DE19831520A1 - Elektromagnetischer Ventiltrieb - Google Patents
Elektromagnetischer VentiltriebInfo
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Abstract
Es ist ein elektromagnetischer Ventiltrieb (1) vorgeschlagen, bestehend aus einem Gaswechselventil (2), einer Aktuatorstange (3), einem Anker (4), einem Schließ- und Öffnungsmagneten (5, 6) und je einer Schließ- und Öffnungsfeder (7, 8). Der Ventiltrieb (1) ist mit Mitteln zur Zentrierung einer Mittenlage der Schließ- und Öffnungsfeder (7, 8) versehen, welche Mittenlage bestimmt ist durch symmetrische Energien der Schließ- und Öffnungsfeder (7, 8) bezogen auf einen halben Hub des Ankers (4). Dabei bestehen diese Mittel aus einer axial beweglichen Abstützung (13) für die Schließfeder (7) gegenüber einem Zylinderkopf (11) der Brennkraftmaschine. Diese Abstützung (13) ist beispielsweise als hydraulisch anhebbarer Ringkolben (17) ausgestaltet.
Description
Die Erfindung betrifft einen elektromagnetischen Ventiltrieb, der in einen Zylinder
kopf einer Brennkraftmaschine eingebaut ist, mit folgenden Merkmalen:
- a) der Ventiltrieb besteht aus einem Gaswechselventil, einer Aktuatorstange, einem Anker, einem Schließ- und Öffnungsmagneten und einer Schließ- und Öffnungsfeder oder mehreren von diesen;
- b) der Anker ist vorzugsweise scheibenförmig ausgebildet und mit der Aktua torstange verbunden, die an einem Ende auf das Gaswechselventil ein wirkt;
- c) der Schließmagnet liegt einer dem Gaswechselventil abgewandten und der Öffnungsmagnet einer dem Gaswechselventil zugewandten Stirnseite des Ankers gegenüber, wobei der Schließ- und Öffnungsmagnet derartig von einander beabstandet sind, daß bei Endlage des Ankers am Schließma gneten das Gaswechselventil geschlossen und bei Endlage des Ankers am Öffnungsmagneten das Gaswechselventil geöffnet ist;
- d) die Schließ- und Öffnungsfedern besitzen einenends eine Abstützung am Zylinderkopf und wirken anderenends entgegengesetzt sowie zumindest mittelbar über eine Anlage auf das Gaswechselventil ein;
- e) In jeder Endlage des Ankers ist eine der Federn so vorgespannt, daß bei wechselweiser Bestromung des Schließ- und Öffnungsmagneten der Ven tiltrieb als schwingungsfähiges Feder-Masse-System arbeitet und
- f) wenigstens eine Abstützung oder Anlage ist in ihrer Höhe veränderbar.
Ein derartiger Ventiltrieb geht gattungsbildend aus der DE-PS 39 11 496 hervor.
Bei diesem ist die Schließfeder in ihrer Höhe über Exzentermittel variierbar. Über
die Veränderung der Höhe der Schließfeder soll deren Spannkraft so verändert
werden, daß damit die Öffnungsdauer des Ladungswechselventils beeinflußt wer
den kann.
Jedoch kann der Fachmann sich dem obengenannten Dokument keine Anregun
gen darüber entnehmen, wie er Störgrößen, welche das schwingungsfähige Fe
der-Masse-System negativ beeinflussen, auf einfache Art und Weise ausschalten
kann. Derartige Störgrößen sind hauptsächlich die auf das Gaswechselventil ein
wirkenden Gaskräfte und ein mit zunehmender Betriebsdauer der Brennkraftma
schine steigender Einschlag am Ventilsitz. Zusätzliche Störgrößen können Ein
bautoleranzen sein. Diese rühren beispielsweise von unterschiedlichen Längen
der verwendeten Federn her. Aber auch unterschiedliche Federkonstanten sind zu
beachten. Ungünstigstenfalls können diese Störgrößen dazu führen, daß das
schwingungsfähige Feder-Masse-System nicht mehr arbeiten kann, da der Anker
aus seiner Ruhestellung heraus nicht mehr zum vollständigen Schwingen zwi
schen seinen Endlagen angeregt werden kann.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen elektromagnetischen Ventiltrieb der
obengenannten Art zu schaffen, bei dem die zitierten Nachteile beseitigt sind und
bei welchem insbesondere die genannten Störgrößen mit einfachen Mitteln elimi
niert sind.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des kennzeichnenden
Teils des Hauptanspruchs gelöst.
