DE19828624C1 - Modular aufgebaute RNA-Moleküle mit zwei Sequenzbereichstypen - Google Patents
Modular aufgebaute RNA-Moleküle mit zwei SequenzbereichstypenInfo
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Abstract
Beschrieben werden modular aufgebaute RNA-Moleküle, die an einen Liganden binden können und durch zwei Sequenzbereiche gekennzeichnet sind, einen ersten Sequenzbereich, der zur Aufrechterhaltung der dreidimensionalen Struktur des RNA-Moleküls beiträgt, und einen zweiten Sequenzbereich, der für die spezifische Bindung des Liganden verantwortlich ist. Diese RNA-Moleküle, beispielsweise die NINTROX-RNA, können zur direkten Beeinflussung der Genexpression verwendet werden. Beschrieben werden ferner die erfindungsgemäßen RNA-Moleküle enthaltende Vektoren sowie Arzneimittel und diagnostische Zusammensetzungen, die die vorstehenden RNA-Moleküle bzw. Vektoren enthalten, ein diese RNA-Moleküle spezifisch erkennender Antikörper bzw. spezifisch an diese RNA-Moleküle bindende Antisense-RNA oder diese RNA-Moleküle spaltende Ribozyme. Außerdem betrifft die Erfindung nicht-menschliche Säuger, deren NINTROX-Gen durch Insertion einer heterologen Sequenz verändert ist und daraus erhaltene Zellen.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft RNA-Moleküle, die durch zwei Sequenzbereichs
typen gekennzeichnet sind, einen ersten Sequenzbereichstyp, der zur Aufrech
terhaltung der dreidimensionalen Struktur des RNA-Moleküls beiträgt, und einen
zweiten Sequenzbereichstyp, der für die spezifische Bindung eines Liganden
verantwortlich ist. Vorzugsweise sind diese RNA-Moleküle zur direkten Kontrolle
der Genexpression von Nutzen. Die vorliegende Erfindung stellt ferner die für die erfin
dungsgemäßen RNA-Moleküle abgeleitete DNA-Sequenz und diese enthaltende Vektoren bereit. Ferner betrifft die
vorliegende Erfindung Arzneimittel und diagnostische Zusammensetzungen, die die
vorstehenden RNA-Moleküle bzw. Vektoren enthalten, einen diese RNA-Moleküle
spezifisch erkennenden Antikörper bzw. spezifisch an diese RNA-Moleküle binden
de Antisense-RNA oder diese RNA-Moleküle spaltende Ribozyme. Außerdem
betrifft die Erfindung nicht-menschliche transgene Säuger und daraus erhaltene
Zellen.
Die Regulation der Genexpression bei Eukaryonten erfolgt in der Regel über Protei
ne, die üblicherweise an bestimmte regulatorische Sequenzen stromaufwärts des
zu exprimierenden Gens spezifisch binden und eine charakteristische Wirkung
zeigen (RNA-Polymerasen, Transkriptionsfaktoren, Hormon-aktivierbare Rezeptoren
etc.). Bisher sind nur wenige Beispiele für die Kontrolle der Genexpression direkt
über RNA-Moleküle bekannt. Dazu zählen die für die Inaktivierung des gesamten
X-Chromosoms verantwortliche RNA "XIST" ("X-Chromosome inactivation specific
transcript"), eine mit IPW bezeichnete RNA ("imprinted in Prader-Willi syndrome")
und die RNA H19, die einen Tumorsuppressor darstellt und an der Steuerung
bestimmter Entwicklungsvorgänge beteiligt ist. Die artifizielle Kontrolle der Gen
expression wird inzwischen durch die Verwendung von spezifisch an mRNAs
bindende Antisense-RNAs bewirkt bzw. durch die Verwendung katalytisch aktiver
RNA-Moleküle, sogenannter Ribozyme, die an die Ziel-RNA nicht nur spezifisch
binden, sondern diese auch spalten und somit inaktivieren. Allerdings sind die
Einsatzmöglichkeiten für diese Antisense-RNAs bzw. Ribozyme begrenzt, vor allem
hinsichtlich des zu bindenden und inaktivierenden Liganden, bei dem es sich
grundsätzlich nur um RNA handeln kann.
Somit besteht ein Bedarf nach der Bereitstellung von Verbindungen, die universell
unterschiedlichste Zielmoleküle, beispielsweise DNA, RNA, Proteine oder nieder
molekulare Substanzen, erkennen bzw. inaktivieren können und beispielsweise für
die Kontrolle der Genexpression und damit natürlich auch die Prävention und
Behandlung von Krankheiten, die mit einer Störung der Genexpression einherge
hen, geeignet sind.
Somit liegt der Erfindung im wesentlichen das technische Problem zugrunde,
solche Verbindungen bereitzustellen, die unter anderem für die Prävention oder
Therapie (und auch Diagnose) von solchen Erkrankungen von Nutzen sind.
Die Lösung dieses technischen Problems wurde durch die Bereitstellung der in den
Patentansprüchen gekennzeichneten Ausführungsformen erreicht.
Von den Erfindern konnte ein RNA-Molekül identifiziert werden, das die vorstehend
beschriebenen, erwünschten Eigenschaften aufweist. Dieses RNA-Molekül wird
durch das Gen "NINTROX" (No INTROns X-chromosome) kodiert, das keine Introns
besitzt, auf dem X-Chromosom lokalisiert ist und für kein Protein kodiert. Die
genomische Sequenz des menschlichen NINTROX-Gens einschließlich des ver
mutlichen Promotors ist in Fig. 1 gezeigt und die genomische Sequenz des
murinen NINTROX-Gens einschließlich des vermutlichen Promotors in Fig. 2. In
Fig. 3 wurde ein Sequenzvergleich zwischen humaner und muriner Sequenz
durchgeführt. Daraus sieht man, daß es einige sehr sequenzkonservierte Bereiche
gibt, die sich gemäß einer per Computer durchgeführten Energieanalyse durch eine
hohe Energie auszeichnen (vgl. Fig. 4).
