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DE19847682C1 - Regeleinrichtung einer Spritzgießmaschine für Kunststoff - Google Patents

Regeleinrichtung einer Spritzgießmaschine für Kunststoff

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DE19847682C1
DE19847682C1 DE1998147682 DE19847682A DE19847682C1 DE 19847682 C1 DE19847682 C1 DE 19847682C1 DE 1998147682 DE1998147682 DE 1998147682 DE 19847682 A DE19847682 A DE 19847682A DE 19847682 C1 DE19847682 C1 DE 19847682C1
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pressure
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    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
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    • B29C45/17Component parts, details or accessories; Auxiliary operations
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Abstract

Eine Ablöseregelung (50) bildet Teilstellsignale (U1, U2) für eine Regelung von Vorschubgeschwindigkeit (Y1i) und Druck (Y2i) des Kunststoffes, und leitet hieraus ein Stellsignal (U) zur Regelung von Vorschubgeschwindigkeit oder Druck abhängig von Betriebszuständen der Spritzgießmaschine (1) ab. Ein Korrekturwertgenerator (22) bildet ein Hilfsstellsignal (Ud) zur sprunglosen Ablösung zwischen einer Regelung von Vorschubgeschwindigkeit und Druck zumindest unter Auswertung der Teilstellsignale und schaltet dieses dem Stellsignal (U) auf.

Description

Die Erfindung betrifft eine Regeleinrichtung für eine Kunst­ stoff Spritzgießmaschine. Diese enthält eine Ablöseregelung, welche Teilstellsignale für eine Regelung von Vorschubge­ schwindigkeit und von Druck bildet, und hieraus ein Stellsig­ nal zur Regelung von Vorschubgeschwindigkeit oder Druck ab­ hängig von ausgewählten Betriebszuständen der Spritzgießma­ schine ableitet.
Spritzgießmaschinen der betreffenden Art weisen in der Regel als technologische Komponenten eine Schließeinheit und eine Einspritzeinheit auf. Dabei stellt die Schließeinheit eine Form bzw. ein Werkzeug dar, in dem zur Gestaltung des jewei­ ligen Formlings erhitzter, zähflüssiger Kunststoff über die Einspritzeinheit eingepresst wird. Die Einspritzeinheit stellt eine Förderschnecke für den zähflüssigen Kunststoff dar, welche von einem elektrischen Antrieb, insbesondere ei­ nem drehzahlregelbaren Gleichstromantrieb, angetrieben wird.
Die Herstellung eines Formlings aus Kunststoff in der Spritz­ gießmaschine erfordert in der Praxis verschiedene Phasen. So ist in einer ersten Phase die Schließeinheit mit zähflüssigem Kunststoff zu füllen. Dies soll in der Regel mit einer mög­ lichst konstanten Vorschubgeschwindigkeit der Förderschnecke erfolgen, so daß in diesem Betriebszustand der Spritzgießma­ schine als maßgebliche Regelgröße die Vorschubgeschwindigkeit des Kunststoffes anzusehen ist. Nach Füllung der Form ist insbesondere zur räumlichen Ausbildung des Formlings der Druck des zähflüssigen Kunststoffes zu beeinflussen, so daß in diesem Betriebszustand der Spritzgießmaschine als maßgeb­ liche Regelgröße der Druck des Kunststoffes anzusehen ist. Hierbei ist zumindest bei einem Übergang zwischen diesen standardmäßigen Betriebszuständen auch eine Ablösung der auf die Spritzgießmaschine einwirkenden Regelgrößen erforderlich.
Zur Erzielung eines solchen Verhaltens weist eine Regelein­ richtung der vorliegenden Art eine zwischen den beiden Regel­ größen Vorschubgeschwindigkeit und Druck des flüssigen Kunst­ stoffes ablösende Regelung auf. Eine derartige, sogenannte Ablöseregelung kann von externen Steuereinheiten betätigt werden, welche die Betriebszustände der Spritzgießmaschine insbesondere abhängig vom herzustellenden Formling vorgeben, und durch entsprechende Beeinflussung der Ablöseregelung die jeweils entsprechende Regelgröße aktivieren.
