DE19846821A1 - Audiokommunikationssystem - Google Patents
AudiokommunikationssystemInfo
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- H04R—LOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; DEAF-AID SETS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Audiokommunikationssystem, insbesondere für ein Kraftfahrzeug, mit einem ersten Systemteil mit einer ersten Lautsprechereinheit, der ein erstes Schallinformationssignal einer ersten Schallsignalquelle zuführbar ist, und einem zweiten Systemteil mit einer zweiten Lautsprechereinheit, der ein zweites Schallinformationssignal einer zweiten Schallsignalquelle zuführbar ist. DOLLAR A Erfindungsgemäß ist eine Kompensationseinheit vorgesehen, welche wenigstens einen Bruchteil des Schallinformationssignals der ersten Schallsignalquelle als ein Kompensationssignal gegenphasig dem Schallinformationssignal der zweiten Schallsignalquelle beimischt. DOLLAR A Verwendung z. B. als Audiokommunikationssystem in Kraftfahrzeugen.
Description
Die Erfindung betrifft ein Audiokommunikationssystem, insbeson
dere für ein Kraftfahrzeug, mit einem ersten Systemteil mit ei
ner ersten Lautsprechereinheit, der ein erstes Schallinformati
onssignal einer ersten Schallsignalquelle zuführbar ist, und ei
nem zweiten Systemteil mit einer zweiten Lautsprechereinheit,
der ein zweites Schallinformationssignal einer zweiten Schallsig
nalquelle zuführbar ist.
Häufig ist es der Wunsch von Fahrzeuginsassen, insbesondere im
Fondbereich, Musik oder Sprache mit einem Kopfhörer zu hören.
Dies ist insbesondere dann von Interesse, wenn ein Teil der In
sassen, z. B. diejenigen im Fondbereich, etwas anderes hören wol
len als die übrigen Insassen, z. B. Fahrer und Beifahrer, über im
Fahrzeug eingebaute Lautsprecher. Dabei stellt sich das Problem,
daß die Schallinformationen, die aus den ihm Fahrzeug eingebauten
Lautsprechern kommen, die Insassen stören können, welche mittels
Kopfhörer andere Schallsignale hören wollen. Besonders stark
werden die Schallsignale aus den Kopfhörern durch Schallsignale
aus im Fahrzeug eingebauten Lautsprechern bei tiefen, energie
reichen Frequenzen gestört.
Aus der EP 0 468 610 B1 ist ein Kopfhörersystem bekannt, das zur
aktiven Unterdrückung von Außengeräuschen dient. Dieses Kopfhö
rersystem weist zwei Lautsprechereinheiten auf, die eng am rech
ten und linken Ohr anliegen. Jeder Lautsprechereinheit ist ein
Außenmikrofon zugeordnet, dessen Ausgangssignal in einer Steuer
einheit invertiert und über eine Mischeinheit den Lautsprecher
einheiten zugeführt wird. Weiter ist im rechten und linken Ohr
teil des Kopfhörersystems ein Restmikrofon vorgesehen, das dem
Schall aus den Lautsprechereinheiten ausgesetzt ist und dessen
Ausgangssignal ebenfalls der Mischeinheit zugeführt wird. Optio
nal ist für das Kopfhörersystem ein Eingang für ein Sprechmikro
fon oder für weitere Signale vorgesehen.
Der Erfindung liegt als technisches Problem die Bereitstellung
eines Audiokommunikationssystems der eingangs genannten Art zu
grunde, das Schallsignale einer ersten, z. B. im Fahrzeug einge
bauten Lautsprechereinheit für gewisse Hörer, die sich im Ein
flußbereich dieser ersten sowie einer zweiten Lautsprecherein
heit befinden, zu unterdrücken vermag, so daß diese Hörer die
Schallinformationen von der zweiten Lautsprechereinheit weitest
gehend ungestört hören können.
