DE19847318C1 - Verwendung einer Ultraschallmessung zum betrieblichen Einstellen der elektrischen Beheizung von Glasschmelzwannen und Vorrichtung zur Durchführung dieser Ultraschallmessung - Google Patents
Verwendung einer Ultraschallmessung zum betrieblichen Einstellen der elektrischen Beheizung von Glasschmelzwannen und Vorrichtung zur Durchführung dieser UltraschallmessungInfo
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Abstract
Bei der elektrischen Beheizung von Glasschmelzwannen werden Heizstäbe aus hochschmelzenden Metallen von der Seite oder von unten durch Bohrungen im Feuerfestmaterial in die Schmelze geschoben. Die Praxis hat gezeigt, daß sich die Metallstäbe betrieblich mehr oder weniger langsam auflösen. Dadurch kommt es zu geringerem bzw. ungleichmäßigem Wärmeeintrag in die Schmelze und damit zu instabilen Betriebszuständen und erhöhtem Ausschuß. DOLLAR A Bislang bleibt es der Erfahrung des Wannenbetreibers überlassen, welchen der Heizstäbe er wie weit nachschieben muß, um den Sollzustand wieder zu erreichen. DOLLAR A Die Erfindung sieht ein personenunabhängiges betriebliches Einstellen der elektrischen Beheizung von Glasschmelzwannen (1) vor, indem an dem aus der Wandung (2) herausragenden Ende der Heizstäbe (4, 5) jeweils ein Ultraschallimpuls erzeugt wird und die Ultraschalllaufzeit des vom anderen in die Schmelze (3) hineinragenden Ende des jeweiligen Heizstabes (4, 5) reflektierten Echoimpulses und damit die aktuelle Länge des Heizstabes gemessen wird, wobei entsprechend dem Meßergebnis im Vergleich zu einem Bezugswert ein Nachstellen der Heizstäbe (4, 5) erfolgt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Verwendung einer Ultraschallmessung zum
betrieblichen Einstellen der elektrischen Beheizung von Glasschmelzwannen, in
deren Wandung in die Glasschmelze hineinragende Heizstäbe verschiebbar
gehaltert sind, durch Nachstellen der Heizstäbe entsprechend ihrem Abbrand.
Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zur Durchführung der vorgenannten
Ultraschallmessung.
Bei der elektrischen Beheizung von Glasschmelzwannen werden Heizstäbe aus
hochschmelzenden Metallen wie Molybdän, Wolfram oder Platin von der Seite
oder von unten durch Bohrungen im Feuerfestmaterial in die Glasschmelze
geschoben. Es ist auch prinzipiell möglich, die erwähnten Heizstäbe auch von
oben, durch das Gewölbe der Wanne, in die Schmelze abzusenken. Diese
Methode ist jedoch unüblich, da sie besonders lange und damit teure und
bruchempfindliche Elektroden erfordert. Zudem müssen in diesem Fall Elektroden
aus Molybdän und Wolfram wegen ihrer Unbeständigkeit gegen die
Wannenatmosphäre durch einen inertgasgespülten Mantel geschützt werden.
Da die Übertragung von elektrischer Energie allgemein in Form von 3-Phasen-
Wechsel-Strom vorgenommen wird, erfolgt auch die Beheizung der
Schmelzwannen mit 3-Phasen-Wechselstrom, so daß drei Gruppen von Heizstäben
(Elektroden) gebildet werden, zwischen denen der Heizstrom fließt.
Es hat sich gezeigt, daß die metallischen Heizstäbe sich in Abhängigkeit vom
verwendeten Glas, der Temperatur der Glasschmelze, der Frequenz und der
Stromdichte des Heizstromes mehr oder weniger langsam auflösen. Der
Materialabtrag ist besonders stark an der Spitze, so daß die Heizstäbe im Laufe
der Zeit kürzer werden. Dabei geschieht dies bei den einzelnen Stäben nicht mit
der gleichen Geschwindigkeit. Dadurch kommt es zu geringerem bzw.
ungleichmäßigem Wärmeeintrag in die Wanne und damit zu instabilen
Betriebszuständen und erhöhtem Ausschuß.
Da der Stand der Technik weder optische noch elektrische noch sonstige
Meßmethoden zeigt, die geeignet sind, die Eintauchlänge der Heizstäbe zu
messen, bleibt es der Erfahrung des Wannenbetreibers überlassen, welchen der
Heizstäbe er wie weit nachschieben muß, um den Sollzustand wieder zu
erreichen. Zum einen ist dieses Verfahren mit großen Schwankungen behaftet und
es besitzt ferner den Nachteil, daß es personengebunden ist und eine große
Erfahrung voraussetzt.
