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DE19849563A1 - Einrichtung zum Etikettieren von Gegenständen, insbesondere Bechern - Google Patents

Einrichtung zum Etikettieren von Gegenständen, insbesondere Bechern

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Publication number
DE19849563A1
DE19849563A1 DE1998149563 DE19849563A DE19849563A1 DE 19849563 A1 DE19849563 A1 DE 19849563A1 DE 1998149563 DE1998149563 DE 1998149563 DE 19849563 A DE19849563 A DE 19849563A DE 19849563 A1 DE19849563 A1 DE 19849563A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
objects
mandrel
gripper
support
mandrels
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE1998149563
Other languages
English (en)
Inventor
Wilhelm Huber
Mario Schulz
Peter Indlekofer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Steinbeis PPL GmbH
Original Assignee
Steinbeis PPL GmbH
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Filing date
Publication date
Application filed by Steinbeis PPL GmbH filed Critical Steinbeis PPL GmbH
Priority to DE1998149563 priority Critical patent/DE19849563A1/de
Publication of DE19849563A1 publication Critical patent/DE19849563A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65CLABELLING OR TAGGING MACHINES, APPARATUS, OR PROCESSES
    • B65C9/00Details of labelling machines or apparatus
    • B65C9/02Devices for moving articles, e.g. containers, past labelling station
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65CLABELLING OR TAGGING MACHINES, APPARATUS, OR PROCESSES
    • B65C3/00Labelling other than flat surfaces
    • B65C3/06Affixing labels to short rigid containers
    • B65C3/08Affixing labels to short rigid containers to container bodies
    • B65C3/14Affixing labels to short rigid containers to container bodies the container being positioned for labelling with its centre-line vertical

Landscapes

  • Labeling Devices (AREA)
  • Specific Conveyance Elements (AREA)

Abstract

Bei einer Einrichtung zum Etikettieren von Gegenständen, insbesondere Bechern (16), werden die Gegenstände (16) mit einer Öffnung (52) jeweils einem längs eines Transportwegs kontinuierlich vorbeibewegten Stützdorn (18) übergestülpt. Die Gegenstände (16) durchlaufen auf ihrem Stützdorn (18) eine Etikettierstation (30), an der sie etikettiert werden. Die bevorzugt zu Stangen (14) ineinandergesteckt angelieferten Gegenstände (16) werden nach ihrer Vereinzelung mit ihrer Öffnung (52) voraus im freien Fall unmittelbar auf ihren jeweiligen Stützdorn (18) abgeworfen. Um auch bei variablen Transportgeschwindigkeiten der Stützdorne (18) sicherzustellen, daß die Gegenstände (16) korrekt auf die Stützdorne (18) fallen, ist bevorzugt der Abwurfzeitpunkt der Gegenstände (16), bezogen auf die Position des jeweiligen Stützdorns (18) längs des Transportwegs in Abhängigkeit von der Transportgeschwindigkeit, einstellbar. Die Stützdorne (18) können bei dieser Ausbildung axial feststehend an einem gemeinsamen Transportträger (28) angebracht sein, was den Anschluß einer Vakuum- und Druckluftquelle an die Stützdorne (18) konstruktiv vereinfacht.

Description

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Etikettieren von Gegenständen, insbesondere Bechern, bei der die Gegenstände mit einer Öffnung jeweils einem längs eines Transportwegs kontinuierlich vorbeibewegten Stützdorn übergestülpt werden und auf ihrem Stützdorn eine Etikettierstation durchlaufen, an der sie etikettiert werden.
