DE19851849A1 - Hubkolbenmotor - Google Patents
HubkolbenmotorInfo
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- F02B—INTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
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Abstract
Bei einem Hubkolbenmotor mit mindestens einem in einem Zylinder (10) verschiebbaren Kolben (12), der über eine Pleuelstange (14) und ein Getriebe (16) mit einem Abtriebselement (28, 18) verbunden ist, hat das Getriebe (16) ein feststehendes Sonnenrad (24) und einen koaxial zu diesem drehbar gelagerten Planetenradträger (28), an dem ein sich auf dem Sonnenrad (24) abwälzendes Planetenrad (22) drehbar gelagert ist, an dem die Pleuelstange (14) exzentrisch gelagert ist, wobei die Durchmesser von Sonnenrad (24) und Planetenrad (22) gleich sind.
Description
Die Erfindung betrifft einen Hubkolbenmotor mit mindestens einem in einem Zy
linder verschiebbaren Kolben, der über eine Pleuelstange und ein Getriebe mit
einem Abtriebselement verbunden ist.
Bei einem Hubkolbenmotor besteht das Problem, daß das rechnerische größte
Drehmoment erst dann erreicht wird, wenn der Kolben bereits einen relativ gro
ßen Teil seines Weges vom oberen Totpunkt zurückgelegt hat. Das hat den
Nachteil, daß die in den sich ausdehnenden Verbrennungsgasen enthalten
Energie nicht optimal in eine Bewegung des Abtriebsorganes umgesetzt werden
kann. So wird das maximal mögliche Drehmoment bei einem konventionellen Kur
beltrieb erst bei einem Kurbelwinkel von ca. 70°, gerechnet vom oberen Totpunkt
des Kolbens, erreicht. In dieser Stellung hat der Kolben bereits fast die Hälfte
seines für den Antrieb ausnutzbaren Arbeitshubes zurückgelegt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Hubkolbenmotor der eingangs
genannten Art anzugeben, der einen günstigeren Drehmomentverlauf hat.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Getriebe ein fest
stehendes Sonnenrad und einen koaxial zu diesem drehbar gelagerten Planeten
radträger hat, an dem ein sich auf dem Sonnenrad abwälzendes Planetenrad
drehbar gelagert ist, an dem die Pleuelstange exzentrisch gelagert ist, wobei die
Durchmesser von Sonnenrad und Planetenrad gleich sind.
Bei der erfindungsgemäßen Lösung zeigt sich, daß das maximale Drehmoment
bereits zu einem früheren Zeitpunkt erreicht wird, wenn der Kolben erst einen
vergleichsweise geringen Teil seines Arbeitshubes zurückgelegt hat, und
wesentlich höher ist. Das Drehmoment steigt also, vom oberen Totpunkt an
gerechnet, steiler an als bei einem herkömmlichen Motor.
Die Antriebskraft kann direkt an dem Planetenradträger abgegriffen werden, in
dem dieser beispielsweise mit einem Abtriebszahnrad drehfest verbunden ist.
Bei einer anderen Ausführungsform ist das Abtriebselement ein koaxial zum
Sonnenrad drehbar gelagertes Hohlrad, an dessen Innenzahnkranz sich das
Planetenrad abwälzt.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden
Beschreibung, welche in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen die Erfin
dung anhand eines Ausführungsbeispieles erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen schematischen Teilschnitt durch die wesentlichen
Elemente des erfindungsgemäßen Hubkolbenmotors,
Fig. 2 eine schematische Ansicht von Sonnenrad und Planetenrad
in axialer Richtung,
Fig. 3 eine graphische Darstellung des Kolbenweges und des
Drehmomentes über dem Kurbelwinkel, jeweils für einen
herkömmlichen und einen erfindungsgemäßen Kurbeltrieb,
und
Fig. 4 eine schematische Darstellung einer abgewandelten
Ausführungsform des Getriebes.
Von dem erfindungsgemäßen Hubkolbenmotor sind in Fig. 1 lediglich ein Zylin
der 10 und ein in diesem auf und ab verschiebbar angeordneter Kolben 12 sche
matisch angedeutet. Der Kolben 12 ist in herkömmlicher Weise mit einer Pleuel
stange 14 verbunden. Diese ist nicht, wie sonst üblich, mit einer Kurbelwelle son
dern über ein allgemein mit 16 bezeichnetes Planetengetriebe mit einem Abtriebs
zahnrad 18 verbunden.
Die Pleuelstange 14 ist über einen Kurbelzapfen 20 exzentrisch an einem Plane
tenrad 22 gelagert, das sich auf einem feststehenden Sonnenrad 24 abwälzt und
mit einem Zapfen 26 an einem Planetenradträger 28 drehbar gelagert ist, der sei
nerseits koaxial zum Sonnenrad 24 in einer Gehäusewand 30 und um einen La
gerzapfen 32 drehbar gelagert ist, der das Sonnenrad 24 starr mit einer weiteren
Gehäusewand 34 verbindet. Auf einem axialen Fortsatz 36 des Planetenradträ
gers 28 sitzt drehfest das Abtriebszahnrad 18.
Wie sich aus den Fig. 1 und 2 ergibt, haben das Sonnenrad 24 und das Pla
netenrad 22 gleiche Durchmesser, so daß der Kurbelzapfen 20 nach einem Um
lauf des Planetenrades 22 um das Sonnenrad 24 wieder seine Ausgangsstellung
erreicht hat, oder anders ausgedrückt, das Planetenrad 22 bei einem kompletten
Hub (Auf- und Abbewegung) des Kolbens 12 exakt einen Umlauf um das Son
nenrad 24 ausführt.
