DE19845721A1 - Verfahren zum Falten eines Luftsacks - Google Patents
Verfahren zum Falten eines LuftsacksInfo
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Abstract
Bei einem Verfahren zum unregelmäßigen Falten eines Luftsacks wird dieser in eine sich verjüngende Führung eingelegt und in Richtung der Verjüngung gezogen.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Falten eines Luft
sacks für ein Fahrzeug-Rückhaltesystem.
Derartige Faltverfahren sind in verschiedenen Varianten grundsätzlich
bekannt, wobei sowohl Verfahren zum regelmäßigen Falten wie auch zum
unregelmäßigen Falten eines Luftsackes Anwendung finden. Häufig sind
jedoch die zum Falten des Luftsackes verwendeten Vorrichtungen kompli
ziert aufgebaut und benötigen eine aufwendige Ablaufsteuerung.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und eine
Vorrichtung zum Falten eines Luftsackes zu schaffen, mit denen eine
Luftsackfaltung geschaffen werden kann, die unter Verwendung von
einfach aufgebauten Vorrichtungen ein einwandfreies Entfalten des Luft
sackes gewährleisten.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch ein Verfahren zum unregelmäßi
gen Falten eines Luftsackes für ein Fahrzeug-Rückhaltesystem, bei dem
der Luftsack in eine sich verjüngende Führung eingelegt und in Richtung
der Verjüngung gezogen wird, um ein seitliches Einfalten des Luftsackes
zu bewirken.
Erfindungsgemäß kann der Luftsack durch eine einfache Zugbewegung
unregelmäßig (chaotisch) gefaltet werden, wobei die äußere, sich verjün
gende Führung als Zwangsführung dient. Es hat sich herausgestellt, daß
trotz der Einfachheit des verwendeten Verfahrens ein einwandfreies Ent
falten des Luftsackes gewährleistet ist, obwohl der Luftsack unregelmäßig
gefaltet ist.
Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird lediglich eine
Vorrichtung benötigt, die eine sich verjüngende Führung und ein Zugmit
tel aufweist, das in Richtung der Verjüngung bewegbar ist, um den Luft
sack in Richtung der Verjüngung zu ziehen, wodurch das Falten bewirkt
wird.
Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in der Beschreibung,
den Zeichnungen sowie den Unteransprüchen beschrieben.
Nach einer ersten vorteilhaften Ausführungsform kann der Luftsack
zusätzlich in oder entgegen der Zugrichtung zusammengedrückt werden,
was vorzugsweise mit Hilfe eines Stempels erfolgt. Hierdurch läßt sich das
in Querrichtung bereits zusammengedrückte Luftsackvolumen auch in
Längsrichtung, d. h. in Zugrichtung, weiter verringern, wodurch die
gewünschte Kompression bzw. Faltung des Luftsacks erreicht werden
kann.
Vorteilhaft ist es, wenn der Luftsack unmittelbar nach dem seitlichen
Falten in ein sich an die Führung anschließendes Aufnahmegehäuse ge
schoben wird. Hierdurch ist es möglich, in einem Arbeitsgang den Luft
sack zu falten und in dem Aufnahmegehäuse zu verpacken. Hierbei kann
nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform dem Luftsackinneren
vor oder während des Faltens Luft entzogen werden, um das Packvolumen
weiter zu verringern.
Erfindungsgemäß kann der gefaltete Luftsack in Richtung der Verjüngung
gedrückt werden, um den Luftsack in einem Aufnahmegehäuse unterzu
bringen. Es ist jedoch alternativ auch möglich, die sich verjüngende
Führung in eine Parallelführung umzuwandeln und den Luftsack
anschließend entgegen der Zugrichtung zusammenzudrücken und in ein
sich an die Führung anschließendes Aufnahmegehäuse einzuschieben.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum unregelmäßigen Falten eines
Luftsackes kann die sich verjüngende Führung alleine vorgesehen sein. Es
ist jedoch bevorzugt, daß sich an die verjüngende Führung eine Parallel
führung anschließt, wobei bevorzugt beide Führungen gelenkig miteinan
der verbunden sind. Hierdurch läßt sich einerseits der Grad der Verjün
gung einstellen. Andererseits kann die sich verjüngende Führung auf
einfache Weise in eine Parallelführung umgewandelt werden, um den
gefalteten Luftsack in ein am Ende der Führung angeordnetes Aufnahme
gehäuse einzuschieben.
Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung rein beispielhaft anhand vor
teilhafter Ausführungsformen und unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Vorrichtung zum unregelmäßigen
Falten eines Luftsackes gemäß einem ersten Verfahrens
schritt;
Fig. 2 die Vorrichtung von Fig. 1 gemäß einem weiteren Verfahrens
schritt;
Fig. 3 die Vorrichtung von Fig. 1 und 2 gemäß einem dritten Ver
fahrensschritt;
Fig. 4 eine Draufsicht auf eine zweite Ausführungsform einer Vor
richtung zum Falten eines Luftsackes gemäß einem zweiten
Verfahrens schritt; und
Fig. 5 die Vorrichtung von Fig. 4 gemäß einem dritten Verfahrens
schritt.
Das in Fig. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zum
unregelmäßigen Falten eines Luftsacks 1 zeigt in einer Draufsicht eine
sich verjüngende Führung, die aus zwei Leisten 2 besteht, die unter einem
Winkel zueinander angeordnet sind. Die beiden Leisten 2 sind auf einer
parallel zur Zeichenebene verlaufenden Unterlage angeordnet. Oberhalb
der beiden Leisten befindet sich eine (ebenfalls parallel zur Zeichenebene
verlaufende) Abdeckplatte, die in den Figuren nicht näher dargestellt ist.
An das in Fig. 1 untere Ende der beiden Leisten 2 schließt sich eine
Parallelführung an, die durch zwei parallel verlaufende Leisten 4 gebildet
ist, wodurch insgesamt eine "trichterförmige" Führung gebildet ist.
Der Luftsack 1 ist in das so gebildete Führungssystem im ausgebreiteten
Zustand eingelegt, wobei der Gasgenerator 12 des Luftsackes in Richtung
der Parallelführung 4 zeigt.
Ein Greifarm 3 wird (in Fig. 1) von unten in das Führungssystem einge
schoben und ergreift den Luftsack an seiner Unterseite im Bereich des
Gasgenerators 12. Mit dem Bezugszeichen 5 ist eine Absaugung bezeich
net, die bei Bedarf das Packvolumen des Luftsackes durch Anlegen von
Unterdruck verringert.
Zur Durchführung des Verfahrens zum unregelmäßigen Falten des Luft
sacks 1 wird der Greifer 3 aus der in Fig. 1 dargestellten Stellung in Pfeil
richtung bewegt, wodurch der Gasgenerator 12 und der damit verbundene
Luftsack 1 in Richtung der Parallelführung 4 gezogen und dabei durch die
sich verjüngende Führung 2 seitlich eingefaltet wird. Das Einfalten erfolgt
hierbei unregelmäßig bzw. chaotisch.
Nachdem der Greifer 3 die in Fig. 2 dargestellte Endstellung erreicht hat,
ist der Luftsack seitlich vollständig eingefaltet. Nach einem weiteren
Evakuieren kann die Absaugung 5 entfernt werden und der Greifer 3 kann
von dem Luftsack 1 bzw. dem Gasgenerator 12 entkoppelt werden.
Wie Fig. 3 zeigt, wird in einem nachfolgenden Schritt ein axiales Zusam
mendrücken des Luftsacks 1 bewirkt, indem von oben ein Stempel 6 in
Pfeilrichtung abgesenkt wird. Hierdurch kann der Luftsack 1 innerhalb
der Parallelführung 4 komprimiert werden.
Wie Fig. 3 ferner zeigt, ist an das untere Ende der Parallelführung 4 ein
Aufnahmegehäuse 7 angeschlossen, so daß der Luftsack 1 mit dem daran
befindlichen Gasgenerator ohne weitere Hilfsmittel von dem Stempel 6 in
das Aufnahmegehäuse 7 eingeschoben werden kann. Anschließend kann
eine Endverdichtung erfolgen, wodurch ein Deckel auf das Gehäuse 7 auf
gesetzt oder das Gehäuse 7 auf ein entsprechendes Abdeckungsbauteil
aufgesetzt werden kann. Hierdurch ist der Luftsack 1 vollständig gefaltet
und verpackt. Trotz der unregelmäßigen Faltung läßt sich dieser bei Aus
lösen des Gasgenerators störungsfrei entfalten.
Die Fig. 4 und 5 zeigen eine weitere Ausführungsform einer Vorrichtung
zum unregelmäßigen Falten eines Luftsacks, wobei hier für gleiche Teile
gleiche Bezugszeichen verwendet sind.