Demnach ist der Ventiltrieb mit Mitteln zur Zentrierung einer Mittenlage der
Schließ- und Öffnungsfeder versehen, welche Mittenlage determiniert ist durch
symmetrische Energien der Schließ- und Öffnungsfeder bezogen auf einen halben
Hub des Ankers. Vorzugsweise sollen diese Mittel zur Zentrierung aus einer axial
beweglichen Abstützung oder Anlage hergestellt sein, bevorzugt ist die Abstüt
zung der Schließfeder axial beweglich gestaltet.
Aufgrund dieser Mittenlagenzentrierung sind die Energien der Federn im Gleich
gewicht. Es ist mit gleich großen Auftreffgeschwindigkeiten des Ankers in seinen
Endlagen (an den Magneten) zu rechnen. Besonderer Vorteil der erfindungsge
mäßen Mittel ist es, daß nach der Erfindung permanent während der Befeuerung
der Brennkraftmaschine die Mittenlage nachjustiert wird. Durch die Anhebung oder
Absenkung der Abstützung der Schließfeder können die eingangs genannten
sämtlichen Störgrößen eliminiert werden. Es sind nur geringe Energien notwendig,
um das Feder-Masse-Schwingungssystem zu aktivieren und insbesondere zu
betreiben.
Denkbar ist es zwar, auch die Abstützung der Öffnungsfeder oder die anderen
Anlagen in ihrer Höhe veränderlich zu gestalten, am zweckmäßigsten ist es je
doch, die Abstützung, also den Fußpunkt der Schließfeder, in der Höhe zu variie
ren.
In Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgeschlagen, die Abstützung als hydrau
lisch anhebbaren Ringkolben zu gestalten. Denkbar ist es jedoch auch, in diesem
Bereich ein Kugel-Rampen-System oder einen Keilrampenversteller anzuordnen.
Auch kann die Anhebung direkt über mechanische, magnetische, oder elektroma
gnetische Mittel erfolgen.
Vorgeschlagen ist es, die Schließ- und Öffnungsfeder den Ventilschaft bzw. die
Aktuatorstange umschließend auszugestalten. In zweckmäßiger Art und Weise
verlaufen diese Federn axial außerhalb der Magneten, können jedoch, sofern
notwendig, auch in dem Magnetpaket integriert sein.
Die Leitung für das Servomittel zum anhebbaren Ringkolben ist mit Sperrmitteln
nach einer weiteren Fortbildung der Erfindung versehen. Diese Sperrmittel ge
statten eine Anhebung lediglich dann, wenn der Anker am Schließmagneten an
liegt. Dabei soll nach der Erfindung die Aktuatorstange an ihrem Außenmantel
eine Ringnut besitzen, die lediglich dann in Flucht mit einem Abschnitt der Leitung
ist, wenn der Anker am genannten Schließmagneten anliegt. Zweckmäßigerweise
wird dieser Abschnitt der Leitung durch den Schließmagneten selbst geführt.
Die Zuleitung des Servomittels in die Leitung ist hier über ein elektromagnetisches
Schaltventil wie ein 3/3- oder 3/2-Wege-Ventil bewerkstelligt. Dieses Schaltventil
ist von einem Regler bestrombar. Der Regler wiederum arbeitet mit dem Fach
mann geläufigen Meßmitteln zum Feststellen einer Auftreffgeschwindigkeit des
Ankers am Schließ- oder Öffnungsmagneten zusammen. Aufgrund der unter
schiedlichen Auftreffgeschwindigkeiten ergeben sich unterschiedliche Stromver
läufe in den Magneten. Diese werden dem Regler als Information zugeleitet. Als
weitere Eingangsgröße für den Regler steht optional das Drehmoment oder die
Last zur Verfügung. Somit können mittelbar das Schwingungssystem negativ be
einflussende Störgrößen wie Gaskräfte berücksichtigt werden.