Eine derartige Einrichtung zur Becheretikettierung ist beispielsweise aus der EP 0 806 365 A1 bekannt. Bei der bekannten Lösung werden die Stützdor­ ne, während sie sich längs des Transportwegs fortbewegen, von unten her in die auf eine Plattform gestellten Becher eingetaucht und nach deren Etikettierung wieder nach unten zurückgezogen. Die hierzu erforderliche Auf- und Abbewegung der Stützdorne wird mittels eines Kurvengetriebes gesteuert. Dieses bedingt eine vergleichsweise komplexe Konstruktion der Etikettiereinrichtung. Die Auf- und Abbewegung der Stützdorne ist auch aus dem Grund problematisch, weil die Stützdorne üblicherweise mit einer Vakuum- und Druckluftquelle verbunden werden, um beim Eintauchen in die Becher diese durch Vakuum anzusaugen und beim Herausfahren aus den Bechern diese durch Druckluft abzustoßen. Der Anschluß der Vakuum- und der Druckluftquelle gestaltet sich jedoch bei auf- und abbewegten Stützdornen vergleichsweise schwierig. Zudem müssen bei der bekannten Etikettier­ einrichtung die Becher nach ihrer Vereinzelung zunächst in synchrone Mitbewegung zu den Stützdornen versetzt und relativ zu diesen ausgerichtet werden, was den konstruktiven und verfahrenstechnischen Aufwand weiter erhöht.
Demgegenüber ist es Aufgabe der Erfindung, eine weniger aufwendige Etikettiereinrichtung, insbesondere für Becher, bereitzustellen.
Erfindungsgemäß ist hierzu vorgesehen, daß die Gegenstände mit ihrer Öffnung voraus im freien Fall unmittelbar auf ihren jeweiligen Stützdorn abgeworfen werden. Eine axiale Hubbewegung der Stützdorne längs ihrer Dornachse ist hier nicht erforderlich. Auch eine synchrone Mitbewegung und Zentrierung der Gegenstände bezüglich der Stützdorne ist nicht notwendig. Der Abwurf der Gegenstände erfolgt mit einem ihrer Fallzeit entsprechenden Zeitvorlauf, bevor die Stützdorne diejenige Stelle längs des Transportwegs erreichen, an der die Gegenstände von oben her auf sie auftreffen. Es genügt, wenn die Gegenstände an dieser Auftreffstelle nur soweit auf die Stützdorne auffädeln, daß sie sicher durch die Stützdorne mitgenommen werden. Ihr vollständiges Absinken auf die Stützdorne bis hin zur eng sitzenden Anschmiegung an dieselben kann, gewünschtenfalls vakuumunterstützt, erst in der anschließenden Phase ihres Abtransports von der Auftreffstelle stattfinden. Zum Abwurfzeitpunkt der Gegenstände haben die Stützdorne noch eine vorbestimmte Vorlaufstrecke bis zur Auftreffstelle zurückzulegen. Die gegenseitige Abstimmung zwischen Position der Stützdorne längs des Transportwegs und Abwurf der Gegenstände wird vorteilhafterweise prozessorgestützt überwacht, wobei zur Positions­ detektion der Stützdorne beispielsweise optische Sensoren zum Einsatz kommen können.
Häufig ist es erwünscht, den Maschinentakt der Etikettiereinrichtung verändern zu können, beispielsweise um von einer Testbetriebsphase mit niedriger Maschinengeschwindigkeit in eine Hauptbetriebsphase mit hoher Maschinengeschwindigkeit überzuwechseln oder um unterschiedliche Etikettieraufgaben zu erfüllen. Damit sich die Gegenstände an der Auftreff­ stelle stets korrekt den Stützdornen überstülpen, muß dann die Vorlauf­ strecke der Stützdorne an ihre Transportgeschwindigkeit angepaßt werden. Zu diesem Zweck ist in Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, daß die Transportgeschwindigkeit der Stützdorne veränderbar ist und der Ab­ wurfzeitpunkt der Gegenstände bezogen auf die Position des jeweiligen Stützdorns längs des Transportwegs in Abhängigkeit von der Transportge­ schwindigkeit einstellbar ist.
Bevorzugt werden die Gegenstände jeweils im wesentlichen vertikal nach unten abgeworfen. Abhängig von der Geometrie und dem Schwerpunkt der Gegenstände sind grundsätzlich auch andere Flugkurven denkbar. Die Zielgenauigkeit beim Abwurf der Gegenstände kann dadurch erhöht werden, daß die Gegestände mittels eines Gebläses blasluftunterstützt abgeworfen werden. Störungen des Flugverhaltens durch sonstige Luftströmungen können so ausgeschlossen werden.
