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DE19839712A1 - In eine gestufte Aufnahmebohrung eines Maschinengehäuses einsetzbare Zylinderlaufbuchse, insbesondere Kurbel- oder Zylindergehäuse einer Brennkraftmaschine - Google Patents

In eine gestufte Aufnahmebohrung eines Maschinengehäuses einsetzbare Zylinderlaufbuchse, insbesondere Kurbel- oder Zylindergehäuse einer Brennkraftmaschine

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DE19839712A1
DE19839712A1 DE1998139712 DE19839712A DE19839712A1 DE 19839712 A1 DE19839712 A1 DE 19839712A1 DE 1998139712 DE1998139712 DE 1998139712 DE 19839712 A DE19839712 A DE 19839712A DE 19839712 A1 DE19839712 A1 DE 19839712A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
liner
bushing
cylinder
ring
casing
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE1998139712
Other languages
English (en)
Inventor
Franz Malischew
Rudolf Wimmer
Andreas Keber
Peter Eckert
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayerische Motoren Werke AG
Original Assignee
Bayerische Motoren Werke AG
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Publication date
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Publication of DE19839712A1 publication Critical patent/DE19839712A1/de
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02FCYLINDERS, PISTONS OR CASINGS, FOR COMBUSTION ENGINES; ARRANGEMENTS OF SEALINGS IN COMBUSTION ENGINES
    • F02F1/00Cylinders; Cylinder heads 
    • F02F1/02Cylinders; Cylinder heads  having cooling means
    • F02F1/10Cylinders; Cylinder heads  having cooling means for liquid cooling
    • F02F1/16Cylinder liners of wet type
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02FCYLINDERS, PISTONS OR CASINGS, FOR COMBUSTION ENGINES; ARRANGEMENTS OF SEALINGS IN COMBUSTION ENGINES
    • F02F1/00Cylinders; Cylinder heads 
    • F02F1/004Cylinder liners

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Cylinder Crankcases Of Internal Combustion Engines (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine in eine gestufte Aufnahmebohrung (12) eines Maschinengehäuses (10) einsetzbare Zylinder-Laufbuchse (10), insbesondere Kurbel- oder Zylindergehäuse einer Brennkraftmaschine, die eine von ihrer Mantelfläche (16a) radial abstehende Buchsenabstützung (22) aufweist, mit der sie sich auf einem durch die Stufung in der Aufnahmebohrung (12) gebildeten Absatz (12c) abstützt, gegen den sie durch eine am Maschinengehäuse (10) befestigte Abdeckung (26) vorgespannt ist. Zwischen dem durch die Stufung gebildeten Abschnitt (12a) größeren Querschnitts der Aufnahmebohrung (12) und der Laufbuchse (16) ist ein Ringspalt (28) ausgebildet, der zumindest teilweise mit einer einfüllbaren, ausgehärtet wärmeleitenden Masse (30) gefüllt ist, die die Zylinderlaufbuchse (16) mit der Innenwand der Aufnahmebohrung (12) verbindet.

Description

Die Erfindung betrifft in eine gestufte Aufnahmebohrung eines Maschinengehäuses einsetzbare Zylinderlaufbuchse, insbesondere Kurbel- oder Zylindergehäuse einer Brennkraftmaschine, dis sich mit einer von ihrer Mantelfläche radial abstehenden Buchsenabstützung auf einem durch die Stufung in der Aufnahmebohrung gebilde­ ten Absatz abstützt, gegen den sie durch eine am Maschinengehäuse befestigte Abdeckung vorgespannt ist, wobei zumindest zwischen dem durch die Stufung ge­ bildeten Abschnitt größeren Querschnitts der Aufnahmebohrung und der Lauf­ buchse ein Ringspalt ausgebildet ist, der durch ein die Laufbuchse mit der Innen­ wand der Aufnahmebohrung wärmeleitend verbindendes Mittel zumindest teilweise geschlossen ist.
