DE19840766A1 - Antrieb für einen Flügel einer Tür, eines Fensters oder dergleichen - Google Patents
Antrieb für einen Flügel einer Tür, eines Fensters oder dergleichenInfo
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Abstract
Es wird ein hydraulischer Gleitarmtürschließer (3) beschrieben, der mit einer elektrischen Festhaltevorrichtung (6) zusammenwirkt. Der Gleitarmtürschließer (3) weist einen Gleitarm (33) auf, der in einer Gleitschiene (34) verschiebbar geführt ist. Der Gleitarm (33) ist auf der Schließerwelle (32) frei drehbar gelagert und wirkt mit einem mit der Schließerwelle (32) drehfesten Schließhebel zusammen. Der Schließhebel (5) ist bei eingeschalteter Feststellvorrichtung (6) außerhalb des Bewegungsbereichs des Gleitarms (33) festgestellt. In dieser Stellung erfolgt Free-Swing-Betrieb, d. h. der Türflügel (1) kann ohne Betätigung des Türschließers (3) frei manuell betätigt werden. Bei abgeschalteter Feststellvorrichtung (6) wird die Feststellung des Schließhebels (5) aufgehoben. Der Schließhebel (5) dreht unter Wirkung der Schließerfeder des Türschließers in die Schließstellung und nimmt dabei den Gleitram (33) und damit den Flügel (1) in Schließstellung mit.
Description
Die Erfindung betrifft einen Antrieb für einen Flügel einer Tür, eines Fensters oder
dergleichen mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
Die DE 27 51 859 beschreibt einen hydraulisch betriebenen Türschließer mit einer
durch eine Federanordnung im Schließsinn belasteten Schließerwelle, welche
über ein Ritzel mit einem in der Hydraulikzylindereinrichtung des Türschließers
axial verschiebbaren Kolben zusammenwirkt.
Im Brandfalle wird ein möglicherweise geöffneter Türflügel unter Wirkung des
Türschließers geschlossen, um eine Ausbreitung des Brandes zu verhindern. Um
dennoch im Normalbetrieb die Tür in einfacher Weise öffnen zu können und um
den Türflügel auch in geöffneter Lage belassen zu können, ohne daß dieser sofort
unter Wirkung des Türschließers schließt, ist eine Zusatzeinrichtung vorgesehen,
welche die Schließerfeder im Normalbetrieb in einer vorgespannten Stellung hält.
Bei vorgespannter und blockierter Schließerfeder kann der Kolben frei innerhalb
des Zylinders bewegt werden und damit auch der Türflügel manuell frei betätigt
werden.
Die Zusatzeinrichtung weist einen weiteren, in dem Zylinder zwischen Druckraum
und Drucklosraum angeordneten Kolben auf, welcher im Anschlag mit der Schlie
ßerfeder ist. Der Kolben weist ein zum Druckraum hin öffnendes Rückschlagventil
auf, so daß beim Öffnen der Tür der Zusatzkolben unter Kompression der Schlie
ßerfeder bewegt werden kann. Ein im Normal betrieb verschlossenes elektroma
gnetisch betätigbares Sperrventil verhindert jedoch eine Bewegung des Zusatzkol
bens in Gegenrichtung, so daß die gespannte Schließerfeder ihre Schließkraft
nicht auf die Schließerwelle übertragen kann. Erst bei Deaktivierung des Sperr
ventils im Brandfall wird die Blockierung der Schließerfeder durch den Zusatzkol
ben gelöst, und der Türflügel schließt. Nachteilig an dieser Ausführung ist der
komplexe Aufbau des Schließzylinders. Zudem werden hohe Anforderungen an
die Dichtigkeit der Hydraulikeinrichtung gestellt, um etwa ein ungewolltes schlei
chendes und allmähliches Schließen zu verhindern.
