DE19833941A1 - Verfahren und Destillationsvorrichtung zur Gewinnung von 1-Okten - Google Patents
Verfahren und Destillationsvorrichtung zur Gewinnung von 1-OktenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von 1-Okten aus einem Gemisch von Kohlenwasserstoffverbindungen, wie es bei Anlagen mit Fischer-Tropsch-Synthese als Leichtbenzin anfällt, wobei das Leichtbenzin neben dem 1-Okten hauptsächlich nahe am 1-Okten siedende Kohlenwasserstoffverbindungen enthält und das 1-Okten durch destillative Abtrennung von leichter und schwerer als das 1-Okten Siedenden angereichert wird. Erfindungsgemäß wird die destillative Abtrennung der verglichen mit dem 1-Okten leichter Siedenden im Vakuum und die destillative Abtrennung der verglichen mit dem 1-Okten schwerer Siedenden bei einem gegenüber dem Umgebungsdruck erhöhten Druck durchgeführt. Die Erfindung betrifft außerdem eine Destillationsvorrichtung für die Durchführung des Verfahrens zur Gewinnung von 1-Okten mit zwei Destillationskolonnen. Erfindungsgemäß ist die eine Kolonne als Vakuumkolonne und die andere als Druckkolonne ausgeführt.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von 1-Okten aus einem Gemisch
von Kohlenwasserstoffverbindungen, wie es bei Anlagen mit Fischer-Tropsch-Syn
these als Leichtbenzin anfällt, wobei das Leichtbenzin neben dem 1-Okten
hauptsächlich nahe am 1-Okten siedende Kohlenwasserstoffverbindungen enthält
und das 1-Okten durch destillative Abtrennung von leichter und schwerer als das
1-Okten Siedenden angereichert wird.
Die Erfindung betrifft außerdem eine Destillationsvorrichtung für die Durchführung des
Verfahrens mit zwei Destillationskolonnen.
Aus der Literatur (C. L. Render, Z. Denga: "Sasol Alpha Olefins" aus der
Vortragsreihe "Neue Prozesse in der chemischen Technik" auf der ACHEMA-Tagung
1994) ist ein Verfahren bekannt, das es erlaubt, Alpha-Olefine und zwar speziell
1-Penten und 1-Hexen in relativ reiner Form aus der bei der Fischer-Tropsch-Syn
these entstehenden Flüssigfraktion zu gewinnen. Da in unmittelbare Nähe der
Siedetemperatur der gewünschten Alpha-Olefine eine große Anzahl anderer
Verbindungen unterschiedlichen Typs sieden, von denen einige sogar azeotrope
Gemische mit den gewünschten Alpha-Olefinen bilden, ist zwar die destillative
Abtrennung störender Verunreinigungen ein wichtiger Verfahrensschrift, es ist jedoch
unter vertretbarem Aufwand nicht möglich, die gewünschte Reinheit des Alpha-Olefin-Pro
duktes allein durch Destillation zu erreichen. Das bekannte Verfahren benutzt
daher neben der normalen Destillation noch weitere Trennmethoden wie z. B. die
Extraktivdestillation und die Abtrennung von störenden Verbindungen durch
chemische Umwandlung zu leichter entfernbaren Verbindungen.
Dieses bekannte Verfahren ist speziell auf die Gegebenheiten bei der Reindarstellung
von 1-Penten und 1-Hexen abgestimmt. Alle Reinigungsschritte werden etwa bei
Umgebungsdruck durchgeführt. Da die Verhältnisse bei höheren Alpha-Olefinen noch
komplexer sind, mußte davon ausgegangen werden, daß deren Gewinnung nach dem
bekannten Verfahren zwar vermutlich auch möglich ist, daß aber ein derartiger
Prozeß wegen einer Vielzahl von nahe an den höheren Alpha-Olefinen siedenden
Kohlenwasserstoffverbindungen, wie sie bei der Fischer-Tropsch-Synthese entstehen,
sehr aufwendig ist, wenn die erforderlichen Reinheiten der Alpha-Olefine erreicht
werden sollen.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein möglichst einfaches und energetisch
günstiges Verfahren und eine einfache Destillationsvorrichtung für die Reindarstellung
eines höheren Alpha-Olefins und zwar speziell für 1-Okten vorzuschlagen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst von einem Verfahren mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 und von einer Destillationsvorrichtung mit den Merkmalen des
Anspruchs 4. Ausführungen der Erfindung sind Gegenstand von Unteransprüchen.
Kennzeichnend an dem erfindungsgemäßen Verfahren ist, daß die destillative
Abtrennung der verglichen mit dem 1-Okten leichter Siedenden im Vakuum und die
destillative Abtrennung der verglichen mit dem 1-Okten schwerer Siedenden bei
einem gegenüber dem Umgebungsdruck erhöhten Druck durchgeführt werden.
Eine theoretische Analyse der relativen Flüchtigkeiten der Komponenten, die in
unmittelbarer Nähe von 1-Okten sieden, ergab, daß sich die destillative
Feinabtrennung der leichter siedenden Komponenten im Vakuum deutlich besser
bewerkstelligen läßt als bei Umgebungsdruck. Ein völlig überraschendes Ergebnis
dieser Untersuchungen war, daß sogar Komponenten, die unter Normaldruck etwas
schwerer sieden als 1-Okten, sich im Vakuum wie leichte Komponenten verhalten und
sich dort sogar relativ gut abtrennen lassen. Ein weiteres unerwartetes Ergebnis
dieser Untersuchungen war, daß sich von den schweren Komponenten einige unter
etwas erhöhtem Druck besser abtrennen lassen als bei Umgebungsdruck. Mit dem
erfindungsgemäßen Verfahren können deshalb wesentliche Einsparungen an Energie
und bei den Investitionskosten erzielt werden.
Die destillative Abtrennung der verglichen mit dem 1-Okten leichter Siedenden wird
günstig bei einem Absolutdruck unter 0,8 bar, vorzugsweise unter 0,5, besonders
bevorzugt unter 0,3 bar und die destillative Abtrennung der verglichen mit dem
1-Okten leichter Siedenden bei einem Absolutdruck von mehr als 1,2 bar, vorzugsweise
mehr als 1,5 bar, besonders bevorzugt mehr als 2 bar durchgeführt.
In diesen Druckbereichen werden bei einer Produktionsanlage die niedrigsten Kosten
für die Anreicherung des 1-Okten bei hohen Reinheiten und Ausbeuten des
1-Okten-Produktes erwartet.
Vorteilhafterweise werden zuerst die leichter Siedenden und dann die schwerer
Siedenden abgetrennt.
Die Abtrennung der leichter Siedenden wird mit Vorteil mit der Abtrennung der
schwerer Siedenden in der Weise thermisch verkoppelt, daß die zur Abtrennung der
leichter Siedenden erforderliche thermische Energie zuerst zur Abtrennung der
schwerer Siedenden verwendet und dann auf die Abtrennung der leichter Siedenden
übertragen wird.
Die thermische Kopplung der Abtrennung der leichter und der schwerer Siedenden
erfolgt mit Vorteil durch indirekte Wärmeübertragung.
Komplexer, aber noch vorteilhafter ist die thermische Kopplung der Abtrennung der
leichter und der schwerer Siedenden durch direkte Wärmeübertragung in der Art, daß
aus der Abtrennung der schwerer Siedenden an geeigneter(n) Stelle(n) Dampf
abgezogen, auf den Druck der Abtrennung der leichter Siedenden entspannt und der
Abtrennung der leichter Siedenden an geeigneter(n) Stelle(n) zugeführt wird.
Kennzeichnend an der erfindungsgemäßen Destillationsvorrichtung ist, daß die eine
Kolonne als Vakuumkolonne und die andere als Druckkolonne ausgeführt ist. Der
Mehraufwand für die Überdruck- und Unterdruckauslegung der Kolonne wird durch
geringere Größe der Kolonnen mehr als ausgeglichen.
Die Vakuumkolonne kann in einem mittleren Teil eine Eintrittsleitung für Leichtbenzin,
in einem oberen Teil eine Austrittsleitung für die leichter Siedenden und in einem
unteren Teil mindestens eine Austrittsleitung für Flüssigkeit besitzen.
Eine Austrittsleitung für Flüssigkeit aus dem unteren Teil der Vakuumkolonne kann mit
Vorteil über eine Druckerhöhungspumpe in einen mittleren Teil der Druckkolonne
münden, wobei die Druckkolonne an einem unteren Teil eine Abzugsleitung für die
schwerer Siedenden und an einem oberen Teil eine Abzugsleitung für das
angereicherte 1-Okten enthält. Die Druckerhöhungspumpe für die Flüssigkeit ist für
den Betrieb in einer Anlage günstiger als ein ebenfalls denkbarer Verdichter in einer
entsprechenden Gasleitung aus der Vakuumkolonne in die Druckkolonne.
Die Vakuumkolonne kann mit Vorteil als thermisch gekoppelte Trennwandkolonne
ausgeführt sein, wobei in einem unteren Bereich der Trennwandkolonne die
Trennwand zwei separate, parallel durchströmte Destillationsabschnitte bildet und die
Destillationsabschnitte mit jeweils einem Kolonnensumpf, einer Austrittsleitung für
Flüssigkeit aus dem Sumpf und einer Eintrittsleitung für Gas aus unterschiedlichen
Abschnitten der Druckkolonne versehen sind. Durch die Ausführung der
Vakuumkolonne als thermisch gekoppelte Trennwandkolonne werden Energiekosten
gespart.
Die beiden Austrittsleitungen für die Flüssigkeit aus dem jeweiligen Sumpf der
Trennwandkolonne können über eine Druckerhöhungspumpe in die Druckkolonne
münden. Der Aufwand für die zusätzlich erforderliche Druckerhöhungspumpe ist
geringer als die Einsparung eines Aufkochers in der Vakuumkolonne und eines
Kondensators in der Druckkolonne, wie sie bei einer Ausgestaltung des
erfindungsgemäßen Verfahrens ohne Trennwandkolonnen erforderlich sind.
Die Erfindung wird anhand einer Ausführungsform mit zwei Figuren näher erläutert.
Fig. 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Verfahren mit sequentieller Abtrennung von
leichter und schwerer Siedenden in einer klassischen Destillationsvorrichtung.
Fig. 2 zeigt eine erfindungsgemäße Destillationsvorrichtung mit Vaku
um-Trennwandkolonne für das Verfahren.
Fig. 1 zeigt als Schema eine Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Leichtbenzin 1 aus einer Anlage mit Fischer-Tropsch-Synthese wird einer
Vakuumkolonne 2 zugeführt und destillativ werden verglichen mit 1-Okten leichter
Siedende 3 bei einem Druck unter 0,5 bar abgetrennt und am Kopf der
Vakuumkolonne 2 abgezogen. Aus dem Sumpf der Vakuumkolonne 2 wird eine
Flüssigkeit 4 mit 1-Okten und schwerer Siedenden entnommen und mit einer Pumpe
5 einer Überdruckkolonne 6 zugeführt. Hier werden bei einem Druck von mehr als 1,5
bar schwerer als das 1-Okten Siedende 7 flüssig abgezogen und am Kopf der
Überdruckkolonne ein 1-Okten Produkt 8 mit 95-99 mol.-% Reinheit gewonnen. Die
Kolonnen 2, 6 werden im Sumpf beheizt und am Kopf gekühlt und sind hierzu mit je
einem Aufkocher 9, 10 und einem Kondensator 11, 12 ausgerüstet.
Fig. 2 zeigt schematisch eine Ausführung des Verfahrens mit einer erfindungsgemäß
als Trennwandkolonne ausgeführten Vakuumkolonne. (Aquivalente Teile des
Verfahrens bzw. der Vorrichtung sind mit gleichen Bezugsziffern versehen.) Das
Leichtbenzin 1 wird der Trennwandkolonne 2 zugeführt, und leichter Siedende 3
werden in einem oberen Abschnitt der Kolonne 2 bei einem Druck unter 0,5 bar
abgetrennt. In einem unteren Abschnitt 15' der' Kolonne 2 wird einerseits ein mit
1-Okten angereicherter Strom 4' abgezogen und über eine Pumpe 5' einem mittleren
Teil der Druckkolonne 6 zugeführt, außerdem in einem parallel liegenden und durch
die Trennwand 14 gebildeten separaten unteren Abschnitt 15'' der Kolonne 2 ein
Strom 4'' mit einer Produktreinheit von 95-99 mol.-% gewonnen, der teils als 1-Okten-Pro
dukt 8 abgezweigt und zu einem anderen Teil am Kopf der Druckkolonne 6
aufgegeben und als Rücklauf 16 verwendet wird. Gasströme 17, 18 aus einem
mittleren Teil und vom Kopf der Druckkolonne 2 werden in den parallelen Abschnitten
15', 15'' als Stripgas verwendet. Die Trennwandkolonne 2 wird am Kopf mit einem
Kondensator 11 gekühlt und die Druckkolonne mit einem Aufkocher 10 beheizt.