Während der Wirkungsmechanismus der vorstehend diskutierten, auf RNA-Ebene
wirksamen Gene vollkommen unklar war, konnte durch die Analyse des NINTROX-
Gens zum ersten Mal das Wirkprinzip eines solchen Gens, das nachstehend genau
er beschrieben wird, ermittelt werden. Das NINTROX-Gen trägt wesentlich zur
Aufrechterhaltung der Funktionen des ZNS insbesondere des Hippocampus bei.
Defekte in diesem Gen führen zu Einschränkungen der ZNS-Funktionen, die bis zu
mentalen Retardierungen reichen. Desweiteren übt das NINTROX-Gen eine wichti
ge Funktion bei der Kontrolle der Zellproliferation aus. Dabei können Veränderun
gen in diesem Gen zu Fehlern in der Kontrolle des Zellwachstums, beispielsweise
zu Krebs, führen. Die weiteren Untersuchungen ergaben, daß das Expressions
muster des NINTROX-Gens gewebe- und entwicklungsspezifisch erfolgt. Die Nort
hern-Analysen zeigten eine Expression in allen untersuchten fötalen und adulten
Geweben. Es konnten keine Sequenzhomologien mit bereits bekannten Sequenzen
festgestellt werden.
Die Strategie, die zur Identifizierung dieses Nucleinsäuremoleküls führte, wird
nachstehend beschrieben. Im Rahmen der systematischen Analyse der q28-Region
des menschlichen X-Chromosoms konnten verschiedene exprimierte Sequenzen
nachgewiesen und isoliert werden. Mit Hilfe dieser exprimierten Sequenzen konn
ten einige bisher noch nicht bekannte Gene gemäß Standardmethoden identifiziert
und charakterisiert werden, u. a. das der vorliegenden Anmeldung zugrunde liegen
de NINTROX-Gen. Nachdem das komplette Transkript dieses Gens isoliert war,
konnten weder längere offene Leseraster innerhalb des Transkripts noch Introns im
Gen nachgewiesen werden. Mit Hilfe der menschlichen Klone konnte das murine
Homolog dieses Gens gemäß Standardmethoden isoliert werden. Auch dieses Gen
zeigte keinen offenen Leserahmen oder Introns.
Interessanterweise zeigen die erfindungsgemäßen NINTROX-RNA-Moleküle einen
modularen Aufbau, d. h., sie sind durch das Vorhandensein von zwei verschiedenen
Sequenzbereichstypen gekennzeichnet. Während der eine Sequenzbereich die
Aufrechterhaltung der dreidimensionalen Struktur erlaubt und, wie sich durch
Vergleich der Sequenzen aus verschiedenen Spezies (Mensch, Hamster, Känguruh,
Makaken, Orang-Utan, Schimpansen und Ratte; vgl. Fig. 5) ergibt, nur bedingt
konserviert ist, ist der zweite Sequenzbereich, der für die spezifische Bindung an
das Zielmolekül verantwortlich ist, sequenzkonserviert. Aufgrund dieser modularen
Bauweise der NINTROX-RNA ist es möglich, diese so zu modifizieren, daß ihre
Wirkung nicht nur auf die vorstehend beschriebene Kontrolle der Genexpression
beschränkt ist, sondern für eine Vielzahl von Möglichkeiten eingesetzt werden
kann. Neben der Kontrolle der Genexpression kann mit Hilfe solcher modular
aufgebauter RNA-Moleküle auch die Struktur (z. B. Chromatinstruktur, Nuclear-
Scaffold) von chromosomalen Bereichen verändert werden. Hierdurch ergibt sich
die bisher nicht gekannte Möglichkeit, die Expression von größeren genomischen
Bereichen gezielt beeinflussen zu können. So können bestimmte Sequenzbereiche
der beiden Module des NINTROX-Gens durch andere Sequenzen oder sogar artifi
zielle Sequenzen ersetzt werden, wodurch (a) die Wechselwirkung dieser RNA mit
anderen Bindungspartnern (RNA, DNA, andere Makromoleküle und niedermolekula
re Verbindungen) oder deren biochemische Umsetzung (z. B. Erhöhung oder Er
niedrigung der Umsatzrate) gezielt verändert werden, wodurch das RNA-Molekül
gezielt neuen Aufgaben angepaßt werden kann, und/oder (b) die dreidimensionale
Struktur der NINTROX-RNA gezielt spezifischen Anforderungen angepaßt werden
kann. Dadurch kann eine teilweise oder völlig neuartige Funktion des erfindungs
gemäßen NINTROX-RNA-Moleküls erzielt werden.
Somit betrifft eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ein RNA-Molekül,
das an einen Liganden binden kann und folgende Sequenzbereiche umfaßt: (a)
einen die dreidimensionale Struktur des RNA-Moleküls aufrechterhaltenden Se
quenzbereich, und (b) einen Sequenzbereich für die spezifische Bindung des
Liganden.
Der hier verwendete Ausdruck "einen die dreidimensionale Struktur des RNA-
Moleküls aufrechterhaltenden Sequenzbereich" besitzt folgenden Begriffinhalt.