Die US 4102005 beschreibt ein kraftübertragendes Gestänge für einen Gleitarm
türschließer mit einer Kolben-Zylinder-Einheit und einer Schließerfeder. Der Tür
schließer ist mit einer hydraulischen Feststellvorrichtung ausgestattet, welche den
Kolben und die Schließerwelle durch Unterbrechung des Hydraulikkreislaufes
feststellt. Um dennoch ein manuelles Öffnen und Schließen der Tür zu ermögli
chen, ist das Gestänge zweigeteilt ausgeführt, mit einer zusätzlichen Gelenkver
bindung zwischen einem Basisteil und einem Erweiterungsteil. Der Basisteil ist mit
der Schließerwelle drehfest gekoppelt und der Erweiterungsteil mit einem Gleiter in
der Gleitschiene geführt. Die zusätzliche Gelenkverbindung erlaubt ein freies Öff
nen und Schließen der Tür trotz eingeschalteter Hydraulikfeststellung, welches
lediglich durch eine Anschlagschulter am Basisgestänge begrenzt ist. Bei Auslö
sung eines Feueralarms wird die Hydraulikfeststellung aufgehoben, und das Ba
sisgestänge kommt mit der Anschlagschulter in Kontakt mit dem Erweiterungsge
stänge. Dadurch wird das Erweiterungsgestänge mit dem Schließer gekoppelt,
und die Tür schließt unter Wirkung der Schließerfeder.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Antrieb für einen Flügel einer Tür, eines Fen
sters oder dergleichen zu schaffen, mit einer Freilauffunktion im Normal betrieb und
einer Schließfunktion im Notfall, welcher einfach aufgebaut ist und im wesentlichen
die Verwendung herkömmlicher Kolben-Zylinder-Einheiten erlaubt.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch den Gegenstand des An
spruchs 1.
Durch die Entkoppelung von kraftübertragendem Gestänge und Abtriebswelle des
Türschließers kann die Tür ohne Kraftwirkung der Schließerfeder mit einer soge
nannten Freilauffunktion manuell geöffnet oder geschlossen werden. Vorzugswei
se ist das kraftübertragende Gestänge unmittelbar auf der Abtriebswelle drehbar
gelagert, in alternativen Ausführungen ist jedoch auch ein separates Drehlager im
Bereich der Abtriebswelle denkbar. Ein drehfest mit der Abtriebswelle gekoppelter
Schließhebel gelangt bei ausgeschalteter Festhaltevorrichtung in Anschlag mit
dem freilaufenden kraftübertragenden Gestänge, nimmt dieses mit und bewirkt,
daß die Tür geschlossen wird.
Der Schließhebel ist in einer bevorzugten Ausführung radial auskragend auf dem
freien Ende der Abtriebswelle gelagert. Der Schließhebel weist einen Mitnehme
ranschlag auf, welcher bei ausgeschalteter Feststellvorrichtung mit dem kraftüber
tragenden Gestänge beim Schließvorgang und/oder beim Öffnungsvorgang der
Tür zusammenwirkt. Im Normalbetrieb ist jedoch der Schließhebel und damit auch
die Abtriebswelle bei gespannter Schließerfeder durch eine Festhaltevorrichtung
blockiert.
Die Festhaltevorrichtung kann einen Elektromagneten, ein Piezoelement oder eine
Rastvorrichtung zur Blockierung bzw. Feststellung des Schließhebels aufweisen.
Die Festhaltevorrichtung ist hierzu ortsfest am Blendrahmen oder am Türflügel
befestigt.
Im Normalbetrieb ist der Schließhebel durch die Festhaltevorrichtung blockiert, und
der Türflügel mit dem kraftübertragenden Gestänge kann frei bewegt werden. Der
Schließhebel kann als Anker eines Elektromagneten und die Festhaltevorrichtung
als Elektromagnet ausgebildet sein oder als Rasthebel und die Festhaltevorrich
tung als Verriegelungsvorrichtung ausgebildet sein. Im Notfall - bei Auslösung
eines Feueralarms oder bei Stromausfall - wird die Blockierung des Schließhebels
gelöst. Durch die Kraft der Schließerfeder bewegt sich dieser in Schließrichtung.
Sofern der Türflügel sich zu diesem Zeitpunkt in einer ganz oder teilweise geöffne
ten Stellung befindet, wird auch das kraftübertragende Gestänge durch den am
Schließhebel befestigten Mitnehmeranschlag in Schließrichtung bewegt und der
Türflügel geschlossen.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind in der Unteransprüchen 2 bis 0 ausge
führt.
