DE19833876A1 - Verfahren und Bauteile zum Erstellen eines Mehrsparten-Hausanschlusses - Google Patents
Verfahren und Bauteile zum Erstellen eines Mehrsparten-HausanschlussesInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und Bauteile zum Erstellen eines Mehrsparten-Hausanschlusses für Strom- (17), Gas- (3), Wasser- (4) und Telekommunikations-Hausanschlußleitungen (15) zwischen den Versorgungsleitungen (z. B. 1 und 2) oder Versorgungskabeln in den öffentlichen Flächen und der Hausinstallation, wobei ein Bündel von Schutzrohren (5) entsprechend der gewünschten Anzahl und der Sparten von Hausanschlüssen in einem Graben oder in einer Bohrung zwischen den öffentlichen Flächen und dem Haus verlegt und mit Schutzrohrstutzen (7) einer Hauseinführung (10) verbunden werden, die dichtend in der Hausaußenwand (11) oder Hausbodenplatten eingelassen ist und wobei entsprechende Hausanschlußleitungen (3, 4, 15 und 17) und Hausanschlußkabel in die Schutzrohre (5) und Schutzrohrstutzen (7) eingeführt und an die Hausinstallation angeschlossen werden.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und Bauteile zum Er
stellen eines Mehrsparten-Hausanschlusses für Strom- und/oder
Gas- und/oder Wasser- und/oder Telekommunikations-Hausanschlußlei
tungen zwischen den Versorgungsleitungen oder Versorgungskabeln
in den öffentlichen Flächen (Straße Gehweg) und der Hausinstalla
tion, wobei die Hausanschlußleitungen oder Hausanschlußkabel in
einem Graben oder einer Bohrung von der öffentlichen Fläche bis ins
Hausinnere durch zumindest eine Bohrung in der Hausaußenwand
oder Hausbodenplatte verlegt werden.
Es ist allgemein bekannt, derartige Hausanschlüsse durch getrenntes
Verlegen der einzelnen Hausanschlußleitungen, Erstellen getrennter
Gräben bzw. Bohrungen und getrennter Anschlüsse zu erstellen. Da
insbesondere die Kosten für die Tiefbauarbeiten einen erheblichen
Teil ausmacht, ist diese Vorgehensweise kostenintensiv. Sie ist aber
auch zeitraubend und insbesondere für den Bauherren störend.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, ein Verfahren und Bauteile
vorzuschlagen, durch die die Hausanschlüsse, insbesondere wenn es
sich um mehrere Hausanschlüsse bzw. -sparten, wie Strom-, Gas-,
Wasser- und/oder Telekommunikationsanschlüsse handelt, kosten
günstig und einfach erstellt werden können.
Diese Aufgabe wird durch die folgenden Verfahrensschritte gelöst:
- - Verlegen eines Bündels von Schutzrohren entsprechend der gewünschten Anzahl und der Sparten von Hausanschlüssen in dem Graben oder der Bohrung zwischen der öffentlichen Fläche und dem Haus und Einführen der Schutzrohre ins Hausinnere;
- - Abdichten der Schutzrohre in der Hausaußenwand oder Haus bodenplatte und Verfüllen des Grabens oder der Bohrung im privaten Bereich;
- - Einführen der entsprechenden Hausanschlußleitungen und Hausanschlußkabel in die Schutzrohre sowie Anschluß dersel ben an die Versorgungsleitungen oder Versorgungskabel und an die Hausinstallation;
- - Abdichten der Hausanschlußleitungen und Hausanschlußkabel am Ende der Schutzrohre im Hausinneren und/oder im Bereich der öffentlichen Flächen und
- - Einmessen und Dokumentieren der Hausanschlußleitungen so wie Verfüllen der Kopflöcher bzw. der Restgräben in der öffent lichen Fläche.
