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DE19851934A1 - Verschleißfeste Rolladenlatte - Google Patents

Verschleißfeste Rolladenlatte

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Publication number
DE19851934A1
DE19851934A1 DE1998151934 DE19851934A DE19851934A1 DE 19851934 A1 DE19851934 A1 DE 19851934A1 DE 1998151934 DE1998151934 DE 1998151934 DE 19851934 A DE19851934 A DE 19851934A DE 19851934 A1 DE19851934 A1 DE 19851934A1
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DE
Germany
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latte according
latte
polyester film
adhesive
sheet
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE1998151934
Other languages
English (en)
Inventor
Frans R Eschauzier
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hunter Douglas Industries BV
Original Assignee
Hunter Douglas Industries BV
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Filing date
Publication date
Application filed by Hunter Douglas Industries BV filed Critical Hunter Douglas Industries BV
Publication of DE19851934A1 publication Critical patent/DE19851934A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E06DOORS, WINDOWS, SHUTTERS, OR ROLLER BLINDS IN GENERAL; LADDERS
    • E06BFIXED OR MOVABLE CLOSURES FOR OPENINGS IN BUILDINGS, VEHICLES, FENCES OR LIKE ENCLOSURES IN GENERAL, e.g. DOORS, WINDOWS, BLINDS, GATES
    • E06B9/00Screening or protective devices for wall or similar openings, with or without operating or securing mechanisms; Closures of similar construction
    • E06B9/02Shutters, movable grilles, or other safety closing devices, e.g. against burglary
    • E06B9/08Roll-type closures
    • E06B9/11Roller shutters
    • E06B9/15Roller shutters with closing members formed of slats or the like

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft Rolladen und ins­ besondere Rolladenlatten oder -leisten mit einer ver­ schleißfesten und vorzugsweise UV-beständigen Ober­ flächenbeschichtung.
Rolladenlatten mit Hohl- und Massivprofil sind zum Beispiel aus der Österreichischen Patentveröffentli­ chung AT 298757 in einer Blechausführung bekannt. Der Lattenkörper hat eine Querschnittsform mit generell hakenförmigen in Längsrichtung verlaufenden unteren und oberen Kanten. Diese Kanten sind so ausgelegt, daß sie mit den in Längsrichtung verlaufenden unteren und oberen Kanten benachbarter Latten drehbar in Ein­ griff sind und einen Rolladen aus einer Vielzahl von gelenkig mit einander verbundenen Latten bilden. Die oberen und unteren Kanten der Latten dieser bekannten Rolladen können im Gebrauch nicht nur um ihre gelen­ kigen oberen und unteren Verbindungen gedreht werden, sondern auch auseinandergezogen werden, um eine Lüf­ tung zu ermöglichen.
Die Rolladenlatten nach AT 298757 werden im Profil­ walzverfahren aus Aluminiumstreifen hergestellt, die im Spulenbeschichtungsverfahren beschichtet wurden. Jedoch müssen die beschichteten Oberflächen derarti­ ger Streifen in hohem Maße kratz- und abriebfest sein, damit die daraus hergestellten Latten diese Ei­ genschaften haben. In diesem Zusammenhang können die Oberflächen, insbesondere die Außenflächen der Latten einem erheblichen Verschleiß ausgesetzt sein, wenn sie wiederholt auf- und abgerollt und dabei umeinan­ der gedreht werden, so daß sie gegeneinander und ge­ gen die seitlichen Führungskanäle eines solchen Rolladens reiben. Die Außenflächen der Latten von Rollä­ den befinden sich im Freien und sind damit einer er­ heblichen Beeinflussung durch Witterung und Sonnen­ einstrahlung ausgesetzt, durch die sich der Zustand jeder Beschichtung, insbesondere einer farbigen Be­ schichtung, derartiger Oberflächen schnell ver­ schlechtern kann. Die beschichteten Oberflächen die­ ser Streifen müssen außerdem relativ flexibel sein, damit sie während des Profilwalzens der Latten nicht reißen oder brechen.