Die Erfindung wird in den Figuren näher erläutert. Dabei zeigt
Fig. 1 einen Ausschnitt einer Anschlagschwenktür mit einem im Bereich des
oberen Blendrahmens aufliegend montierten Gleitarmtürschließer mit ei
nem Schließhebel und einer elektromagnetischen Feststellvorrichtung;
Fig. 2 eine Draufsicht auf den Schließhebel in Schließlage der Tür bei festge
stelltem Schließhebel;
Fig. 3 eine Draufsicht auf den Schließhebel in Teiloffenlage der Tür bei festge
stelltem Schließhebel;
Fig. 4 eine Draufsicht auf den Schließhebel in Teiloffenlage der Tür bei freige
gebenem Schließhebel;
Fig. 5 eine Draufsicht auf den Schließhebel in Teiloffenlage der Tür bei freige
gebenem Schließhebel in Anschlag mit dem Gleitarm;
Fig. 6 eine Draufsicht auf den Schließhebel in Schließlage der Tür bei freigege
benem Schließhebel in Anschlag mit dem Gleitarm;
Fig. 7 einen Schnitt durch den Schließhebel entlang Linie VII-VII in Fig. 1.
Fig. 1 zeigt einen Ausschnitt einer Anschlagschwenktür mit einem im Bereich
des oberen Blendrahmens 2 aufliegend montierten Gleitarmtürschließer 3 mit einer
elektromagnetischen Feststellvorrichtung 6. Das Gehäuse 31 des Türschließers ist
auf dem Blendrahmen aufliegend montiert. Die Tür weist einen Türflügel 1 auf, der
an einer vertikalen Kante in Bändern 21 am Blendrahmen 2 schwenkbar gelagert
ist. Auf dem Türflügel 1 ist aufliegend eine Gleitschiene 34 montiert, in der der
Gleitarm 33 des Türschließers geführt ist.
Der Gleitarmtürschließer 3 besteht aus einem Türschließergehäuse 31, in dem
eine Schließerwelle 32 drehbar gelagert ist. Auf der Schließerwelle 32 ist der
Gleitarm 33 des Türschließers gelagert, der an seinem freien Ende einen Gleiter
35 aufweist, der in der Gleitschiene 34 verschiebbar und drehbar geführt ist. Der
Gleitarm 33 ist frei drehbar auf der Schließerwelle 32 gelagert, so daß eine Ent
koppelung der Schließwirkung vom Gleitarmgestänge 33 erfolgt. D.h. der Türflügel
1 kann frei und ohne Wirkung der Schließerfeder manuell geöffnet und geschlos
sen werden, wobei der Gleiter 35 innerhalb der Gleitschiene 34 hin- und herbe
wegt wird und wobei sich der Gleitarm 33 in seinem Lager frei auf der Schließer
welle 32 dreht.
Zusätzlich ist ein Schließhebel 5 drehfest mit der Schließerwelle 32 verbunden.
Der Schließhebel 5 ist kürzer ausgebildet als der Gleitarm 33 und erstreckt sich bei
geschlossener Tür in entgegengesetzter Richtung von diesem. Der Schließhebel 5
sitzt auf dem freien Ende der Schließerwelle 32 in der Darstellung in Fig. 1, also
unterhalb des Gleitarms 33. In der Stellung in Fig. 1 ist der Schließhebel 5 durch
einen am Blendrahmen 2 befestigten Elektromagneten 6 festgestellt. Die Funkti
onsweise des Schließhebels 5 und des Elektromagneten 6 wird in den Fig. 2
bis 6 erläutert.
In dem Türschließergehäuse 31 sind eine nicht dargestellte Schließerfeder und
eine Dämpfungsvorrichtung angeordnet, welche mit der Schließerwelle 32 zu
sammenwirken. Bei dem Gleitarmtürschließer 3 kann es sich um einen herkömm
lich aufgebauten Türschließer handeln, z. B. um einen hydraulischen Türschließer,
wie er in DE 36 38 353 A1 beschrieben ist. Ein solcher Türschließer 3 funktioniert
derart, daß beim manuellen Öffnen des Türflügels 1 durch die dabei entstehende
Zwangsbewegung des Gestänges 33 und der Schließerwelle 32 die Schließerfe
der gespannt wird. Der Schließvorgang erfolgt nachfolgend selbsttätig unter Wir
kung der Schließerfeder. Die Schließerwelle 32 mit dem Gestänge 33 wird dabei in
Gegenrichtung zurückgedreht. Die hydraulische Dämpfung der Schließbewegung
erfolgt, indem über Hydraulikkanäle und Ventile Hydraulikmedium zwischen beiden
Kolbenarbeitsräumen ausgetauscht wird.