Dieses Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine
Kompensationseinheit vorgesehen ist, welche das Schallinformati
onssignal der ersten Schallsignalquelle gegenphasig dem Schall
informationssignal der zweiten Signalquelle beimischt. Auf diese
Weise ist es möglich, daß Benutzer, die sowohl einem Schallsig
nal aus der ersten als auch einem solchen aus der zweiten Laut
sprechereinheit ausgesetzt sind, den Eindruck haben, lediglich
ein Schallsignal aus der zweiten Lautsprechereinheit zu hören
und von einem Schallsignal aus der ersten Lautsprechereinheit
nicht gestört werden.
In einem nach dem Anspruch 2 weitergebildeten Audiokommunikati
onssystem ist wenigstens eine der beiden Lautsprechereinheiten
als Kopfhörereinheit ausgebildet. Auf diese Weise ist es in ei
nem Kraftfahrzeug möglich, unabhängig von der Position eines
Kraftfahrzeuginsassen im Fondbereich des Kraftfahrzeugs das
Schallsignal von der ersten Lautsprechereinheit weitestgehend zu
kompensieren, wobei als zweite Lautsprechereinheit z. B. der Ein
satz eines beliebigen Kopfhörers möglich ist.
In einem nach Anspruch 3 weitergebildeten Audiokommunikationssy
stem weist die Kompensationseinheit eine Phasen- und Frequenz
korrekturstufe und einen invertierenden Anpassungsverstärker auf
und mischt dem Schallinformationssignal der zweiten Schallsig
nalquelle ein vom Schallinformationssignal der ersten Schallsig
nalquelle abgeleitetes Kompensationssignal so bei, daß am Ohr
eines betreffenden Hörers das von der ersten Lautsprechereinheit
herrührende Schallsignal von dem vom Kompensationssignal herrüh
renden Anteil des von der zweiten Lautsprechereinheit abge
strahlten Schallsignals ausgelöscht wird. Auf diese Weise ge
währleistet eine einfache Signalverarbeitung in der Kompensati
onseinheit, daß z. B. Personen, die Signale über Kopfhörer hören
wollen, nicht durch Signale aus einer anderen Lautsprecherein
heit gestört werden.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der
zugehörigen Zeichnungen nachfolgend beschrieben. Hierbei zeigen:
Fig. 1a und 1b in Blockschaltbilddarstellung jeweils ein Audio
kommunikationssystem für den Innenraum eines Kraftfahr
zeuges und
Fig. 2 eine illustrative Darstellung des Funktionsprinzips der
in Fig. 1a und 1b dargestellten Audiokommunikationssyste
me.
Das in der Fig. 1a dargestellte Audiokommunikationssystem weist
einen ersten Systemteil 1 herkömmlichen Aufbaus auf, der eine
übliche Fahrzeug-Lautsprechereinheit 9 umfaßt, die mit einem
Schallinformationssignal 22 gespeist wird. Dieses Schallinforma
tionssignal 22 stellt das Ausgangssignal eines Leistungsverstär
kers 8 dar, dem ein Vorverstärker 7 mit Klangregelnetzwerk vor
geschaltet ist. Vorverstärker 7 und Leistungsverstärker 8 dienen
zur Verstärkung eines Schallsignals 20, das wählbar aus einer
von mehreren Schallsignalquellen 4, 5 stammt, die beispielsweise
aus einem AM/FM-Tuner, einem CD-Laufwerk, einem Kassettenspieler
oder einem Telefon gebildet sein oder einen Fernsehton darstel
len können. Zur Bereitstellung des unverstärkten Schallsignals
20 sind die Schallsignalquellen 4, 5 über einen Umschalter 6 an
wählbar.
Ein zweiter Systemteil 2 bildet ein Fondraumkommunikationssystem
und umfaßt eine Kopfhörereinheit 17, einen Leistungsverstärker
16 und einen Vorverstärker 14 mit Klangregelnetzwerk, die aus
Schallsignalquellen 10, 11 gespeist werden, die den Schallsig
nalquellen 4, 5 des ersten Systemteils 1 entsprechen, also einen
AF/FM-Tuner, ein CD-Laufwerk etc. umfassen können.