Dreidimensionale RNA-Strukturen werden durch Basenpaarung verschiedener
Basen innerhalb des RNA-Moleküls ermöglicht. Hierbei werden Strukturen wie
"Stems" oder "Loops" gebildet. Viele dieser Strukturen ergeben so die Gesamt
struktur des RNA-Moleküls. Eine Sequenzänderung innerhalb des RNA-Moleküls
kann ohne Folgen für die räumliche Struktur bleiben, wenn die Sequenzverände
rung die Basenpaarungen nicht verändert oder wenn die Sequenzänderung durch
eine zweite Sequenzänderung ausgeglichen wird. Wird beispielsweise die Basen
paarung A-T zerstört, indem das A zum G mutiert, so kann diese Mutation durch
die weitere Mutation des T zum C ausgeglichen werden. Dadurch ändert sich zwar
die Sequenz, aber die räumliche Struktur bleibt gleich. Dies hat zur Folge, daß die
diesselbe RNA-Struktur durch extrem viele unterschiedliche RNA-Sequenzen
gebildet werden kann. Hinweise auf bestimmte RNA-Strukturen ergibt die Analyse
der darin enthaltenen Energie. Diese Analyse kann mittels kommerziell erhältlicher
Computerprogramme (z. B. "FOLD"; Michael Zuker und P. Stiegler: Optimal Compu
ter Folding of Large RNA Sequences using Thermodynamics and Auxiliary Informa
tion, Nucleic Acids Research (81), 9(1), S. 133) durchgeführt werden. Je geringer
der Energieinhalt einer bestimmten Sequenz ist, desto stabiler sind die dreidimen
sionalen RNA-Strukturen. Die Analyse des NINTROX-Gens zeigte eine konservierte
Verteilung dieser energiearmen Strukturen (vgl. Fig. 5). Die Basensequenz dieser
RNA-Bereiche sind bei verschiedenen Spezies sehr unterschiedlich, der Energie
inhalt ist aber äußerst konserviert. In Fig. 3 sind dies die Sequenzbereiche, die
nicht durch einen schwarzen Balken am Rand gekennzeichnet sind. Dies bedeutet,
daß der die dreidimensionale Struktur des RNA-Moleküls aufrechterhaltenden
Sequenzbereich nicht sequenz-, aber energiekonserviert ist. So richten sich Modifi
kationen dieses Sequenzbereichs auch nicht nach der Basensequenz, sondern nach
der Erhaltung des ermittelten Energieinhalts.
Der hier verwendete Ausdruck "ein Sequenzbereich für die spezifische Bindung des
Liganden" betrifft einen Sequenzbereich, der so beschaffen ist, daß er den ge
wünschten Liganden spezifisch binden kann. Diese Sequenzbereiche sind sehr
sequenzkonserviert. In Fig. 3 sind diese Bereiche durch einen schwarzen Balken
am Rand gekennzeichnet und haben einen hohen Energieinhalt (vgl. Fig. 5). Dies
deckt sich mit der Beobachtung, daß diese Sequenzbereiche nicht "verpackt" sind,
sondern nach außen gerichtet sind und für die Bindung des Liganden, enzymati
sche Reaktionen oder die Bindung an andere RNA- oder DNA-Sequenzen ver
antwortlich sind. Falls es sich bei dem zu bindenden Liganden um ein RNA-Molekül
oder ein DNA-Molekül handelt, wird dieser Sequenzbereich zu einem entsprechen
den, ausreichend langen Abschnitt des RNA-Moleküls oder DNA-Moleküls Kom
plementarität aufweisen. Falls es sich bei dem zu bindenden Liganden um ein
Protein handelt, kann der Sequenzbereich (b) ganz oder teilweise durch eine DNA-
Sequenz ausgetauscht oder ergänzt werden, von der bekannt ist, daß sie das
gewünschte Protein spezifisch bindet.
Die beiden oben beschriebenen Sequenztypen kommen mehrere Male innerhalb der
NINTROX-RNA vor. Der Austausch oder die Veränderung einzelner solcher Module
ermöglicht die gezielte Veränderung der NINTROX-RNA. So ist bei einer Modifika
tion des die dreidimensionale Struktur aufrechterhaltenden Moduls auf den er
mittelten Energieinhalt zu achten, sodaß dieser einen minimalen Wert beibehält.
Die Modifikation des anderen Sequenzbereichs, obwohl dieser gerade als sequenz
konserviert gilt, unterliegt nur geringen Beschränkungen. So kann dieser Bereich
ganz oder teilweise weggelassen werden oder kann Insertionen enthalten. Bei
spielsweise können auch Sequenzen in das NINTROX-RNA-Molekül integriert
werden, die bekannte biochemische Eigenschaften aufweisen oder bestimmte
DNA-, RNA-Moleküle oder Proteine binden. Darüber hinaus können Zufallssequen
zen unterschiedlicher Länge an verschiedenen Stellen des NINTROX-Gens einge
baut werden und danach kann auf spezifische Eigenschaften wie biochemische
Umsetzung, spezifische Bindung usw. selektioniert werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen RNA-Moleküls
umfaßt der Sequenzbereich (a) die in Fig. 3 nicht am Rand gekennzeichneten
Sequenzbereiche oder dazu verwandte Sequenzen, die ebenfalls die Aufrechterhal
tung der dreidimensionalen Struktur des RNA-Moleküls erlauben und von dem
Sequenzbereich (a) in Fig. 3 abweicht. Diese Abweichungen betreffen die Ad
dition, Deletion und/oder Insertion von Basen, wobei der für die Sequenz von Figur
(3) ermittelte Energieinhalt zu mindestens 80%, vorzugsweise mindestens 85%
und mehr bevorzugt zu mindestens 90% erhalten bleibt. Vorzugsweise bleibt bei
diesen eingeführten Änderungen die ursprüngliche dreidimensionale Struktur
erhalten.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform umfaßt der Sequenzbereich (b)
des erfindungsgemäßen RNA-Moleküls die in Fig. 3 dargestellten Sequenzen, die
am Rand mit schwarzen Balken versehen sind.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen RNA-
Moleküls handelt es sich bei dem zu bindenden Liganden um ein DNA-Molekül oder
ein Protein oder Enzym, z. B. DNA-Polymerase I. Vorzugsweise enthält das erfin
dungsgemäße RNA-Molekül eine Poly(A)-Sequenz am 3'-Ende, was zur Stabilität
in einer gewünschten Wirtszelle beitragen kann.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird das erfindungsgemäße RNA-
Molekül zur Kontrolle der Genexpression verwendet. Dazu wird der Sequenzbereich
(b) so modifiziert, daß er ein für die Genexpression verantwortliches Protein bindet,
oder an einen bestimmten DNA-Bereich des Zielgens, wodurch beispielsweise die
Anlagerung von Proteinen, die einen die Genexpression hemmenden oder fördern
den Einfluß haben, behindert oder unterbunden wird, oder auch direkt an die
mRNA des Zielgens, wodurch beispielsweise die Translation behindert oder unter
bunden wird. Der Fachmann kann ohne weiteres durch entsprechende Modifikatio
nen des Sequenzbereichs (b) und evtl. auch des Sequenzbereichs (a) das erfin
dungsgemäße RNA-Molekül so modifizieren, daß es den gewünschten Liganden
bindet und so die Genexpression in dem gewünschten Maß kontrolliert.