Eine Laufbuchse der eingangs genannten Art dient beispielsweise zum Führen eines Kolbens in einem Maschinengehäuse. Durch die Verwendung der in das Ma­ schinengehäuse eingesetzten Laufbuchse kann sowohl für das Maschinengehäuse als auch für die Laufbuchse der jeweils am besten geeignete Werkstoff ausgewählt werden. Für eine störungsfreie Führung des Kolbens in der Laufbuchse muß jedoch gewährleistet sein, daß die Laufbuchse insbesondere in axialer Richtung fest mit der Aufnahmebohrung verbunden ist, um ein Wandern der Laufbuchse in der Aufnah­ mebohrung zu verhindern.
Zu diesem Zweck ist die Aufnahmebohrung, in die die Laufbuchse eingesetzt ist, üblicherweise gestuft ausgebildet, so daß sie einen Abschnitt größeren Querschnitts hat, an den sich ein Abschnitt kleineren Querschnitts anschließt. Die Laufbuchse hat eine von ihrer Mantelfläche radial abstehende Buchsenabstützung, beispielsweise einen einstückig mit der Laufbuchse ausgebildeten Bund, mit der sie sich an dem durch die Stufung gebildeten Absatz in der Aufnahmebohrung abstützt. Gleichzeitig wird die Laufbuchse durch eine am Maschinengehäuse befestigte Abdeckung, bei­ spielsweise dem am Kurbelgehäuse befestigten Zylinderkopf, gegen den Absatz vorgespannt.
Um das Einsetzen der Laufbuchse in die gestufte Aufnahmebohrung zu erleichtern, ist der durch die Stufung in der Aufnahmebohrung gebildete Abschnitt größeren Querschnitts üblicherweise so bemessen, daß die Buchsenabstützung mit Spiel in die Aufnahmebohrung eingeführt werden kann. Dabei bleibt zumindest zwischen der Laufbuchse und der Innenwand des Abschnitts größeren Querschnitts der Aufnah­ mebohrung ein Ringspalt bestehen, so daß die Laufbuchse in diesem Bereich nicht unmittelbar an der Innenwand der Aufnahmebohrung anliegt.
Wird eine derartig in der Aufnahmebohrung befestigte Laufbuchse in einer Maschine verwendet, bei der die Laufbuchse während des Betriebs der Maschine stark erwärmt wird, besteht das Problem, daß die Wärme in dem Teil der Laufbuchse nicht ausreichend abgeführt werden kann, der durch den Ringspalt von der Innen­ wand der Aufnahmebohrung beabstandet ist. Der an der Innenwand der Aufnahme­ bohrung anliegende Teil der Laufbuchse kann dagegen die Wärme unmittelbar an das Maschinengehäuse übertragen. Durch die unterschiedlich starke Wärmeabgabe der Laufbuchse an das Maschinengehäuse kommt es zu einer ungleichmäßigen Erwärmung der Laufbuchse bezogen auf ihre Gesamtlänge und damit zu unter­ schiedlichen Längenausdehnungen in den einzelnen Abschnitten der Laufbuchse, die unter anderem zu Spannungen im Laufbuchsenwerkstoff führen.
So wird beispielsweise die in den Zylinder einer Brennkraftmaschine eingesetzte Laufbuchse, in der der Kolben geführt ist, durch die Verbrennung im Zylinder auf durchschnittliche Temperaturen von bis zu 300°C erwärmt. Dabei wird insbeson­ dere der Teil der Laufbuchse besonders stark erwärmt, der durch den Zylinderkopf und durch den in den oberen Totpunkt bewegten Kolben begrenzt ist, da in diesem Teil der Laufbuchse während des Verbrennungsvorganges das Luft-Kraftstoff­ gemisch gezündet wird. Durch die unerwünschte Längenausdehnung dieses Teils der Laufbuchse, der üblicherweise zwischen der Buchsenabstützung und dem Zy­ linderkopf angeordnet ist, wird die an der Stirnseite der Laufbuchse anliegende Zylinderkopfdichtung stark beansprucht und folglich ihre Lebensdauer verkürzt.
