DE19838371A1 - Waage - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf eine Waage mit einem auf einer Unterlage aufstellbaren Unterteil (3) und einem an diesem über eine Kraftumsetzvorrichtung angebundenen, einen zu wiegenden Körper aufnehmenden Oberteil (2) sowie mit einer mindestens einen Meßaufnehmer (5, 6) und eine Anzeige aufweisenden Auswerteeinrichtung. Bei einfachem Aufbau werden genaue Meßergebnisse über einen verhältnismäßig großen Meßbereich dadurch erzielt, daß die Kraftumsetzvorrichtung als Anbindung zwischen dem Oberteil (2) und dem Unterteil (3) mindestens drei Biegefedern (4) aufweist (Fig. 2A).
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Waage, insbesondere Personenwaage, mit
einem auf einer Unterlage aufstellbaren Unterteil und einem an diesem über eine
Kraftumsetzvorrichtung angebundenen, einen zu wiegenden Körper aufnehmen
den Oberteil sowie mit einer mindestens einen Meßaufnehmer und eine Anzeige
aufweisenden Auswerteeinrichtung.
Eine derartige Waage ist z. B. in der DE 38 34 497 A1 als bekannt ausgewiesen.
Bei dieser bekannten Waage weist die Kraftumsetzvorrichtung einen mit Luft
oder einem anderen Druckmittel gefüllten Druckbehälter auf. Mittels einer
Auswerteeinrichtung und einer Anzeigevorrichtung wird das Gewicht einer
Person angezeigt. Es ist schwierig, mit einer derartigen Kraftumsetzvorrichtung
genaue Meßergebnisse, insbesondere über einen größeren Meßbereich zu erhal
ten.
Andere bekannte Waagen dieser Art weisen Kraftumsetzvorrichtungen mit He
bel- und Federmechanismen auf, mit denen es ebenfalls schwierig ist, über
große Meßbereiche genaue Gewichtsanzeigen zu erzielen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Waage der eingangs genannten
Art bereitzustellen, die bei einfachem, kostengünstigem Aufbau auch über
größere Meßbereiche eine hohe Anzeigegenauigkeit gewährleistet.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Hiernach ist
vorgesehen, dass die Kraftumsetzvorrichtung als Anbindung zwischen dem
Oberteil und dem Unterteil mindestens drei Biegefedern, z. B. Blatt- oder
Torsionsfedern aufweist. Über die Biegefedern läßt sich ein lineares Kraft-Weg
verhalten ohne wesentliche Reibungsverluste erzielen. Da die Federn eigen
ständig sind und ihr Verhalten hinsichtlich Federrate und Vorspannung nicht
über eine Koppelung ändern, ist z. B. die Verschiebung des Mittelpunktes einer
quadratischen Platte in Richtung Boden immer gleich, unabhängig davon, ob die
zu wiegende Person mittig oder außermittig auf der Waage steht. Der Einsatz
kann mit oder ohne Vorspannung der Biegefedern erfolgen, ohne dass das
System seine Linearität verliert. Dabei ist die Biegefeder ein sehr einfaches, billiges
und robustes Teil. Die Aufhängung zwischen dem Oberteil und dem Unterteil
und damit das subjektive Gefühl beim Betreten der Waage kann durch die Härte
der Federn mit einfachen Mitteln geeignet gewählt werden.
Einen vorteilhaften, einfachen Aufbau ergeben dabei die Maßnahmen, dass die
als Blattfedern ausgebildeten Biegefedern jeweils zwischen einem vertikal
gerichteten Abschnitt des Unterteils und einem davon seitlich beabstandeten,
vertikal gerichteten Abschnitt des Oberteils im Ruhezustand im wesentlichen
horizontal gelagert sind, und dass die Lagerung an dem Abschnitt des Unterteils
oder des Oberteils fest ist, während die Lagerung an dem zugeordneten gegen
überliegenden Abschnitt des Oberteils bzw. des Unterteils lose ist. Dabei kann
beispielsweise der vertikale Teil des Unterteils ein umlaufender Rand sein,
während der vertikale Teil des Oberteils als innerhalb dieses Randbereiches
angeordneter Innenabschnitt ausgebildet ist oder umgekehrt. Die Biegefedern
stellen dabei eine besonders geeignete Ausführungsform der Blattfedern dar.
