DE19828085A1 - Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine - Google Patents
Verfahren zum Betreiben einer BrennkraftmaschineInfo
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Abstract
Es ist eine Brennkraftmaschine (1), insbesondere für ein Kraftfahrzeug, beschrieben, die mit einem Einspritzventil (8) versehen ist, mit dem Kraftstoff entweder in einer ersten Betriebsart während einer Verdichtungsphase oder in einer zweiten Betriebsart während einer Ansaugphase direkt in einen Brennraum (4) einspritzbar ist. Es ist ein Steuergerät (16) vorgesehen zur Umschaltung zwischen den beiden Betriebsarten und zur unterschiedlichen Steuerung und/oder Regelung in den beiden Betriebsarten der das abgegebene Moment der Brennkraftmaschine (1) beeinflussenden Betriebsgrößen in Abhängigkeit von einem angeforderten Moment (mi). Durch das Steuergerät (16) ist die in der ersten Betriebsart einzuspritzende Kraftstoffmasse in Abhängigkeit von den den Einspritzungen der zweiten Betriebsart zugrundeliegenden Betriebsparametern der Brennkraftmaschine (1) ermittelbar.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer
Brennkraftmaschine insbesondere eines Kraftfahrzeugs, bei
dem Kraftstoff entweder in einer ersten Betriebsart während
einer Verdichtungsphase oder in einer zweiten Betriebsart
während einer Ansaugphase direkt in einen Brennraum
eingespritzt wird, bei dem zwischen den beiden
Betriebsarten umgeschaltet wird, und bei dem die das
abgegebene Moment der Brennkraftmaschine beeinflussenden
Betriebsgrößen in Abhängigkeit von einem angeforderten
Moment in den beiden Betriebsarten unterschiedlich
gesteuert und/oder geregelt werden. Des weiteren betrifft
die Erfindung eine Brennkraftmaschine insbesondere für ein
Kraftfahrzeug, mit einem Einspritzventil, mit dem
Kraftstoff entweder in einer ersten Betriebsart während
einer Verdichtungsphase oder in einer zweiten Betriebsart
während einer Ansaugphase direkt in einen Brennraum
einspritzbar ist, und mit einem Steuergerät zur Umschaltung
zwischen den beiden Betriebsarten und zur unterschiedlichen
Steuerung und/oder Regelung in den beiden Betriebsarten der
das abgegebene Moment der Brennkraftmaschine
beeinflussenden Betriebsgrößen in Abhängigkeit von einem
angeforderten Moment.
Derartige Systeme zur direkten Einspritzung von Kraftstoff
in den Brennraum einer Brennkraftmaschine sind allgemein
bekannt. Es wird dabei als erste Betriebsart ein
sogenannter Schichtladungsbetrieb und als zweite
Betriebsart ein sogenannter Homogenbetrieb unterschieden.
Der Schichtladungsbetrieb wird insbesondere bei kleineren
Lasten verwendet, während der Homogenbetrieb bei größeren,
an der Brennkraftmaschine anliegenden Lasten zur Anwendung
kommt.
Im Schichtladungsbetrieb wird der Kraftstoff während der
Verdichtungsphase der Brennkraftmaschine in den Brennraum
derart eingespritzt, daß sich im Zeitpunkt der Zündung eine
Kraftstoffwolke in unmittelbarer Umgebung einer Zündkerze
befindet. Diese Einspritzung kann auf unterschiedliche
Weise erfolgen. So ist es möglich, daß die eingespritzte
Kraftstoffwolke sich bereits während bzw. unmittelbar nach
der Einspritzung bei der Zündkerze befindet und von dieser
entzündet wird. Ebenfalls ist es möglich, daß die
eingespritzte Kraftstoffwolke durch eine Ladungsbewegung zu
der Zündkerze geführt und dann erst entzündet wird. Bei
beiden Brennverfahren liegt keine gleichmäßige
Kraftstoffverteilung vor, sondern eine Schichtladung.
