DE19850654C1 - Verfahren und Basisstation zur Funktionsprüfung eines Sende- und Empfangspfads - Google Patents
Verfahren und Basisstation zur Funktionsprüfung eines Sende- und EmpfangspfadsInfo
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Abstract
Erfindungsgemäß wird von einer Basisstation ein erstes Signal mit einer ersten Sendeleistung zu einer Funkstation gesendet und eine erste Empfangsstärke ermittelt. Nachfolgend wird ein erster Differenzwert berechnet. Von der Funkstation wird ein zweites Signal mit einer zweiten Sendeleistung zu der Basisstation gesendet, eine zweite Empfangsstärke ermittelt und ein zweiter Differenzwert berechnet. Anschließend wird eine Differenz zwischen den Differenzwerten mit einem Schwellenwert verglichen, und aus dem Vergleich die Funktion des Sende- und Empfangszweigs abgeleitet.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Basisstation
zur Funktionsprüfung eines Sende- und Empfangspfads, insbe
sondere in einer Basisstation eines Funk-Kommunikationssy
stems.
In Funk-Kommunikationssystemen werden Informationen wie bei
spielsweise Sprache, Bildinformationen oder andere Daten, mit
Hilfe von elektromagnetischen Wellen über eine Funkschnitt
stelle zwischen einer sendenden und einer empfangenden Funk
station, wie beispielsweise einer Basisstation bzw. einer Mo
bilstation für den Fall eines Mobilfunksystems, übertragen.
Das Abstrahlen der elektromagnetischen Wellen erfolgt dabei
mit Trägerfrequenzen, die in dem für das jeweilige System
vorgesehenen Frequenzband liegen. Beim GSM-Mobilfunksystem
(Global System for Mobile Communication), wie es unter ande
rem aus J. Biala "Mobilfunk und Interlligente Netze", Vieweg
Verlag, 1995, insbesondere den Seiten 57-92 bekannt ist, lie
gen die Trägerfrequenzen im Bereich von 900 MHz, 1800 MHz und
1900 MHz. Für zukünftige Mobilfunksysteme mit CDMA- und
TD/CDMA-Übertragungsverfahren über die Funkschnittstelle,
wie beispielsweise das UMTS (Universal Mobile Telecommunica
tion System) oder andere Systeme der 3. Generation sind Trä
gerfrequenzen im Bereich von ca. 2000 MHz vorgesehen.
Eine fehlerhafte Funktion oder ein Ausfall eines Sende- oder
Empfangspfads eines Transceivers in der Basisstation eines
Mobilfunksystems ist nach dem Stand der Technik nur durch
Prüfung des jeweiligen Sende- und Empfangspfads im abgeschal
teten Zustand möglich. Dieses bewirkt nachteilig, daß die
Funkressourcen für den Zeitraum der Funktionsprüfung nicht
genutzt werden können, so daß die Prüfung vor allem in Zeiten
mit geringem Verkehrsaufkommen durchgeführt werden muß. Wei
terhin muß die Prüfung direkt am Ort der Basisstation durch
geführt werden, welches nachteilig einen hohen technischen
und zeitlichen Aufwand für den Betreiber des Funk-Kommunika
tionssystems bewirkt, wenn die Basisstation beispielsweise an
einem abgelegenen Ort installiert ist.
Aus der DE 196 44 965 A1 ist eine Empfangseinrichtung und ein
Verfahren zum Diversitätsempfang bekannt, bei dem fortlaufend
Qualitätsparameter der Empfangssignale der Empfangszweige mit
einem Schwellenwert verglichen werden. Bei einem Überschrei
ten des Schwellenwertes durch die Qualitätsparameter wird
eine Fehlermeldung generiert. Die Fehlermeldung bewirkt, daß
die Empfangssignale des entsprechenden Empfangszweiges nicht
weiter zur Signaldetektion berücksichtigt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und
eine Basisstation anzugeben, die eine einfache Funktionsprü
fung eines Sende- und Empfangspfads ermöglichen. Diese Auf
gabe wird durch das Verfahren und durch die Funkstation gemäß
den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Wei
terbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu ent
nehmen.