Der erste und der zweite Systemteil 1, 2 sind durch eine Kompen
sationseinheit 3 verbunden, die einen invertierenden Anpassungs
verstärker 19 mit einer vorgeschalteten Phasen- und Frequenzkor
rekturstufe 18 aufweist. Der Kompensationseinheit 3 wird das
Schallsignal 22 aus dem ersten Systemteil 1 zugeführt, vorzugs
weise in seiner verstärkten Form, in der es der Lautsprecherein
heit 9 zugeführt wird, wozu es dann zwischen dem zugehörigen
Leistungsverstärker 8 und der Lautsprechereinheit 9 abgegriffen
wird. Das der Kompensationseinheit 3 zugeführte Schallsignal 22
wird frequenzselektiv einer Phasenverschiebung unterzogen und
mit einem Verstärkungsfaktor multipliziert. Alternativ ist es
möglich, der Kompensationseinheit 3 das unverstärkte Signal 20
oder das nur vorverstärkte Signal 21 zuzuführen, wie in Fig. 1a
gestrichelt angedeutet.
Im zweiten Systemteil 2 ist zwischen Vorverstärker 14 und Lei
stungsverstärker 16 eine Mischeinheit 15 geschaltet, die in Fig.
1a symbolisch als Zweiwiderstands-Netzwerk dargestellt ist. In
der Mischeinheit 15 wird dem Ausgangssignal 23 des Vorverstär
kers 14 das Ausgangssignal 25 der Kompensationseinheit 3 überla
gert. Dem nachgeschalteten Leistungsverstärker 16 und damit der
Kopfhörereinheit 17 wird somit ein Signal zugeführt, das dem aus
einer der Gruppe von Schallsignalquellen 10, 11 mittels eines
Umschalters 13 auswählbaren Signal entspricht, dem jedoch zu
sätzlich ein bezüglich des Schallsignals 22 für die Lautspre
chereinheit 9 des ersten Systemteils 1 gegenphasiges Signal
überlagert ist.
Bei dem in der Fig. 1b dargestellten, gegenüber demjenigen von
Fig. 1a etwas modifizierten Audiokommunikationssystem sind die
Komponenten, soweit ihre Funktion derjenigen aus dem Audiokommu
nikationssystem von Fig. 1a entspricht, mit denselben Bezugszei
chen wie in Fig. 1a versehen. Vom Audiokommunikationssystem aus
Fig. 1a unterscheidet sich das in Fig. 1b dargestellte Audiokom
munikationssystem lediglich darin, daß nunmehr die Kopfhörerein
heit 17 vom Systemteil 2 aus denselben Schallsignalquellen 4, 5,
die im ersten Systemteil 1 vorgesehen sind, gespeist wird. Dazu
sind die Ausgänge der Schallsignalquellen 4, 5 im Systemteil 1
über Verbindungsleitungen 12a, 12b zusätzlich parallel in den
Systemteil 2 gelegt. Mittels des Umschalters 13 im zweiten Sy
stemteil 2 kann somit für den Vorverstärker 14 im zweiten Sy
stemteil 2 aus derselben Gruppe von Schallsignalquellen ein Ein
gangssignal gewählt werden, aus der auch das Eingangssignal 20
für den Vorverstärker 7 aus dem ersten Systemteil 1 stammt.