Der Vorteil des Schichtladungsbetriebs liegt darin, daß
dort mit einer sehr geringen Kraftstoffmenge die
anliegenden kleineren Lasten von der Brennkraftmaschine
ausgeführt werden können. Größere Lasten können allerdings
nicht durch den Schichtladungsbetrieb erfüllt werden.
Im für derartige größere Lasten vorgesehenen Homogenbetrieb
wird der Kraftstoff während der Ansaugphase der
Brennkraftmaschine eingespritzt, so daß eine Verwirbelung
und damit eine Verteilung des Kraftstoffs in dem Brennraum
noch ohne weiteres erfolgen kann. Insoweit entspricht der
Homogenbetrieb etwa der Betriebsweise von
Brennkraftmaschinen, bei denen in herkömmlicher Weise
Kraftstoff in das Ansaugrohr eingespritzt wird. Bei Bedarf
kann auch bei kleineren Lasten der Homogenbetrieb
eingesetzt werden.
Im Schichtladungsbetrieb wird die Drosselklappe in dem zu
dem Brennraum führenden Ansaugrohr weit geöffnet und die
Verbrennung wird im wesentlichen nur durch die
einzuspritzende Kraftstoffmasse gesteuert und/oder
geregelt. Im Homogenbetrieb wird die Drosselklappe in
Abhängigkeit von dem angeforderten Moment geöffnet bzw.
geschlossen und die einzuspritzende Kraftstoffmasse wird in
Abhängigkeit von der angesaugten Luftmasse gesteuert
und/oder geregelt.
In beiden Betriebsarten, also im Schichtladungsbetrieb und
im Homogenbetrieb, wird die einzuspritzende Kraftstoffmasse
in Abhängigkeit zusätzlich von einer Mehrzahl weiterer
Betriebsgrößen auf einen im Hinblick auf
Kraftstoffeinsparung, Abgasreduzierung und dergleichen
optimalen Wert gesteuert und/oder geregelt. Die Steuerung
und/oder Regelung ist dabei in den beiden Betriebsarten
unterschiedlich.
Bei der Steuerung und/oder Regelung direkteinspritzender
Brennkraftmaschinen muß jede der beiden Betriebsarten
separat berücksichtigt werden. Ebenfalls muß gewährleistet
werden, daß bei der Umschaltung insbesondere von dem
Homogenbetrieb in den Schichtladungsbetrieb das von der
Brennkraftmaschine abgegebene Moment konstant bleibt.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Betreiben
einer Brennkraftmaschine zu schaffen, das eine
momentenkonstante Umschaltung von der zweiten in die erste
Betriebsart ermöglicht.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren bzw. bei einer
Brennkraftmaschine der eingangs genannten erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß die in der ersten Betriebsart
einzuspritzende Kraftstoffmasse in Abhängigkeit von den den
Einspritzungen der zweiten Betriebsart zugrundeliegenden
Betriebsparametern der Brennkraftmaschine ermittelt wird
bzw. ermittelbar ist.
Durch die Verwendung von Betriebsgrößen des Homogenbetriebs
bei der Steuerung und/oder Regelung des
Schichtladungsbetriebs wird die Möglichkeit geschaffen, daß
beim Umschalten von dem Homogenbetrieb in den
Schichtladungsbetrieb ein Umschaltruck aufgrund von
Momentenunterschieden vermieden werden kann. Damit wird die
Laufruhe der Brennkraftmaschine und der Komfort für den
Fahrer des Kraftfahrzeugs erhöht.
