DE19850717A1 - Fahrzeuggetriebe - Google Patents
FahrzeuggetriebeInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F16H55/54—Pulleys or friction discs of adjustable construction of which the bearing parts are radially adjustable
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf ein stufenloses Fahrzeuggetriebe mit einem um eine Nabenachse (2) drehbar gelagerten Antriebselement (3), welches mehrere mit einem biegsamen Antriebsübertragungsmittel (4) in kraft- oder formschlüssigen Eingriff stehende Antriebsorgane (5, 6, 7) aufweist, die mit einem einstellbaren Abstand (r) in radialer Richtung zur Nabenachse (2) geführt sind. Die Antriebsorgane (5, 6, 7) sind in radialer Richtung zur Nabenachse (2) längsverschieblich gelagert, wobei der Verstellung des radialen Abstandes der Antriebsorgane (5, 6, 7) eine gegenüber der Winkelstellung des Antriebselementes (3) veränderbare Zwangsführung (8, 9, 10) zugeordnet ist, die zur Nabenachse (2) konvex gekrümmt ausgebildet ist. Jedes Antriebsorgan weist eine parallel zur Nabenachse rotierend gelagerte Laufrolle (11, 12, 13) auf, die in einer Führungsbahn der Zangsführung gelagert ist.
Description
Die Erfindung betrifft ein Fahrzeuggetriebe mit einem um eine
Nabenachse drehbar gelagerten Antriebselement, und betrifft
insbesondere ein stufenloses Getriebe für ein Zweirad.
Im Stand der Technik ist eine Vielzahl von Antriebsnaben mit
einem Fahrradgetriebe bekannt, dessen Übersetzungsverhältnis
in diskreten Stufen einstellbar ist. Soweit zum Teil auch
stufenlose Fahrradgetriebe bekannt geworden sind, so sind
diese konstruktiv aufwendig und damit teuer oder sind aus an
deren Gründen nicht zum Einsatz gelangt. Das Fehlen einer
praktikablen Lösung zeigt die Schwierigkeiten, denen in der
Praxis bei der Suche nach einem tatsächlich brauchbaren der
artigen Getriebe für ein Fahrrad begegnet werden, auch wenn
dies auf den ersten Blick einfach erscheint.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Fahrzeuggetrie
be insbesondere für ein Fahrrad zur Verfügung zu stellen,
welches konstruktiv einfach und damit kostengünstig herstell
bar ist, eine ausreichende Haltbarkeit und mechanische Stabi
lität und einen gleichmässigen Lauf bei geringen Verstell
kräften bzw. bei günstigem Wirkungsgrad gewährleistet, und
dabei die Möglichkeit eines stufenlos einzustellenden Über
setzungsverhältnisses bietet.
Diese Aufgabe wird durch ein Fahrzeuggetriebe nach Anspruch 1
gelöst.
Erfindungsgemäß ist ein Fahrzeuggetriebe mit einem um eine
Nabenachse drehbar gelagerten Antriebselement vorgesehen,
welches aus mehreren mit einem biegsamen Antriebsübertra
gungsmittel in kraft- oder formschlüssigen Eingriff stehenden
Antriebsorganen besteht, die mit einem einstellbaren Abstand
in radialer Richtung zur Nabenachse geführt sind. Dem Prinzip
der Erfindung folgend ist der radiale Abstand der geführten
Antriebsorgane zur Nabenachse kontinuierlich veränderbar.
Bei einer bevorzugten Ausführung der Erfindung sind die An
triebsorgane in radialer Richtung zur Nabenachse längsver
schieblich gelagert, wobei der Verstellung des radialen Ab
standes der Antriebsorgane eine gegenüber der Winkelstellung
des Antriebselementes veränderbare Zwangsführung zugeordnet
ist. Insbesondere ist die Zwangsführung hierbei zur Nabenach
se konvex gekrümmt ausgebildet.