Die Fallhöhe der Gegenstände sollte so gering wie möglich sein und entspricht bevorzugt im wesentlichen nur der Höhe der Gegenstände. Dabei empfiehlt es sich, einen zusätzlichen Sicherheitsabstand etwa von einigen Millimetern einzuhalten, um Kollisionen zwischen den Gegenständen unter allen Umständen zu vermeiden.
Die Gegenstände können zu einer Stange ineinandergesteckt einer Vereinzelungseinheit zugeführt werden, an der sie vereinzelt und nachein­ ander auf ihren jeweiligen Stützdorn abgeworfen werden. Dabei kann die Vereinzelungseinheit eine die Gegenstände jeweils an einem Bund greifende und einzeln aus der Stange herausziehende Vereinzelungsschneckenanord­ nung umfassen. Insbesondere kann die Stange der Vereinzelungsschnecken­ anordnung mit vertikaler Orientierung von oben her zugeführt werden, wobei die Gegenstände von der Vereinzelungsschneckenanordnung im wesentlichen vertikal nach unten aus der Stange herausgezogen und auf die unter der Vereinzelungsschneckenanordnung vorbeilaufenden Stützdorne abgeworfen werden. Es soll jedoch eine Lösung nicht ausgeschlossen sein, bei der die Gegenstände nach der Vereinzelungsschneckenanordnung noch eine gesonderte Abwurfstation durchlaufen, an der sie auf die Stützdorne abgeworfen werden.
Da bei der erfindungsgemäßen Lösung keine axiale Hubbewegung der Stützdorne erforderlich ist, sind die Stützdorne bevorzugt an einem gemeinsamen Transportträger jeweils relativ zu diesem längs ihrer Dorn­ achse feststehend angeordnet. Der Transportträger kann ein Transportrotor oder ein Lineartransportmittel, etwa eine Transportkette, sein. Die Stütz­ dorne können jeweils um ihre Dornachse relativ zu dem Transportträger drehbar sein, so daß durch gesteuerte Drehung der Stützdorne eine Ausrichtung der auf ihnen sitzenden Gegenstände möglich ist, um deren exakte Etikettierung an einer vorbestimmten Stelle ihres Mantels zu gewährleisten.
Der Etikettierstation wird längs des Transportwegs zweckmäßigerweise eine Entnahmestation nachgeschaltet sein, an der die Gegenstände mittels einer Greifervorrichtung von ihrem jeweiligen Stützdorn nach oben abgehoben werden. Diese Greifervorrichtung kann einen Greiferstern mit einer Vielzahl in Umfangsrichtung um einen Sternkörper herum verteilt an diesem radial abstehend angeordneter Greiferköpfe zum Ergreifen jeweils eines Gegen­ stands umfassen, wobei die Greiferköpfe zum Abheben der Gegenstände von ihrem jeweiligen Stützdorn relativ zu dem Sternkörper heb- und senkbar sind. Indem die Greiferköpfe relativ zu dem Sternkörper radial einzieh- und ausfahrbar sind, kann ein Radialausgleich für die Greiferköpfe geschaffen werden, wenn die Wege der Greiferköpfe und der Stützdorne divergieren. Um die Gegenstände sanft und beschädigungsfrei zu greifen, kann der Greifervorrichtung eine Sauganordnung zum Ansaugen der Gegenstände durch Saugluft zugeordnet sein. Das Abheben der Gegenstände kann durch den Ausstoß von Druckluft aus den Stützdornen unterstützt werden. Insbesondere bei vergleichsweise schweren Gegenständen kann zusätzlich zur Ansaugung eine mechanische Klemmung der Gegenstände durch die Greiferköpfe erfolgen, um die Gegenstände sicher ergreifen und von den Stützdornen abheben zu können.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Darin stellen schematisch dar:
Fig. 1 im Überblick ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Becheretikettiermaschine,
Fig. 2 Einzelheiten einer Vereinzelungs- und Abwurfstation der Becheretikettiermaschine gemäß Fig. 1 und
Fig. 3 Einzelheiten einer Entnahmestation für die fertig etikettierten Becher bei der Becheretikettiermaschine gemäß Fig. 1.