Des weiteren erfolgt die Steuerung und/oder Regelung des
Schichtladungsbetriebs auf der Grundlage der Steuerung
und/oder Regelung des Homogenbetriebs. Daraus ergibt sich
der Vorteil, daß die Steuerung und/oder Regelung des
Homogenbetriebs, insbesondere die dazu erforderlichen
Softwaremodule oder dergleichen, von bekannten
Brennkraftmaschinen übernommen werden können, die nur im
Homogenbetrieb betrieben werden. Es ist somit nur
erforderlich, die Steuerung und/oder Regelung für den neu
hinzukommenden Schichtladungsbetrieb zu erstellen. Diese
Steuerung und/oder Regelung wird dann auf die bekannten
Softwaremodule "aufgesetzt", so daß insgesamt eine
Steuerung und/oder Regelung für eine direkteinspritzende
Brennkraftmaschine entsteht.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird
die in der ersten Betriebsart einzuspritzende
Kraftstoffmasse in Abhängigkeit von einem Lambda-
Reglerfaktor der zweiten Betriebsart ermittelt. Dies ist
eine von einer Mehrzahl von Möglichkeiten, mit denen eine
Momentenkonstanz beim Umschalten von dem Homogenbetrieb in
den Schichtladungsbetrieb erreicht werden kann.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Lambda-Reglerfaktor
mittels einer zeit- und/oder drehzahlabhängigen Kennlinie
verändert wird.
Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird
der Lambda-Reglerfaktor der zweiten Betriebsart
gespeichert. Dies stellt eine Maßnahme dar, die ein
momentenkonstantes Umschalten von dem Schichtladungsbetrieb
zurück in den Homogenbetrieb ermöglicht.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der
Erfindung wird die in der ersten Betriebsart
einzuspritzende Kraftstoffmasse in Abhängigkeit von einer
Ansauglufttemperatur und/oder einem Umgebungsdruck
ermittelt. Damit kann die Umschaltung von dem
Homogenbetrieb in den Schichtladungsbetrieb im Sinne einem
Momentenkonstanz weiter verbessert werden.
Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird
die in der ersten Betriebsart einzuspritzende
Kraftstoffmasse in Abhängigkeit von dem angeforderten
Moment ermittelt. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn
das angeforderte Moment mittels einer drehzahlabhängigen
Kennlinie verändert wird, und/oder wenn das angeforderte
Moment in Abhängigkeit von einem spezifischen Heizwert des
Kraftstoffs und/oder einem Wirkungsgrad der Verbrennung der
Brennkraftmaschine in der ersten Betriebsart verändert
wird.
Von besonderer Bedeutung ist die Realisierung des
erfindungsgemäßen Verfahrens in der Form eines
Steuerelements, das für ein Steuergerät einer
Brennkraftmaschine, insbesondere eines Kraftfahrzeugs,
vorgesehen ist. Dabei ist auf dem Steuerelement ein
Programm abgespeichert, das auf einem Rechengerät,
insbesondere auf einem Mikroprozessor, ablauffähig und zur
Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignet ist.
In diesem Fall wird also die Erfindung durch ein auf dem
Steuerelement abgespeichertes Programm realisiert, so daß
dieses mit dem Programm versehene Steuerelement in gleicher
Weise die Erfindung darstellt wie das Verfahren, zu dessen
Ausführung das Programm geeignet ist. Als Steuerelement
kann insbesondere ein elektrisches Speichermedium zur
Anwendung kommen, beispielsweise ein Read-Only-Memory.
Weitere Merkmale, Anwendungsmöglichkeiten und Vorteile der
Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen der Erfindung, die in den Figuren
der Zeichnung dargestellt sind. Dabei bilden alle
beschriebenen oder dargestellten Merkmale für sich oder in
beliebiger Kombination den Gegenstand der Erfindung,
unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den
Patentansprüchen oder deren Rückbeziehung sowie unabhängig
von ihrer Formulierung bzw. Darstellung in der Beschreibung
bzw. in der Zeichnung.
Fig. 1 zeigt ein schematisches Blockschaltbild eines
Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeugs,
Fig. 2 zeigt ein schematisches Ablaufdiagramm eines
Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Verfahrens zum Betreiben der Brennkraftmaschine
der Fig. 1, und
Fig. 3 zeigt ein schematisches Ablaufdiagramm eines
Teils des Verfahrens der Fig. 2 im Detail.
