DE19829681C1 - Flüssigkeitserhitzer mit wenigstens einer Heizwendel, welche von Metall umgossen ist - Google Patents
Flüssigkeitserhitzer mit wenigstens einer Heizwendel, welche von Metall umgossen istInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Flüssigkeitserhitzer mit wenigstens einer Heizwendel, welche in einem Messingblock vergossen ist. Außer der Heizwendel ist eine Kapillarrohrwendel eingegossen.
Description
Die Erfindung betrifft einen Flüssigkeitserhitzer mit
wenigstens einer Heizwendel, welche von Metall umgossen ist.
Es ist bekannt, auf einen Dorn einen Heizdraht aufzuwickeln,
so dass dieser eine Heizwendel bildet. Der Heizdraht ist von
Keramik umgeben und in einem Metallgehäuse eingeschlossen. Die
Heizwendel wird nach dem Aufwickeln auf den Dorn in Messing
eingegossen, so dass der Messingblock über den Heizdraht
erhitzt werden kann. Wird dieser Messingblock in Flüssigkeit
eingetaucht, so kann diese dadurch erwärmt werden. Es ist
jedoch auch denkbar, eine zentrale Bohrung in den Messingblock
einzubringen, so dass dieser von der Flüssigkeit durchströmt
werden kann.
Aus der DE-GM 13 35 456 ist ein Flüssigkeitserhitzer mit einer
Heizwendel bekannt geworden, wobei die Heizwendel von Metall
umgossen ist. Aus der GB 403,662 ist bekannt geworden zwei
Heizwendeln und ein wendelförmiges Flüssigkeitsrohr in einen
Metallblock einzugießen. Ein zwischen den Heizwendeln
verlaufendes Durchflußrohr ist aus der DE 85 19 840 U1
bekannt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen
Flüssigkeitserhitzer bereitzustellen, welcher eine größere
Effektivität aufweist.
Diese Aufgabe wird mit einem Flüssigkeitserhitzer der eingangs
genannten Art erfindungsgemäß durch die im Anspruch 1
angegebenen Merkmale gelöst.
Die eingegossene Kapillarrohrwendel bewirkt, dass die
Flüssigkeit über einen langen Weg den Flüssigkeitserhitzer
durchströmt und, da der Querschnitt des Kapillarrohrs relativ
eng ist, die Flüssigkeit über eine relativ große Oberfläche
mit dem Flüssigkeitserhitzer in Verbindung steht. Es kann
daher eine relativ große Wärmemenge auf die Flüssigkeit
übertragen und dadurch die Flüssigkeit innerhalb kurzer Zeit
effektiv erwärmt werden. Da die Kapillarrohrwendel in die
Metallmatrix eingegossen wird, wird das Kapillarrohr allseitig
und somit die im Kapillarrohr sich befindende Flüssigkeit über
die gesamte Innenumfangsfläche des Kapillarrohrs erwärmt.
Dabei ist vorgesehen, dass der Flüssigkeitserhitzer zumindest
abschnittsweise eine Axialbohrung, insbesondere eine
Sacklochbohrung aufweist, deren Durchmesser geringfügig
kleiner ist als der Innendurchmesser der Heizwendel und/oder
der Kapillarrohrwendel. Durch die Axialbohrung wird die Masse
des Flüssigkeitserhitzers verringert, so dass dieser sich
wesentlich schneller erwärmt.
Ein weiterer Vorteil wird darin gesehen, dass in dem Fall,
wenn der Flüssigkeitserhitzer nicht über die Heizwendel
sondern durch externe Wärmezufuhr, z. B. über eine Flamme
erwärmt wird, diese Wärme schnell über den gesamten
Flüssigkeitserhitzer verteilt wird und die eingebettete
Kapillarrohrwendel ebenfalls allseitig erwärmt wird.
Da das Kapillarrohr wendelförmig verläuft, können selbst bei
kleinen bzw. kurzen Flüssigkeitserhitzern relativ lange
Kapillarrohre untergebracht werden können. Schließlich ist die
Wärmeaufnahme eines wendelförmig verlegten Kapillarrohres
wesentlich gleichmäßiger als bei auf andere Weise angeordneten
Rohren.
