DE19835578A1 - Vorrichtung zur Ermittlung einer Drehrate - Google Patents
Vorrichtung zur Ermittlung einer DrehrateInfo
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Abstract
Eine Vorrichtung zur Ermittlung einer Drehrate weist einen schwingungsfähigen Körper 11 auf, auf welchem mehrere elektromechanische Wandler A, A', B, B', C, C', D, D' angebracht sind. Wenigstens ein erster Wandler A, A' wird mittels eines in einer ersten Schaltungsanordnung 12 erzeugten elektrischen Treiber-Signals U¶F,O¶ in mechanische Schwingungen versetzt. Des weiteren wird wenigstens ein zweiter Wandler D, D' mittels eines in einer zweiten Schaltungsanordnung 13 erzeugten elektrischen Dämpfungs-Signals U¶F,D¶ in mechanische Schwingungen versetzt. Wenigstens ein dritter Wandler C, C' gibt ein elektrisches Sensor-Dämpfungssignal U¶S,D¶ ab, welches der Schwingung des Körpers 11 an der Stelle entspricht, an der der wenigstens dritte Wandler D, D' angebracht ist. Das Dämpfungs-Sensorsignal U¶S,D¶ wird auf den Eingang der zweiten Schaltungsanordnung 13 zurückgeführt. Ein Spannungsteiler 31 ist vorgesehen, mittels dem das in der zweiten Schaltungsanordnung 13 erzeugte Signal U¶F,D¶ verringerbar ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Ermittlung einer
Drehrate nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, mit einem schwin
gungsfähigen Körper, auf welchem mehrere elektromechanische Wandler
angebracht sind, von denen wenigstens ein erster Wandler mittels
eines in einer ersten Schaltungsanordnung erzeugten elektrischen
Treiber-Signals und wenigstens ein zweiter Wandler mittels eines in
einer zweiten Schaltungsanordnung erzeugten elektrischen Dämpfungs-Signals
in mechanische Schwingungen versetzt wird sowie wenigstens
ein dritter Wandler ein elektrisches Sensor-Dämpfungs-Signal ab
gibt, welches der Schwingung des Körpers an der Stelle entspricht,
an der der wenigstens dritte Wandler angebracht ist, wobei das Sen
sor-Dämpfungs-Signal auf den Eingang der zweiten Schaltungsanord
nung zurückgeführt wird.
Eine derartige Vorrichtung, welche regelmäßig nach dem Prinzip ei
nes Vibrationsgyrometers arbeitet, ist beispielsweise aus der
DE-44 47 005 A1 bekannt. Die in der Vorrichtung vorhandenen elektromecha
nischen Wandler, welche regelmäßig piezoelektrische Elemente sind,
werten den Effekt der Coriolisbeschleunigung aus, die als Maß für
eine Drehrate dient, mit welcher der schwingungsfähige Körper sich
dreht. Die bekannte Vorrichtung ist daher sehr gut im Zusammenhang
mit Systemen zur Fahrdynamikregelung bei Kraftfahrzeugen zu verwen
den, da die erfaßte Coriolisbeschleunigung als Maß für die aktuelle
Giergeschwindigkeit des Fahrzeuges verwendet werden kann.
Bei der bekannten Vorrichtung ist der schwingungsfähige Körper als
dünnwandiger Hohlzylinder aus einem elastischen Material ausgebil
det. Auf der Zylinderwand sind acht Piezoelemente im gleichmäßigen
Abstand von 45 Grad zueinander angeordnet. Die beispielsweise in
den Positionen 0 Grad, 90 Grad, 180 Grad und 270 Grad angeordneten
Piezoelemente arbeiten mit einer Oszillatorstufe zusammen. Die in
den Positionen 45 Grad, 135 Grad, 225 Grad und 315 Grad angeordne
ten Piezoelemente arbeiten mit einer Dämpfungsstufe zusammen. Die
in den Positionen 0 und 180 Grad angeordneten Piezoelemente werden
von einer Oszillator-Treiber-Stufe in mechanische Schwingungen ver
setzt. Die in den Positionen 90 und 270 Grad angeordneten Piezoele
mente geben ein Signal ab, welches der Schwingung des Hohlzylinders
an der Stelle entspricht, an der die Piezoelemente angebracht sind.
Das von den in den Positionen 90 Grad und 270 Grad angeordneten
Piezoelementen abgegebene Signal wird auf den Eingang der Schal
tungsanordnung zur Erzeugung des elektrischen Oszillator-Treiber-Signals
in der Weise zurückgekoppelt, daß sich ein Oszillator er
gibt, welcher auf seiner Resonanzfrequenz schwingt.
