DE19831859A1 - Überführungsvorrichtung - Google Patents
ÜberführungsvorrichtungInfo
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Abstract
Es wird eine Vorrichtung zum Überführen eines Einfädelstreifens oder einer Materialbahn innerhalb einer Maschine zur Herstellung und/oder Bearbeitung der Materialbahn, von einem Übernahmebereich in einen Übergabebereich entlang eines Bahnlaufweges, mit mindestens einem Führungselement, das mit Hilfe einer Antriebseinrichtung verlagerbar ist, vorgeschlagen. Die Überführungsvorrichtung zeichnet sich dadurch aus, daß an dem Führungselement (35; Seil (37, 37')) mindestens ein mit einem Unterdruck beaufschlagbarer, parallel oder im wesentlichen parallel zum Führungselement (35; Seil (37, 37')) verlaufender Schlauch (45) angebracht ist, durch den der Einfädelstreifen/die Materialbahn (3) aus dem Bahnlaufweg herausführbar ist, daß das Führungselement (35; Seil (37, 37')) gemeinsam mit dem Schlauch (45) auf eine um ihre Längsachse (85) drehbare Aufwickeltrommel (51) aufwickelbar ist, und daß die Aufwickeltrommel (51) an ihrem Außenmantel (55) mit mindestens einem spiralförmig verlaufenden Steg (57) versehen ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Über
führen eines Einfädelstreifens oder einer Material
bahn innerhalb einer Maschine zur Herstellung
und/oder Bearbeitung der Materialbahn von einem
Übernahmebereich in einen Übergabebereich entlang
eines Bahnlaufweges gemäß dem Oberbegriff der An
sprüche 1 und 18.
Vorrichtungen der hier angesprochenen Art sind be
kannt (DE 40 37 661 C1). Die Vorrichtung wird in
nerhalb einer Maschine zur Herstellung und/oder Be
arbeitung einer Materialbahn, beispielsweise Pa
pier- oder Kartonbahn, eingesetzt und dient der
Überführung der Materialbahn beziehungsweise eines
von dieser abgetrennten, auch als Einfädelstreifen
bezeichneten Streifens von einem Übernahmebereich
in einen Übergabebereich. Bei Inbetriebnahme der
Maschine oder nach einem Bahnabriß wird der Einfä
delstreifen oder die Materialbahn mit ihrer gesam
ten Breite entlang eines durch Führungs- und/oder
Behandlungseinrichtungen vorgegebenen Bahnlaufweges
geführt. Dieser Vorgang wird auch als Einfädeln be
zeichnet. Die bekannte Vorrichtung umfaßt eine
Seilführung mit zwei Seilen, die am Anfang der
Seilführung in einer sogenannten Seilschere zuein
ander konvergieren. In die in einem Übernahmebe
reich gebildete Seilschere wird der Einfädelstrei
fen/die Materialbahn geleitet und zwischen den Sei
len klemmend gehalten, wobei die Überführung des
Streifens/der Bahn bei reduzierter oder voller Ma
schinengeschwindigkeit durchgeführt wird, die bis
zu 2000 m/min und darüber betragen kann. In einigen
Fällen weisen die zur Überführung verwendeten Seile
eine Geschwindigkeit auf, die höher ist als die Ma
schinengeschwindigkeit selbst. Es hat sich als
nachteilig herausgestellt, daß der Einfädelstrei
fen/die Materialbahn in vielen Fällen nicht sicher
von den Seilen gehalten werden kann und während der
Überführung verlorengeht, so daß der Überführungs
vorgang häufig mehrmals wiederholt werden muß, bis
eine erfolgreiche Überführung des Streifens/der
Bahn vom Übernahme- in den Übergabebereich abge
schlossen ist. Nach dem Überführen kommt es dennoch
immer wieder zu weiteren Bahnabrissen, weil der
Einfädelstreifen/die Materialbahn, während die
se/dieser in Längsrichtung gespannt wird, pendelt
und in die Seile zurücklaufen kann, wo er/sie zer
stört wird. Durch die mehrmaligen Anläufe, bis eine
erfolgreiche Überführung abgeschlossen ist, werden
die Ausfallzeiten der Maschine erhöht und somit de
ren Produktivität herabgesetzt.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Vorrich
tung der eingangs genannten Art so zu verbessern,
daß eine sichere Überführung des Einfädelstreifens
oder der Materialbahn auch bei hohen Maschinenge
schwindigkeiten gewährleistet werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Vorrichtung mit
den Merkmalen des Anspruchs i vorgeschlagen. Diese
umfaßt mindestens ein flexibles Führungselement,
beispielsweise Seil, Band, Kette oder dergleichen,
das mit Hilfe einer Antriebseinrichtung von einem
Übernahmebereich in einen Übergabebereich entlang
eines Bahnlaufweges verlagerbar ist. Im Zusammen
hang mit der vorliegenden Erfindung wird unter dem
Begriff "Bahnlaufweg" die Wegstrecke verstanden,
die durch den Herstellungs- und/oder Bearbeitungs
prozeß der Materialbahn beziehungsweise durch Füh
rungs- und/oder Behandlungseinrichtungen vorgegeben
ist. Der Einfädelstreifen/die Materialbahn wird
beispielsweise über Walzen, durch Walzenpressen,
über Geräteflächen, über/durch Behandlungseinrich
tungen, über/durch Meßgeräte und/oder auf Bändern
geführt, deren Anordnung innerhalb der Maschine den
Bahnlaufweg bestimmen beziehungsweise festlegen.
Die Überführungsvorrichtung zeichnet sich dadurch
aus, daß an dem wenigstens einen Führungselement,
vorzugsweise Seil, mindestens ein mit einem Unter
druck beaufschlagbarer Schlauch angebracht ist,
durch den der Einfädelstreifen/die Materialbahn aus
dem Bahnlaufweg herausführbar ist. Der Verlauf des
Schlauchs ist parallel oder im wesentlichen paral
lel zu dem des mindestens einen Führungselements.
Das Führungselement und der Schlauch sind auf eine
um ihre Längsachse drehbare Aufwickeltrommel auf
wickelbar, wobei die Aufwickeltrommel an ihrem Au
ßenmantel mit mindestens einem spiralförmig verlau
fenden Steg versehen ist. Aufgrund dieser Ausge
staltung können das Führungselement und der
Schlauch gemeinsam auf die Aufwickeltrommel gleich
mäßig aufgewickelt werden. Ein Überlappen der Win
dungen des Schlauchs und der des Führungselements,
was zu einer Verwicklung beziehungsweise Verknotung
führen kann, kann praktisch ausgeschlossen werden.
Durch die gleichmäßige, vorzugsweise knickfreie
Aufwicklung des Schlauchs kann der/die darin ge
führte Einfädelstreifen/Materialbahn sicher durch
den Schlauch abgeführt werden, ohne daß es inner
halb des Schlauchs zu einem Auflaufen und Stauen
der Bahn kommt, was zu einem Verstopfen des
Schlauchs führen kann. Die Überführungsvorrichtung
weist eine hohe Funktionssicherheit auch bei hohen
Maschinengeschwindigkeiten auf.
