DE19840904A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Bestimmen der Dichte eines fließenden Fluids - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Bestimmen der Dichte eines fließenden FluidsInfo
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Abstract
Zur verbesserten Bestimmung der Dichte eines einen Rohrabschnitt durchfließenden Fluids sieht die Erfindung vor, daß zur Bestimmung der in die Bestimmung der Dichte eingehenden Gesamtmasse eines durchflossenen Rohrabschnitts auch die Amplituden zweier aufeinander folgender gedämpfter Schwingungen desselben nach Beendigung einer Schwingungsanregung gemessen und in die Bestimmung der Dichte zusätzlich eingeht, wobei diese insbesondere bestimmt wird durch DOLLAR F1
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bestimmung der
Dichte eines durch einen schwingenden Rohrabschnitt
fließenden Fluids aufgrund bekannter Masse und Innenvolu
men des Rohrabschnitts, der Bestimmung der Federkonstante
des das Fluid enthaltenen Rohrabschnitts und Bestimmung
der Gesamtmasse durch Messung der Resonanzfrequenz des
durchflossenen Rohrabschnitts. Die Erfindung betrifft
weiterhin eine Vorrichtung zur Bestimmung der Dichte
eines durch einen Meßrohrabschnitt fließenden Fluids, mit
einem Schwingungserreger und mindestens einem Schwin
gungssensor sowie Einrichtungen zur Bestimmung der Feh
lerkonstante des fluidenthaltenen Rohrabschnitts und der
Gesamtmasse unter Bestimmung der Rohrfrequenz des durch
flossenen Rohrabschnitts zur Bestimmung der Dichte bei
bekannter Masse und bekanntem Innenvolumen des Rohrab
schnitts.
In der verfahrenstechnischen Industrie ist die Messung
der Dichte von den Rohrleitungen strömenden Medien von
Bedeutung. Zur Dichtemessung können verschiedene Meßver
fahren eingesetzt werden. Weit verbreitet sind Meßgeräte,
die auf der Messung der Eigenresonanz schwingender, von
dem zu messenden Medium durchströmter Meßrohre beruhen.
Zu dieser Klasse gehören nicht nur Dichtemeßgeräte,
sondern auch Tauchmeßgeräte nach dem Coriolisprinzip.
Letzere beruhen darauf, daß durch ein quer zur Durchfluß
richtung des Fluids schwingendes Rohr auf das Fluid
Querbeschleunigungskräfte ausgeübt werden, denen das Flui
eine Trägheitskraft entgegensetzt, die ein Zurückbleiben
bzw. Vorlaufen der Schwingungen stromauf- bzw. stromab
des Schwingungserregers verursacht, die gemessen werden
können.
Die Dichte der Flüssigkeiten, welche die Schwingungen der
Meßrohre stark dämpfen, kann heute nur mit relativ gerin
ger Meßgenauigkeit gemessen werden.
Die Dichtemessung erfolgt bei bekannten Rohrkenndaten,
wie insbesondere der Masse des schwingenden Rohrab
schnitts und seines Innenvolumens sowie der Schwingung
der Federkonstante des das Fluid enthaltenen Rohrab
schnitts aufgrund der Bestimmung der Gesamtmasse des
fluiddurchflossenen Rohrabschnitts unter Messung der
Resonanzfrequenz gemäß
m = 1/(2f)2 D (Gl. 1)
wobei m die Gesamtmasse des schwingenden Systems, D die
Federkonstante und f die Resonanzfrequenz ist. Hierbei
wird die Reibungskonstante des schwingenden Systems, die
bei der erzwungenen Schwingung eines derartigen Systems
zu berücksichtigen ist, vernachlässigt. Ist diese aber,
insbesondere im Verhältnis zur Masse nicht vernachlässig
bar, entsteht ein erheblicher Meßfehler. Es kann nicht
erkannt werden, ob eine gemessene Frequenzänderung von
einer Änderung der Dämpfung des Fluids oder seiner Dichte
herrührt. Es wurden beispielsweise Meßfehler von 1,5%
des Meßwertes festgestellt, die als erheblich angesehen
werden.
Der Einfluß der Dämpfung bestimmt sich aus K2/2mD, so
daß zur Reduzierung des Einflusses die Federkonstante
und/oder Morse des schwingenden Systems zu vergrößern
wären. Diese Möglichkeit stößt aber an Grenzen, die durch
konstruktive, fertigungstechnische und werkstofftech
nische Vorgaben bedingt sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Vermeid
ung der vorgenannten Nachteile ein Verfahren und eine
Vorrichtung zu schaffen, bei denen die Reibungskonstante
zur Bestimmung der Dichte eines fließenden Fluids nicht
vernachlässigt, sondern mit berücksichtigt wird.