Durch die in den Positionen 0 und 180 Grad angeordneten Piezoele
mente, welche von der Oszillator-Treiber-Stufe in mechanische
Schwingungen versetzt werden, wird der Hohlzylinder in Schwingungen
versetzt. Der Hohlzylinder schwingt derart, daß sich im einge
schwungenen Zustand an den Positionen 45 Grad, 135 Grad, 225 Grad
und 315 Grad Knoten ausbilden. Wirkt auf den Hohlzylinder von außen
eine Drehrate ein, wird der eingeschwungene Zustand des Hohlzylin
ders aufgrund der Coriolisbeschleunigung gestört. Es erfolgt eine
Verstimmung des Systems derart, daß sich die Position der Knoten
verschiebt. Hierdurch übt der Hohlzylinder an den bisherigen Stel
len der Knoten Schwingungen aus.
Die in den Positionen 45 Grad und 225 Grad angeordneten Piezoele
mente sind mittels einer Dämpfungs-Treiber-Stufe in mechanische
Schwingungen versetzbar. Die in den Positionen 135 Grad und 315
Grad angeordneten Piezoelemente geben ein Signal ab, welches der
Schwingung des Hohlzylinders an der Stelle entspricht, an der sie
angebracht sind. Das von den in den Positionen 135 Grad und 315
Grad angeordneten Piezoelementen abgegebene Signal wird in der Wei
se auf den Eingang der zur Erregung der in den Positionen 45 Grad
und 225 Grad angeordneten Piezoelementen vorgesehenen Schaltungsan
ordnung zurückgekoppelt, daß die Schwingungen an den Positionen 135
Grad und 315 Grad etwa zu null kompensiert werden.
Die auf den Eingang der Schaltungsanordnung zur Erregung der in den
Positionen 45 Grad und 225 Grad angeordneten Piezoelementen rückge
koppelte Spannung stellt ein Maß für die durch das Einwirken einer
Drehrate auf den schwingenden Hohlzylinder erfolgte Verstimmung des
Hohlzylinders dar. Dieses Signal kann somit als Maß für die Drehra
te verwendet werden.
Zur Anpassung an eine Schaltungsanordnung, welche das Signal wei
terverarbeitet, ist bei der bekannten Vorrichtung ein Verstärker
mit einstellbarer Verstärkung vorgesehen. Wenngleich durch den Ver
stärker das Ausgangssignal der bekannten Vorrichtung auch einstell
bar ist, so hat die bekannte Vorrichtung doch den Nachteil, daß
keine Möglichkeit zum Abgleich der Schaltung im Hinblick Toleranzen
der Bauelemente vorgesehen ist. Dies wirkt sich besonders dann
nachteilig aus, wenn, wie in der bekannten Schaltungsanordnung vor
gesehen, eine Möglichkeit zur Aufschaltung eines Störsignals vorge
sehen ist, mittels welchem als sogenannter Eigentest die einwand
freie Funktion der Schaltungsanordnung überprüft wird.
Zur Durchführung des Eigentests wird das von den in den Positionen
90 Grad und 270 Grad angeordneten Piezoelementen abgegebene und auf
den Eingang der Oszillator-Treiber-Stufe zurückgekoppelte Signal
auf einen Verstärker geführt und über einen Schalter auf den Ein
gang der zur Erregung der in den Positionen 45 Grad und 225 Grad
angeordneten Piezoelementen vorgesehene Dämpfungs-Treiber-Stufe ge
führt. Hierdurch erfolgt eine Verstimmung des Systems in der Weise,
wie sie beim Einwirken einer Drehrate erfolgt. Da die Größe des Ei
gentestsignals bestimmt ist, muß bei korrekt arbeitender Vorrich
tung das Ausgangssignal aufgrund der Verstimmung eine bestimmte
Größe erreichen. Ist dies nicht der Fall, deutet dies darauf hin,
daß die Vorrichtung nicht korrekt arbeitet.
Da das aufgrund des Störsignals erzeugte Ausgangssignal einer vor
bestimmten Drehrate entsprechen soll und unabhängig von der durch
den Ausgangsverstärker vorgenommenen Anpassung sein soll, ist der
Verstärker zur Erzeugung des Eigentestsignals ebenfalls in seiner
Verstärkung einstellbar. Die Unabhängigkeit des Ausgangssignals von
der durch den Ausgangsverstärker erfolgten Anpassung wird dadurch
erreicht, daß die Eingänge der Verstärker zur Einstellung der Ver
stärkung miteinander gekoppelt sind und gegenläufig arbeiten.