In der Fig. 1 ist eine Brennkraftmaschine 1 dargestellt,
bei der ein Kolben 2 in einem Zylinder 3 hin- und
herbewegbar ist. Der Zylinder 3 ist mit einem Brennraum 4
versehen, an den über Ventile 5 ein Ansaugrohr 6 und ein
Abgasrohr 7 angeschlossen sind. Des weiteren sind dem
Brennraum 4 ein mit einem Signal TI ansteuerbares
Einspritzventil 8 und eine mit einem Signal ZW ansteuerbare
Zündkerze 9 zugeordnet.
Das Ansaugrohr 6 ist mit einem Luftmassensensor 10 und das
Abgasrohr 7 kann mit einem Lambda-Sensor 11 versehen sein.
Der Luftmassensensor 10 mißt die Luftmasse der dem
Ansaugrohr 6 zugeführten Frischluft und erzeugt in
Abhängigkeit davon ein Signal LM. Der Lambda-Sensor 11 mißt
den Sauerstoffgehalt des Abgases in dem Abgasrohr 7 und
erzeugt in Abhängigkeit davon ein Signal λ.
In dem Ansaugrohr 6 ist eine Drosselklappe 12
untergebracht, deren Drehstellung mittels eines Signals DK
einstellbar ist.
In einer ersten Betriebsart, dem Schichtladungsbetrieb der
Brennkraftmaschine 1, wird die Drosselklappe 12 weit
geöffnet. Der Kraftstoff wird von dem Einspritzventil 8
während einer durch den Kolben 2 hervorgerufenen
Verdichtungsphase in den Brennraum 4 eingespritzt, und zwar
örtlich in die unmittelbare Umgebung der Zündkerze 9 sowie
zeitlich in geeignetem Abstand vor dem Zündzeitpunkt. Dann
wird mit Hilfe der Zündkerze 9 der Kraftstoff entzündet, so
daß der Kolben 2 in der nunmehr folgenden Arbeitsphase
durch die Ausdehnung des entzündeten Kraftstoffs
angetrieben wird.
In einer zweiten Betriebsart, dem Homogenbetrieb der
Brennkraftmaschine 1, wird die Drosselklappe 12 in
Abhängigkeit von der erwünschten, zugeführten Luftmasse
teilweise geöffnet bzw. geschlossen. Der Kraftstoff wird
von dem Einspritzventil 8 während einer durch den Kolben 2
hervorgerufenen Ansaugphase in den Brennraum 4
eingespritzt. Durch die gleichzeitig angesaugte Luft wird
der eingespritzte Kraftstoff verwirbelt und damit in dem
Brennraum 4 im wesentlichen gleichmäßig verteilt. Danach
wird das Kraftstoff/Luft-Gemisch während der
Verdichtungsphase verdichtet, um dann von der Zündkerze 9
entzündet zu werden. Durch die Ausdehnung des entzündeten
Kraftstoffs wird der Kolben 2 angetrieben.
Im Schichtladungsbetrieb wie auch im Homogenbetrieb wird
durch den angetriebenen Kolben eine Kurbelwelle 14 in eine
Drehbewegung versetzt, über die letztendlich die Räder des
Kraftfahrzeugs angetrieben werden. Der Kurbelwelle 14 ist
ein Drehzahlsensor 15 zugeordnet, der in Abhängigkeit von
der Drehbewegung der Kurbelwelle 14 ein Signal N erzeugt.
Die im Schichtladungsbetrieb und im Homogenbetrieb von dem
Einspritzventil 8 in den Brennraum 4 eingespritzte
Kraftstoffmasse wird von einem Steuergerät 16 insbesondere
im Hinblick auf einen geringen Kraftstoffverbrauch und/oder
eine geringe Schadstoffentwicklung gesteuert und/oder
geregelt. Zu diesem Zweck ist das Steuergerät 16 mit einem
Mikroprozessor versehen, der in einem Speichermedium,
insbesondere in einem Read-Only-Memory ein Programm
abgespeichert hat, das dazu geeignet ist, die genannte
Steuerung und/oder Regelung durchzuführen.
Das Steuergerät 16 ist von Eingangssignalen beaufschlagt,
die mittels Sensoren gemessene Betriebsgrößen der
Brennkraftmaschine darstellen. Beispielsweise ist das
Steuergerät 16 mit dem Luftmassensensor 10, dem Lambda-
Sensor 11 und dem Drehzahlsensor 15 verbunden. Des weiteren
ist das Steuergerät 16 mit einem Fahrpedalsensor 17
verbunden, der ein Signal FP erzeugt, das die Stellung
eines von einem Fahrer betätigbaren Fahrpedals und damit
das von dem Fahrer angeforderte Moment angibt. Das
Steuergerät 16 erzeugt Ausgangssignale, mit denen über
Aktoren das Verhalten der Brennkraftmaschine entsprechend
der erwünschten Steuerung und/oder Regelung beeinflußt
werden kann. Beispielsweise ist das Steuergerät 16 mit dem
Einspritzventil 8, der Zündkerze 9 und der Drosselklappe 12
verbunden und erzeugt die zu deren Ansteuerung
erforderlichen Signale TI, ZW und DK.
Von dem Steuergerät 16 wird das nachfolgend anhand der
Fig. 2 und 3 beschriebene Verfahren zur Steuerung
und/oder Regelung eines Homogenbetriebs und eines
Schichtladungsbetriebs durchgeführt. Die in den Fig. 2
und 3 gezeigten Blöcke stellen dabei Funktionen des
Verfahrens dar, die beispielsweise in der Form von
Softwaremodulen oder dergleichen in dem Steuergerät 16
realisiert sind.
In der Fig. 2 wird in einem Block 20 eine
Momentenkoordination durchgeführt. Dies bedeutet, daß aus
einer Mehrzahl von eingangsseitigen Momentenanforderungen
ein sogenanntes indiziertes Moment mi ermittelt wird, das
das gesamte, von der Brennkraftmaschine 1 geforderte Moment
darstellt. Bei den eingangsseitigen Momentenanforderungen
kann es sich beispielsweise um das Signal FP handeln, das
von dem Fahrpedalsensor 17 erzeugt wird, und das das von
dem Fahrer angeforderte Moment darstellt.
Das indizierte Moment mi ist einer Füllungssteuerung
und/oder -regelung 21 zugeführt, die in Abhängigkeit von
dem indizierten Moment mi und gegebenenfalls einer Mehrzahl
weiterer Betriebsgrößen der Brennkraftmaschine 1 ein Signal
DKhom erzeugt, das der Ansteuerung der Drosselklappe 12 im
Homogenbetrieb dient. Mit Hilfe der Füllungssteuerung
und/oder -regelung 21 wird die Drosselklappe 12 derart
beeinflußt, daß das erwünschte Moment von der
Brennkraftmaschine 1 erzeugt und abgegeben wird.
Das Signal DKhom ist einer Kraftstoffsteuerung und/oder
-regelung 22 zugeführt, die in Abhängigkeit von dem Signal
DKhom und von weiteren Betriebsgrößen der
Brennkraftmaschine 1 ein Signal mkhom erzeugt, das der von
dem Einspritzventil 8 einzuspritzenden Kraftstoffmasse im
Homogenbetrieb entspricht. Bei den weiteren Betriebsgrößen
kann es sich beispielsweise um einen Lambda-Reglerfaktor
für den Homogenbetrieb LFhom und um adaptierte Werte AW
handeln, die für den Homogenbetrieb wesentlich sind.