In vorteilhafter Art und Weise sind die Anlagen für die Federn als an sich bekannte
Federteller ausgestaltet. Gleichzeitig kann der anmeldungsgemäße Ventiltrieb mit
einem hydraulischen Spielausgleichselement versehen sein. Dieses gleicht sämtli
che im Ventiltrieb auftretenden Spiele in einer Phase auf Null aus, in welcher das
Gaswechselventil geschlossen ist. Es wird auf einfache Art axial über die Aktua
torstange mit Hydraulikmittel versorgt.
Dadurch, daß die Abstützung der Öffnungsfeder als Axiallager ausgebildet ist,
sind beim Einfedern der Öffnungsfeder auf die Abstützung wirkende Momente in
Drehrichtung eliminiert.
Schließlich ist es vorgeschlagen, den Ringkolben radial innen und außen über
wenigstens einen Dichtring dichtend gegenüber der Ringaussparung zu führen.
Hierdurch ist nur mit geringen Verlusten an Hydraulikmittel in diesem Bereich zu
rechnen. Vorzugsweise sind die Dichtringe so ausgeführt, daß nur eine geringe
Reibung zwischen diesen und der Ringaussparung bei ausreichender Dichtwir
kung auftritt.
Die Erfindung wird zweckmäßigerweise anhand der Zeichnung näher erläutert. Es
zeigt die einzige Figur einen erfindungsgemäßen elektromagnetischen Ventiltrieb
im Längsschnitt.
Fig. 1 offenbart einen elektromagnetischen Ventiltrieb 1, der von seinem prinzipi
ellen Aufbau her der Fachwelt bekannt ist. Der Ventiltrieb 1 besteht aus einem
Gaswechselventil 2, das an einem Ende von einer Aktuatorstange 3 beaufschlagt
ist. Mit der Aktuatorstange 3 fest verbunden ist ein Anker 4. Der Anker 4 wiederum
oszilliert zwischen einem Schließmagneten 5 und einem Öffnungsmagneten 6.
Das Gaswechselventil 2 mit Aktuatorstange 3 und Anker 4 ist in Schließrichtung
durch eine Schließfeder 7 und in Öffnungsrichtung durch eine Öffnungsfeder 8
beaufschlagt. Beide Federn 7, 8 sind axial außerhalb des Magnetpaketes 5, 6
positioniert und umschließen in diesem Bereich einen Schaft 9 des Gaswechsel
ventils 2 bzw. die Aktuatorstange 3. Die Öffnungsfeder 8 besitzt eine mittelbare
Abstützung 10 an einem Zylinderkopf 11, in welchen der Ventiltrieb 1 eingebaut ist
(nicht näher erläutert). In ihre andere Richtung ist die Öffnungsfeder 8 an einer als
Federteller ausgebildeten Anlage 12 abgestützt.
Die Schließfeder 7 ist in Richtung vom Magnetpaket 5, 6 weg auf einer nachfol
gend näher zu erläuternden, hydraulisch anhebbaren Abstützung 13 gelagert. In
Richtung zum Magnetpaket 5, 6 wiederum wirkt die Schließfeder 7 auf einen als
Anlage 14 ausgebildeten Federteller am Schaft 9 des Gaswechselventils 2.
Die Aktuatorstange 3 ist im Bereich eines Endes 15 mit einem hydraulischen
Spielausgleichselement 16 versehen. Dieses gleicht in einer Phase, in welcher
das Gaswechselventil 2 geschlossen ist, alle im Ventiltrieb 1 auftretenden Spiele
auf Null aus.