In der Praxis kann selbst dann, wenn die zum jeweiligen stan­ dardmäßigen Betriebszustand der Spritzgießmaschine gehörige Regelgröße aktiv ist, eine vorübergehende Umschaltung auf die jeweils andere Regelgröße erforderlich sein. Die Ablöserege­ lung kann hierzu insbesondere die Istwerte der Regelgrößen Vorschubgeschwindigkeit und Druck auswerten, um den Eintritt weiterer Betriebszustände detektieren zu können. Bei derarti­ gen, nicht standardmäßigen Betriebszuständen kann z. B. bei Regelung einer der beiden Regelgrößen der Istwert der anderen Regelgröße eine vorgegebenen Extremwert über- bzw. unter­ schreiten. Durch eine in der Regel vorübergehende Umschaltung der Ablöseregelung auf die Regelung der anderen Regelgröße soll deren Istwert wieder in das zulässige Toleranzband zu­ rückgeführt werden. Ist z. B. die Regelung der Vorschubge­ schwindigkeit aktiv, überschreitet aber der Druck des Kunst­ stoffes in der Spritzgußform einen Maximalwert, so kann vor­ übergehend auf die Regelung des Druckes umgeschaltet werden, um den Istwert dieser Regelgröße in das vorgesehene Toleranz­ band zurückzuführen. Anschließend wird die Regelgröße Druck wieder durch die Regelgröße Vorschubgeschwindigkeit abgelöst.
Als Stellglied zur Beeinflussung der beiden Regelgrößen kann der elektrische Antrieb der Förderschnecke in der Einspritz­ einheit dienen. Ist dieser insbesondere in Form eines dreh­ zahlregelbaren Gleichstromantriebs ausgeführt, so ist dessen Ankerstrom als Stellgröße verwendbar. Die Ablöseregelung stellt somit abhängig vom jeweiligen Betriebszustand der Spritzgießmaschine ein jeweils zur Regelung der Vorschubge­ schwindigkeit bzw. des Druckes dienendes Stellsignal für den Ankerstrom bereit. Dieses stellt wiederum vorteilhaft eine Auswahl aus Teilstellsignalen dar, welches zur Regelung der Vorschubgeschwindigkeit bzw. des Druckes bereitstehen.
Bei einer Ablösung von Regelgrößen in der oben beschriebenen Art sind sprunghafte Änderungen im Stellsignal nicht zu ver­ meiden. Dies liegt insbesondere daran, daß die zur Regelung der Vorschubgeschwindigkeit bzw. des Druckes bereitstehenden Teilstellsignale vor der Aktivierung als Stellsignal der Spritzgießmaschine in Regel unterschiedliche Werte aufweisen. In der Praxis wurde diesem Nachteil bislang keine besondere Bedeutung beigemessen. Mit zunehmender geometrischer Komple­ xität der Formlinge und der Steigerung der Taktgeschwindig­ keit der Spritzgießmaschine, d. h. deren Ausstoßrate, wirken sich derartige Sprünge verstärkt auf die Qualität der Form­ linge aus. Insbesondere kann deren innere Homogenität durch die Stellsignalsprünge beeinträchtigt werden.
Aus der US 5,585,053 ist ein Verfahren zur Regelung einer Spritzgießmaschine für Kunststoff bekannt. Die verwendete Re­ geleinrichtung weist eine Ablöseregelung auf, welche Teil­ stellsignale für eine Regelung von Vorschubgeschwindigkeit oder Druck des Kunststoffs bildet und hieraus ein Stellsignal zur Regelung von Vorschubgeschwindigkeit oder Druck abhängig von Betriebszuständen der Spritzgießmaschine ableitet.
Aus der WO 97/12744 ist eine adaptive Steuerungsvorrichtung für eine Spritzgießmaschine mit einem Korrekturwertgenerator zur Ablösung zwischen einer Regelung der Vorschubgeschwindig­ keit und des Druckes bekannt.