Oberflächenbeschichtungen für derartige Latten mußten somit in der Vergangenheit sowohl ausreichend leicht auf Aluminiumstreifen aufzubringen sein als auch dem erheblichem Einfluß von Verschleiß, Witterung und Sonneneinstrahlung gegenüber ausreichend beständig sein. Für derartige Latten stehen einigermaßen be­ friedigende Lackierungen und Folienbeschichtungen aus Polyvinylchlorid zur Verfügung, jedoch besteht wei­ terhin ein noch nicht gedeckter Bedarf an einer stär­ ker verschleißbeständigen Beschichtung, vorzugsweise einer Beschichtung die außerdem beständiger gegen UV-Strahlen ist, und insbesondere einer Beschichtung mit einer farbigen, hochglänzenden Oberfläche für derar­ tige Latten. Bisher ist es nicht möglich gewesen, Lackierungen mit verbesserter Verschleiß- und UV-Beständigkeit zu realisieren, und die herkömmlichen PVC-Folienbeschichtungen sind normalerweise relativ dick und schwer und haben nur eine schwach glänzende Oberfläche, so daß sie relativ unattraktiv sind.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist eine Rolladen­ latte, vorzugsweise eine farbige Latte, die effizient hergestellt werden kann und die eine verbesserte Ver­ schleißfestigkeit und vorzugsweise UV-Beständigkeit im Gebrauch bietet, insbesondere mit hochglänzender Oberfläche.
Erfindungsgemäß umfaßt die verbesserte Latte für ei­ nen Rolladen einen Blechkörper mit einer Quer­ schnittsform mit generell hakenförmigen in Längsrich­ tung verlaufenden unteren und oberen Kanten, die so ausgelegt sind, daß sie mit benachbarten in Längs­ richtung verlaufenden unteren und oberen Kanten ande­ rer derartiger Latten drehbar in Eingriff sind und eine Vielzahl von gelenkig miteinander verbundenen Latten für den Rolladen bilden, wobei die Latte da­ durch gekennzeichnet ist, daß das Blech an einer Au­ ßenfläche mit einer dünnen, verschleißfesten Poly­ esterfolie beschichtet ist. Die Polyesterfolienbe­ schichtung ermöglicht eine dünne Beschichtung der Latte mit einer Kratz- und Abriebfestigkeit, die we­ der mit Lackierungen noch mit herkömmlichen PVC-Folienbeschichtungen erreichbar ist.
Nach einem weiteren Aspekt der Erfindung wird die Po­ lyesterfolie mit der Oberfläche des Blechs mit Hilfe eines UV-beständigen Klebstoffs, vorzugsweise eines streichfähigen UV-beständigen Klebstoffs verklebt.
Nach weiteren Aspekten der Erfindung besteht das Blech aus Aluminium oder Stahl, und/oder die Poly­ esterfolie hat eine Dicke von 5 bis 50 Mikrometer, vorzugsweise von 8 bis 36 Mikrometer.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft einen Rolladen, umfassend eine Vielzahl der erfindungsgema­ ßen Latten, die scharnierartig entlang ihrer im all­ gemeinen hakenförmigen in Längsrichtung verlaufenden oberen und unteren Kanten miteinander verbunden sind.
Weitere Aspekte der Erfindung sind aus der ausführli­ chen folgenden Beschreibung einer besonderen Ausfüh­ rungsform und aus den entsprechenden Zeichnungen er­ sichtlich. In diesen Abbildungen zeigt:
Abb. 1 einen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Rolladenlatte, wobei die unterbrochene Linie die scharnierartige Verbindung zwischen benachbarten Lat­ ten anzeigt; und
Abb. 2 einen Querschnitt einer Reihe von miteinander verbundenen Rolladenlatten, von denen eine voll ein­ geklappt ist.
Abb. 1 zeigt eine Seitenansicht einer erfindungsgemä­ ßen Latte 1 für einen Rolladen (nicht abgebildet). Die Latte 1 wird mit einem aufrecht stehenden Hohl­ körper 3 geformt, der sich in Längsrichtung zwischen seinen einander gegenüberliegenden seitlichen Kanten erstreckt. Der Körper 3 kann mit Schaum gefüllt sein, um seine Steifigkeit zu verbessern. Die in Längsrich­ tung verlaufende obere Kante des Körpers 3 ist in ei­ nem oberen Hakengebilde 5 ausgeführt, und die in Längsrichtung verlaufende untere Kante des Körpers ist mit einem versenkten unteren Hakengebilde 7 aus­ geführt. In gestrichelten Linien ist dargestellt, wie das versenkte untere Hakengebilde 7A einer oberen er­ findungsgemäßen Latte 1A mit dem oberen Hakengebilde 5 der Latte 1 in Eingriff ist, um eine Gelenkverbin­ dung zwischen beiden herzustellen.
