DE19829521A1 - Flachschüssel für Schließzylinder - Google Patents
Flachschüssel für SchließzylinderInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
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Description
Die Erfindung betrifft einen Flachschlüssel für Schließzy
linder nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 und einen
Schließzylinder nach Patentanspruch 7.
Sowohl bei Einzelzylindern als auch bei Schließanlagen ist
es erwünscht, unter Beibehaltung eines Grundprinzips eine
große Anzahl von Profilverschiedenheiten zu schaffen. Dabei
sollen sich möglichst viele Profile ausreichend deutlich
unterscheiden, um ein Überschließen sicher zu vermeiden.
Diese grundlegenden Ziele werden durch die unterschiedlich
sten Gestaltungen von Zylinderkernprofilen bzw. Schlüssel
profilen in unterschiedlicher Weise und Qualität erreicht.
Bei den bekannten Profilen sind üblicherweise die Flanken
der Profilnuten im Schlüssel bzw. der Profilrippen im Zy
linderkern im wesentlichen eben ausgebildet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Flachschlüssel
und Schließzylinder zu schaffen, die einfach zu fertigen
sind und eine hohe Anzahl von ausreichend deutlich unter
schiedlichen Profilvariationen ermöglichen. Dabei sollen
die Breitseiten der Flachschlüssel frei von störenden
scharfkantigen Vor- und Rücksprüngen sein und die Flach
schlüsselprofile bereits aufgrund ihrer Form eine hohe Fe
stigkeit aufweisen.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt mit den Merkmalen des Pa
tentanspruchs 1 bzw. des Patentanspruchs 7.
Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen.
Die erfindungsgemäße Lösung führt zu Flachschlüsseln, die
besonders angenehm zu handhaben sind, da scharfe Kanten
vollständig fehlen. Derartige Flachschlüssel sind auch be
sonders gleitfähig und verschleißarm im Zusammenwirken mit
den Kernkanälen der Schließzylinder. Durch die gerundeten
Übergänge zwischen den Flächen auf den Breitseiten der
Flachschlüssel und auf den Breitseiten der Kernkanäle erge
ben sich hohe Festigkeiten, da Kerbwirkungen wie bei
scharfkantigen Übergängen zwischen aneinander angrenzenden
Flächen vermieden werden.
Nachstehend werden bevorzugte Ausführungsformen der Erfin
dung anhand der Zeichnung im einzelnen beschrieben. Die
Zeichnungen zeigen lediglich Flachschlüsselprofile. Zu den
Flachschlüsselprofilen sind die Profile der Kernkanäle von
Einzelzylindern vollständig komplementär ausgebildet.
Es zeigen:
Fig. 1 die Darstellung eines ersten Flachschlüssel
profilsystems mit sämtlichen Variationsberei
chen,
Fig. 1a das Profil eines ersten Flachschlüssels nach
dem Profilsystem gemäß Fig. 1,
Fig. 1b ein Flachschlüsselprofil eines zweiten Flach
schlüssels nach dem Profilsystem gemäß Fig.
1,
Fig. 2 ein zweites Flachschlüsselprofilsystem mit
sämtlichen variablen Bereichen,
Fig. 2a einen Flachschlüssel nach dem Profilsystem
gemäß Fig. 2,
Fig. 3 ein drittes Flachschlüsselprofilsystem mit
sämtlichen Variationsbereichen,
Fig. 3a einen Flachschlüssel nach dem Profilsystem
gemäß Fig. 3,
Fig. 4 ein viertes Flachschlüsselprofilsystem mit
allen Variationsbereichen,
Fig. 4a einen Flachschlüssel nach dem Profilsystem
gemäß Fig. 4.
Bei sämtlichen Profilsystemen und unterschiedlichen Ausfüh
rungsformen sind von den Schlüsselbreitseiten B1 und B2
ausgehende, in Schlüssellängsrichtung sich erstreckende und
parallel zueinander verlaufende Längsnuten A vorgesehen.
Die Längsnuten A erstrecken sich mit ihren Nutgründen A2
sämtlich über die Längsmittelebene M. Mit R ist der Schlüs
selrücken bezeichnet, mit T die Schlüsselbrust.
Die Längsnuten A sind sämtlich gleich tief und ihr Nutgrund
A2 hält in allen Fällen einen gleichen Abstand a von der
Längsmittelebene ein.
Bei allen Ausführungsformen ist der Übergangsbereich zwi
schen dem Nutgrund A2 und den zu den Schlüsselbreitseiten
gerichteten Flanken A1 als Radius r ausgebildet. Die ver
schiedenen Flachschlüssel und Schlüsselsysteme unterschei
den sich in der Ausbildung der Flanken A1. Die Flanken A1
laufen bereits benachbart zum Nutgrund konisch zur Öff
nungsseite hin auseinander. Der Verlauf ist gekrümmt, z. B.
konvex oder konkav. Mindestens eine Längsnut A weist eine
sich bis zur benachbarten Schlüsselbreitseite erstreckende
Längsnuterweiterung auf. Die so erweiterte Flanke weist ei
nen konkaven und einen sich anschließenden konvex gekrümm
ten Abschnitt auf.