Aus der DE 36 12 439 C2 ist ein weiteres Verfahren und eine Vorrichtung zur Steuerung des Einspritzvorgangs bei einer Spritzgießmaschine bekannt, bei dem zur Steuerung der Spritz­ einheit der Antrieb derart gesteuert wird, daß die Hubge­ schwindigkeit der Spritzschnecke oder des Spritzkolbens dar­ stellende Ausgangssignals eines Geschwindigkeitssensors einen von einem Sollwertsteller für die Einspritzgeschwindigkeit abgegebenen Sollwertsignal entspricht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, die Regeleinrich­ tung einer Spritzgießmaschine weiter so auszubilden, daß Stellsignalsprünge bei der Ablösung zwischen einer Regelung von Vorschubgeschwindigkeit und Druck des Kunststoffes weit­ gehend vermieden werden.
Die Aufgabe wird gelöst mit einer Regeleinrichtung mit den Merkmalen von Anspruch 1.
Die Erfindung beruht darauf, daß die Regeleinrichtung einen Korrekturwertgenerator aufweist, welcher ein Hilfsstellsignal zur sprunglosen Ablösung zwischen einer Regelung von Vor­ schubgeschwindigkeit und Druck zumindest unter Auswertung der Teilstellsignale bildet und dem Stellsignal aufschaltet. Dies hat den Vorteil, daß die Teilstellsignale, welche die Haupt­ ursache für mögliche, sprungartige Übergänge im Moment einer Reglerablösung sind, selbst als Eingangswerte für den Korrek­ turwertgenerator zur Bildung eines entsprechenden Hilfsstell­ signals herangezogen werden. Eine möglichst sprunglose Ablö­ sung der Regler hat eine Verbesserung der Produktqualität insbesondere dann zur Folge, wenn Formlinge bei hoher Taktra­ te mittels einer geometrisch komplexen Schließeinheit herge­ stellt werden sollen. Insbesondere nimmt hierbei die innere Homogenität der Formlinge zu.
Es ist besonders vorteilhaft, wenn der Korrekturwertgenerator das Hilfsstellsignal zumindest mittels einer, von der Art der Ablösung abhängigen Differenz der Teilstellsignale bildet. Diese Ausführung hat den Vorteil, daß Stellsignalsprünge auf Grund der Erfassung der tatsächlichen Differenz der Teil­ stellsignale nahezu vollständig vermieden werden können. Die Angabe, daß die Bildung der Differenz abhängig ist von der "Art der Ablösung", hat im Rahmen der vorliegenden Erfindung die Bedeutung, ob die Ablösung von einer Regelung der Vor­ schubgeschwindigkeit auf eine Regelung des Drucks oder umge­ kehrt erfolgen soll. Diese sogenannte "Ablösungsrichtung" wird davon bestimmt, ob die Spritzgießmaschine einen von mög­ licherweise mehreren, ausgewählten Betriebszustand eingenom­ men hat, welche die Ablösung z. B. einer aktiven Regelung der Vorschubgeschwindigkeit durch eine Regelung des Druckes er­ forderlich macht oder umgekehrt.
Gemäß einer weiteren Ausführung der Erfindung enthält der Korrekturwertgenerator vorteilhaft ein rekursives Filter mit einem Filterausgangssignal, welches zur Bildung des Hilfs­ stellsignals dient und vor jeder Ablösung zwischen einer Regelung von Vorschubgeschwindigkeit und Druck aktualisiert wird. Diese Ausführung ist insbesondere dann von Vorteil, wenn die erfindungsgemäße Regeleinrichtung in programmtechni­ scher Form realisiert ist, und z. B. in Form einer sogenannten Abtastregelung mittels einer speicherprogrammierbaren Steue­ rung ausgeführt wird.