Durch die Glastech. Ber. Glass Sci. Technol. 70 (1997) No. 1, Seiten 1-7, ist
der Einsatz einer Ultraschallmessung zur Bestimmung der Restwanddicke von
feuerfesten Steinen einer Glasschmelzwanne bekannt geworden. Unterschreitet die
gemessene Restwanddicke einen vorgegebenen Wert, dann wird die Wand der
Schmelzwanne entsprechend verstärkt.
Das bekannte Verfahren ist spezifisch auf die Restwanddickenmessung von
feuerfesten Steinen in Glasschmelzöfen abgestellt. Die betriebliche Einstellung der
elektrischen Beheizung der Glasschmelzöfen durch Nachstellen der Heizstäbe
entsprechend ihrem Abbrand erfolgt weiterhin gemäß dem eingangs erläuterten
Stand der Technik.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das eingangs bezeichnete betriebliche
Einstellen der elektrischen Beheizung durch Nachstellen der Heizstäbe
entsprechend ihrem Abbrand so durchzuführen, daß eine objektive Bestimmung
der Längen der Heizstäbe und des Maßes des Nachstellens der Heizstäbe möglich
ist.
Die Lösung dieser Aufgabe gelingt gemäß der Erfindung durch die Verwendung
einer Ultraschallmessung nach dem Meßprinzip:
- - Erzeugen eines Ultraschallimpulses an dem aus der Wandung herausragenden Ende der Heizstäbe,
- - Messen der Ultraschalllaufzeit des vom anderen in die Schmelze hineinragenden Ende des jeweiligen Heizstabes reflektierten Echoimpulses und damit der aktuellen Länge des Heizstabes, und
- - Nachstellen der Heizstäbe entsprechend dem Meßergebnis im Vergleich zu einem Bezugswert.
Hinsichtlich der Vorrichtung zur Durchführung der Ultraschallmessung bei der
Verwendung gelingt die Lösung der vorgenannten Aufgabe mit:
- - einer Glasschmelzwanne, in deren Wandung in die Glasschmelze hineinragende Heizstäbe verschiebbar gehaltert sind,
- - einer Einstellvorrichtung zum Nachstellen jedes einzelnen Heizstabes,
- - einem Ultraschallgeber/-empfänger, der an der Stirnseite des aus der Wandung herausragenden Endes jedes Heizstabes angebracht ist, und
- - einer elektrischen Auswerte- und Steuereinheit zum Erzeugen eines die Ultraschallgeber aktivierenden Signals zum Messen der Ultraschalllaufzeit des vom anderen in die Schmelze hineinragenden Ende des jeweiligen Heizstabes reflektierenden Echoimpulses und damit der aktuellen Länge des Heizstabes, und zum Vergleichen der gemessenen aktuellen Länge des jeweiligen Heizstabes mit der gespeicherten Länge des jeweiligen Heizstabes bei seinem Einbau, wobei der Ausgang der Auswerte- und Steuereinheit mit der Einstellvorrichtung zum Nachstellen der Heizstäbe verbunden ist und auf diese ein Verstellsignal schaltet, sobald eine Längendifferenz, die einen vorgegebenen Wert überschreitet, auftritt.
Diese Maßnahmen gemäß der Erfindung erlauben auf sehr einfache Weise eine
objektive Bestimmung der aktuellen Länge der Heizstäbe und damit des Maßes
einer gegebenenfalls notwendigen Nachstellung der Heizstäbe. Setzt man einen
Ultraschallgeber/-empfänger auf die aus der Schmelzwanne ragende Stirnfläche
eines Heizstabes auf, so läßt sich dessen Länge mit hinreichender Genauigkeit
messen, da an der anderen in die Schmelze hineinragenden Stirnfläche, der
Grenzfläche Metall/Schmelze, ein genügend großer Sprung in der Dichte (von ca.
10 g/cm3 auf ca. 2,5 g/cm3) vorliegt, um einen deutlichen Echoimpuls zu
erzeugen. Der Ultraschallgeber sendet dabei einen kurzen Ultraschallimpuls in
den Stab aus, der sich mit einer Geschwindigkeit, die von der Dichte und dem
Elastizitätsmodul des Werkstoffes, aus dem die Heizstäbe gefertigt sind, abhängt,
in dem Heizstab ausbreitet. Stößt der Impuls auf die Stelle, an der sich Dichte
und der Elastizitätsmodul abrupt ändern, so wird ein Teil der Schallenergie an
dieser Grenzfläche reflektiert, läuft zurück zum Sender und wird von einem
Empfänger, der neben dem Sender angeordnet ist, registriert. Aus der Laufzeit
des Signals und der bekannten Schallgeschwindigkeit im Heizstab läßt sich
problemlos die Entfernung der Reflexionsstelle vom Sender und damit die Länge
des Heizstabes berechnen.