Befindet sich die Brennkraftmaschine 1 im Homogenbetrieb,
so wird ein Schalter 23 in die in der Fig. 2 dargestellte
Stellung für den Homogenbetrieb umgeschaltet. Damit werden
die Signale DKhom und mkhom als Ansteuersignale DK und mk
für die Drosselklappe 12 und für das Einspritzventil 8
weitergegeben. Das Signal mk, also die einzuspritzende
Kraftstoffmasse, wird dabei noch in ein Signal TI
umgewandelt, mit dem dann das Einspritzventil angesteuert
wird.
Der bisher beschriebene Aufbau der Steuerung und/oder
Regelung der Brennkraftmaschine 1 entspricht derjenigen
Steuerung und/oder Regelung, die bei bekannten
Brennkraftmaschinen verwendet wird, die nur im
Homogenbetrieb betrieben werden. Die dortigen bekannten
Softwaremodule oder dergleichen können daher bei der
vorliegenden Steuerung und/oder Regelung übernommen und
weiterverwendet werden.
Soll die beschriebene Brennkraftmaschine 1 im
Schichtladungsbetrieb betrieben werden, so wird der
Schalter 23 in die in der Fig. 2 dargestellte Stellung
umgeschaltet.
In der Fig. 2 ist eine Drosselklappensteuerung und/oder
-regelung 24 vorgesehen, die gegebenenfalls in Abhängigkeit
von Betriebsgrößen der Brennkraftmaschine 1 ein Signal
DKschicht erzeugt, das über den Schalter 23 als Signal DK
an die Drosselklappe 12 weitergegeben wird. Dieses Signal
DKschicht dient der Einstellung der Drosselklappe 12 im
Schichtladungsbetrieb.
Bei der Drosselklappensteuerung und/oder -regelung 24 kann
es sich beispielsweise um eine Kennlinie handeln, mit der
das Signal DKschicht in Abhängigkeit von der Drehzahl
ermittelt wird. Ebenfalls ist es möglich, daß das Signal
DKschicht in Abhängigkeit von einem Differenzdruck über der
Drosselklappe 12 gesteuert und/oder geregelt wird.
Wesentlich ist, daß die Drosselklappe 12 im
Schichtladungsbetrieb so weit geöffnet ist, daß die
Brennkraftmaschine 1 von leicht entdrosselt bis völlig
entdrosselt laufen kann.
Ein Korrekturblock 25 ist in der Fig. 2 vorgesehen, der in
Abhängigkeit von dem indizierten Moment mi und einer
Mehrzahl weiterer Eingangsgrößen ein Signal mkschicht
erzeugt, das die einzuspritzende Kraftstoffmasse im
Schichtladungsbetrieb darstellt. Befindet sich der Schalter
23 in der Stellung für den Schichtladungsbetrieb, so wird
das Signal mkschicht als einzuspritzende Kraftstoffmasse mk
an das Einspritzventil 8 weitergegeben.
Das indizierte Moment mi ist einem λ-Soll-Schicht-Kennfeld
26 zugeführt, das ebenfalls mit der Drehzahl N der
Brennkraftmaschine 1 beaufschlagt ist. Das λ-Soll-Schicht-
Kennfeld 26 erzeugt ein Signal λsollschicht in Abhängigkeit von
dem indizierten Moment mi und der Drehzahl N, das der
Korrektur einer aufgrund beispielsweise einer
Abgasrückführung oder Tankentlüftung erforderlichen
Drosselung der Brennkraftmaschine 1 dient. Eine derartige
Drosselung wirkt sich auf das erzeugte Moment und auf das
Kraftstoff/Luft-Verhältnis aus. Mit dem Signal λsollschicht
wird dieser Einfluß insbesondere im Sinne einer
Momentenkonstanz beim Umschalten von dem Homogenbetrieb in
den Schichtladungsbetrieb kompensiert.
Der Korrekturblock 25 ist im Detail in Fig. 3 dargestellt.
Dem Korrekturblock 25 sind das Signal λsollschicht, das
indizierte Moment mi, die adaptierten Werte AW für den
Homogenbetrieb, der Lambda-Reglerfaktor LFhom für den
Homogenbetrieb, eine Ansauglufttemperatur ALT und ein
Umgebungsdruck UD zugeführt.
Der Lamda-Reglerfaktor LFhom für den Homogenbetrieb wird
nach einem Umschalten in den Schichtladungsbetrieb
abgespeichert und damit eingefroren. Unabhängig davon wird
dieser Lambda-Reglerfaktor LFhom als Korrekturgröße bei der
Kraftstoffmassenberechnung für den Schichtladungsbetrieb
entsprechend Fig. 3 herangezogen.
Nach der Fig. 3 ist der Lamda-Reglerfaktor LFhom einer
Kennlinie 27 zugeführt, die eine zeit- und/oder
drehzahlabhängige Beeinflussung desselben durchführt. Dies
ist insbesondere dann erforderlich, wenn die bekannte
Steuerung und/oder Regelung für den Homogenbetrieb bei
Lastwechseln einen Anfangswert für die Lambdaregelung nach
einer Rückschaltung in den Homogenbetrieb erfordert. Der
veränderte Lambda-Reglerfaktor wird in diesem Fall dann als
Anfangswert nach dem Umschalten in den Homogenbetrieb
verwendet.
Es ist jedoch ebenfalls möglich, daß der Lambda-
Reglerfaktor LFhom im Schichtladungsbetrieb beibehalten
wird. In diesem Fall kann eine größere oder kleinere
einzuspritzende Kraftstoffmasse durch Veränderungen an dem
Einspritzventil 8 hervorgerufen werden.
Das Ausgangssignal der Kennlinie 27 wird mit den
adaptierten Werten AW, dem Umgebungsdruck UD und der
Ansauglufttemperatur ALT multiplikativ entsprechend der
Fig. 3 zu einem Signal F verknüpft. Mit dem Ergebnis
dieser Multiplikationen wird das Signal λsollschicht dividiert.
Das Ergebnis dieser Division wird einem Block 28 der Fig.
3 zugeführt, der der Berücksichtigung des Unterschieds der
Wirkungsgrade des Homogenbetriebs und des
Schichtladungsbetriebs dient.
In dem Block 28 wird mit Hilfe einer Kennlinie aus dem
Divisionsergebnis von λsollschicht/F ein Korrekturfaktor Fkorr
ermittelt, der den erwähnten Wirkungsgradunterschied
zwischen dem Homogenbetrieb und dem Schichtladungsbetrieb
darstellt. Dieser Korrekturfaktor Fkorr wird nachfolgend
zur Korrektur der im Schichtladungsbetrieb an sich
einzuspritzenden Kraftstoffmasse verwendet.
Diese an sich einzuspritzende Kraftstoffmasse wird nach der
Fig. 3 aus dem indizierten Moment mi in einem Block 29
berechnet, und zwar nach der Gleichung
K.mi/ηverbr.Hu.
Dabei entspricht ηverbr dem Wirkungsgrad der Verbrennung im
Schichtladungsbetrieb, Hu dem spezifischen Heizwert des
Kraftstoffs und K einer Konstanten.
Das Ausgangssignal des Blocks 29, also die an sich
einzuspritzende Kraftstoffmasse, wird danach multiplikativ
mit dem Korrekturwert Fkorr verknüpft. Das Ausgangssignal
des Blocks 29, das bisher nur den Wirkungsgrad des
Schichtladungsbetriebs berücksichtigt hat, wird dadurch in
Abhängigkeit von dem erläuterten Wirkungsgradunterschied
zwischen dem Homogenbetrieb und dem Schichtladungsbetrieb
korrigiert. Es ergibt sich daraus die im
Schichtladungsbetrieb einzuspritzende Kraftstoffmasse
mkschicht. Wie bereits erwähnt, wird dieses Signal
mkschicht über den im Schichtladungsbetrieb entsprechend
umgestellten Schalter als einzuspritzende Kraftstoffmasse
mk an die Einspritzventile 8 weitergegeben.