Aus der DE-C-196 04 595 ist nun eine für Brennkraftmaschinen verwendbare Lauf­ buchse bekannt, die in der zuvor beschriebenen Weise in der Aufnahmebohrung gehalten ist und bei der in den Ringspalt ein im Querschnitt keilförmiger Ring einge­ setzt ist, der einerseits die Laufbuchse gegen axiales Verschieben sichert, anderer­ seits als Wärme übertragendes Mittel die Laufbuchse wärmeleitend mit der Innen­ wand der Aufnahmebohrung verbindet.
Nachteilig bei dieser bekannten Anordnung ist, daß bei der Herstellung des Ringes hohe Anforderungen an seine Maßhaltigkeit gestellt werden müssen, da schon ge­ ringe Maßabweichungen seine Funktion als Sicherungsring und als Wärme übertra­ gendes Mittel gefährden. Darüber hinaus muß der Ring in die Aufnahmebohrung montiert werden, so daß neben der aufwendigen Fertigung des Ringes zusätzliche Montagearbeiten erforderlich sind.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Laufbuchsen-Anordnung bereitzustellen, bei der mit geringem Aufwand eine gleichmäßige Wärmeübertragung an das Maschinen­ gehäuse über die gesamte Länge der Laufbuchse sichergestellt ist.
Diese Aufgabe ist mit dem Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Bei der Erfindung wird der Ringspalt, der nach dem Einsetzen der Laufbuchse in die Aufnahmebohrung zwischen der Laufbuchse und dem Abschnitt größeren Quer­ schnittes entstanden ist, mit der einfüllbaren, noch nicht ausgehärteten Masse auf einfache Weise und mit geringem Aufwand nachträglich geschlossen. Nach dem Aushärten dient die wärmeleitende Masse als Wärme übertragendes Mittel, mit dem der durch den Ringspalt von der Innenwand der Aufnahmebohrung wärmeisolierte Teil der Laufbuchse mit der Aufnahmebohrung zur Wärmeleitung indirekt verbunden ist. Der Teil der Laufbuchse, der an der Innenwand der Aufnahmebohrung anliegt, überträgt auch weiterhin die in der Laufbuchse gespeicherte Wärmemenge unmittelbar an das Maschinengehäuse. Auf diese Weise wird bei der Laufbuchse nach der Erfindung eine gleichmäßige Wärmeübertragung an das Maschinen­ gehäuse über die gesamte Länge der Laufbuchse sichergestellt.
Um die Wärmeabgabe der Laufbuchse weiter zu erhöhen, kann die Laufbuchse in dem Bereich, der in den Abschnitt kleineren Querschnittes der Aufnahmebohrung eingesetzt ist, zusätzlich von einem Kühlmedium wie einer Kühlflüssigkeit umspült werden, wobei in die Mantelfläche der Laufbuchse zusätzliche Kühlkanäle einge­ lassen sein können. Bei dieser sogenannten nassen Laufbuchse dient das ausge­ härtete Material zusätzlich als Dichtungsmaterial, das ein Eindringen des Kühl­ mediums in den Spalt zwischen Maschinengehäuse und Abdeckung verhindert.
Um eine ununterbrochene Wärmeleitung zwischen dem Maschinengehäuse und der Laufbuchse zu gewährleisten, wird als wärmeleitende Masse vorzugsweise eine Klebstoffmasse verwendet, die sowohl an der Innenwand der Aufnahmebohrung als auch an der Laufbuchse fest anhaftet und der entsprechend der zu übertragenden Wärmemenge ein Anteil von bis zu 70% Metallstaub beigemengt ist. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn die Klebstoffmasse eine so ausreichend hohe Elastizität besitzt, daß eventuell auftretende, unterschiedlich große Längenänderungen der Laufbuchse und der Aufnahmebohrung ausgeglichen werden können. Als Kleb­ stoffmasse wird vorzugsweise ein aushärtbarer Epoxidharz vorgeschlagen, der mit Aluminiumstaub vermischt ist, da sich dieser Klebstoff vor dem Aushärten ohne großen Aufwand verarbeiten läßt und nach dem Aushärten eine ausreichend hohe Festigkeit und Elastizität besitzt.