In Fig. 1 erkennt man eine auf einem horizontalen Zuführtisch 10 an eine Vereinzelungs- und Abwurfstation 12 angelieferte Stange 14 von ineinan­ dergesteckten Bechern 16, die an der Vereinzelungsstation 12 einzeln nacheinander aus der Stange 14 herausgezogen und je einem Stützdorn 18 engsitzend übergestülpt werden. Die Becherstange 14 wird in nicht näher dargestellter Weise aus einem Vorratsmagazin mittels eines Elevators auf den Zuführtisch 10 aufgegeben und horizontal auf dem Zuführtisch 10 liegend mittels eines schematisch dargestellten Ausschiebers 20 in einer durch einen Pfeil 22 angegebenen Vorschubrichtung zu der Vereinzelungs- und Abwurfstation 12 vorgeschoben.
Vertikal unterhalb der Vereinzelungsstation 12 ist ein um eine Drehachse 24 in einer durch einen Pfeil 26 angedeuteten Drehrichtung drehbar angetriebe­ ner Transportrotor 28 angeordnet, der über seinen Umfang mit gleichen Winkelabständen verteilt eine Vielzahl der Stützdorne 18 trägt. Nachdem die Becher 16 an der Vereinzelungs- und Abwurfstation 12 jeweils einen Stützdorn 18 übergestülpt worden sind, durchlaufen sie jeweils auf ihrem Stützdorn 18 in Drehrichtung 26 eine allgemein mit 30 bezeichnete Etikettierstation. Diese umfaßt bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel zwei jeweils durch einen Spendearm 32 schematisch angedeutete Etiketten­ spender 34, die nacheinander von den Bechern 16 durchlaufen werden und jeweils ein Selbstklebeetikett 36 auf die vorbeilaufenden Becher 16 aufkleben. Mit 38 ist bei den Etikettenspendern 34 jeweils eine Massier­ walze bezeichnet, die die von den Spendearmen 32 abgelösten Etiketten 36 gegen die Becher 16 drückt. Es versteht sich, daß statt einer doppelten Etikettierung die Becher 16 auch nur mit einem Etikett oder auch mit drei oder mehr Etiketten beklebt werden können.
In Drehrichtung 26 stromabwärts der Etikettierstation 30 ist eine Becher­ entnahmestation 40 angeordnet, an der die etikettierten Becher 16 von ihren Dornen 18 abgehoben und wieder zu Stangen 14 gestapelt werden. In Fig. 1 werden aus den entnommenden Bechern zeitgleich zwei Stangen 14 gebildet, die, sobald sie eine vorbestimmte Zahl von Bechern enthalten, in einem Magazin abgelegt werden, das nach seiner vollständigen Füllung zur weiteren Verwendung abtransportiert wird. Bevorzugt kommen mindestens zwei solcher Magazine zum Einsatz, die jeweils wechselweise beschickt werden, so daß die Becheretikettiermaschine im Dauerbetrieb arbeiten kann.
Die Becherentnahmestation 40 umfaßt einen in einer Pfeilrichtung 41 drehangetriebenen Greiferstern 42, der einen zentralen Sternkörper 44 umfaßt, an dem über den Umfang mit gleichen Winkelabständen verteilt eine Vielzahl radial abstehender Greiferarme 46 gehalten ist. An seinem freien Ende weist jeder Greiferarm 46 einen Greiferkopf 48 auf, mit dem sich jeweils einer der auf dem Transportrotor 28 zu der Entnahmestation 40 transportierten Becher 16 ergreifen läßt. Die Greiferköpfe 48 können als reine Klemmköpfe ausgebildet sein, die die Becher 16 durch mechanische Klemmung ergreifen. Bevorzugt wird die Haltekraft der Greiferköpfe 48 jedoch mindestens zusätzlich, gewünschtenfalls sogar ausschließlich durch Ansaugen der Becher 16 erzeugt.