Erfindungsgemäß wir die genannte Aufgabe der eingangs
genannten Art dadurch gelöst, daß zusätzlich die Amplitu
den zweier aufeinander folgender (gedämpfter) Schwingun
gen nach Beendigung einer Schwingungsanregung gemessen
werden und ebenfalls in die Bestimmung der Dichte einge
hen. Eine erfindungsgemäße Vorrichtung sieht zur Lösung
der erfindungsgemäßen Aufgabe vor, daß eine Einrichtung
zur Unterbrechung der Schwingungserregung und Einrichtung
zur Bestimmung zweier aufeinander folgender Amplituden
der gedämpften Schwingungen bei Unterbrechung der Schwin
gungserregung und Berücksichtigung der gemessenen Ampli
tudenwerte bei der Bestimmung der Dichte vorgesehen sind.
Vorzugsweise werden aufeinanderfolgende Amplituden
gemessen.
Die Erfindung sieht also zur Berücksichtigung der Reinigungs
konstante anstatt der Vernachlässigung derselben vor,
daß die Schwingungsamplituden zweier aufeinander folgen
der Schwingungen, deren Verhältnis durch die Reibungskon
stante bestimmt ist, gemessen und in die Bestimmung in
der Gesamtmasse und letztendlich der Dichte des durch
einen Rohrabschnitt fließenden Fluids eingehen bzw.
hierbei berücksichtigt werden.
In konkreter Ausgestaltung ist dabei vorgesehen, daß die
Dichte des schwingenden Systems bestimmt wird durch
bzw. vorrichtungsmäßig, daß die Einrichtung zur
Bestim
mung der Gesamtmasse des schwingenden Systems derart
ausgestaltet ist, daß die Gesamtmasse, ebenfalls durch
vorstehende Maßgabe bestimmt wird. Während bisher von
permanenter Erregung der Schwingung bei der Resonanzfrequenz
ausgegangen wurde, hat die Erfindung erkannt, daß
bei Abschalten der Erregung aufgrund der sich unter
Einfluß der Reibungskonstanten bei einer solchen gedämpf
ten Schwingung Schwingungsamplitude die Reibungskonstante
in der Bestimmung der schwingenden Gesamtmasse des Sys
tems und letztendlich der Dichte des durchfließenden
Fluids berücksichtigt werden kann, da bei einer gedämpf
ten Schwingung die Amplitude von Periode zu Periode um
den Faktor
abnimmt, so daß das Quadrat der Reibungskonstante sich
ergibt zu
Hieraus ergibt sich die schwingende Gesamtmasse gemäß der
obigen Gl. 2.
Erfindungsgemäß muß daher der Einfluß der Dämpfungskon
stante und damit des dämpfenden Fluids die Meßgenauigkeit
nicht mehr vernachlässigt werden, sondern wird bei der
Bestimmung der Dichte vollauf berücksichtigt.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung und damit auch mit einem
solchen durchzuführenden Verfahren wird im folgenden
unter Bezugnahme auf die Zeichnung im einzelnen erläu
tert. Dabei zeigt die
einzige Figur eine schematische Darstellung einer erfindungs
gemäßen Vorrichtung und damit eine Vorrichtung
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfah
rens.
In einer Rohrleitung 1, die von einem Fluid mit einer
beliebigen Strömungsrichtung 2 durchströmt ist, ist zur
Messung der Dichte an einem Meßrohr oder einem Rohrab
schnitt 5 ein Meßwertaufnehmer, der allgemein mit 3
bezeichnet ist, angebaut, der mit einem Meßwertumformer 4
verbunden ist. Die Erfindung wird anhand eines gemäß des
Strömungspfeils 2 durchströmten geraden Meßrohrabschnitts
5 beschrieben. Stattdessen können auch bogen-, omega-
oder sonstig gestaltene Meßrohrverläufe gewählt werden.
Der Meßwertaufnehmer 3 weist einen mit dem Rohrabschnitt
5 verbundenen Grundkörper 6 und ein Schwingungs-Erreger
system 7 auf. Hierzu gehört ein an dem Rohrabschnitt 5
angebrachter Dauermagnet 7a und eine mit dem Grundkörper
verbundene Spule 7b. Der Meßwertaufnehmer 3 weist weiter
hin Sensoren, im dargestellten Ausführungsbeispiel zwei
elektrodynamische Sensoren 8 und 9 auf, durch die das
eingangs erwähnte Vorlaufen bzw. Nachlaufen der Schwing
ungen des schwingenden Rohrabschnitts 5 und damit Corio
lis-Messungen durchgeführt werden können. Reine Dichtem
eßgeräte benötigen nur einen Sensor, der ebenfalls ein
elektrodynamischer Sensor sein kann.
Die elektromagnetischen Sensoren 8 und 9 weisen jeweils
einen mit dem Meßrohr verbundenen Dauermagneten 8a, 9a
und eine an dem Grundkörper angebrachte Spule 8b, 9b auf.
Der Meßwertumformer 4 beinhaltet zunächst eine Einricht
ung zur Schwingungsanregung A. Weiterhin ist eine Elek
tronikeinheit B zur Verstärkung, Filterung und Addierung
der durch die Schwingung in den Sensoren 8 und 9 indu
zierten von diesen der Elektronikeinheit B zugeführten
Spannungen vorgesehen. Schließlich weist der Meßwertum
former 4 erfindungsgemäß eine Verarbeitungseinrichtung C
auf.