Es ist weiterhin vorteilhaft, wenn das rekursive Filter zur Bildung des Filterausgangssignals für eine anstehende Ablö­ sung auf ein Filterausgangssignal, welches zu einer vorange­ gangenen Ablösung gehört, eine von der Art der Ablösung ab­ hängige Differenz der aktuellen Teilstellsignale aufschaltet. Dies hat den Vorteil, daß möglichst unmittelbar vor jeder Ab­ lösung ein möglichst genauer Wert des für eine sprunglose Um­ schaltung jeweils benötigten Hilfsstellsignals mittels des aktualisierten Filterausgangssignals ermittelbar ist. Ferner ist diese Form der rekursiven Bestimmung des Hilfsstellsig­ nals besonders geeignet für eine mögliche programmtechnische Implementierung der Regeleinrichtung.
Bevorzugt weist das rekursive Filter den Wert Null als Start­ wert für eine rekursive Bestimmung des Filterausgangssignals auf. Es ist somit vor Inbetriebnahme einer derartigen Ausfüh­ rung nicht notwendig, Startwerte in einer aufwendigen Weise vorab zu bestimmen. Vielmehr schwingt das rekursive Filter in einer selbst stabilisierenden Weise auf ein für die Bestim­ mung des Hilfsstellsignals direkt verwendbares Filteraus­ gangssignal ein.
Gemäß einer weiteren Ausführung der Erfindung weist der Kor­ rekturwertgenerator vorteilhaft einen Signalumformer auf, welcher das Hilfsstellsignal dem Stellsignal zeitverzögert aufschaltet. Hiermit kann eine vorteilhafte Glättungswirkung erzielt werden, womit die Sprunglosigkeit der Reglerablösung weiter begünstigt wird. Bevorzugt weist hierzu der Signalum­ former ein differenzierendes und zeitverzögerndes Übertra­ gungsverhalten auf.
Die Erfindung wird desweiteren anhand der in den nachfolgend kurz angeführten Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele weiter erläutert. Dabei zeigt
Fig. 1 ein Blockschaltbild der erfindungsgemäßen Regeleinrich­ tung, welches bereits vorteilhafte, weitere Ausfüh­ rungsformen für einen Korrekturwertgenerator der erfin­ dungsgemäßen Regeleinrichtung enthält,
Fig. 2 einen durch Simulation gewonnenen Verlauf des Stellsig­ nales für eine Spritzgießmaschine, deren Regeleinrich­ tung keinen Korrekturwertgenerator gemäß der Erfindung aufweist und deren Teilstellsignale sinusförmig vorge­ geben sind,
Fig. 3 einen zu Fig. 2 vergleichbaren, durch entsprechende Simulation gewonnenen Verlauf des Stellsignales für eine Spritzgießmaschine, deren Regeleinrichtung erfin­ dungsgemäß einen Korrekturwertgenerator aufweist, und
Fig. 4 ein Logikdiagramm zur Darstellung der Funktionsweise eines vorteilhaften rekursiven Filters in einem, gemäß einer bevorzugten weiteren Ausführung der Erfindung ge­ stalteten Korrekturwertgenerator.
Fig. 1 zeigt exemplarisch das Blockschaltbild einer gemäß der Erfindung gestalteten Regeleinrichtung für eine Spritz­ gießmaschine 1 als Regelstrecke, welche eine Ablöseregelung 50 aufweist.
In der beispielhaften Ausführung von Fig. 1 enthält die dort dargestellte Ablöseregelung 50 einen ersten Regler 3 zur Regelung der Vorschubgeschwindigkeit des Kunststoffes. Der Istwert Y1i der Vorschubgeschwindigkeit wird bevorzugt als Meßgröße in der Spritzgießmaschine 1 erfaßt und über eine Rückführung 2 dem ersten Regler 3 zugeführt. Dieser bildet hieraus und mittels eines Sollwertes Y1s für die Vorschubge­ schwindigkeit, welcher über einen Eingang 4 zugeführt wird, ein erstes Teilstellsignal U1 an einem Ausgang 15.
Die beispielhafte Ablöseregelung 50 von Fig. 1 enthält wei­ terhin einen zweiten Regler 5 zur Regelung des Druckes im Kunststoff. Der Istwert Y2i des Druckes wird bevorzugt als Meßgröße in der Spritzgießmaschine 1 erfaßt und über eine Rückführung 6 dem zweiten Regler 5 zugeführt. Dieser bildet hieraus und mittels eines Sollwertes Y2s für den Druck, wel­ cher über einen Eingang 8 zugeführt wird, ein zweites Teil­ stellsignal U2 an einem Ausgang 17.
Wie oben bereits erläutert wurde, kann die Spritzgießmaschine 1 unterschiedliche Betriebszustände einnehmen, welche den Eingriff des ersten oder zweiten Reglers 3,5 auf die Regel­ strecke 1 erforderlich macht. Zur Erfassung des jeweiligen Betriebszustandes und zur Ablösung des bislang aktiven Reg­ lers durch den jeweils anderen Regler enthält die beispiel­ hafte Ablöseregelung 50 eine Stellsignalauswahleinrichtung 10. Diese gibt am Ausgang 20 als Stellsignal U das jeweils erforderliche Teilstellsignal U1 bzw. U2 des ersten bzw. zweiten Reglers 3 bzw. 5 aus und schaltet es als Eingangs­ stellsignal Ust der Spritzgießmaschine 1 am Eingang 21 auf. Dieses wirkt bevorzugt als Sollwert für den Strom eines Gleichstromantriebs der Förderschnecke in der Einspritzein­ heit.
Die im Beispiel der Fig. 1 dargestellte Stellsignalauswahl­ einrichtung 10 enthält bevorzugt eine Ansteuerschaltung 7, welche über ein Schaltsignal S am Ausgang 19 auf ein Schalt­ element 9 zur Stellsignalumschaltung einwirkt. Zur Erfassung des aktuellen Betriebszustandes wertet die Ansteuerschaltung 7 einerseits den Istwert Y1i der Vorschubgeschwindigkeit und den Istwert Y2i des Druckes aus. Hiermit können Grenzwert­ überschreitungen einer Regelgröße erfaßt werden, welche ein möglicherweise nur vorübergehende Umschaltung der Regelung auf den zugehörigen Regler erforderlich machen. Andererseits können der Ansteuerschaltung 7 auch externe Umschaltsignale Se zur Ablösung der aktiven Regelgröße über einen Eingang 13 zugeführt werden. Zur Regelgrößenablösung wird das Schaltele­ ment 9 über das Schaltsignal S so umgeschaltet, daß das je­ weils benötigte Teilstellsignal U1, U2 vom ersten bzw. zwei­ ten Regler 3,5 am Ausgang 20 als Stellsignal U auftritt.
In der Fig. 2 sind durch Simulation gewonnene Zeitverläufe dargestellt, welche bei einer Regeleinrichtung der bisher be­ schriebene Art auftreten können. Dabei wurden zum Zwecke der Simulation sinusförmige Verläufe U1s und U2s für das erste und zweite Teilstellsignal U1 und U2 vorgesehen. Ferner sind beispielhaft sechs Zeitpunkte S1 bis S6 eingezeichnet, in de­ nen über die Stellsignalauswahleinrichtung 10 der Ablöserege­ lung 50 eine Ablösung der bisherigen Regelgröße durch die an­ dere Regelgröße vorgenommen wurde. Es ist deutlich zu erken­ nen, daß der Simulationsverlauf Uss des Eingangsstellsignals Us der Spritzgießmaschine in den Zeitpunkten S1 bis S6 unste­ tig zwischen den Verläufen der sinusförmig simulierten Teil­ stellsignale U1s und U2s hin- und herspringt.
Die Regeleinrichtung im Beispiel der Fig. 1 weist bereits einen Korrekturwertgenerator 22 gemäß der Erfindung auf. Die­ ser bildet ein Hilfsstellsignal Ud zur sprunglosen Ablösung zwischen einer Regelung von Vorschubgeschwindigkeit Y1i und Druck Y2i, und schaltet dieses dem Stellsignal U bevorzugt in einer Additionsstelle 11 auf. Zu dessen Bildung werden zumin­ dest die bereitstehenden Teilstellsignale U1, U2 der beiden Regler 3,5 herangezogen. Vorteilhaft bildet der Korrektur­ wertgenerator 22 das Hilfsstellsignal Ud zumindest mittels einer, von der Art der Ablösung abhängigen Differenz D der Teilstellsignale U1, U2. Die Art der Ablösung, d. h. die jewei­ lige Ablösungsrichtung, kann der Korrekturwertgenerator 22 im Beispiel der Fig. 1 dem Schaltsignal S entnehmen.
