DE19845228A1 - Dimmbare Entladungslampe für dielektrisch behinderte Entladungen - Google Patents
Dimmbare Entladungslampe für dielektrisch behinderte EntladungenInfo
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Abstract
Erfindungsgemäß werden die Entladungsabstände in Entladungslampen für dielektrisch behinderte Entladungen unter 2 mm verkürzt, wodurch Totzeiten einer gepulsten Wirkleistungseinkopplung so stark vergrößert werden können, etwa über 50 ms hinaus, daß die Dimmeigenschaften der Entladungslampe drastisch verbessert werden.
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Entladungslampe, die für
dielektrisch behinderte Entladungen ausgelegt ist. Dazu weist die Entla
dungslampe ein mit einem Entladungsmedium gefülltes Entladungsgefäß
und eine Elektrodenanordnung mit zumindest einer Anode und zumindest
einer Kathode auf. Da die Entladungslampe für dielektrisch behinderte Ent
ladungen ausgelegt ist, befindet sich zumindest zwischen der Anode und
dem Entladungsmedium eine dielektrische Schicht. Somit definieren die An
ode und die Kathode zwischen sich einen Entladungsabstand, in dem dielek
trisch behinderte Entladungen erzeugt werden können.
Die Begriffe Anode und Kathode sind dabei nicht so zu verstehen, daß die
Entladungslampe nur für einen unipolaren Betrieb geeignet wäre. Sie kann
auch für eine bipolare Leistungsversorgung ausgelegt sein, wobei dann zwi
schen der oder den Anoden und Kathoden zumindest elektrisch kein Unter
schied besteht. Damit gelten in dieser Anmeldung die Aussagen für eine der
beiden Elektrodengruppen im Fall einer bipolaren Leistungsversorgung für
beide Elektrodengruppen.
Die hier betrachteten Entladungslampen haben eine große Zahl von vielver
sprechenden Anwendungsbereichen. Ein wichtiges Beispiel sind die Hinter
leuchtung von Flachbildsystemen. Ein weiterer Punkt sind die Hinterleuch
tung oder Beleuchtung von Signaleinrichtungen und Signallampen selbst. Zu
diesen beiden letzteren Punkten wird verwiesen auf den hiermit in Bezug
genommenen Offenbarungsgehalt der europäischen Patentanmeldung
"Flachstrahler mit örtlich modulierter Flächenleuchtdichte" (97 122 799, Ko
pie anbei). Weiterhin wird verwiesen, auch im Hinblick auf die Hinterleuch
tung von Flachbildschirmen, auf die deutsche Patentanmeldung
197 11 890.9 "Flachleuchtstofflampe für die Hintergrundbeleuchtung und
Flüssigkristallanzeige-Vorrichtung mit dieser Flachleuchtstofflampe", wobei
auch deren Offenbarungsgehalt in Bezug genommen ist.
Da Entladungslampen für dielektrisch behinderte Entladungen in verschie
densten Größen und Geometrien ausgeführt werden können und dabei eine
relativ hohe Effizienz bei Vermeidung der typischen Nachteile klassischer
Entladungslampen mit quecksilberhaltiger Füllung erzielen, sind sie vielver
sprechende Kandidaten für eine große Zahl von unterschiedlichen techni
schen Einsatzgebieten.
Viele technische Anstrengungen sind unternommen worden, um dabei Pa
rameter wie die Lichtausbeute, den Lichtstrom, die Leuchtdichte, die Homo
genität der Leuchtdichte usw. zu maximieren.
Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, eine Entladungslampe
für dielektrisch behinderte Entladungen so zu verbessern, daß ihre Einsatz
möglichkeiten weiter vergrößert werden und ein dementsprechendes Be
triebsverfahren für die Entladungslampe anzugeben.
Erfindungsgemäß wird dieses Problem gelöst durch eine Entladungslampe
mit einem ein Entladungsmedium enthaltenden Entladungsgefäß, einer
Elektrodenanordnung mit zumindest einer Anode und zumindest einer Ka
thode, die einen Entladungsabstand definieren, und mit einer dielektrischen
Schicht zwischen zumindest der Anode und dem Entladungsmedium, da
durch gekennzeichnet, daß der Entladungsabstand 3 mm oder weniger be
trägt,
sowie durch ein Verfahren zum Betreiben einer solchen Entladungslampe, bei dem eine Totzeit zwischen Wirkleistungspulsen einer gepulst betriebe nen Leistungsversorgung mehr als 50 µs, vorzugsweise mehr als 100 µs, 500 µs, 1 ms beträgt,
und schließlich durch ein Verfahren zum Betreiben einer solchen Entla dungslampe, bei dem die in die Entladungslampe eingekoppelte Leistung verändert wird, indem eine Totzeit zwischen Wirkleistungspulsen einer ge pulst betriebenen Leistungsversorgung verändert wird.
sowie durch ein Verfahren zum Betreiben einer solchen Entladungslampe, bei dem eine Totzeit zwischen Wirkleistungspulsen einer gepulst betriebe nen Leistungsversorgung mehr als 50 µs, vorzugsweise mehr als 100 µs, 500 µs, 1 ms beträgt,
und schließlich durch ein Verfahren zum Betreiben einer solchen Entla dungslampe, bei dem die in die Entladungslampe eingekoppelte Leistung verändert wird, indem eine Totzeit zwischen Wirkleistungspulsen einer ge pulst betriebenen Leistungsversorgung verändert wird.