An der Unterkante der Latte 1 ist (in gestrichelten Linien) ein Beispiel für die Art und Weise darge­ stellt, wie ein oberes Hakengebilde 5A einer unteren Latte 1B mit einem versenkten unteren Hakengebilde 7 der Latte 1 in Eingriff sein kann. An der Oberkante der Latte 1 ist (in gestrichelten Linien) ein weite­ res Beispiel für die Art und Weise dargestellt, wie ein versenktes unteres Hakengebilde 7A einer oberen Latte 1A mit dem oberen Hakengebilde 5 der Latte 1 in Eingriff sein kann. Im Vergleich zur Verbindung des oberen Hakengebildes 5 der Latte 1 ist die Verbindung des versenkten unteren Hakengebildes 7 in einer aus­ einandergezogenen Position dargestellt, in der Lüf­ tungsöffnungen (nicht abgebildet) frei werden, die entlang des Hakengebildes 5A vorgesehen werden kön­ nen.
Wie in Abb. 1 dargestellt, hat die Rolladenlatte 1 eine Außenfläche 9 und eine Innenfläche 11. Die Au­ ßenfläche 9 ist leicht konvex und weist beim Aufrol­ len weg von der Walze des Rolladens. Die Innenfläche 11 ist im wesentlichen konkav und weist beim Aufrol­ len zur Walze des Rolladens. Beim Auf- und Abrollen der Latten 1 eines erfindungsgemäßen Rolladens werden die Latten zwischen seitlichen Führungskanälen ge­ führt, die mit den einander gegenüberliegenden Enden der Latten in Eingriff sind.
Die Drehbewegung, die durch die scharnierartige Ver­ bindung der erfindungsgemäßen Latten 1 während des Auf- und Abrollens eines Rolladens möglich ist, setzt jedoch deren Oberflächen, insbesondere deren Außen­ flächen und besonders im Bereich der scharnierartigen Verbindung einem erheblichen Abrieb und bei ver­ schmutzten Oberflächen sogar einer Kratzbelastung aus.
Die vorgenannten Elemente eines erfindungsgemäßen Rolladens, wie die Walze und die seitlichen Führungs­ kanäle, sind in den Abbildungen nicht dargestellt, da sie allgemein bekannte Elemente herkömmlicher Rolla­ den sind. Diese Elemente werden nur erwähnt, um ihre Abriebwirkung auf die Außen- und Innenflächen 9 bzw. 11 der Rolladenlatten 1 zu erläutern, insbesondere auf vorstehende Teile davon. Diese Abriebwirkung wird natürlich verstärkt, wenn der Rolladen während des Gebrauchs verschmutzt wird. Aus diesem Grund sollte die Beschichtung der Lattenoberflächen so verschleiß­ fest wie möglich sein.
Der Körper 3 der Latte 1 wird vorzugsweise aus einem Aluminium- oder Stahlblech 13 hergestellt. In Anbe­ tracht der besonderen Anforderungen der vorgesehenen Verwendung des Rolladens kann ein Aluminiumblech 13 eine Dicke von 0,10 bis 0,80 mm, vorzugsweise von 0,20 bis 0,60 mm haben und ein Stahlblech 13 kann ei­ ne Dicke von 0,05 bis 0,60 mm, vorzugsweise von 0,12 bis 0,40 mm haben. Das Blech 13 hat vorzugsweise eine Oberflächenrauhigkeit von weniger als 0,25 Mikrome­ ter, und seine Oberfläche wird vorzugsweise korrosi­ onsbeständig und beschichtungsfähig gemacht durch das Auftragen einer herkömmlichen Umwandlungsschicht oder durch Verzinkung.