Die vorliegende Erfindung betrifft auch eine, das erfindungsgemäße RNA-Molekül
kodierende DNA-Sequenz, sowie ein Gen mit folgenden Merkmalen: Es enthält
einen Promotor, der die Transkription in einer gewünschten Wirtszelle erlaubt
sowie eine damit funktionell verknüpfte, das erfindungsgemäße RNA-Molekül
kodierende DNA-Sequenz. Vorzugsweise enthält das Gen zusätzlich ein Termina
tionssignal und eine Polyadenylierungsstelle.
In einer bevorzugten Ausführungsform umfaßt das erfindungsgemäße Gen die in
Fig. 1 oder 2 dargestellte Sequenz.
Die das erfindungsgemäße RNA-Molekül kodierenden DNA-Sequenzen oder Gene
können auch in einen Vektor inseriert werden. Somit umfaßt die vorliegende
Erfindung auch diese DNA-Sequenzen oder Gene enthaltende Vektoren. Die
Bezeichnung "Vektor" bezieht sich auf ein Plasmid (z. B. pUC18, pBR322, pBlueS
cript), auf ein Virus oder ein anderes geeignetes Vehikel. In einer bevorzugten
Ausführungsform ist die das erfindungsgemäße DNA-Molekül kodierende Sequenz
im Vektor mit regulatorischen Elementen funktionell verknüpft, die dessen Ex
pression in prokaryotischen oder eukaryotischen Wirtszellen erlauben. Solche
Vektoren enthalten neben den regulatorischen Elementen, beispielsweise einem
Promotor, typischerweise einen Replikationsursprung und spezifische Gene, die die
phänotypische Selektion einer transformierten Wirtszelle erlauben. Zu den regulato
rischen Elementen für die Expression in Prokaryonten, beispielsweise E.coli, zählen
der lac-, trp-Promotor oder T7-Promotor, und für die Expression in Eukaryonten der
AOX1- oder GAL1-Promotor in Hefe, und der CMV-, SV40-, RVS-40-Promotor,
CMV- oder SV40-Enhancer für die Expression in tierischen Zellen. Weitere Bei
spiele für geeignete Promotoren sind der Metallothionein I- und der Polyhedrin-
Promotor. Zu geeigneten Vektoren zählen beispielsweise auf T7 basierende Ex
pressionsvektoren für die Expression in Bakterien (Rosenberg et al., Gene 56 (198-7),
125), pMSXND für die Expression in Säugerzellen (Lee und Nathans, J. Biol.Ch
em. 263 (1988), 3521) und von Baculovirus abgeleitete Vektoren für die Expression
in Insektenzellen.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist der die erfindungsgemäßen RNA-Molekü
le kodierenden Sequenzen enthaltende Vektor ein viraler Vektor, beispielsweise ein
Vaccinia-Virus oder Adenovirus, der bei einer Gentherapie von Nutzen ist. Beson
ders bevorzugt sind RNA-Viren, vor allem Retroviren. Beispiele für geeignete
Retroviren sind MoMuLV, HaMuSV, MuMTV, RSV oder GaLV. Für Zwecke der
Gentherapie können die erfindungsgemäßen RNA-Moleküle auch in Form von
kolloidalen Dispersionen zu den Zielzellen transportiert werden. Dazu zählen
beispielsweise Liposomen oder Lipoplexe (Mannino et al., Biotechniques 6 (1988),
682).
Allgemeine, auf dem Fachgebiet bekannte Verfahren können zur Konstruktion von
Expressionsvektoren, die die erfindungsgemäßen RNA-Moleküle kodierenden
Sequenzen und geeignete Kontrollsequenzen enthalten, verwendet werden. Zu
diesen Verfahren zählen beispielsweise in vitro-Rekombinationstechniken, syn
thetische Verfahren, sowie in vivo-Rekombinationsverfahren, wie sie beispiels
weise in Sambrook et al., beschrieben sind.
Die vorliegende Erfindung betrifft auch die vorstehend beschriebenen Vektoren
enthaltende Wirtszellen. Zu diesen Wirtszellen zählen Bakterien, Hefe, Insekten-
und Tierzellen, vorzugsweise Säugerzellen. Bevorzugte Säugerzellen sind CHO-,
VERO-, BHK-, HeLa-, COS-, MDCK, 293- und WI38-Zellen. Verfahren zur Trans
formation dieser Wirtszellen, zur phänotypischen Selektion von Transformanten
und zur Expression der erfindungsgemäßen Nucleinsäuremoleküle unter Verwen
dung der vorstehend beschriebenen Vektoren sind auf dem Fachgebiet bekannt.
Die vorliegende Erfindung betrifft auch Antikörper, die das erfindungsgemäße RNA-
Molekül spezifisch erkennen. Die Antikörper können monoclonale, polyclonale oder
synthetische Antikörper sein oder Fragmente davon, beispielsweise Fab-, Fv- oder
scFv-Fragmente. Vorzugsweise handelt es sich dabei um einen monoclonalen
Antikörper. Die erfindungsgemäßen Antikörper können gemäß Standardverfahren
hergestellt werden, wobei das erfindungsgemäße RNA-Molekül oder ein Fragment
davon als Immunogen dienen. Monoclonale Antikörper können beispielsweise
durch das von Köhler und Milstein (Nature 256 (1975), 495) und Galfré (Meth.