Bei einer konstruktiv besonders einfachen und daher bevorzug
ten Weiterbildung der Erfindung weist jedes Antriebsorgan ei
ne parallel zur Nabenachse rotierend gelagerte Laufrolle auf,
wobei die Zwangsführung durch eine bogenförmig gekrümmte Füh
rungsbahn ausgebildet ist, in welcher die Laufrolle des An
triebsorgans gelagert ist. Von Vorteil ist die Führungsbahn
durch eine in einer dünnen, gegenüber dem Antriebselement in
einem bestimmten Winkel zueinander drehsicher einstellbaren,
aber gemeinsam um die Nabenachse rotierend gelagerten Blech
scheibe geformte Ausnehmung ausgebildet.
Zweckmässigerweise ist zur Einstellung des Winkels zwischen
Antriebselement und Zwangsführung eine Verstelleinrichtung
vorgesehen, die eine mit dem Antriebselement drehsicher ver
bundene Spindel und ein von dieser rotierend angetriebenes
Drehteil (Spindelmutter) aufweist, welches drehfest mit der
Zwangsführung verbunden ist.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den üb
rigen Unteransprüchen.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nach
folgend anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische Vorderansicht eines erfindungsgemä
ßen stufenlosen Fahrzeuggetriebes;
Fig. 2 eine schematische Rückansicht des erfindungsgemäßen
stufenlosen Fahrzeuggetriebes;
Fig. 3 eine schematische Ansicht des der Verstellung des Ge
triebes dienenden Bestandteils;
Fig. 4 eine vergrößerte Teilansicht einer Einzelheit X nach
Fig. 3 im Schnitt; und
Fig. 5A bis 5C die Bestandteile des erfindungsgemäßen stu
fenlosen Fahrzeuggetriebes in schematischen Einzelan
sichten.
Das in den Figuren dargestellte Ausführungsbeispiel umfasst
ein Fahrzeuggetriebe imit einem um eine Nabenachse 2 eines
Fahrradantreibers drehbar gelagerten Antriebselement 3, wel
ches drei mit einem biegsamen Antriebsübertragungsmittel 4 in
kraft- oder formschlüssigen Eingriff stehende Antriebsorgane
5, 6, und 7 aufweist, die jeweils mit einem einstellbaren Ab
stand r in radialer Richtung zur Nabenachse 2 derart geführt
sind, dass der radiale Abstand r der geführten Antriebsorgane
zur Nabenachse kontinuierlich bis zu einem Maximalwert rmax
veränderbar ist. Hierzu sind die drei Antriebsorgane 5, 6, 7
jeweils einzeln in radialer Richtung zur Nabenachse 2 längs
verschieblich gelagert, wobei der Verstellung des radialen
Abstandes r der Antriebsorgane 5, 6, 7 jeweils eine gegenüber
der Winkelstellung des Antriebselementes 3 veränderbare
Zwangsführung 8, 9, 10 zugeordnet ist, die zur Nabenachse 2
konvex gekrümmt ausgebildet ist. Jedes Antriebsorgan 5, 6, 7
weist eine parallel zur Nabenachse 2 rotierend gelagerte
Laufrolle 11, 12, 13 auf, die in der bogenförmig gekrümmten
Führungsbahn der Zwangsführung 8, 9, 10 gelagert ist. Jede
Führungsbahn ist hierbei durch eine in einer Blechscheibe 14
geformte Ausnehmung ausgebildet. Die Blechscheibe 14 und da
mit jede Zwangsführung ist gegenüber dem Antriebselement 3 in
einem bestimmten Winkel zueinander drehsicher einstellbar,
aber gemeinsam um die Nabenachse 2 rotierend gelagert. Das
biegsame Antriebsübertragungsmittel 4 ist durch eine Kette,
und jedes Antriebsorgan durch ein bogenförmiges Zahnkranzele
ment 21, 22, 23 ausgebildet.