Wenn vorgesehen ist, dass jede Biegefeder mit einem Sensor versehen ist, und
dass die Signale der Sensoren miteinander verrechnet werden und daraus das
Signal für das anzuzeigende Gewicht bestimmt wird, können die Meßaufnehmer
von vornherein den Biegefedern eindeutig zugeordnet und auf diesen positioniert
werden. Für eine zuverlässige Auswertung ist es dabei vorteilhaft, dass die
Verrechnung über eine Addition der Signale der Sensoren, z. B. Dehnmeßstrei
fen, erfolgt.
Eine kostengünstige Ausführungsform wird weiterhin dadurch begünstigt, dass
nur ein gemeinsamer Meßaufnehmer mittig zwischen dem Oberteil und dem Un
terteil angeordnet ist. Dabei ist es für die Messung vorteilhaft, dass der
Meßaufnehmer im wesentlichen starr ist.
Ein kostengünstiger Aufbau wird dadurch begünstigt, daß die Blattfedern am
Oberteil oder Unterteil ausgestanzt sind.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezug
nahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1A eine schematische Darstellung des Aufbaus einer Waage im
Querschnitt, wobei Biegefedern an dem Oberteil fest ein
gespannt und mit Meßaufnehmern versehen sind,
Fig. 1B ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei dem im Unterschied
zu Fig. 1A die Biegefedern an dem Unterteil fest einge
spannt sind,
Fig. 2A ein weiteres Ausführungsbeispiel der Waage, bei dem ge
genüber der Fig. 1A nur ein zentraler Meßaufnehmer zwi
schen Oberteil und Unterteil angeordnet ist, und
Fig. 2B ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei dem gegenüber der
Fig. 1B nur ein zentraler Meßaufnehmer vorgesehen ist.
In den Fig. 1A bis 2B sind vier Ausführungsbeispiele für eine Waage 1 in Form
einer Personenwaage im Querschnitt dargestellt. Wesentliche Bestandteile der
Waage 1 sind ein Unterteil 3 sowie ein mit diesem über Biegefedern in Form von
Blattfedern 4 federnd verbundenes Oberteil 2. Die Biegefedern 4 bilden dabei
eine Kraftumsetzvorrichtung.
Gemäß Fig. 1A sind mit den Biegefedern 4, die beispielsweise in den vier Ecken
eines quadratischen Gehäuses der Waage 1 zwischen dem Unterteil 3 und dem
Oberteil 2 angeordnet sind, jeweils Meßaufnehmer 5 in Form von den Dehn
meßstreifen verbunden. Die Biegefedern 4 sind einerseits an einem nach unten
ragenden Abschnitt des Oberteils 2 an einer Lagerstelle 2.1 fest eingespannt,
während ihr anderer Endbereich an einer weiteren Lagerstelle 3.1 eines nach
oben gerichteten Abschnittes des wannenartigen Unterteils lose gehalten ist.
Bei der in Fig. 1B dargestellten Ausführungsform sind die Blattfedern 4 im
Unterschied zu der Ausführungsform nach Fig. 1A an der jeweiligen Lagerstelle
des Unterteils 3 fest eingespannt, während ihr anderer Endbereich an der La
gerstelle 2.1 des Oberteils 2 lose gehalten ist.
Bei den in den Fig 2A und 2B gezeigten Ausführungsbeispielen sind im Unter
schied zu den Fig. 1A bzw. 1B jeweils nur ein zentraler Meßaufnehmer 6 vorge
sehen, der vorzugsweise starr ausgebildet ist. Im übrigen entsprechen die
Ausführungsbeispiele der Fig. 2A und 2B den Ausführungsbeispielen nach Fig. 1A
bzw. 1B.
Das subjektive Gefühl beim Betreten der Waage, beispielsweise ob sich das
Oberteil 2 mehr oder weniger schwimmend verhält, kann geeignet durch die
Härte der gewählten Biegefedern und deren freie Länge zwischen den Lager
stellen 2.1 und 3.1 sowie die Geometrie der Blattfedern bestimmt werden. Ins
gesamt gilt, je härter die Blattfeder 4, desto stabiler und damit aber auch teurer
ist der Aufbau der Waage.
