 in der Leitung 9 abgegriffen. Der Potentiostat 10 ist über einen Schalter 12 als Impulsgeber mit einer Spannungsversorgungs­ einheit 13 verbunden.
Fig. 2 veranschaulicht den Verlauf der Potentialspannung U0 in Abhängig­ keit von der Zeit t. Die Bereitschaftsstellung der elektrochemischen Meßzelle 1 liegt dabei für Zeiten t kleiner t0 vor, während mit der Messung zum Zeitpunkt t = t0 begonnen wird. In der Bereitschaftsstellung ist der Schalter 12, Fig. 1, nur während der Impulszeiten ti geschlossen und während der Impulspausenzeit tp geöffnet. Durch das Öffnen und Schließen des Schalters 12 werden Spannungsimpulse mit der Amplitude der betriebsmäßigen Potentialspannung U0 erzeugt. Im Meßbetrieb ist der Schalter 12 ständig geschlossen, so daß die Potentialspannung U0 an den Elektroden 2, 3 anliegt, und aus dem Sensorstrom i (t) der Anteil der nachzuweisenden Gaskomponente in der Gasprobe ermittelt werden kann.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung arbeitet folgendermaßen.
Während der Bereitschaftsstellung werden die Elektroden 2, 3, der elektro­ chemischen Meßzelle 1 mit Spannungsimpulsen der Amplitude U0 beaufschlagt, um die Meßzelle 1 auf einen möglichen Einsatz vorzubereiten. Durch den Impulsbetrieb wird in der Bereitschaftsstellung eine mögliche Vergiftung der Meßzelle 1 durch eine Akkumulation von Gasen innerhalb des Elektrolytraumes 4 verhindert. Die Impulspausenzeit tp zwischen zwei Impulsen beträgt 10 Minuten, und die Impulszeit ti ist 15 Sekunden. Zum Zeitpunkt t = t0 wird der Meßbetrieb gestartet, indem der Schalter 12 geschlossen wird und die Potentialspannung U0 ständig an den Elektroden 2, 3 anliegt. Durch den Impulsbetrieb während der Bereitschaftsstellung kann mit Beginn des Meßbetriebes nach kurzer Einlaufzeit mit der Gaskonzentrationsmessung begonnen werden.

Claims (10)

1. Verfahren zum Betreiben einer elektrochemischen Meßzelle, gekennzeichnet durch die Schritte
  • - eine elektrochemische Meßzelle (1) vorzusehen, die ein mit einem Elektrolyten (6) gefülltes Meßzellengehäuse (5), eine gaspermeable Membran (7), eine Meßelektrode (2) und eine Gegenelektrode (3) aufweist,
  • - die Meßelektrode (2) und die Gegenelektrode (3) mit einem Potentiostaten (10) zu verbinden, welcher von einem Impulsgeber (12) angesteuert wird,
  • - während eines Meßbetriebs eine im wesentlichen konstante Potential­ spannung an die Elektroden (2, 3) der Meßzelle (1) zu legen und
  • - während einer Bereitschaftsstellung mit dem Potentiostaten (10) und dem Impulsgeber (12) Spannungsimpulse zu erzeugen und an die Elektroden (2, 3) anzulegen, wobei jeder Spannungsimpuls eine Impulszeit ti und eine Impulspausenzeit tp umfasst und wobei während der Impulszeit ti eine Spannung an den Elektroden (2, 3) anliegt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, die Spannungsimpulse derart zu bemessen, daß deren Impuls­ pausenzeit tp zwischen einer Minute und 60 Minuten liegt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, bei den Spannungsimpulsen ein Verhältnis von Impulszeit ti zu Impulspausenzeit tp zwischen 1/10 und 1/100 einzustellen.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, die Spannungsimpulse mit der Amplitude der Potentialspannung U0 auszuführen.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, während der Bereitschaftsstellung in vorbestimmten Zeitintervallen Gaskonzentrationsmessungen auszuführen und das Verhältnis von Impulszeit ti und Impulspausenzeit tp entsprechend der gemessenen Gaskonzentration einzustellen.
6. Vorrichtung zum Betreiben einer elektrochemischen Meßzelle mit folgenden Merkmalen:
  • - die Meßzelle (1) weist ein mit einem Elektrolyten (6) gefülltes Meßzellengehäuse (5), eine gaspermeable Membran (7), eine Meßelektrode (2) und eine Gegenelektrode (3) auf,
  • - ein Potentiostat (10) mit einem Impulsgeber (12) ist an die Meß­ elektrode (2) und an die Gegenelektrode (3) angeschlossen, wobei während eines Meßbetriebs eine im wesentlichen konstante Spannung an die Elektroden (2, 3) angelegt ist,
  • - durch den Impulsgeber (12) ist der Potentiostat (10) während einer Bereitschaftsphase zur Erzeugung von Spannungsimpulsen ausgebildet, wobei jeder Spannungsimpuls eine Impulszeit ti und eine Impulspausen­ zeit tp umfasst und wobei während der Impulszeit ti eine Spannung an den Elektroden (2, 3) anliegt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannungs­ impulse derart bemessen sind, daß deren Impulspausenzeit tp zwischen einer Minute und 60 Minuten liegt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannungsimpulse ein Verhältnis von Impulszeit ti zu Impulspausenzeit tp zwischen 1/10 und 1/100 aufweisen.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6-8, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannungsimpulse die Amplitude der Potentialspannung U0 aufweisen.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß während der Bereitschaftsstellung in vorbestimmten Zeitintervallen Gaskonzen­ trationsmessungen ausgeführt werden und das Verhältnis von Impuls­ zeit ti und Impulspausenzeit tp entsprechend der gemessenen Gaskon­ zentration eingestellt ist.
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