Seit mehr als einem Jahrzehnt wird Ultraschall neben der Durchleuchtung mit
Röntgen- oder Gammastrahlen zur zerstörungsfreien Prüfung von metallischen
Bauteilen auf der Suche nach Fehlern (Hohlräumen) verwendet. Dieser Stand der
Technik hat jedoch keinen Einfluß auf den Fachmann im Rahmen des
betrieblichen Einstellens der elektrischen Heizung von Glasschmelzwannen
ausüben können, ebenso wenig das bekannte Verfahren zur Bestimmung der
Restwanddicke von Glasschmelzwannen.
Ein Maximum an Meßgenauigkeit läßt sich gemäß einer Weiterbildung der
Erfindung erreichen, wenn die Ultraschalllaufzeit von neu eingebauten Heizstäben
gemessen und als Längen- Bezugswert für spätere Messungen gespeichert wird.
Ein gleichmäßiger Schmelzwannenbetrieb läßt sich gemäß einer weiteren
Ausgestaltung der Erfindung erzielen, wenn die Länge der eingebauten Heizstäbe
in vorgegebenen Abständen gemessen und bei Abweichungen von dem
gespeicherten heizstabtypischen Bezugswert der jeweilige Heizstab nachgestellt
wird.
Die Messung der Länge der Heizstäbe und deren Nachstellung kann im
einfachsten Fall durch eine Handregelung durchgeführt werden.
Es ist auch ein automatisierter Betrieb möglich, wenn die Messung der Länge der
Heizstäbe und deren Nachstellung durch einen Regler selbsttätig durchgeführt
wird.
Weitere ausgestaltende Merkmale der Erfindung und deren Vorteile ergeben sich
anhand der Beschreibung eines in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispieles der Erfindung.
Es zeigen:
Fig. 1 in einer stark schematisierten Darstellung eine Glasschmelzwanne
in Verbindung mit der Ultraschallimpulsmessung nach der
Erfindung, und
Fig. 2 ein Ultraschall/Zeit-Diagramm zur Darstellung der Laufzeit des
Ultraschallimpulses.
Die Fig. 1 zeigt in einer stark schematisierten Darstellung eine konventionelle
Glasschmelzwanne 1, in deren Wandung 2 aus Feuerfestmaterial in
entsprechenden Bohrungen in die Glasschmelze 3 von unten hineinragende
Heizstäbe 4 verschiebbar gehaltert sind. Der Einfachheit halber sind die
Verstelleinrichtungen zum Verschieben der gehalterten Heizstäbe nicht dargestellt,
zumal diese Verstelleinrichtungen ohnehin Stand der Technik sind.
Der besseren Übersicht wegen sind in der Fig. 1 nur zwei Heizstäbe 4, 5
dargestellt; bei der praktischen Ausführung der Glasschmelzwanne 1 sind jedoch
zwei Gruppen solcher Heizstäbe vorgesehen. Zwischen jeweils zwei Gruppen von
Metallheizstäben wird aus einer entsprechenden Quelle 9 eine Wechselspannung
angelegt, so daß der Strom, wie durch die Pfeile in der Glasschmelze angedeutet,
der vom einen zum anderen Stab fließt, die Schmelze aufheizt.
Die Heizstäbe bestehen aus hochschmelzenden Metallen wie Molybdän, Wolfram
oder Platin. Es hat sich dabei gezeigt, daß diese Metallstäbe in Abhängigkeit vom
verwendeten Glas, der Temperatur der Glasschmelze, der Frequenz der
Wechselspannungsquelle 9 und der Stromdichte des Heizstromes sich mehr oder
weniger langsam auflösen. Der Materialabtrag ist dabei besonders stark an der
Spitze der Heizstäbe, so daß die Heizstäbe 4, 5 im Laufe der Zeit kürzer werden.
Dabei geschieht dies bei den einzelnen Stäben nicht mit der gleichen
Geschwindigkeit. Dadurch kommt es zu geringerem bzw. ungleichmäßigem
Wärmeeintrag in die Glasschmelze 3 und damit zu instabilen Betriebszuständen
und erhöhtem Ausschuß. Es bleibt dabei der Erfahrung des Wannenbetreibers
bisher überlassen, welchen der Stäbe er wie weit nachschieben muß, um den
Sollzustand wieder zu erreichen.