Erfindungsgemäß wird von einer Basisstation eines Funk-Kommu
nikationssystems ein erstes Signal mit einer ersten Sendelei
stung zu einer Funkstation gesendet. Von der Funkstation wird
eine erste Empfangsstärke des ersten Signals ermittelt. Nach
folgend wird ein erster Differenzwert zwischen der ersten
Sendeleistung und der ersten Empfangsstärke berechnet. Von
der Funkstation wird ein zweites Signal mit einer zweiten
Sendeleistung zu der Basisstation gesendet und von dieser
eine zweite Empfangsstärke des zweiten Signals ermittelt, so
wie ein zweiter Differenzwert zwischen der zweiten Sendelei
stung und der zweiten Empfangsstärke berechnet. Anschließend
wird eine Differenz zwischen dem ersten Differenzwert und dem
zweiten Differenzwert mit einem Schwellenwert verglichen, und
aus dem Vergleich die Funktion des Sende- und Empfangszweigs
abgeleitet.
Die Erfindung ermöglicht vorteilhaft, daß durch einen einfa
chen Vergleich von ermittelten Differenzwerten, die jeweils
eine Aussage über eine Dämpfung bei der Übertragung über die
Funkschnittstelle geben, die Funktion des Sende- und Emp
fangspfads ermittelt werden kann. Dieser Vergleich kann wäh
rend des normalen Betriebs der Basisstation durchgeführt wer
den, wodurch vorteilhaft keine Beschränkung der Funkressour
cen für die Funktionsprüfung auftritt. Dabei können als Si
gnale beispielsweise Signalisierungsinformationen oder
Nutzinformationen übertragen werden. Desweiteren wird durch
die Erfindung vorteilhaft eine permanente Ermittlung der
Funktion der Sende- und Empfangspfade ermöglicht, so daß
schnell auf auftretende Störungen reagiert werden kann.
Gemäß einer ersten Weiterbildung der Erfindung wird bei einer
ermittelten Fehlfunktion des Sende- und Empfangspfads ein
Alarmsignal generiert. Dieses ermöglicht beispielsweise eine
vorteilhafte zentrale Erfassung der Funktion der jeweiligen
Sende-/Empfangseinrichtungen der Basisstationen in einer zen
tralen Einrichtung des Funk-Kommunikationssystems.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfin
dung wird die Differenz zwischen den ermittelten Differenz
werten mit einem oberen und mit einem unteren Schwellenwert
verglichen, und aus dem Vergleich die jeweilige Funktion des
Sende- oder Empfangspfads abgeleitet. Dieses ermöglicht vor
teilhaft, daß bestimmt werden kann, ob der Sende- oder der
Empfangspfad eine Fehlfunktion aufweist bzw. defekt ist. Ei
ner auf dieser Weiterbildung basierenden weiteren Weiterbil
dung zufolge wird bei einem Über- oder Unterschreiten des
oberen bzw. unteren Schwellenwertes jeweils ein Alarmsignal
generiert, das eine Fehlfunktion des Sende- oder des Emp
fangspfads signalisiert.
Gemäß einer weiteren Weiterbildung der Erfindung wird die
Differenz zwischen Durchschnittswerten der Differenzwerte er
mittelt, wobei die Durchschnittswerte über ein vorgegebenes
Zeitintervall bestimmt werden. Durch die Bestimmung von
Durchschnittswerten werden vorteilhaft Schwankungen der Dif
ferenzwerte, die beispielsweise durch Abschattungen oder son
stige physikalische Störungen bei der Übertragung über die
Funkschnittstelle hervorgerufen werden, relativiert und ge
mittelt, so daß vorteilhaft eine genauere Aussage über die
Funktion des Sende- und Empfangspfads getroffen werden kann.