Claims (10)
1. Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine (1)
insbesondere eines Kraftfahrzeugs, bei dem Kraftstoff
entweder in einer ersten Betriebsart während einer
Verdichtungsphase oder in einer zweiten Betriebsart
während einer Ansaugphase direkt in einen Brennraum
(4) eingespritzt wird, bei dem zwischen den beiden
Betriebsarten umgeschaltet wird, und bei dem die das
abgegebene Moment der Brennkraftmaschine (1)
beeinflussenden Betriebsgrößen in Abhängigkeit von
einem angeforderten Moment (mi) in den beiden
Betriebsarten unterschiedlich gesteuert und/oder
geregelt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die in
der ersten Betriebsart einzuspritzende Kraftstoffmasse
(mkschicht) in Abhängigkeit von den den Einspritzungen
der zweiten Betriebsart zugrundeliegenden
Betriebsparametern der Brennkraftmaschine (1)
ermittelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die in der ersten Betriebsart einzuspritzende
Kraftstoffmasse (mkschicht) in Abhängigkeit von einem
Lambda-Reglerfaktor (LFhom) der zweiten Betriebsart
ermittelt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Lambda-Reglerfaktor (LFhom) mittels einer zeit-
und/oder drehzahlabhängigen Kennlinie (27) verändert
wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Lambda-Reglerfaktor (LFhom)
der zweiten Betriebsart gespeichert wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die in der ersten Betriebsart
einzuspritzende Kraftstoffmasse (mkschicht) in
Abhängigkeit von einer Ansauglufttemperatur (ALT)
und/oder einem Umgebungsdruck (UD) ermittelt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die in der ersten Betriebsart
einzuspritzende Kraftstoffmasse (mkschicht) in
Abhängigkeit von dem angeforderten Moment (mi)
ermittelt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
das angeforderte Moment (mi) mittels eines
drehzahlabhängigen Kennfelds (26) verändert wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch
gekennzeichnet, daß das angeforderte Moment (mi) in
Abhängigkeit von einem spezifischen Heizwert (Hu) des
Kraftstoffs und/oder einem Wirkungsgrad (ηverbr) der
Verbrennung der Brennkraftmaschine (1) in der ersten
Betriebsart ermittelt wird.
9. Steuerelement, insbesondere Read-Only-Memory, für
ein Steuergerät (16) einer Brennkraftmaschine (1)
insbesondere eines Kraftfahrzeugs, auf dem ein
Programm abgespeichert ist, das auf einem Rechengerät,
insbesondere auf einem Mikroprozessor, ablauffähig und
zur Ausführung eines Verfahrens nach einem der
Ansprüche 1 bis 8 geeignet ist.
10. Brennkraftmaschine (1) insbesondere für ein
Kraftfahrzeug, mit einem Einspritzventil (8), mit dem
Kraftstoff entweder in einer ersten Betriebsart
während einer Verdichtungsphase oder in einer zweiten
Betriebsart während einer Ansaugphase direkt in einen
Brennraum (4) einspritzbar ist, und mit einem
Steuergerät (16) zur Umschaltung zwischen den beiden
Betriebsarten und zur unterschiedlichen Steuerung
und/oder Regelung in den beiden Betriebsarten der das
abgegebene Moment der Brennkraftmaschine (1)
beeinflussenden Betriebsgrößen in Abhängigkeit von
einem angeforderten Moment (mi), dadurch
gekennzeichnet, daß durch das Steuergerät (16) die in
der ersten Betriebsart einzuspritzende Kraftstoffmasse
(mkschicht) in Abhängigkeit von den den Einspritzungen
der zweiten Betriebsart zugrundeliegenden
Betriebsparametern der Brennkraftmaschine (1)
ermittelbar ist.
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