Eine bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass die
Kapillarrohrwendel zwischen den Wendeln der Heizwendel
verläuft. Dabei ist der Durchmesser der Kapillarrohrwendel im
Wesentlichen gleich dem Durchmesser der Heizwendel. Bei dieser
Anordnung wird die von der Heizwendel abgegebene Wärme direkt
zum Kapillarrohr geführt, wobei der Abstand zwischen
Heizwendel und Kapillarrohrwendel nach Belieben gewählt werden
kann, insbesondere möglichst gering ist. Vorteilhaft werden
sowohl das Kapillarrohr als auch der Heizdraht auf den
gleichen Dorn aufgewickelt und dann eingegossen bzw.
vergossen.
Vorteilhaft wird als Metall Aluminium, Messing, Kupfer oder
eine andere vergießbare Metalllegierung verwendet.
Insbesondere Messing und Kupfer besitzen ausgezeichnete
Wärmeleitungseigenschaften, so dass sie sich für die
Herstellung des Flüssigkeitserhitzers besonders gut eignen.
Vorteilhaft wird der Außendurchmesser des Messingblocks vom
Außendurchmesser der Heizwendel bestimmt, so dass die
Heizwendel nur noch von einem dünnen Messingmantel umgeben
ist. Ggf. kann der Messingblock zusätzlich von einer dünnen
Schutzhülse umgeben sein. Auch der Innendurchmesser des
Messingblocks wird vom Innendurchmesser der Heizwendel
bestimmt. Falls die Kapillarrohrwendel größer ist als die
Heizwendel, werden die Durchmesser des Messingblocks von der
Kapillarrohrwendel bestimmt. Der Flüssigkeitserhitzer besitzt
also im Wesentlichen die Form einer Hülse, wobei im Mantel die
Heizwendel sowie die Kapillarrohrwendel vorgesehen sind.
Vorteilhaft weist der Flüssigkeitserhitzer an einer Stirnseite
eine Aufnahmebohrung mit Innengewinde für eine Düse auf. In
diese Aufnahmebohrung mündet das Kapillarrohr mit seinem einen
Ende aus, so dass die erhitzte Flüssigkeit direkt in die Düse
geleitet wird.
Vorteilhaft können mit dem erfindungsgemäßen
Flüssigkeitserhitzer Öle, insbesondere Kraftstoffe, Wasser,
Alkohole und andere Flüssigkeiten erhitzt werden.
Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung
ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie der nachfolgenden
Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnung ein
besonders bevorzugtes Ausführungsbeispiel beschrieben ist.
Die Zeichnung zeigt einen Längsschnitt durch einen bevorzugten
Flüssigkeitserhitzer 1. Dieser Flüssigkeitserhitzer besitzt
einen kreisförmigen Querschnitt und wird von einem
Messingblock oder -körper 2 gebildet, der eine erste
Axialbohrung, insbesondere eine Sacklochbohrung 3 und eine
zweite Sacklochbohrung 4 aufweist. Die Sacklochbohrung 4 geht
über eine Schulter 5 in ein Innengewinde 6 über, in welches
z. B. eine Düse eingeschraubt werden kann. Der Messingkörper 2
ist von einer Schutzhülse 7, welche relativ dünnwandig ist,
umgeben.
In den Messingkörper 2 sind durch Umgießen eine Heizwendel 8
sowie eine Kapillarrohrwendel 9 integriert. Die Heizwendel 8
besteht in der Regel aus einer aus Metall bestehenden
Gehäusewendel 10 mit rechteckförmigem Querschnitt, welche mit
keramischem Material 11 angefüllt ist. In dieses keramische
Material ist der Heizdraht 12, und zwar die Zu- und Ableitung,
eingebettet.
Zwischen den einzelnen Wendeln der Heizwendel 8 befindet sich
die Kapillarrohrwendel 9, welche z. B. einen kreisrunden
Querschnitt aufweist. Sowohl die Heizwendel 8 als auch die
Kapillarrohrwendel 9 werden axial in den Messingkörper 2
eingeführt. Die Heizwendel 8 endet am gegenüberliegenden Ende
innerhalb des Messingkörpers 2 mit Abstand zur Stirnseite 13.