Wie genannt, ist die Abstützung 13 hydraulisch anhebbar ausgebildet. Sie besteht
aus einem Ringkolben 17, welcher in einer Ringaussparung 18 des Zylinderkopfes
11 verläuft. Axial zwischen dem Ringkolben 17 und einem Grund 19 der Ringaus
sparung 18 ist ein Druckraum 20 für Hydraulikmittel gebildet. Gleichzeitig sind am
Außen- und Innenmantel des Ringkolbens 17 Dichtringe 21, 22 angeordnet. Diese
verhindern einen unerwünschten Übertritt des Hydraulikmittels aus dem Druck
raum 20 ins Freie.
Der Druckraum 20 kann aus einer Leitung 23 mit Hydraulikmittel beaufschlagt
werden. Die Leitung 23 ist hier diametral durch den Schließmagneten 5 geführt
und in diesem Bereich als Bestandteil von Sperrmitteln 24 ausgebildet. Ein weite
rer Bestandteil der Sperrmittel 24 ist eine Ringnut 25, die am Außenmantel 26 der
Aktuatorstange 3 ausgeführt ist. Dabei fluchtet die Ringnut 25 zu dem diametral
verlaufenden Teil der Leitung 23 lediglich dann, wenn der Anker 4 am Schließma
gneten 5 anliegt und das Gaswechselventil 2 somit geschlossen ist. Nur in diesem
Zustand ist ein Durchfluß und somit eine Ansteuerung der hydraulisch anhebbaren
Abstützung 13 herstellbar.
Der Leitung 23 vorgeordnet ist ein elektromagnetisches Schaltventil 27, hier bei
spielsweise als 3/3- oder 3/2-Wege-Ventil ausgebildet. Das Schaltventil 27 arbeitet
stromproportional und besitzt einen Tankanschluß T, einen Pumpenanschluß P
und lediglich einen Arbeitsanschluß A zur Herstellung einer Pumpe- oder Tankver
bindung der Leitung 23. Des weiteren kann über das Schaltventil 27 ein Zu- oder
Abfluß in die oder aus der Leitung 23 komplett gesperrt werden.
Das Schaltventil 27 ist aus einem nicht näher beschriebenen Regler 28 bestrom
bar. Der Regler 28 wiederum wirkt mit Meßmitteln zum Feststellen einer Auf
treffgeschwindigkeit des Ankers 4 am Schließ- oder Öffnungsmagneten 5, 6 zu
sammen. Die Auftreffgeschwindigkeit läßt sich aus den Stromverläufen beim Auf
treffen des Ankers 4 an den Magneten 5, 6 herleiten. Als weitere Eingangsgröße
für den Regler 28 kann das Drehmoment MD bzw. die Last L gelten. Beispielswei
se bei großer Last wird viel Kraftstoff im Zylinder verbrannt, wodurch relativ große
Gaskräfte auf das Gaswechselventil 2 wirken können, welche die Kraft der
Schließfeder 7 unerwünscht verändern.
Nach der Erfindung ist der Ventiltrieb 1 mit Mitteln zur Zentrierung einer Mittenlage
der Schließ- und Öffnungsfeder 7, 8 versehen. Diese Mittenlage ist bestimmt
durch symmetrische Energien der Schließ- und Öffnungsfeder 7, 8, bezogen auf
einen halben Hub des Ankers 4. Dabei bestehen die Mittel aus der schon ge
nannten hydraulisch anhebbaren Abstützung 13. Aufgrund der symmetrischen
Energien stellt sich ein optimales Schwingungsverhalten des Feder-Masse-
Schwingungssystems ein und es muß dem System nur sehr wenig Energie nach
geführt werden, um es schwingungsfähig zu erhalten. Sollte in Mittenlage des
Ankers 5 kein Nulldurchgang der resultierenden Kräfte vorliegen, sondern bei
spielsweise die Energie der Schließfeder 7 größer als die der Öffnungsfeder 8
sein, beispielsweise aufgrund der auf das Gaswechselventil 2 wirkende Gaskräfte,
so kann es ungünstigstenfalls dazu kommen, daß der Anker 4 nicht mehr seine
eine Endposition am Öffnungsmagneten 6 nach Schwingungsanregung erreicht.