Die Außenflächen des Blechs 13, aus dem der Körper 3 der Latte 1 gebildet wird, werden mit einer Polyethy­ len-Terephthalat- oder Polyesterfolie 15 beschichtet. Diese Folie 15 kann direkt durch Wärmeeinwirkung auf die Oberfläche des Blechs aufgebracht werden, aber vorzugsweise wird ein Klebstoff auf die Folie oder die Metalloberfläche aufgetragen, bevor die Folie auf die Metalloberfläche laminiert wird. Die Polyesterfo­ lie hat eine Dicke von 5 bis 50 Mikrometer, vorzugs­ weise von 8 bis 36 Mikrometer, insbesondere von 12 Mikrometer. Geeignete Folien werden von ICI (Imperial Chemical Industries PLC, P.O. Box 90, Wilton Centre, Middlesbrough TS90 8JE, England) mit hochglänzender sowie mit schwach glänzender und seidenmatter Ober­ fläche und in UV-stabilisierten Versionen angeboten, beispielsweise die Folien, die unter den folgenden Bezeichnungen verkauft werden: 851 (glänzend), D386 (seidenmatt), D388 (seidenmatt, UV-stabilisiert) und D389 (glänzend, UV-stabilisiert). Wenn erfindungsge­ mäß ein streichfähiger Klebstoff verwendet wird, wird als Folie 15 vorzugsweise eine hochglänzende Folie verwendet, insbesondere eine Folie, die der Latte ei­ nen Glanz von mehr als 80, gemessen nach dem T2 Test der European Coil Coating Association (ECCA), ver­ leiht.
Generell können für das erfindungsgemäße Verkleben des Blechs 13 mit der Polyesterfolie 15 eine Vielzahl herkömmlicher Klebstoffe verwendet werden. Bevorzugte UV-beständige Klebstoffe, insbesondere streichfähige UV-beständige Klebstoffe sind beispielsweise von der Firma Rhenania Chemische GmbH, D-41516 Grevenbroich, Deutschland, erhältlich. Die am besten geeigneten Klebstoffe dieser Firma enthalten einen Binder aus einem linearen Polyester mit hohem Molekulargewicht in einem Molbereich von 28000 bis 35000 und vorzugs­ weise ein Isocyanat als Polymerisationspartner. Diese Klebstoffe können auf das Blech bei einer maximalen Metalltemperatur von 180 bis 230°C aufgetragen wer­ den und können dann die Folie mit dem Blech bei einer Temperatur von 180 bis 200°C verkleben. Rhenania verkauft derartige Klebstoffe unter den Bezeichnungen KL 43301 und KL 43303 und kann ihnen herkömmliche an­ organische Pigmente wie Titandioxid oder Eisenoxid oder organische Pigmente hinzufügen, um den Außenflä­ chen der erfindungsgemäßen Latten die gewünschten Farbeigenschaften zu verleihen. Andere geeignete Klebstoffe sind von Sigma Coatings (Parc Industrial, Zone D, B-7170 Manage, Belgien) unter der Bezeichnung SC Basecoat Sigmalam zu beziehen. Diese Klebstoffe können in einer Dicke von 2 bis 40 Mikrometer, vor­ zugsweise von 5 bis 30 Mikrometer und besonders vor­ zugsweise von 10 bis 25 Mikrometer aufgebracht wer­ den.
Abb. 2 zeigt mehrere miteinander verbundene Rolladen­ latten 1, die Teil eines Rolladens bilden. Eine un­ terste Latte 1C in Abb. 2 ist voll eingeklappt mit einem Innenwinkel X zwischen den entsprechenden Mit­ tellinien 17 und 19 der anderen Latten 1 und der un­ tersten Latte 1C. Der Winkel X liegt bei der darge­ stellten Ausführungsform etwa bei 84 Grad. Es ist er­ sichtlich, daß das Ausmaß der Bewegung zwischen dem Hakengebilde 7 an jedem Scharnier bei dieser Position der untersten Latte 1C beträchtlich sein kann. Da ei­ ne solche Bewegung jedesmal vorkommt, wenn der Rolla­ den von einer geöffneten in eine geschlossene Positi­ on und umgekehrt bewegt wird, ist das Ausmaß des Ver­ schleißes direkt davon abhängig, wie häufig der Rolladen geöffnet und geschlossen wird (normalerweise mindestens einmal pro Tag). Ein weiterer Verschleiß kann durch die Wirkung von Windstößen auf den Rolla­ den verursacht werden.
Es ist festgestellt worden, daß die erfindungsgemäße relativ dünne Polyesterfolie unter typischen Ge­ brauchs- und Witterungsbedingungen extrem verschleiß­ feste Oberflächen, insbesondere Außenflächen, für die Latten 1 eines Rolladens bildet. In diesem Zusammen­ hang ist festgestellt worden, daß die Außenflächen von erfindungsgemäßen Latten in einem ansonsten her­ kömmlichen Rolladen nur geringe oder keine Kratzer aufweisen, nachdem sie 10.000mal auf- und abgerollt wurden, und einen Glanz von über 80, gemessen nach dem T2 Test der European Coil Coating Association (ECCA), behalten. Die Folie ermöglicht auch die Her­ stellung derartiger Latten in einem herkömmlichen Profilwalzverfahren aus flachen Metallstreifen, nach­ dem die dünne Polyesterfolie bereits auf die Streifen aufgebracht wurde.