Es wird nun auf Fig. 2 verwiesen. Die der Vereinzelungs- und Abwurfstation 12 horizontal zugeführte Becherstange 14 wird, wie durch einen Pfeil 50 angedeutet, durch nicht näher dargestellte Aufrichtmittel vertikal aufgerich­ tet, und zwar so, daß die Becher 16 mit ihrer Becheröffnung 52 nach unten weisen. Die so aufgerichtete Becherstange 14 wird einer Anordnung von Vereinzelungsschnecken 54 zugeführt, die durch eine schematisch angedeutete Schneckenantriebseinheit 56 gegensinnig synchron angetrieben werden und mit ihrem Schneckengewinde 58 die Becher 16 einzeln nacheinander an ihrem öffnungsnahen Randbund 60 ergreifen und nach unten aus der Stange 14 herausziehen. Wenn ein Becher 16 das untere Ende der Vereinzelungsschnecken 54 erreicht, fällt er im wesentlichen senkrecht nach unten herab. Um das Herabfallen der Becher 16 zu beschleunigen und sie bei ihrem freien Fall zu stabilisieren, erfolgt der Abwurf der Becher 16 bevorzugt blasluftunterstützt, wozu in Fig. 2 zwei an eine nicht näher dargestellte Blasluftquelle angeschlossene Blasluftdüsen 62 gezeigt sind.
Ausgehend von den Vereinzelungsschnecken 54 durchfliegen die Becher 16 eine von der Becherhöhe abhängige Fallhöhe, bevor sie jeweils auf einen der Stützdorne 18 auftreffen. Mit 16a ist in Fig. 2 ein solcher Becher bezeich­ net, der gerade auf einen Stützdorn 18a auftrifft und sich über diesen stülpt. Die Auftreffstelle liegt aufgrund der vertikalen Becherflugkurve im wesentlichen direkt unterhalb der Abwurfstelle, also der Stelle, an der die Becher 16 von den Vereinzelungsschnecken 54 frei kommen. Die Darstellung der Fig. 2 ist nur schematisch und gibt die realen Verhältnisse in Bezug auf die Fallhöhe nicht richtig wieder. Letztere entspricht vorzugsweise lediglich der Becherhöhe plus einem geringen Sicherheitsabstand von einigen Millimetern, der sicherstellt, daß aufeinanderfolgende Becher beim Vereinzeln nicht miteinander kollidieren.
Wegen der kontinuierlichen Bewegung der Stützdorne 18 müssen die Becher 16 bereits vorzeitig abgeworfen werden, bevor der jeweilige Stützdorn 18 die geplante Auftreffstelle erreicht. Mit 16b ist in Fig. 2 ein soeben abgeworfener Becher bezeichnet, der auf einen Stützdorn 18b auftreffen soll, der noch eine Vorlaufstrecke s von der Auftreffstelle entfernt ist. Die Zeit, die der Stützdorn 18b benötigt, um die Vorlaufstrecke s zurückzulegen, entspricht der Fallzeit, die der Becher 16b benötigt, um die Fallhöhe zu durchfliegen.
Wenn der Maschinentakt der Etikettiermaschine erhöht wird und dement­ sprechend der Transportrotor 28 mit einer größeren Geschwindigkeit rotiert, muß der Becher 16b bezogen auf die Position des Stützdorns 18b noch früher abgeworfen werden, da die Fallzeit des Bechers 16b gleich bleibt und der Stützdorn 18b wegen seiner erhöhten Transportgeschwindigkeit während dieser Fallzeit eine größere Strecke zurücklegt. Diese Situation ist in Fig. 2 gestrichelt durch einen Stützdorn 18b' angedeutet, der eine Vorlaufstrecke s' von der Auftreffstelle entfernt ist, die größer als die Vorlaufstrecke s des Stützdorns 18b ist. Bei veränderlichen Maschinentak­ ten muß daher der auf die Position der Stützdorne bezogene Abwurfzeit­ punkt der Becher stets kontrolliert und ggf. angepaßt werden. Hierzu ist eine vorzugsweise prozessorgestützte Steuereinheit 64 vorgesehen, welche mit der Schneckenantriebseinheit 56 und einer hiervon unabhängig steuer­ baren Rotorantriebseinheit 66 zum Dreh antrieb des Transportrotors 28 in Steuerverbindung steht. Die beiden Antriebseinheiten 56 und 66 können beispielsweise als elektromotorische Antriebe ausgebildet sein. Die Maschinengeschwindigkeit kann beispielsweise über ein an einem Bedie­ nungspult 68 angeordnetes Bedienungsorgan 70 von einer