DE19835345A1 - Lambda-Sonde mit belüftetem Formschlauch - Google Patents
Lambda-Sonde mit belüftetem FormschlauchInfo
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Abstract
Meßfühler, insbesondere zur Bestimmung des Sauerstoffgehaltes in Abgasen von Verbrennungsmotoren, mit einem in einem metallischen Gehäuse axial angeordneten Sensorelement, welches mit mindestens einem aus dem Gehäuse durch einen Tüllenkörper (2) hindurch axial herausgeführten Anschlußkabel (4, 5) kontaktiert ist, das eine Kabelisolierung (6, 7) aufweist, wobei in das Gehäuse eine Referenzatmosphäre für das Sensorelement einleitbar ist und die Kabelisolierung (6, 7) an der Mantelfläche wenigstens bereichsweise mindestens einen gasdurchlässigen Abschnitt derart aufweist, daß die Referenzatmosphäre in das Innere der Kabelisolierung (6, 7) und von dort in das Gehäuse gelangt, der dadurch gekennzeichnet ist, daß der gasdurchlässige Bereich der Kabelisolierung (6, 7) unmittelbar an das kabelausgangsseitige Ende des Tüllenkörpers (2) anschließt und dort mit einem porösen Schlauch (10) aus gasdurchlässigem PTFE-Material so umhüllt ist, daß ein radialer Abstand (11) zwischen dem porösen PTFE-Schlauch und dem gasdurchlässigen Abschnitt der Kabelisolierung (6, 7) verbleibt (Figur).
Description
Die Erfindung geht aus von einem Meßfühler, insbesondere zur Bestimmung
des Sauerstoffgehaltes in Abgasen von Verbrennungsmotoren, mit einem in
einem metallischen Gehäuse axial angeordneten Sensorelement, welches mit
mindestens einem aus dem Gehäuse durch einen Tüllenkörper hindurch axial
herausgeführten Anschlußkabel kontaktiert ist, das eine Kabelisolierung
aufweist, wobei in das Gehäuse eine Referenzatmosphäre für das
Sensorelement einleitbar ist und die Kabelisolierung an der Mantelfläche
wenigstens bereichsweise mindestens einen gasdurchlässigen Abschnitt derart
aufweist, daß die Referenzatmosphäre in das Innere der Kabelisolierung und
von dort in das Gehäuse gelangt.
Ein derartiger Meßfühler oder eine λ-Sonde ist aus der DE 196 31 501 A1
bekannt. Bei dem bekannten Meßfühler sind die Isolationen der Anschlußkabel
über einen gewissen Abschnitt zumindest teilweise porös gestaltet. Die an der
Isolierung der Anschlußkabel angebrachten Öffnungen sind von einer porösen
zusätzlichen PTFE-Folie abgedeckt, um sie gegen Verschmutzung von außen
zu schützen. Dadurch entsteht ein durchgehender Luftaustauschkanal
zwischen dem Meßfühler und der Außenluft. Diese Lösung ist, da sie keinen
Mehraufwand bezüglich der Anzahl der verwendeten Bauteile erforderlich
macht, relativ wirtschaftlich. Allerdings ist die exakte Einhaltung einer
definierten Porosität schwierig.
Bei anderen bekannten λ-Sonden sind Lösungen bekannt Gore-Tex (von der
Firma Gore nach einem speziellen Verfahren hergestellte poröse PTFE-Folie,
die für Luft durchlässig, für Wasser und Öl jedoch undurchlässig ist) direkt am
Kabelausgang des Meßfühlers einzusetzen. Diese bekannten Lösungen
erfordern einen relativ hohen konstruktiven Integrationsaufwand, lassen sich
kaum vor Verschmutzung durch Straßenschmutz, Öl, Unterbodenschutzmittel
u. a. schützen und beschränken außerdem die maximale Temperaturbelastbar
keit am Kabelausgang der Sonde.
Es ist Aufgabe der Erfindung einen Meßfühler, insbesondere einen als λ-Sonde
geeigneten Meßfühler, so zu ermöglichen, daß der "Belüftungsabschnitt" an
einer relativ kalten Stelle des Meßfühlers sitzt, und daß Porositäts
veränderungen durch Temperatureinflüsse und durch Verschmutzung von
außen minimiert sind.