Zunächst geht die Erfindung von der Erkenntnis aus, daß es eine Reihe von
Anwendungen gibt, bei denen neben den oder statt der eingangs geforder
ten Qualitäten wesentlich ist, daß die Entladungslampe mit einem sehr nied
rigen Lichtstrom betrieben werden kann. Dazu war es bei der Erfindung not
wendig, die Eigenschaften der Lampe so zu verbessern, daß sie die Ein
kopplung sehr niedriger Versorgungsleistungen erlaubt. Dies ist erfindungs
gemäß dadurch möglich, daß der Entladungsabstand zwischen den Elektro
den besonders klein gewählt wird. Erfindungsgemäß liegt dieser Entla
dungsabstand zwischen Kathoden und Anoden bei 3 mm oder darunter, vor
zugsweise bei 2 mm, 1,5 mm, 1 mm, 0,8 mm oder darunter und besonders
bevorzugterweise bei 0,6 mm und darunter.
Wichtig ist dabei, daß in der Entladungslampe nicht ausschließlich Elektro
denpaare mit einem derart kleinen Entladungsabstand auftreten müssen. Es
können auch durchaus größere Entladungsabstände in derselben Entla
dungslampe verwendet werden, weil dann gegebenenfalls die Möglichkeit
besteht, die Lampe bei Bedarf nur mit dem erfindungsgemäß kleinen Entla
dungsabstand zu betreiben.
Der wesentliche Vorteil der kurzen Entladungsabstände liegt darin, daß sie
bei einer gepulst betriebenen Leistungsversorgung besonders lange Totzei
ten zwischen den einzelnen Wirkleistungspulsen erlauben, ohne daß dabei
lokal unerwünscht hohe Stromdichten entstehen.
Zunächst wird hinsichtlich des Betriebsverfahrens mit der gepulsten Wirklei
stungseinkopplung verwiesen auf die
WO 94/23442 bzw. die DE-P 43 11 197.1,
deren Offenbarungsgehalt hiermit in Bezug genommen wird.
Bei diesem Betriebsverfahren treten zwischen einzelnen Pulsen, in denen
die Entladungslampe mit Wirkleistung versorgt wird, Totzeiten auf, während
denen in der Entladungslampe keine Entladung brennt. Während der
Wirkleistungseinkopplungspulse muß dabei die Entladung durchaus nicht
kontinuierlich brennen; genau so wenig ist es notwendig, daß die Entladung
unmittelbar nach dem Ende der Wirkleistungseinkopplung beendet ist. Je
denfalls treten im Betrieb der Lampe zwischen den Entladungszündungen
bestimmte Totzeiten ohne Entladungen auf.
Wenn nun die Totzeiten zwischen den Entladungen stark verlängert werden,
reduziert sich dadurch die in die Lampe eingekoppelte mittlere Leistung und
damit auch die mittlere abgestrahlte Lichtleistung, jedenfalls solange der pro
Puls eingekoppelte Energiebetrag nicht kompensierend erhöht wird. Bevor
zugt ist es bei der Erfindung vielmehr, daß - auch bei einer im Folgenden
noch behandelten Leistungseinstellung - die pro Wirkleistungspuls einge
koppelte Energie im wesentlichen konstant bleibt, d. h. nicht bewußt verän
dert wird. Natürlich kann sie sich dabei durch die infolge der Totzeitverlänge
rung veränderten elektrischen Parameter und Entladungsparameter etwas
verändern, was der Erfindung jedoch keinen Abbruch tut.
Auf dem gegenwärtigen Kenntnisstand ist es als rein empirisches Resultat
zu werten, daß bei den erfindungsgemäß kleinen Entladungsabständen be
sonders lange Totzeiten möglich sind. Erwartet wurde eher, daß sich das
Dielektrikum zerstörende Lichtbögen bilden, weil durch die überlangen Tot
zeiten zwischen den einzelnen Wirkleistungspulsen praktisch keine physika
lische Kopplung mehr ergibt. Bei den "normal langen" Totzeiten bildet eine
einzelne Entladungsstruktur eine Ionisation des Entladungsmediums, die
nach dem Verlöschen des Entladungspulses abgebaut wird. Der nächste
Entladungspuls zündet dann in einem noch etwas vorionisierten Bereich des
Entladungsmediums, wodurch sich auch die mit der gepulsten Betriebsweise
angestrebte zeitliche und örtliche Homogenität des Gesamtentladungsbildes
ergibt.
Wenn nun die Totzeiten zu lang werden, findet bei üblichen Entladungsab
ständen diese Kopplung zwischen den einzelnen Entladungspulsen nicht
mehr statt, so daß jeder Entladungspuls gewissermaßen einer Neuzündung
vergleichbar ist, die zunächst eine bogenförmige Entladung zeigt. Durch die
mit jedem Puls wiederholten Lichtbögen wird ein dauerhafter Betrieb der
Lampe und eine effiziente homogene Lichterzeugung völlig unmöglich ge
macht, die Entladungslampe i. a. vielmehr geschädigt und dadurch früher
zerstört.
Überraschend war darüber hinaus, daß sich mit der Erfindung auch keine
wesentlichen akustischen Probleme ergeben. Bei "konventionellen" Entla
dungsabständen wurden bei zu niedrigen Frequenzen, also Frequenzen im
hörbaren Bereich, lästige Pfeifgeräusche festgestellt, die über Ankopplungen
der Pulsfrequenz der Entladungen über verschiedene, hier nicht interessie
rende Mechanismen an das Entladungsgefäß entstehen. Bei der Erfindung
zeigt sich jedoch, daß vermutlich durch die kleinen Entladungsabstände mit
dadurch verringerter Ankopplung einerseits und andererseits vermutlich auf
grund der ohnehin stark reduzierten Leistungen solche Probleme praktisch
nicht mehr auftreten.
Einerseits betrifft die Erfindung dabei ein Betriebsverfahren, bei dem, wie
oben ausgeführt, besonders lange Totzeiten verwendet werden, insbesonde
re länger als die bereits erwähnten Werte. Inbegriffen ist dabei auch ein Be
trieb der Entladungslampe bei nur dieser einen niedrigen Leistung bzw. der
einen langen Totzeit.
