DE19841585A1 - Waffenrohr mit einer im Bereich der Rohrmündung angeordneten Kollimatorhalterung - Google Patents
Waffenrohr mit einer im Bereich der Rohrmündung angeordneten KollimatorhalterungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Waffenrohr (1) mit einer im Bereich der Rohrmündung (2) angeordneten Kollimatorhalterung (3) zur Befestigung eines Kollimators einer Feldjustieranlage. DOLLAR A Um zu erreichen, daß die Kollimatorhalterung leicht, anwenderfreundlich und spielfrei montierbar ist, schlägt die Erfindung vor, als Kollimatorhalterung (3) einen Schlitten mit einer Schwalbenschwanzführung (7, 8) zu verwenden, wobei die beiden seitlichen Führungsflächen der Schwalbenschwanzführung (7, 8) einen keilförmigen Verlauf aufweisen. Der Schlitten (3) ist auf eine an der Rohrmündung (2) befindliche Schwalbenschwanzaufnahme (11, 12) aufgeschoben, deren seitliche Führungsflächen ebenfalls keilförmig ausgebildet sind. Durch die in axialer Richtung geneigten seitlichen Führungsflächen der Schwalbenschwanzführung (7, 8) in Verbindung mit der Neigung der Führungsflächen aufgrund des Schwalbenschwanzprofils, kommt es zu einem Verspannen des Schlittens (3) mit der waffenrohrseitigen Aufnahme (11, 12).
Description
Die Erfindung betrifft ein Waffenrohr mit einer im Bereich
der Rohrmündung angeordneten Kollimatorhalterung zur Befe
stigung eines Kollimators einer Feldjustieranlage.
Waffenrohre unterliegen im Schießbetrieb aufgrund des Wärme
überganges von den im Rohr vorhandenen heißen Pulverschwaden
auf die Rohrwandung einer starken Aufheizung. Dieses gilt
insbesondere für das sogenannte Kadenzschießen. Mit zunehmen
der Erwärmung des Waffenrohres kommt es häufig zu einem Ab
sinken der Rohrmündung und somit zu einer Verschlechterung
der Treffleistung.
Aus diesem Grunde muß während des Schießbetriebes in der
Regel eine Nachjustierung der entsprechenden Waffe mittels
sogenannter Feldjustieranlagen erfolgen. Diese Anlagen
ermöglichen es, über eine an der Mündung des Waffenrohres
befindliche Optik (Kollimator) die Lage der Mündung zu über
prüfen und gegebenenfalls zu korrigieren. Dabei ist der
Kollimator mit Hilfe einer speziellen Kollimatorhalterung an
der Mündung des entsprechenden Waffenrohres befestigt.
Zur Befestigung der Kollimatorhalterung an der Rohrmündung
ist es bekannt, diese mittels Schrauben mit dem Waffenrohr zu
verbinden. Allerdings weist eine derartige Befestigung den
Nachteil auf, daß relativ breite Befestigungsstellen an dem
Waffenrohr vorhanden sein müssen. Außerdem muß für die Be
festigungsschrauben eine ausreichende Einschraubtiefe zur
Verfügung stehen. Aus diesen Forderungen ergibt sich, daß an
der Mündung des entsprechenden Waffenrohres eine erhebliche
Materialanhäufung vorhanden sein muß, die sich sowohl un
günstig auf das Schwingungsverhalten als auch auf die Mün
dungsabsenkung des Waffenrohres auswirkt. Schließlich hat
sich gezeigt, daß Probleme mit den sich häufig selbständig
lösenden Befestigungsschrauben auftreten.
Bei der Verwendung rohrförmiger Kollimatorhalter ist bereits
vorgeschlagen worden, diese mittels zweier auf das Waffenrohr
aufgeschrumpfter Ringe zu befestigen. Nachteilig ist bei ei
ner derartigen Befestigung unter anderem, daß sie sehr auf
wendig und außerdem wiederum mit einer erheblichen Material
anhäufung im Mündungsbereich des Waffenrohres verbunden ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Waffenrohr mit
einer leicht und anwenderfreundlich montierbaren Kollimator
halterung anzugeben, die nur zu einer geringen Erhöhung der
Masse im Bereich der Rohrmündung führt. Außerdem soll der
Kollimatorhalter spielfrei an der Waffenrohrmündung befestig
bar sein.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung offenbaren
die Unteransprüche.