Bei herkömmlichen Laufbuchsen ist der Ringspalt möglichst klein ausgebildet, wobei ferner die Buchsenabstützung bis zur Stirnseite der Laufbuchse verlängert und aus fertigungstechnischen Gründen einstückig an der Laufbuchse ausgebildet ist. Bei der Erfindung muß dagegen auf die Größe des Ringspaltes weniger Rücksicht ge­ nommen werden, da dieser nachträglich durch die wärmeleitende Masse ausgefüllt wird. Folglich muß die Buchsenabstützung nicht bis zur Stirnseite der Laufbuchse hochgezogen sein und kann deshalb auch als separate Buchsenabstützung an der Laufbuchse vorgesehen werden, die nachträglich beispielsweise durch einen Formschluß an der Laufbuchse befestigt wird.
So wird bei einer bevorzugten Weiterbildung der Laufbuchse vorgeschlagen, für die Buchsenabstützung einen Ring zu verwenden, der in einer an der Mantelfläche der Laufbuchse nahe ihrer der Abdeckung zugewandten Stirnseite ausgebildeten, um­ laufenden Ringnut aufgenommen ist und aus dieser teilweise hervorragt. Als Ring dient vorzugsweise ein geschlitzer Drahtring, der auf die Laufbuchse aufgezogen und in der Ringnut unter Vorspannung gehalten ist, wobei dieser ohne großen Auf­ wand montiert werden kann. Alternativ kann als Buchsenabstützung auch ein ge­ schlossener Metallring verwendet werden, der auf die Laufbuchse aufgeschrumpft und in der Ringnut unter Vorspannung gehalten ist.
Durch die separate Ausbildung der Buchsenabstützung ergibt sich ferner der Vorteil, daß bei der Fertigung der Laufbuchse nur die Rohmaße ihrer Mantelfläche, nicht aber, wie bei bekannten Laufbuchsen, die Rohmaße ihrer Buchsenabstützung bei der Bearbeitung zu berücksichtigen sind. Aufgrund der vereinfachten Querschnitts­ form der Laufbuchse ist der Materialabtrag bei deren Bearbeitung wesentlich ge­ ringer als bei herkömmlichen Laufbuchsen mit einstückig ausgebildeter Buchsen­ abstützung, so daß die erforderliche Bearbeitungszeit und der Werkzeugverschleiß deutlich reduziert sind. Darüber hinaus kann die Laufbuchse aufgrund ihrer einfach gestatteten Mantelfläche durch einfache Fertigungsverfahren wie spitzenloses Schleifen hergestellt werden, die sich zur Massenproduktion besonders gut eignen und bei denen die umlaufende Ringnut in der Mantelfläche ohne großen Aufwand gefertigt werden kann.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand zweier Ausführungsbeispiele unter Bezug­ nahme auf die Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen:
Fig. 1 eine geschnittene Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispieles einer Zylinderlaufbuchse in einer Brennkraftmaschine, und
Fig. 2 eine geschnittene Seitenansicht eines zweiten Ausführungsbeispieles einer Zylinderlaufbuchse in einer Brennkraftmaschine.
Fig. 1 zeigt in geschnittener Ansicht eine Einzelheit eines aus einer Aluminium­ legierung gegossenen Zylinderkurbelgehäuses 10 einer Brennkraftmaschine (nicht dargestellt). Das Zylinderkurbelgehäuse 10 hat entsprechend der Anzahl der Zylin­ der der Brennkraftmaschine mehrere Aufnahmebohrungen, von denen in Fig. 1 nur die Aufnahmebohrung 12 zu sehen ist, die stellvertretend für die weiteren Aufnah­ mebohrungen nachfolgend beschrieben wird. Die durchgehende Aufnahmebohrung 12 erstreckt sich zwischen einer plan bearbeiteten Dichtfläche 14 an der Oberseite des Zylinderkurbelgehäuses 10 und der Unterseite (nicht dargestellt) des Zylinder­ kurbelgehäuses 10, an der die Kurbelwelle (nicht dargestellt) drehbar gelagert ist. Die im Querschnitt kreisrunde Aufnahmebohrung 12 ist gestuft und hat einen von der Dichtfläche 14 ausgehenden, oberen Abschnitt 12a größeren Durchmessers, an den sich ein unterer Abschnitt 12b kleineren Durchmessers anschließt, der an der Unterseite des Zylinderkurbelgehäuses 10 endet. Dabei bilden die konzentrisch zu­ einander ausgebildeten Abschnitte 12a und 12b in der Aufnahmebohrung 12 einen Absatz 12c, dessen Zweck später erläutert wird.