Um das betriebliche Einstellen der elektrischen Beheizung der Glasschmelzwanne
1 zu objektivieren, sieht die Erfindung vor, daß auf die aus der Wanne
herausragende Stirnfläche der Heizstäbe 4, 5 ein Ultraschallbauelement, bestehend
aus einem Ultraschallsender und einem Ultraschallempfänger, aufgesetzt wird. Da
der Abbrand der Heizstäbe relativ langsam verläuft, ist es aus Kostengründen
zweckmäßig, die Länge der Heizstäbe im Abstand von mehreren Wochen mit
Hilfe eines von Hand aufgesetzten Ultraschallelementes nacheinander zu
kontrollieren.
In Fig. 1 ist eine automatisierte Version dargestellt, bei der jeder Heizstab 4, 5
eine solche Ultraschallbaueinheit besitzt.
Die Ultraschallbaueinheiten 6, 7 sind mit einer elektronischen Auswerte- und
Steuereinheit 8 verbunden, die Mehrfachfunktionen hat. Zu Beginn einer Messung
aktiviert sie den Ultraschallsender der daraufhin einen kurzen Ultraschallimpuls I1
(Fig. 2) in den jeweiligen Heizstab schickt. Der Impuls breitet sich mit einer
Geschwindigkeit, die von der Dichte und dem Elastizitätsmodul des Werkstoffes
des Heizstabes abhängt, in dem Heizstab aus. Stößt der Impuls auf eine Stelle, an
der sich Dichte und der Elastizitätsmodul abrupt ändern, im vorliegenden Fall
die Grenzfläche zwischen der Stirnfläche des in die Schmelze 3 hineinragenden
Heizstabes und der Glasschmelze selbst mit einem Sprung in der Dichte von ca 10
g/cm3 auf ca. 2,5 g/cm3, so wird ein Teil der Schallenergie an dieser Grenzfläche
in Form eines Echoimpulses I2 (Fig. 2) reflektiert. Dieser Echoimpuls I2 läuft
zurück zum Sender und wird von einem Empfänger, der neben dem Sender in der
Baueinheit 6, 7 angeordnet ist, registriert. Aus der Laufzeit ΔT des
Ultraschallsignals und der bekannten Schallgeschwindigkeit im Heizstab läßt sich
problemlos mit bekannten Methoden die Entfernung der Reflexionsstelle vom
Sender und damit die aktuelle Länge des Heizstabes berechnen, was im Fall der
Fig. 1 mit der Auswerteeinheit 8 durchgeführt wird.
Abhängig von dem Meßergebnis im Vergleich zu einem Bezugswert erfolgt ein
Nachschieben der Heizstäbe 4, 5, was entweder manuell im Sinne einer
Handregelung oder automatisch durch einen entsprechenden Regler selbsttätig
durchgeführt werden kann. Im letzteren Fall ist der Ausgang der Auswerteeinheit
8 mit der (nicht dargestellten) Einstellvorrichtung für die Heizstäbe verbunden.
Um ein Maximum an Meßgenauigkeit zu erreichen, wird zweckmäßig die
Ultraschalllaufzeit bei allen neu eingebauten Heizstäben gemessen und in der
Auswerteinheit 8 archiviert. Anschließend wird in regelmäßigen zeitlichen
Abständen die Länge der Stäbe überprüft, d. h., ausgelöst von der
Auswerteeinheit 8 wird ein Ultraschallimpuls ausgelöst und die Laufzeit des
Ultraschallsignals gemessen und in der Auswerteeinheit 8 mit dem gespeicherten
Bezugswert verglichen. Wenn die Längendifferenz zwischen der aktuellen Länge
und dem Bezugswert einen vorgegebenen Wert überschreitet, sendet dann die
Auswerteeinheit 8 ein Signal für die Verstelleinrichtungen der Heizstäbe aus oder
zeigt der Bedienungsperson das Verstellmaß an, damit diese manuell die
Verstellung durchführen kann.
Da das Meßprinzip bei der ausgegebenen Verwendung sowie der Vorrichtung
auf rein akustischer Basis arbeitet, wird es weder durch die an den
elektrisch beheizten Glasschmelzwannen vorhandenen starken elektromagnetischen
Felder noch durch hohe Temperaturen oder ausgeprägte Temperaturgradienten
gestört. Ein Abschalten der Wannenbeheizung ist daher bei der Messung mit
Vorteil nicht notwendig, so daß die Messung den laufenden Betrieb nicht
beeinflußt.