Im wesentlichen liegt der Erfindung der Gedanke zugrunde, als
Kollimatorhalterung einen Schlitten mit einer Schwalben
schwanzführung zu verwenden, wobei die beiden seitlichen
Führungsflächen der Schwalbenschwanzführung einen keilförmi
gen Verlauf aufweisen. Der Schlitten ist auf eine an der
Mündung befindliche, ebenfalls um einen entsprechenden Winkel
geneigte Schwalbenschwanzaufnahme aufgeschoben. Durch die in
axialer Richtung geneigten seitlichen Führungsflächen des
Schwalbenschwanzes in Verbindung mit der Neigung der Füh
rungsflächen aufgrund des Schwalbenschwanzprofils kommt es zu
einem Verspannen des Schlittens mit der waffenrohrseitigen
Aufnahme.
Die Fixierung des Schlittens erfolgt durch einen Querkeil,
der, wie auch die entsprechenden waffenrohrseitigen Anlage
flächen, eine Neigung besitzt. Der Querkeil drückt den
Schlitten bei der Montage in die Endposition und begrenzt die
axiale Bewegung des Schlittens, der beim Schuß aufgrund der
Trägheit in Schußrichtung zu wandern versucht.
Als vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn die durch die
seitlichen Führungsflächen der Schwalbenschwanzführung und
die entsprechenden seitlichen Führungsflächen der Schwalben
schwanzaufnahme gebildeten Keilwinkel zwischen 2 und 5° lie
gen.
Ferner hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Seiten
flächen des Querkeiles und die entsprechenden Anlageflächen
der rohrfesten nutenförmigen Ausnehmung jeweils einen Keil
winkel besitzen, der zwischen 3 und 8° liegt.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus den folgenden anhand von Figuren erläuterten Ausführungs
beispielen. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht des mündungseitigen
Bereiches eines großkalibrigen Waffenrohres mit
einer erfindungsgemäßen Kollimatorhalterung vor
deren Befestigung an dem Waffenrohr und
Fig. 2 die Fig. 1 entsprechende Ansicht nach Befestigung
der Kollimatorhalterung an dem Waffenrohr.
In Fig. 1 ist mit 1 ein Waffenrohr bezeichnet, an dem im Be
reich der Rohrmündung 2 eine Kollimatorhalterung 3 befestigt
werden soll. Die Kollimatorhalterung 3 ist als Schlitten aus
gebildet, der auf seiner dem Waffenrohr 1 zugewandten Seite
in Richtung der Längsachse 4 des Waffenrohres einen vorderen
und einen hinteren Fußbereich 5 und 6 aufweist. Jeder der
beiden Fußbereiche 5, 6 ist mit einer Schwalbenschwanzführung
7, 8 versehen, zwischen denen der Schlitten eine nutenförmige
Ausnehmung 9 aufweist.
Mindestens eine der beiden seitlichen Führungsflächen der
jeweiligen Schwalbenschwanzführung weist einen sich zur
Rohrmündung 2 hin keilförmig erweiternden Verlauf auf.
Der Schlitten 3 ist auf eine im Bereich der Rohrmündung 2
angeordnete Schwalbenschwanzaufnahme 11, 12 aufschiebbar,
deren mindestens eine seitliche Führungsfläche ebenfalls
einen sich zur Rohrmündung 2 hin keilförmig erweiternden
Verlauf mit einem Keilwinkel 13 aufweist.
Der Schlitten 3 ist über einen Querkeil 14 sicherbar. Hierzu
kann der Querkeil 14 nach der Montage des Schlittens 3 in die
auf der ersten Seite 15 des Schlittens 3 vorgesehene nuten
förmige Ausnehmung 9 und in eine waffenrohrfeste nutenförmige
Ausnehmung 16 - die einerseits durch die der Rohrmündung abge
wandte Seite 17 der vorderen Schwalbenschwanzaufnahme 11 und
andererseits durch die der Rohrmündung zugewandte geneigte
Seite 18 einer Stegplatte 19 des Waffenrohres 1 gebildet
wird - eingeschoben werden.