Vor allem richtet sich die Erfindung jedoch auf ein Betriebsverfahren, bei
dem die Totzeit zwischen den Wirkleistungspulsen eingestellt werden kann,
um die Lampenleistung einzustellen, was im Fall einer Einstellbarkeit wäh
rend des Lampenbetriebs einem Dimmverfahren entspricht.
Aus der vorstehenden Beschreibung ergibt sich, daß sich die Erfindung in
soweit einerseits auf die neue Ausgestaltung der Entladungslampe, anderer
seits jedoch auch auf neue Merkmale eines Betriebsverfahrens für diese
Entladungslampe bezieht.
Grundsätzlich ist es bei dieser Erfindung bevorzugt, in einer Entladungslam
pe zusätzlich zu dem erfindungsgemäß kleinen Entladungsabstand eine oder
mehrere weitere Entladungsabstände vorzusehen. Bevorzugt ist es dabei
insbesondere, und zwar in Kombination mit einer weiter unten beschriebe
nen Zündhilfsfunktion oder unabhängig davon, diese Elektrodengruppen mit
unterschiedlichen Entladungsabständen getrennt betreiben zu können. Dann
können im Betrieb verschiedene Leistungsstufen mit verschiedenen Elektro
dengruppen oder verschiedenen Kombinationen von Elektrodengruppen be
trieben werden, und so jeweils optimale Betriebsparameter ausgewählt wer
den.
Zu der Aufteilung der Elektrodenanordnung in getrennt betreibbare Gruppen
wird der Offenbarungsgehalt der Anmeldung 198 17 479.9 "Gasentladungs
lampe mit getrennt betreibbaren Elektrodengruppen" in Bezug genommen.
Insbesondere können Elektrodengruppen mit größerem Entladungsabstand
verwendet werden für höhere Leistungen der Entladungslampe, weil bei den
größeren Entladungsabständen im allgemeinen eine bessere Effizienz zu
erzielen ist. Jedenfalls sind die erfindungsgemäß kleinen Entladungsabstän
de hinsichtlich der Effizienz der Lichterzeugung nicht wirklich vorteilhaft. Dies
ist jedoch im allgemeinen von untergeordnetem Interesse, wenn besonders
kleine Leistungen angestrebt sind, bei denen die wegen verschlechterter Ef
fizienz auftretenden absoluten Verluste ohnehin gering sind.
Ein wesentliches Problem bei der Effizienz von Gasentladungslampen ist
insbesondere der Wärmehaushalt, der jedoch bei der hier erwähnten Ver
schlechterung der Effizienz bei kleinen Leistungen keine kritische Rolle
spielt, weil die Verluste, wie gesagt, absolut gesehen gering sind.
Wenn dann eine deutlich kleinere Leistung eingestellt werden soll - ob nach
einem Neueinschalten der Entladungslampe oder im Sinne einer Dimmfunk
tion während des Betriebs - wird dazu unterhalb einer bestimmten Leistung
eine Elektrodengruppe (oder mehrere Elektrodengruppen) mit dem erfin
dungsgemäß kleinen Entladungsabstand verwendet. Wenn nur Entladungen
über den kleinen Entladungsabstand betrieben werden, sind dabei erhebli
che Verringerungen der Lampenleistung möglich.
Um einen möglichst kontinuierlichen Übergang bzw. ein glattes Dimmverhal
ten sicherzustellen, ist die Entladungslampe vorzugsweise so ausgelegt, daß
die mit den verschiedenen Entladungsabständen möglichen Leistungsberei
che einander überschneiden. Dabei können beim "Umschalten" von dem
einen auf den anderen Entladungsabstand durchaus Effizienzsprünge und
somit bei einem stetigen Verlauf der Leistung unstetige Lichtstromsprünge
auftreten. Durch eine Anpassung des Dimmverhaltens eines Vorschaltgeräts
mit entsprechenden Leistungssprüngen zur Kompensation von Effizienz
sprüngen beim Umschalten zwischen Entladungsabständen können aber
auch diese kleinen Diskontinuitäten behoben werden, wenn sie störend sind.
Schließlich besteht auch die Möglichkeit, im Vollastbetrieb der Entladungs
lampe Entladungen über alle vorliegenden Entladungsabstände zu zünden
und somit durch die Entladungen über die kleinen Entladungsabstände einen
weiteren Leistungsgewinn zu erzielen. Dies muß nicht unbedingt mit einer
Effizienzeinbuße verknüpft sein, wenn gemäß der folgenden Erklärung eine
Anordnung gewählt wird, bei der zwischen verschiedenen Entladungsstrecken
eine gewisse Zündhilfsfunktion vorliegt. Dadurch können die sogenann
ten Fallverluste verringert werden.
Im Hinblick auf die Elektrodenanordnung der Entladungslampe besteht eine
besondere Ausgestaltung der Erfindung darin, daß zusätzlich zu einer Anode
und einer Kathode (wobei weitere Anoden und Kathoden vorhanden sein
können) eine weitere Elektrode vorgesehen ist, die der Anode und der Ka
thode zur dielektrisch behinderten Entladung zugeordnet ist, und zwar der
Kathode in dem erfindungsgemäß kleinen Entladungsabstand und der An
ode in einem größeren Entladungsabstand. Dadurch kann die zusätzliche
Elektrode im Hinblick auf den kleinen Entladungsabstand als Anode und im
Hinblick auf den größeren Entladungsabstand als Kathode wirken. Dies hat
den besonderen Vorteil, daß die durch die besondere Funktionsweise der
dielektrisch behinderten Entladung verursachte "Aufstauung" von Elektronen
vor der Anode aus der Entladung über den kurzen Entladungsabstand ge
wissermaßen die Entladung über den längeren Entladungsabstand vorberei
tet, indem die aufgestauten Elektronen von der dann als Kathode wirkenden
Elektrode aus die Zündung dieser weiteren Entladung erleichtern.