Besonders bevorzugt wird ein Ausführungsbeispiel
der Überführungsvorrichtung, das sich dadurch aus
zeichnet, daß zwei in einem Abstand und parallel
zueinander verlaufende Führungselemente, vorzugs
weise Seile, vorgesehen sind, zu denen der Schlauch
parallel oder im wesentlichen parallel angeordnet
beziehungsweise geführt und an denen der Schlauch
mittels mehrerer Schlauchbefestigungselemente ge
halten ist. Dadurch ist eine exakte Führung des
flexiblen, vorzugsweise aus einem flexiblen Materi
al bestehenden Schlauchs möglich, so daß eine
gleichmäßige, überlappungsfreie Aufwicklung des
Schlauchs und der Führungselemente auf die Aufwic
keltrommel auch bei einer schnellen Verlagerung der
Führungselemente mit hoher Geschwindigkeit gewähr
leistet werden kann.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist vorge
sehen, daß der aufgewickelte Schlauch im Zwischen
raum zwischen zwei Windungen (das heißt der linken
und rechten Flanke der spiraligen Windung) des am
Außenmantel der Aufwickeltrommel vorgesehenen Stegs
angeordnet ist und daß die vorzugsweise um 180°
über den umfangsbereich des Schlauchs zueinander
versetzt angeordneten Führungselemente auf der
Oberseite und/oder an den Flanken des Stegs auf je
weils einer Stegwindung anliegen.
Weitere vorteilhafte Ausführungsformen ergeben sich
aus den übrigen Unteransprüchen.
Die Aufgabe wird auch durch eine Überführungsvor
richtung mit den Merkmalen des Anspruchs 18 gelöst.
Diese zeichnet sich dadurch aus, daß das Füh
rungselement und der mindestens eine mit einem Un
terdruck beaufschlagbare, parallel oder im wesent
lichen parallel zum Führungselement verlaufende
Schlauch, der an dem Führungselement befestigt ist
und durch den der Einfädelstreifen/die Materialbahn
aus dem Bahnlaufweg, beispielsweise seitlich, her
ausgeführt werden kann, auf ein Aufwickelelement
aufwickelbar sind, das einen von einer Spirale ge
bildeten Körper umfaßt, wobei die Spirale um ihre
Längsachse drehbar ist. Das Aufwickelelement zeich
net sich insbesondere durch einen besonders einfa
chen und somit kostengünstigen Aufbau aus.
Bevorzugt wird ein Ausführungsbeispiel der Überfüh
rungsvorrichtung, bei dem der auf die Spirale auf
gewickelte Schlauch im Zwischenraum zwischen zwei
Windungen der Spirale angeordnet ist. Bei einer
vorteilhaften Ausführungsvariante ist vorgesehen,
daß der Schlauch zwischen zwei in einem Abstand und
parallel zueinander verlaufenden Führungselementen,
vorzugsweise Seilen, angeordnet und an denen der
Schlauch mittels mehrerer Schlauchbefestigungsele
mente gehalten ist. Die auf die Spirale aufgewic
kelten Abschnitte der Führungselemente liegen auf
der Außenseite und/oder jeweils einer Flanke der
Windung der Spirale auf, so daß der dazwischenlie
gende Schlauch in den Zwischenraum zwischen diesen
Windungen hineinragt und dort durch die Führungse
lemente gehalten ist.
Weitere vorteilhafte Ausführungsbeispiele ergeben
sich aus den übrigen Unteransprüchen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeich
nungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Prinzipskizze eines Ausführungsbei
spiels der erfindungsgemäßen Überfüh
rungsvorrichtung;
Fig. 2 eine Seitenansicht eines Teils eines Aus
führungsbeispiels der Überführungsvor
richtung, nämlich eine Aufwickeltrommel;
Fig. 3 eine Seitenansicht eines weiteren Ausfüh
rungsbeispiels der Aufwickeltrommel und
Fig. 4 eine Vorderansicht der Aufwickeltrommel
gemäß Fig. 3.
Die im folgenden beschriebene Vorrichtung ist all
gemein zum Überführen eines Einfädelstreifens oder
einer Materialbahn innerhalb einer Maschine zur
Herstellung und/oder Bearbeitung der Materialbahn
einsetzbar. Die Materialbahn, zum Beispiel Papier-,
Karton-, Textilbahn, Kunststoff-Folie, Flies, Non-
Woven, wird in der Maschine hergestellt und/oder
bearbeitet. Rein beispielhaft wird im folgenden da
von ausgegangen, daß es sich hier um eine Papierma
schine handelt, in der eine Papierbahn hergestellt
und bearbeitet wird. Unter "Bearbeitung" wird im
Zusammenhang mit einer Papierbahn beispielsweise
eine Veredelung, Beschichtung, ein Bedrucken,
Streichen oder dergleichen verstanden.
Fig. 1 zeigt eine schematische Prinzipskizze eines
Ausführungsbeispiels einer Vorrichtung 1, die in
nerhalb einer Papiermaschine angeordnet ist und zum
Überführen einer im folgenden allgemein als Ma
terialbahn 3 bezeichneten Papierbahn von einem
Übernahmebereich 5 in einen Übergabebereich 7 ent
lang eines Bahnlaufweges dient. Unter Bahnlaufweg
wird die durch Führungs- und/oder Behandlungsein
richtungen, beispielsweise Walzen oder Geräteflä
chen, vorgegebene Laufstrecke der Materialbahn 3
verstanden. In dem zwischen dem Übernahmebereich 5
und dem Übergabebereich 7 liegenden Teil der Ma
schine ist eine nicht näher dargestellte Bearbei
tungsstation 9, zum Beispiel eine Streichmaschine,
angeordnet. Der Bearbeitungstation 9 ist bei diesem
Ausführungsbeispiel eine Preßeinrichtung 11 - in
Laufrichtung (Pfeil 13) der Materialbahn 3 gesehen -
vorgeordnet und eine Trockengruppe 15 nachgeordnet,
von der in Fig. 1 lediglich ein erster Trockenzy
linder 17 dargestellt ist. Der Preßeinrichtung ist
hier unmittelbar ein Transportmittel 19 nachgeord
net, das mindestens ein an sich bekanntes Saugband
21 umfaßt. Nach Ablauf vom Transportmittel 19 wird
die Materialbahn 3 über vorzugsweise antreibbare
Bahnleitwalzen 23 durch den unterhalb des Funda
ments 25 der Papiermaschine befindlichen Kellers 27
zu der oberhalb des Fundaments 25 angeordneten Be
arbeitungsstation 9 geführt. Mittels eines Verede
lungsaggregats 29 wird ein Streichmedium auf die
Materialbahn aufgetragen. Anschließend wird die Ma
terialbahn 3 nach oben - nicht dargestellten - weite
ren, an sich bekannten Einrichtungen der Bearbei
tungsstation 9, beispielsweise einem Luftdruck-
und/oder Infrarottrockner und gegebenenfalls weite
ren Trocknungs- und Beschichtungseinrichtungen zu
geführt. Die Materialbahn 3 wird schließlich im
Übergabebereich 7 von einer hier ein Saugband um
fassenden Übernahmeeinrichtung 31 übernommen und in
den sich Schließenden Nip zwischen dem Trockenzy
linder 7 und einem Transportband 33 der Trocken
gruppe 15 geführt.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, wird die Materialbahn
in dem zwischen dem Übernahmebereich 5 und dem
Übergabebereich 7 liegenden Teil der Maschine in
freien Zügen geführt, das heißt, die Materialbahn 3
wird nicht von einem Transport-/Stützband oder der
gleichen gestützt.
Bei Inbetriebnahme der Maschine oder nach einem
Bahnabriß wird die Materialbahn oder ein von dieser
abgetrennter, auch als Einfädelstreifen bezeichne
ter Streifen durch die gesamte Papiermaschine oder
einen Teil der Papiermaschine entlang des Bahnlauf
weges geführt. Dieser Vorgang wird auch als Einfä
deln bezeichnet. Hierfür ist im Bereich der Bear
beitungsstation 9 die Überführungsvorrichtung 1
vorgesehen, die im folgenden näher beschrieben
wird.