Durch die Anpassung des Eigentestsignals durch den in der Verstär
kung einstellbaren Verstärker lassen sich jedoch Bauteile-Toleranzen
nicht ausgleichen. Insbesondere lassen sich durch die
Einstellung des Eigentestsignals Unterschiede zwischen den Übertra
gungsverhalten der Piezoelemente der Dämpfungsstufe und den Piezo
elementen der Oszillatorstufe nicht ausgleichen.
Eine einwandfreie Funktion der bekannten Schaltungsanordnung im
Hinblick auf den Eigentest ist jedoch nur dann gewährleistet ist,
wenn die Übertragungsverhalten gleich sind, so daß sie sich gegen
einander aufheben. Da dies in der Praxis nicht gegeben ist, erhält
man einen nicht korrekten Eigentest-Wert. Um dies zu beheben muß
ein entsprechend großer schaltungstechnischer Aufwand betrieben
werden. Eine Anpassung der Übertragungsverhalten auf einer inte
grierten Schaltung, als welche die bekannte Schaltungsanordnung re
gelmäßig ausgebildet ist, ist von den Prozeßparametern bei der
Halbleiterherstellung überlagert und daher nur schwer in der ge
wünschten Genauigkeit durchführbar. Es erfolgt daher bei der be
kannten Schaltungsanordnung eine systematische Korrektur durch zwei
unterschiedlich dimensionierte kapazitive Spannungsteiler auf der
der Schaltungsanordnung folgenden Hybridschaltung. Dies ist jedoch
nachteilig, da diese Maßnahme einen Temperaturgang hat, welcher aus
dem Übertragungsverhalten und dem kapazitiven Spannungsteiler be
steht.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine eingangs genannte
Vorrichtung derart auszubilden, daß sie auf einfache Weise ab
gleichbar ist.
Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den Merkmalen des kenn
zeichnenden Teils des Anspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen der
Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Gemäß der Erfindung ist ein Spannungsteiler vorgesehen, mittels dem
das in der zweiten Schaltungsanordnung erzeugte Signal verringerbar
ist. Es hat sich gezeigt, daß das Übertragungsverhalten der Piezo
elemente der Dämpfungsstufe stets größer ist als das der Piezoele
mente der Oszillatorstufe. Das aus der Oszillatorstufe ausgekoppel
te Signal zur Erzeugung des Eigentestsignals muß somit von einem
typisch kleineren Ausgangssignal der Dämpfungs-Treiber-Stufe kom
pensiert werden. Das aufgrund des Eigentestsignals erhaltene Aus
gangssignal der Schaltungsanordnung weicht vom wahren Wert daher
stets nach unten ab.
Wird nun das auf die in den Positionen 45 Grad und 225 Grad ange
ordneten Piezoelementen der Dämpfungsstufe gegebene Signal verrin
gert, muß die zur Erzeugung des zur Erregung der in den Positionen
45 Grad und 225 Grad angeordneten Piezoelementen erforderlichen Si
gnals vorgesehene Schaltungsanordnung eine größere Ausgangsspannung
liefern, als sie dies bei nicht verringertem Signal tun müßte.
Hierdurch wird das Ausgangssignal der erfindungsgemäßen Schaltungs
anordnung angehoben, so daß sein Wert dem eingekoppelten Eigentest
signal entspricht.
Es ist somit möglich, durch Verändern des zur Erregung der Dämp
fungsstufe vorgesehenen Signals das Ausgangssignal der Vorrichtung
zur Ermittlung einer Drehrate an das Eigentestsignal anzupassen.
Besonders günstig ist es, daß die Anpassung mittels eines ohmschen
Spannungsteilers erfolgen kann. Dies wirkt sich sehr günstig auf
den Temperaturgang der Vorrichtung aus. Des weiteren ist es sehr
vorteilhaft, daß der Spannungsteiler im niederohmigen Treiberkreis
und nicht im hochohmigen Sensierkreis liegt. Da die Anpassung über
die gesamte Schaltungsanordnung erfolgt, können hierdurch sämtliche
sich auf das Eigentestsignal auswirkenden Toleranzen ausgeglichen
werden. In besonders vorteilhafter Weise erfolgt die Spannungstei
lung mittels eines Potentiometers.