Im folgenden wird kurz die Befestigung der Kollimatorhalte
rung 3 an dem Waffenrohr 1 erläutert:
Zunächst wird der Schlitten 3 an den am Waffenrohr 1 befind lichen Schwalbenschwanzaufnahmen 11, 12 derart angesetzt, daß sich der vordere Fußbereich 5 hinter der vorderen Schwalben schwanzaufnahme 11 und der hintere Fußbereich 6 hinter der hinteren Aufnahme 12 befindet. Anschließend wird dann der Schlitten 3 so weit zur Rohrmündung 2 auf die Schwalben schwanzaufnahmen 11, 12 geschoben, bis sich der Querkeil 14 in die nutenförmige Ausnehmung 9 und in die Ausnehmung 16 des Waffenrohres 1 einschieben läßt.
Zunächst wird der Schlitten 3 an den am Waffenrohr 1 befind lichen Schwalbenschwanzaufnahmen 11, 12 derart angesetzt, daß sich der vordere Fußbereich 5 hinter der vorderen Schwalben schwanzaufnahme 11 und der hintere Fußbereich 6 hinter der hinteren Aufnahme 12 befindet. Anschließend wird dann der Schlitten 3 so weit zur Rohrmündung 2 auf die Schwalben schwanzaufnahmen 11, 12 geschoben, bis sich der Querkeil 14 in die nutenförmige Ausnehmung 9 und in die Ausnehmung 16 des Waffenrohres 1 einschieben läßt.
Mit Hilfe einer ersten Schraube 20, die in die Stirnseite des
Querkeiles 14 von der der ersten Seite 15 gegenüberliegenden
zweiten Seite 21 des Schlittens 3 eingreift, wird der Quer
keil 14 anschließend bis zur beidseitigen Anlage am Waffen
rohr 1 gezogen, so daß der Schlitten 3 gegebenenfalls noch
weiter axial auf die Schwalbenschwanzaufnahmen 11, 12 durch
die Keilschräge 13 gedrückt wird.
Die derart erreichte Verspannung zwischen den Schwalben
schwanzaufnahmen 11, 12 und den Führungen 7, 8 des Schlittens
3 ist spielfrei. Eine zusätzliche am Querkeil 14 angebrachte
Paßfeder (aus Übersichtlichkeitsgründen nicht dargestellt),
die in eine Nut am Schlitten eingreift, verhindert ein axi
ales Wandern des Schlittens 3 während des Beschusses in
Richtung der Rohrmündung 2.
Sicherheitshalber kann der Querkeil 14 mit einer zweiten
Schraube 22 am Schlitten 3 befestigt werden, die radial durch
ein Langloch 23 am Schlitten 3 in den Querkeil 14 eingreift.
Diese Schraube hat außerdem die Aufgabe, den eingebauten
Querkeil 14 radial gegen den Schlitten 3 nach außen zu ziehen
und somit von der Auflage am Rohr in der nutenförmigen Aus
nehmung 16 abzuheben. Sowohl die erste wie die zweite Schrau
be 20, 22 sollten vorzugsweise gegen Lösen gesichert sein.
Sofern erforderlich, kann der Schlitten 3 problemlos wieder
entfernt werden. Hierzu wird zunächst der Querkeil 14 gelöst
und aus dem Schlitten 3 herausgezogen. Anschließend wird dann
der Schlitten 3 durch leichten Druck auf seine entgegen der
Schußrichtung befindliche Stirnseite von den Schwalben
schwanzaufnahmen 11, 12 geschoben.
Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf das vorstehend
beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt. So braucht bei
spielsweise der Schlitten nicht zwei getrennte Fußbereiche
mit Schwalbenschwanzführungen aufzuweisen, sondern es kann
auch nur eine einzige z. B. durchgehende Schwalbenschwanz
führung verwendet werden.
Außerdem müssen nicht beide seitliche Führungsflächen der
jeweiligen Schwalbenschwanzführung gegenüber der Längsachse
des Waffenrohres geneigt ausgebildet sein, sondern es reicht
aus, wenn nur eine seitliche Führungsfläche eine entsprechen
de Neigung besitzt.