In diesem Zusammenhang ist es insbesondere bevorzugt, daß die Entladun
gen über den kleineren und den größeren Entladungsabstand nicht nur zu
sammen, d. h. im Sinne makroskopischer Zeiten gleichzeitig, betrieben wer
den, sondern daß zwischen den Wirkleistungspulsen für die beiden Entla
dungen darüber hinaus eine feste Phasenbeziehung besteht, die im Hinblick
auf die beschriebene Zündunterstützungsfunktion der Entladung über den
kleineren Abstand für die Entladung über den größeren Abstand geeignet
gewählt ist.
In diesem Zusammenhang ist es hilfreich, sich zu verdeutlichen, daß die
Entladung über den kleinen Entladungsabstand wegen dieser Kürze des
Entladungsabstandes sehr leicht zu zünden ist, und zwar auch bei kleinen
Leistungen. Insoweit macht es Sinn, die vergleichsweise schwer zu zünden
de Entladung über den größeren Entladungsabstand zu unterstützen, indem
im Bereich der Kathode, d. h. auf dem Dielektrikum und unmittelbar über
dem Dielektrikum; bereits eine Elektronenanhäufung vorliegt. (Bei dieser
Ausführungsform muß die hier betrachtete Elektrode mit einem Dielektrikum
bedeckt sein, weil sie unter anderem als Anode wirkt.)
Insbesondere ist festzustellen, daß durch die beschriebene Zündhilfsfunktion
auch die Entladungen über den größeren Entladungsabstand mit deutlich
verlängerten Totzeiten betrieben werden können. Vor allem in Zusammen
hang mit der oben beschriebenen festen Phasenbeziehung bedeutet dies
praktisch, daß der kleine Entladungsabstand noch im Bereich
"konventioneller" Leistungen zugeschaltet wird, wobei die Zündhilfsfunktion
ein Herunterdimmen auch der Entladungen über den größeren Abstand weit
unter den konventionell erreichbaren Leistungsbereich zuläßt. Bei sehr tiefen
Leistungen ist dann unter Umständen durch ausschließlichen Betrieb der
Entladungen mit dem kleinen Entladungsabstand eine noch tiefere Leistung
einstellbar.
Eine weitere Möglichkeit, die in die gleiche Richtung zielt, besteht darin, die
se "Doppelfunktionselektrode" durch zwei Elektroden zu ersetzen. Eine die
ser Elektroden ist insoweit als Anode zugeordnet zu der in dem kleinen Ent
ladungsabstand vorgesehenen Kathode, die andere dieser Elektroden ist als
Kathode zugeordnet zu der in dem größeren Entladungsabstand vorgesehe
nen Anode. Wenn diese beiden Elektroden hinreichend eng benachbart
sind, ist ebenfalls eine Zündhilfsfunktion in dem bereits beschriebenen Sinn
möglich.
Gemäß einem weiteren Aspekt werden die bereits beschriebenen erfin
dungsgemäßen Maßnahmen ergänzt durch eine Ausgestaltung der Elektro
denanordnung zugunsten einer Dimmbarkeit bereits bei konventionellen
Entladungsabständen. Dazu ist die Elektrodenanordnung entlang einer so
genannten Steuerlänge inhomogen gestaltet, so daß sich innerhalb der
Steuerlänge eine Brennspannung der Entladungen verändert. Der Kürze
halber kann hierzu verwiesen werden auf die vorangegangene deutsche
Patentanmeldung "Dimmbare Entladungslampe für dielektrisch behinderte
Entladungen" vom 29. 09. 98. Der Offenbarungsgehalt dieser Anmeldung ist
wiederum hiermit inbegriffen.
In diesem Zusammenhang ist insbesondere ein sinusförmiger Verlauf zu
mindest eines Teils der Elektroden bevorzugt, wobei sich die Inhomogenität
als Veränderung des Entladungsabstandes und damit der Brennspannung
darstellt.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Leistungseinstellung bzw. Dimmver
fahren verwendet, wie bereits erwähnt, die Totzeit zwischen einzelnen
Wirkleistungspulsen einer gepulsten Leistungsversorgung als Parameter zur
Leistungsbeeinflussung. Im Rahmen dieser Erfindung sind zwei konkrete
Varianten zur Ausgestaltung eines entsprechenden elektronischen Vor
schaltsgeräts bevorzugt. Diese beiden Varianten sind in den Ansprüchen 13
und 14 zusammengefaßt. Zu weiteren Einzelheiten wird wiederum auf Vor
anmeldungen verwiesen, und zwar auf die Anmeldungen "Elektronisches
Vorschaltgerät für Entladungslampe mit dielektrisch behinderten Entladun
gen" 198 39 329.6 und 198 39 336.9, die wie alle anderen zitierten Anmel
dungen von der gleichen Anmelderin stammen. Auch der Offenbarungsge
halt dieser Anmeldungen wird hiermit in Bezug genommen. Die dort be
schriebenen elektronischen Vorschaltgeräte nach dem Flußwandlerprinzip
bzw. nach dem Sperr-/Flußwandlerprinzip werden über einen Primärkreis
schalter getaktet - dort mit TQ bezeichnet - der von einer Steuereinrichtung -
dort SE - geschaltet wird. Insoweit kann die Totzeit bei geeigneter Auswahl
der elektrischen Parameter der Vorschaltgeräte und der Entladungslampe
durch entsprechenden Eingriff in die Steuerlogik dieser Steuereinrichtung
beeinflußt werden. So kann durch eine äußere Beeinflussung einer Bezugs
größe dieser Steuereinrichtung für die Zeitdefinition der Wert der Totzeit be
einflußt werden. Einzelheiten hierzu sind dem Fachmann klar.