Besonders vorteilhaft wird das erfindungsgemäße Verfahren in
einem Funk-Kommunikationssystem eingesetzt, das ein TDMA-
Teilnehmerseparierungsverfahren bzw. eine Kombinationen eines
TDMA-Verfahrens mit weiteren Teilnehmerseparierungsverfahren
nutzt. Diesen Verfahren gemeinsam ist eine parallele Nutzung
eines Frequenzbandes für mehrere Kommunikationsverbindungen,
wobei die einzelnen Verbindungen durch Zeitschlitze unter
schieden werden. Bei einer Kombination mit einer CDMA-Teil
nehmerseparierung erfolgt eine zusätzliche Trennung der Teil
nehmer durch eine jeweilige Zuordnung zu Spreizkodes. Hierbei
kann die Differenz vorteilhaft jeweils auf einer Frequenz-
oder einer Sende-/Empfangseinrichtungs-Basis ermittelt werden
kann.
Die Erfindung wird nun anhand von zeichnerischen Darstellun
gen näher erläutert. Dabei zeigen
Fig. 1 ein Blockschaltbild eines Funk-Kommunikationssystems,
insbesondere eines Mobilfunksystems,
Fig. 2 eine beispielhafte schematische Darstellung der Rah
menstruktur der Funkschnittstelle bei einem TDMA-
Teilnehmerseparierungsverfahren und des Aufbaus eines
Funkblocks,
Fig. 3 eine beispielhafte schematische Darstellung der Rah
menstruktur der Funkschnittstelle bei einem TD/CDMA-
Teilnehmerseparierungsverfahren und des Aufbaus eines
Funkblocks,
Fig. 4 ein Ablaufdiagramm des erfindungsgemäßen Verfahrens,
und
Fig. 5 ein Ablaufdiagramm des erfindungsgemäßen Verfahrens,
mit einer zusätzlichen Ermittlung von Durchschnitts
werten.
Das in der Fig. 1 dargestellte und als ein Mobilfunksystem
ausgeführte Funk-Kommunikationssystem besteht aus einer Viel
zahl von Mobilvermittlungsstellen MSC, die untereinander ver
netzt sind bzw. den Zugang zu einem Festnetz PSTN herstellen.
Die Mobilvermittlungsstellen MSC sind jeweils mit einem Ope
rations- und Wartungszentrum OMC verbunden, das eine zentrale
Verwaltung von das Funk-Kommunikationssystem betreffenden
Funktionen ermöglicht. Weiterhin sind diese Mobilvermitt
lungsstellen MSC mit jeweils zumindest einer Einrichtung RNM
zum Zuteilen funktechnischer Ressourcen verbunden. Jede die
ser Einrichtungen RNM ermöglicht wiederum eine Verbindung zu
zumindest einer Basisstation BS. Eine solche Basisstation BS
ist eine Funkstation, die über eine Funkschnittstelle Verbin
dungen zu weiteren Funkstationen MS, wie beispielsweise Mo
bilstationen oder stationären Endgeräten, aufbauen kann.
Durch jede Basisstation BS wird zumindest eine Funkzelle ge
bildet, in dessen Bereich befindliche Mobilstationen mit
funktechnischen Ressourcen versorgt werden. Bei einer Sekto
risierung oder bei hierarchischen Zellstrukturen können pro
Basisstation BS auch mehrere Funkzellen versorgt werden. Die
Funktionalität der dargestellten Struktur wird von dem Funk-
Kommunikationssystem nach der Erfindung genutzt.
Bei einem Verbindungsaufbau oder bei einer bereits bestehen
den Kommunikationsverbindung zwischen der Basisstation BS und
der Funkstation MS werden Signale über die Funkschnittstelle
übertragen. Diese Signale können Signalisierungsinformationen
oder Nutzinformationen wie beispielsweise Sprachinformationen
sein. Zur Verringerung der Interferenz in dem Funk-Kommunika
tionssystem und des Energieverbrauchs wird eine Sendelei
stungsregelung durchgeführt. Entsprechend dem bekannten GSM-
Mobilfunksystem bestimmt die Funkstation MS bei einem Verbin
dungsaufbau aus einer Empfangsstärkemessung von empfangenen
Signalen eines mit einer maximalen Sendeleistung von der Ba
sisstation BS gesendeten allgemeinen Signalisierungskanals
(BCCH - Broadcast Control Channel) die erforderliche Sende
leistung. Nachfolgend sendet die Funkstation MS Signale, bei
spielsweise für einen Verbindungsaufbau, und Informationen
über die Empfangsstärke, mit der sie den allgemeinen Signali
sierungskanal empfangen hat, mit einer bestimmten Sendelei
stung. Anhand dieser Informationen steuert die Basisstation
BS wiederum eine Sendeleistungsregelung für die Signalüber
tragung zu der Funkstation MS. Aufgrund von Empfangsstärke
messungen der von der Funkstation MS gesendeten Signale steu
ert die Basisstation BS nachfolgend über Signalisierungsin
formationen in periodischen Abständen die Sendeleistungsrege
lung der Funkstation MS.
