DE19837385A1 - Gebaute Nockenwelle - Google Patents
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Abstract
Bisher bekannte Konstruktionsvarianten gehen im wesentlichen von Rohren aus, auf die die Nocken radial DOLLAR A - kraftschlüssig, DOLLAR A - formschlüssig oder DOLLAR A - kraftschlüssig mit Formschlußsicherung DOLLAR A befestigt werden. Alle diese Verfahren sind an bestimmte Restriktionen gebunden und fertigungstechnisch aufwendig bzw. automatisierungsunfreundlich. DOLLAR A Die Erfindung betrifft eine gebaute Nockenwelle, die aus den Einzelelementen DOLLAR A - Nocken (1), DOLLAR A - Zwischenstücke (2 bzw. 2*), DOLLAR A - Ketten- bzw. Zahnriemenrad (3) DOLLAR A besteht, die durch ein zentrales Zugelement (4) nach dem Ausrichten der Nocken (1) zueinander und diese zu dem Ketten- bzw. Zahnriemenrad (3) (s. Bild) axial gegeneinander verspannt werden. Zur Erhöhung des Reibwertes werden die Kraftschlußstellen (8) mit einer Konversionsschicht versehen; die Verbindung der Elemente untereinander erfolgt kraftschlüssig und/oder kraftschlüssig mit Formschlußsicherung (vorgespannter Formschluß).
Description
Die Erfindung betrifft eine gebaute Nockenwelle für Kfz, die es ermöglicht, aus vorgefertig
ten Massenteilen (Nocken (1), Zwischenstücken (2 und 2*), Ketten- bzw. Zahnriemenrad (3),
Zugelement (4) - siehe Bild) Nockenwellen für die unterschiedlichsten Anwendungsfälle ko
stengünstig herzustellen.
Die Nockenwelle kann aufgrund ihrer Konstruktion und Fertigung sowohl gleit- als auch
walzgelagert eingesetzt werden.
Die Befestigung der Nocken auf den Wellen erfolgt bei gebauten Nockenwellen zum größten
Teil durch unterschiedlich realisierte Preßverbindungen. Nachfolgend sind diese Befesti
gungsverfahren, die einen sehr unterschiedlichen industriellen Anwendungsstand besitzen,
kurz beschrieben.
Die Nocken werden mit Spiel auf die Hohlwelle, die ein glattes Rohr ist, geschoben und
durch entsprechende Vorrichtungen in den erforderlichen Lagen fixiert. Anschließend wird
das Rohr durch Hindurchziehen oder Hindurchschieben eines kegelförmigen oder kugelför
migen Werkzeuges radial aufgeweitet, wobei die Aufweitung bei dem Rohr erst im elasti
schen, dann im plastischen Bereich und nach Kompensierung des ursprünglichen Spieles zwi
schen Hohlwelle und Nocken beim Nocken nur im elastischen Bereich erfolgt. Nach dem
Zurückfedern der elastischen Verformungsanteile verbleibt ein Übermaß der Welle, wodurch
die Preßverbindung realisiert wird.
Nachteilig ist, daß infolge der hohen Axialkräfte Verformungen auftreten, die durch nachfol
gende Arbeitsgänge wieder beseitigt werden müssen. Weiterhin wird das Rohr auch dort auf
geweitet, wo es nicht erforderlich oder sogar nachteilig ist, wie z. B. bei den Lagersitzen.
Bei diesem Verfahren werden etwa dieselben Wirkungen wie beim vorher beschriebenen me
chanischen Aufweiten erzielt, wobei aber hier die Aufweitung des Rohres mit hydraulischem
Druck erfolgt. Um eine starke Aufweitung des Rohres an den Stellen zu verhindern, wo kein
Nocken sitzt, muß eine entsprechende als "Bandage" wirkende Vorrichtung verwendet wer
den.
Nachteilig sind die hohen Drücke, der relativ hohe Aufwand und die als "Bandage" wirkende
erforderliche Vorrichtung sowie die in relativ engen Grenzen erforderliche Streckgrenzen
abstimmung des Rohres und der Nocken, wie auch bei dem vorher und nachfolgend beschrie
benen Verfahren.