In die Aufnahmebohrung 12 ist eine hohlzylinderförmige Zylinderlaufbuchse 16 ein­ gesetzt, die aus mit Chrom und Nickel legiertem Grauguß besteht und deren äußere Mantelfläche 16a durch spitzenloses Schleifen bearbeitet wurde. In der Zylinderlauf­ buchse 16 ist ein Kolben 18 gleitend geführt, dessen Bewegungen in Längsrichtung der Zylinderlaufbuchse 16 auf herkömmliche Weise durch eine schwenkbar an ihm gelagerte Pleuelstange 20 an die Kurbelwelle übertragen werden. Die äußere Man­ telfläche 16a der Zylinderlaufbuchse 16 ist so bemessen, daß sie mit dem Abschnitt 12b kleineren Durchmessers der Aufnahmebohrung 12 einen Preßsitz bildet, der einerseits ein Wandern der Zylinderlaufbuchse 16 in der Aufnahmebohrung 12 ver­ hindert, andererseits eine ausreichende Wärmeübertragung zwischen der Zylin­ derlaufbuchse 16 und dem Zylinderkurbelgehäuse 10 sicherstellt.
Nahe ihrer im oberen Abschnitt 12a größeren Durchmessers der Aufnahmebohrung 12 angeordneten Stirnseite 16b der Zylinderlaufbuchse 16 ist in ihre Mantelfläche 16a eine umlaufende Ringnut 16c mit abgerundetem Nutgrund ausgebildet. In die Ringnut 16c ist ein geschlitzter Drahtring 22 mit rundem Querschnitt eingelegt, der unter Vorspannung in der Ringnut 16c gehalten ist und sich auf dem in der Aufnah­ mebohrung 12 ausgebildeten Absatz 12c abstützt. Der Drahtring 22 dient als Buch­ senabstützung, mit der ein Wandern der Zylinderlaufbuchse 16 in Richtung der Un­ terseite des Zylinderkurbelgehäuses 10 verhindert wird.
Auf der Dichtfläche 14 des Zylinderkurbelgehäuses 10 ist eine Zylinderkopfdichtung 24 positioniert, die im Bereich jeder Aufnahmebohrung 12 eine Öffnung 24a hat, die von einem im Querschnitt U-förmigen Dichtungsring 24b aus Metall umschlossen ist. Die Zylinderkopfdichtung 24 wird durch einen mit dem Zylinderkurbelgehäuse 10 verschraubten Zylinderkopf 26 (vereinfacht dargestellt) gehalten und gegen die Dichtfläche 14 gedrückt. Dadurch liegt jeder Dichtungsring 24b der Zylinderkopf­ dichtung 24 unter Vorspannung an der oberen Stirnseite 16b der jeweiligen Zylin­ derlaufbuchse 16 an und drückt diese mit ihrem Drahtring 22 gegen den Absatz 12c, so daß ein axiales Wandern der Zylinderlaufbuchse 16 in Richtung des Zylinder­ kopfes 26 verhindert ist.
Oberhalb des Drahtringes 22 ist zwischen der Mantelfläche 16a der Zylinderlauf­ buchse 16 und der Innenwand des Abschnittes 12a größeren Durchmessers der Aufnahmebohrung 12 ein Ringspalt 28 ausgebildet, der nach oben hin von dem Dichtungsring 24b der Zylinderkopfdichtung 24 begrenzt ist. Der Ringspalt 28 ist mit einem ausgehärteten Epoxidharz 30 gefüllt, dem anteilig etwa 70% Aluminiumstaub beigemengt sind. Der mit Aluminiumstaub versetzte Epoxidharz 30 dient als Wärme übertragendes Mittel, das die Zylinderlaufbuchse 16 mit der Innenwand der Auf­ nahmebohrung 12 wärmeleitend verbindet, wie nachfolgend erläutert wird.