Über eine Veränderung der Länge der Schließfeder 7 werden die eingangs be
schriebenen Nachteile ausgeschlossen und die genannte Mittenlage wird einge
stellt. In dem eben genannten Zustand kann beispielsweise bei Anlage des Ankers
4 am Schließmagneten 5 das Schaltventil 27 durch den Regler 28 so bestromt
werden, daß der Tankanschluß (T) mit der Leitung 23 in Verbindung ist. Somit
erfolgt ein Absenken des Ringkolbens 17 und der Abstützung 13. Hierdurch ist die
Länge der Schließfeder 7 vergrößert und deren Kraft verringert.
Wird jedoch von den Meßmitteln detektiert, daß der Anker 4 am Öffnungsmagne
ten 6 eine größere Auftreffgeschwindigkeit als am Schließmagneten 5 hat, woraus
zu schließen ist, daß bei Mittenlage des Ankers 4 die Gesamtenergien der Öff
nungsfeder 8 größer als die der Schließfeder 7 sind, so wird die Abstützung 13
über den Ringkolben 17 hydraulisch soweit angehoben, bis das genannte Gleich
gewicht wieder eingestellt ist. Dabei bestromt der Regler 28 das Schaltventil 27 so,
daß am Schaltventil 27 der Pumpenanschluß P mit dem Arbeitsanschluß A in
Fluidverbindung steht.
Vorgesehen ist es, ein Schaltventil 27 für sämtliche Gaswechselventile der Brenn
kraftmaschine einzusetzen. Es ist jedoch auch denkbar, jedem Gaswechselventil
ein separates Schaltventil 27 oder einer Gruppe von Gaswechselventilen 2 je ein
Schaltventil 27 zuzuordnen.
Wie genannt, kann eine Anhebung der Abstützung 13 jedoch auch über rein me
chanische Maßnahmen, wie einen Kugel-Rampen- oder Keil-Mechanismus, über
ein Schraubsystem oder beispielsweise magnetisch bzw. direkt elektromagnetisch
erfolgen.
Zusätzlich ist es vorgesehen, die Anlage 12 in ihrer Höhe veränderlich und fixier
bar auszugestalten. Hier ist beispielsweise an eine Schraubverbindung mit der
Aktuatorstange 3 gedacht, die bei erreichter Höhe der Anlage 12 fixierbar sein
kann. So kann die Anlage 12 bei eingespannter Öffnungsfeder 8 und vor Erstbe
feuerung der Brennkraftmaschine soweit in Richtung des Magnetpaketes 5, 6
verlagert werden, bis eine festgelegte Federkraft der Öffnungsfeder 8 erreicht ist.
Dann wird die Anlage 12 fest mit der Aktuatorstange 3 verbunden. Die Abstützung
ist als Axiallager ausgebildet, wodurch beim Einfedern der Öffnungsfeder 8 die
Fixierung der Anlage 12 gegen das Drehmoment der Öffnungsfeder 8 geschützt
ist.
Da im abgestellten Zustand der Brennkraftmaschine das Spielausgleichselement
16 sowie die Abstützung 13 zusammensinken, sind nicht näher beschriebene Mit
tel zur Vorbefüllung des Spielausgleichselements 16 bzw. des Druckraums 20 mit
einem Standarddruck an Hydraulikmittel vorgesehen. Hierzu könnte beispielsweise
eine Hilfspumpe appliziert werden.