Enzymol. 73 (1981), 3) beschriebene Verfahren hergestellt werden, wobei Maus-
Myelomzellen mit von immunisierten Säugern stammenden Milzzellen fusioniert
werden. Diese Antikörper können beispielsweise zur Hemmung der Aktivität der
erfindungsgemäßen RNA-Moleküle, beispielsweise zur Beeinflussung der Gen
expression, verwendet werden. Die Antikörper können beispielsweise auch in
diagnostischen Assays verwendet werden, um nachweisen zu können, ob eine
Dysregulation der Genepression, beispielsweise durch einen Verlust oder Mangel
der verantwortlichen NINTROX-RNA einhergeht. Die Antikörper können in Immu
nassays in Flüssigphase vorliegen oder an einen festen Träger gebunden werden.
Dabei können die Antikörper auf verschiedene Art und Weise markiert sein. Ge
eignete Marker und Markierungsverfahren sind auf dem Fachgebiet bekannt.
Beispiele für Immunassays sind ELISA und RIA.
Die Erfindung betrifft ferner Antisense-RNAs, die an ein erfindungsgemäßes RNA-
Molekül spezifisch binden und zur Herabsetzung der Expression von Genen, die
unter direkter Kontrolle von RNA, beispielsweise NINTROX-RNA, stehen, in vitro
oder in vivo verwendet werden können. Die Verabreichung der erfindungsgemäßen
Antisense-RNA an eine Zielzelle führt zu einer herabgesetzten Genexpression und
ist für die Behandlung von Erkrankungen besonders nützlich, die durch eine zu
hohe Genexpression des unter direkter RNA-Kontrolle stehenden Gens gekenn
zeichnet sind (z. B. bei Krebserkrankungen). Dabei können die Antisense-RNAs
direkt verabreicht werden oder als diese kodierende DNA, vorzugsweise in einen
geeigneten Vektor inseriert. Zu den geeigneten Vektoren zählen alle bereits vor
stehend in Zusammenhang mit den erfindungsgemäßen RNA-Molekülen beschrie
benen Vektoren.
Die erfindungsgemäßen Antisense-RNAs umfassen eine Antisense-Sequenz mit
mindestens 7 bis 10 oder mehr Nucleotiden, die mit einer Sequenz des erfindungs
gemäßen RNA-Moleküls, beispielsweise NINTROX-RNA, spezifisch hybridisieren.
Vorzugsweise weist die erfindungsgemäße Antisense-RNA eine Länge von etwa
10 bis etwa 50 Nucleotiden oder von etwa 14 bis etwa 35 Nucleotiden auf. In
weiteren Ausführungsformen handelt es sich bei den erfindungsgemäßen Antisen
se-RNAs um RNAs, die kürzer als etwa 100 Nucleotide oder kürzer als etwa 200
Nucleotide sind. Im allgemeinen sollten die Antisense-RNAs lang genug sein, um
eine stabile Doppelhelix zu bilden, jedoch kurz genug (in Abhängigkeit von der Art
der Zuführung) um, falls erwünscht, in vivo verabreicht werden zu können. Im
allgemeinen ist die Antisense-Sequenz zur Gewährleistung einer spezifischen
Hybridisierung zu der Ziel-Sequenz im wesentlichen komplementär. In bestimmten
Ausführungsformen ist die Antisense-Sequenz genau komplementär zu der Zielse
quenz. Die Antisense-RNAs können jedoch auch Nucleotid-Substitutionen, Ad
ditionen, Deletionen, Transitionen, Transpositionen oder Modifikationen enthalten,
solange die spezifische Bindung an die relevante Zielsequenz als eine funktionelle
Eigenschaft der Antisense-RNA beibehalten wird. Die Antisense-RNAs können
auch zusätzlich zu den Antisense-Sequenzen weitere Sequenzen enthalten. Die
Antisense-RNAs (sowie die erfindungsgemäßen RNA-Moleküle) können unter
Verwendung jedes zur Herstellung von Nucleinsäuren geeigneten Verfahrens
hergestellt werden, beispielsweise durch chemische Synthese de novo oder durch
Clonierung. Eine Antisense-RNA kann beispielsweise auch dadurch hergestellt
werden, daß eine Sequenz der Ziel-RNA oder eines Fragments davon in umgekehr
ter Orientierung funktionell mit einem Promotor verknüpft in einen Vektor (z. B. ein
Plasmid) inseriert wird. Unter der Voraussetzung, daß der Promotor und vorzugs
weise Terminations- und Polyadenylierungssignale korrekt positioniert sind, wird
der Strang der inserierten Sequenz, der dem nicht-codierenden Strang entspricht,
transkribiert, und dieser wirkt als eine Antisense-RNA.
Die vorliegende Erfindung betrifft auch Ribozyme, die die erfindungsgemäßen RNA-
Moleküle spezifisch spalten und somit auch zur Hemmung der Genexpression von
Nutzen sind. Nützliche Ribozyme können 5'- und 3'-terminale Sequenzen um
fassen, die zu der Ziel-RNA komplementär sind, und diese können vom Fachmann
nach Standardverfahren konstruiert werden (siehe beispielsweise PCT-Veröffentli
chung WO 93/23572). Zu den erfindungsgemäßen Ribozymen gehören beispiels
weise Ribozyme mit den Merkmalen der Gruppe I-Intron-Ribozyme (Cech, Biotech
nology 13 (1995), 323) und "hammerhead"-Ribozyme (Edgington, Biotechnology
10 (1992), 256).
In einer Ausführungsform werden die erfindungsgemäßen Ribozyme per se als
Arzneimittel verwendet. In einer anderen Ausführungsform werden Gentherapiever
fahren zur Expression von Ribozymen in einer Zielzelle ex vivo oder in vivo ange
wandt. Die Verfahren zur Verabreichung der Ribozyme bzw. zur Expression der
Ribozyme in vivo entsprechen den vorstehend in Zusammenhang mit den erfin
dungsgemäßen RNA-Molekülen beschriebenen Verfahren.