1
Waffenrohr
2
Rohrmündung
3
Kollimatorhalterung, Schlitten
4
Längsachse
5
vordere Fußbereich
6
hintere Fußbereich
7
,
8
Schwalbenschwanzführung, Führung
9
nutenförmige Ausnehmung
10
Keilwinkel der Schwalbenschwanzaufnahme
am Schlitten
11
,
12
Schwalbenschwanzaufnahmen, Aufnahmen
13
Keilwinkel der Schwalbenschwanzaufnahme
am Rohr
14
Querkeil
15
erste Seite (Schlitten)
16
nutenförmige Ausnehmung (Waffenrohr),
Ausnehmung
17
Seite (vordere Schwalbenschwanzaufnahme),
Anlagefläche
18
Seite (Stegplatte), geneigte Anlagefläche
19
Stegplatte
20
erste Schraube
21
zweite Seite (Schlitten)
22
zweite Schraube
23
Langloch
Claims (7)
1. Waffenrohr mit einer im Bereich der Rohrmündung (2)
angeordneten Kollimatorhalterung (3) zur Befestigung
eines Kollimators einer Feldjustieranlage mit den
Merkmalen:
- a) die Kollimatorhalterung (3) ist als Schlitten mit einer sich in Richtung der Längsachse (4) des Waf fenrohres (1) erstreckenden Schwalbenschwanzführung (7, 8) ausgebildet;
- b) mindestens eine der beiden seitlichen Führungsflä chen der Schwalbenschwanzführung (7, 8) weist einen sich zur Rohrmündung (2) hin keilförmig ändernden Verlauf auf;
- c) der Schlitten (3) ist auf eine an der Rohrmündung (2) befestigte Schwalbenschwanzaufnahme (11, 12) aufgeschoben, deren mindestens eine seitliche Führungsfläche ebenfalls einen entsprechenden sich zur Rohrmündung (2) hin keilförmig ändernden Ver lauf aufweist;
- d) der Schlitten (3) ist über einen Querkeil (14), der in eine auf einer ersten Seite (15) des Schlittens (3) vorgesehene nutenförmige Ausnehmung (9) und in eine waffenrohrfeste nutenförmige Ausnehmung (16) im Bereich der Schwalbenschwanzaufnahme (11, 12) einschiebbar ist, gegen axiales Verschieben ge sichert.
2. Waffenrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die durch die seitlichen Führungsflächen der Schwalben
schwanzführung (7, 8) und die entsprechenden seitlichen
Führungsflächen der Schwalbenschwanzaufnahme (11, 12) ge
bildeten Keilwinkel zwischen 2 und 5° liegen.
3. Waffenrohr nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Seitenflächen des Querkeiles (14) und die
entsprechenden Anlageflächen (17, 18) der rohrfesten
nutenförmigen Ausnehmung (16) jeweils einen Keilwinkel
besitzen, der zwischen 3 und 8° liegt.
4. Waffenrohr nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schlitten (3) auf seiner dem
Waffenrohr (1) zugewandten Seite in Richtung der Längs
achse (4) des Waffenrohres (1) einen vorderen und einen
hinteren Fußbereich (5, 6) aufweist, wobei jeder der
beiden Fußbereiche (5, 6) mit einer Schwalbenschwanz
führung (7, 8) versehen ist, und daß an dem Waffenrohr
(1) zwei entsprechende getrennte Schwalbenschwanzauf
nahmen (11, 12) angeordnet sind.
5. Waffenrohr nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die nutenförmige Ausnehmung (9) des Schlittens (3) zum
Einbringen des Querkeiles (14) zwischen den beiden Fuß
bereichen (5, 6) angeordnet ist.
6. Waffenrohr nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß in die Stirnseite des Querkeiles
(14) von der der ersten Seite (15) gegenüberliegenden
zweiten Seite (21) des Schlittens (3) eine erste
Schraube (20) eingreift, derart, daß beim Anziehen der
Schraube (20) der Querkeil (14) in die waffenrohrfeste
nutenförmige Ausnehmung (16) gezogen und der Schlitten
(3) axial auf die Schwalbenschwanzaufnahme (11, 12)
gedrückt wird.
7. Waffenrohr nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Fixierung des Querkeiles (14)
eine zweite Schraube (22) vorgesehen ist, die durch ein
in dem Schlitten (3) angeordnetes Langloch (23) radial
in den Querkeil (14) eingreift.
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