DE19845024C2 - Kraftgetriebener Schrauber - Google Patents
Kraftgetriebener SchrauberInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen kraftgetriebenen Schrauber, umfas
send:
- - ein Gehäuse,
- - eine im Gehäuse drehbar gelagerte axial verschiebbare Werkzeugantriebswelle, die an einem ersten Ende im Gehäuse gelagert ist und an ihrem zweiten Ende eine Aufnahme für ein Werkzeug aufweist,
- - ein auf der Werkzeugantriebswelle drehbar gelagertes und motorisch angetriebenes Antriebsrad, das gehäuseseitig ge gen ein axiales Verschieben gesichert ist,
- - einen Nockenring, der auf der Werkzeugantriebswelle axial festgelegt ist,
- - ein die Werkzeugantriebswelle nach außen in Richtung auf die Aufnahme vorspannendes Federelement,
- - erste Kupplungselemente am Antriebsrad,
- - zweite Kupplungselemente am Nockenring, die mit den ersten Kupplungselementen zusammenwirken, um eine drehmomentab hängige Auslösekupplung zu bilden und
- - eine Stelleinrichtung zur axialen Verstellung der Werkzeu gantriebswelle.
Derartige Schrauber mit einer einstellbaren, drehmomentabhängi
gen Abschaltkupplung, die in der Regel miteinander zusammenwir
kende Nockenelemente mit schrägen Flanken aufweisen, sind seit
Jahren gebräuchlich.
Ein Beispiel für einen derartigen Schrauber stellt der unter
der Bezeichnung "ASse639" vertriebene Schrauber dar (vergleiche
Gesamtkatalog der Anmelderin "Fein Hochleistungs-Elektrowerk
zeuge 1995/96, Seite 78, 79, 224).
In manchen Fällen ist es erwünscht, die drehmomentabhängige Ab
schaltkupplung hierbei außer Funktion zu setzen, beispielsweise
wenn der Schrauber zum Bohren verwendet werden soll. Hierzu ist
es bekannt, die beiden Kupplungselemente, die Nocken mit schrä
gen Mitnahmeflanken aufweisen, gegeneinander zu verspannen, so
daß eine drehmomentabhängige Auslösung vermieden wird. In die
sem Fall spricht man vom sogenannten "starren Durchtrieb".
Ein ähnlicher aus der DE 34 31 630 A1 bekannter Schrauber weist
einen Tiefenanschlag und eine Kupplung zwischen Antriebsmotor
und Arbeitsspindel auf, die so ausgebildet ist, daß diese bei
einem Bohrvorgang als fest einrückbare Mitnahmekupplung wirkt
und bei einem Schraubvorgang als bei Erreichen einer vorein
stellbaren Schraubtiefe selbsttätig ausrückbare Klauenkupplung.
Der Nachteil einer derartigen Ausführung besteht darin, daß
durch die schrägen Nocken sehr starke Axialkräfte auftreten,
die von der Lagerung aufgenommen werden müssen.
Aus der DE 29 20 065 A1 ist ferner eine Handwerkzeugmaschine
bekannt, die zum Bohren, Schlagbohren und Schrauben umstellbar
ist. Hierzu ist eine einstückig ausgebildete, von einem Motor
antreibbare Spindel in einem Gehäuse verschiebbar gelagert und
über einen von außen betätigbaren Schaltbolzen in verschiedene
Funktionsstellungen einstellbar. Die Spindel ist über eine
Kupplung mit dem Antrieb verbindbar, wobei deren Kupplungskör
per über eine Feder außer Eingriff bringbar sind. In einer
Bohrstellung und in einer Schlagbohrstellung steht die Kupplung
zwangsweise im Eingriff, während die Schlagbohrvorrichtung in
dieser Stellung ausgeschaltet ist. Dagegen ist in der Schrau
berstellung und in der Schlagbohrstellung die Spindel gegen die
Feder bis zum Eingriff der Kupplung bzw. der Schlagbohrvorrich
tung in das Gehäuse einschiebbar. In der Funktionsstellung
Schrauben sind die Klauen der Kupplung in Eingriff, so
daß die Spindel angetrieben wird. Läßt der Anpressdruck an der
Schraube nach, so schiebt die Feder die Spindel wieder nach au
ßen, so daß die Kupplung außer Eingriff gelangt und die Spindel
wieder stillgesetzt ist. Gleiches geschieht bei Erreichen eines
bestimmten Drehmomentes, wenn durch die Schräge der Klauen der
Kupplung ein Überratschen stattfindet. In der Funktionsstellung
Bohren wird die Spindel praktisch ohne Axialspindel festge
setzt, so daß die Kupplung für einen starren Durchtrieb einge
kuppelt ist.