In Fig. 3 wurden der Kolbenweg und das Drehmoment über dem Kurbelwinkel,
d. h. dem Umlaufwinkel des Zapfens 26 bezüglich der Achse 38 des Sonnenrades
24 aufgetragen. Die Kurve A zeigt den Kolbenweg für einen konventionellen
Motor, bei dem die Pleuelstange an einer Kurbelwelle angelenkt ist. Die Kurve
steigt vom Nullpunkt (oberer Totpunkt des Kolbens) ähnlich einer Sinuskurve an,
erreicht bei 180° (unterer Totpunkt des Kolbens) ein klares Maximum und fällt
dann wieder zu 360° hin ab.
Die zugehörige Drehmomentkurve steigt zunächst bis zu einem Maximum an, das
bei einem Kurbelwinkel von ca. 70° erreicht wird. Anschließend fällt die Kurve ab
bis zu einem Minimalwert bei ca. 290° und steigt dann wieder bis zum Nullwert bei
360° an.
Der Verlauf des Kolbenweges bei dem erfindungsgemäßen Hubkolbenmotor wird
durch die Kurve C wiedergegeben. Der Kolbenweg nimmt zunächst stärker zu, so
daß der Kolben seinen unteren Totpunkt bereits bei ca. 145° erreicht. In diesem
unteren Totpunkt verharrt der Kolben bis ca. 215°, von wo der Kolben dann
wieder rasch in seine obere Totpunktlage bei 360° zurückkehrt. Dadurch kann
das Auslaßventil geschlossen bleiben, bis der Kolben seinen unteren Totpunkt
erreicht. Dennoch bleibt genügend Zeit für den Gaswechsel.
Fig. 4 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform der Erfindung, bei der das
Abtriebselement ein Hohlrad 40 ist, das koaxial zum Sonnenrad 24 drehbar
gelagert ist und von dem einlaufenden Planetenrad angetrieben wird. Die übrigen
Teile des Getriebes stimmen mit denen der ersten Ausführungsform überein.
Die zugehörige Drehmomentkurve wird durch die Kurve D wiedergegeben. Man
erkennt, daß diese Drehmomentkurve bereits bei 45° ihren Maximalwert erreicht,
der zudem noch um fast ein Drittel höher liegt als der Maximalwert des Drehmo
ments für einen herkömmlichen Motor. Das maximale Drehmoment tritt also bei
einem Kurbelwinkel auf, bei dem der Kolben erst ca. 37% seines Arbeitshubes
zurückgelegt hat, während bei einem herkömmlichen Motor das maximale
Drehmoment erst erreicht wird, wenn der Kolben bereits ca. 42% seines Ar
beitshubes zurückgelegt hat. Obwohl bei dem erfindungsgemäßen Motor der Kol
benweg zunächst stärker mit dem Kurbelwinkel zunimmt als bei einem konventio
nellen Motor, wird das maximale Drehmoment zu einem Zeitpunkt wirksam, zu
dem der Kolben noch den größeren Teil seines Arbeitshubes vor sich hat.
Claims (3)
1. Hubkolbenmotor mit mindestens einem in einem Zylinder (10) verschiebba
ren Kolben (12), der über eine Pleuelstange (14) und ein Getriebe (16) mit
einem Abtriebselement (28, 18) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Getriebe (16) ein feststehendes Sonnenrad (24) und einen koaxial
zu diesem drehbar gelagerten Planetenradträger (28) hat, an dem ein sich
auf dem Sonnenrad (24) abwälzendes Planetenrad (22) drehbar gelagert ist,
an dem die Pleuelstange (14) exzentrisch gelagert ist, wobei die
Durchmesser von Sonnenrad (24) und Planetenrad (22) gleich sind.
2. Hubkolbenmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Pla
netenradträger (28) drehfest mit einem Abtriebszahnrad (18) verbunden ist.
3. Hubkolbenmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Abtriebselement ein koaxial zum Sonnenrad (24) drehbar gelagertes
Hohlrad (40) ist, an dessen Innenzahnkranz sich das Planetenrad (22)
abwälzt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998151849 DE19851849B4 (de) | 1998-11-10 | 1998-11-10 | Hubkolbenmotor |
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|---|---|---|---|
| DE1998151849 DE19851849B4 (de) | 1998-11-10 | 1998-11-10 | Hubkolbenmotor |
Publications (2)
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| DE19851849A1 true DE19851849A1 (de) | 2000-05-11 |
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ID=7887329
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1998151849 Expired - Fee Related DE19851849B4 (de) | 1998-11-10 | 1998-11-10 | Hubkolbenmotor |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19851849B4 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2381372C1 (ru) * | 2008-06-02 | 2010-02-10 | Геннадий Георгиевич Смердов | Двигатель внутреннего сгорания |
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|---|---|---|---|---|
| DE102009060762B4 (de) | 2009-12-30 | 2013-03-07 | Martin Hüttmann | Kolbenmaschine |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4336976A1 (de) * | 1993-10-29 | 1995-05-04 | Erno Raumfahrttechnik Gmbh | Rädergetriebe |
-
1998
- 1998-11-10 DE DE1998151849 patent/DE19851849B4/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (1)
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Non-Patent Citations (2)
| Title |
|---|
| Designing geared five-bar mechanisms. In: Design Engineering, May 1980, S.51-54 * |
| JP 57212332 A.,In: Patents Abstracts of Japan, M-202,March 24,1983,Vol.7,No. 71 * |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2381372C1 (ru) * | 2008-06-02 | 2010-02-10 | Геннадий Георгиевич Смердов | Двигатель внутреннего сгорания |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE19851849B4 (de) | 2008-08-07 |
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