Eine besondere Ausführungsform der Erfindung wird im folgenden Beispiel beschrieben.
Beispiel
Ein Aluminiumblech von 0,3 mm Dicke wird für die Spu­ lenbeschichtung vorbereitet, indem mit einer Walzen­ beschichtungsvorrichtung auf einer Seite eine 12 Mi­ krometer dicke Schicht weißer Rhenania KL 43301-WO66 Klebstoff aufgetragen wird. Dieser Klebstoff enthält einen Binder aus einem linearen Polyester mit hohem Molekulargewicht in einem Molbereich von 28000 bis 35000 sowie ein Isocyanat als Polymerisationspartner. Das mit dem streichfähigen Klebstoff bestrichene Alu­ miniumblech wird anschließend 120 Sekunden auf eine maximale Metalltemperatur (peak metal temperature, PMT) von 215°C aufgeheizt.
Unmittelbar nach diesem Aufheizprozeß wird bei einer Temperatur von ca. 190°C eine 12 Mikrometer dicke ICI D 389, UV-stabilisierte Hochglanz-PET-Folie auf die Kleberschicht laminiert. Unmittelbar nach diesem Laminierungsprozeß wird der auf diese Weise erhaltene beschichtete Aluminiumstreifen auf eine Temperatur von unter 40°C gekühlt. Dieser beschichtete Alumini­ umstreifen wird anschließend im Profilwalzverfahren in die Form gebracht, die in Abb. 1 dargestellt ist, und für die Herstellung eines Rolladens verwendet.
Der auf diese Weise erhaltene Rolladen wird während 3500 Auf- und Abrollzyklen bei Umgebungstemperatur (20°C) und anschließend während 3500 Auf- und Ab­ rollzyklen bei einer Temperatur von 70°C ohne Ober­ flächenverschmutzung und danach während 2000 Zyklen mit Oberflächenverschmutzung getestet. Die mit der PET-Folie beschichteten Außenflächen der Latten des Rolladens weisen fast keine sichtbaren Kratzer oder Abriebspuren auf. Diese Ergebnisse werden mit denen eines ähnlichen Tests von herkömmlich lackierten Rolladenlatten verglichen, die eine erheblich gerin­ gere Verschleißfestigkeit an den Außenflächen aufwie­ sen als die erfindungsgemäßen Latten.

Claims (32)

1. Eine Latte für einen Rolladen, umfassend einen Blechkörper mit einer Querschnittsform mit generell hakenförmigen in Längsrichtung verlaufenden unteren und oberen Kanten, die so ausgelegt sind, daß sie mit benachbarten in Längsrichtung verlaufenden unteren und oberen Kanten anderer derartiger Latten drehbar in Eingriff sind und eine Vielzahl von gelenkig mit­ einander verbundenen Latten für den Rolladen bilden, wobei die Leiste dadurch gekennzeichnet ist, daß das Blech an einer Außenfläche mit einer dünnen, verschleißfesten Polyesterfolie beschichtet ist.
2. Latte nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die genannte Folie mit der ge­ nannten Außenfläche mit einem UV-beständigen Kleb­ stoff verklebt wird.
3. Latte nach Anspruch 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß es sich bei dem genannten Kleb­ stoff um einen streichfähigen UV-beständigen Kleb­ stoff handelt.
4. Latte nach Anspruch 3, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der genannte streichfähige Kleb­ stoff einen Binder enthält, bei dem es sich um einen linearen Polyester mit hohem Molekulargewicht in ei­ nem Molbereich von etwa 28000 bis 35000 handelt.
5. Latte nach einem der Ansprüche 2 bis 4, da­ durch gekennzeichnet, daß der genannte streichfähige Klebstoff ein Isocyanat als Polymerisa­ tionspartner umfaßt.
6. Latte nach einem der Ansprüche 2 bis 5, da­ durch gekennzeichnet, daß der genannte Klebstoff auf das genannte Blech bei einer maximalen Metalltemperatur von etwa 180-230°C aufgetragen werden kann und anschließend die genannte Polyester­ folie mit dem genannten Blech bei etwa 180-200°C verkleben kann.
7. Latte nach einem der Ansprüche 2 bis 6, da­ durch gekennzeichnet, daß der genannte Klebstoff mit einem anorganischen Pigment eingefärbt ist.