In der Fig. 1 ist zur Erläuterung der Erfindung beispielhaft
eine Übertragung eines ersten Signals sig1 von der Basissta
tion BS zu der Funkstation MS, und eine Übertragung eines
zweiten Signals sig2 von der Funkstation MS zu der Basissta
tion BS angegeben. Parallel zu dem zweiten Signal sig2 sendet
die Funkstation MS den Wert einer aus dem empfangenen ersten
Signal sig1 ermittelten ersten Empfangsstärke rxlevDL. Die
Basisstation BS weist eine mit einer Antenneneinrichtung ver
bundene Sende-/Empfangseinrichtung SEE zum Senden und Empfan
gen von Nutz- und Signalisierungeinformationen zu/von der
Funkstation MS auf. Die empfangenen Signale bzw. Informatio
nen werden einer erfindungsgemäßen Steuereinrichtung ST zuge
führt, in der verschiedene Funktionen, die in den Fig. 4 und
Fig. 5 beschrieben werden, ausgeführt werden. Neben der Sende-
/Empfangseinrichtung SEE und der Steuereinichtung sind in der
Basisstation BS weitere Komponenten und Einrichtungen wie ein
beispielhaft angegebener Timer T verwirklicht. Die Funksta
tion MS weist zumindest eine nicht dargestellte Sende-
/Empfangseinrichtung und eine Einrichtung zur Ermittlung der
ersten Empfangsstärke rxlevDL des ersten Signals sig1 auf.
Die Rahmenstruktur der Funkschnittstelle ist aus der Fig. 2
ersichtlich und entspricht der bekannten Funkschnittstelle
eines GSM-Mobilfunksystems. Gemäß einer FDMA-Komponente ist
eine Aufteilung eines breitbandigen Frequenzbereiches B, bei
spielsweise der Bandbreite B = 1,6 MHz, in mehrere Frequenz
kanäle fk, beispielsweise acht Frequenzkanäle mit jeweils 200
kHz Bandbreite, vorgesehen. Weiterhin erfolgt gemäß einer
TDMA-Komponente eine Aufteilung in Zeitschlitze ts, bei
spielsweise 8 Zeitschlitze ts0 bis ts7. Jeder Zeitschlitz ts
innerhalb eines Frequenzkanals fk bildet einen physikalischen
Übertragungskanal. Die aufeinanderfolgenden Zeitschlitze ts
werden nach einer Rahmenstruktur gegliedert, so daß acht
Zeitschlitze ts0 bis ts7 zu einem Zeitrahmen tf zusammenge
faßt werden.
Innerhalb der Frequenzkanäle fk, die zur Nutzdatenübertragung
vorgesehen sind, werden Informationen mehrerer Verbindungen
zeitlich getrennt in Funkblöcken übertragen. Diese Funkblöcke
bestehen aus Abschnitten mit Daten d, in denen jeweils Ab
schnitte mit empfangsseitig bekannten Trainingssequenzen tseq
eingebettet sind. Weiterhin ist innerhalb des Zeitschlitzes
ts eine Schutzzeit gp zur Kompensation unterschiedlicher Si
gnallaufzeiten der Verbindungen aufeinanderfolgender Zeit
schlitze ts vorgesehen.