Die vorstehend beschriebene Lösung als auch andere im Stand der
Technik bekannte Lösungen zur starren Verkopplung einer An
triebswelle und einer Abtriebswelle (vergleiche US-A-5 016 501,
US-A-3 243 023 und EP-A-0 792 723) sind kompliziert aufgebaut
und für die Verwendung in einem einfachen Schrauber mit drehmo
mentabhängiger Auslösekupplung (Einfach-Klauenkupplung) kaum
geeignet.
Aus der US 3 430 521 ist ferner ein kraftgetriebenes Elektro
werkzeug bekannt, bei dem mittels zweier Paare von alternativ
im Eingriff befindlichen Kupplungen zwei unterschiedliche Dreh
geschwindigkeiten auf ein Antriebselement übertragen werden
können. Hierbei sind die Kupplungselemente als Nockenelemente
mit schrägen Flanken ausgebildet, die bei Erreichen eines vor
bestimmten Drehmomentes auslösen können.
Die bekannte Vorrichtung ist nicht auf einen "starren Durch
trieb" umstellbar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen verbesserten
Schrauber anzugeben, bei dem mit einfachen Mitteln eine drehmo
mentabhängig auslösende Kupplung außer Funktion gesetzt werden
kann, so daß ein starrer Durchtrieb erreicht wird.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einem Schrauber gemäß
der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß erste Mitnahmee
lemente am Antriebsrad vorgesehen sind, die mit zweiten am Noc
kenring vorgesehenen Mitnahmeelementen zu einer formschlüssigen
Kraftübertragung zusammenwirken, und daß die Stelleinrichtung
eine axiale Verstellung der Werkzeugantriebswelle derart er
laubt, daß in einer ersten Stellung die ersten und zweiten Mit
nahmeelemente formschlüssig miteinander in Eingriff sind, und
daß in einer zweiten Stellung die Mitnahmeelemente außer Ein
griff sind, während die Kupplungselemente miteinander im Ein
griff sind.
Die Aufgabe der Erfindung wird auf diese Weise vollkommen ge
löst.
Durch die Verwendung von zusätzlichen Mitnahmeelementen am An
triebsrad und am Nockenring wird eine formschlüssige Kraftüber
tragung vom Antriebsrad auf den Nockenring und damit auf die
Werkzeugantriebswelle in einfacher Weise bewirkt, wobei zur Um
stellung die ohnehin vorhandene Stelleinrichtung zur axialen
Verstellung der Werkzeugantriebswelle verwendet wird, so daß in
einer ersten Stellung die Mitnahmeelemente am Antriebsrad und
am Nockenring formschlüssig miteinander im Eingriff sind und in
einer zweiten, axial verschobenen Stellung der Werkzeugan
triebswelle lediglich die Kupplungselemente miteinander im Ein
griff sind, so daß die Auslösekupplung drehmomentabhängig aus
lösen kann.
Auf diese Weise wird eine besonders zuverlässige Möglichkeit
zur Umstellung zwischen drehmomentabhängiger Abschaltung und
starrem Durchtrieb mit einfachen Mitteln erreicht, wobei die
Nachteile des Standes der Technik, wie etwa hohe Axialkräfte,
vermieden werden.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Kupp
lungselemente und die Mitnahmeelemente auf den jeweils zuge
wandten Seiten von Antriebsrad und Nockenring angeordnet.