In Fig. 2 ist der Schließhebel 5 in Draufsicht dargestellt. Der Türflügel 1 befindet
sich in Schließlage, wobei der Gleitarm 33 und der Schließhebel 5 sich in entge
gengesetzter Richtung erstrecken. Sowohl der Gleitarm 33 als auch der Schließ
hebel 5 sind auf der Schließerwelle 32 des nicht dargestellten Türschließers 3
gelagert. Jedoch lediglich der Schließhebel 5 ist drehfest mit der Schließerwelle 32
verbunden, während der Gleitarm 33 frei beweglich auf der Schließerwelle 32
drehbar ist.
Der Schließhebel 5 weist an seinem freien Ende an der dem Blendrahmen 2 zu
gewandten Seite einen Mitnehmeranschlag 51 auf. Wie in der Schnittdarstellung
von Fig. 7 zu erkennen, besitzt der Schließhebel 5 in diesem Bereich einen L-förmigen
Querschnitt mit einem horizontalen Schenkel 5a und einem vertikalen
Schenkel 5b. Der als Mitnehmeranschlag 51 ausgebildete vertikale Schenkelab
schnitt 5b ist in seiner in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Feststellposition im
Anschlag mit einem am Blendrahmen 2 befestigten Elektromagneten 6 und wird
durch diesen festgestellt, solange der Elektromagnet 6 bestromt wird. Die mit dem
Schließhebel 5 drehfest verbundene Schließerwelle 32 ist durch die Feststellung
des Schließhebels 5 ebenfalls blockiert, und sodann ist die Schließfunktion der
Türschließers 3 außer Kraft gesetzt.
Da der Gleitarm 33 frei drehbar auf der Schließerwelle 32 gelagert ist, kann, wie in
Fig. 3 dargestellt, der Türflügel 1 unter Auslenkung des Gleitarmes 33 frei geöff
net und auch wieder geschlossen werden. Des weiteren ist es möglich, den Tür
flügel 1 in geöffneter Stellung zu belassen, ohne daß dieser durch die Schließwir
kung des Türschließers 3 automatisch geschlossen wird. Auch der maximale
Türöffnungswinkel wird in der dargestellten Ausführung nicht eingeschränkt. Es ist
jedoch möglich, den maximalen Schließwinkel zu begrenzen, indem der Elektro
magnet und damit auch der Mitnehmeranschlag 51 des Schließhebels 5 vom
Blendrahmen 2 aus nach vorne versetzt angeordnet werden.
Im Brandfall kann nun, beispielsweise ausgelöst durch einen Rauchmelder 4, der
Elektromagnet abgeschaltet werden. Wie in Fig. 4 dargestellt, wird dadurch der
Schließhebel 5 freigegeben. Die im Schließergehäuse 31 vorgespannte Schließer
feder bewirkt dann eine Drehung der Schließerwelle 32 und des damit gekoppelten
Schließhebels 5. Auch bei einem eventuellen Stromausfall, ohne ein Signal des
Rauchmelders 4, wird durch die fehlende Bestromung des Elektromagneten 6 der
Schließhebel 5 wie erwünscht freigegeben. Zudem kann ein Taster oder ein
Schalter vorgesehen sein, durch den sich der Elektromagnet 6 manuell ausschal
ten läßt, um den Schließvorgang der Tür zu bewirken.
Fig. 5 zeigt den weiteren Schließvorgang des nicht dargestellten Türflügels 1.
Der Schließhebel 5 wurde unter Wirkung der Schließerfeder bereits um 90 Grad
gedreht, und der Mitnehmeranschlag 51 am freien Ende des Schließhebels 5
kommt in Anschlag mit dem Gleitarm 33. Der Gleitarm 33 wird durch den Schließ
hebel 5 mitgenommen, und der Türflügel 1 schließt wie gewünscht.
Fig. 6 zeigt den Gleitarm 33 und den Schließhebel 5 nach Erreichen der
Schließlage des Türflügels. Der Elektromagnet 6 wird jetzt gegebenenfalls wieder
bestromt, doch der Schließhebel 5 befindet sind nicht im Anschlag mit dem Elek
tromagneten 6.