Die Isolierung und Charakterisierung des menschlichen NINTROX-Gens und ins
besondere des Maushomologs des NINTROX-Gens erlaubt die Etablierung eines
Tiermodells, das die Bereitstellung von Therapien und Arzneimitteln für die vor
stehend diskutierten Krankheiten erlaubt. Durch die Bereitstellung der Sequenz des
NINTROX-Gens ist sowohl eine Diagnose (post- oder pränatal) als auch eine
Therapie von Erkrankungen möglich, bei denen die Genexpression durch das Fehlen
von NINTROX-RNA oder einen Überschuß von NINTROX-RNA gekennzeichnet ist.
Die therapeutische oder diagnostische Anwendung ist jedoch nicht nur auf Krank
heiten beschränkt, die mit einer Fehlregulation der Expression eines Gens ein
hergehen, das unter Kontrolle der NINTROX-RNA steht, sondern die entsprechend
den vorstehend beschriebenen Möglichkeiten veränderten RNA-Moleküle bieten
darüber hinaus die Möglichkeit völlig neuer Therapeutika.
Die vorliegende Erfindung betrifft somit ferner Arzneimittel, die die vorstehend
beschriebenen RNA-Moleküle, Vektoren, Antikörper, Antisense-RNAs oder Ribozy
me enthalten. Diese Arzneimittel enthalten gegebenenfalls zusätzlich einen pharma
zeutisch verträglichen Träger. Geeignete Träger und die Formulierung derartiger
Arzneimittel sind dem Fachmann bekannt. Zu geeigneten Trägern zählen beispiels
weise Phosphat-gepufferte Kochsalzlösungen, Wasser, Emulsionen, beispielsweise
Öl/Wasser-Emulsionen, Netzmittel, sterile Lösungen etc. Die Verabreichung der
Arzneimittel kann oral oder parenteral erfolgen. Zu den Verfahren für die parentera
le Verabreichung gehören die topische, intra-arterielle (z. B. direkt zu einem Tumor),
intramuskuläre, subkutane, intramedulläre, intrathekale, intraventrikuläre, intrave
nöse, intraperitoneale oder intranasale Verabreichung. Die geeignete Dosierung
wird von dem behandelnden Arzt bestimmt und hängt von verschiedenen Faktoren
ab, beispielsweise von dem Alter, dem Geschlecht, dem Gewicht des Patienten,
dem Stadium eines Tumors, der Art der Verabreichung etc.
Vorzugsweise wird das erfindungsgemäße Arzneimittel zur Prävention oder Be
handlung von Erkrankungen verwendet, die mit einer Störung der Kontrolle der
Genexpression in Zusammenhang stehen. Besonders bevorzugt wird das erfin
dungsgemäße Arzneimittel zur Behandlung von Tumorerkrankungen oder Erkran
kungen des ZNS verwendet. Dabei kann das Arzneimittel in der Gentherapie
Verwendung finden, wobei die vorstehend beschriebenen Verfahren bzw. Vektoren
zur Einschleusung der erfindungsgemäßen Nucleinsäuren Anwendung finden
können. Andererseits kann das erfindungsgemäße RNA-Molekül direkt verabreicht
werden, um so in Zellen, die keine funktionalen Kopien des RNA-Moleküls mehr
besitzen, normale Expression des Gens wiederherzustellen.
Die vorliegende Erfindung betrifft ferner eine diagnostische Zusammensetzung, die
das erfindungsgemäße RNA-Molekül, die dieses kodierende DNA-Sequenz oder ein
Fragment davon, den erfindungsgemäßen Antikörper oder ein Fragment davon,
oder die erfindungsgemäße Antisense-RNA oder ein Fragment davon enthält oder
Kombinationen davon, gegebenenfalls zusammen mit einem geeigneten Nachweis
mittel. Mittels dieser diagnostischen Zusammensetzung kann der Nachweis dar
über erfolgen, ob die direkt die Genexpression steuernde RNA, beispielsweise
NINTROX-RNA vorhanden ist oder im Vergleich zu einer Kontrolle in zu hoher oder
niedriger Konzentration oder mit einer abweichenden Länge vorliegt. Dabei wird
vorzugsweise der Antikörper oder ein Fragment davon in den vorstehend beschrie
benen Assays oder die Antisense-RNA oder ein Fragment davon als Sonde in
Hybridisierungsexperimenten verwendet. Vorzugsweise weist dazu die Sonde eine
Länge von mindestens 10, besonders bevorzugt mindestens 15 Basen auf. Ge
eignete, auf Hybridisierung basierende Nachweisverfahren sind dem Fachmann
bekannt. Geeignete Markierungen für die Sonde sind dem Fachmann ebenfalls
bekannt und dazu zählen beispielsweise Markierung mit Radioisotopen, Biolumi
neszenz-, Chemilumineszenz-, Fluoreszenzmarkern, Metallchelaten, Enzymen etc.
Bei diesem Verfahren können dem Fachmann bekannte Methoden bezüglich der
Präparation von Gesamt-RNA bzw. poly(A) + RNA aus biologischen Proben, der
Auftrennung der RNAs auf nach Größe auftrennenden Gelen, beispielsweise
denaturierenden Agarosegelen, der Herstellung und Markierung der Sonde und des
Nachweises der Hybride, beispielsweise über "Northern-Blot"; angewandt werden.
Vorzugsweise erfolgt dabei die Diagnose von Erkrankungen, wie sie vorstehend im
Zusammenhang mit den erfindungsgemäßen Arzneimitteln beschrieben wurden.
Eine Diagnose kann auch auf DNA-Ebene erfolgen. Dabei wird mit den vorstehend
beschriebenen Nucleinsäuremolekülen die Intaktheit des Gens, das die an der
Regulation der Genexpression direkt beteiligte RNA, beispielsweise NINTROX-RNA,
kodiert untersucht (beispielsweise hinsichtlich Vorhandensein, Länge oder Mutatio
nen). Bei diesem Verfahren können dem Fachmann bekannte Methoden bezüglich
der Präparation von DNA aus biologischen Proben, des Restriktionsverdaus der
DNA, der Auftrennung der Restriktionsfragmente auf nach Größe auftrennenden
Gelen, beispielsweise Agarosegelen, der Herstellung und Markierung der Sonde
und des Nachweises der Hybridisierung, beispielsweise über "Southern-Blot";
angewandt werden. Der vorstehende Nachweis kann auch über PCR durchgeführt
werden. Dabei werden Primer verwendet, die die kodierende Sequenz flankieren.
