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DE19833099C1 - Meß-System zur Messung der Konzentration von Schadgasen - Google Patents

Meß-System zur Messung der Konzentration von Schadgasen

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DE19833099C1
DE19833099C1 DE1998133099 DE19833099A DE19833099C1 DE 19833099 C1 DE19833099 C1 DE 19833099C1 DE 1998133099 DE1998133099 DE 1998133099 DE 19833099 A DE19833099 A DE 19833099A DE 19833099 C1 DE19833099 C1 DE 19833099C1
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Klaus Kasper
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Helsa Werke Helmut Sandler GmbH and Co KG
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N21/00Investigating or analysing materials by the use of optical means, i.e. using sub-millimetre waves, infrared, visible or ultraviolet light
    • G01N21/75Systems in which material is subjected to a chemical reaction, the progress or the result of the reaction being investigated

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Abstract

Es wird ein Meß-System (10) zur Messung der Konzentration von Schadgasen eines gasförmigen Mediums, insbesondere Luft, beschrieben. Das Meß-System (10) weist einen Polymerkörper (12) auf, der sein Volumen in Abhängigkeit von der Konzentration des Schadgases verändert. Das Meß-System (10) weist außerdem eine dem Polymerkörper (12) zugeordnete Lichtquelle (24) einer optischen Einrichtung (30) zur Bestimmung der Volumenänderung des Polymerkörpers (12) auf. Der Polymerkörper (12) ist an einem Trägerelement (16) angeordnet. Am Polymerkörper (12) und am Trägerelement (16) ist eine optisch reflektierende Folie (20) fixiert, die mit einem Reflexionsabschnitt (22) zwischen dem Polymerkörper (12) und dem Trägerelement (16) eingespannt ist. Die Lichtquelle (24) ist gegen den Reflexionsabschnitt (22) der Folie (20) fokussiert. Die optische Einrichtung (30) weist einen positionsempfindlichen Detektor (28) auf, der von einer segmentierten Fotodiode (32) gebildet ist.

Description

Die Erfindung betrifft ein Meß-System zur Messung der Konzentration von Schadgasen eines gasförmigen Mediums, insbes. Luft, mit einem in Abhängigkeit von der Konzentration des Schadgases sein Volumen verändernden Polymerkörper, und mit einer dem Polymerkörper zugeordneten Lichtquelle einer optischen Einrichtung zur Bestimmung der Volumenänderung des Polymerkörpers.
Bei einem solchen Maß-System wird eine sog. reflektometrische Interferenzspektroskopie angewandt. Hierbei ergibt sich jedoch der Mangel, daß der verwendete Polymerkörper transparent und sehr dünn sein muß. Bei einem dickeren Polymerkörper würde zwar die Meßempfindlichkeit steigen, durch die zunehmende Trübung des Polymerkörpers mit zunehmender Dicke nimmt jedoch das Signal/Rausch-Verhältnis des Meß-Systems ab.
Für die Messung von Schadgasen bspw. in Luft kommen bislang z. B. Flammenionisationsdetektoren zur Anwendung. Mit diesen lassen sich Kohlenwasserstoffe detektieren. Für andere Schadstoffe wie z. B. NO bzw. NO2 können Chemoluminiszenzdetektoren verwendet werden. SO2-Gehalte lassen sich durch UV-Floureszenzdetektoren bestimmen. Andere Sensorarten sind bspw. Sensoren, welche charakteristische Farbänderungen hervorrufen, oder elektrochemische Sensoren.
Alle diese bekannten Maß-Systeme der zuletzt genannten Art sind entweder apparateintensiv und teuer, oder sie verbrauchen sich, wie bspw. die elektrochemischen Sensoren und die Farbumschlagsensoren. Das macht entsprechende Wartungsarbeiten erforderlich. Ein weiterer Mangel dieser bekannten Maß-Systeme besteht darin, daß Online-Messungen in vielen Fällen ebenfalls nicht möglich sind.