Hierdurch ergibt sich ein besonders einfacher Aufbau.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die
Kupplungselemente in der ersten Stellung außer Eingriff.
Durch diese Maßnahme wird gewährleistet, daß bei der Einstel
lung des Schraubers auf die erste Stellung (starrer Durchtrieb)
die Kupplungselemente außer Eingriff sind und somit auch keine
Axialkräfte mehr ausüben können. Dies vereinfacht den Aufbau
und entlastet die Lagerung.
In zusätzlicher Weiterbildung der Erfindung sind die Kupplungs
elemente als Nockenelemente mit schrägen Flanken ausgebildet.
Auf diese Weise ergibt sich ein besonders einfacher Aufbau der
miteinander zusammenwirkenden Kupplungselemente. In alternati
ver Weise wäre es jedoch auch denkbar, beispielsweise gekrümmte
Mitnahmeflanken an einer Kupplungshälfte vorzusehen, die mit
geeigneten Mitnahmelementen, z. B. einem geraden Stift an der
anderen Kupplungshälfte zusammenwirken.
In zusätzlicher Weiterbildung der Erfindung sind die Mitnahme
elemente als Klauenelemente mit geraden, zur Drehachse
achsparallelen Flanken ausgebildet.
Auf diese Weise ist ein besonders einfacher Aufbau der Mitnah
meelemente gewährleistet.
Gemäß einer weiteren Ausführung der Erfindung sind mindestens
zwei, vorzugsweise drei erste Kupplungselemente in gleichmäßi
gen Winkelabständen zueinander auf dem Antriebsrad angeordnet,
und mindestens zwei, vorzugsweise drei erste Mitnahmeelemente
in gleichmäßigen Winkelabständen zueinander auf dem Antriebsrad
angeordnet, denen jeweils entsprechend angeordnete und geformte
zweite Kupplungselemente sowie zweite Mitnahmeelemente auf dem
Nockenring zugeordnet sind, wobei sich die ersten und zweiten Mitnah
meelemente jeweils über einen Mittelpunktswinkel erstrecken,
der größer als der Mittelpunktswinkel ist, über den sich die
Kupplungselemente erstrecken.
Auf diese Weise wird mit einfachen Mitteln gewährleistet, daß
in der ersten Stellung (starrer Durchtrieb) die Kupplungsele
mente außer Funktion sind und somit keine Axialkräfte ausüben
können. Gleichzeitig wird erreicht, daß die ersten und zweiten
Mitnahmeelemente in der zweiten Stellung (drehmomentabhängige
Abschaltung) außer Funktion sind.
Bei dieser Ausführung sind die ersten und zweiten Kupplungsele
mente vorzugsweise so aufgebaut, daß sie in Axialrichtung gese
hen eine größere Höhe aufweisen, als die Höhe der ersten und
zweiten Mitnahmeelemente.
In zusätzlicher Weiterbildung dieser Ausführung sind die Kupp
lungselemente auf einem zu den Mitnahmeelementen konzentrisch
nach außen versetzten Kreis angeordnet, wobei vorzugsweise je
ein Kupplungselement einem Mitnahmeelement in einer radial nach
außen versetzten Position zugeordnet ist.
Durch diese Maßnahmen wird ein besonders stabiler Aufbau der
Kupplungselemente und Mitnahmeelemente ermöglicht und eine
großzügige Auslegung der Kupplungselemente ermöglicht, da diese
aufgrund der radial nach außen versetzten Lage höhere Kräfte
übertragen können. Dabei wird gleichzeitig erreicht, daß auch
im Dauerbetrieb möglichst geringe Abnutzungserscheinungen auf
treten.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung umfaßt die Stellein
richtung eine Stellhülse, die am Gehäuse über ein Gewinde in
Axialrichtung verstellbar geführt ist, wobei an der Stellhülse
ein Rastring axial verschiebbar und gegenüber dieser verdrehge
sichert festgelegt ist, der gegenüber dem Gehäuse verdrehbar
und in verschiedenen Winkelpositionen verrastbar festgelegt
ist.