In der Kombination aus dem beschriebenen erfindungsgemäßen Betriebs
verfahren und den beschriebenen erfindungsgemäßen Entladungslampen
betrifft die Erfindung ein Beleuchtungssystem mit einer solchen Entladungs
lampe und einem dementsprechend ausgelegten elektronischen Vorschalt
gerät, letzteres nicht notwendigerweise gemäß den Ansprüchen 13 und 14.
Als bevorzugter Anwendungsfall kommen - wie eingangs bereits erwähnt - z. B.
Bildschirme, Signallampen, Be- und Hinterleuchtungen von Signaleinrich
tungen usw. in Betracht. Verallgemeinernd läßt sich dieser Anwendungsbe
reich zusammenfassen mit Informationsanzeigen jedweder Art. Beim Anzei
gen von Informationen spielt nämlich die Ablesbarkeit der Informationen von
der Anzeigeeinrichtung unter verschiedenen Umgebungsbedingungen eine
ganz wesentliche Rolle. Dies betrifft vor allem die Blendfreiheit bei eher
dunklen Umgebungsbedingungen und die Ablesbarkeit bei helleren Umge
bungen oder Störlicht. Zur Anpassung ist ein möglichst weiter, einstellbarer
Leistungsbereich der Entladungslampen von großer Bedeutung.
Dies betrifft vor allem den Bereich der Verkehrstechnik, z. B. Lampen im In
nenbereich von Fahrzeugen. Ergänzend wird hierzu Bezug genommen auf
den Offenbarungsgehalt der Anmeldung "Flachstrahler mit örtlich modulierter
Flächenleuchtdichte" (bereits zitiert). Ferner kommen, wie bereits ausgeführt,
Monitore und Bildschirme in Betracht. Dort werden Einstellbereiche für den
Lichtstrom benötigt, die mit Entladungslampen ohne die Erfindung nicht ein
mal annähernd realisiert werden können. Auch der Bereich der Büroautoma
tisierung kommt in Betracht, beispielsweise Lampen in Scannern.
Im Folgenden werden konkrete Ausführungsbeispiele der Erfindung näher
beschrieben, die in den Figuren schematisch dargestellt sind. Dabei offen
barte Einzelmerkmale können jeweils für sich oder in anderen als den dar
gestellten Kombinationen erfindungswesentlich sein. Im einzelnen zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Elektro
denanordnung;
Fig. 2 eine schematische Darstellung einer weiteren erfindungsgemäßen
Elektrodenanordnung; und
Fig. 3 eine schematische Darstellung noch einer weiteren erfindungsgemä
ßen Elektrodenanordnung.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Elektrodenanordnung als erstes Ausfüh
rungsbeispiel der Erfindung sind zwölf durchnumerierte Elektrodenstreifen
dargestellt, die auf einer nicht dargestellten Wand eines Flachstrahler-
Entladungsgefäßes abgeschieden sind. Sie können natürlich auch in unter
schiedlicher Weise auf verschiedenen Wänden, z. B. den gegenüberliegen
den Platteninnenseiten eines Flachstrahler-Entladungsgefäßes abgeschie
den sein.
Dabei haben die Elektrodenstreifen 1 und 2, 5 und 6, 7 und 8 sowie 11 und
12 jeweils einen Abstand von 4 mm voneinander, der ein größerer Entla
dungsabstand im Sinne der Beschreibungseinleitung ist. In Gegensatz dazu
liegen die Elektrodenstreifen 2, 3, 4, 5 einerseits und 8, 9, 10, 11 anderer
seits untereinander in Abständen von 0,4 mm, also erfindungsgemäß kleinen
Abständen. Die Elektrodenstreifen 6 und 7 sind voneinander etwa um 2-3 mm
beabstandet.
Gemäß der in der rechten Seite der Fig. 1 dargestellten Polung der einzel
nen Elektrodenstreifen ist folgende Betriebsweise möglich: Die äußeren
Elektrodenstreifen 1 und 12 sowie die mittleren Elektrodenstreifen 6 und 7
liegen auf positivem Potential, sind also als Anoden verschaltet. Die inneren
Elektrodenstreifen 3, 4, 9, 10 in den jeweils eng beabstandeten Vierergrup
pen liegen auf negativem Potential, sind also Kathoden. Die übrigen Elektro
denstreifen 2, 5, 8, 11 liegen auf einem Potential zwischen den vorstehend
genannten Potentialen jedoch deutlich näher beim negativen Potential. Dies
ist in Fig. 1 der Einfachheit halber mit 0 angegeben. Dabei sind die jeweili
gen Potentiale wahlweise schaltbar, d. h. die Elektrodenstreifen 1-12 müs
sen nicht gleichzeitig elektrisch versorgt sein.
Erfindungsgemäß können nun in einem Dimmbereich des Flachstrahlers mit
sehr niedrigen Leistungen bzw. Lichtströmen Entladungen über die Entla
dungsabstände jeweils zwischen den Elektrodenpaaren 2 und 3, 4 und 5, 8
und 9 sowie 10 und 11 betrieben werden. Da diese Elektrodenabstände mit
0,4 mm außerordentlich kurz sind, sind diese Entladungen sehr leicht zu
zünden und können gemäß dieser Erfindung sogar mit Totzeiten im Bereich
von 1 ms und darüber angesteuert werden. Durch Verkürzung oder Verlän
gerung der Totzeiten läßt sich der Flachstrahler auch noch bei sehr niedrigen
Leistungen problemlos dimmen.