Erst beim nächsten manuellen Öffnungsvorgang der Tür wird in Umkehrung des
zuvor beschriebenen Ablaufs der Schließhebel 5 durch den Gleitarm 33 mitge
nommen. Dabei wird auch die Schließerfeder erneut gespannt. Es ist erforderlich,
die Tür beim ersten Öffnungsvorgang so weit zu öffnen, bis der Mitnehmeran
schlag 51 des Schließhebels 5 in Anschlag mit dem Elektromagneten 6 kommt
und dadurch wieder festgestellt wird. Andernfalls würde die Schließkraft nach wie
vor über den Schließhebel 5 auf den Gleitarm 33 wirken und die Tür nach jedem
Öffnungsvorgang automatisch schließen.
In der in Fig. 1 dargestellten Montageart, der sogenannten Kopfmontage, ist das
Türschließergehäuse 31 am Blendrahmen 2 montiert. Hierbei ist die Gleitschiene
34 auf dem Türflügel 1 montiert. Bei einer anderen nicht dargestellten Montageart,
der sogenannten Blattmontage, ist das Türschließergehäuse 31 am Türflügel 1
montiert und die Gleitschiene 34 am Blendrahmen 2. Die Montage kann sowohl
auf der Bandseite als auch auf der Bandgegenseite erfolgen.
In alternativen Ausführungsformen kann an Stelle eines Gleitarmgestänges 33
auch ein Scherenarmgestänge verwendet werden. Ein Einsatz der Erfindung ist
auch an zweiflügeligen Türen möglich, welche zusätzlich mit einer Schließfolgere
gelung ausgerüstet sein können. Zudem ist ein Einsatz der Erfindung an elek
trohydraulischen Türantrieben möglich, welche zusätzlich eine Hydraulikpumpe
zum motorischen Öffnen oder motorisch unterstützten Öffnen des Türflügels 1
aufweisen. Die Hydraulikpumpe ist vorzugsweise ebenfalls in dem Gehäuse ange
ordnet oder mit diesem verbunden. In den nachfolgenden Figuren erfolgt die Erläu
terung der verschiedenen Ausführungsformen der Erfindung jeweils an dem be
reits beschriebenen hydraulischen Türschließer 3.
Der Einsatz der beschriebenen Ausführung ist nicht allein auf Türen beschränkt.
Ein Einsatz ist auch an Fenstern und prinzipiell an jeder Art Flügel möglich.
An Stelle einer starren Anbringung des Elektromagneten 6 am Blendrahmen 2
bzw. am Türflügel 1 ist alternativ auch eine bewegliche Lagerung des Elektroma
gneten 6 möglich. Der Elektromagnet 6 kann beispielsweise auf einem Schwenk
arm gegen die Kraft einer Rückstellfeder gelagert sein (nicht dargestellt). Der
Schwenkarm kann innerhalb eines vorgegebenen Winkelbereiches beweglich am
Blendrahmen 2 bzw. am Türflügel 1 gelagert sein. Durch die bewegliche und fe
dernde Lagerung wird ein hartes Auftreffen des Mitnehmeranschlags 51 auf den
Elektromagneten 6 beim Feststellen des Schließhebels 5 vermieden. Zudem kann
über die Einstellung des Winkelbereiches am Schwenkarm auch der maximale
Türöffnungswinkel festgelegt werden bzw. derjenige Türöffnungswinkel festgelegt
werden, bei dem der Mitnehmeranschlag 51 auf den Elektromagneten 6 auftrifft.
1
Türflügel
2
Blendrahmen
21
Türband, Bänder
3
Türschließer, Gleitarmtürschließer
31
Schließergehäuse
32
Schließerwelle, Abtriebsglied
33
Gleitarm
34
Gleitschiene
35
Gleiter
4
Rauchmelder
5
Schließhebel
5
a horizontaler Schenkel
5
b vertikaler Schenkel
51
Mitnehmeranschlag
6
Elektromagnet
Claims (15)
1. Antrieb für einen Flügel einer Tür, eines Fensters oder dergleichen
mit einem Antriebsgehäuse,
mit einer in einem Antriebsgehäuse angeordneten Rückstellvorrichtung, z. B. Schließerfeder, welche beim Öffnen oder Schließen des Flügels beaufschlagt wird und als Energiespeicher zum selbsttätigen Schließen des Flügels aus gebildet ist,
mit einer in dem Antriebsgehäuse angeordneten Dämpfungsvorrichtung zum Dämpfen der Schließ- und/oder Öffnungsbewegung des Flügels, vorzugswei se hydraulische Dämpfungsvorrichtung,
mit einem in dem Antriebsgehäuse angeordneten Abtriebsglied, vorzugswei se Abtriebswelle, welches mit der Rückstellvorrichtung und/oder der Dämp fungsvorrichtung zusammenwirkt,
mit einem kraftübertragenden Gestänge, welches einerseits in einem Dreh- oder Gleitlager abgestützt ist und andererseits mit dem Abtriebsglied verbun den ist,
dadurch gekennzeichnet, daß das kraftübertragende Gestänge (33) frei drehbar auf dem Abtriebsglied (32) oder im Bereich des Abtriebsgliedes (32) gelagert ist und ein Schließhe bel (5) drehfest mit dem Abtriebsglied (32) verbunden ist und mit einer Fest haltevorrichtung (6) feststellbar ist.