Auf diese Weise läßt sich eine Verstellung des Auslösemomentes
der drehmomentabhängig auslösenden Auslösekupplung in einfacher
Weise erreichen und mit einer entsprechenden Verstellung kombi
nieren, um den starren Durchtrieb zu gewährleisten.
In zusätzlicher Weiterbildung der Erfindung ist ein Axiallager
zur Abstützung des Antriebsrades vorgesehen, das über ein nach
giebiges Element, vorzugsweise über einen O-Ring am Gehäuse ab
gestützt ist.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß eine möglicherweise beim
Übergang zwischen der ersten und zweiten Stellung der Werkzeu
gantriebswelle insbesondere beim Anlaufen bestehende Tendenz
zur Verklemmung durch die nachgiebige Lagerung des Antriebsra
des vermieden wird und gleichzeitig eine gewisse Dämpfung für
den Fall erreicht wird, daß während des Betriebs eine Verstel
lung des Stellrings erfolgt. Auf diese Weise werden Abnutzungs
erscheinungen durch Verstellung des Stellringes während des Be
triebes deutlich reduziert.
Die Erfindung wird in der nachfolgenden Beschreibung anhand ei
nes bevorzugten Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Teil-Längsschnitt durch einen erfindungsgemä
ßen Schrauber;
Fig. 2 eine Aufsicht des Nockenrings gemäß Fig. 1 in ver
größerter Darstellung und
Fig. 3 einen Schnitt durch den Nockenring gemäß Fig. 2
längs der Linie III-III.
In Fig. 1 ist ein erfindungsgemäßer Schrauber insgesamt mit der
Ziffer 10 bezeichnet.
Der Schrauber 10 umfaßt ein Gehäuse 11, in dem ein Elektromotor
(nicht dargestellt) aufgenommen ist, der über ein Zahnrad 51
ein damit kämmendes Antriebsrad 40 antreibt. Weitere Teile des
so gebildeten Getriebes sind nicht dargestellt. Das Antriebsrad
40 ist auf einer Werkzeugantriebswelle 30 frei drehbar gela
gert, die an ihrem ersten Ende 37 mittels eines Radiallagers 58
im Gehäuse 11 gelagert ist und an ihrem zweiten Ende 38 eine
Aufnahme 26 für ein Werkzeug 24, z. B. ein Schraubendreher-Bit
aufweist.
Auf der Werkzeugantriebswelle 30 ist ein Nockenring 45 festge
legt, der formschlüssig mit dieser verbunden ist. Zwischen dem
Nockenring 45 und dem Antriebsrad 40 ist eine insgesamt mit der
Ziffer 50 bezeichnete Auslösekupplung gebildet. Diese Auslöse
kupplung 50 weist erste Kupplungselemente 41 an einer dem Noc
kenring 45 zugewandten Seite des Antriebsrads 40 auf, der zwei
te Kupplungselemente 46 an einer dem Antriebsrad 40 zugewandten
Seite des Nockenrings 45 zugeordnet sind.
Zwischen dem Nockenring 45 und dem Antriebsrad 40 ist ferner
ein Federelement 43 in Form einer spiralförmigen Druckfeder an
geordnet, durch das der Nockenring 45 und damit auch die Werk
zeugantriebswelle 30, die gemeinsam mit dem Nockenring 45 axial
verschieblich angeordnet ist, in einer Richtung nach außen, al
so in Richtung zur Aufnahme 26 hin, beaufschlagt ist.
Das Drehmoment vom Antriebsrad 40 kann also somit bei geschlos
sener Auslösekupplung 50 vom Antriebsrad 40 über den Nockenring
45 auf die Werkzeugantriebswelle 30 übertragen werden, um das
Werkzeug 24 anzutreiben.
Die Kupplungselemente 41 und 46 am Antriebsrad 40 bzw. am Noc
kenring 45 sind als Nockenelemente mit ebenen, schrägen Flanken
ausgebildet, deren Form nachfolgend noch anhand der Fig. 2 und
3 näher erläutert wird.