8. Latte nach Anspruch 7, dadurch gekenn­ zeichnet, daß es sich bei dem anorganischen Pigment um Titandioxid handelt.
9. Latte nach Anspruch 7, dadurch gekenn­ zeichnet, daß es sich bei dem anorganischen Pigment um Eisenoxid handelt.
10. Latte nach Anspruch 6, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der genannte Klebstoff mit einem organischen Pigment eingefärbt ist.
11. Latte nach einem der Ansprüche 2 bis 10, da­ durch gekennzeichnet, daß der genannte Klebstoff eine Dicke von 2 bis 40 Mikrometer hat.
12. Latte nach Anspruch 11, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der genannte Klebstoff eine Dicke von 5 bis 30 Mikrometer hat.
13. Latte nach Anspruch 12, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der genannte Klebstoff eine Dicke von 10 bis 25 Mikrometer, vorzugsweise von etwa 12 Mikrometer hat.
14. Latte nach einem der Ansprüche 1 bis 13, da­ durch gekennzeichnet, daß die genannte Po­ lyesterfolie UV-stabilisiert ist.
15. Latte nach einem der Ansprüche 1 bis 14, da­ durch gekennzeichnet, daß die genannte Po­ lyesterfolie transparent oder durchscheinend ist.
16. Latte nach einem der Ansprüche 1, 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Polyesterfolie bedruckt ist.
17. Latte nach einem der Ansprüche 14 bis 16, da­ durch gekennzeichnet, daß die genannte Po­ lyesterfolie UV-hemmende Additive enthält.
18. Latte nach einem der Ansprüche 14 bis 17, da­ durch gekennzeichnet, daß die genannte Po­ lyesterfolie eine hochglänzende Oberfläche hat.
19. Latte nach einem der Ansprüche 1 bis 18, da­ durch gekennzeichnet, daß die genannte Po­ lyesterfolie eine Dicke von etwa 5 bis 50 Mikron hat.
20. Latte nach Anspruch 19, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die genannte Polyesterfolie eine Dicke von etwa 8 bis 36 Mikrometer, vorzugsweise von 12 Mikrometer hat.
21. Latte nach einem der Ansprüche 1 oder 14 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Polyesterfolie vollständig frei von Halogenen ist.
22. Latte nach einem der Ansprüche 1 oder 14 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Polyesterfolie ungefärbt ist.
23. Latte nach einem der Ansprüche 1 oder 14 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Polyesterfolie schmutzabweisend ist.
24. Latte nach Anspruch 23, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die genannte Polyesterfolie eine durchgängig leitende Beschichtung auf ihrer Außenflä­ che hat.
25. Latte nach einem der Ansprüche 1 oder 15 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Polyesterfolie ein Produkt ist, das von ICI unter der Bezeichnung 851, der Bezeichnung D 386, der Bezeich­ nung D 388 oder der Bezeichnung D 389 verkauft wird.
26. Latte nach einem der Ansprüche 2 bis 5 oder 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der genannte Klebstoff ein Produkt ist, das von Rhenania unter der Bezeichnung KL 4303, der Bezeichnung KL 43301-1171, nach Bedarf gefärbt, oder unter der Be­ zeichnung KL 43301-WO66, weiß gefärbt, verkauft wird.
27. Latte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei dem genannten Blech um ein Aluminium- oder Stahlblech handelt.
28. Latte nach Anspruch 27, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das genannte Aluminiumblech eine Dicke von etwa 0,10 bis 0,80 mm, vorzugsweise von 0,20 bis 0,60 mm hat und das genannte Stahlblech eine Dicke von etwa 0,05 bis 0,60 mm, vorzugsweise von 0,12 bis 0,40 mm hat.
29. Latte nach Anspruch 28, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das genannte Blech eine Oberflä­ chenrauhigkeit von weniger als etwa 0,25 Mikrometer hat.
30. Latte nach Anspruch 28 oder 29, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Oberfläche des Blechs chemisch mit einer Umwandlungsschicht versehen wird.
31. Latte nach Anspruch 28 oder 29, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Oberfläche des Blechs verzinkt wird.
32. Rolladen umfassend eine Vielzahl der genannten Latten nach einem der vorgenannten Ansprüche, die scharnierartig entlang ihrer in Längsrichtung verlau­ fenden oberen und unteren Kanten miteinander verbun­ den sind.
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