Dadurch daß, wie erfindungsgemäß vorgesehen ist, der gasdurchlässige
Bereich der Kabelisolierung unmittelbar an das kabelausgangsseitige Ende des
Tüllenkörpers anschließt und dort mit einem porösen Schlauch aus gasdurch
lässigem PTFE-Material so umhüllt ist, daß ein radialer Abstand zwischen dem
porösen PTFE-Schlauch und dem gasdurchlässigen Abschnitt der Kabel
isolierung verbleibt, ist nicht nur ein optimaler Lufteintritt, d. h. Eintritt der
Referenzatmosphäre in das Innere der Kabelisolierung gewährleistet, sondern
der poröse Schlauch aus gasdurchlässigem PTFE-Material läßt sich auch mit
relativ einfachen Mitteln an diesem relativ kalten Ende des Meßfühlers
integrieren.
Um den radialen Abstand zwischen dem porösen PTFE-Schlauch und der
Kabelisolierung zu gewährleisten, liegt zwischen der Kabelisolierung und dem
porösen PTFE-Schlauch eine innere Klemmhülse, die die Kabelisolierung in
radialem Abstand umgibt. Diese Klemmhülse weist wenigstens eine
Querbohrung im gasdurchlässigen Abschnitt der Kabelisolierung auf, so daß
dort ein freier Luftzutritt zum gasdurchlässigen Abschnitt der Kabelisolierung
gewährleistet ist.
Bevorzugt geschieht nun die Befestigung des porösen PTFE-Schlauchs am
Tüllenkörper und an der inneren Klemmhülse dadurch, daß eine den
Tüllenkörper und die innere Klemmhülse umschließende äußere Klemmhülse
in axialem Abstand angebrachte Rundverstemmungen derart aufweist, daß der
poröse PTFE-Schlauch mit dem kabelausgangsseitigen Ende des
Tüllenkörpers formschlüssig verbunden ist. Diese Rundverstemmungen der
äußeren Klemmhülse definieren einen radialen Wulst bestimmter Länge, der
die freie Luftzufuhr zu einer definierten Länge des porösen PTFE-Schlauchs
gewährleistet. Die äußere Klemmhülse weist im Bereich des Wulstes
wenigstens eine Querbohrung auf, die mit der Querbohrung in der inneren
Klemmhülse fluchten kann. Ein als Kabelknickschutz und Temperaturschutz
dienender PTFE-Formschlauch kann am Sondenausgang einfach dadurch
integriert werden, daß die am kabelausgangsseitigen Ende der äußeren
Klemmhülse angebrachte Verstemmung den PTFE-Formschlauch radial
zwischen den porösen PTFE-Schlauch und der inneren Klemmhülse
festklemmt.
Um einen weiteren Schutz gegen äußere Verschmutzung anzubringen, läßt
sich der "Belüftungsabschnitt", d. h. der Wulst der äußeren Klemmhülse durch
einen darübergeschobenen silikonbeschichteten Glasgewebeschlauch um
hüllen, der somit die Querbohrung oder die Querbohrungen in der äußeren
Klemmhülse bedeckt und vor Verschmutzung von außen schützt. Dies führt
während der Lebensdauer des Meßfühlers ebenfalls zu einer Minimierung der
Veränderung der Porositätseigenschaften des Belüftungsabschnitts.
Bevorzugt wird für den porösen PTFE-Schlauch Gore-Tex verwendet, welches,
wie bereits erwähnt, ein aus poröser PTFE-Folie nach einem speziellen
Verfahren von der Firma Gore hergestellter für Luft durchlässiger, für Wasser
und Öl jedoch undurchlässiger Schlauch ist. Durch Auswahl der entsprechen
den Gore-Tex-Qualität läßt sich die Beatembarkeit den Erfordernissen des
Meßfühlers in einem breiten Rahmen und mit geringer Streuung anpassen. So
sind z. B. fertigungsbedingte Verschmutzungsrückstände leichter bei poröseren
Membranen auszutreiben, während bei starker Verschmutzungsgefahr z. B.
durch Benzin, Motorreinigungsmittel u. a. geringere Porositäten von Vorteil sind.
Die innere und äußere Klemmhülse können bevorzugt aus Metall insbesondere
rostfreiem Stahl und der Tüllenkörper kann aus Silikonmaterial bestehen.
Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Meßfühlers
anhand der einzigen Zeichnungsfigur näher beschrieben.