Bei dieser Ausführungsform sind die Leisten 2, welche die sich verjüngen
de Führung bilden, jeweils über ein Gelenk 8 mit den beiden Leisten 4 der
Parallelführung verbunden. Hierdurch läßt sich nach Durchführen der
Verfahrensschritte gemäß den Fig. 1 und 2 eine Umwandlung der sich
verjüngenden Führung in eine Parallelführung bewirken, wie dies in Fig. 4
dargestellt ist. Nach dem Umklappen der Leisten 2 in eine Parallellage ist
insgesamt eine Parallelführung geschaffen, die durch die Leisten 2 und 4
gebildet wird. Somit kann auf das obere Ende dieser Parallelführung ein
Aufnahmegehäuse 10 aufgesetzt werden, wodurch der Luftsack 1 in dieses
Aufnahmegehäuse 10 in Pfeilrichtung eingeschoben werden kann. Der
Vollständigkeit halber sei bemerkt, daß die den Gasgenerator 12 tragende
Grundplatte einen Querschnitt besitzt, der in etwa dem Querschnitt der
Parallelführung entspricht, so daß der Greifer 3, der am Gasgenerator 12
angreift, den Luftsack insgesamt in das Gehäuse 10 einschieben kann.
Bei allen dargestellten Ausführungsbeispielen ist entweder in dem Auf
nahmegehäuse oder in der (nicht dargestellten) Abdeckung eine Soll
bruchstelle vorgesehen, die sich bei Entfalten des Airbags öffnet. Außer
dem sei darauf hingewiesen, daß die in der vorstehenden Beschreibung
verwendeten Bezeichnungen "oben" und "unten" sich nur auf die jeweilige
zeichnerische Darstellung beziehen. Grundsätzlich sind das beschriebene
Verfahren sowie die beschriebenen Vorrichtungen unabhängig von der je
weiligen Orientierung im Raum.
Bei den beschriebenen Ausführungsbeispielen sind lediglich zwei unter
einem Winkel angeordnete Leisten 2 dargestellt. Es können jedoch auch
mehrere Führungselemente 2 kegelförmig angeordnet werden, wobei die
Verjüngung auch nicht geradlinig verlaufen muß. Die Querschnittsform
sowohl der sich verjüngenden Führung wie auch der Parallelführung kann
grundsätzlich beliebig sein und ist nicht auf eine Rechteckform be
schränkt.
1
Luftsack
2
Leisten (verjüngende Führung)
3
Greifer
4
Leisten (Parallelführung)
5
Absaugung
6
Stempel
7
Aufnahmegehäuse
8
Gelenke
10
Aufnahmegehäuse
12
Gasgenerator
Claims (10)
1. Verfahren zum unregelmäßigen Falten eines Luftsacks für ein Fahr
zeug-Rückhaltesystem, bei dem der Luftsack in eine sich verjüngen
de Führung eingelegt und in Richtung der Verjüngung gezogen wird,
um ein seitliches Einfalten des Luftsackes zu bewirken.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Luftsack zusätzlich in oder entgegen der Zugrichtung zusam
mengedrückt wird, vorzugsweise mit Hilfe eines Stempels.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Luftsack nach dem seitlichen Falten in ein sich an die
Führung anschließendes Aufnahmegehäuse geschoben wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
dem Luftsack zur Verringerung des Packvolumens Luft entzogen
wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
nach dem seitlichen Einfalten des Luftsacks die sich verjüngende
Führung in eine Parallelführung umgewandelt wird, und daß der
Luftsack anschließend entgegen der Zugrichtung zusammenge
drückt und in ein sich an die Führung anschließendes Aufnahme
gehäuse eingeschoben wird.
6. Vorrichtung zum unregelmäßigen Falten eines Luftsacks, insbeson
dere zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorstehen
den Ansprüche, mit einer sich verjüngenden Führung (2) und einem
Zugmittel (3), das in Richtung der Verjüngung bewegbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
sich an die sich verjüngende Führung (2) eine Parallelführung (4)
anschließt, wobei die beiden Führungen (2, 4) vorzugsweise gelenkig
verbunden sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
ein Stempel (6) vorgesehen ist, der in und/oder entgegen der Rich
tung der Verjüngung bewegbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
am Ende der Führung eine Aufnahme für ein Gehäuse (7, 10)
vorgesehen ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
eine Luftabsaugung (5) vorgesehen ist, die mit dem Inneren des
Luftsacks (1) verbindbar ist.
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