DE19847563A1 - Kapazitiver Sensor - Google Patents
Kapazitiver SensorInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen kapazitiven Sensor mit einer ersten und einer zweiten Elektrode 3, 4, welche einander beabstandet gegenüberliegen und eine Meßkapazität bilden, wobei die erste Elektrode 3 auf einem ersten Substratkörper 1 und die zweite Elektrode 4 auf einem zweiten Substratkörper 2 angeordnet sind, die Substratkörper 1, 2 seitlich der Elektroden 3, 4 miteinander verbunden sind und der zweite Substratkörper 2 im Bereich der zweiten Elektrode 4 als durch Druck verformbare Membran 5 ausgebildet ist. In einem der Substratkörper 1, 2 ist unterhalb der darauf angeordneten Elektrode 3, 4 eine elektronische Signalverarbeitungseinrichtung 6 zur Verarbeitung der Meßsignale integriert.
Description
Die Erfindung betrifft einen kapazitiven Sensor mit einer ersten und einer zweiten
Elektrode, welche zueinander beabstandet gegenüber liegen und eine Meßkapazität
bilden, wobei die erste Elektrode auf einem ersten Substratkörper und die zweite
Elektrode auf einem zweiten Substratkörper angeordnet sind, die Substratkörper
seitlich der Elektroden miteinander verbunden sind und der zweite Substratkörper im
Bereich der zweiten Elektrode als durch Druck verformbare Membran ausgebildet ist.
Ein solcher Sensor ist aus der DE 33 10 643 bekannt und kann sowohl zur absoluten als
auch zur relativen Druckmessung verwendet werden. Die Ausgangssignale des
Sensors können über Elektrodenanschlüsse einer elektronischen
Signalverarbeitungseinrichtung zugeführt werden. Dabei ist die
Signalverarbeitungseinrichtung ein von dem Sensor getrenntes System.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde einen kapazitiven Sensor zu schaffen, der
eine bessere Verbindung mit der elektronischen Signalverarbeitungseinrichtung
aufweist.
Diese Aufgabe wird durch einen gattungsgemäßen Sensor gelöst, bei dem in
wenigstens einem der Substratkörper unterhalb der darauf angeordneten Elektrode
eine elektronische Signalverarbeitungseinrichtung zur Verarbeitung der Meßsignale
integriert ist. Durch diese vertikale Integration des kapazitiven Sensors und der
Signalverarbeitungseinrichtung wird die räumliche Ausnutzung des kapazitiven
Sensors verbessert. Da die Packungsdichte des Gesamtsystems des kapazitiven Sensors
mit der Signalverarbeitungseinrichtung erhöht wird, wird die Größe des
Gesamtssystems verringert. Zudem werden die Signalwege für die Meßsignale des
kapazitiven Sensors verkürzt. Hierdurch wird ein störungsfreieres und genaueres
Messen bzw. Auswerten der Meßgröße des kapazitiven Sensors ermöglicht. Übliche
Meßgrößen des kapazitiven Sensors sind Druck, Kraft und Beschleunigung.
Gemäß einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die
Signalverarbeitungseinrichtung in dem ersten Substratkörper angeordnet. Dadurch
wird vermieden, daß die Signalverarbeitungseinrichtung durch das Verformen der
Membran während der Messung beeinflußt werden kann.
In dem zweiten Substratkörper kann wenigstens eine Meßeinrichtung zum Messen
einer physikalischen Größe vorgesehen sein. Dadurch wird eine zusätzliche
Auswertung von Meßwerten während der eigentlichen Messung des kapazitiven
Sensors über die Elektroden ermöglicht. Es kann dadurch mit dem Sensor eine
zusätzliche oder eine redundante Auswertung erfolgen. Die Meßeinrichtung kann eine
seitlich der verformbaren Membran angeordnete piezoresistive Struktur aufweisen. Es
können auch mehrere piezoresistive Strukturen vorgesehen sein.
Gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel ist ein erster Teil der
Signalverarbeitungseinrichtung im ersten Substratkörper und ein zweiter Teil der
Signalverarbeitungseinrichtung in dem zweiten Substratkörper angeordnet. Hierdurch
kann die Signalverarbeitungseinrichtung in den beiden Substratkörpern aufgeteilt
werden, so daß mehr Elemente in der Signalverarbeitungseinrichtung untergebracht
werden können oder eine symmetrische Anordnung erzielt werden kann.
Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung weist die
Signalverarbeitungseinrichtung signalverstärkende Elemente auf. Dann erfolgt die
Verstärkung der Meßsignale in unmittelbarer Nähe der jeweiligen Elektrode, so daß
das unverstärkte Meßsignal nur einen sehr geringen Signalweg zurücklegen muß.
Gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung ist wenigstens eine der
Elektroden aus einem Teil einer Leiterbahn der Signalverarbeitungseinrichtung
gebildet. Dies hat den Vorteil, daß keine zusätzliche Metallisierungsebene zum
Erzeugen der entsprechenden Elektrode verwendet werden muß. Der entsprechende
Teil der Leiterbahn wird dann unterschiedlich verwendet, nämlich in einem Zustand
während der Meßsignalaufnahme als Elektrode und in einem anderen Zustand in
einem Zeitabschnitt außerhalb der Meßsignalaufnahme als Leiterbahn zum
Weiterleiten des Meßsignals. Es muß dann ein entsprechendes Schaltelement oder eine
Schalteinrichtung zum Umschalten zwischen den beiden Zuständen ausgebildet sein.
Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung ist wenigstens eine
Elektrode zur ortsaufgelösten Messung strukturiert ausgebildet. Dadurch können
beispielsweise Verformungen der Membran des Sensors gemessen werden. Die
Elektrode kann aus zueinander parallel angeordneten, streifenförmigen Elementen
gebildet sein. Wenn die Signalverarbeitungseinrichtung Elemente zur ortsaufgelösten
Messung umfaßt, kann eine zusätzliche Auswertung erfolgen.
Es ist vorteilhaft, wenn der Sensor aus einem Halbleitermaterial, insbesondere aus
Silizium gebildet ist. Dann können der kapazitive Sensor und die integrierte
Signalverarbeitungseinrichtung besonders einfach hergestellt werden. Zudem weist
das Silizium zur Bildung der Membran günstige mechanische Eigenschaften auf.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 ein erstes erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel eines kapazitiven Sensors
und
Fig. 2 ein zweites erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel eines kapazitiven Sensors.
Fig. 1 zeigt einen kapazitiven Sensor, der aus einem ersten Substratkörper 1 und einem
zweiten Substratkörper 2 gebildet ist. Auf dem ersten Substratkörper 1 ist eine erste
Elektrode 3 und auf dem zweiten Substratkörper 2 eine zweite Elektrode 4 derart
angeordnet, daß sie zueinander beabstandet gegenüberliegen und eine Meßkapazität
bilden. Der zweite Substratkörper 2 ist derart geformt, daß er im Bereich der zweiten
Elektrode 4 eine Membran 5 aufweist, die durch Druck verformbar ist. Der Druck wird
üblicherweise in Richtung des Pfeiles A auf die Membran 5 ausgeübt, wodurch diese
entsprechend verformt wird. In dem ersten Substratkörper 1 ist unterhalb der darauf
angeordneten ersten Elektrode 3 eine elektronische Signalverarbeitungseinrichtung 6
integriert, die zur Verarbeitung der Meßsignale dient. Durch die Integration der
Signalverarbeitungseinrichtung in dem Substratkörper direkt bei der Elektrode wird
der vorhandene Raum für den kapazitiven Sensor sehr günstig ausgenutzt. Die Größe
des gesamten Systems wird reduziert, da die Signalverarbeitungseinrichtung weder
außerhalb des Sensors extern angeordnet werden muß, noch seitlich der Meßkapazität
integriert werden muß. Zudem werden die Signalwege von der Meßkapazität zu der
Signalverarbeitungseinrichtung erheblich verkürzt. Hierdurch kann eine besonders
zuverlässige Auswertung der Meßsignale erfolgen.