Das in der Nabenachse 2 drehbar gelagerte Antriebselement 3
weist insbesondere drei in radialer Richtung von der Naben
achse 2 sternförmig unter einem gleichmäßigen Winkel von 120°
abstehende Schenkel 15, 16, 17 aus starrem Material wie bei
spielsweise Eisen oder Stahl auf, welche als Laufbahnen der
in radialer Richtung längsverschieblich gelagerten Antriebs
organe 5, 6, 7 dienen. Jedes Antriebsorgan 5, 6, 7 sitzt auf
einem entlang eines Schenkels 15, 16, 17 längsverschieblich
gelagerten Schlitten 18, 19, 20.
Zur Einstellung des Winkels zwischen Antriebselement 2 und
jeder Zwangsführung 8, 9, 10 ist eine in den Fig. 3 und 4
näher gezeigte Verstelleinrichtung 24 vorgesehen, die eine
mit dem Antriebselement 3 drehsicher verbundene Spindel 25
und ein von dieser rotierend angetriebenes Drehteil 35 (Spin
delmutter) aufweist, welches drehfest mit der Zwangsführung
verbunden ist.
Die Funktionsweise des erfindungsgemäßen stufenlosen Fahrrad
getriebes 1 nach dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist
wie folgt. Es werde angenommen, das Antriebselement 3 sitzt
auf der Nabenachse 2 des Fahrradantreibers und treibt vermit
tels der Kette 4 ein Antriebsritzel des (in den Figuren nicht
näher dargestellten) Hinterrades des Fahrrades an. An
triebspedale und Tretkurbel des Antreibers, vermittels wel
cher das Antriebselement in Drehung versetzt wird, sind aus
Gründen der besseren Übersichtlichkeit ebenfalls nicht in den
Figuren dargestellt. Das stufenlos einzustellende Überset
zungsverhältnis beim erfindungsgemäßen Fahrzeuggetriebe wird
nun durch den eingestellten radialen Abstand r der Antrieb
selemente zur Nabenachse 2 bestimmt. Die Einstellung erfolgt
vermittels der Zwangsführungen 8, 9, 10 dergestalt, dass die
Winkellage der Zwangsführung relativ zum Antriebselement 3
den radialen Abstand jedes Antriebsorgans 5, 6, 7 definiert.
Diese Winkellage wird stufenlos vermittels der in den Fig.
3 und 4 näher dargestellten Verstelleinrichtung eingestellt.
Ein an dem einen Ende einer in einem Gewindelager 30 gelager
ten Gewindestange 29 befestigtes Zug- und Druckmittel 28
überträgt die längs des Pfeiles 32 bzw. 32' übertragenen Be
wegungen auf ein koachsial zur Nabenachse 2 in einem Wälzla
ger 34 rotierend gelagerten Nabenstange 27, die in Längsrich
tung gemäß Pfeilen 32 und 32' längsverschieblich gelagert
ist, und im Übrigen gemäß Pfeile 33, 33' um die Nabenachse 2
rotieren kann. Mit der Nabenstange 27 fest verbunden ist ein
Drehteil 35, welches von der Spindel 25 rotierend angetrieben
ist und welches drehfest über ein Gehäuseteil 26 mit der
Blechscheibe 14 und damit der Zwangsführung verbunden ist.
Die Verstelleinrichtung 24 überträgt somit eine Verstellung
der Gewindestange 29 über den Spindelantrieb mit Spindel 25
und Drehteil 35 auf die Winkeleinstellungen gemäß Pfeile 36,
36' der Drehscheibe 14.
Claims (12)
1. Fahrzeuggetriebe mit einem um eine Nabenachse (2) drehbar
gelagerten Antriebselement (3), welches mehrere, mit einem
biegsamen Antriebsübertragungsmittel (4) in kraft- oder form
schlüssigen Eingriff stehende Antriebsorgane (5, 6, 7) auf
weist, die mit einem einstellbaren Abstand (r) in radialer
Richtung zur Nabenachse (2) geführt sind.
2. Fahrzeuggetriebe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der radiale Abstand (r) der geführten Antriebsorgane (5, 6,
7) zur Nabenachse (2) kontinuierlich veränderbar ist.