Hierzu ist noch zu ergänzen, daß durch die, wie bereits zuvor erwähnt, deut
lich verschlechterte Effizienz der Entladungen über die großen Entladungs
abstände über die (gegenüber der Vollast des Flachstrahlers) vorgenomme
ne relative Verringerung der Versorgungsleistung hinaus eine noch stärkere
Verringerung des abgestrahlten Lichtstroms auftritt. Um hier eine nicht ein
schränkend zu verstehende Größenordnung anzugeben, ist die Effizienz der
Entladungen über den kurzen Entladungsabstand von 0,4 mm bei diesem
Beispiel um etwa den Faktor 5 schlechter als bei den leistungsstärkeren
Entladungen über den größeren Entladungsabstand von 4 mm.
Über diesen größeren Entladungsabstand zwischen den Elektrodenstreifen 1
und 2, 5 und 6, 7 und 8 sowie 11 und 12 lassen sich wiederum Entladungen
zünden und betreiben, die für sich genommen dem Stand der Technik ent
sprechen, und den Flachstrahler bei guter Effizienz einen hohen Lichtstrom
ausstrahlen lassen.
Mit dieser Erfindung sind typischerweise relative Leistungsänderungen beim
Dimmen von mindestens 10 : 1 möglich. Bei entsprechender Auslegung der
Entladungsabstände und einstellbaren Totzeiten sind auch Werte von 20 : 1,
50 : 1 oder auch 100 : 1 und mehr erreichbar. Zu beachten ist, daß durch die
bereits genannte Verschlechterung der Effizienz in den Entladungen über die
kurzen Entladungsabstände durch die genannten relativen Leistungsände
rungen tatsächliche relative Lichtstromänderungen erzielt werden können,
die um den Faktor der Verschlechterung der Effizienz verstärkt sind. Ein ty
pischer Wert für diesen Faktor bei einem Entladungsabstand von 0,4 mm
beträgt 5. Damit wären mit der Erfindung relative Lichtstromänderungen von
50 : 1, bestenfalls auch von 500 : 1 erzielbar.
In einem Übergangsbereich zwischen dem Bereich hoher Leistungen und
dem Bereich sehr niedriger Leistungen kann die dargestellte Elektrodenan
ordnung gleichzeitig mit Entladungen über die genannten langen und die
genannten kurzen Entladungsabstände betrieben werden. Der Begriff gleich
zeitig bezieht sich dabei nicht auf die einzelnen Wirkleistungspulse, sondern
nur auf makroskopische Zeiten im Sinne des Ein- oder Ausschaltens der
Entladungslampe. Dadurch kommen die durch die Entladungen über die
kurzen Abstände auf den Zwischenpotential-Elektrodenstreifen 2, 5, 8, 11
aufgestauten Elektronen der Zündung der Entladungen über die langen
Entladungsabstände zu Hilfe. Durch diese erfindungsgemäße Wechselwir
kung zwischen den Entladungen läßt sich bereits die Dimmbarkeit der Entla
dungen über die langen Entladungsabstände wesentlich zu kleineren Lei
stungen hin erweitern.
Bei noch kleineren Leistungen kann dann der Flachstrahler nur noch mit den
Entladungen über die kurzen Entladungsabstände betrieben werden.
Bei diesem Ausführungsbeispiel sind die Elektrodenstreifen 3, 4, 9 und 10
jeweils als doppelt ausgeführte Kathode zu verstehen. Diese Kathodentren
nung kann auch weggelassen werden, wie das im Folgenden beschriebene
zweite Ausführungsbeispiel exemplarisch darstellt.
In Fig. 1 ist ferner zu erkennen, daß die Elektrodenstreifen 6 und 7 eben
falls als als Paar ausgebildete Anode aufzufassen sind. Zu dieser Zwillings
anodentechnik wird verwiesen auf die Anmeldung "Flachstrahler" 197 11 892
derselben Anmelderin.
Die in Fig. 1 dargestellte Elektrodenanordnung ist selbstverständlich nur als
Ausschnitt aus einer möglicherweise sehr viel größeren Elektrodenanord
nung aufzufassen.
Fig. 1 verdeutlicht, daß die Elektrodenstreifen 1-6 bzw. 7-12 jeweils eine
"Elementarzelle" in der vertikalen Richtung in Fig. 1 definieren, die beliebig
häufig wiederholt werden kann.
Eine Ausschnittsdarstellung zeigt auch Fig. 2, und zwar zu einem zweiten
erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel. Dabei sind die Zwillingsanoden 6
und 7 aus Fig. 1 ersetzt durch sinusförmig gewählte Anoden 13 und 17.
Hierzu wird verwiesen auf die Patentanmeldung "Entladungslampe für dielek
trisch behinderte Entladungen mit verbesserter Elektrodenkonfiguration" der
selben Anmelderin vom 29. 09. 98. Der Offenbarungsgehalt der zitierten An
meldungen ist jeweils in Bezug genommen.
Weiterhin sind die doppelt ausgeführten Kathoden 3, 4, 9 und 10 aus Fig. 1
nun jeweils einfach, nämlich als Elektrodenstreifen 15 und 19.
In Fig. 2 entspricht die Elementarzelle beispielsweise den Elektrodenstrei
fen 15-19, wobei beim Aneinandersetzen paarweise Kathoden entstehen
würden, die jedoch in Fig. 2 zu einzelnen Elektrodenstreifen 15 bzw. 19
zusammengefaßt sind.