Eine beispielhafte Rahmenstruktur der Funkschnittstelle, wie
sie unter anderem in dem zukünftigen Mobilfunksystem der
dritten Generation UMTS (Universal Mobile Telecommunications
System) verwirklicht wird, ist aus der Fig. 3 ersichtlich. Ge
mäß einer TDMA-Komponente ist eine Aufteilung eines breitban
digen Frequenzbandes, beispielsweise der Bandbreite B = 5
MHz, in mehrere Zeitschlitze ts, beispielsweise 16 Zeit
schlitze ts0 bis ts15 vorgesehen. Jeder Zeitschlitz ts inner
halb des Frequenzbandes B bildet einen Frequenzkanal fk. In
nerhalb eines breitbandigen Frequenzbandes B werden die auf
einanderfolgenden Zeitschlitze ts nach einer Rahmenstruktur
gegliedert. So werden 16 Zeitschlitze ts0 bis ts15 zu einem
Rahmen zusammengefaßt.
Bei einer Nutzung eines TDD-Übertragungsverfahrens wird ein
Teil der Zeitschlitze ts0 bis ts15 in Aufwärtsrichtung und
ein Teil der Zeitschlitze ts0 bis ts15 in Abwärtsrichtung be
nutzt, wobei die Übertragung in Aufwärtsrichtung beispiels
weise vor der Übertragung in Abwärtsrichtung erfolgt. Dazwi
schen liegt ein Umschaltzeitpunkt SP, der entsprechend dem
jeweiligen Bedarf an Übertragungskanälen für die Auf- und Ab
wärtsrichtung flexibel positioniert werden kann. Ein Fre
quenzkanal fk für die Aufwärtsrichtung entspricht in diesem
Fall dem Frequenzkanal fk für die Abwärtsrichtung. In glei
cher Weise sind die weiteren Frequenzkanäle fk strukturiert.
Wie zu der Fig. 2 beschrieben werden innerhalb der Frequenzka
näle fk Informationen mehrerer Verbindungen in Funkblöcken
übertragen. Diese Funkblöcke bestehen aus Abschnitten mit Da
ten d, in denen jeweils Abschnitte mit empfangsseitig bekann
ten Trainingssequenzen tseq1 bis tseqn eingebettet sind. Die
Daten d sind verbindungsindividuell mit einer Feinstruktur,
einem Spreizkode c (CDMA-Kode), gespreizt, so daß empfangs
seitig beispielsweise n Verbindungen durch diese CDMA-Kompo
nente separierbar sind. Aus der Kombination aus einem Fre
quenzkanal fk und einem Spreizkode c wird ein physikalischer
Übertragungskanal definiert, der für die Übertragung von Si
gnalisierungs- und Nutzinformationen genutzt werden kann.
Die Spreizung von einzelnen Symbolen der Daten d mit Q Chips
bewirkt, daß innerhalb der Symboldauer tsym Q Subabschnitte
der Dauer tchip übertragen werden. Die Q Chips bilden dabei
den individuellen Spreizkode c. Weiterhin ist innerhalb des
Zeitschlitzes ts eine Schutzzeit gp zur Kompensation unter
schiedlicher Signallaufzeiten der Verbindungen aufeinander
folgender Zeitschlitze ts vorgesehen.
Eine Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist bei
spielsweise auch für ein bekanntes CDMA-Teilnehmerseparie
rungsverfahren möglich, bei dem ein physikalischer Übertra
gungskanal durch ein Frequenzband B und einen CDMA-Kode defi
niert wird, und eine kontinuierliche Übertragung von Nutz-
und Signalisierungsinformationen erfolgt.
In den Fig. 4 und Fig. 5 sind beispielhafte Ablaufdiagramme für
das erfindungsgemäße Verfahren in der Basisstation BS darge
stellt. Die verschiedenen Funktionen werden in der Steuerein
richtung ST durchgeführt, wobei die Ermittlung der zweiten
Empfangsstärke rxlevUL beispielsweise auch in der Sende-
/Empfangseinrichtung SEE erfolgen kann. Den jeweiligen Abfol
gen werden das von der Antenneneinrichtung und der Sende-
/Empfangseinrichtung SEE der Basisstation BS empfangene
zweite Signal sig2 und die erste Empfangsstärke rxlevDL zu
grunde gelegt.