Die Baugruppe A liefert einen sinusförmigen Strom für das
Erregersystem zur Erzeugung der erwünschten Biegeschwing
ungen des Rohrabschnitts 5. Basiert auf der in einem der
Sensoren, hier dem Sensor 8 induzierten Spannung, regelt
die Einrichtung zur Schwingungserregung A den Erreger
strom derart, daß während der Erregung eine Schwingung
mit praktisch konstanter Amplitude erzeugt wird.
Die Verarbeitungseinheit C unterbricht den Erregerstrom
der Einrichtung zur Schwingungserregung A über den Schal
ter 11 bestimmte Zeiten. Die von der Elektronikeinheit B
in der beschriebenen Weise vorverarbeitete elektrische
Spannung wird der Verarbeitungseinheit C zur Weiterverar
beitung zugeführt. Diese tastet den analogen Spannungs
verlauf, gegebenenfalls mittels eines Analog-Digital-
Wandlers ab. Sie bestimmt weiterhin die Dichte des Fluids
unter Bestimmung der Gesamtmasse in der vorbeschriebenen
erfindungsgemäßen Weise, insbesondere unter Verarbeitung
gemäß der Gleichung 2 und aufgrund der so erhaltenen
Gesamtmasse in ansonsten bekannter Weise.
Claims (4)
1. Verfahren zur Bestimmung der Dichte eines durch
einen schwingenden Rohrabschnitt fließenden Fluids
aufgrund bekannter Masse und Innenvolumen des Rohr
abschnitts, der Bestimmung der Federkonstante des
das Fluid enthaltenen Rohrabschnitts und Bestimmung
der Gesamtmasse durch Messung der Resonanzfrequenz
des durchflossenen Rohrabschnitts, dadurch gekenn
zeichnet, daß zusätzlich mindestens zwei Amplituden
der gedämpften Schwingungen nach Beendigung einer
Schwingungsanregung gemessen werden und in die
Bestimmung der Dichte eingehen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichte des schwingenden Systems bestimmt
wird durch
3. Vorrichtung zur Bestimmung der Dichte eines durch
einen Meßrohrabschnitt (5) fließenden Fluids, mit
einem Schwingungserreger (7, 7a, 7b) und mindestens
einem Schwingungssensor (8, 8a, 8b; 9, 9a, 9b) sowie
Einrichtungen zur Bestimmung der Fehlerkonstante des
fluidenthaltenen Rohrabschnitts und der Gesamtmasse
unter Bestimmung der Resonanzfrequenz des durchflos
senen Rohrabschnitts (5) zur Bestimmung der Dichte
bei bekannter Masse und bekanntem Innenvolumen des
Rohrabschnitts (5), dadurch gekennzeichnet, daß eine
Einrichtung (C) zur Unterbrechung der Schwingungser
regung und Einrichtung (B) zur Bestimmung mindestens
zwei Amplituden (zwei der gedämpften Schwingungen)
bei Unterbrechung der Schwingungserregung und Ber
ücksichtigung der gemessenen Amplitudenwerte bei der
Bestimmung der Dichte vorgesehen sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung zur Bestimmung der Gesamtmasse
des schwingenden Systems derart ausgestaltet ist,
daß die Dichte bestimmt wird durch
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1998140904 DE19840904A1 (de) | 1998-09-08 | 1998-09-08 | Verfahren und Vorrichtung zum Bestimmen der Dichte eines fließenden Fluids |
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| DE (1) | DE19840904A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10356383A1 (de) * | 2003-12-03 | 2005-06-30 | Abb Patent Gmbh | Coriolis-Massedurchflussmesser |
| DE102005044008A1 (de) * | 2005-09-14 | 2007-03-15 | Krohne Ag | Verfahren zur Prüfung eines Massendurchflußmeßgeräts |
| AT516420A1 (de) * | 2014-10-20 | 2016-05-15 | Anton Paar Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zur Ermittlung der Dichte eines Fluids |
-
1998
- 1998-09-08 DE DE1998140904 patent/DE19840904A1/de not_active Withdrawn
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE10356383A1 (de) * | 2003-12-03 | 2005-06-30 | Abb Patent Gmbh | Coriolis-Massedurchflussmesser |
| DE10356383B4 (de) * | 2003-12-03 | 2007-06-21 | Abb Patent Gmbh | Coriolis-Massedurchflussmesser |
| DE102005044008A1 (de) * | 2005-09-14 | 2007-03-15 | Krohne Ag | Verfahren zur Prüfung eines Massendurchflußmeßgeräts |
| DE102005044008B4 (de) * | 2005-09-14 | 2007-07-12 | Krohne Ag | Verfahren zur Prüfung eines Massendurchflußmeßgeräts |
| EP1764589A3 (de) * | 2005-09-14 | 2008-07-02 | Krohne AG | Verfahren zur Prüfung eines Coriolis-Massendurchflussmessgeräts |
| US7603885B2 (en) | 2005-09-14 | 2009-10-20 | Krohne Ag | Method for testing a mass flow rate meter |
| AT516420A1 (de) * | 2014-10-20 | 2016-05-15 | Anton Paar Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zur Ermittlung der Dichte eines Fluids |
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