1
Ventiltrieb
2
Gaswechselventil
3
Aktuatorstange
4
Anker
5
Schließmagnet
8
Öffnungsmagnet
7
Schließfeder
8
Öffnungsfeder
9
Schaft
10
Abstützung
11
Zylinderkopf
12
Anlage
13
Abstützung
14
Anlage
15
Ende
16
Spielausgleichselement
17
Ringkolben
18
Ringaussparung
19
Grund
20
Druckraum
21
Dichtring
22
Dichtring
23
Leitung
24
Sperrmittel
25
Ringnut
26
Außenmantel
27
Schaltventil
28
Regler
29
nicht vergeben
30
Stirnseite
31
Stirnseite
T Tankanschluß
P Pumpenanschluß
A Arbeitsanschluß
MD
T Tankanschluß
P Pumpenanschluß
A Arbeitsanschluß
MD
Drehmoment
L Last
L Last
Claims (17)
1. Elektromagnetischer Ventiltrieb (1), der in einen Zylinderkopf (11) einer Brenn
kraftmaschine eingebaut ist, mit folgenden Merkmalen:
- a) der Ventiltrieb (1) besteht aus einem Gaswechselventil (2), einer Aktuator stange (3), einem Anker (4), einem Schließ- und Öffnungsmagneten (5, 6) und einer Schließ- und Öffnungsfeder (7, 8) oder mehreren von diesen;
- b) der Anker (4) ist vorzugsweise scheibenförmig ausgebildet und mit der Aktuatorstange (3) verbunden, die an einem Ende (15) auf das Gaswech selventil (2) einwirkt;
- c) der Schließmagnet (5) liegt einer dem Gaswechselventil (2) abgewandten und der Öffnungsmagnet (6) einer dem Gaswechselventil (2) zugewandten Stirnseite (31, 30) des Ankers (4) gegenüber, wobei der Schließ- und Öff nungsmagnet (5, 6) derartig voneinander beabstandet sind, daß bei Endla ge des Ankers (4) am Schließmagneten (5) das Gaswechselventil (2) ge schlossen und bei Endlage des Ankers (4) am Öffnungsmagneten (6) das Gaswechselventil (2) geöffnet ist;
- d) die Schließ- und Öffnungsfedern (7, 8) besitzen einenends eine Abstüt zung (13, 10) am Zylinderkopf (11) und wirken anderenends entgegenge setzt sowie zumindest mittelbar über eine Anlage (14, 12) auf das Gas wechselventil (2) ein;
- e) in jeder Endlage des Ankers (4) ist eine der Federn (7 oder 8) so vorge spannt, daß bei wechselweiser Bestromung des Schließ- und Öffnungs magneten (5 oder 6) der Ventiltrieb (1) als schwingungsfähiges Feder- Masse-System arbeitet und
- f) wenigstens eine Abstützung (13 bzw. 10) oder Anlage (14, 12) ist in ihrer
Höhe veränderbar;
dadurch gekennzeichnet, - a) daß der Ventiltrieb (1) mit Mitteln zur Zentrierung einer Mittenlage der Schließ- und Öffnungsfeder (7, 8) versehen ist, welche Mittenlage determiniert ist durch symmetrische Energien der Schließ- und Öffnungsfeder (7, 8) bezogen auf ei nen halben Hub des Ankers (4).
2. Ventiltrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur
Zentrierung der Mittenlage aus wenigstens einer axial beweglichen Abstüt
zung (13 bzw. 10) oder Anlage (14 bzw. 12) hergestellt sind, vorzugsweise ist
die Abstützung (13) der Schließfeder (7) axial beweglich.
3. Ventiltrieb nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstützung
(13) der Schließfeder (7) als Ringkolben (17) gefertigt ist, der bevorzugt über
ein Servomittel wie Hydraulikmittel anhebbar ist.
4. Ventiltrieb nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schließfeder
(7) und der Ringkolben (17) einen Schaft (9) des Gaswechselventils (2) vor
zugsweise umschließen, wobei der Ringkolben (17) in eine Ringaussparung
(18) des Zylinderkopfes (11) eingebaut ist und axial zwischen dem Ringkolben
(17) sowie einem Grund (19) der Ringaussparung (18) ein Druckraum (20) für
das Servomittel verläuft, welcher Druckraum (20) von einer Leitung (23) für
das Servomittel geschnitten ist.