Der Nockenring 45 liegt an einem werkzeugseitigen Absatz 53 der
Werkzeugantriebswelle 30 an und ist auf der Seite des Antriebs
rads 40 durch einen Sicherungsring 48 gesichert. Um eine form
schlüssige Kraftübertragung vom Nockenring 45 auf die Werkzeu
gantriebswelle 30 zu gewährleisten, weist der Nockenring 45 ei
ne zentrale Ausnehmung 49 auf, die an zwei einander gegenüber
liegenden Seiten mit Abflachungen 49 versehen ist, die mit ent
sprechenden Abflachungen an der Werkzeugantriebswelle 30 einen
Formschluß bilden.
Durch eine insgesamt mit der Ziffer 20 bezeichnete Stellein
richtung kann die Werkzeugantriebswelle 30 gemeinsam mit dem
Nockenring 45 in Richtung auf das Antriebsrad 40 axial ver
stellt werden, um so die Überdeckung zwischen den schrägen
Flanken der Kupplungselemente 41, 46 zu verändern.
In Verbindung mit der Vorspannkraft durch das Federelement 43
ergibt sich so je nach der eingestellten Überdeckung zwischen
den Kupplungselementen 41, 46 ein drehmomentabhängiges Auslöse
moment für die Auslösekupplung 50, das zusätzlich noch von der
Anpreßkraft beim Andrücken des Schraubers 10 mit dem Werkzeug
24 beeinflußt wird.
Die Stelleinrichtung 20 zur Verstellung der Werkzeugantriebs
welle 30 in Richtung auf das Antriebsrad 40 umfaßt eine die
Werkzeugantriebswelle 30 umschließende Stellhülse 13, die mit
dem Gehäuse 11 über ein Gewinde 12 axial verstellbar verbunden
ist. Auf einem äußeren Bereich der Stellhülse 13 ist eine Hülse
16 aufgepreßt, die somit mit der Stellhülse 13 drehfest und
axial unverschieblich verbunden ist.
Um nun eine Verdrehung der Stellhülse 13 und somit eine axiale
Verstellung der Werkzeugantriebswelle 30 zu ermöglichen, ist
ein von außen umgreifbarer Rastring 14 vorgesehen, der auf der
Hülse 16 axial verschieblich angeordnet ist. Der Rastring 14
ist über eine Axialführung 17 in Form eines Keilprofils zwi
schen der Hülse 16 und dem Rastring 14 axial verschieblich, je
doch verdrehgesichert an der Hülse 16 geführt. Dabei ist der
Rastring 14 durch eine Spiralfeder 18, die zwischen einem Ab
satz 21 der Hülse 16 und einem Absatz 22 des Rastrings 14 in
einem Hohlraum eingeschlossen ist, in Richtung auf das An
triebsrad 40 vorgespannt. Am gehäuseseitigen Ende weist der Ra
string 14 eine Mehrzahl von Rastnocken auf, die lediglich mit
der Ziffer 15 angedeutet sind, in die entsprechende Rastnocken
am Gehäuse 11 eingreifen.
Der Rastring 14 kann somit gegen die Spannung der Spiralfeder
18 nach außen gezogen werden, gemeinsam mit der Werkzeugan
triebswelle 30 verdreht werden und dann in einer anderen Win
kelstellung verrastet werden.
Insgesamt erlaubt so die Stelleinrichtung 20 eine axiale Ver
stellung der Werkzeugantriebswelle 30 und Sicherung in ver
schiedenen, vorgegebenen Axialpositionen.