Sobald die Brennkraftmaschine gestartet wird, beginnen sich die Kolben 18 in den Zylinderlaufbuchsen 16 hin und her zu bewegen. Befindet sich einer der Kolben 18 während seines Arbeitstaktes in etwa auf Höhe seines oberen Totpunktes, wie in Fig. 1 dargestellt, wird das in dem von der Zylinderlaufbuchse 16, dem Zylinder­ kopf 26 und dem Kolben 18 begrenzten Raum enthaltene Luft-Kraftstoffgemisch gezündet. Dabei entsteht eine Flammenfront, die sowohl die Zylinderlaufbuchse 16, als auch den Zyinderkopf 26 und den Kolben 18 stark erwärmt. Die von der Zylin­ derlaufbuchse 16 aufgenommene Wärmemenge wird größtenteils von dem Teil der Zylinderlaufbuchse 16, der in den Abschnitt 12b kleineren Durchmessers der Auf­ nahmebohrung 12 eingepreßt ist, unmittelbar an das Zylinderkurbelgehäuse 10 übertragen. Der Teil der Zylinderlaufbuchse 16, der dagegen in dem Abschnitt 12a größeren Durchmessers der Aufnahmebohrung 12 angeordnet ist, überträgt die in ihm gespeicherte Wärmemenge an den mit Aluminiumstaub versetzten. Epoxidharz 30, der seinerseits die Wärme an das Zylinderkurbelgehäuse 10 weiterleitet. Da­ durch ist sichergestellt, daß die von der Zylinderlaufbuchse 16 aufgenommene Wärmemenge gleichmäßig über die gesamte Länge der Zylinderlaufbuchse 16 an das Zylinderkurbelgehäuse 10 abgegeben wird.
Fig. 2 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel einer Zylinderlaufbuchse 40, die in gleicher Weise wie die Zylinderlaufbuchse 16 des ersten Ausführungsbeispiels in die Aufnahmebohrung 12 des Zylinderkurbelgehäuses 10 eingesetzt ist, wobei der ein­ zige Unterschied zwischen den beiden Zylinderlaufbuchsen 16 und 40 in der Ausbil­ dung der Buchsenabstützung besteht. Zur Vereinfachung sind die Elemente in Fig. 2, die den Elementen in Fig. 1 entsprechen, mit denselben Bezugszeichen versehen.
Bei der in Fig. 2 dargstellten Zylinderlaufbuchse 40 ist in ihrer Mantelfläche 40a nahe ihrer oberen Stirnseite 40b, an der der Dichtungsring 24b der Zylinderkopf­ dichtung 24 anliegt, eine umlaufende Ringnut 40c ausgebildet, die im Querschnitt etwa rechteckförmig ist. In der Ringnut 40c ist ein im Querschnitt rechteckförmiger, geschlossener Metallring 42 aufgenommen, der bei seiner Montage auf die Zylin­ derlaufbuchse 40 aufgeschrumpft wurde und mit dem sich die Zylinderlaufbuchse 40 auf dem Absatz 12c in der Aufnahmebohrung 12 abstützt, gegen den sie durch den Zylinderkopf 26 vorgespannt ist. Um das Aufziehen des Metallringes 42 auf die Zylinderlaufbuchse 40 zu erleichtern, ist der Außendurchmesser der Mantelfläche 40a zwischen der Ringnut 40c und der oberen Stirnseite 40b geringer als der Außendurchmesser der Mantelfläche 40a zwischen der Ringnut 40c und der ent­ gegengesetzten Stirnseite der Zylinderlaufbuchse 40.