Die Entladungsabstände entsprechen dem vorherigen Ausführungsbeispiel,
wobei der Entladungsabstand zwischen den Elektroden 13 und 14, 16 und
17 sowie 17 und 18 örtlich schwankt. Geht man davon aus, daß die in Fig. 2
dargestellte Struktur nach oben und unten fortgesetzt ist, eine sinusförmige
Elektrode also jeweils nach beiden Richtungen Nachbarelektroden hat, so
sind die obere und die untere Hälfte einer sinusförmigen Elektrode 13 und 17
jeweils anderen Nachbarn zuzuordnen. Das bedeutet beispielsweise für
Elektrode 17, daß die "Berge" (im Sinn der Fig. 2) einen Entladungsabstand
zum Elektrodenstreifen 16 definieren und die "Täler" zum Elektrodenstreifen
18. Diese Entladungsabstände schwanken jeweils zwischen 3 und 4 mm.
Die lokale Veränderung des Entladungsabstandes bietet nicht nur eine Al
ternative zu der in Fig. 1 dargestellten Zwillingsanodenkonfiguration, son
dern ist ferner geeignet für eine bereits in der Beschreibungseinleitung in
Bezug genommene konventionelle Dimmtechnik. Auf die dort genannte An
meldung wird verwiesen.
Natürlich können die hier dargestellten Alternativen auch anders kombiniert
werden, z. B. könnten in Fig. 2 paarweise Kathoden vorgesehen sein. Es ist
auch denkbar, die eng benachbarten Elektrodenstreifen in ihrem erfindungs
gemäß kleinen Entladungsabstand sinusförmig oder in anderer Weise mä
andrierend auszuführen.
Hinsichtlich der weiteren technologischen Einzelheiten der Gasentladungs
lampen wird auf die verschiedenen zitierten Anmeldungen verwiesen. Einige
Daten seien beispielhaft genannt: Die Elektrodenbahnen waren 0,6 mm
breit. Pro Puls wurden 80 µJ Energie eingekoppelt. Durch Variation der Tot
zeiten konnten zwischen Volleistungen im Bereich von 8 W (ausschließlich
mit den großen Entladungsabständen) und 0,8 W (bei 10 kHz) bzw. 0,08 W
(bei 1 kHz) variiert werden. Dem entspricht ein Dimmbereich des Lichtstroms
von 1 : 500.
Fig. 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, wobei in einer schematisier
ten Querschnittsdarstellung eine Elektrodenanordnung in einer röhrenförmi
gen Entladungslampe dargestellt ist.
Darin beziehen sich die Ziffern 21-25 auf im Querschnitt erkennbare Elektro
denstreifen, die jeweils mit einer dielektrischen Schicht bedeckt sind. Diese
Elektrodenstreifen 21-25 sind abgeschieden auf der Innenseite eines Glas
zylinder-Entladungsgefäßes mit einem Innendurchmesser von 10,6 mm und
einem Außendurchmesser von 12 mm. Durch die dargestellte Anordnung
lassen sich verschiedene Entladungsabstände realisieren, je nachdem wel
che Elektrodenstreifen mit welcher Polarität betrieben werden. Folgende
Entladungsabstände stehen bei diesem Beispiel zur Auswahl:
23-24: 0,5 mm
21-22: 1,5 mm
23-25: 4 mm
21-25: 8,3 mm
22-23: 10,5 mm
23-24: 0,5 mm
21-22: 1,5 mm
23-25: 4 mm
21-25: 8,3 mm
22-23: 10,5 mm
Damit können mit den Entladungsabständen zwischen den Elektrodenstrei
fen 23 und 24 einerseits und 21 und 22 andererseits erfindungsgemäß kleine
Entladungsabstände realisiert werden. Zusätzlich sind auch drei verschiede
ne größere Entladungsabstände zwischen 4 und 10,5 mm möglich. Auch im
Bereich größerer Entladungsabstände verbessert sich die Effizienz der Ent
ladungen noch weiter, so daß größte Entladungsabstand zwischen den
Elektrodenstreifen 22 und 23 in dieser Hinsicht optimal ist. Andererseits sind
zum Zünden von Entladungen über solche Entladungsabstände relativ hohe
Spannungen notwendig, und es müssen vergleichsweise hohe Leistungen
eingekoppelt werden.
Man erkennt, daß sich insbesondere bei räumlichen Elektrodengeometrien
Anordnungen mit mehrfachen Auswahlmöglichkeiten realisieren lassen.
Die eingangs erwähnte Zündhilfsfunktion läßt sich hier in zweierlei Weise
darstellen: einerseits mit dem Elektrodenstreifen 24 als Kathode, dem Elek
trodenstreifen 23 als Zwischenelektrode und dem Elektrodenstreifen 25 als
Anode (im Sinne der Symbole +, 0 und - aus den Fig. 1 und 2). Ferner
mit dem Elektrodenstreifen 22 als Kathode, dem Elektrodenstreifen 21 als
Zwischenelektrode und dem Elektrodenstreifen 25 als Anode.
Eine solche dimmbare Röhrenlampe ist z. B. interessant als Kantenlampe
bei der Flachbildschirmhinterleuchtung.
Claims (17)
1. Entladungslampe mit einem ein Entladungsmedium enthaltenden Ent
ladungsgefäß, einer Elektrodenanordnung mit zumindest einer Anode
und zumindest einer Kathode, die einen Entladungsabstand definieren,
und mit einer dielektrischen Schicht zwischen zumindest der Anode
und dem Entladungsmedium,
dadurch gekennzeichnet, daß der Entladungsabstand 3 mm oder weni
ger beträgt.
2. Entladungslampe nach Anspruch 1 mit zumindest zwei getrennt be
treibbaren Elektrodengruppen, von denen zumindest bei einer der klei
ne Entladungsabstand vorliegt und die sich bezüglich des Entladungs
abstandes voneinander unterscheiden.
3. Entladungslampe nach Anspruch 2, bei der die Elektrodenanordnung
zumindest eine Elektrode enthält, der zur einen Seite eine Kathode in
dem kleinen Entladungsabstand zugeordnet ist und der zu einer ande
ren Seite eine Anode in einem größeren Entladungsabstand zugeord
net ist.