Aufkocher für die Trennwandkolonne 2 und ein Kondensator für die Druckkolonne 6
entfallen.
Claims (12)
1. Verfahren zur Gewinnung von 1-Okten aus einem Gemisch von
Kohlenwasserstoffverbindungen, wie es bei Anlagen mit Fischer-Tropsch-Syn
these als Leichtbenzin anfällt, wobei das Leichtbenzin neben dem 1-Okten
hauptsächlich nahe am 1-Okten siedende Kohlenwasserstoffverbindungen
enthält und das 1-Okten durch destillative Abtrennung von leichter und schwerer
als das 1-Okten Siedenden angereichert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die
destillative Abtrennung der verglichen mit dem 1-Okten leichter Siedenden im
Vakuum und die destillative Abtrennung der verglichen mit dem 1-Okten schwerer
Siedenden bei einem gegenüber dem Umgebungsdruck erhöhten Druck
durchgeführt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die destillative
Abtrennung der verglichen mit dem 1-Okten leichter Siedenden bei einem
Absolutdruck unter 0,8 bar, vorzugsweise unter 0,5 bar, besonders bevorzugt
unter 0,3 bar durchgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die destillative
Abtrennung der verglichen mit dem 1-Okten leichter Siedenden bei einem
Absolutdruck von mehr als 1,2 bar, vorzugsweise mehr als 1,5 bar, besonders
bevorzugt mehr als 2 bar durchgeführt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
zuerst die leichter Siedenden und dann die schwerer Siedenden abgetrennt
werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abtrennung der leichter Siedenden mit der Abtrennung der schwerer Siedenden
in der Weise thermisch verkoppelt wird, daß die zur Abtrennung der leichter
Siedenden erforderliche thermische Energie zuerst zur Abtrennung der schwerer
Siedenden verwendet und dann auf die Abtrennung der leichter Siedenden
übertragen wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die thermische
Kopplung der Abtrennung der leichter und der schwerer Siedenden durch
indirekte Wärmeübertragung erfolgt.
7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die thermische
Kopplung der Abtrennung der leichter und der schwerer Siedenden durch eine
direkte Wärmeübertragung in der Art erfolgt, daß aus der Abtrennung der
schwerer Siedenden an geeigneter(n) Stelle(n) Dampf abgezogen, auf den Druck
der Abtrennung der leichter Siedenden entspannt und der Abtrennung der
leichter Siedenden an geeigneter(n) Stelle(n) zugeführt wird.
8. Destillationsvorrichtung für die Durchführung des Verfahrens nach einem der
Ansprüche 1 bis 7 mit zwei Destillationskolonnen, dadurch gekennzeichnet, daß
die eine Kolonne als Vakuumkolonne und die andere als Druckkolonne
ausgeführt ist.
9. Destillationsvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Vakuumkolonne in einem mittleren Teil eine Eintrittsleitung für Leichtbenzin, in
einem oberen Teil eine Austrittsleitung für die leichter Siedenden und in einem
unteren Teil mindestens eine Austrittsleitung für Flüssigkeit besitzt.
10. Destillationsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Austrittsleitung für Flüssigkeit aus dem unteren Teil der Vakuumkolonne über
eine Druckerhöhungspumpe in einen mittleren Teil der Druckkolonne mündet
wobei die Druckkolonne an einem unteren Teil eine Abzugsleitung für die
schwerer Siedenden und an einem oberen Teil eine Abzugsleitung für das
angereicherte 1-Okten enthält.
11. Destillationsvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
Vakuumkolonne als thermisch gekoppelte Trennwandkolonne ausgeführt ist,
wobei in einem unteren Bereich der Trennwandkolonne die Trennwand zwei
separate, parallel durchströmte Destillationsabschnitte bildet und die
Destillationsabschnitte mit jeweils einem Kolonnensumpf, einer Austrittsleitung für
Flüssigkeit aus dem Sumpf und einer Eintrittsleitung für Gas aus
unterschiedlichen Abschnitten der Druckkolonne besitzen.
12. Destillationsvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die
beiden Austrittsleitungen für die Flüssigkeit aus dem jeweiligen Sumpf der
Trennwandkolonne über eine Druckerhöhungspumpe in die Druckkolonne
münden.
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- 1999-07-27 ZA ZA9904809A patent/ZA994809B/xx unknown
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