In Fig. 1 sind ferner weitere, vorteilhafte Ausführungen der Erfindung dargestellt. So enthält der Korrekturwertgenerator 22 ein rekursives Filter 23, welches ein Filterausgangssignal Yf unter Auswertung des Schaltsignals S und der Teilstellsig­ nale U1, U2 bildet. Dieses wird vor jeder Ablösung zwischen einer Regelung von Vorschubgeschwindigkeit Y1i und Druck Y2i aktualisiert, und zur Bildung des Hilfsstellsignals Du heran­ gezogen. Eine Änderung des Schaltsignals S löst vorteilhaft eine Aktualisierung des Filterausgangssignals Yf aus.
Vorteilhaft weist der Korrekturwertgenerator 22 der Regelein­ richtung zusätzlich einen Signalumformer 25 auf, welcher dem rekursiven Filter 23 bevorzugt nachgeschaltet ist und zur Bildung eines besonders gut angepaßten Hilfsstellsignals Ud das Filterausgangssignals Yf dem Stellsignal U zeitverzögert aufschaltet. Bevorzugt weist der Signalumformer 25 ein diffe­ renzierendes und zeitverzögerndes Übertragungsverhalten auf. Ein solches Element wird auch als ein D-T1 Glied bezeichnet.
In Fig. 3 sind zu Fig. 2 unmittelbar vergleichbare, durch eine entsprechende Simulation gewonnene Zeitverläufe gezeigt. Wiederum wurden zum Zwecke der Simulation sinusförmige Ver­ läufe U1s, U2s für das erste, zweite Teilstellsignal U1, U2 vorgesehen, und es sind die sechs beispielhaften Zeitpunkte S1 bis S6 eingezeichnet, in denen eine Ablösung der bisheri­ gen Regelgröße durch die andere Regelgröße eintritt. Im Ge­ gensatz zu Fig. 2 weist allerdings die bei Fig. 3 einge­ setzte Regeleinrichtung einen erfindungsgemäßen Korrektur­ wertgenerator der oben beschriebenen Art auf. Es ist deutlich zu erkennen, daß der Simulationsverlauf Uss des Eingangs­ stellsignals Us der Spritzgießmaschine in den Zeitpunkten S1 bis S6 nun sprungslos entlang der Verläufe der sinusförmig simulierten Teilstellsignale U1s, U2s geführt wird, und deren absolute Werte nicht mehr direkt annimmt.
Eine besonders vorteilhafte Ausführung eines rekursiven Fil­ ters 23 zur Bildung des Filterausgangssignals Yf und damit des Hilfsstellsignals Du wird nachfolgend am Beispiel des in der Fig. 4 dargestellten Logikdiagramms näher erläutert. Dieses zeigt die Rechenschritte, welche für eine Aktualisie­ rung des Filterausgangssignals Yf durchlaufen werden. Dabei bedeutet Yf- den Wert des Filterausgangssignals, der bei ei­ ner vorangegangenen Aktualisierung für eine in der Vergangen­ heit liegende Ablösung ermittelt wurde. Ferner bedeutet Yf+ den Wert des Filterausgangssignals, der für eine aktuell an­ stehende Ablösung unter Zuhilfenahme des jeweiligen sogenann­ ten Altwertes Yf- des Filterausgangssignals und der von der Art der Ablösung abhängigen Differenz D der aktuellen Teil­ stellsignale U1, U2 gebildet wird.