Durch diese Verfahrensschritte wird erreicht, daß nur einmal ein Tief
bauunternehmen einen Graben oder eine Bohrung erstellen muß, daß
darin entsprechend der Anzahl und Art der gewünschten Anschlüsse
Schutzrohre verlegt werden, die in die Hausaußenwand eingeführt
und abgedichtet werden und daß nachher die verschiedenen Versor
gungsunternehmen ihre Hausanschlußleitungen oder Hausanschluß
kabel verlegen und entsprechend anschließen und einmessen. Durch
diese Verfahrensschritte werden erhebliche Kosten und Zeiten einge
spart, so daß innerhalb von zwei Tagen ein kompletter Hausanschluß
mit allen Hausanschlußleitungen erstellt werden kann.
Das Verfahren zum Erstellen der Hausanschlüsse wird noch dadurch
vereinfacht,
- - daß in der Hausaußenwand oder Hausbodenplatte eine einzige Bohrung erstellt wird,
- - daß in diese Bohrung eine Hauseinführung eingesetzt und ab gedichtet wird, die bezüglich ihrer Außenmaße zur Bohrung paßt und eine gewünschte Anzahl von Schutzrohrstutzen ent sprechend der geplanten Sparten von Hausanschlüssen enthält und
- - daß an die Schutzrohrstutzen außerhalb des Hauses ent sprechende Schutzrohre wasserdicht angemufft werden.
Diese Hauseinführung ist eine vorgefertige Baueinheit, die ent
sprechend vorgerichtet ist und mehrere Stutzen, insbesondere vier
Schutzrohrstutzen aufweist, die für die Strom- , Gas- , Wasser- oder
Telekommunikationsanschlüsse ausgelegt und größenmäßig ange
paßt sind. Selbstverständlich kann die Anzahl entsprechend der ge
wünschten Anschlüsse differieren bzw. auch Reserveanschlußstutzen
vorgesehen sein, die ggfs. erst später benutzt werden.
In Weiterbildung der Erfindung wird vorrichtungsgemäß vorgeschla
gen, daß im Bereich der Einmündung der Schutzrohre oder im Be
reich der Einmündung der Hauseinführung im Inneren des Hauses
eine Nische oder ein Schrank vorgesehen ist, in dem die Zähler,
Hausanschlußkästen und dergleichen angeordnet sind. Dadurch ent
steht eine harmonische Einheit zwischen den Hausanschlußleitungen
und den Zählern bzw. Hausanschlußkästen. Vorzugsweise ist dabei
in der Nische oder an der Hausinnenwand ein Grundrahmen be
festigt, an dem die Zähler, Hausanschlüsse und dergleichen befestigt,
insbesondere vormontiert sind. Diese Einheit "Grundrahmen" mit
Zähler und Hausanschlüssen kann auch außerhalb des Hauses
werksmäßig vormontiert und geprüft werden, was kostengünstiger
und einfacher ist. Die Hauseinführung wird dabei in einer solchen
Lage, insbesondere Drehlage in die Hausaußenwand oder Haus
bodenplatte eingesetzt, daß die Schutzrohrstutzen bzw. die in den
Stutzen angeordneten Hausanschlußleitungen oder Hausanschlußka
bel den vormontierten Lagen der Zähler- oder Anschlußkästen ent
sprechen.
Unter Benutzung des Verfahrens und der zugeordneten Bauteile wird
daher ein Mehrsparten-Hausanschluß zur Verfügung gestellt, der als
Baugruppe zusammengestellt und schnell an Ort und Stelle montiert
werden kann. Wird die Nische bzw. der Schrank noch mit einer Tür
versehen, so kann der Hausanschluß auch im Wohnbereich (Küche,
Vorratsraum) des Hauses angeordnet werden.
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird auf die Zeichnungen
verwiesen, in denen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung verein
facht dargestellt ist.
Es zeigen:
Abb. 1 eine skizzierte Seitenansicht eines Mehrsparten-Haus
anschlusses mit Schnitt durch eine Haus
außenwand und
Abb. 2 eine Seitenansicht des Mehrsparten-Hausan
schlusses gemäß Pfeil II in Abb. 1.