Im Gegensatz zur vorher beschriebenen Methode wird hier nicht das gesamte Rohr dem hy
draulischen Druck ausgesetzt, sondern nur die Stellen, an denen die mit Spiel aufgeschobenen
Nocken durch eine Preßverbindung auf dem Rohr befestigt werden sollen. Hierzu findet eine
spezielle Sonde Anwendung, die in das Rohr eingeführt wird und durch entsprechend ange
ordnete Dichtungen die nicht aufzuweitenden Bereiche von denen trennt, die der Druckwir
kung ausgesetzt werden müssen. Die Aufweitung der einzelnen Bereiche kann zeitlich nach
einander oder auch gleichzeitig erfolgen.
Nachteilig sind der hohe Druck und vor allem die gesamte Abdichtungsproblematik sowie die
im vorstehenden Verfahren beschriebenen Probleme.
Die Nockenbohrung ist hier mit einem speziellen Profil versehen, das etwa einem extrem
flachen Keilnabenprofil entspricht und dessen Innendurchmesser dem Außendurchmesser der
Welle zuzüglich eines erforderlichen Spieles entspricht. Vor dem Aufpressen eines jeden ein
zelnen Nockens wird auf die entsprechende Stelle der Hohlwelle ein gewindeähnliches Profil
gerollt, wodurch das für die Preßverbindung erforderliche Übermaß der Welle entsteht. Der in
seiner Lage fixierte Nocken wird anschließend längs aufgepreßt. Die dabei entstehende Preß
verbindung ist eine Kombination aus kraft-und formschlüssiger Verbindung. Die Abmessun
gen sind nur empirisch festzulegen und die Ermittlung der Übertragungsfähigkeit muß an
schließend experimentell erfolgen. Die Profilierung der Wellenoberfläche und das Aufpressen
der Nocken müssen für jede auszuführende Preßverbindung einzeln erfolgen.
Beim Fügen der Schrumpfverbindung ist die Fügetemperatur der Nocken durch ihre erfor
derliche Härte begrenzt. Zu Beginn und während des Fügevorganges darf es zu keinem Kontakt
zwischen Nocken und Hohlwellen kommen, da sonst der Nocken vorzeitig festsitzt.
Hier wird das DDR-Wirtschaftspatent 0152972 "Wellen-Naben-Verbindung, insbesondere
Preßverbindung mit beschichteten Paßflächen" genutzt. Auf die Paßfläche der Hohlwelle
(oder der Nocken) wird eine verbundstabile Konversionsschicht in Form einer feinkristallinen
Phosphatschicht aufgebracht. Da diese Schicht eine geringe Adhäsionsneigung hat, ist ein
Fügen der Längspreßverbindung ohne nachteilige Freßerscheinungen usw. möglich. Mit dem
hohen Haftbeiwert µ ≧ 0,2 (gegenüber µ = 0,1, . . ., 0,12 bei geschmiert gefügten Längspreß
verbindungen) ist eine sehr hohe Übertragungsfähigkeit bei Verhinderung von Tribokorrosion
gewährleistet.
Außer Preßverbindungen kommen auch Schraubenverbindungen zur Befestigung der Nocken
auf den Wellen zur Anwendung, wobei es sich hier aber um Vollwellen und nicht um Hohl
wellen handelt. Industrielle Ausführungen sind von dem nachfolgend kurz beschriebenen
Verfahren nicht bekannt.
Die Nocken werden mit Spiel auf die Welle geschoben und anschließend radial verschraubt.
Das bei der Montage vorhandene Fügespiel wird beim Anziehen der radial angeordneten Zug
schrauben partiell beseitigt, da der Nocken einseitig gegen die Welle gezogen wird.