Die Werkzeugantriebswelle 30 ist mittels eines Festlagers 34
gelagert, das zwischen Scheiben 33 und 35 eingeschlossen ist
und mittels eines Sicherungsrings 36 an der Stellhülse 13 fest
eingebaut ist. An der Stellhülse 13 ist ein Einstich vorgese
hen, so daß zwischen der Werkzeugantriebswelle 30 und der
Stellhülse 13 ein Hohlraum 55 gebildet ist, der werkzeugseitig
durch einen Absatz 31 und gehäuseseitig durch die Scheibe 33
begrenzt ist. Innerhalb dieses Hohlraums 55 ist ein Sicherungs
ring 32 auf der Werkzeugantriebswelle 30 festgelegt. Der axiale
Verstellbereich der Werkzeugantriebswelle 30 in Richtung auf
das Antriebsrad 40 ist somit durch den Anschlag des Sicherungs
rings 32 an der Scheibe 33 begrenzt. In der entgegengesetzten
Richtung ist der axiale Verstellbereich der Werkzeugantriebs
welle 30 durch einen Sicherungsring 39 begrenzt, der an der
Stellhülse 13 festgelegt ist und gehäuseseitig an einem Absatz
57 anschlägt.
In der in Fig. 1 dargestellten Position befindet sich die Werk
zeugantriebswelle in der maximal nach außen verstellten Positi
on, die durch den Anschlag des Stellrings 39 an dem Absatz 57
des Gehäuses 11 begrenzt ist. Es ergibt sich somit eine minima
le Überdeckung der Flanken der ersten und zweiten Kupp
lungselemente 41, 46 am Antriebsrad 40 und am Nockenring 45 und
somit ein minimales Auslösemoment der Auslösekupplung 50.
Erfindungsgemäß sind nun zusätzlich zu den Kupplungselementen
41, 46 am Antriebsrad 40 erste Mitnahmeelemente 42 und am Noc
kenring 45 zweite Mitnahmeelemente 47 vorgesehen, die in Form
und Größe aufeinander abgestimmt sind. Bei diesen Mitnahmeele
menten 42 bzw. 47 handelt es sich um Klauen mit geraden,
achsparallelen Flanken.
Die Form und Anordnung der Kupplungselemente und Mitnahmeele
mente wird nunmehr anhand der Fig. 2 und 3 näher erläutert.
In den Fig. 2 und 3 ist der Nockenring 45 in der Aufsicht und
im Schnitt gemäß der Linie III-III vergrößert dargestellt. Auf
eine zusätzliche Darstellung des Antriebsrads 40, an dem die
entsprechenden ersten Kupplungselemente 41 und erste Mitnahme
elemente 42 vorgesehen sind, wurde verzichtet, da diese komple
mentär zu den zweiten Kupplungselementen 46 und zweiten Mitnah
meelementen 47 am Nockenring 45 ausgebildet sind.
Aus der Aufsicht gemäß Fig. 2 ist erkennbar, daß jeweils drei
zweite Kupplungselemente 46 und drei zweite Mitnahmeelemente 47
auf der Oberfläche des Nockenrings 45 um Winkel von jeweils
120° zueinander versetzt angeordnet sind. Dabei sind die zwei
ten Kupplungelemente 46 außenliegend angeordnet, während die
zweiten Mitnahmeelemente 47 in der jeweils gleichen Winkelposi
tion, jedoch radial nach innen versetzt angeordnet sind. Die
zweiten Kupplungselemente 46 sind als Nockenelemente mit ebe
nen, schrägen Flanken 60 ausgeführt. Dagegen sind die zweiten
Mitnahmeelemente 47 als Klauenelemente mit ebenen, in Axial
richtung verlaufenden Flanken 62 ausgeführt. Die zweiten Kupp
lungselemente 46 erstrecken sich über einen Mittelpunktswinkel
α, der geringer als der Mittelpunktswinkel β ist, über den sich
die zweiten Mitnahmeelemente 47 erstrecken.
Aus Fig. 3 ist zu ersehen, daß die Kupplungselemente 46, von
der Oberfläche des Nockenrings 45 aus gesehen, eine Höhe h1
aufweisen, die größer ist als die entsprechend gemessene Höhe
h2 der Mitnahmeelemente 47.