Die Kapillarrohrwendel 9 mündet in die Sacklochbohrung 4
radial aus, so dass die Flüssigkeit der Kapillarrohrswendel 9
in diese Sacklochbohrung 4 einströmen kann. Bei einer anderen
Ausführungsform erstreckt sich die Kapillarrohrwendel 9 in
diese Sacklochbohrung 4 und wird axial aus dem Messingkörper 2
herausgeführt (wie mit strichpunktierter Linie angedeutet).
Der Durchmesser der Sacklochbohrung 3 entspricht im
Wesentlichen dem Innendurchmesser der Heizwendel 8 (ist
geringfügig kleiner) und der Außendurchmesser des
Messingkörpers 2 entspricht im Wesentlichen dem
Außendurchmesser der Heizwendel 8 (ist geringfügig größer).
Auf diese Weise wird die Masse des Messingkörpers 2 auf ein
Minimum reduziert, so dass der Flüssigkeitserhitzer 1 relativ
schnell erwärmt wird.
Wird der Flüssigkeitserhitzer 1 nicht vom Heizdraht sondern
z. B. über eine Flamme 14 von außen erhitzt, dann wird er durch
die Schutzhülse 7 gegen Beschädigung geschützt, wobei sich
jedoch die Wärme sofort über den gesamten Messingkörper 2
verteilt, so dass die in der Kapillarrohrwendel 9 enthaltene
Flüssigkeit erwärmt wird.
Claims (8)
1. Flüssigkeitserhitzer (1) mit wenigstens einer Heizwendel
(8), welche von Metall umgossen ist, dadurch
gekennzeichnet, dass zusätzlich zur Heizwendel (8)
wenigstens eine Kapillarrohrwendel (9) in das Metall
eingegossen und zumindest abschnittsweise eine
Axialbohrung (3) vorgesehen ist, wobei der Durchmesser
der Axialbohrung (3) geringfügig kleiner ist als der
Innendurchmesser der Heizwendel (8) und/oder der
Kapillarrohrwendel (9).
2. Flüssigkeitserhitzer nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die
Kapillarrohrwendel (9) zwischen den Wendeln der
Heizwendel (8) verläuft.
3. Flüssigkeitserhitzer nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, dass der Durchmesser der Kapillarrohr
wendel (9) dem Durchmesser der Heizwendel (8) entspricht.
4. Flüssigkeitserhitzer nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Metall
Aluminium, Kupfer oder eine vergießbare Metalllegierung,
z. B. Messing ist.
5. Flüssigkeitserhitzer nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Axialbohrung
(3) als Sacklochbohrung ausgebildet ist.
6. Flüssigkeitserhitzer nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er an einer
Stirnseite (13) eine Gewindebohrung (6) für eine Düse
aufweist.
7. Flüssigkeitserhitzer nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, dass die Kapillarrohrwendel (9) in eine
Sacklochbohrung (4) oder in die Gewindebohrung (6)
ausmündet.
8. Flüssigkeitserhitzer nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kapillarrohrwendel
(9) ein Ölrohr ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998129681 DE19829681C1 (de) | 1998-07-03 | 1998-07-03 | Flüssigkeitserhitzer mit wenigstens einer Heizwendel, welche von Metall umgossen ist |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998129681 DE19829681C1 (de) | 1998-07-03 | 1998-07-03 | Flüssigkeitserhitzer mit wenigstens einer Heizwendel, welche von Metall umgossen ist |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19829681C1 true DE19829681C1 (de) | 2000-02-17 |
Family
ID=7872822
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998129681 Expired - Fee Related DE19829681C1 (de) | 1998-07-03 | 1998-07-03 | Flüssigkeitserhitzer mit wenigstens einer Heizwendel, welche von Metall umgossen ist |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19829681C1 (de) |
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1998
- 1998-07-03 DE DE1998129681 patent/DE19829681C1/de not_active Expired - Fee Related
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