In dem Ablaufdiagramm der Fig. 4 werden das zweite Signal sig2
und die von der Funkstation MS ermittelte erste Empfangs
stärke rxlevDL über den Empfangspfad der Sende-
/Empfangseinrichtung SEE der Steuereinrichtung ST in der Ba
sisstation BS zugeführt. Aus dem zweiten Signal sig2 ermit
telt die Steuereinrichtung ST eine zweite Empfangsstärke
rxlevUL. Nachfolgend wird ein zweiter Differenzwert
pathlossUL zwischen der zweiten Sendeleistung txpwrUL und der
zweiten Empfangsstärke rxlevUL berechnet. Die zweite Sende
leistung txpwrUL, mit der die Funkstation MS das zweite Si
gnal sig2 sendet, ist gemäß den Erläuterungen zu der Sende
leistungsregelung in dem GSM-Mobilfunksystem a priori in der
Basisstation BS bekannt. Parallel zu der Ermittlung des zwei
ten Differenzwertes pathlossUL wird in der Steuereinrichtung
ST ein erster Differenzwert pathlossDL zwischen der ersten
Sendeleistung txpwrDL, mit der die Basisstation BS das erste
Signal sig1 zu der Funkstation MS sendet, und der von der
Funkstation MS ermittelten zweiten Empfangsstärke rxlevDL be
rechnet. Die Differenzwerte pathlossDL, pathlossUL kennzeich
nen beispielsweise jeweils eine Dämpfung, die das erste sig1
und das zweite Signal sig2 bei der Übertragung über die Funk
schnittstelle erfahren haben.
In einem folgenden Schritt wird der Absolutbetrag der Diffe
renz diffpathloss zwischen den ermittelten Differenzwerten
pathlossDL, pathlossUL ermittelt. Anschließend wird die Dif
ferenz diffpathloss mit einem beispielhaft angegebenen oberen
Schwellenwert tpathlossmax verglichen. Der obere Schwellen
wert tpathlossmax kann entsprechend den Differenzwerten
pathlossDL, pathlossUL und der Differenz diffpathloss einem
bestimmten dB-Wert für eine typische maximale Dämpfungsdiffe
renz zwischen der Abwärtsrichtung von der Basisstation BS zu
der Funkstation MS und der Aufwärtsrichtung zwischen der
Funkstation MS und der Basistation BS entsprechen. Bei einem
Überschreiten des oberen Schwellenwertes tpathlossmax wird
ein Alarmsignal generiert, das einen Defekt des Sende- oder
Empfangspfads der Sende-/Empfangseinrichtung SEE angibt. Das
Alarmsignal kann beispielsweise zu dem Operations- und War
tungszentrum OMC des Mobilfunksystems übertragen werden, in
dem zentral die Funktion der Empfangspfade der gesamten an
die Mobilvermittlungsstelle MSC angeschlossenen Basisstatio
nen BS überwacht wird.
Gemäß einer nicht dargestellten Ausgestaltung der Erfindung
kann die Differenz diffpathloss auch mit mehreren Schwellen
werten verglichen werden, wobei beispielsweise bei einem
Überschreiten eines ersten Schwellenwertes nur ein Warnsignal
generiert wird, daß eine erhöhte, nicht dem normalen Betrieb
entsprechende Differenz diffpathloss, angibt. Tritt dieser
Fall nur einmal auf, so kann der Betreiber davon ausgehen,
daß noch keine Fehlfunktion vorliegt, wodurch vorteilhaft
fehlerhafte Alarme vermieden werden.