mit einem Antriebsgehäuse,
mit einer in einem Antriebsgehäuse angeordneten Rückstellvorrichtung, z. B. Schließerfeder, welche beim Öffnen oder Schließen des Flügels beaufschlagt wird und als Energiespeicher zum selbsttätigen Schließen des Flügels aus gebildet ist,
mit einer in dem Antriebsgehäuse angeordneten Dämpfungsvorrichtung zum Dämpfen der Schließ- und/oder Öffnungsbewegung des Flügels, vorzugswei se hydraulische Dämpfungsvorrichtung,
mit einem in dem Antriebsgehäuse angeordneten Abtriebsglied, vorzugswei se Abtriebswelle, welches mit der Rückstellvorrichtung und/oder der Dämp fungsvorrichtung zusammenwirkt,
mit einem kraftübertragenden Gestänge, welches einerseits in einem Dreh- oder Gleitlager abgestützt ist und andererseits mit dem Abtriebsglied verbun den ist,
dadurch gekennzeichnet, daß das kraftübertragende Gestänge (33) frei drehbar auf dem Abtriebsglied (32) oder im Bereich des Abtriebsgliedes (32) gelagert ist und ein Schließhe bel (5) drehfest mit dem Abtriebsglied (32) verbunden ist und mit einer Fest haltevorrichtung (6) feststellbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet
daß der Schließhebel (5) radial auskragend auf dem Abtriebsglied (32) ange
ordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet,
daß der Schließhebel (5) am freien Ende des Abtriebsgliedes (32) angeord
net ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet,
daß der Schließhebel (5) einen Mitnehmeranschlag (51) aufweist, welcher mit
dem kraftübertragenden Gestänge (33) beim Schließvorgang und/oder beim
Öffnungsvorgang der Tür zusammenwirkt.
5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet,
daß der Schließhebel (5) vorzugsweise mit einem Mitnehmeranschlag sich
bei festgestelltem Schließhebel (5) außer Wirkkontakt mit dem kraftübertra
genden Gestänge (33) befindet und bei freigegebenem Schließhebel (5) in
Wirkkontakt mit dem kraftübertragenden Gestänge (33) kommt.
6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet,
daß die Festhaltevorrichtung (6) mechanisch oder elektrisch schaltbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet
daß die Festhaltevorrichtung (6) einen Elektromagneten aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet,
daß die Festhaltevorrichtung (6) ein piezoelektrisches Element aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet,
daß die Festhaltevorrichtung (6) ein Rastelement aufweist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch ge
kennzeichnet,
daß die Festhaltevorrichtung (6) relativ zum Antriebsgehäuse (31) starr an
geordnet ist, z. B. am Blendrahmen (2) oder am Türflügel (1) befestigt ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch ge
kennzeichnet,
daß die Befestigungsposition der Festhaltevorrichtung (6) am Blendrahmen
(2) oder am Türflügel (1) variabel einstellbar ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch ge
kennzeichnet,
daß die Festhaltevorrichtung (6) vorzugsweise gegen die Kraft einer Rück
stellfeder beweglich gelagert ist.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet,
daß ein Rauchmelder (4) vorgesehen ist, durch dessen Auslösung die Fest
stellung des Schließhebels (5) aufgehoben wird.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
daß der Rauchmelder (4) und das Antriebsgehäuse eine bauliche Einheit
bilden.
15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet,
daß bei einem Ausfall der Stromversorgung die Feststellung des Schließhe
bels (5) aufgehoben wird.
Priority Applications (2)
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