Claims (6)
1. Verwendung einer Ultraschallmessung zum betrieblichen Einstellen
der elektrischen Beheizung von Glasschmelzwannen, in deren
Wandung in die Glasschmelze hineinragende Heizstäbe
verschiebbar gehaltert sind, durch Nachstellen der Heizstäbe
entsprechend ihrem Abbrand, nach dem Meßprinzip:
- 1. Erzeugen eines Ultraschallimpulses an dem aus der Wandung herausragenden Ende der Heizstäbe,
- 2. Messen der Ultraschalllaufzeit des vom anderen in die Schmelze hineinragenden Ende des jeweiligen Heizstabes reflektierten Echoimpulses und damit der aktuellen Länge des Heizstabes, und
- 3. Nachstellen der Heizstäbe entsprechend dem Meßergebnis im Vergleich zu einem Bezugswert.
2. Verwendung nach Anspruch 1, bei der die Ultraschalllaufzeit von
neu eingebauten Heizstäben gemessen und als Längen-Bezugswert
für spätere Messungen gespeichert wird.
3. Verwendung nach Anspruch 2, bei der die Länge der eingebauten
Heizstäbe in vorgegebenen Abständen gemessen und bei
Abweichungen von dem gespeicherten heizstabtypischen
Bezugswert der jeweilige Heizstab nachgestellt wird.
4. Verwendung nach Anspruch 3, bei der die Messung und die
Nachstellung durch eine Handregelung durchgeführt wird.
5. Verwendung nach Anspruch 3, bei der die Messung und die
Nachstellung durch einen Regler selbsttätig durchgeführt wird.
6. Vorrichtung für die Durchführung der Ultraschallmessung bei der
Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, mit:
- 1. einer Glasschmelzwanne (1), in deren Wandung (2) in die Glasschmelze (3) hineinragende Heizstäbe (4, 5) verschiebbar gehaltert sind,
- 2. einer Einstellvorrichtung zum Nachstellen jedes einzelnen Heizstabes (4, 5),
- 3. einem Ultraschallgeber/-empfänger (6, 7), der an der Stirnseite des aus der Wandung (2) herausragenden Endes jedes Heizstabes (4, 5) angebracht ist, und
- 4. einer elektrischen Auswerte- und Steuereinheit (8) zum Erzeugen eines die Ultraschallgeber aktivierenden Signals zum Messen der Ultraschalllaufzeit des vom anderen in die Schmelze hineinragenden Ende des jeweiligen Heizstabes reflektierenden Echoimpulses und damit der aktuellen Länge des Heizstabes, und zum Vergleichen der gemessenen aktuellen Länge des jeweiligen Heizstabes (4, 5) mit der gespeicherten Länge des jeweiligen Heizstabes bei seinem Einbau, wobei der Ausgang der Auswerte- und Steuereinheit (8) mit der Einstellvorrichtung zum Nachstellen der Heizstäbe verbunden ist und auf diese ein Verstellsignal schaltet, sobald eine Längendifferenz, die einen vorgegebenen Wert überschreitet, auftritt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998147318 DE19847318C1 (de) | 1998-10-14 | 1998-10-14 | Verwendung einer Ultraschallmessung zum betrieblichen Einstellen der elektrischen Beheizung von Glasschmelzwannen und Vorrichtung zur Durchführung dieser Ultraschallmessung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998147318 DE19847318C1 (de) | 1998-10-14 | 1998-10-14 | Verwendung einer Ultraschallmessung zum betrieblichen Einstellen der elektrischen Beheizung von Glasschmelzwannen und Vorrichtung zur Durchführung dieser Ultraschallmessung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19847318C1 true DE19847318C1 (de) | 2000-03-09 |
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ID=7884416
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1998147318 Expired - Fee Related DE19847318C1 (de) | 1998-10-14 | 1998-10-14 | Verwendung einer Ultraschallmessung zum betrieblichen Einstellen der elektrischen Beheizung von Glasschmelzwannen und Vorrichtung zur Durchführung dieser Ultraschallmessung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19847318C1 (de) |
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| DE10131591C1 (de) * | 2001-06-29 | 2002-08-08 | Sorg Gmbh & Co Kg | Verfahren und Vorrichtung zum Bestimmen der Höhenlage von Phasen-Grenzflächen in Schmelzenbehältern |
| CN110261424A (zh) * | 2019-05-13 | 2019-09-20 | 中北大学 | 一种基于超声的材料熔点测量装置 |
| CN116969659A (zh) * | 2023-06-26 | 2023-10-31 | 彩虹集团(邵阳)特种玻璃有限公司 | 一种微晶特种玻璃窑炉电极长度动态测试装置及方法 |
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1998
- 1998-10-14 DE DE1998147318 patent/DE19847318C1/de not_active Expired - Fee Related
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
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