In den Abb. 1 und 2 ist, soweit im einzelnen dargestellt, mit 1
eine Gasversorgungsleitung und mit 2 eine Wasserversorgungslei
tung bezeichnet, die in öffentlichen Flächen, wie Straße oder Geh
weg, verlegt sind. An die Gasversorgungsleitung 1 ist eine Gas
hausanschlußleitung 3 und an die Wasserversorgungsleitung 2 eine
Wasserhausanschlußleitung 4 angeschlossen, die bis ins Hausinnere
reichen. Die Gashausanschlußleitung 3 und die Wasserhausan
schlußleitung 4 sind in Schutzrohren 5 gelagert, die mittels Muffen 6
mit Schutzrohrstutzen 7 wasserdicht verbunden sind. Es sei darauf
hingewiesen, daß in Abb. 1 nur die Gasversorgungsleitung 1,
die Gashausanschlußleitung 3 sowie die Wasserversorgungsleitung 2
und die Wasserhausanschlußleitung 4 dargestellt sind. Entsprechend
dieser Ausgestaltung sind aber auch nicht dargestellte Hausan
schlußleitungen bzw. -kabel an entsprechenden Versorgungskabeln,
z. B. für Strom und Telekommunikation vorgesehen, die ihrerseits in
entsprechenden Schutzrohren gelagert sind, die über Muffen an
Stutzrohrstutzen wasserdicht angeschlossen sind. In Abb. 2 ist
die Telekommunikationshausanschlußleitung dargestellt und mit 15
bezeichnet. Die Stromhausanschlußleitung, die in Abb. 2 eben
falls dargestellt ist, ist mit 17 bezeichnet. Die Wasserhausanschluß
leitung 4 und die übrigen Hausanschlußleitungen bzw. -kabel sind
mittels Kaltschrumpfmuffen 8 mit dem jeweiligen Schutzrohr dichtend
verbunden, wobei zwischen der Gashausanschlußleitung 3 und dem
zugeordneten Schutzrohr 5 eine Moosgummidichtung 9 vorgesehen
ist. Diese wird deshalb gewählt, damit bei Undichtheiten Gas nicht ins
Haus eintritt, sondern notfalls in den öffentlichen Flächen über die
Moosgummidichtung entweichen kann.
Die Schutzrohrstutzen 7 für die Gashausanschlußleitung 3 bzw.
Wasserhausanschlußleitung 4 sowie weitere Schutzrohrstutzen für
Kommunikations- und Strom-Hausanschlußleitungen (siehe insbe
sondere Abb. 2) sind in einer Hauseinführung 10 zusammenge
faßt. Die Hauseinführung 10 ist im wesentlichen als zylindrischer
Körper ausgeführt, der in einer entsprechenden Bohrung in der
Hausaußenwand 11 eingesetzt und abgedichtet ist. Die Gashausan
schlußleitung 3, die Wasserhausanschlußleitung 4 und die Strom- 17
und Telekommunikations-Hausanschlußleitung 15 sind innerhalb der
Hauseinführung 10 in den Schutzrohrstutzen 7 abgedichtet, wobei die
Schutzrohrstutzen 7 ihrerseits in der Hauseinführung dichtend ange
ordnet sind.
Wie insbesondere in Abb. 2 dargestellt ist, sind an die Gas
hausanschlußleitung 3 ein Gasregler 12 und ein Gaszähler 13 ange
schlossen, wobei der Gaszähler 13 mit der Gashausinstallation ver
bunden ist. Die Wasserhausanschlußleitung 4 ist über einen Wasser
zähler 14 an die Wasserhausinstallation angeschlossen, wobei die
Telekommunikationshausanschlußleitung 15 in einen Kabelkanal 16
mündet. Die Stromhausanschlußleitung 17 ist in einem Strom
kabelkanal 18 verlegt, der zu einem Stromzähler 19 und Zähler
schrank 20 führt.
Der Gaszähler 13, ggfs. Gasregler 12, Wasserzähler 14, Kabelkanal
16, Stromkabelkanal 18, Stromzähler 19 und Zählerschrank 20 sind
ihrerseits auf einem nicht dargestellten Grundrahmen montiert, der in
einer Nische oder an der Innenseite der Hausaußenwand 11 befestigt
und in einem Hausanschlußschrank 21 untergebracht ist, so daß ein
Mehrsparten-Hausanschluß zur Verfügung gestellt wird, der eine vor
gefertige Baueinheit bildet, die entsprechend vorgerichtet ist und eine
schnelle und einfache Montage sicherstellt, wobei alle Hausan
schlüsse bzw. Hausanschlußsparten gleichzeitig und kostengünstig
erstellt werden können.