Auch bei diesem Ausführungsbeispiel ist der zwischen der Innenwand der Aufnah­ mebohrung 12 und der Mantelfläche 40a ausgebildete Ringspalt 44 mit einem aus­ gehärteten Epoxidharz 46 gefüllt, dem anteilig etwa 70% Aluminiumstaub beige­ mengt sind und der gleichfalls als Wärme übertragendes Mittel zwischen der Zylin­ derlaufbuchse 40 und dem Zylinderkurbelgehäuse 10 dient.
Bezugszeichenliste
10
Zylinderkurbelgehäuse
12
Aufnahmebohrung
12
aAbschnitt größeren Durchmessers
12
bAbschnitt kleineren Durchmessers
12
cAbsatz
14
Dichtfläche
16
Zylinderlaufbüchse
16
aMantelfläche
16
bStirnseite
16
cRingnut
18
Kolben
20
Pleuelstange
22
Drahtring
24
Zylinderkopfdichtung
24
aÖffnung
24
bDichtungsring
26
Zylinderkopf
28
Ringspalt
30
Epoxidharz
40
Zylinderlaufbüchse
40
aMantelfläche
40
bStirnseite
40
cRingnut
42
Metallring
44
Ringspalt
46
Epoxidharz

Claims (7)

1. In eine gestufte Aufnahmebohrung (12) eines Maschinengehäuses (10) ein­ setzbare Zylinder-Laufbuchse (16, 40) insbesondere Kurbel- oder Zylinder­ gehäuse einer Brennkraftmaschine,
  • 1. die sich mit einer von ihrer Mantelfläche (16a; 40a) radial abstehen­ den Buchsenabstützung (22; 42) auf einem durch die Stufung in der Aufnahmebohrung (12) gebildeten Absatz (12c) abstützt, gegen den sie durch eine am Maschinengehäuse (10) befestigte Abdeckung (26) vorgespannt ist, wobei zumindest zwischen dem durch die Stufung gebildeten Abschnitt (12a) größeren Querschnitts der Aufnahmeboh­ rung (12) und der Laufbuchse (16; 40) ein Ringspalt (28; 44) ausge­ bildet ist, der durch ein die Laufbuchse (16; 40) mit der Innenwand der Aufnahmebohrung (12) wärmeleitend verbindendes Mittel (30; 46) zumindest teilweise geschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß als Wärme übertragendes Mittel eine in den Ringspalt (28; 44) einfüll­ bare Masse (30; 46) dient, die ausgehärtet wärmeleitend ist.
2. Laufbuchse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aushärt­ bare Masse eine Klebstoffmasse (30; 46) mit einem Anteil von bis zu 70% Metallstaub ist.
3. Laufbuchse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Klebstoff­ masse ein mit Aluminiumstaub vermischter, ausgehärteter Epoxidharz (30; 46) ist.
4. Laufbuchse nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Buchsenabstützung ein Ring (22; 42) dient, der in einer an der Mantelfläche (16a, 40a) der Laufbuchse (16; 40) nahe ihrer der Abdeckung (26) zuge­ wandten Stirnseite (16b; 40b) ausgebildeten, umlaufenden Ringnut (16c; 40c) aufgenommen ist und aus dieser teilweise hervorragt.
5. Laufbuchse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der als Buch­ senabstützung dienende Ring ein geschlitzer Drahtring (22) ist, der auf die Laufbuchse (16) aufgezogen und in der Ringnut (16c) unter Vorspannung gehalten ist.
6. Laufbuchse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der als Buch­ senabstützung dienende Ring ein geschlossener Metallring (42) ist, der auf die Laufbuchse (40) aufgeschrumpft und in der Ringnut (40c) unter Vorspan­ nung gehalten ist.
7. Laufbuchse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß zumindest die Mantelfläche (16a; 40a) der Laufbuchse (16; 40) spitzenlos geschliffen ist.
DE1998139712 1998-09-01 1998-09-01 In eine gestufte Aufnahmebohrung eines Maschinengehäuses einsetzbare Zylinderlaufbuchse, insbesondere Kurbel- oder Zylindergehäuse einer Brennkraftmaschine Withdrawn DE19839712A1 (de)

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