Bedienungs­ person beeinflußt werden. Um sicherzustellen, daß die Becher 16 jeweils zu dem für die gewählte Maschinengeschwindigkeit richtigen Zeitpunkt abgeworfen werden, kann beispielsweise mittels einer Lichtschranke 70 detektiert werden, wann die Stützdorne 18 eine vorbestimmte ortsfeste Stelle X passieren. In Abhängigkeit von der gewählten Maschinenge­ schwindigkeit legt die Steuereinheit 64 mittels eines Algorithmus oder durch Auslesen aus einer Tabelle eine Zeitverzögerung Δt fest, die bis zum Becherabwurf abgewartet werden muß, nachdem die Stützdorne 18 jeweils diese Stelle X passiert haben. Bei einer kleineren Maschinengeschwindigkeit muß eine größere Zeitdauer Δt bis zum Becherabwurf gewartet werden, da die Stützdorne 18 nur eine kleinere Vorlaufstrecke (etwa die Vorlaufstrecke s) von der Auftreffstelle entfernt sein müssen. Bei einer größeren Maschi­ nengeschwindigkeit muß dagegen eine kleinere Zeitdauer Δt festgelegt werden, da die Stützdorne 18 in diesem Fall eine größere Vorlaufstrecke (etwa die Vorlaufstrecke s') benötigen und der Abwurf der Becher 16 entsprechend früher erfolgen muß. In Fig. 2 ist in der Steuerverbindung zwischen Steuereinheit 64 und Schneckenantriebseinheit 56 ein variables Zeitglied 72 eingezeichnet, das diese Zeitverzögerung Δt symbolisieren soll. Es versteht sich, daß dies nur ein mögliches Beispiel dafür ist, wie der Abwurfzeitpunkt der Becher 16 abhängig von der Maschinengeschwindig­ keit und abhängig von der Position der Stützdorne 18 einstellbar ist.
Die in Anpassung an die Bechergeometrie annähernd konischen Stützdorne 18 sind in nicht näher dargestellter Weise abwechselnd an eine Vakuum- und Druckluftquelle anschließbar. Die Stützdorne weisen hierzu einen in ihr Dach mündenden Luftkanal 74 auf (in Fig. 2 beim Stützdorn 18a eingezeich­ net), in dem durch die Vakuum- und Druckluftquelle ein Sog bzw. ein Druckluftstrom erzeugbar ist. Sobald die Becher 16 von oben her auf die Stützdorne 18 auffädeln, wird an die Stützdorne 18 Vakuum angelegt, um die Becher 16 an die Stützdorne 18 anzusaugen. Dieses Ansaugen beschleunigt einerseits das vollständige Aufsetzen der Becher 16 auf die Stützdorne 18. Zum anderen kann durch hinreichend starkes Ansaugen ein fester Sitz der Becher 16 auf den Stützdornen 18 erreicht werden, so daß die Becher 16 nicht verrutschen, wenn sie nachfolgend etikettiert werden. In Fig. 2 ist mit 16c ein solcher Becher bezeichnet, der vollständig auf seinen Stützdorn 18c aufgeschoben ist.
Die Stützdorne 18 sind bezogen auf ihre Dornachse 76 axial feststehend an dem Transportrotor 28 montiert. Dies erleichtert den Anschluß der Vakuum- und Druckluftquelle an die Stützdorne 18. Sie sind jedoch um ihre Dorn­ achse 76 relativ zu dem Transportrotor 28 drehbar, um die Becher 16 vor ihrer Etikettierung ausrichten zu können.
Es wird nun auf Fig. 3 verwiesen. Um das Abheben der Becher 16 von den Stützdornen 18 zu erleichtern, werden die Stützdorne 18 an der Entnahme­ station 40 durch ihren Luftkanal 74 hindurch kurzzeitig mit Druckluft beschickt. Die Greiferarme 46 weisen jeweils einen in ihrem Greiferkopf 48 mündenden Luftansaugkanal 78 auf, der an eine nicht näher dargestellte zentrale Vakuumquelle anschließbar ist. Beim Greifen der Becher 16 wird Vakuum an die Greiferköpfe 48 angelegt, um die Becher 16 fest anzusau­ gen. Die Greiferarme 46 sind an dem Sternkörper 44 vertikal auf- und abbewegbar. Um die Becher 16 von den Stützdornen 18 abzuziehen, werden die Greiferarme 46 angehoben. An der gewünschten Abladestelle werden die Greiferarme 46 wieder abgesenkt und die Becher 16 von den Greiferköpfen 48 freigegeben. Die Stangen fertig etikettierter Becher werden in Magazinen eingelagert und anschließend abtransportiert.