Claims (5)
1. Verfahren zum Erstellen eines Mehrsparten-Hausanschlusses
für Strom- (17) und/oder Gas- (3) und/oder Wasser- (4) und/oder
Telekommunikations-(15)-Hausanschlußleitungen zwischen den Ver
sorgungsleitungen (z. B. 1 und 2) oder Versorgungskabeln in den
öffentlichen Flächen (Straße, Gehweg) und der Hausinstallation, wo
bei die Hausanschlußleitungen (3, 4, 15 und 17) oder Hausanschluß
kabel in einem Graben oder einer Bohrung von der öffentlichen
Fläche bis ins Hausinnere durch zumindest eine Bohrung in der
Hausaußenwand (11) oder Hausbodenplatte verlegt werden,
gekennzeichnet durch folgende weitere Verfahrensschritte:
gekennzeichnet durch folgende weitere Verfahrensschritte:
- - Verlegen eines Bündels von Schutzrohren (5) entsprechend der gewünschten Anzahl und der Sparten von Hausanschlüssen in dem Graben oder in der Bohrung zwischen der öffentlichen Fläche und dem Haus und Einführen der Schutzrohre (5) ins Hausinnere;
- - Abdichten der Schutzrohre (5) in der Hausaußenwand (11) oder Hausbodenplatte und Verfüllen des Grabens oder der Bohrung im privaten Bereich;
- - Einführen der entsprechenden Hausanschlußleitungen (3, 4, 15 und 17) und Hausanschlußkabel sowie Anschluß derselben an die Versorgungsleitungen (z. B. 1 und 2) oder Versorgungskabel und an die Hausinstallation;
- - Abdichtung der Hausanschlußleitungen (3, 4, 15 und 17) und der Hausanschlußkabel am Ende der Schutzrohre (5) im Hausinneren und/oder im Bereich der öffentlichen Flächen und
- - Einmessen und Dokumentieren der Hausanschlußleitungen (3, 4, 15 und 17) sowie Verfüllen der Kopflöcher bzw. Restgräben in der öffentlichen Fläche.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß in der Hausaußenwand (11) oder Hausbodenplatte eine einzige Bohrung erstellt wird,
- - daß in diese Bohrung eine Hauseinführung (10) eingesetzt und abgedichtet wird, die bezüglich ihrer Außenmaße zur Bohrung paßt und eine gewünschte Anzahl von Schutzrohrstutzen (7) entsprechend der geplanten Sparten von Hausanschlüssen ent hält und
- - daß an die Schutzrohrstutzen (7) außerhalb des Hauses ent sprechende Schutzrohre (5) wasserdicht angemufft werden.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den An
sprüchen 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Einmündung der
Schutzrohre (5) oder im Bereich der Einmündung der Hauseinführung
im Inneren des Hauses eine Nische oder ein Schrank (21) vorge
sehen ist, in dem die Zähler (13, 14, 19), Anschlußkästen und der
gleichen angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß in der Nische oder an der Haus
innenwand ein Grundrahmen befestigt ist, an dem die Zähler (13, 14,
19), Hausanschlüsse und dergleichen befestigt, insbesondere vor
moniert sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzrohre (5) oder die Haus
einführung (10) in einer solchen Lage, insbesondere Drehlage in die
Hausaußenwand (11) oder Hausbodenplatte eingesetzt sind, daß die
Schutzrohre (5) oder die Schutzrohrstutzen (7) bzw. die daran ange
ordneten Hausanschlußleitungen (3, 4, 15 und 17) oder Hausan
schlußkabel den vormontierten Lagen der Zähler- (13, 14, 19) oder
Anschlußkästen entsprechen.
Priority Applications (5)
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Applications Claiming Priority (2)
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| DE19833876A DE19833876A1 (de) | 1998-07-28 | 1998-07-28 | Verfahren und Bauteile zum Erstellen eines Mehrsparten-Hausanschlusses |
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