Durch diese Ausgestaltung wird es ermöglicht, die Werkzeugan
triebswelle 30 mittels der Stelleinrichtung 20 in einem Bereich
so einzustellen, daß lediglich die Kupplungselemente 41 bzw. 46
mit den schrägen Flanken wirksam sind, wenn der Schrauber in
Betrieb genommen wird und die Werkzeugantriebswelle 30 durch
Muskelkraft mit ihrem Werkzeug 24 entgegen der Wirkung des Fe
derelementes 43 angedrückt wird, so daß die Kupplungselemente
41, 46 in Eingriff gelangen.
Je nach der eingestellten Axialposition der Werkzeugantriebs
welle 30 ergibt sich damit entweder eine große Überdeckung der
schrägen Flanken der Kupplungselemente 41 bzw. 46 und somit ein
großes Auslösemoment oder aber - wie in der in Fig. 1 darge
stellten Position - eine geringe Überdeckung zwischen den
schrägen Flanken der Kupplungselemente 41 bzw. 45, so daß sich
ein geringes Auslösemoment ergibt.
Wird nun die Werkzeugantriebswelle 30 mittels der Stelleinrich
tung 20 so weit in Richtung auf das Antriebsrad 40 verstellt,
daß die Mitnahmeelemente 42 bzw. 47 am Antriebsrad 40 bzw. am
Nockenring 45 miteinander formschlüssig in Eingriff gelangen,
so sind die Kupplungselemente 41 bzw. 46 außer Funktion, und es
wird der starre Durchtrieb erreicht. Durch die geraden, in
Achsrichtung verlaufenden Flanken der Mitnahmeelemente 42 bzw.
47 treten dabei keinerlei Axialkräfte auf. Da sich die Mitnah
meelemente 47 am Nockenring 45 und auch die komplementär ausge
bildeten Mitnahmeelemente 42 am Antriebsrad 40 über einen grö
ßeren Mittelpunktswinkel β erstrecken als die Kupplungselemente
41 bzw. 46, sind in dieser Stellung die Kupplungselemente 41
bzw. 46 vollständig außer Funktion.
Das Antriebsrad 40 ist über ein Axiallager 52 und eine dahinter
angeordnete Buchse 56 mit einem dazwischenliegenden elastischen
Element 54 in Form eines O-Rings gehäuseseitig abgestützt.
Durch diese leicht nachgiebige Lagerung des Antriebsrads 40
kann eine in ungünstigen Fällen nicht vollständig ausschließba
re Klemmtendenz zwischen den Kupplungselementen 41 und 46 abge
baut bzw. vermieden werden. Obwohl eine Verstellung der Stel
leinrichtung 20 während des Arbeitens grundsätzlich nicht er
folgen sollte, können auch solche Verstellungen während des Be
triebes durch die nachgiebige Lagerung toleriert werden. Auch
wenn eine Umstellung von der drehmomentabhängigen Auslösung auf
den starren Durchtrieb während des Stillstands der Maschine
durch eine Verdrehung des Rastrings 14 erfolgte, so gelangen
die Mitnahmeelemente 42 bzw. 47 erst beim nachfolgenden Ein
schalten des Schraubers 10 in Eingriff. Auch hierdurch entste
hende Stöße werden durch die nachgiebige Lagerung aufgefangen.