Die Greiferarme 46 sind radial in den Sternkörper 44 einfahrbar, um einen Radialausgleich zu ermöglichen. Dieser ist nötig, weil sich die Greiferköpfe 48 in Greifkontakt mit den Bechern 16 ein Teilstück längs der Kreisbahn der Dorne 18 mitbewegen, wie dies in Fig. 1 gut zu erkennen ist.

Claims (13)

1. Einrichtung zum Etikettieren von Gegenständen (16), insbesondere Bechern, bei der die Gegenstände (16) mit einer Öffnung (52) jeweils einem längs eines Transportwegs kontinuierlich vorbeibewegten Stützdorn (18) übergestülpt werden und auf ihrem Stützdorn (18) eine Etikettierstation (30) durchlaufen, an der sie etikettiert werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenstände (16) mit ihrer Öffnung (52) voraus im freien Fall unmittelbar auf ihren jeweiligen Stützdorn (18) abgeworfen werden.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportgeschwindigkeit der Stützdorne (18) veränderbar ist und der Abwurfzeitpunkt der Gegenstände (16) bezogen auf die Position des jeweiligen Stützdorns (18) längs des Transportwegs in Abhängigkeit von der Transportgeschwindigkeit einstellbar ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenstände (16) jeweils im wesentlichen vertikal nach unten abgeworfen werden.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Gegenstände (16) mittels eines Gebläses (62) blasluftunterstützt abgeworfen werden.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Gegenstände (16) zu einer Stange (14) inein­ andergesteckt einer Vereinzelungseinheit (12) zugeführt werden, an der sie vereinzelt und nacheinander auf ihren jeweiligen Stützdorn (18) abgeworfen werden.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Vereinzelungseinheit (12) eine die Gegenstände jeweils an einem Bund (60) greifende und einzeln aus der Stange (14) herausziehende Vereinzelungsschneckenanordnung (54) umfaßt.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stange (14) der Vereinzelungsschneckenanordnung (54) mit vertikaler Orientierung von oben her zugeführt wird und die Gegenstände (16) von der Vereinzelungsschneckenanordnung (54) im wesentlichen vertikal nach unten aus der Stange (14) herausgezogen und auf die unter der Vereinzelungsschneckenanordnung (54) vorbeilaufenden Stützdorne (18) abgeworfen werden.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Stützdorne (18) an einem gemeinsamen Transport­ träger (28) jeweils relativ zu diesem längs ihrer Dornachse (76) feststehend angeordnet sind.
9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützdorne (18) jeweils um ihre Dornachse (76) relativ zu dem Transportträger (28) drehbar sind.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Etikettierstation (30) längs des Transportwegs eine Entnahmestation (40) nachgeschaltet ist, an der die Gegenstände (16) mittels einer Greifervorrichtung (42) von ihrem jeweiligen Stützdorn (18) nach oben abgehoben werden.
11. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifervorrichtung (42) einen Greiferstern mit einer Vielzahl in Umfangsrichtung um einen Sternkörper (44) herum verteilt an diesem radial abstehend angeordneter Greiferköpfe (48) zum Ergreifen jeweils eines Gegenstands (16) umfaßt und daß die Greiferköpfe (48) zum Abheben der Gegenstände (16) von ihrem jeweiligen Stützdorn (18) relativ zu dem Sternkörper (44) heb- und senkbar sind.
12. Einrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Greiferköpfe (48) relativ zu dem Sternkörper (44) radial einzieh- und ausfahrbar sind.
13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Greifervorrichtung (42) eine Sauganordnung (78) zum Ansaugen der Gegenstände (16) durch Saugluft zugeordnet ist.
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