5. Ventiltrieb nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Ventiltrieb (1)
Sperrmittel (24) vorgesehen sind, welche lediglich bei am Schließmagneten
(5) anliegendem Anker (4) eine Beaufschlagung des Ringkolbens (17) mit dem
Servomittel gestatten.
6. Ventiltrieb nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitung (23)
mit einem Abschnitt vorzugsweise diametral durch ein die Aktuatorstange (3)
oder Schaft (9) des Gaswechselventils (2) umschließendes Bauteil geführt ist
und die Aktuatorstange (3) schneidet, wobei am Außenmantel (26) der Ak
tuatorstange (3) oder des Schafts (9) eine Ringnut (25) als Bestandteil der
Sperrmittel (24) verläuft, welche lediglich bei am Schließmagneten (5) anlie
gendem Anker (4) zu dem diametral verlaufenden Abschnitt der Leitung (23)
als weiteren Bestandteil der Sperrmittel (24) fluchtet.
7. Ventiltrieb nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitung (23)
den Schließmagneten (5) schneidet.
8. Ventiltrieb nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zuleitung
des Servomittels in die Leitung (23) über ein elektromagnetisches Schaltventil
(27) hergestellt ist, welches von einem Regler (28) bestrombar ist, welcher
Regler (28) mit Meßmitteln zum Feststellen einer Auftreffgeschwindigkeit des
Ankers (4) am Öffnungs- und Schließmagneten (6, 5) kommuniziert, wobei bei
einer größeren Auftreffgeschwindigkeit des Ankers (4) am Schließmagneten
(5) der Regler (28) das Schaltventil (27) so bestromt, daß die Leitung (23) mit
einem Tankanschluß (T) des Schaltventils (27) verbunden ist, wobei bei einer
größeren Auftreffgeschwindigkeit des Ankers (4) am Öffnungsmagneten (6)
der Regler (28) das Schaltventil (27) so bestromt, daß die Leitung (23) mit ei
nem Pumpenanschluß (P) des Schaltventils (27) kommuniziert und wobei bei
einer gleichen Auftreffgeschwindigkeit des Ankers (4) am Schließ- und Öff
nungsmagneten (5, 6) der Regler (28) das Schaltventil (27) wahlweise so be
stromt, daß der Tank- und Pumpenanschluß (T, P) gesperrt sind.
9. Ventiltrieb nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Bestromung
des Schaltventils (27) durch den Regler (28) last- bzw. drehmomentabhängig
hergestellt ist.
10. Ventiltrieb nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß bevorzugt ein
Schaltventil (27) für sämtliche Gaswechselventile der Brennkraftmaschine vor
gesehen ist.
11. Ventiltrieb nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß als Schaltventil
(27) ein stromproportionales 3/3- oder 3/2-Wege-Ventil vorgesehen ist.
12. Ventiltrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aktuatorstan
ge (3) mit ihrem einen Ende (15) axial in Richtung zu dem Gaswechselventil
(2) aus dem Schließ- und Öffnungsmagneten (5, 6) geführt und in diesem Be
reich von der Öffnungsfeder (8) umschlossen ist.
13. Ventiltrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlagen (12,
14) der Öffnungs- und Schließfeder (8, 7) als Federteller gefertigt sind.
14. Ventiltrieb nach Anspruch 1 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die An
lage (12) der Öffnungsfeder (8) gegenüber der Aktuatorstange (3) über me
chanische Einstellmittel in deren Höhe einstell- und fixierbar ist.
15. Ventiltrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am einen Ende
(15) der Aktuatorstange (3) ein hydraulisches Spielausgleichselement (16) an
geordnet ist, das unmittelbar auf das Gaswechselventil (2) einwirkt und vor
zugsweise axial aus der Aktuatorstange (3) mit Hydraulikmittel versorgbar ist.
16. Ventiltrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstützung
(10) der Öffnungsfeder (8) als Axiallager ausgebildet ist.
17. Ventiltrieb nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringkolben
(17) radial innen und außen über wenigstens einen Dichtring (22, 21) dichtend
gegenüber der Ringaussparung (18) geführt ist.
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