Bei einer besonderen Ausführungsform der Erfindung sind Schaltung
selemente vorgesehen, mittels derer ein Störsignal auf den Eingang
der zweiten Schaltungsanordnung geführt wird. Durch das Störsignal
läßt sich in vorteilhafter Weise ein Eigentest der erfindungsgemä
ßen Vorrichtung durchführen. Besonders vorteilhaft bei der erfin
dungsgemäßen Schaltung ist, daß das aufgrund des Störsignals er
zeugte Ausgangssignal mittels des Spannungsteilers auf einfache
Weise abgleichbar ist.
Bei einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrich
tung ist wenigstens ein vierter elektromechanischer Wandler vorge
sehen, welcher ein Sensor-Treiber-Signal abgibt, welches der
Schwingung des Körpers an der Stelle entspricht, an der der wenig
stens vierte Wandler angebracht ist, wobei das Sensor-Treiber-Signal
auf den Eingang der ersten Schaltungsanordnung zurückgeführt
wird und das Störsignal einem Teil oder Vielzahl des auf den Ein
gang der ersten Schaltungsanordnung zurückgeführten Sensor-Treiber-Signals
entspricht. Da das Störsignal aus dem Oszillatorkreis ge
wonnen wird, stimmt es in seiner Frequenz jederzeit exakt mit der
Frequenz überein, auf der der schwingungsfähige Körper schwingt. Es
läßt sich daher in einfacher Weise optimal an den Eingang der zwei
ten Schaltungsanordnung anpassen.
Weitere Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung eines besonderen Ausführungsbeispiels
unter Bezugnahme auf die Zeichnung.
Es zeigt:
Fig. 1 ein Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
und
Fig. 2 die in Fig. 1 dargestellte Anordnung in aufgegliederter
Blockdarstellung.
In Fig. 1 ist der Sensor mit 10 bezeichnet. Der Hohlzylinder 11
des Sensors 10 trägt die einzelnen Meßelemente A, A', B, B', C, C'
und D, D'. Gestrichelt sind die Verformungen eingezeichnet, die der
Hohlzylinder 11 aufgrund von Schwingungen einnehmen kann.
Die Piezoelemente A, B, C, D sind mit den Blöcken 12, 13, 14 der
Elektronik verbunden, dabei bezeichnet 12 die Oszillatorschleife
(Drivekreis), die das zugehörige Piezoelement in eine konstante me
chanische Antriebsschwingung versetzt. Mit 13 ist eine Dämpfungs
schaltung bezeichnet und 14 stellt den Detektorschaltkreis dar, an
dessen Ausgang das Meßsignal UM entsteht, das im Filter 15 noch in
geeigneter Weise gefiltert wird, so daß das eigentliche Ausgangs
signal Uout erhalten wird. Das aus der Dämpfungsschaltung 13 ausge
gebene Signal wird mittels eines Potentiometers 31 heruntergeteilt.
Die Piezoelemente A', B', C', D' sind intern jeweils mit den Ele
menten A, B, C, D verbunden.
Mit der in Fig. 1 dargestellten Sensoranordnung samt Elektronik
eines Drehratensensors, der nach dem Prinzip eines Vibrationsgyro
meters arbeitet, kann die Giergeschwindigkeit beziehungsweise die
Gierrate eines Fahrzeuges ermittelt werden. Dabei bewirkt der Co
rioliseffekt zusammen mit einer senkrecht zur Antriebsschwingung
eingekoppelten Drehgeschwindigkeit eine Coriolisbeschleunigung, die
eine Auslenkung der Antriebsschwingung in Coriolisrichtung zur Fol
ge hat. Diese Auslenkung ist letztendlich ein Maß für die eingekop
pelte Drehrate und soll gemessen werden.
In Fig. 2 ist die Auswerteschaltung einer erfindungsgemäßen Vor
richtung dargestellt. Bei dieser Anordnung sind der Sensor sowie
die zugehörige Elektronik miteinander verkoppelt. Im wesentlichen
umfaßt die dargestellte Anordnung vier Blöcke. Der erste Block 16
ist der sogenannte BITE-Block, die Oszillatorschleife ist mit 17
bezeichnet, die Dämpfungsschleife mit 18 und die Ausgangsstufe
trägt das Bezugszeichen 19.