Der Fertigungs- und Montageaufwand ist hoch.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gebaute Nockenwelle zu schaffen, die es er
möglicht, aus in industrieller Massenfertigung hergestellten Einzelelementen Nockenwellen
in unterschiedlichen Abmessungen für die unterschiedlichsten Anwendungsfälle kosten
günstig herzustellen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die herkömmliche Nockenwelle in
Einzelelemente Nocken (1) mit Bohrung, Zwischenstücke (2 bzw. 2*) in Rohrform mit Zen
trierbunden (5) sowie dem Ketten- bzw. Zahnriemenrad - siehe Bild) aufgelöst wird, die sich
als Massenteile einfach und sehr rentabel fertigen lassen und die bei der Montage nach dem
Ausrichten der Einzelelemente zueinander durch ein zentral angeordnetes Zugelement (4)
axial kraftschlüssig und/oder kraftschlüssig mit Formschußsicherung (vorgespannter Form
schluß) verspannt werden und zur Erhöhung des Reibwertes an den Kraftschlußstellen (8) mit
einer Konversionsschicht, wie sie bisher bei Preßverbindungen gemäß dem DDR-
Wirtschaftspatent 0152972 genutzt wurde, versehen sind (s. Bild).
Die Lagerung der Nockenwelle, die auf den Zwischenstücken (2 und 2*) erfolgt, kann in
Gleit- oder in Wälzlagern erfolgen, indem die Zwischenstücke vor der Montage mit den ent
sprechenden Wälzlagern oder Wälzlagerelementen bzw. Gleitlager oder Gleitlagerelementen
bestückt werden.
Claims (9)
1. Gebaute Nockenwelle, gekennzeichnet dadurch, daß die Verbindung der Elemente Nocken (1),
Zwischenstücke (2), Ketten- bzw. Zahnriemenrad (3) über axialen Kraftschluß
und/oder axialen Kraftschluß mit Formschlußsicherung (vorgespannter Formschluß) hervor
gerufen durch ein zentral angeordnetes Zugelement (4) erfolgt.
2. Gebaute Nockenwelle nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Zentrierung der
Elemente Nocken (1) und Zwischenstücke (2) mittels Zentrierbunden bzw. Zentrierung (5) an
den Zwischenstücken erfolgt.
3. Gebaute Nockenwelle nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Zentrierung der
Elemente Nocken (1) und Zwischenstücke (2) mittels Zentrierstücken (6), die mit einer ge
eigneten Passung in den Nocken sitzen, erfolgt.
4. Gebaute Nockenwelle nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Zentrierung der
Elemente Nocken (1) und Zwischenstücke (2) mittels dünnwandigem Zentralrohr
(Zentrierrohr) (7) erfolgt.
5. Gebaute Nockenwelle nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Lagerung der
Nockenwelle in Gleit- oder Wälzlagern (direkt oder indirekt) erfolgen kann.
6. Gebaute Nockenwelle nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß ein Element an einer
Kraftschlußstelle (8) mit einer verbundstabilen Konversionsschicht (Phosphatschicht) gemaß
DDR-Wirtschaftspatent 0152972 versehen wird und/oder beide Elemente an einer Kraft
schlußstelle mit dieser Phosphatschicht versehen werden oder die Teile vollstandig phospha
tiert sind.
7. Gebaute Nockenwelle nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Justierung der
Nocken zueinander und zum Ketten- bzw. Zahnriemenrad während der Montage vor dem
Spannen des zentral angeordneten Zugelementes (4) erfolgt, wobei die Justierung kraft
schlüssig und/oder kraftschlüssig mit Formschlußsicherung (vorgespannter Formschluß) er
folgen kann.
8. Gebaute Nockenwelle nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß das gesteuerte Vor
spannen des zentral angeordneten Zugelementes (4) torsionsspannungsfrei oder nicht torsi
onsspannungsfrei (Schraube mit Drehmoment vorgespannt) erfolgen kann.
9. Gebaute Nockenwelle nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Zwischenraum
zwischen dem zentral angeordneten Zugelement und den Zentrierelementen zur Verstellung
der dann indirekt zu lagernden Nocken verwendet wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998137385 DE19837385A1 (de) | 1998-08-18 | 1998-08-18 | Gebaute Nockenwelle |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998137385 DE19837385A1 (de) | 1998-08-18 | 1998-08-18 | Gebaute Nockenwelle |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19837385A1 true DE19837385A1 (de) | 2000-02-24 |
Family
ID=7877878
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1998137385 Withdrawn DE19837385A1 (de) | 1998-08-18 | 1998-08-18 | Gebaute Nockenwelle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19837385A1 (de) |
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