3. Fahrzeuggetriebe nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsorgane
(5, 6, 7) in radialer Richtung zur Nabenachse (2) längsver
schieblich gelagert sind, und der Verstellung des radialen
Abstandes der Antriebsorgane (5, 6, 7) eine gegenüber der
Winkelstellung des Antriebselementes (3) veränderbare Zwangs
führung (8, 9, 10) zugeordnet ist.
4. Fahrzeuggetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zwangsführung
(8, 9, 10) zur Nabenachse (2) konvex gekrümmt ausgebildet
ist.
5. Fahrzeuggetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass jedes Antriebsor
gan (5, 6, 7) eine parallel zur Nabenachse (2) rotierend ge
lagerte Laufrolle (11, 12, 13) aufweist, und die Zwangsfüh
rung (8, 9, 10) durch eine bogenförmig gekrümmte Führungsbahn
ausgebildet ist, in welcher die Laufrolle des Antriebsorgans
(5, 6, 7) gelagert ist.
6. Fahrzeuggetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsbahn
durch eine in einer Blechscheibe (14) geformte Ausnehmung
ausgebildet ist.
7. Fahrzeuggetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zwangsführung
(8, 9, 10) in einer dünnen, gegenüber dem Antriebselement (3)
in einem bestimmten Winkel zueinander drehsicher einstellba
ren, aber gemeinsam um die Nabenachse (2) rotierend gelager
ten Blechscheibe (14) ausgebildet sind.
8. Fahrzeuggetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, dass zur Einstellung des Winkels
zwischen Antriebselement (3) und Zwangsführung (8, 9, 10) ei
ne Verstelleinrichtung (24) vorgesehen ist, die eine mit dem
Antriebselement (3) drehsicher verbundene Spindel (25) und
ein von dieser rotierend angetriebenes Drehteil (35) auf
weist, welches drehfest mit der Zwangsführung (8, 9, 10) ver
bunden ist.
9. Fahrzeuggetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, dass das Antriebsorgan (5, 6, 7)
auf einem längs einer in radialer Richtung zur Nabenachse (2)
verlaufenden Laufbahn beweglich gelagerten Schlitten (18, 19,
20) befestigt ist.
10. Fahrzeuggetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 9, da
durch gekennzeichnet, dass das Antriebselement
(3) wenigstens drei in einem gleichmässigen Winkelabstand zu
einander angeordneter Antriebsorgane (5, 6, 7) besitzt.
11. Fahrzeuggetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 10, da
durch gekennzeichnet, dass das biegsame An
triebsübertragungsmittel (4) durch eine Kette und das An
triebsorgan (5, 6, 7) durch ein bogenförmiges Zahnkranzele
ment (21, 22, 23) ausgebildet ist.
12. Fahrzeuggetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 11, da
durch gekennzeichnet, dass es ein Getriebe für
ein Zweirad, insbesondere motorisiertes oder nichtmotorisier
tes Fahrrad darstellt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998150717 DE19850717A1 (de) | 1998-11-03 | 1998-11-03 | Fahrzeuggetriebe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998150717 DE19850717A1 (de) | 1998-11-03 | 1998-11-03 | Fahrzeuggetriebe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19850717A1 true DE19850717A1 (de) | 2000-07-13 |
Family
ID=7886583
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998150717 Withdrawn DE19850717A1 (de) | 1998-11-03 | 1998-11-03 | Fahrzeuggetriebe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19850717A1 (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE801874C (de) * | 1949-07-24 | 1951-01-25 | Fritz Boettger | Riemenregelgetriebe mit durchmesserveraenderlichen Riemenscheiben |
-
1998
- 1998-11-03 DE DE1998150717 patent/DE19850717A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE801874C (de) * | 1949-07-24 | 1951-01-25 | Fritz Boettger | Riemenregelgetriebe mit durchmesserveraenderlichen Riemenscheiben |
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Legal Events
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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