Eine Aktualisierung des Filterausgangssignals ist davon ab­ hängig, ob von der Ansteuerung 7 eine Umschaltung des Schalt­ elements 9, d. h. eine Ablösung zwischen den Regelgrößen vor­ genommen wird. Der jeweilige Zustand des Umschaltsignals S wird in einem Bearbeitungsschritt 27 erfaßt. Falls keine Um­ schaltung erfolgt, wird über den Schritt 29 auf den Bearbei­ tungsschritt 31 verzweigt, welcher eine unveränderte Ausgabe des ursprünglichen Filterausgangssignals Yf- in Form von Yf+ bewirkt. Im Falle einer Umschaltung wird über den Schritt 28 auf den Bearbeitungsschritt 30 verzweigt, in dem die jeweils vorliegende der Art der Ablösung ausgewertet wird. Wird dabei vom Teilstellsignal U1 auf U2 bzw. vom Teilstellsignal U2 auf U1 umgeschaltet, so hat dies eine Verzweigung auf die Bear­ beitungsschritte 32, 34 bzw. 33, 35 zur Folge. In diesen Schritten 34 bzw. 35 wird dann die von der Art der Ablösung abhängige Differenz D bestimmt und im letzten Schritt 36 zur Bestimmung des aktuellen Filterausgangssignals Yf+ auf den Altwert des Filterausgangssignals Yf- aufgeschaltet, d. h. Yf+ = Yf- + D. Vorteilhaft wird als Startwert für eine rekursive Bestimmung des Filterausgangssignals Yf+ in der oben be­ schriebenen Weise dem das rekursiven Filter 23 der Wert Null für Yf- vorgegeben.

Claims (7)

1. Regeleinrichtung einer Spritzgießmaschine (1) für Kunst­ stoff, mit
  • a) einer Ablöseregelung (50), welche
    • 1. Teilstellsignale (U1, 15; U2, 17) für eine Regelung von Vorschubgeschwindigkeit (Y1i, 2) und Druck (Y2i, 6) des Kunststoffes bildet, und hieraus
    • 2. ein Stellsignal (U) zur Regelung von Vorschubge­ schwindigkeit (Y1i) oder Druck (Y2i) abhängig von Be­ triebszuständen der Spritzgießmaschine (1) ableitet,
  • b) einem Korrekturwertgenerator (22), welcher
    • 1. ein Hilfsstellsignal (Ud) zur sprunglosen Ablösung zwischen einer Regelung von Vorschubgeschwindigkeit (Y1i) und Druck (Y2i) zumindest unter Auswertung der Teilstellsignale (U1, 15; U2, 17) bildet und
    • 2. dem Stellsignal (U) aufschaltet (Us).
2. Regeleinrichtung nach Anspruch 1, wobei der Korrekturwert­ generator (22) das Hilfsstellsignal (Ud) zumindest mittels einer, von der Art der Ablösung (30, 32, 33) abhängigen Diffe­ renz (D) der Teilstellsignale (U1, 15; U2, 17) bildet.
3. Regeleinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Korrek­ turwertgenerator (22) ein rekursives Filter (23) mit einem Filterausgangssignal (Yf) enthält, welches zur Bildung des Hilfsstellsignals (Ud) dient und vor jeder Ablösung zwischen einer Regelung von Vorschubgeschwindigkeit (Y1i) und Druck (Y2i) aktualisiert wird.
4. Regeleinrichtung nach Anspruch 3, wobei das rekursive Fil­ ter (23) zur Bildung des Filterausgangssignals (Yf+) für eine anstehende Ablösung (27, 28) auf ein Filterausgangssignal (Yf-), welches zu einer vorangegangenen Ablösung gehört, eine von der Art der Ablösung (30, 32, 33) abhängige Differenz (D) der aktuellen Teilstellsignale (U1, U2) aufschaltet (36).
5. Regeleinrichtung nach Anspruch 3 oder 4, wobei das rekur­ sive Filter (23) den Wert Null als Startwert für eine rekur­ sive Bestimmung des Filterausgangssignals (Yf+) aufweist.
6. Regeleinrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der Korrekturwertgenerator (22) einen Signalumformer (25) aufweist, welcher das Hilfsstellsignal (Ud) dem Stell­ signal (U) zeitverzögert aufschaltet (Us).
7. Regeleinrichtung nach Anspruch 6, wobei der Signalumformer (25) ein differenzierendes und zeitverzögerndes Übertragungs­ verhalten (DT1) aufweist.
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