Bei dem Profilsystem gemäß Fig. 1 kann jede Längsnut A an
jeder ihrer beiden Flanken A1 jeweils zwei unterschiedliche
Erweiterungsbereiche aufweisen: Es ist möglich, die Flanken
A1 lediglich durch Abtrag der benachbart zu den Breitseiten
gelegenen Variationsbereiche 1 oder 2 oder 3 oder 4 oder 5
oder 6 oder 7 oder 8 oder 9 oder 10 zu erweitern. Statt der
Erweiterung mit diesen Variationsbereichen ist auch eine
Erweiterung durch Abtrag der Variationsbereiche 11 oder 12
oder 13 oder 14 oder 15 oder 16 oder 17 oder 18 oder 19
oder 20 möglich. Es ist auch möglich, einen Abtrag auf ei
ner Flanke bis zu einem der tiefer reichenden Variationsbe
reiche 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20 mit einem
oder mehreren Materialabträgen an den benachbart zu den
Schlüsselbreitseiten B1 und B2 liegenden Variationsberei
chen 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 zu kombinieren. In allen
Fällen ergeben sich Flanken A1, deren Profile aneinander
anschließende, abwechselnde konkav und konvex gekrümmte Ab
schnitte aufweisen.
Bei dem Flachschlüsselprofil gemäß Fig. 1a ist darge
stellt, welche Variationsbereiche an den entsprechenden
Stellen abgetragen sind. Die Variationsbereiche 11, 12, 13,
14, 15, 16, 17, 18, 19 und 20 "überdecken" die außenliegen
den Variationsbereiche 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10. Es
sind in Fig. 1a lediglich die abgetragenen Bereiche 12, 14
und 20 eingetragen und nicht die damit ebenfalls abgetrage
nen Variationsbereiche 2, 4 und 10. Das gleiche gilt analog
zu dem Flachschlüsselprofil gemäß Fig. 1b.
Beim Flachschlüsselprofilsystem gemäß Fig. 2 ist die zum
Schlüsselrücken R benachbarte Längsnut A wie im Profilsy
stem gemäß Fig. 1 ausgebildet und variabel. Unterschied
lich gegenüber dem System gemäß Fig. 1 sind lediglich die
übrigen Längsnuten A, diese weisen nur jeweils einen Varia
tionsbereich 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28 auf.
Fig. 2a zeigt ein Flachschlüsselprofil, das ausgehend von
dem Profilsystem gemäß Fig. 2 variiert worden ist. Bei dem
Flachschlüssel gemäß Fig. 2a sind die Variationsbereiche
11, 2, 22, 23, 25, 28 abgetragen, während die übrigen Be
reiche des Ausgangsprofils unverändert geblieben sind.
Das Profilsystem gemäß Fig. 3 unterscheidet sich dadurch
von dem Profilsystem gemäß Fig. 2, daß auch die benachbart
zum Schlüsselrücken R vorgesehene Längsnut A nach dem glei
chen Prinzip variiert werden kann, wie die übrigen Längsnu
ten A.
Fig. 3a zeigt ein Flachschlüsselprofil, das durch Abtrag
der Variationsbereiche 29, 22, 23, 25 und 28 gebildet ist.
Das Profilsystem gemäß Fig. 4 entspricht mit Ausnahme der
benachbart zum Schlüsselrücken R vorgesehenen Längsnut A
dem Aufbau des Profilsystems gemäß Fig. 1. Die benachbart
zum Schlüsselrücken R vorgesehene Längsnut A wird variiert
wie die entsprechende Längsnut gemäß Profilsystem nach Fig.
3, nämlich durch den möglichen Abtrag der Variationsbe
reiche 29 und 30.
Fig. 4a zeigt ein Profil, das durch Abtrag der Variations
bereiche 29, 14, 5, 7 und 20 gebildet wurde.
Den parazentrischen Längsnuten A entsprechen die nirgendwo
dargestellten, sich über die Längsmittelebene eines Kernka
nals erstreckenden Profilrippen, deren Flankenverlauf dem
Verlauf der Flanken der Längsnuten komplementär entspricht.
Das Profil des Kernkanals oder Schlüsselkanals ist demzu
folge das negative Abbild des Schlüsselprofils. Dies gilt
für Einzelzylinder. Bei Schließanlagenzylindern kann das
Profil des Kernkanals von dem Flachschlüsselprofil abwei
chen.