In dem auf der Fig. 4 basierenden Ablaufdiagramm der Fig. 5
werden Durchschnittswerte avgpathlossFL, avgpathlossUL aus
dem ersten pathlossDL und dem zweiten Differenzwert
pathlossUL innerhalb eines vorgegebenen Zeitintervalls t be
stimmt. Hierbei werden beispielsweise in allen Zeitschlitzen
eines Zeitrahmens, d. h. für mehrere Verbindungen, jeweils
Differenzwerte pathlossDL, pathlossUL ermittelt, wobei das
Zeitintervall t einem oder mehreren Zeitrahmen entsprechen
kann. Durch die Ermittlung von Durchschnittswerten
avgpathlossFL, avgpathlossUL werden kurzzeitige oder verbin
dungsindividuelle Störungen relativiert und somit falsche
Alarmierungen vermieden. Das Starten des Zeitintervalls t
wird durch einen Timer T in der Basisstation BS angeregt, wo
bei die Dauer des Zeitintervalls t beispielsweise in dem be
reits erwähnten Operations- und Wartungszentrum OMC admini
striert werden kann. In diesem Operations- und Wartungszen
trum OMC können beispielsweise auch die jeweiligen Schwellen
werte administriert werden.
Nach der Ermittlung der Durchschnittswerte avgpathlossDL,
avgpathlossUL wird die Differenz diffpathloss berechnet, wo
bei in diesem Fall nicht der Absolutwert der Differenz
diffpathloss bestimmt wird. Die Differenz diffpathloss wird
mit einem oberen Schwellenwert tpathlossmax und einem unteren
Schwellenwert tpathlossmin verglichen. Ist die Differenz
diffpathloss kleiner als der obere Schwellenwert
tpathlossmax, so wird der Empfangspfad als defekt erkannt und
ein entsprechendes Alarmsignal generiert. Ist die Differenz
diffpathloss dahingegen kleiner als der untere Schwellenwert
tpathlossmin, so wird ein Alarmsignal generiert, das den Sen
depfad der Sende-/Empfangseinrichtung SEE als defekt kenn
zeichnet.
Die dargestellte Funktionsprüfung des Sende-/Empfangspfads
der Sende-/Empfangseinrichtung SEE kann aufgrund der Tatsa
che, daß eine Basisstation BS eines GSM-Mobilfunksystems in
der Regel eine Vielzahl von Sende-/Empfangseinrichtungen SEE
für unterschiedliche Frequenzen aufweist, beispielsweise auf
einer Verbindungsbasis in einem oder mehreren Zeitschlitzen
eines Zeitrahmens erfolgen. Wird zusätzlich zur Erhöhung der
Übertragungsqualität ein Frequenzsprungverfahren (Frequency-
Hopping) eingesetzt, so muß gegebenenfalls eine Sprungsequenz
zur Auswertung abgewartet werden, damit die Signale der je
weiligen Verbindung wieder von der gleichen Sende-
/Empfangseinrichtung SEE verarbeitet werden.
Claims (11)
1. Verfahren zur Funktionsprüfung von Sende- und Empfangs
pfaden in einer Basisstation (BS) eines Funk-Kommunikations
systems, die mindestens eine Sende-/Empfangseinrichtung (SEE)
zum Senden und Empfangen von Signalen über eine Funkschnitt
stelle zu/von einer Funkstation (MS) aufweist,
bei dem
- 1. von der Basisstation (BS) ein erstes Signal (sig1) mit ei ner ersten Sendeleistung (txpwrDL) zu der Funkstation (MS) gesendet, von der Funkstation (MS) eine erste Empfangs stärke (rxlevDL) des ersten Signals (sig1) ermittelt, und ein erster Differenzwert (pathlossDL) zwischen der ersten Sendeleistung (txpwrDL) und der ersten Empfangsstärke (rxlevDL) berechnet wird,
- 2. von der Funkstation (MS) ein zweites Signal (sig2) mit ei ner zweiten Sendeleistung (txpwrUL) zu der Basisstation (BS) gesendet, von der Basisstation (BS) eine zweite Emp fangsstärke (rxlevUL) des zweiten Signals (sig2) ermittelt, und ein zweiter Differenzwert (pathlossUL) zwischen der zweiten Sendeleistung (txpwrUL) und der zweiten Empfangsstärke (rxlevUL) berechnet wird,
- 3. eine Differenz (diffpathloss) zwischen dem ersten Diffe renzwert (pathlossDL) und dem zweiten Differenzwert (pathlossUL) mit zumindest einem Schwellenwert (tpathlossmax, tpathlossmin) verglichen wird, und
- 4. aus dem Vergleich die Funktion des Sende- und Empfangspfads der Basisstation (BS) abgeleitet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem
ein Alarmsignal bei einer Fehlfunktion des Sende- und Emp
fangspfads generiert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem
ein Absolutbetrag der Differenz (diffpathloss) berechnet und
mit dem Schwellenwert (tpathlossmax, tpathlossmin) verglichen
wird.