Ferner weist die Signalverarbeitungseinrichtung 6 signalverstärkende Elemente 7 auf.
Dadurch können die Meßsignale in unmittelbarer Nähe des Meßabgriffes verstärkt
werden. Es ist eine sehr genaue und zuverlässige Meßwerterfassung und Auswertung
möglich. Mit der Signalverarbeitungseinrichtung 6 können die Meßsignale verarbeitet
und verstärkt werden und gegebenenfalls auch zur Ansteuerung des Sensors
verwendet werden.
Der kapazitive Sensor kann als Druck-, Kraft- oder Beschleunigungssensor verwendet
werden. Die Verformung der Membran 5 erfolgt üblicherweise durch Ausüben eines
Druckes oder einer Kraft in Richtung des Pfeiles A. Aufgrund der Verformung der
Membran 5 ändert sich die durch die erste Elektrode und die zweite Elektrode 4
gebildete Meßkapazität. Die Auswertung der gewünschten Meßgröße erfolgt
entsprechend durch die Signalverarbeitungseinrichtung 6.
In dem gewählten Ausführungsbeispiel sind die Substratkörper 1, 2 aus Silizium
gebildet. Dadurch wird eine besonders einfache Integration der
Signalverarbeitungseinrichtung 6 ermöglicht. Zudem weist Silizium günstige
mechanische Eigenschaften für die verformbare Membran 5 auf.
Die erste Elektrode 3 kann aus mindestens einer Leiterbahn der
Signalverarbeitungseinrichtung 6 gebildet sein. Durch eine nichtgezeigte
Umschalteinrichtung wird diese so geschaltet, daß sie während des Meßvorgangs als
Elektrode und zwischen zwei aufeinanderfolgenden Meßvorgängen als Leiterbahnen
dient. In diesem Fall ist keine zusätzliche Metallisierungsebene notwendig, um die
erste Elektrode 3 zu erzeugen. Die Elektroden sind in diesem Fall aus Aluminium
gebildet. Es kann auch Polysilizium oder ein anderes elektrisch leitendes Material
verwendet werden.
Fig. 2 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel des kapazitiven Sensors. Da der
prinzipielle Aufbau des Sensors dem aus Fig. 1 entspricht, wird im folgenden nur auf
die Unterschiede eingegangen. Gleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen wie in
der Fig. 1 bezeichnet. Die erste Elektrode 3 ist zur ortsaufgelösten Messung strukturiert
ausgebildet. Sie besteht aus zueinander parallel angeordneten, streifenförmigen
Elementen 8. Hierdurch kann die Kapazität ortsaufgelöst detektiert werden, so daß
beispielsweise Verformungen der Membran 5 ortsabhängig nachgewiesen werden
können. Bei der Auswertung in der Signalverarbeitungseinrichtung können
zusätzliche Informationen geliefert werden.
Die Signalverarbeitungseinrichtung ist aus zwei Teilen gebildet, wobei der erste Teil
6a der Signalverarbeitungseinrichtung in dem ersten Substratkörper 1 und der zweite
Teil 6b der Signalverarbeitungseinrichtung in dem zweiten Substratkörper 2
angeordnet ist. Die Anordnung der Teile 6a, 6b der Signalverarbeitungseinrichtung
erfolgt jeweils unterhalb der auf dem jeweiligen Substratkörper angeordneten
Elektrode. Der Teil 6a der Signalverarbeitungseinrichtung umfaßt Elemente zur
Verarbeitung der ortsaufgelösten Messung. Somit kann die Auswertung der
ortsaufgelösten Messung gleich in der Nähe der ortsauflösenden Elektrode 3 erfolgen.
Die Teile 6a, 6b der Signalverarbeitungseinrichtung umfassen ebenfalls
signalverstärkende Einrichtungen, so daß die Signalverstärkung in der Nähe der
Elektrode erfolgen kann. Im zweiten Substratkörper 2 ist seitlich der verformbaren
Membran 5 eine piezorestriktive Struktur 9 ausgebildet, mit der zusätzliche Meßwerte
aufgenommen werden können, die weitere Informationen für die Messung des
Sensors liefern. Die Auswertung kann mittels einer Meßeinrichtung im Bereich der
piezoresistiven Struktur 9 oder in der Signalverarbeitungseinrichtung 6, 6a, 6b
erfolgen.