Die Figur zeigt einen schematischen abgebrochenen Längsschnitt des
kabelausgangsseitigen Endes eines Ausführungsbeispiels des erfindungs
gemäßen Meßfühlers, der allgemein mit der Bezugszahl 1 bezeichnet ist. In der
Figur sind 2 Anschlußkabel 4 und 5 zu sehen, die durch einen Tüllenkörper 2
am kabelausgangsseitigen Ende des Meßfühlers geführt sind. Nicht gezeigt ist
das Sensorelement des Meßfühlers sowie das das Sensorelement
umschließende metallische Gehäuse, welches am in der Figur unteren Ende
des Meßfühlers 1 anschließen würde. Die Kabelisolierungen 6, 7 weisen dort,
wo sie an den Tüllenkörper 2 anschließen, ein gasdurchlässigen Bereich auf,
um eine Referenzatmosphäre für das Sensorelement in das Gehäuse
einzuleiten. Dort ist eine innere Klemmhülse 13 unter Einhaltung eines radialen
Abstandes über die Kabelisolierungen 6, 7 geschoben und weist wenigstens
eine Querbohrung 15 in dem unmittelbar an die an dem Tüllenkörper 2
anschließenden Abschnitt auf (in der Figur sind zwei Querbohrungen 15
dargestellt). Diese aus Metall, insbesondere aus rostfreiem Stahl bestehende
innere Klemmhülse 13 dient zunächst dazu, einen den gasdurchlässigen
Abschnitt der Kabelisolierung 6, 7 überdeckenden porösen Schlauch 10 aus
gasdurchlässigem PTFE-Material (Gore-Tex) in radialem Abstand von den
Kabelisolierungen 6, 7 zu halten, so daß ein freier Luftdurchtritt durch den
porösen Schlauch 10, dann durch die Querbohrungen 15 der inneren
Klemmhülse 13 und durch die gasdurchlässigen Abschnitte der Kabel
isolierungen 6, 7 in das Innere desselben stattfinden kann. Wie die Figur zeigt
überlappt der poröse Schlauch 10 aus gasdurchlässigen PTFE-Material den
Tüllenkörper 2 und schließt nach oben mit der inneren Klemmhülse 13 ab.
Wie die Figur ferner zeigt, ist eine äußere Klemmhülse 14 über den gesamten
Belüftungsabschnitt und den Tüllenkörper 2 geschoben, die zum Zwecke der
Luftzufuhr ebenfalls eine oder mehrere Querbohrungen 12 (es sind in der Figur
zwei Querbohrungen 12 dargestellt) aufweist. Um alle Bauteile solid und
gasdicht miteinander zu verbinden, wird die äußere Klemmhülse 14 am
vorderen, d. h. meßgasseitigen Ende und am hinteren, d. h. kabelausgangs
seitigen Ende rundverstemmt. Dies ist durch die Pfeile A und B
veranschaulicht.
Im Bereich des Belüftungsabschnitts bilden die axial beabstandeten
Rundverstemmungen A, B der äußeren Querhülse 14 einen radialen Wulst C
bestimmter Länge, um die freie Luftzufuhr zu einer definierten axialen Länge
des gasdurchlässigen PTFE-Schlauchs 10 zu gewährleisten. Beim Verstemm
vorgang wird der an der unteren Seite der Figur dargestellte Dichtungs
tüllenkörper 2 aus Silikon weitestgehend formschlüssig dicht mit dem
gasdurchlässigen PTFE-Schlauch 10 verbunden und der Tüllenkörper 2 an den
Anschlußkabeln 4, 5 kraftschlüssig dichtend angelegt. Weiterhin wird durch die
obere Rundverstemmung A ein die Anschlußkabel 4, 5 schützender PTFE-Form
schlauch 8 und der darunterliegende gasdurchlässige PTFE-Schlauch auf
die innere Klemmhülse 13 gepreßt. Die innere Klemmhülse 13 kann beim
Verstemmvorgang leicht verformt werden. Da beim Verstemmvorgang die
innere Klemmhülse 13 ebenfalls dicht an dem Silikontüllenkörper 2 zur Anlage
kommen kann, sind die Querbohrungen 15 der inneren Klemmhülse im Bereich
des Wulstes C zum Luftdurchtritt notwendig. Um die Luftzufuhr zum Inneren
des Gehäuses sicher zu gewährleisten kann eine (nicht gezeigte) PTFE-Tülle
der Sonde selbst eine ebenfalls nicht dargestellte Blindbohrung parallel zu den
Kabel-Durchführungsbohrungen aufweisen.