4. Entladungslampe nach Anspruch 2 oder 3, bei der die Elektrodenan
ordnung zumindest zwei eng benachbarte Elektroden enthält, von de
nen einer zu einer Seite eine Kathode in dem kleinen Entladungsab
stand zugeordnet ist und der anderen zu einer anderen Seite eine An
ode in einem größeren Entladungsabstand zugeordnet ist.
5. Entladungslampe nach Anspruch 2, 3 oder 4, bei der die Elektrodenan
ordnung entlang einer Steuerlänge in einer eine Brennspannung über
einen größeren Entladungsabstand verändernden Form inhomogen ist.
6. Entladungslampe nach Anspruch 5, bei der zumindest eine Elektrode
einen im wesentlichen sinusförmigen Verlauf aufweist.
7. Verfahren zum Betreiben einer Entladungslampe nach einem der vor
stehenden Ansprüche, bei dem eine Totzeit zwischen Wirkleistungspul
sen einer gepulst betriebenen Leistungsversorgung mehr als 50 µs be
trägt.
8. Verfahren, auch nach Anspruch 7, zum Betreiben einer Entladungs
lampe nach einem der Ansprüche 1-6, bei dem die in die Entladungs
lampe eingekoppelte Leistung verändert wird, indem eine Totzeit zwi
schen Wirkleistungspulsen einer gepulst betriebenen Leistungsversor
gung verändert wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, bei dem die pro Wirkleistungspuls in die
Entladungslampe eingekoppelte Energie im wesentlichen konstant
bleibt.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, bei dem die Entladungslampe nach
Anspruch 2 ausgestaltet ist und die Leistung in einem Bereich kleinerer
Leistungen eingestellt wird, während nur Elektrodenpaare mit dem klei
neren Entladungsabstand betrieben werden, und die Leistung in einem
Bereich größerer Leistungen eingestellt wird, während auch oder nur
Elektrodenpaare mit dem größeren Entladungsabstand betrieben wer
den.
11. Verfahren nach Anspruch 8, 9 oder 10, bei dem die Entladungslampe
nach Anspruch 2 ausgestaltet ist und Elektrodenpaare mit dem kleine
ren Entladungsabstand zusammen mit Elektrodenpaaren mit einem
größeren Entladungsabstand betrieben werden.
12. Verfahren nach Anspruch 11, bei dem zwischen den Wirkleistungspul
sen für die Elektrodenpaare mit dem kleineren Entladungsabstand und
den Wirkleistungspulsen für die Elektrodenpaare mit dem größeren
Entladungsabstand eine feste Phasenbeziehung besteht.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 8-12, bei dem die Entladungs
lampe mit einem Vorschaltgerät betrieben wird, das aufgebaut ist als
Flußwandler zum Einprägen eines äußeren Spannungspulses aus ei
nem Primärkreis über einen Transformator in einen Sekundärkreis mit
der Entladungslampe, um in der Entladungslampe eine Zündung und
eine innere Gegenpolarisation zu bewirken, und eine Schalteinrichtung
aufweist, die ausgelegt ist zum nach der Zündung Unterbrechen des
primärseitigen Stromflusses durch den Transformator zum Isolieren des
Sekundärkreises, um eine Schwingung des Sekundärkreises zu erlau
ben, um die die äußere Spannung an der Entladungslampe bewirkende
Ladung abzuziehen und durch die innere Gegenpolarisation in der
Entladungslampe zu einer Rückzündung zu führen,
wobei die Schalteinrichtung dazu ausgelegt ist, die nach der Rückzün dung ablaufende Totzeit bis zu einer erneuten Zündung in der Entla dungslampe zur Veränderung der in die Entladungslampe eingekoppel ten Leistung zu verändern.
wobei die Schalteinrichtung dazu ausgelegt ist, die nach der Rückzün dung ablaufende Totzeit bis zu einer erneuten Zündung in der Entla dungslampe zur Veränderung der in die Entladungslampe eingekoppel ten Leistung zu verändern.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 8-12, bei dem die Entladungs
lampe mit einem Vorschaltgerät betrieben wird, das aufgebaut ist als
kombinierter Sperr-/Flußwandler und eine Schalteinrichtung in einem
Primärkreis aufweist, die ausgelegt ist zum Unterbrechen des primär
kreisseitigen Stromflusses durch einen Transformator zum Einprägen
eines äußeren Spannungspulses in einen Sekundärkreis mit der Entla
dungslampe, um in der Entladungslampe eine Zündung und eine Ge
genpolarisation zu bewirken, und zum dann wieder Einschalten des
primärkreisseitigen Stromflusses durch den Transformator, um durch
einen Gegenspannungspuls die die äußere Spannung an der Entla
dungslampe bewirkende Ladung von der Entladungslampe abzuziehen,
um mit Hilfe der inneren Gegenpolarisation in der Entladungslampe ei
ne Rückzündung zu bewirken,
wobei die Schalteinrichtung dazu ausgelegt ist, die nach der Rückzün dung ablaufende Totzeit: bis zu einer erneuten Zündung in der Entla dungslampe zur Veränderung der in der Entladungslampe eingekoppel ten Leistung zu verändern.
wobei die Schalteinrichtung dazu ausgelegt ist, die nach der Rückzün dung ablaufende Totzeit: bis zu einer erneuten Zündung in der Entla dungslampe zur Veränderung der in der Entladungslampe eingekoppel ten Leistung zu verändern.
15. Beleuchtungssystem mit einer Entladungslampe nach einem der An
sprüche 1-6 und einem elektronischen Vorschaltgerät, das ausgelegt ist
für ein Verfahren nach einem der Ansprüche 7-12.
16. Einrichtung zum Anzeigen von Informationen mit einer Lampe nach
einem der Ansprüche 1-6.
17. Einrichtung nach Anspruch 14 mit einem Beleuchtungssystem nach
Anspruch 13.
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |