DE19832637C2 - Raupenfahrwerk - Google Patents
RaupenfahrwerkInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02F—DREDGING; SOIL-SHIFTING
- E02F9/00—Component parts of dredgers or soil-shifting machines, not restricted to one of the kinds covered by groups E02F3/00 - E02F7/00
- E02F9/02—Travelling-gear, e.g. associated with slewing gears
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- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Raupenfahrwerk gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruches 1.
Derartige Raupenfahrwerke weisen in der Regel zwei über einen Rahmen miteinander
verbundene Fahrwerkshälften auf. Eine Fahrwerkshälfte besteht im wesentlichen aus
einer geschlossenen Kette mit Bodenplatten, die über Turas und Leitrad mittels
dazwischenliegendem Tragrahmen mit Kettenspannvorrichtung verläuft und zur
unteren Führung entlang des Tragrahmens Laufrollen sowie zur oberen Führung
Tragrollen aufweist.
Eine Tragrolle besteht im allgemeinen aus einem Radkörperabschnitt an dessen
beiden Seitenflächen koaxial Lagerzapfen angeordnet sind. Über die Lagerzapfen
und entsprechende Lager ist die Tragrolle am oberen Teil des Tragrahmens drehend
gelagert. Die Tragrolle hat die Aufgabe, ein Schleifen der Kette am Tragrahmen zu
verhindern. Die Kette liegt auf der Tragrolle auf und besitzt zur Führung
Mitnehmernocken, die derartig geformt sind, daß der Radkörperabschnitt der Tragrolle
in einen nutartigen Abschnitt der Mitnehmernocken der Kette zum Eingriff kommt.
Somit wird eine ungünstige Bewegung der Kette quer zur Laufrichtung vermieden.
Zwischen der Kette und der Tragrolle besteht Reibschluß. Besonders unter extremen
Umwelteinflüssen, wie beispielsweise im Tagebaueinsatz, kann es zu Störungen des
Reibschlusses kommen, so daß ein Stillstand der Tragrolle möglich ist. In Folge
dessen entsteht ein hoher Verschleiß an der Tragrolle und an der Kette, so daß sich
die Standzeit beider Bauteile verringert.
Aus der DE 296 16 953 U1 geht eine Tragrolle hervor, die mit einer Kette formschlüssig
zusammenwirkt, um einen Stillstand der Tragrolle bei Betrieb zu vermeiden. Zu diesem
Zwecke besitzt die Tragrolle an ihrem Außenumfang nockenartige Ansätze, die in zwischen
einzelnen Kettengliedern vorhandene Ausnehmungen eingreifen. Diese Bauweise verhindert
zwar aufgrund des Formschlusses einen Stillstand der Tragrolle; da jedoch bei der
vorbekannten Lösung aufgrund der Eingriffsgeometrie von Tragrolle und Kette eine
Relativbewegung beider in Eingriff stehender Bauteile stattfindet, ist auch hier eine
Verschleißneigung gegeben. Weiterhin ist die Tragrolle, insbesondere wegen der
außenradialen nockenartigen Ansätze, welche durch Verschraubung oder durch Klemmen
an der Tragrolle befestigt sind, recht aufwendig konstruiert.
Aus der US 37 22 962 und der DE-GM 16 78 343 sind Ausbildungen von
Antriebsrädern bekannt, bei denen durch das Zusammenwirken von Mitnehmerbolzen an
den Antriebsrädern und Nocken an der Ketten eine Relativbewegung von Kette und
Antriebsrad und damit ein Verschleiß vermieden werden soll. Bei den Antriebsrädern liegt
das volle Gewicht des Fahrzeuges auf der Kette und damit dem Antriebsrad, so dass die
Verhältnisse hier anders sind als bei den unbelasteten Tragrollen am Obertrum.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine einfach aufgebaute Tragrolle zu
schaffen, bei der Relativbewegungen zwischen Tragrolle und Kette bzw. Band gänzlich
vermieden werden.
Diese Aufgabe wird durch ein Raupenfahrwerk mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Durch den dadurch bewirkten spielminimalen Eingriff werden Relativbewegungen zwischen
Kette bzw. Band und Tragrolle während der Vorwärts- oder Rückwärtsfahrt gänzlich
vermieden. Die damit einhergehende Verschleißminimierung führt zu einer beträchtlichen
Standzeiterhöhung der hoch beanspruchten Ketten bzw. Bänder, insbesondere unter
extremen Umwelt- und Materialeinflüssen. Die einfache Lösung
gewährleistet eine stetige Drehbewegung der Tragrolle und es ist möglich,
herkömmliche Tragrollen mit der erfindungsgemäßen Lösung nachzurüsten.
Eine die Erfindung hinsichtlich des spielfreien Zusammenwirkens verbessern
Maßnahme sieht vor, daß die beiden mit den Mitnehmerbolzen in Kontakt tretenden
Flächen der Mitnehmernocken abgeschrägt, d. h. konisch zueinander verlaufen. Selbst
bei einem fortschreitenden Verschleiß der Mitnehmernocken wird dadurch noch ein
spielfreier Eingriff von Kette und Tragrolle ermöglicht.
Die einseitig oder beidseitig an den Seitenflächen des Radkörperabschnittes
angeordneten Mitnehmerbolzen können unter Bildung eines einstückigen Gußbauteils
angeformt sein. Alternativ dazu ist es auch möglich, separate Mitnehmerbolzen an die
Seitenflächen anzuschweißen oder anzuschrauben. Die beiden letztgenannten
alternativen Befestigungsformen eignen sich insbesondere für eine Nachrüstung
herkömmlicher Tragrollen.
Zur Verbesserung der Laufeigenschaften zwischen Tragrolle und Kette können die
Mitnehmerbolzen über einen runden oder evolventenförmigen Querschnitt verfügen.
Im folgenden wird eine Ausführungsform der Erfindung anhand der
Figuren näher dargestellt. Es zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Raupenfahrwerkes mit drei Tragrollen,
Fig. 2 einen Querschnitt durch das Raupenfahrwerk an der Stelle A-A aus
Fig. 1 und
Fig. 3 eine Detailvergrößerung im Bereich einer Tragrolle.
Die Fahrzeughälfte eines Raupenfahrwerks gemäß Fig. 1 besteht im wesentlichen
aus einer Kette 1, die über einen Turas 2 sowie einem Leitrad 3 verläuft. Zur Führung
der Kette 1 und zu deren bodenseitiger Abstützung sind unterhalb des
Trägerrahmens 4 mehrere Laufrollen 5 vorgesehen. Die Führung der Kette 1 oberhalb
des Trägerrahmens 4 übernehmen drei Tragrollen 6, 6', 6". Die Tragrollen 6, 6', 6"
sind über Lagerzapfen 7, 7' drehend an Tragrahmen 4 gelagert.
Die Tragrolle 6 läuft mit ihrem Radkörperabschnitt 9 - wie aus Fig. 2 hervorgeht - in
einer nutförmigen Ausnehmung innerhalb von nach innen gerichteten
Mitnehmernocken 8 der Kette 1. An einer Seitenfläche 10 des Radkörperabschnittes 9
sind mehrere äquidistant auf einem koaxialen Umfangskreis angeordnete
Mitnehmerbolzen 11 vorgesehen.
Je ein Mitnehmernocken 8 der Kette 1 greift nach Fig. 3 bei Betrieb des
Raupenfahrwerkes zwischen zwei benachbarten Mitnehmerbolzen 11, 11'. Um hier
ein spielfreies Zusammenwirken zu gewährleisten, verlaufen die beiden in Kontakt mit
den Mitnehmerbolzen 11, 11' tretenden Flächen 12, 12' abgeschrägt, d. h. konisch
zueinander. Die Mitnehmerbolzen 11 haben einen runden Querschnitt, um einen
möglichst reibungsarmen Betrieb zu erzielen.
Claims (6)
1. Raupenfahrwerk, insbesondere bei Baumaschinen, dessen mit
Mitnehmernocken (8) versehene Kette (1) oder Band über zumindest einen
Turas (2) mit zugeordnetem Leitrad (3) verläuft und zur unteren Führung
mehrere entlang eines Tragrahmens (4) angeordnete Laufrollen (5) sowie zur
oberen Führung mindestens eine am Tragrahmen (4) angeordnete Tragrolle (6)
aufweist, die aus zwei beidseitig eines Radkörperabschittes (9) koaxial
angeordneten Lagerzapfen (7, 7') aufgebaut ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Tragrolle (6) mit ihrem Radkörperabschnitt (9) in einer nutförmigen
Ausnehmung innerhalb von nach innen gerichteten Mitnehmernocken (8) der
Kette (1) läuft und mehrere achsparallele und auf einem koaxialen Umfangskreis
mindstens einer Seitenfläche (10) des Radkörperabschnittes (9) äquidistant
angeordnete Mitnehmerbolzen (11) aufweist, wobei je ein Mitnehmernocken (8)
der Kette (1) oder des Bandes zwischen zwei benachbarten Mitnehmerbolzen
(11, 11') der Tragrolle (6) zum Eingriff kommt.
2. Raupenfahrwerk nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Gewährleistung eines spielminimalen Zusammenwirkens der
Mitnehmernocken (8) mit den zwei benachbarten Mitnehmerbolzen (11, 11') die
beiden mit den Mitnehmerbolzen (11) in Kontakt tretenden Flächen der
Mitnehmernocken (8) abgeschrägt zueinander verlaufen.
3. Raupenfahrwerk nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mitnehmerbolzen (11) an die Seitenfläche (10) der Tragrolle (6) unter
Bildung eines einstückigen Gußbauteils angeformt sind.
4. Raupenfahrwerk nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mitnehmerbolzen (11) an die Seitenfläche (10) der Tragrolle (6)
angeschweißt sind.
5. Raupenfahrwerk nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mitnehmerbolzen (11) über einer Schraubverbindung mit der Tragrolle
(6) verbunden sind.
6. Raupenfahrwerk nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mitnehmerbolzen (11) über einen runden oder evolventenförmigen
Querschnitt verfügen.
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Legal Events
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| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: KOMATSU MINING GERMANY GMBH, 40599 DUESSELDORF, DE |
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| D2 | Grant after examination | ||
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| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: SCHRAMM, ANDREAS, 40721 HILDEN, DE Owner name: MEYER, JOACHIM, DIPL.-ING., 40764 LANGENFELD, DE |