In Kenntnis dieser Gegebenheiten liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Meß-System der eingangs genannten Art zu schaffen, das einfach ausgebildet, wartungsfrei und vergleichsweise preisgünstig realisierbar ist, wobei die Messung der Konzentration von Schadstoffen permanent durchführbar ist.
Diese Aufgabe wird bei einem Meß-System der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Polymerkörper an einem Trägerelement angeordnet ist, daß am Polymerkörper eine optisch reflektierende Folie fixiert ist, die zwischen dem Polymerkörper und dem Trägerelement mit einem Reflexionsabschnitt beweglich eingespannt ist, daß die Lichtquelle gegen den Reflexionsabschnitt der reflektierenden Folie fokussiert ist, und daß eine optische Einrichtung einen positionsempfindlichen Detektor aufweist, gegen welchen der vom Reflexionsabschnitt der Folie reflektierte Strahl der Lichtquelle gerichtet ist.
Das erfindungsgemäß ausgebildete Meß-System weist die Vorteile auf, daß es einfach ausgebildet ist, daß es wartungsfrei funktioniert, daß es vergleichsweise preisgünstig realisierbar ist, und daß es für beliebige Schadstoffe geeignet ist, wobei die Messung der Konzentration der Schadstoffe permanent erfolgen kann, was bedeutet, daß eine Online-Messung der Konzentration der Schadstoffe möglich ist. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß sich eine kompakte und robuste Ausbildung ergibt, so daß bei Anwendung des erfindungsgemäßen Meß-Systems bspw. in einer adsorptiven Filtereinheit zur Kontrolle des Beladungszustandes des jeweiligen Adsorptionsfilters eine Integration des Meß-Systems in die Filtereinheit möglich ist. Das erfindungsgemäße Meß-System ist also bspw. - ohne darauf beschränkt zu sein - zur Schadstoffmessung an Luft, insbes. zur Kontrolle, d. h. zum Online-Monitoring - von Beladungszuständen von Aktivkohlefiltern, bspw. Lüftungsanlagen von Kraftfahrzeugen o. dgl. optimal geeignet.
Bei dem erfindungsgemäßen Meß-System kann der Polymerkörper eine Dicke zwischen 1 µm und 3 mm besitzen. Der besagte Polymerkörper quillt unter dem Einfluß des entsprechenden Schadgases auf, d. h. er erfährt eine Änderung seiner Dicke. Diese Dickenänderung wird mit Hilfe des positionsempfindlichen Detektors erfaßt, gegen welchen der vom Reflexionsbereich der Folie reflektierte Strahl der Lichtquelle gerichtet ist. Bei der reflektierenden Folie handelt es sich bspw. um eine Aluminiumfolie.
Der Polymerkörper kann aus einem Polymer der Gruppe der Polysiloxane bestehen. Der Polymerkörper wird entsprechend seinem Quellverhalten für die jeweiligen Schadgase speziell ausgewählt. Bei den Polymeren aus der Gruppe der Polysiloxane kann es sich bspw. um Polyvinylmercaptopropylsiloxane für Schadstoffe z. B. aus dem Bereich der (chlorierten) Kohlenwasserstoffe oder Aromate wie bspw. Butan, Benzol, Toluol oder Ethane handeln. Kommt das erfindungsgemäße Meß-System bei höheren mechanischen Belastungen des Polymerkörpers, z. B. bei höheren Drücken zur Anwendung, so ist es zweckmäßig, wenn der Polymerkörper aus einem vernetzten Polymer besteht.
Als zweckmäßig hat es sich erwiesen, wenn zwischen dem Polymerkörper und dem Trägerelement ein gasdiffusionsoffenes Membranelement vorgesehen ist, wobei das Trägerelement mit mindestens einem Loch ausgebildet ist, das von dem Membranelement überdeckt ist. Dabei ist das gasdiffusionsoffene Membranelement am Trägerelement und der Polymerkörper am Membranelement fixiert. Das Trägerelement kann hierbei Bestandteil eines das Meß-System umfassenden Gehäuses sein, das mit dem mindestens einen Loch zum Einlaß des jeweiligen zu messenden gasförmigen Mediums, bzw. der Konzentration von Schadgasen des besagten gasförmigen Mediums, ist.
Als vorteilhaft hat es sich bei dem erfindungsgemäßen Meß- System erwiesen, wenn die Lichtquelle eine Laserdiode aufweist. Der Lichtquelle ist vorzugsweise eine Fokussiereinrichtung zugeordnet, mit deren Hilfe die von der Lichtquelle emittierte Lichtstrahlung auf die reflektierende Folie des erfindungsgemäßen Meß-Systems fokussiert wird. Entsprechend dem Einfallswinkel des Lichtstrahles der Lichtquelle auf den Reflexionsabschnitt der reflektierenden Folie zwischen dem Polymerkörper und dem Trägerelement trifft das von der Folie reflektierte Licht auf den erwähnten positionsempfindlichen Detektor auf. Bei dem positionsempfindlichen Detektor kann es sich um eine segmentierte Fotodiode (PSD) handeln.
Der positionsempfindliche Detektor kann zweckmäßigerweise mit einer elektronischen Auswerteschaltung zusammengeschaltet sein. Diese Auswerteschaltung kann ein Differenzglied und einen mit dem Differenzglied verbundenen Operationsverstärker mit einem Ausgang aufweisen. Eine derartige Auswerteschaltung ist an sich bekannt. Durch eine einfache Differenzverstärkerschaltung mit Operationsverstärker läßt sich die Verschiebung der von der reflektierenden Folie reflektierten Lichtstrahlung in der Detektorebene registrieren, da die elektrischen Ströme des positionsempfindlichen Detektors bei einer geeigneten Lichtintensität für kleine Winkeländerungen der reflektierenden Folie zum jeweiligen Lichteinfall linear sind.
Um diffusionsabhängige Prozesse, bspw. mehrere Schadstoffkomponenten gleichzeitig im Schadgas, die unterschiedliche Diffusionsverhalten besitzen, beobachten zu können, kann der Polymerkörper mit einem Peltierelement versehen sein. Mit Hilfe des Peltierelementes ist es einfach möglich, die Temperatur des Polymerkörpers zu variieren und durch diese Temperatur-Variation des Polymerkörpers ist es dann möglich, die besagten diffusionsabhängigen Prozesse zu beobachten.
Weitere Einzelheiten und Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles des erfindungsgemäßen Systems zur Messung der Konzentration von Schadgasen eines gasförmigen Mediums, bei dem es sich insbes. um Luft handeln kann. Es zeigen:
Fig. 1 schematisch eine Ausbildung des Meß-Systems mit einem Polymerkörper im ungebrauchten Original­ zustand,
Fig. 2 das Meß-System gemäß Fig. 1 in einem aktiven Meßzustand, und
Fig. 3 ein Blockschaltbild der Auswerteschaltung des Meß- Systems gemäß den Fig. 1 und 2.
Fig. 1 zeigt nicht maßstabsgerecht in einer Seitenansicht eine Ausbildung des Meß-Systems 10, das zur Messung der Konzentration von Schadgasen eines gasförmigen Mediums, insbes. Luft, vorgesehen ist. Das Meß-System 10 weist einen Polymerkörper 12 auf, der auf einem gasdiffusionsoffenen Membranelement 14 vorgesehen ist. Das Membranelement 14 ist auf einem ortsfesten Trägerelement 16 angebracht. Das Trägerelement 16 ist mit Löchern 18 ausgebildet, die vom Membranelement 14 überdeckt sind.
Am Polymerkörper 12, der in Abhängigkeit von der Konzentration des jeweiligen Schadgases sein Volumen verändert, und am Trägerelement 16 ist eine optisch reflektierende Folie 20 derartig fixiert, daß sie mit einem Reflexionsabschnitt 22 dazwischen beweglich eingespannt ist. Die reflektierende Folie 20 weist eine solche Federkonstante auf, daß ihre elastische Rückstellkraft an die Stellkraft des sein Volumen verändernden Polymerkörpers 12 angepaßt ist. Hierdurch ist zwischen der jeweiligen Volumenänderung, d. h. Quellung des Polymerkörpers 12 und der entsprechenden Konzentration des Schadgases ein Gleichgewicht gegeben. Das bedeutet, daß bei Abwesenheit des Schadgases auch die Quellung des Polymerkörpers 12 zurückgeht, bzw. keine Quellung gegeben ist.
Das Meß-System 10 weist außerdem eine ortsfeste Lichtquelle 24 mit einer Fokussiereinrichtung 26 sowie einen ortsfesten positionsempfindlichen Detektor 28 auf, die gemeinsam eine optische Einrichtung 30 bilden. Der positionsempfindliche Detektor 28 weist eine segmentierte Fotodiode 32 auf, wobei jedem Segment der Fotodiode 32 ein Ausgang 34 zugeordnet ist.
Wird der Polymerkörper 12 des Meg-Systemes 10 mit einem gasförmigen Medium, insbes. Luft, beaufschlagt, das wenigstens ein Schadgas enthält, dessen Konzentration gemessen werden soll, so führt diese Beaufschlagung des Polymerkörpers 12 mit dem besagten Medium zu einer Volumenänderung, d. h. zu einem Aufquellen des Polymerkörpers 12. Daraus resultiert eine Dickenänderung des Polymerkörpers 12, die in Fig. 2 mit Δd bezeichnet ist. Durch diese Dickenänderung Δd des Polymerkörpers 12 verändert sich der Ein- und der Ausfallswinkel des von der Lichtquelle 24 erzeugten Lichtstrahles 36, der durch die Fokussiereinrichtung 26 auf den Reflexionsabschnitt 22 der Folie 20 fokussiert wird. Durch die besagte Änderung des Ausfallswinkels des von der Folie 22 reflektierten Lichtstrahles ergibt sich eine Änderung der Position des reflektierten Lichtstrahles 36' an der segmentierten Fotodiode 32. Der positionsempfindliche Detektor 28, d. h. die segmentierte Fotodiode 32, registriert diese Verschiebung des reflektierten Lichtstrahles 36' in der Weise, daß sich an den Ausgängen 34 der segmentierten Fotodiode 32 voneinander verschiedene elektrische Ströme I1 und I2 ergeben, wobei entsprechend der Darstellung gemäß Fig. 2 I2 ≧ I1 ist, weil der reflektierte Lichtstrahl 36' nicht mehr mit der gleichen Lichtintensität auf die beiden Segmente der segmentierten Fotodiode 32 fällt. Der positionsempfindliche Detektor 28 registriert also die entsprechende Verschiebung des reflektierten Lichtstrahles 36', die für kleine Dickenänderungen Δd des Polymerkörpers 12 und folglich für kleine Winkeländerungen des Reflexionsabschnittes 22 der reflektierenden Folie 20 in erster Näherung proportional verläuft. Da der Zusammenhang zwischen der jeweiligen Schadgas- Konzentration und der zugehörigen Schichtdickenänderung Δd des Polymerkörpers 12 zwischen 0 und größenordnungsmäßig 20000 ppm proportional verläuft, ist das Ansprech- bzw. Meßverhalten des Meß-Systems 10 über diesen Konzentrationsbereich linear.
Fig. 3 verdeutlicht in einem Blockschaltbild eine Auswerteschaltung 38 mit einem Differenzglied 40, mit einem Operationsverstärker 42 und mit einer Anzeigeeinrichtung 44. Das Differenzglied 40 weist Eingänge 46 auf, die mit den Ausgängen 34 der segmentierten Fotodiode 32 des positionsempfindlichen Detektors 28 (sh. die Fig. 1 und 2) zusammengeschaltet sind. Das Differenzglied 40 weist außerdem einen Offset-Eingang 48 auf, der zum Nullsignalabgleich dient. Das Differenzglied 40 weist einen Ausgang 50 auf, der mit einem Eingang 52 des Operationsverstärkers 42 verbunden ist. Der Operationsverstärker 42 weist einen Ausgang 54 auf, an welchen die Anzeigeeinrichtung 44 angeschlossen ist. Bei dieser Anzeigeeinrichtung 44 handelt es sich um eine Beladungsanzeige einer Filtereinrichtung, an welcher das Meß-System 10 gemäß den Fig. 1 und 2 vorgesehen ist.