Die in der Fig. 2 enthaltenen Blöcke 16 bis 19 sind ihrerseits in
weitere Blöcke unterteilt. Die Wechselwirkungen zwischen den ein
zelnen Blöcken sind durch entsprechende Verbindungslinien, gegebe
nenfalls unter Angabe der Wirkungsrichtung durch entsprechende
Pfeile gekennzeichnet. Im einzelnen umfaßt der BITE-Block 16 einen
Verstärker 20 mit variabler Verstärkung, in dem die BITE-Funktion
generiert wird. Diese Funktion wird symbolisiert durch den Ausdruck
kBITE/vs. Sie wird über den BITE-Schalter 21 als BITE-Störgröße UBITE
bei Auslösen eines Tests BITE-Test an den Punkt 22 weitergegeben.
Dieser Punkt 22 steht mit den Blöcken 23, 24 der Dämpfungsschleife
18 in Verbindung. Der Block 23 bezeichnet die mechanische Kopplung
(des Zylinders und der Meßelemente, also beispielsweise der Piezo
elemente). Die Übertragungsfunktion des Sensorelements ist mit kZ,D
bezeichnet.
Der Block 24 stellt eine elektronische Dämpfungsschleife mit Pha
sensteuerung aus der AFC und konstanter Verstärkung dar. Die zuge
hörige Übertragungsfunktion der elektronischen Dämpfungsschleife
ist mit ke,D bezeichnet. Im Punkt 22 findet im übrigen die elektri
sche Nullpunkteinstellung statt. Die am Punkt 22 anstehende Span
nung ist mit US,D bezeichnet.
Von der Oszillatorschleife 17 sind zwei Blöcke 25, 26 dargestellt,
die miteinander wechselwirken. Der Block 25 bezeichnet wiederum die
mechanische Kopplung zwischen Zylinder und Piezoelementen. Die
Übertragungsfunktion des Sensorelements ist kz,o. Die Spannung ist
mit US,O bezeichnet. Es ist dies die Spannung der Oszillatorschlei
fe, also die Spannung der Anregung des Systems.
Block 26 bezeichnet die elektronische Anregungsschleife mit Phasen
regler (AFC) und Amplitudenregler (AGC). Die zugehörige Übertra
gungsfunktion der Oszillatorschleife ist mit ke,O bezeichnet.
Am Verbindungspunkt zwischen den Blöcken 25 und 26 liegt die An
triebsspannung beziehungsweise Force- oder Drivespannung UF,O, die
dem Block 27 zur Phasengleichrichtung und konstanten Verstärkung
der Ausgangsstufe 19 zugeführt wird. Block 27 erhält weiterhin die
Spannung UF,D aus der Dämpfungsschleife 18. Die Übertragungsfunktion
des Blocks 27 ist mit kBM.kO bezeichnet. Am Ausgang des Blocks 27
ist ein Punkt 28 eingetragen, an dem der Offsetabgleich stattfin
det. An den Punkt 28 schließt sich ein Verstärker 29 mit variabler
Verstärkung an, die Verstärkung ist mit vs bezeichnet. Am Ausgang
des Verstärkers 29 ist die Drehratenausgangsspannung Urate abgreif
bar, die ein Maß für die tatsächlich vorhandene Drehrate ist.
Die mechanische Nullpunkteinstellung erfolgt an Punkt 30. Zu dieser
Nullpunkteinstellung wird eine Spannung Ucor als elektrisches Äqui
valent des Corioliseffektes eingespeist.
Mittels eines Potentiometers 31 wird die dem Block 23 zur Erregung
der Piezoelemente zugeführte Spannung heruntergeteilt. Da die Blöc
ke 23 und 24 einen Regelkreis bilden muß daher der Block 24 eine
größere Ausgangsspannung US,D abgeben, als er es bei einem nicht
heruntergeteilten Signal machen müßte. Durch das Potentiometer 31
kann daher die höhere Übertragungsfunktion kZ,D des Blockes 23 kom
pensiert werden.
Mit der in Fig. 2 als Blockschaltbild angegebenen Anordnung läßt
sich der Drehratensensor auswerten und gleichzeitig eine Überprü
fung der ordnungsgemäßen Funktionsfähigkeit des Sensors und der
Auswerteschaltung selbst realisieren.
Wird durch die amplitudengeregelte Oszillatorschleife ein geeigne
tes Sensorelement in eine konstante mechanische Antriebsschwingung
versetzt, dann bewirkt der Corioliseffekt zusammen mit einer senk
recht zur Antriebsschwingung eingekoppelten Drehschwingung eine Co
riolisbeschleunigung, die eine Auslenkung der Antriebsschwingung in
Coriolisrichtung zur Folge hat. Es wird durch diese Effekte der
Hohlzylinder, auf dem die als Meßelemente dienenden Piezoelemente
angeordnet sind, zusätzlich in Schwingungen versetzt. Der Hohlzy
linder schwankt daher zwischen den in Fig. 1 gestrichelt einge
zeichneten Grenzen.