Diagnostisch von Bedeutung sind dabei Amplifikationsprodukte von DNA aus dem
fraglichen Gewebe, die sich, beispielsweise hinsichtlich ihrer Länge oder Sequenz,
von den Amplifikationsprodukten von DNA aus gesundem Gewebe unterscheiden.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ferner ein nicht-menschliches Säugetier,
dessen NINTROX-Gen verändert ist, z. B. durch Insertion einer heterologen Se
quenz, insbesondere einer Selektionsmarkersequenz.
Der Ausdruck "nicht-menschliches Säugetier" umfaßt jegliches Säugetier, dessen
NINTROX-Gen verändert sein kann. Beispiele solcher Säuge
tiere sind Maus, Ratte, Kaninchen, Pferd, Rind, Schaf, Ziege, Affe, Schwein, Hund
und Katze, wobei Maus bevorzugt ist.
Der Ausdruck "NINTROX-Gen, das verändert ist" bedeutet, daß in dem im nicht-
menschlichen Säugetier natürlich vorkommenden NINTROX-Gen durch Standard
methoden eine Deletion von ca. 1-2 kb durchgeführt und an dessen Stelle eine
heterologe Sequenz, z. B. ein Konstrukt zur Vermittlung von Antibiotika-Resistenz
(z. B. eine "neo-Kassette") eingefügt wird. Diese Methode ist allgemein in Schwar
tzberg et al., Proc. Natl. Acad. Sci. USA, Vol. 87, S. 3210-3214, 1990 beschrie
ben, worauf hier Bezug genommen wird.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind Zellen, die aus dem
vorstehenden nicht-menschlichen Säugetier erhalten werden. Diese Zellen können
in jeglicher Form vorliegen, z. B. in einer Primär- oder Langzeit-Kultur.
Ein erfindungsgemäßes nicht-menschliches Säugetier kann durch übliche Verfahren
bereitgestellt werden. Günstig ist ein Verfahren, das folgende Schritte umfaßt:
- a) Herstellung eines DNA-Fragments, insbesondere eines Vektors, enthaltend ein verändertes NINTROX-Gen, wobei das NINTROX-Gen durch Insertion einer heterologen Sequenz, insbesondere eines selektierbaren Markers, ver ändert worden ist;
- b) Präparation embryonaler Stammzellen aus einem nicht-menschlichen Säuger (bevorzugt Maus);
- c) Transformation der embryonalen Stammzellen von Schritt (b) mit dem DNA- Fragment von Schritt (a), wobei das NINTROX-Gen in den embryonalen Stammzellen durch homologe Rekombination mit dem DNA-Fragment von (a) verändert wird,
- d) Kultivieren der Zellen von Schritt (c),
- e) Selektion der kultivierten Zellen von Schritt (d) auf das Vorhandensein der heterologen Sequenz, insbesondere des selektierbaren Markers,
- f) Erzeugen chimerer nicht-menschlicher Säuger aus den Zellen von Schritt (e) durch Injektion dieser Zellen in Säuger-Blastocysten (bevorzugt Maus-Blasto zysten), Übertragen der Blastozysten in pseudo-schwangere weibliche Säuger (bevorzugt Maus) und Analyse der erhaltenen Nachkommen auf eine Ver änderung des NINTROX-Gens.
In Schritt (c) wird der Mechanismus der homologen Rekombination (vgl. R. M.
Torres, R. Kühn, Laboratory Protocols for Conditional Gene Targeting, Oxford
University Press, 1997) ausgenutzt, um embryonale Stammzellen zu transfizieren.
Die homologe Rekombination zwischen den in einem Chromosom vorhandenen
DNA-Sequenzen und neuen, hinzugefügten clonierten DNA-Sequenzen ermöglicht
das Einfügen eines klonierten Gens in das Genom einer lebenden Zelle anstelle des
ursprünglichen Gens. Mit dieser Methode können bei Verwendung embryonaler
Keimzellen via Chimären Tiere erhalten werden, die für das gewünschte Gen oder
den gewünschten Genteil oder die gewünschte Mutation homozygot sind.
Der Ausdruck "embryonale Stammzellen" betrifft jegliche embryonalen Stammzel
len eines nicht-menschlichen Säugetiers, die sich zur Mutierung des NINTROX-
Gens eignen. Vorzugsweise sind die embryonalen Stammzellen von der Maus,
insbesondere die Zellen E14/1 oder 129/SV.
Der Ausdruck "Vektor" umfaßt jeglichen Vektor, der durch Rekombination mit der
DNA von embryonalen Stammzellen eine Veränderung des NINTROX-Gens er
möglicht. Vorzugsweise weist der Vektor einen Marker auf, mit dem auf vorhan
dene Stammzellen selektioniert werden kann, in denen die gewünschte Rekom
bination erfolgt ist. Ein solcher Marker ist z. B. die IoxP/tkneo-Cassette, die mit
Hilfe des Cre/IoxP-Systems wieder aus dem Genom entfernt werden kann.
Desweiteren kennt der Fachmann Bedingungen und Materialien, um die Schritte
(a)-(f) durchzuführen.
Mit der vorliegenden Erfindung wird ein nicht-menschliches Säugetier bereitge
stellt, dessen NINTROX-Gen verändert ist. Diese Veränderung kann ein Ausschal
ten der Genexpression-regulierenden Funktion sein. Mit einem solchen Säugetier
bzw. Zellen daraus kann selektiv die Genexpression-kontrollierde Funktion von
NINTROX untersucht werden. Ferner ist es hiermit möglich, Substanzen, Arznei
mittel und Therapieansätze zu finden, mit denen selektiv auf die kontrollierde
Funktion von NINTROX eingewirkt werden kann. Daher liefert die vorliegende
Erfindung eine Basis, um auf die verschiedensten Erkrankungen einzuwirken.