Die Änderung des elektrischen Stromes ΔI läßt sich über die Änderung der bestrahlten Fläche ΔA der Segmente der segmentierten Fotodiode 32 ausdrücken durch
ΔI = I0 . ΔA/A
I0 = Gesamtstrom
A = bestrahlte Fläche.
Für kleine Änderungen der bestrahlten Fläche, d. h. mit ΔA << A und mit dem Lichtkegeldurchmesser DL, ergibt sich:
DL = β . L
mit β = Apperturwinkel (Strahldiffergenz)
L = Abstand zwischen der Reflexionsstelle des Reflexionsabschnittes 22 der Folie 20 und der segmentierten Fotodiode 32.
Damit läßt sich der Signalstrom ΔID darstellen durch
ΔID = 16/π . I0 . Δd/(β . L)
Die Schichtdickenänderung Δd des Polymerkörpers 12 (sh. Fig. 2) bewirkt eine Verdrehung und Verkippung des reflektierten Lichtstrahles 36'. Unter Berücksichtigung beider Anteile, d. h. der Verdrehung und der Verkippung, folgt für kleine Kippwinkel α aus der letzten Formel:
ΔID = 32/π . I0 . α/β
Für Lichtquanten gilt die Poissonstatistik. Aufgrund der Binärverteilung des Photoprozesses ergibt sich mit der Standardabweichung
√(varN) = √(mittel(N)) = ΔN
und der Bandbreite
f = 1/t
mit t = Meßzeit das Signal/Rausch-Verhältnis SNR zu
SNR = N/ΔN = 32/π . √(η . PLaser . t/(h . ν)) . α/β
mit η = Quantenausbeute des positionsempfindlichen Detektors 28,
PLaser = Laserleistung
h . µ = Energie der einfallenden Lichtquanten.
Durch Umstellen der zuletzt angegebenen Formel ergibt sich als Nachweisgrenze des Meß-Systems 10:
Δz = πβ1/48 . SNR . √((h . ν)/(η . PLaser) . f)
mit z = kleinste zu detektierende Schichtdickenänderung des Polymerkörpers 12.
Mit den realistischen Zahlenwerten:
λLaser = 632.5 nm
SNR = 20
h . ν = 3.2 . 10-19 J,
Bandbreite 100 Hz,
PLaser = 2 mW,
η = 0.1,
β = 0,041 rad
l = 3 mm
folgt als optische Nachweisgrenze: 6,44 . 10-11 m ≈ 0,065 nm.
Da das Schichtdickenrauschen in der Größenordnung von 10-12 m = 0,001 nm liegt und die Ansprechempfindlichkeit der Polymere, d. h. des Polymerkörpers 12, bei ca. 10-5 der Gesamtdicke des Polymerkörpers 12 pro ppm Schadgas liegt, ergibt sich eine Schichtdickenänderung von 10 nm bei einem Polymerkörper 12, dessen Dicke 1 mm beträgt pro ppm.
Aus dem Obigen folgt, daß sich die entsprechende Dickenänderung Δd des Polymerkörpers 12 mit der optischen Einrichtung 30 des Meß-Systemes 10 gemäß Fig. 1, 2 mit einem sehr guten Signal/Rauschverhältnis SNR detektieren läßt. Mit dem erfindungsgemäßen Meß-System 10 sind folglich Schadstoff- Konzentrations-Messungen bis in den ppm-Bereich möglich. Das Meß-System 10 zeichnet sich also gegenüber ähnlichen Systemen nach dem Stand der Technik durch die folgenden Eigenschaften aus:
Kompakter und störunempfindlicher Aufbau,
Anpassung des zu detektierenden Schadgases durch geeignete Auswahl des zu verwendenden Polymers für den Polymerkörper,
preisgünstiges Meß-System durch die Verwendung von Standardkomponenten, die als Massenware vorhanden sind,
hohe Empfindlichkeit durch das optische Detektionsprinzip,
bei Verwendung vernetzter Polymere für den Polymerkörper können auch Schadstoffe in Flüssigkeiten detektiert werden,
durch Variation der Temperatur des Polymerkörpers, d. h. durch Heizen und Kühlen mittels eines Peltierelementes, können diffusionsabhängige Prozesse, z. B. mehrere Stoffkomponenten mit unterschiedlichem Diffusionsverhalten gleichzeitig im Schadgas, beobachtet werden.