Claims (12)
1. Flachschlüssel für Schließzylinder mit in Längsrichtung
und parallel zueinander zwischen dem Schlüsselrücken (R)
und der Schlüsselbrust (T) verlaufenden, von den Schlüs
selbreitseiten (B1 und B2) ausgehenden, parazentrischen
Längsnuten (A),
dadurch gekennzeichnet,
daß die Längsnuten (A) sämtlich gleich tief sind und de
ren Nutgrund (A2) einen gleichen Abstand (a) von der
Längsmittelebene (M) einhält, wobei die Flanken (A1) der
Längsnuten (A) zumindest benachbart zum Nutgrund (A2)
konisch zur Öffnungsseite hin auseinanderlaufend ange
ordnet sind und über Radien an den Nutgrund (A2) an
schließen, wobei mindestens eine Längsnut (A) auf minde
stens einer ihrer Flanken (A1) eine bis zur benachbarten
Schlüsselbreitseite (B1; B2) sich erstreckende Längsnu
terweiterung (1, 2 . . . bis 10 und 11, 12 . . . bis 20)
aufweist und die so erweiterte Flanke (A1) einen konka
ven und einen sich anschließenden konvex gekrümmten Ab
schnitt hat.
2. Flachschlüssel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die erweiterte Flanke (A1) mehrere aneinander an
schließende konkav und konvex gekrümmte Abschnitte auf
weist.
3. Flachschlüssel nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet
daß die Längsnuterweiterung an mindestens einer Flanke
(A1) unterschiedlich tief ausgebildet ist.
4. Flachschlüssel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Längsnuterweiterungen (1, 2 . . . bis 10 und 11,
12 . . . bis 20) auf beiden Flanken (A1) einer Längsnut
(A) vorgesehen sind.
5. Flachschlüssel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Längsnuterweiterungen (1, 2 . . . bis 10 und 11,
12 . . . bis 20) wahlweise und in ggf. unterschiedlicher
Tiefe zur Variation des Schlüsselprofils vorgesehen
sind.
6. Flachschlüssel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Längsnuterweiterungen (1, 2 . . . bis 10 und 11,
12 . . . bis 20) wahlweise und in ggf. unterschiedlicher
Tiefe zur Bildung einer Schlüsselhierarchie vorgesehen
sind.
7. Schließzylinder mit flachschlüsselbetätigbarem Zylinder
kern, der einen Schlüsselkanal mit in Längsrichtung und
parallel zueinander zwischen den beiden Schmalseiten des
Schließkanals verlaufenden, von den Breitseiten ausge
henden und über die Längsmittelebene sich erstreckenden
Profilrippen aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Längsrippen sämtlich gleich tief sind und mit
ihren am weitesten nach innen sowie über die Längsmit
telebene ragenden Stirnflächen einen gleichen Abstand
von der Längsmittelebene einhalten, wobei die Flanken
der Profilrippen zumindest benachbart zu den Stirnflä
chen konisch in Richtung auf die Breitseite des Schlüs
selkanals, von der die Profilrippen ausgehen, auseinan
derlaufend angeordnet sind sowie über Radien an die
Stirnflächen anschließen, wobei mindestens eine Profil
rippe auf mindestens einer ihrer Flanken eine bis zur
benachbarten Breitseite des Schlüsselkanals sich er
streckende Profilrippenverbreiterung aufweist und die so
erweiterte Flanke einen konkaven und einen sich an
schließenden konvex gekrümmten Abschnitt aufweist.
8. Schließzylinder nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die erweiterte Flanke mehrere aneinander anschlie
ßende konkav und konvex gekrümmte Abschnitte aufweist.
9. Schließzylinder nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilrippenverbreiterung an mindestens einer
Flanke unterschiedlich tief ausgebildet ist.
10. Schließzylinder nach einem oder mehreren der Ansprüche
7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilrippenverbreiterungen auf beiden Flanken
einer Profilrippe vorgesehen sind.
11. Schließzylinder nach einem oder mehreren der Ansprüche
7 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilrippenverbreiterungen wahlweise und ggf.
in unterschiedlicher Tiefe zur Variation des Kernpro
fils vorgesehen sind.
12. Schließzylinder nach einem oder mehreren der Ansprüche
7 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilverbreiterungen wahlweise und in ggf. un
terschiedlicher Tiefe zur Bildung einer Schlüsselhier
archie vorgesehen sind.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998129521 DE19829521C2 (de) | 1998-07-02 | 1998-07-02 | Flachschüssel für Schließzylinder |
| EP99111822A EP0969169A1 (de) | 1998-07-02 | 1999-06-19 | Flachschüssel für Schliesszylinder |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998129521 DE19829521C2 (de) | 1998-07-02 | 1998-07-02 | Flachschüssel für Schließzylinder |
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| DE19829521A1 true DE19829521A1 (de) | 1999-03-04 |
| DE19829521C2 DE19829521C2 (de) | 2000-12-14 |
Family
ID=7872717
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998129521 Expired - Fee Related DE19829521C2 (de) | 1998-07-02 | 1998-07-02 | Flachschüssel für Schließzylinder |
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| Country | Link |
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