Claims (11)
1. Kraftgetriebener Schrauber, umfassend:
- - ein Gehäuse (11),
- - eine im Gehäuse (11) drehbar gelagerte und axial ver schiebbare Werkzeugantriebswelle (30), die an einem ersten Ende im Gehäuse (11) gelagert ist und an ihrem zweiten Ende eine Aufnahme (26) für ein Werkzeug (24) aufweist,
- - ein auf der Werkzeugantriebswelle (30) drehbar gela gertes und motorisch angetriebenes Antriebsrad (40), das gehäuseseitig gegen ein axiales Verschieben gesi chert ist,
- - einen Nockenring (45), der auf der Werkzeugantriebs welle (30) axial festgelegt ist,
- - ein die Werkzeugantriebswelle (30) nach außen in Rich tung auf die Aufnahme vorspannendes Federelement (43),
- - erste Kupplungselemente (41) am Antriebsrad (40),
- - zweite Kupplungselemente (46) am Nockenring (45), die mit den ersten Kupplungselementen (41) zusammenwirken, um eine drehmomentabhängige Auslösekupplung (50) zu bilden und
- - eine Stelleinrichtung (20) zur axialen Verstellung der Werkzeugantriebswelle (30),
- - erste Mitnahmeelemente (42) am Antriebsrad (40) vorge sehen sind, die mit zweiten am Nockenring (45) vorge sehenen Mitnahmeelementen (47) zu einer formschlüssi gen Kraftübertragung zusammenwirken, und daß
- - die Stelleinrichtung (20) eine axiale Verstellung der Werkzeugantriebswelle (30) derart erlaubt, daß in ei ner ersten Stellung die ersten und zweiten Mitnahme elemente (42, 47) formschlüssig miteinander im Ein griff sind, und daß in einer zweiten Stellung die Mit nahmeelemente (42, 47) außer Eingriff sind, während die Kupplungselemente (41, 46) miteinander im Eingriff sind.
2. Schrauber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kupplungselemente (41, 46) und die Mitnahmeelemente (42,
47) auf den jeweils zugewandten Seiten von Antriebsrad
(40) und Nockenring (45) angeordnet sind.
3. Schrauber nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kupplungselemente (41, 46) in der ersten Stellung
außer Eingriff sind.
4. Schrauber nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeich
net, daß die Kupplungselemente (41, 46) als Nockenelemente
mit schrägen Flanken (60) ausgebildet sind.
5. Schrauber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Mitnahmeelemente (42, 47) als
Klauenelemente mit geraden, zur Drehachse (19) achsparal
len Flanken (62) ausgebildet sind.
6. Schrauber nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß mindestens zwei, vorzugsweise drei erste
Kupplungselemente (41) in gleichmäßigen Winkelabständen
zueinander auf dem Antriebsrad (40) angeordnet sind, daß
mindestens zwei, vorzugsweise drei erste Mitnahmeelemente
(42) in gleichmäßigen Winkelabständen zueinander auf dem
Antriebsrad (40) angeordnet sind, denen jeweils entspre
chend angeordnete und geformte zweite Kupplungselemente
(46) sowie zweite Mitnahmeelemente (47) auf dem Nockenring
(45) zugeordnet sind, und daß sich die ersten und zweiten
Mitnahmeelemente (42, 47) jeweils über einen Mittelpunkts
winkel (β) erstrecken, der größer als der Mittelpunktswin
kel (α), über den sich die Kupplungselemente (41, 46) er
strecken.
7. Schrauber nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
ersten und zweiten Kupplungselemente (41, 46) in Axial
richtung gesehen eine größere Höhe (h1) aufweisen als die
Höhe (h2) der ersten und zweiten Mitnahmeelemente (42,
47).
8. Schrauber nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kupplungselemente (41, 46) auf einem zu den Mit
nahmeelementen (42, 47) konzentrisch nach außen versetzten
Kreis angeordnet sind.
9. Schrauber nach Anspruch 6, 7 oder 8, dadurch gekennzeich
net, daß je ein Kupplungselement (41, 46) einem Mitnahme
element (42, 47) in einer radial nach außen versetzten Po
sition zugeordnet ist.
10. Schrauber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stelleinrichtung (20) eine Stell
hülse (13) umfaßt, die am Gehäuse (11) über ein Gewinde
(12) in Axialrichtung verstellbar geführt ist, und daß an
der Stellhülse (13) ein Rastring (14) axial verschiebbar
und gegenüber dieser verdrehgesichert festgelegt ist, der
gegenüber dem Gehäuse (11) verdrehbar und in verschiedenen
Winkelpositionen verrastbar festgelegt ist.
11. Schrauber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Axiallager (52) zur Abstützung des
Antriebsrades (40) vorgesehen ist, das über ein nachgiebi
ges Element (54), vorzugsweise über einen O-Ring am Gehäu
se (11) abgestützt ist.
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