Die Überführungsvorrichtung 1 umfaßt bei diesem
Ausführungsbeispiel zwei in einem Abstand und par
allel zueinander verlaufende Führungselemente, von
denen in Fig. 1 nur das Führungselement 35 mit ge
strichelter Linie im Keller 27 dargestellt ist. Die
flexiblen Führungselemente werden vorzugsweise von
Seilen, Bändern, Ketten oder dergleichen gebildet.
Die Führungselemente können aus Metall oder einem
vorzugsweise hochfesten und hitzebeständigen Kunst
stoff, vorzugsweise Kevlar, bestehen. Im folgenden
wird rein beispielhaft davon ausgegangen, daß die
Führungselemente hier von Seilen 37 gebildet sind.
Wie aus der Darstellung gemäß Fig. 1 ersichtlich,
sind die Seile 37 zu einer "endlosen" Schlaufe ver
bunden, worauf im folgenden anhand von Fig. 2 nä
her eingegangen wird. Die geschlossene Seilschlaufe
wird zum Teil über Umlenkrollen 39 und entlang des
Bahnlaufweges zum Beispiel über lose Seilscheiben,
die auf den Leitwalzenzapfen sitzen, über die glei
chen Bahnleitwalzen durch die gleichen Einrichtun
gen der Bearbeitungsstation (Trockner, Preßeinrich
tungen, Veredelungsaggregat 29) geführt, über die
beziehungsweise durch die auch die Materialbahn 3
geführt wird.
Die Seile 37 sind mit Hilfe einer Antriebseinrich
tung 41 wahlweise in Richtung des Bahnlaufweges und
in entgegengesetzter Richtung verlagerbar. Die im
Keller 27 angeordnete Antriebseinrichtung 41 umfaßt
hier eine mit einem Antriebs- und Bremsmoment be
aufschlagbare Treibscheibe 43, wie sie beispiels
weise im Aufzugbau eingesetzt wird, die mit wenig
stens einem der Seile 37, vorzugsweise mit beiden
Seilen, zusammenwirkt. Die Antriebseinrichtung 41
ist vorzugsweise derart gestaltet, daß sowohl die
Verlagerungsrichtung der Führungselemente als auch
deren Verlagerungsgeschwindigkeit variierbar sind.
Die Seile 37 können vorzugsweise aus dem Stillstand
heraus in beide Richtungen mit gewünschter Be
schleunigung auf eine vorgegebene Geschwindigkeit
bewegt werden.
Um die Längsspannung der Seile 37 einzustellen be
ziehungsweise eine Längenänderung der Seile zu kom
pensieren, ist für jedes der Seile eine Seilspan
nungsvorrichtung 44 vorgesehen, die jeweils drei
Umlenkrollen umfassen, über deren Umfang die Seile
37 bereichsweise geführt werden. An jeweils einer
Umlenkrolle der Seilspannungsvorrichtungen 44 hängt
ein Gewicht, das die eine, auch als Spannrolle be
zeichnete Umlenkrolle - wie mit Pfeilen angedeutet -,
vertikal nach unten zieht und somit die Seile 37
unabhängig voneinander spannen. Wie aus Fig. 1 er
sichtlich, sind die beiden verlagerbaren Umlenkrol
len hier auf unterschiedliche Höhenniveaus angeord
net.
An den Führungselementen 35, hier den Seilen 37,
ist ein flexibler Schlauch 45 angebracht, der mit
tels mehrerer Schlauchbefestigungselemente 47 zwi
schen den parallel zueinander verlaufenden Seilen
37 angeordnet und an diesen gehalten ist. Der
Schlauch 45 verläuft parallel, zumindest aber im
wesentlichen parallel zu den Seilen 37. An dem
freien Ende des Schlauchs 45 ist ein Aufnahmekopf
49 vorgesehen, der in Fig. 1 in zwei Positionen
dargestellt ist, nämlich im Übernahmebereich 5 zur
Übernahme des Einfädelstreifens/der Materialbahn
vom hier gewählten Transportmittel 19 und im Über
gabebereich 7, in dem der Streifen/die Bahn an die
Übernahmeeinrichtung 31 überführt wird. Der eine
Ansaugöffnung aufweisende Aufnahmekopf 49 ist der
art gestaltet, daß er bei der Überführung über eine
Bahnleitwalze oder dergleichen sich deren Außenkon
tur anpaßt, wie in der im Übergabebereich 7 darge
stellten Position ersichtlich. Der Schlauch 45 ist
gemeinsam mit den Seilen 37 auf eine hier rein bei
spielhaft im Keller 27 befindliche Aufwickeltrommel
51, vorzugsweise vollständig, aufwickelbar, deren
Aufbau im folgenden anhand von Fig. 2 näher be
schrieben wird.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist das andere, dem
Aufnahmekopf 49 abgewandte Ende des Schlauchs 45 an
einem rohrförmigen Verbindungsteil 53 angeschlos
sen, das wiederum mit einer nicht dargestellten Un
terdruckquelle verbunden ist, so daß der Schlauch
45 mit einem Unterdruck beaufschlagt werden kann.
Die Funktion des Schlauchs 45 wird im folgenden an
hand eines Überführungsvorgangs näher beschrieben.
Im folgenden wird rein beispielhaft davon ausgegan
gen, daß lediglich ein von der Materialbahn 3 abge
trennter Einfädelstreifen vom Übernahme- in den
Übergabebereich überführt wird. Der Schlauch 45,
der während des laufenden Betriebs der Maschine
vorzugsweise vollständig, zumindest aber so weit
auf die Aufwickeltrommel 51 aufgewickelt ist, daß
er den normalen Betriebsablauf der Maschine nicht
stört, wird bei Inbetriebnahme der Maschine oder
einem Bahnabriß durch ein Antreiben der Seile 37 in
den Übernahmebereich 5 verlagert. Dieser Vorgang
wird manuell oder durch eine entsprechende Ansteue
rung der Antriebseinrichtung 41 ausgelöst. Der vom
Transportmittel 19 ablaufende Einfädelstreifen wird
durch eine Beaufschlagung des Schlauchs mit einem
Unterdruck in den Aufnahmekopf eingesaugt und durch
den ganzen Schlauch hindurch bis zum Verbindungs
teil 53 geführt. Dabei wird der Transport bezie
hungsweise die Führung des Einfädelstreifens durch
die Luftströmung innerhalb des Schlauchs bewirkt
beziehungsweise unterstützt. Dem Verbindungsteil 53
ist eine Weiterbehandlungseinrichtung nachgeordnet,
in der der Einfädelstreifen beispielsweise aufge
fangen und/oder zerkleinert oder einer Recyclingan
lage oder dergleichen zugeführt wird. Durch eine
Umkehrung der Verlagerungsrichtung der Führungsele
mente, also in Produktionsrichtung (Pfeil 13) der
Materialbahn 3, wird der Schlauch entlang des Bahn
laufweges zum Übergabebereich 7 verlagert. Nachdem
der Einfädelstreifen eingefädelt ist, wird dieser
allmählich verbreitert, bis die Materialbahn mit
ihrer gesamten Breite durch die Maschine geführt
ist.
Die Verlagerungsgeschwindigkeit des Schlauchs be
ziehungsweise die der Führungselemente 35 während
des Überführungsvorgangs ist kleiner, vorzugsweise
bedeutend kleiner als die Laufgeschwindigkeit der
Materialbahn, die der Maschinengeschwindigkeit zum
Zeitpunkt des Einfädelvorgangs entspricht. Das
heißt, die Überführungsgeschwindigkeit des Einfä
delstreifens ist deutlich kleiner als die Maschi
nengeschwindigkeit, so daß der Einfädelstreifen si
cher überführt werden kann. Durch die Absaugung des
Streifens durch den Schlauch wird dieser gleichzei
tig gespannt, so daß der bereits eingefädelte Teil
des Streifens vorzugsweise flatterfrei über die
Führungs- und/oder Behandlungseinrichtungen geführt
wird. Nachdem der Schlauch 45 so weit auf die Auf
wickeltrommel 51 aufgewickelt worden ist, daß der
Aufnahmekopf 49 die in Fig. 1 rechts dargestellte
Position erreicht hat, wird der Einfädelstreifen an
die Übernahmeeinrichtung 31 überführt und in den
nachfolgenden Teil der Papiermaschine geleitet. Es
wird deutlich, daß der Einfädelstreifen oder die
gesamte Materialbahn mit beispielsweise 2000 m/min
durch die Papiermaschine geführt wird, während die
Überführungsgeschwindigkeit des Einfädelstreifens
zum Beispiel nur 300 m/min beträgt. Da der Einfä
delstreifen vom Schlauch 45 aufgenommen und der
vorzugsweise aus dem Bahnlaufweg herausgeführte
Teil des Einfädelstreifens durch den Schlauch 45
abgeführt wird, ist eine langsame und sichere Über
führung des Einfädelstreifens vom Übernahme- in den
Übergabebereich möglich, ohne daß während des Über
führungsvorgangs die Maschinengeschwindigkeit redu
ziert werden muß. Durch das Abführen des in den
Schlauch eingesaugten Teils des Einfädelstreifens,
der eben nicht zum Übergabebereich geführt wird,
wird ein Auflaufen des Einfädelstreifens auf den
Aufnahmekopf 49 aufgrund der Geschwindigkeitsdiffe
renz zwischen Laufgeschwindigkeit der Materialbahn
und Überführungsgeschwindigkeit des Schlauchs ver
mieden. Der Längszug des Streifens kann - wie ge
sagt - durch die Besaugung des Schlauchs auf einem
gewünschten Wert gehalten werden.
Fig. 2 zeigt einen Ausschnitt der in Fig. 1 dar
gestellten Überführungsvorrichtung, nämlich einen
Teil der Aufwickeltrommel 51. Gleiche Teile sind
mit gleichen Bezugszeichen versehen, so daß inso
fern auf die Beschreibung zur Fig. 1 verwiesen
wird. Die Aufwickeltrommel 51 weist an ihrem Außen
mantel 55 einen spiralförmig verlaufenden Steg 57
auf, der in den Außenmantel 55 eingearbeitet oder
am Außenmantel angebracht ist. Mit anderen Worten,
der Steg 57 wird aus einem Vollmaterial herausgear
beitet oder auf den trommelförmigen Grundkörper der
Aufwickeltrommel 51 aufgewickelt und an diesem fi
xiert. Auf der Oberseite 59 des Stegs 57 ist für
jedes Führungselement 35, hier für die beiden Seile
37 und 37', jeweils eine rinnenförmige Vertiefung
61 beziehungsweise 61' eingebracht, in der der auf
die Aufwickeltrommel 51 aufgewickelte Teil der Sei
le 37, 37' - wie aus Fig. 2 ersichtlich - teilweise
aufgenommen ist. Selbstverständlich können die Ver
tiefungen auch teilweise in die Oberseite und in
die Flanken des Stegs oder auch vollständig in die
Stegflanken eingearbeitet werden. Die Seile 37, 37'
sind mit einem Ende an einem ersten Endbereich 63
der Aufwickeltrommel 51 an einer Stelle 65 - in der
jeweiligen Vertiefung 61 beziehungsweise 61' lie
gend - am Steg 57 befestigt. Das andere Ende der
Seile 37, 37', welche ohne den Schlauch über die
Treibscheibe 43 der Antriebseinrichtung 41 geführt
sind, ist am anderen, zweiten Endbereich 67 der
Aufwickeltrommel 51 an einer Stelle 69 an der Auf
wickeltrommel 51 befestigt. Des weiteren ist der
Schlauch 45, der mittels der hier von Klammern ge
bildeten Schlauchbefestigungselemente 47 zwischen
den in einem Abstand und parallel zueinander ver
laufenden Seilen 37, 37' an diesen gehalten ist, am
Endbereich 67 der Aufwickeltrommel 51 befestigt.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, werden der Schlauch
und die Seile so auf die Aufwickeltrommel 51 aufge
wickelt, das die Seile 37, 37' in den Vertiefungen
61 beziehungsweise 61' liegen und der zwischen den
Seilen gehaltenen Schlauch in dem Zwischenraum zwi
schen zwei Windungen des Stegs 57 geführt ist. Die
Steghöhe und -breite ist hier so gewählt, daß der
Schlauch weder an den Flanken des Stegs, noch am
Außenmantel der Aufwickeltrommel 51 anliegt. Der
Schlauch hängt also frei zwischen den Windungen des
Stegs.
Der Schlauch 45 ist im zweiten Endbereich 67 der
Aufwickeltrommel 51 mit einem nicht dargestellten,
den Mantel der Aufwickeltrommel 51 durchdringenden,
rohrförmigen Verbindungselement verbunden, an des
sen anderen Ende eine rohrförmige Kompensationslei
tung 71 angeschlossen ist. Die vorzugsweise einen
kreiszylindrischen Querschnitt aufweisende Kompen
sationsleitung 71, die zum Beispiel einen konzen
trisch zum Verbindungselement ausgebildeten Ab
schnitt umfassen kann, weist an ihrem freien, dem
Verbindungselement abgewandten Endbereich einen ge
raden Leitungsabschnitt 73 auf, der in eine Durch
gangsöffnung 75 des mit einer Unterdruckquelle ver
bundenen Verbindungsteils 53 eingreift, das an ei
nem an der Stuhlung 79 der Maschine befestigten
Sockel 81 stationär angebracht ist. Die Durchgangs
öffnung 75 weist einen an die Außenkontur der Kom
pensationsleitung angepaßten Querschnitt auf. Der
in die Durchgangsöffnung 75 des Verbindungsteils 53
eingreifende Leitungsabschnitt der Kompensations
leitung 71 ist drehbeweglich und in Längsrichtung
verschieblich in der Durchgangsöffnung gehalten. In
der Durchgangsöffnung 75 ist eine Dicht- und Lager
büchse 83 eingebracht, die sowohl zur Abdichtung
des Ringspalts zwischen Durchgangsöffnung und Kom
pensationsleitung als auch der Führung des in der
Durchgangsöffnung verschieblichen Teils der Kompen
sationsleitung dient. Die Lagerung der Aufwickel
trommel 51 auf deren Anschlußseite erfolgt also
über die Kompensationsleitung 71.
Die Lagerung der Aufwickeltrommel 51 auf deren der
Kompensationsleitung 71 abgewandten Seite wird bei
spielsweise mittels mehrerer - in Fig. 1 darge
stellter - Zentrierrollen 84 realisiert, die über
den Umfang der Aufwickeltrommel 51 verteilt und in
nerhalb der Maschine stationär angeordnet sind. Die
Zentrierrollen 84 laufen zwischen den Stegwindungen
oder auf der Stegwindung und zwar in dem Bereich
der Aufwickeltrommel, in dem der Schlauch nicht
aufgewickelt ist.
Damit der Schlauch 45 und die mit beziehungsweise
ohne den Schlauch versehenen Abschnitte der Seile
37, 37' immer an der gleichen Stelle auf die Auf
wickeltrommel 51 auflaufen beziehungsweise ablaufen
(hierbei sind geringe Toleranzen im Winkel zuläs
sig), ist die Aufwickeltrommel 51 in Richtung ihrer
Längsachse 85 verlagerbar ausgebildet. Bei einer
ersten Ausführungsvariante ist vorgesehen, daß die
Aufwickeltrommel an einem in Fig. 2 nicht darge
stellten, verfahrbaren Schlitten drehbar gehalten,
der während des Auf- und Abwickelns des Schlauchs
45 gleichmäßig verfahren wird. Die drehbewegliche
Lagerung der Aufwickeltrommel 51 erfolgt hierbei
auf der einen Seite über die Kompensationsleitung
71 und auf der anderen Seite entweder mittels der
oben beschriebenen Zentrierrollen oder eines Lager
zapfens. Es wird deutlich, daß der in der Durch
gangsöffnung 75 geführte Teil der Kompensationslei
tung 71 länger ist als der maximale Verschiebeweg
der Aufwickeltrommel. Bei einem anderen, in Fig. 2
dargestellten Ausführungsbeispiel wird auf den
Schlitten verzichtet und eine Verlagerung der Auf
wickeltrommel 51 durch mindestens ein in den Zwi
schenraum zwischen zwei Windungen des Stegs 57 ein
greifendes Steuerelement 87 realisiert. Dieses ist
hier rein beispielhaft von einer Rolle 89 gebildet,
die drehbar an einer an der Stuhlung 79 befestigten
Aufhängung 91 gelagert ist. Alternativ kann das
Steuerelement auch von einer Kulisse beziehungswei
se einem Kulissenstein oder dergleichen gebildet
werden. Das Steuerelement 87 weist gegenüber der in
Richtung ihrer Längsachse verschiebbaren Aufwickel
trommel 51 eine fixe Position auf. Bei einer Dreh
bewegung der Aufwickeltrommel 51, die durch eine
Verlagerung der jeweiligen Seile 37, 37' mittels
der Antriebseinrichtung 41 erzeugt wird, wird die
Aufwickeltrommel - je nach Drehrichtung - in Fig. 2
nach links oder rechts dadurch verlagert, daß das
Steuerelement gegen eine Flanke des Stegs drückt.
Das Verlagerungsprinzip, nach dem die Aufwickel
trommel verlagert wird, entspricht dem einer in ei
ne Gewindebohrung eingeschraubten Schraube, wobei
der Steg dem Außengewinde der Schraube entspricht
und das Steuerelement die Funktion des Innengewin
des übernimmt.
Aus Fig. 2 ist ersichtlich, daß der Durchmesser
des von einer Rolle gebildeten Steuerelements sowie
dessen Anordnung gegenüber der Aufwickeltrommel so
gewählt ist, daß das Steuerelement nur an einer
Flanke einer Windung anliegt. Dadurch kann ein Ver
klemmen des Steuerelements praktisch ausgeschlossen
werden.
Die Aufwickeltrommel 51 ist bei dem in Fig. 2 dar
gestellten Ausführungsbeispiel gegenüber einer ge
dachten, parallel zu der Auflagefläche 93 der Stuh
lung 79 verlaufenden Horizontalen H um einen Winkel
º geneigt, der der Steigung des spiralförmig ver
laufenden Stegs entspricht. Dadurch wird erreicht,
daß der Schlauch und die Seile in konstanter Weg
führung, hier vertikal, auf die Aufwickeltrommel
auf- und ablaufen, was im folgenden näher erläutert
wird.
In der in Fig. 2 dargestellten Anordnung werden
der Schlauch 45 und die Seile 37, 37' -wie mit ei
nem Pfeil 95 angedeutet- vertikal vom Übergabebe
reich 7 nach unten geführt und auf die Aufwickel
trommel 51 aufgewickelt. Die Drehung der Aufwickel
trommel 51 wird durch ein Abwickeln des im ersten
Endbereich 63 der Aufwickeltrommel aufgewickelten
Teils der Seile 37, 37' erzeugt. Durch die defi
nierte Schräglage der Aufwickeltrommel ist der Ver
lauf der von oben kommenden Seile mit dem daran be
festigten Schlauch zu dem von der Aufwickeltrommel
abgewickelten, vertikal nach unten weggeführten
- mit gestrichelter Linie dargestellten - Teils der
Seile 37, 37' parallel. Bei einer Zusammenschau der
Fig. 1 und 2 wird deutlich, daß die Seile 37,
37' im Zu- und Ablaufbereich der Aufwickeltrommel
51 exakt vertikal, also in Schwerkraftrichtung, nur
mit einem Versatz zueinander verlaufen, wobei der
Versatz der Steigung des spiral-/schraubenförmigen
Stegs entspricht. Selbstverständlich ist es auch
möglich, daß die beiden in den Endbereichen der
Aufwickeltrommel befestigten Abschnitte der Seile
37, 37', von denen der eine mit dem Schlauch ver
bunden ist, derart geführt werden, daß sie in hori
zontaler Richtung auf die Aufwickeltrommel auflau
fen beziehungsweise von dieser ablaufen. Dies ist
durch eine entsprechende Anordnung der Aufwickel
trommel und/oder geeignete Seilführung realisier
bar.
Aus allem wird ohne weiteres deutlich, daß der
Schlauch auch oberhalb des Fundaments, also inner
halb der Maschine, auf die Aufwickeltrommel aufge
wickelt werden kann. Diese kann dazu beispielsweise
oberhalb des Übergabebereichs 7 positioniert wer
den. Ferner bleibt festzuhalten, daß der Schlauch
45 sowohl am ersten Endbereich 63 als auch dem
zweiten Endbereich 67 der Aufwickeltrommel 51 befe
stigt werden kann, also entweder auf der Seite der
Aufwickeltrommel, an der diese mittels der telesko
partig in die Durchgangsöffnung des Verbindungs
teils eingreifenden Kompensationsleitung gelagert
ist, oder auf der gegenüberliegenden Seite.
Der gesamte Verschiebeweg der Aufwickeltrommel ist
abhängig von der Länge des Schlauchs 45, der bis zu
60 m und darüber betragen kann sowie dem Durchmes
ser der Aufwickeltrommel, der beispielsweise 2 m
beträgt sowie der Steigung der Spirale, die zum
Beispiel 250 mm betragen kann. Bei einem Ausfüh
rungsbeispiel der Aufwickeltrommel beträgt deren
Länge ca. 3 m, was auch in etwa deren Verschie
be-/Verlagerungsweg entspricht.
Besonders vorteilhaft bei der anhand der Figuren
beschriebenen Ausführungsform der Aufwickeltrommel
51 ist, daß dieselbe über die daran befestigten und
so zu einer endlosen Schlaufe verbundenen Seile 37,
37' angetrieben wird. Dadurch sind die auf die Auf
wickeltrommel 51 wirkenden Kräfte, die durch die
Lagerung der Aufwickeltrommel abgestützt werden,
nur gering, wodurch der konstruktive Aufbau der
Überführungsvorrichtung vereinfacht werden kann.
Des weiteren ist mittels der beiden Seile eine gute
Kraftübertragung realisierbar. Selbstverständlich
werden die oben beschriebenen Vorteile der Überfüh
rungsvorrichtung gegenüber bekannten Systemen auch
dann erreicht, wenn der Schlauch nur an einem Füh
rungselement 35 gehalten ist.
Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht eines weiteren
Ausführungsbeispiels der Aufwickeltrommel 51, deren
Ausgestaltung und Funktion der anhand der Fig. 1
und 2 erläuterten Aufwickeltrommel entspricht. Die
se weist ebenfalls an ihrem Außenmantel 55 einen
spiralförmig verlaufenden - in Fig. 3 nicht darge
stellten - Steg auf. Im folgenden wird daher ledig
lich auf die Lagerung der Aufwickeltrommel 51 näher
eingegangen.
Die Aufwickeltrommel 51 ist auf ihrer dem Saugan
schluß zugewandten - in Fig. 3 rechten - Seite über
die Kompensationsleitung 71 gelagert, die in die
Durchgangsöffnung des in Fig. 3 nicht dargestell
ten, mit der Unterdruckquelle verbundenen Verbin
dungsteils eingreift. Die Kompensationsleitung 71
ist in einer Lagerbohrung eines ersten Lagersup
ports 93 drehbeweglich gehalten, der mittels mehre
rer lediglich mit Punkten angedeuteter Befesti
gungsmittel 95, hier Schrauben, an Längsträgern 97
und 97' seitlich befestigt ist. Von den parallel
und in einem Abstand zueinander angeordneten Längs
trägern 97, 97', die einen Schlitten für die Auf
wickeltrommel 51 bilden, ist in der Darstellung ge
mäß Fig. 3 nur der Längsträger 97 erkennbar. Auf
der anderen, dem Sauganschluß abgewandten Stirnsei
te der Aufwickeltrommel 51 ist diese über einen in
einer Lagerbohrung eines zweiten Lagersupports 99
drehbeweglich gehaltenen Lagerzapfen 101 gelagert.
Der zweite Lagersupport 99 ist ebenfalls seitlich
mittels Befestigungsmittel 95 an den Längsträgern
97, 97' angebracht.
Die Längsträger 97, 97' sind auf jeweils einer
Gleitführung 103 beziehungsweise 103' in Richtung
ihrer Längsachse verschieblich, von denen in Fig.
3 lediglich die Gleitführung 103 erkennbar ist. Wie
aus Fig. 3 ersichtlich, ist die Gleitführung 103
auf einem waagerechten Boden 105, beispielsweise
dem Fußboden der Maschine, angeordnet und gegenüber
diesem um einen Winkel α geneigt, dessen Betrag der
Steigung des am Außenmantel der Aufwickeltrommel
vorgesehenen Spiralstegs entspricht. Dadurch wird
sichergestellt, daß der von oben an die Aufwickel
trommel herangeführte Teil der mit gestrichelter
Linie dargestellten Seile 37, 37', an dem der eben
falls mit gestrichelter Linie angedeuteten Schlauch
45 befestigt ist, sowie der von unten an die Auf
wickeltrommel herangeführte Teil der Seile 37, 37'
in vertikaler Richtung verlaufen, das heißt, die
Seile 37, 37' verlaufen im Zu- und Ablaufbereich
der Aufwickeltrommel 51 senkrecht zum Boden 105.
In Fig. 3 ist ferner das hier von einer Rolle 89
gebildete Steuerelement 87 dargestellt, das in den
Zwischenraum zwischen zwei Windungen des in Fig. 3
nicht dargestellten Spiralstegs eingreift und mit
einer Flanke des Stegs zusammenwirkt. Die von einem
Ausleger, Träger oder dergleichen gebildete Aufhän
gung 91, an deren freien Ende die Rolle 89 drehbe
weglich angebracht ist, ist gegenüber dem horizon
tal verlaufenden Boden 105 geneigt und in bezie
hungsweise an diesem befestigt, beispielsweise ein
gegossen. Bei einer Verlagerung der Seile 37, 37'
mittels der in Fig. 3 nicht dargestellten An
triebseinrichtung wird die Aufwickeltrommel 51 um
ihre Längsachse 85 gedreht, wodurch - je nach Dreh
richtung - der Schlauch 45 auf den Außenmantel 55
der Aufwickeltrommel 51 aufgewickelt oder abgewic
kelt wird. Durch das stationär angeordnete, mit dem
spiralförmig verlaufenden Steg zusammenwirkende
Steuerelement 87 wird bei einer Drehung der Aufwic
keltrommel 51 diese in Abhängigkeit der Drehrich
tung in Fig. 3 nach links oder nach rechts ge
drückt, so daß die Längsträger 97, 97' auf den
Gleitführungen 103, 103' (Fig. 4) mitsamt der Auf
wickeltrommel 51 verschoben werden. In Fig. 3 sind
die Aufwickeltrommel 51 und der Längsträger 97 mit
gestrichelter Linie in einer gegenüber der mit
durchgezogenen Linie nach links verschobenen Posi
tion dargestellt. Es ist ersichtlich, daß bei einem
Verschieben der Längsträger 97, 97' diese über die
Gleitführungen überstehen, das heißt, die Längsträ
ger befinden sich in der mit gestrichelter Linie
dargestellten Position in einem freien Überhang zu
den Gleitführungen 103, 103'. Damit die Längsträger
und die Aufwickeltrommel durch den freien Überhang
kein Übergewicht bekommen und nach vorne überkip
pen, ist hier mindestens eine mit einem der Längs
träger zusammenwirkende Stützrolle 111 vorgesehen,
die im folgenden anhand von Fig. 4 näher beschrie
ben wird.
Fig. 4 zeigt eine Vorderansicht der in Fig. 3
dargestellten Aufwickeltrommel. Gleiche Teile sind
mit gleichen Bezugszeichen versehen, so daß inso
fern auf die Beschreibung zur Fig. 3 verwiesen
wird. Die parallel und in einem Abstand zueinander
angeordneten Gleitführungen 103, 103', auf denen
die Längsträger 93 beziehungsweise 97' verlagerbar
sind, sind identisch aufgebaut, so daß im folgenden
lediglich die Gleitführung 103 näher beschrieben
wird. Diese umfaßt mindestens einen sogenannten
Gleitschuh 107, der einen U-förmigen Querschnitt
aufweist. In dem U-Profil liegt eine Gleitschiene
109, auf der der Längsträger 93 aufliegt und bei
einer Verlagerung gleitet.
Um zu vermeiden, daß bei einem großen freien Über
hang der Längsträger 97, 97' diese mit der darauf
stationär und drehbar gelagerten Aufwickeltrommel
über die Gleitführungen 103, 103' beziehungsweise
die Gleitschuhe 107, 107' nach vorne überkippen,
ist bei diesem Ausführungsbeispiel dem Längsträger
97 eine Stützrolle 111 zugeordnet, die drehbeweg
lich an zwei in einem Abstand zueinander angeordne
ten und am Boden 105 befestigten Stützen 113 gehal
ten ist. Die Stützrolle 111 rollt sich bei einer
Verschiebung des Längsträgers 97 auf dessen Ober
seite ab und drückt bei einem Abkippen des von den
beiden Längsträgern gebildeten Schlittens den
Längsträger 97 gegen die Gleitführung 103. Es ist
selbstverständlich möglich, auch dem zweiten Längs
träger 97' eine Stützrolle 111 zuzuordnen, die oben
am Längsträger 97' anliegt und diesen gegen ein
nach vorne Abkippen sichert.
Die anhand der Fig. 3 und 4 beschriebene Aufwic
keltrommel ist - wie gesagt - oberhalb des Kellers
auf dem Boden 105 der Maschine angeordnet. Die an
der Aufwickeltrommel zu einer endlosen Schlaufe
verbundenen Seile 37, 37' werden mit dem Abschnitt,
an dem der Schlauch nicht befestigt ist, vertikal
nach unten von der Aufwickeltrommel weg- bezie
hungsweise zu dieser hingeführt und durch eine
schlitzförmige, senkrecht zur Bildebene der Fig. 4
erstreckende Durchbrechung 113 im Boden 105 in den
Keller geführt.
Zur gleichmäßigen und überlappungsfreien Aufwick
lung des Schlauchs und des mindestens einen Füh
rungselements, vorzugsweise Seils, kann als Alter
native zu der anhand der Fig. 1 und 2 beschrie
benen Aufwickeltrommel auch ein aus Anspruch 18
hervorgehendes Aufwickelelement eingesetzt werden,
das einen von einer um ihre Längsachse drehbaren
Spirale gebildeten Grundkörper umfaßt. Das Aufwic
kelelement unterscheidet sich von der Aufwickel
trommel im wesentlichen nur dadurch, daß auf eine
Trommel verzichtet wird und der bei der Aufwickel
trommel spiralförmig verlaufende Steg direkt von
einer Spirale gebildet ist. Aufgrund dieser Ausge
staltung kann ein Aufwickelelement realisiert wer
den, das ein geringeres Gewicht aufweist, als eine
Aufwickeltrommel mit vergleichbaren Abmessungen.
Sollte die Steifigkeit der Spirale bei einem langen
Aufwickelelement nicht ausreichend sein, kann diese
beispielsweise mittels nicht dargestellter innen
liegender Stege versteift werden. Ein derartiges
Aufwickelelement unterscheidet sich von einer Auf
wickeltrommel dann nur noch dadurch, daß anstelle
des spiralförmig verlaufenden Stegs direkt eine
Spirale verwendet wird.
Das aus Anspruch 18 sowie den sich daran anschlie
ßenden Unteransprüchen hervorgehende Aufwickelele
ment kann also die anhand der Fig. 1 bis 4 be
schriebene Aufwickeltrommel ohne weiteres ersetzen.
Die konstruktive Ausgestaltung des Wickelelements,
das heißt der Spirale, kann also identisch mit der
des spiralförmig verlaufenden Stegs sein, so daß
zur Erläuterung der aus den Unteransprüchen hervor
gehenden Ausführungsbeispiele der Spirale auf die
Beschreibung der in den Fig. 1 bis 4 dargestell
ten Aufwickeltrommel verwiesen werden kann. Die
Spirale des Aufwickelelements kann also zum Bei
spiel auch jeweils eine Vertiefung 61, 61' an deren
Oberseite und/oder an den Flanken für die Aufnahme
der Seile 37, 37' aufweisen, wie sie anhand der Fig.
2 beschrieben sind.
Claims (34)
1. Vorrichtung zum Überführen eines Einfädelstrei
fens oder einer Materialbahn innerhalb einer Ma
schine zur Herstellung und/oder Bearbeitung der Ma
terialbahn, von einem Übernahmebereich in einen
Übergabebereich entlang eines Bahnlaufweges, mit
mindestens einem Führungselement, das mit Hilfe ei
ner Antriebseinrichtung verlagerbar ist, dadurch
gekennzeichnet, daß an dem Führungselement (35; Seil
(37, 37')) mindestens ein mit einem Unterdruck be
aufschlagbarer, parallel oder im wesentlichen par
allel zum Führungselement (35; Seil (37, 37') verlau
fender Schlauch (45) angebracht ist, durch den der
Einfädelstreifen/die Materialbahn (3) aus dem Bahn
laufweg herausführbar ist, daß das Führungselement
(35; Seil (37, 37')) gemeinsam mit dem Schlauch (45)
auf eine um ihre Längsachse (85) drehbare Aufwic
keltrommel (51) aufwickelbar ist, und daß die Auf
wickeltrommel (51) an ihrem Außenmantel (55) mit
mindestens einem spiralförmig verlaufenden Steg
(57) versehen ist.
2. Überführungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Steg (57) in den Außenman
tel (55) der Aufwickeltrommel (51) eingearbeitet
oder am Außenmantel (55) angebracht ist.
3. Überführungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der aufgewickelte
Schlauch (45) im Zwischenraum zwischen zwei Windun
gen des Stegs (57) angeordnet ist.
4. Überführungsvorrichtung nach einem der vorherge
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwei
in einem Abstand und parallel zueinander angeordne
te Führungselemente (35), vorzugsweise Seile, vor
gesehen sind, zu denen der Schlauch (45) parallel
oder im wesentlichen parallel geführt und an denen
der Schlauch (45) mittels mehrerer Schlauchbefesti
gungselemente (47) gehalten ist.
5. Überführungsvorrichtung nach einem der vorherge
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf
der Oberseite (59) und/oder an den Flanken des
Stegs (57) für jedes Führungselement (35) eine dem
spiralförmigen Verlauf des Stegs (57) folgende rin
nenförmige Vertiefung (61, 61') vorgesehen ist, in
der der aufgewickelte Teil des Führungselements
(35), zumindest teilweise, aufgenommen ist.
6. Überführungsvorrichtung nach einem der vorherge
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Aufwickeltrommel (51) im wesentlichen in Richtung
ihrer Längsachse (85) verlagerbar ist.
7. Überführungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Aufwickeltrommel (51) dreh
beweglich an einem verfahrbaren Schlitten
(Längsträger (97, 97')) gehalten ist.
8. Überführungsvorrichtung nach einem der vorherge
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur
Lagerung der Aufwickeltrommel (51) wenigstens drei
über deren Umfang verteilt und innerhalb der Ma
schine stationär angeordnete Zentrierrollen (84)
vorgesehen sind, die auf der Stegwindung oder zwi
schen zwei Stegwindungen in dem Bereich der Aufwic
keltrommel (51) laufen, auf dem der Schlauch (45)
nicht aufgewickelt ist.
9. Überführungsvorrichtung nach einem der vorherge
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in
dem Bereich der Aufwickeltrommel (45), in dem der
Schlauch (45) nicht aufgewickelt ist, in den Zwi
schenraum zwischen zwei Windungen des Stegs (57)
mindestens ein die Verlagerungsbewegung der Aufwic
keltrommel (51) bewirkendes Steuerelement (87) ein
greift.
10. Überführungsvorrichtung nach Anspruch 9, da
durch gekennzeichnet, daß das Steuerelement (87)
gegenüber der verlagerbaren Aufwickeltrommel (51)
eine fixe Position aufweist.
11. Überführungsvorrichtung nach einem der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Steuerelement (87) eine Kulisse, Rolle (89) oder
dergleichen ist.
12. Überführungsvorrichtung nach einem der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Führungselement (35) zu einer endlosen Schlaufe
derart verbindbar ist, daß das eine Ende des Füh
rungselements (35) an einem ersten Endbereich (63)
der Aufwickeltrommel (51) und das andere Ende am
anderen, zweiten Endbereich (67) der Aufwickeltrom
mel befestigt ist, wobei in einem der Endbereiche
(63; 67) auch ein Ende des Schlauchs (45) befestigt
ist.
13. Überführungsvorrichtung nach einem der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schlauch (45) mit einem den Mantel der Aufwickel
trommel (51) durchdringenden, rohrförmigen Verbin
dungselement verbunden ist, an dessen anderem Ende
eine rohrförmige Kompensationsleitung (71) ange
schlossen ist.
14. Überführungsvorrichtung nach Anspruch 13, da
durch gekennzeichnet, daß der freie Endbereich der
Kompensationsleitung (71) in eine Durchgangsöffnung
(75) eines mit einer unterdruckquelle verbundenen
Verbindungsteiles (53) eingreift und in dieser
drehbeweglich und in Längserstreckung verschieblich
gehalten ist.
15. Überführungsvorrichtung nach einem der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Antriebseinrichtung (41) mindestens eine antreibba
re Treibscheibe (43) umfaßt, die mit wenigstens ei
nem Führungselement (35) zusammenwirkt.
16. Überführungsvorrichtung nach einem der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verlagerungsgeschwindigkeit und/oder die Verlage
rungsrichtung des Führungselements (35) variierbar
ist.
17. Überführungsvorrichtung nach einem der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verlagerungsgeschwindigkeit des Führungselements
(35) zumindest während eines Einfädelvorgangs klei
ner, vorzugsweise bedeutend kleiner, ist, als die
Maschinengeschwindigkeit zum Zeitpunkt des Einfä
delns.
18. Vorrichtung zum Überführen eines Einfädelstrei
fens oder einer Materialbahn innerhalb einer Ma
schine zur Herstellung und/oder Bearbeitung der Ma
terialbahn von einem Übernahmebereich in einen
Übergabebereich entlang eines Bahnlaufweges, mit
mindestens einem Führungselement, das mit Hilfe ei
ner Antriebseinrichtung verlagerbar ist, dadurch
gekennzeichnet, daß an dem Führungselement minde
stens ein mit einem Unterdruck beaufschlagbarer,
parallel oder im wesentlichen parallel zum Füh
rungselement (35; Seil (37, 37') verlaufender
Schlauch (45) angebracht ist, durch den der Einfä
delstreifen/die Materialbahn (3) aus dem Bahnlauf
weg herausführbar ist, daß das Führungselement (35;
Seil (37, 37')) gemeinsam mit dem Schlauch (45) auf
ein Aufwickelelement aufwickelbar ist, das einen
von einer Spirale gebildeten, um seine Längsachse
drehbaren Körper umfaßt.
19. Überführungsvorrichtung nach Anspruch 18, da
durch gekennzeichnet, daß die Spirale durch minde
stens einen mit dieser verbundenen Steg versteift
ist, der vorzugsweise in deren Inneren angebracht
ist.
20. Überführungsvorrichtung nach einem der vorher
gehenden Ansprüche 18 oder 19, dadurch gekennzeich
net, daß der aufgewickelte Schlauch im Zwischenraum
zwischen zwei Windungen der Spirale angeordnet ist.
21. Überführungsvorrichtung nach einem der vorher
gehenden Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeich
net, daß zwei in einem Abstand und parallel zuein
ander verlaufende Führungselemente, vorzugsweise
Seile, vorgesehen sind, zu denen der Schlauch par
allel oder im wesentlichen parallel geführt und an
denen der Schlauch mittels mehrerer Schlauchbefe
stigungsmittel gehalten ist.
22. Überführungsvorrichtung nach einem der vorher
gehenden Ansprüche 18 bis 21, dadurch gekennzeich
net, daß auf der Außenseite und/oder an den Flanken
der Spirale für jedes Führungselement eine dem Ver
lauf der Spirale folgende rinnenförmige Vertiefung
vorgesehen ist, in der der aufgewickelte Teil des
Führungselements, zumindest teilweise, aufgenommen
ist.
23. Überführungsvorrichtung nach einem der vorher
gehenden Ansprüche 18 bis 22, dadurch gekennzeich
net, daß die Spirale im wesentlichen in Richtung
ihrer Längsachse verlagerbar ist.
24. Überführungsvorrichtung nach einem der vorher
gehenden Ansprüche 18 bis 23, dadurch gekennzeich
net, daß die Spirale drehbeweglich an einem ver
fahrbaren Schlitten (Längsträger (97, 97')) gehalten
ist.
25. Überführungsvorrichtung nach einem der vorher
gehenden Ansprüche 18 bis 24, dadurch gekennzeich
net, daß zur Lagerung der Spirale wenigstens drei
über deren Umfang verteilt und innerhalb der Ma
schine stationär angeordnete Zentrierrollen vorge
sehen sind, die auf der Außenseite der Spirale oder
zwischen zwei Spiralwindungen in dem Bereich der
Aufwickeltrommel laufen, auf den der Schlauch nicht
aufgewickelt ist.
26. Überführungsvorrichtung nach einem der vorher
gehenden Ansprüche 18 bis 25, dadurch gekennzeich
net, daß in dem Bereich der Aufwickeltrommel, in
dem der Schlauch nicht aufgewickelt ist, in den
Zwischenraum zwischen zwei Windungen der Spirale
mindestens ein die Verlagerungsbewegung der Spirale
bewirkendes Steuerungselement eingreift.
27. Überführungsvorrichtung nach Anspruch 26, da
durch gekennzeichnet, daß das Steuerungselement ge
genüber der verlagerbaren Spirale eine fixe Positi
on aufweist.
28. Überführungsvorrichtung nach einem der vorher
gehenden Ansprüche 18 bis 27, dadurch gekennzeich
net, daß das Steuerungselement eine Kulisse, Rolle
oder dergleichen ist.
29. Überführungsvorrichtung nach einem der vorher
gehenden Ansprüche 18 bis 28, dadurch gekennzeich
net, daß das Führungselement zu einer endlosen
Schlaufe derart verbindbar ist, daß das eine Ende
des Führungselements an einem ersten Endbereich der
Spirale und das andere Ende am anderen, zweiten
Endbereich der Spirale befestigt ist, wobei in ei
nem der Endbereiche auch ein Ende des Schlauchs be
festigt ist.
30. Überführungsvorrichtung nach einem der vorher
gehenden Ansprüche 18 bis 29, dadurch gekennzeich
net, daß der Schlauch mit einem in das Innere der
Spirale führenden, rohrförmigen Verbindungselement
verbunden ist, an dessen anderem Ende eine rohrför
mige Kompensationsleitung angeschlossen ist.
31. Überführungsvorrichtung nach Anspruch 30, da
durch gekennzeichnet, daß der freie Endbereich der
Kompensationsleitung in eine Durchgangsöffnung ei
nes mit einer unterdruckquelle verbundenen Verbin
dungsteiles eingreift und in dieser drehbeweglich
und in Längserstreckung verschieblich gehalten ist.
32. Überführungsvorrichtung nach einem der vorher
gehenden Ansprüche 18 bis 31, dadurch gekennzeich
net, daß die Antriebseinrichtung mindestens eine
antreibbare Treibscheibe umfaßt, die mit wenigstens
einem Führungselement zusammenwirkt.
33. Überführungsvorrichtung nach einem der vorher
gehenden Ansprüche 18 bis 32, dadurch gekennzeich
net, daß die Verlagerungsgeschwindigkeit und/oder
die Verlagerungsrichtung des Führungselements vari
ierbar ist.
34. Überführungsvorrichtung nach einem der vorher
gehenden Ansprüche 18 bis 33, dadurch gekennzeich
net, daß die Verlagerungsgeschwindigkeit des Füh
rungselements zumindest während eines Einfädelvor
gangs kleiner, vorzugsweise bedeutend kleiner, ist,
als die Maschinengeschwindigkeit zum Zeitpunkt des
Einfädelns.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19831859A DE19831859A1 (de) | 1998-07-16 | 1998-07-16 | Überführungsvorrichtung |
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