Über den Wulst C ist ein äußerer silikonbeschichteter Glasgewebeschlauch 16
geschoben, der einen optimalen Schutz der Querbohrungen 12 der äußeren
Klemmhülse 14 und des darunter befindlichen porösen Schlauchs 10 gegen
Verschmutzung von außen bietet.
Fertigungsbedingte Verschmutzungsrückstände sind leichter bei poröserem
Material für den PTFE-Schlauch 10 auszutreiben, während bei starker
Verschmutzungsbeaufschlagung z. B. durch Benzin und Motorreinigungsmittel
geringe Porositäten des Schlauchs 10 von Vorteil sind. Somit läßt sich durch
Auswahl der entsprechenden Gore-Tex-Qualität für den porösen Schlauch 10
die Beatembarkeit und die Widerstandsfähigkeit gegen Verschmutzungen
desselben an die Erfordernisse des Meßfühlers in einem breiten Rahmen und
mit geringer Streuung anpassen.
Claims (7)
1. Meßfühler, insbesondere zur Bestimmung des Sauerstoffgehaltes in
Abgasen von Verbrennungsmotoren, mit einem in einem metallischen Gehäuse
axial angeordneten Sensorelement, welches mit mindestens einem aus dem
Gehäuse durch einen Tüllenkörper (2) hindurch axial herausgeführten
Anschlußkabel (4, 5) kontaktiert ist, das eine Kabelisolierung (6, 7) aufweist,
wobei in das Gehäuse eine Referenzatmosphäre für das Sensorelement
einleitbar ist und die Kabelisolierung (6, 7) an der Mantelfläche wenigstens
bereichsweise mindestens einen gasdurchlässigen Abschnitt derart aufweist,
daß die Referenzatmosphäre in das Innere der Kabelisolierung (6, 7) und von
dort in das Gehäuse gelangt
dadurch gekennzeichnet, daß
der gasdurchlässige Bereich der Kabelisolierung (6, 7) unmittelbar an das
kabelausgangsseitige Ende des Tüllenkörpers (2) anschließt und dort mit
einem porösen Schlauch (10) aus gasdurchlässigem PTFE-Material so umhüllt
ist, daß ein radialer Abstand (11) zwischen dem porösen PTFE-Schlauch und
dem gasdurchlässigen Abschnitt der Kabelisolierung (6, 7) verbleibt.
2. Meßfühler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der radiale
Abstand (11) zwischen dem porösen PTFE-Schlauch (10) und der Kabelisolie
rung (6, 7) durch eine innere Klemmhülse (13) zwischen der Kabelisolierung (6,
7) und dem porösen PTFE-Schlauch (10) sichergestellt ist, die die Kabelisolie
rung (6, 7) in radialem Abstand umgibt und im gasdurchlässigen Abschnitt der
Kabelisolierung (6, 7) mindestens eine Querbohrung (15) aufweist.
3. Meßfühler nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine den
Tüllenkörper (2) und die innere Klemmhülse (13) umschließende äußere
Klemmhülse (14) in axialem Abstand angebrachte Rundverstemmungen (A, B)
derart aufweist, daß der poröse PTFE-Schlauch (10) mit dem kabel
ausgangsseitigen Ende des Tüllenkörpers (2) formschlüssig verbunden ist.
4. Meßfühler nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der axiale
Abstand der Rundverstemmungen (A, B) der äußeren Klemmhülse (14) einen
radialen Wulst (C) bestimmter Länge definiert, um die freie Luftzufuhr zu einer
definierten Länge des porösen PTFE-Schlauchs (10) zu gewährleisten.
5. Meßfühler nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere
Klemmhülse (14) im Bereich des Wulstes (C) mindestens eine Querbohrung
(12) aufweist.
6. Meßfühler nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rundverstemmung (A) am kabelausgangsseitigen Ende der äußeren
Klemmhülse (14) außerdem einen die herausgeführten Anschlußkabel (4, 5)
über einen Teil ihrer Länge umhüllenden PTFE-Formschlauch (8) zwischen
dem porösen PTFE-Schlauch (10) und der inneren Klemmhülse (13) dichtend
festklemmt.
7. Meßfühler nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die äußere Klemmhülse (14) im Bereich der in ihren
Wulst (C) eingebrachten Querbohrung(en) (12) von einem diese Bohrung(en)
(12) gegenüber Verschmutzung von außen schützenden silikonbeschichteten
Glasgewebeschlauch (16) umhüllt ist.
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