4. Verfahren nach einem vorhergehenden Anspruch, bei dem
die Differenz (diffpathloss) mit einem oberen (tpathlossmax)
und mit einem unteren Schwellenwert (tpathlossmin) verglichen
wird, und aus dem Vergleich die jeweilige Funktion des Sende-
oder Empfangspfads abgeleitet wird.
5. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, bei dem
bei einem Über- oder Unterschreiten des oberen Schwellenwer
tes (tpathlossmax) bzw. des unteren Schwellenwertes
(tpathlossmin) jeweils ein Alarmsignal generiert wird, das
eine Fehlfunktion des Sende- oder Empfangspfads signalisiert.
6. Verfahren nach einem vorhergehenden Anspruch, bei dem
die Differenz (diffpathloss) zwischen Durchschnittswerten
(avgpathlossDL, avgpathlossUL) der Differenzwerte
(pathlossDL, pathlossUL) ermittelt wird, wobei die Durch
schnittswerte (avgpathlossDL, avgpathlossUL) über ein vorge
gebenes Zeitintervall (t) bestimmt werden.
7. Verfahren nach einem vorhergehenden Anspruch, bei dem
in dem Funk-Kommunikationssystem eine Teilnehmerseparierung
gemäß einem TDMA-Teilnehmerseparierungsverfahren durchgeführt
wird.
8. Verfahren nach einem vorhergehenden Anspruch, bei dem
in dem Funk-Kommunikationssystem eine Teilnehmerseparierung
gemäß einem CDMA-Teilnehmerseparierungsverfahren durchgeführt
wird.
9. Basisstation (BS) eines Funk-Kommunikationssystems, mit
einer Sende-/Empfangseinrichtung (SEE)
- 1. zum Senden eines ersten Signals (sig1) mit einer ersten Sendeleistung (txpwrDL) zu einer Funkstation (MS) über eine Funkschnittstelle, und
- 2. zum Empfangen eines mit einer bestimmten zweiten Sende leistung (txpwrUL) von der Funkstation (MS) gesendeten zweiten Signals (sig2),
- 1. zum Ermitteln einer zweiten Empfangsstärke (rxlevUL) des empfangenen zweiten Signals (sig2),
- 2. zum Berechnen eines ersten Differenzwertes (pathlossDL) zwischen der ersten Sendeleistung (txpwrDL) und einer in der Funkstation (MS) bestimmten ersten Empfangsstärke (rxlevDL), und zum Berechnen eines zweiten Differenzwer tes (pathlossUL) zwischen der zweiten Sendeleistung (txpwrUL) und der zweiten Empfangsstärke (rxlevUL),
- 3. zum Vergleichen einer Differenz (diffpathloss) zwischen dem ersten Differenzwert (pathlossDL) und dem zweiten Differenzwert (pathlossUL) mit zumindest einem Schwel lenwert (tpathlossmax, tpathlossmin), und
- 4. zum Ableiten der Funktion des Sende- und Empfangspfads aus dem Vergleich.
10. Basisstation (BS) nach Anspruch 9, mit
einem Timer (T) zum periodischen Anregen der Ermittlung der
Differenzwerte (pathlossDL, pathlossUL) in einem vorgegebenen
Zeitintervall (t).
11. Basisstation (BS) nach Anspruch 9 oder 10,
die als eine Basisstation eines Mobilfunksystems oder eines
drahtlosen Teilnehmeranschlußsystems verwirklicht ist.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19850654A DE19850654C1 (de) | 1998-11-03 | 1998-11-03 | Verfahren und Basisstation zur Funktionsprüfung eines Sende- und Empfangspfads |
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