Bezugszeichenliste
10
Meß-System
12
Polymerkörper
14
Membranelement
16
Trägerelement
18
Löcher (in
16
)
20
Folie
22
Reflexionsabschnitt (von
20
)
24
Lichtquelle
26
Fokussiereinrichtung
28
positionsempfindlicher Detektor
30
optische Einrichtung
32
segmentierte Fotodiode (von
30
)
34
Ausgänge (von
32
)
36
,
36
'Lichtstrahl
38
Auswerteschaltung
40
Differenzglied (von
38
)
42
Operationsverstärker (von
38
)
44
Anzeigeeinrichtung (von
38
)
46
Eingänge (von
40
)
48
Offset-Eingang (von
40
)
50
Ausgang (von
40
)
52
Eingänge (von
42
)
54
Ausgang (von
42
)

Claims (11)

1. Meß-System zur Messung der Konzentration von Schadgasen eines gasförmigen Mediums, insbes. Luft, mit einem in Abhängigkeit von der Konzentration des Schadgases sein Volumen verändernden Polymerkörper (12), und mit einer dem Polymerkörper (12) zugeordneten Lichtquelle (24) einer optischen Einrichtung (30) zur Bestimmung der Volumenänderung des Polymerkörpers (12), dadurch gekennzeichnet, daß der Polymerkörper (12) auf einem Trägerelement (16) angeordnet ist, daß am Polymerkörper (12) eine optisch reflektierende Folie (20) fixiert ist, die zwischen dem Polymerkörper (12) und dem Trägerelement (16) mit einem Reflexionsabschnitt (22) beweglich eingespannt ist, daß die Lichtquelle (24) gegen den Reflexionsabschnitt (22) der reflektierenden Folie (20) fokussiert ist, und daß die optische Einrichtung (30) einen positionsempfindlichen Detektor (28) aufweist, gegen welchen der vom Reflexionsabschnitt (22) der Folie (20) reflektierte Strahl (36') der Lichtquelle (24) gerichtet ist.
2. Meß-System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Polymerkörper (12) eine Dicke zwischen 1 µm und 3 mm besitzt.
3. Meß-System nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Polymerkörper (12) aus einem Polymer der Gruppe der Polysiloxane besteht.
4. Meß-System nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Polymerkörper (12) aus einem vernetzten Polymer besteht.
5. Meß-System nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Polymerkörper (12) und dem Trägerelement (16) ein gasdiffusionsoffenes Membranelement (14) vorgesehen ist, wobei das Trägerelement (16) mit mindestens einem Loch (18) ausgebildet ist, das von dem Membranelement (14) überdeckt ist.
6. Meß-System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquelle (24) eine Laserdiode aufweist.
7. Meß-System nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Lichtquelle (24) eine Fokussiereinrichtung (26) zugeordnet ist.
8. Meß-System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der positionsempfindliche Detektor (28) eine segmentierte Fotodiode (32) aufweist.
9. Meß-System nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der positionsempfindliche Detektor (28) mit einer elektronischen Auswerteschaltung (38) zusammengeschaltet ist.
10. Meß-System nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswerteschaltung (38) ein Differenzglied (40) und einen mit dem Differenzglied (40) verbundenen Operationsverstärker (42) mit einem Ausgang (54) aufweist.
11. Meß-System nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Polymerkörper (12) mit einem Peltierelement versehen ist.
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