In Fig. 2 sind für die Audiokommunikationssysteme aus Fig. 1a
und Fig. 1b schematisch die Lautsprechereinheit 9 des ersten Sy
stemteils 1, die Kopfhörereinheit 17 des zweiten Systemteiles 2
und das Ohr 26 eines Kraftfahrzeug-Insassen dargestellt, der die
Kopfhörereinheit 17 trägt. Im Kraftfahrzeug-Innenraum erzeugt
die Lautsprechereinheit 9 ein Schallsignal A, das an dem mit der
Kopfhörereinheit 17 bedeckten Ohr 26 des Insassen auf den Wert
xA, mit 0≦x≦1, abgedämpft wird. Das Schallsignal aus der Kopfhö
rereinheit 17 entspricht der Überlagerung einer Komponente B,
die auf die für den zweiten Systemteil ausgewählte Schallsig
nalquelle zurückgeht, mit einer bezüglich des Schallsignals A
gegenphasigen und mit einem Kompensationsfaktor y, mit 0≦y≦1,
versehenen Schallsignalkomponente -yA, die vom ersten Systemteil
1 herrührt, so daß die Kopfhörereinheit 17 das Ohr 26 des Insas
sen mit einem Schallsignal B-yA+xA beaufschlagt. In der Kompen
sationseinheit 3 werden die frequenzselektive Phasenverschiebung
und der Verstärkungsfaktor nun so eingestellt, daß über den ge
samten Frequenzbereich am Ohr 26 des Insassen wenigstens nähe
rungsweise x≈y gilt, so daß der Insasse im wesentlichen nur das
gewünschte Schallinformationssignal B hört.
Statt die Kompensationseinheit 3 wie gezeigt mit einem invertie
renden Anpassungsverstärker 19 und Phasen- und Frequenzkorrek
turstufe 18 auszuführen, ist es möglich, die Kompensationsein
heit auch durch einen Signalprozessor zu bilden, dem entweder
das Eingangssignal 20 des Vorverstärkers 7, das Signal 21 zwi
schen Vorverstärker 7 und Leistungsverstärker 8 oder das Aus
gangssignal 22 des Leistungsverstärkers 8 zugeführt wird.
Mit dem vorstehend anhand der beiden Ausführungsbeispiele erläu
terten erfindungsgemäßen System ist es somit möglich, Schallsig
nale eines ersten Lautsprechers, die für eine erste Gruppe von
Hörern gedacht sind, für den ungestörten Empfang von Schallin
formationen einer anderen Schallquelle durch eine zweite Gruppe
von Hörern zu unterdrücken. Beim Anwendungsfall in einem Kraft
fahrzeug können damit von Fondinsassen, die einen Kopfhörer tra
gen, externe Gefahreninformationen, Sprachinformationen anderer
Insassen und weitere Nutzgeräusche, welche nicht aus dem Schall
signal der Lautsprecher ableitbar sind, bei Auswahl eines geeig
neten Kopfhörers vom sogenannten offenen Typ weiterhin mitgehört
werden, lediglich gedämpft von der Kopfhörermuschel.
Claims (3)
1. Audiokommunikationssystem, insbesondere für ein Kraftfahr
zeug, mit
- - einem ersten Systemteil (1) mit einer ersten Lautspre chereinheit (9), der ein erstes Schallinformationssignal (22) einer ersten Schallsignalquelle (4, 5) zuführbar ist, und
- - einem zweiten Systemteil (2) mit einer zweiten Lautspre chereinheit (17), der ein zweites Schallinformationssignal (24) einer zweiten Schallsignalquelle (10, 11) zuführbar ist,
- - eine Kompensationseinheit (3), welche wenigstens einen Bruchteil des Schallinformationssignals (22) der ersten Schall signalquelle (4, 5) als Kompensationssignal gegenphasig dem Schallinformationssignal (24) der zweiten Schallsignalquelle (10, 11) beimischt.
2. Audiokommunikationssystem gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens eine der beiden Lautsprechereinheiten als Kopfhö
rereinheit (17) ausgebildet ist.
3. Audiokommunikationssystem gemäß Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Kompensationseinheit (3) eine Phasen- und Frequenzkorrektur
stufe (18) und einen invertierenden Anpassungsverstärker (19)
aufweist und dem Schallinformationssignal (24) der zweiten
Schallsignalquelle (10, 11) ein Kompensationssignal (22) derart
beimischt, daß sich an einem vorgegebenen Empfangsort das von
der ersten Lautsprechereinheit (9) herrührende Schallsignal (x.A)
mit dem Kompensationssignalanteil (-y.A) des von der zweiten
Lautsprechereinheit (17) herrührenden Schallsignals (B-yA) im we
sentlichen auslöscht.
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