Die Kraftumsetzvorrichtung mit den Blattfedern 4 kann mit oder ohne Vorspan
nung ausgebildet sein, ohne dass das System sein lineares Kraft-Wegverhalten
verliert. Da die Federn eigenständig sind und ihr Verhalten hinsichtlich Federrate
und Vorspannung nicht über Kopplung ändern, ist z. B. die Verschiebung des
Mittelpunktes eines quadratischen Oberteils 2 in Richtung Boden immer gleich,
unabhängig davon, ob die zu wiegende Person mittig oder außermittig die Waa
ge betritt. Selbst bei Einsatz eines weitgehend starren Drucksensors als Meß
aufnehmer in diesem Mittelpunkt verändert sich auch bei außermittiger Bela
stung der gemessene Wert nicht. Die Kraft, welche bei außermittiger Belastung
über die Blattfeder dem Gehäuse zugeführt wird, wird über das Drehmoment
des Hebels auf der anderen Seite dem Gehäuse wieder entzogen.
Der beschriebene Aufbau führt mit einfachen Maßnahmen zu genauen Meßer
gebnissen über einen relativ großen Meßbereich.
Claims (7)
1. Waage mit einem auf einer Unterlage aufstellbaren Unterteil (3) und
einem an diesem über eine Kraftumsetzvorrichtung angebundenen, einen
zu wiegenden Körper aufnehmenden Oberteil (2) sowie mit einer minde
stens einen Meßaufnehmer (5, 6) und eine Anzeige aufweisenden Aus
werteeinrichtung,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kraftumsetzvorrichtung als Anbindung zwischen dem Oberteil
(2) und dem Unterteil (3) mindestens drei Biegefedern (4) aufweist.
2. Waage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die als Blattfedern (4) ausgebildeten Biegefedern jeweils zwischen einem vertikal gerichteten Abschnitt des Unterteils (3) und einem davon seitlich beabstandeten, vertikal gerichteten Abschnitt des Oberteils (2) im Ruhezustand im wesentlichen horizontal gelagert sind, und
dass die Lagerung an dem Abschnitt des Unterteils (3) oder des Oberteils (2) fest ist, während die Lagerung an dem zugeordneten gegenüberlie genden Abschnitt des Oberteils (2) bzw. des Unterteils (3) lose ist.
dass die als Blattfedern (4) ausgebildeten Biegefedern jeweils zwischen einem vertikal gerichteten Abschnitt des Unterteils (3) und einem davon seitlich beabstandeten, vertikal gerichteten Abschnitt des Oberteils (2) im Ruhezustand im wesentlichen horizontal gelagert sind, und
dass die Lagerung an dem Abschnitt des Unterteils (3) oder des Oberteils (2) fest ist, während die Lagerung an dem zugeordneten gegenüberlie genden Abschnitt des Oberteils (2) bzw. des Unterteils (3) lose ist.
3. Waage nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass jede Biegefeder (4) mit einem Sensor (5) versehen ist und
dass die Signale der Sensoren (5) miteinander verrechnet werden und
daraus das Signal für das anzuzeigende Gewicht bestimmt wird.
4. Waage nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verrechnung über eine Addition der Signale der Dehnmeß
streifen (5) erfolgt.
5. Waage nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass nur ein gemeinsamer Meßaufnehmer (6) mittig zwischen dem Ober
teil (2) und dem Unterteil (3) angeordnet ist.
6. Waage nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Meßaufnehmer (6) im wesentlichen starr ist.
7. Waage nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Biegefedern (4) am Oberteil (2) oder Unterteil (3) ausgestanzt
sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1998138371 DE19838371C2 (de) | 1998-08-24 | 1998-08-24 | Waage |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19838371C2 DE19838371C2 (de) | 2003-04-10 |
Family
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Family Applications (1)
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19838371C2 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2005033638A1 (en) * | 2003-10-06 | 2005-04-14 | Innovation Affairs V.O.F. | Weighing device for weighing letters, parcels and other objects |
| BE1018851A3 (nl) * | 2009-08-07 | 2011-10-04 | Vliet Ronny Van De | Multi krachtopnemer weegelement met geintegreerde zijdelingse krachtencompensatie. |
Families Citing this family (1)
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| DE102011013658B4 (de) | 2011-02-10 | 2012-12-13 | Panasonic Industrial Devices Europe Gmbh | Vorrichtung zur Signalauswertung von Wägezellen mit Dehnmessstreifen |
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| DE2905314A1 (de) * | 1979-02-12 | 1980-08-14 | Siemens Ag | Plattformwaage mit auf biegefedern angeordneten dehnungsempfindlichen messumformern |
| EP0177891A2 (de) * | 1984-10-05 | 1986-04-16 | Franz Balduin | Wägevorrichtung |
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1998
- 1998-08-24 DE DE1998138371 patent/DE19838371C2/de not_active Expired - Fee Related
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| DE19838371C2 (de) | 2003-04-10 |
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