Wird zur Auswertung der Auslenkung, die wie bereits erwähnt ein Maß
für die eingekoppelte Drehrate ist, eine Kompensationsschleife ver
wendet, beispielsweise eine Servo-Loop, dann ist die resultierende
Stellgröße ein Maß für die zu messende Drehrate. Wird diese Kompen
sationsschleife mit einem phasenrichtig eingekoppelten Offsetsignal
verstimmt, wird der Ausgang des Sensors die Überlagerung von
Drehrate und Offset anzeigen. Erzeugt wird dieser Offset im
BITE-Block. Die Aufschaltung des Offsets kann beispielsweise über die
Betätigung des BITE-Schalters 21 erfolgen, es wird denn der Sensor
bei bekannter Verstimmung testbar. Da die Testfunktion durch die
Schleifenanordnung sowohl die Auswerteelektronik als auch das Sen
sorelement betrifft, können beide auf Fehlfunktion getestet werden.
Die Ableitung der am Ausgang des Sensors entstehende Spannung Urate
bei aktivierter BITE-Funktion entspricht der in der DE-44 47 005 A1
beschriebenen Ableitung. Auf die DE-44 47 005 A1 wird daher aus
drücklich Bezug genommen; sie wird im gesamten Umfang in die vor
liegende Erfindung einbezogen.
Die in der DE 44 47 005 A1 gemachte Annahme, daß die Übertragungs
funktion kZ,D genauso groß ist wie die Übertragungsfunktion kZ,O des
Blocks 25, wird in der vorliegenden Erfindung dadurch realisiert,
daß die dem Block 23 zugeführte Spannung mittels des Potentiometers
31 verringert wird. Durch das Potentiometer 31 wird somit die Vor
aussetzung der in der DE 44 47 005 A1 vorgenommenen Ableitung ge
schaffen.
Claims (4)
1. Vorrichtung zur Ermittlung einer Drehrate, mit einem schwin
gungsfähigen Körper (11), auf welchem mehrere elektromechanische
Wandler (A, A', B, B', C, C', D, D') angebracht sind, von denen we
nigstens ein erster Wandler (A, A') mittels eines in einer ersten
Schaltungsanordnung (12, 26) erzeugten elektrischen Treiber-Signals
(UF,O) und wenigstens ein zweiter Wandler (D, D') mittels eines in
einer zweiten Schaltungsanordnung (13, 24) erzeugten elektrischen
Dämpfungs-Signals (UF,D) in mechanische Schwingungen versetzt wird
sowie wenigstens ein dritter Wandler (C, C') ein elektrisches Sen
sor-Dämpfungs-Signal (US,D) abgibt, welches der Schwingung des Kör
pers (11) an der Stelle entspricht, an der der wenigstens dritte
Wandler (D, D') angebracht ist, wobei das Dämpfungs-Sensor-Signal
(US,D) auf den Eingang der zweiten Schaltungsanordnung (13, 24) zu
rückgeführt wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Spannungsteiler (31) vorgesehen ist, mittels dem das in der
zweiten Schaltungsanordnung (13, 24) erzeugte Signal (UF,D) verrin
gerbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Spannungsteiler (31) ein Potentiometer ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß Schaltungselemente (16) vorgesehen sind, mittels derer ein
Störsignal (UBITE) auf den Eingang der zweiten Schaltungsanordnung
(13, 24) geführt wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens ein vierter elektromechanischer Wandler (B, B') vor
gesehen ist, welcher ein Sensor-Treiber-Signal (US,O) abgibt, wel
ches der Schwingung des Körpers (11) an der Stelle entspricht, an
der der wenigstens vierte Wandler (B, B') angebracht ist, wobei das
Sensor-Treiber-Signal (US,O) auf den Eingang der ersten Schaltungs
anordnung (12, 26) zurückgeführt wird und das Störsignal (UBITE) ei
nem Teil oder Vielfachen des auf den Eingang der ersten Schaltungs
anordnung (12, 26) zurückgeführten Sensor-Treiber-Signals (US,O)
entspricht.
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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ID=7876684
Family Applications (1)
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| DE19835578A Withdrawn DE19835578A1 (de) | 1998-08-06 | 1998-08-06 | Vorrichtung zur Ermittlung einer Drehrate |
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