Im folgenden wird die Funktionsweise des kapazitiven Sensors anhand der Fig. 1
beschrieben. Auf die Membran 5 des Sensors wird in Richtung des Pfeiles A ein Druck
ausgeübt. Dadurch wird die Membran 5 verformt. Aufgrund der Verformung ändert
sich der Abstand zwischen der ersten Elektrode 3 und der zweiten Elektrode 4 und
somit die durch die Elektroden 3, 4 gebildete Meßkapazität. Mit der
Signalverarbeitungseinrichtung 6 werden während der Verformung der Membran 5
kontinuierlich Meßwerte aufgenommen und verarbeitet. Die Meßwerte werden
zunächst verstärkt und dann einem weiteren Auswertevorgang unterzogen. Es kann
mit der Signalverarbeitungseinrichtung 6 sowohl der Druck, die auf den Sensor
ausgeübte Kraft oder die durch die Beschleunigung verursachte Kraft. Da die erste
Elektrode 3 als Leiterbahn der Signalverarbeitungseinrichtung 6 benutzt wird, wird
die Elektrode 3 mit einem Schaltelement so umgeschaltet, daß sie abwechselnd als
Leiterbahn oder als erste Elektrode 3 der Meßkapazität verwendet werden kann.
Claims (11)
1. Kapazitiver Sensor mit einer ersten und einer zweiten Elektrode (3, 4), welche
zueinander beabstandet gegenüberliegen und eine Meßkapazität bilden, wobei
die erste Elektrode (3) auf einem ersten Substratkörper (1) und die zweite
Elektrode (4) auf einem zweiten Substratkörper (2) angeordnet sind, die
Substratkörper (1, 2) seitlich der Elektroden (3, 4) miteinander verbunden sind
und der zweite Substratkörper (2) im Bereich der zweiten Elektrode (4) als
durch Druck verformbaren Membran ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß in wenigstens einem der Substratkörper (1, 2) unterhalb der darauf
angeordneten Elektrode (3, 4) eine elektronische
Signalverarbeitungseinrichtung (6) zur Bearbeitung der Meßsignale integriert
ist.
2. Sensor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Signalverarbeitungseinrichtung (6) in dem ersten Substratkörper (1)
angeordnet ist.
3. Sensor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein erster Teil (6a) der
Signalverarbeitungseinrichtung in dem ersten Substratkörper (1) und ein
zweiter Teil (6b) der Signalverarbeitungseinrichtung in dem zweiten
Substratkörper (2) angeordnet ist.
4. Sensor nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß in dem zweiten Substratkörper wenigstens eine Meßeinrichtung zum
Messen einer physikalischen Größe vorgesehen ist.
5. Sensor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßeinrichtung
eine seitlich der verformbaren Membran angeordnete, piezoresistive Struktur
aufweist.
6. Sensor nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Signalverarbeitungseinrichtung (6) eine signalverstärkende Einrichtung
aufweist.
7. Sensor nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens eine der Elektroden (3, 4) aus einem Teil einer Leiterbahn der
Signalverarbeitungseinrichtung (6, 6a, 6b) gebildet ist.
8. Sensor nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens eine Elektrode (3, 4) zur ortsauflösenden Messung strukturiert
ausgebildet ist.
9. Sensor nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrode (3, 4)
zueinander parallel angeordnete, streifenförmige Elemente (8) umfaßt.
10. Sensor nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Signalverarbeitungseinrichtung (6) Elemente zur Verarbeitung der
ortsauflösenden Messung umfaßt.
11. Sensor nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Sensor aus einem Halbleitermaterial, insbesondere aus Silizium,
gebildet ist.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: MICRONAS GMBH, 79108 FREIBURG, DE |
|
| 8131 | Rejection |