Solche Erkrankungen sind z. B. Einschränkungen der ZNS-Funktionen, die bis zu
mentalen Retardierungen reichen oder die Induktion von Krebs durch Fehler bei der
Kontrolle der Zellproliferation. Ferner sollte es möglich sein, die Rolle des Hippocam
pus näher zu untersuchen und zu charakterisieren.
Die folgenden Klone wurden am 4. Mai 1998 bei der DSMZ, Deutsche Sammlung
von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH, Mascheroder Weg 1b, D-38124
Braunschweig, hinterlegt:
DSM 12153: E.coli JFC-484, Teilsequenz der humanen NINTROX- cDNA
DSM 12154: E.coli JFC-622, Teilsequenz der murinen NINTROX-cDNA
DSM 12155: E.coli JFC-8D3, Sequenz der humanen genomischen NINTROX-DNA
DSM 12156: E.coli JFC-P1-165, Sequenz der murinen genomischen NINTROX-DNA
DSM 12153: E.coli JFC-484, Teilsequenz der humanen NINTROX- cDNA
DSM 12154: E.coli JFC-622, Teilsequenz der murinen NINTROX-cDNA
DSM 12155: E.coli JFC-8D3, Sequenz der humanen genomischen NINTROX-DNA
DSM 12156: E.coli JFC-P1-165, Sequenz der murinen genomischen NINTROX-DNA
Die Figuren zeigen:
Fig. 1: Humane Sequenz des NINTROX-Gens (einschließlich des
vermutlichen Promotors)
Fig. 2: Murine Sequenz des NINTROX-Gens (einschließlich des ver
mutlichen Promotors)
Fig. 3: Sequenzvergleich humane (oben) und murine (unten) Seq
uenz
gestrichelt: Promotor
durchgezogener Balken: Sequenzkonservierte Bereiche (b)
gestrichelt: Promotor
durchgezogener Balken: Sequenzkonservierte Bereiche (b)
Fig. 4: Energiediagramm der Sequenzen aus Fig. 3
Fig. 5: Homologievergleich von NINTROX aus verschiedenen Spe
zies
Das folgende Beispiel erläutert die Erfindung:
Zur Identifikation von transkribierten Sequenzen aus der Region
Xq27.3 bis Xqter wurde zunächst aus verschiedenen Geweben des
Schweins (Niere, Herz, Milz, Leber, Gehirn usw.) Gesamt-RNA
isoliert und mit Hilfe von Oligo-dT in Erststrang-cDNA überschrie
ben. Diese komplexen cDNA-Proben, die alle in dem jeweiligen
Gewebe transkribierten Gene repräsentieren, wurden dann radio
aktiv markiert und mit der Xq27.3-Xqter spezifischen Cosmid-Bi
bliothek hybridisiert. Die Cosmid-Bibliothek wurde dabei in Form
von systematisch auf Nylonmembranen angeordneten Cosmid-
Klonen analysiert. Anschließend wurde von den Cosmid-Klonen, die
mit den komplexen cDNA-Proben positive Hybridisierungssignale
aufwiesen, die Cosmid-DNA isoliert, mit EcoRI verdaut, durch Gel
elektrophorese getrennt und auf Nylonmembranen transferiert. Die
Restriktionsfragmente, die dann eine positive Hybridisierung mit
den komplexen, radioaktiv markierten cDNA-Proben aufwiesen,
wurden dann isoliert und radioaktiv markiert und zum Durchsuchen
einer fötalen humanen cDNA-Bank verwendet. Hierdurch konnten
positive cDNA-Klone isoliert werden, die das Transkript des NIN-
TROX-Gens repräsentierten.
Claims (25)
1. RNA-Molekül, das an einen Liganden binden kann und folgende Sequenz
bereiche umfaßt:
- a) einen die dreidimensionale Struktur des RNA-Moleküls aufrechter haltenden bedingt konservierten Sequenzbereich; und
- b) eine sequenzkonservierten Sequenzbereich für die spezifische Bindung des Liganden.
2. RNA-Molekül nach Anspruch 1, wobei der Sequenzbereich (a) die in Fig.
3 ohne Balken am Rand dargestellte abgeleitete DNA-Sequenz umfaßt oder eine dazu ver
wandte Sequenz, die ebenfalls die Aufrechterhaltung der dreidimensiona
len Struktur des RNA-Moleküls erlaubt.
3. RNA-Molekül nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Sequenzbereich (b) die
in Fig. 3 mit Balken am Rand dargestellte abgeleitete DNA-Sequenz umfaßt.
4. RNA-Molekül nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Ligand ein
DNA-Molekül oder ein Protein ist.
5. RNA-Molekül nach einem der Ansprüche 1 bis 4, das zusätzlich eine Po
ly(A)-Sequenz am 3'-Ende enthält.
6. RNA-Molekül nach einem der Ansprüche 1 bis 5 zur Kontrolle der Genex
pression.
7. DNA-Sequenz, die ein RNA-Molekül nach einem der Ansprüche 1 bis 6
kodiert.
8. Gen, das die in Fig. 1 oder 2 dargestellte Sequenz umfaßt.
9. Vektor, der die DNA-Sequenz nach Anspruch 7 oder das Gen nach An
spruch 8 enthaltend.
10. Vektor nach Anspruch 9, wobei der Vektor ein Plasmid ist.
11. Vektor nach Anspruch 10, wobei der Vektor ein viraler Vektor ist.
12. Vektor nach Anspruch 11, der ein RNA-Virus ist.
13. Vektor nach Anspruch 12, der ein Retrovirus ist.
14. Wirtszelle, den Vektor nach einem der Ansprüche 9 bis 13 enthaltend.
15. Wirtszelle nach Anspruch 14, wobei die Wirtszelle eine Säugerzelle ist.
16. Antikörper oder ein Fragment davon, die ein RNA-Molekül nach einem der
Anspüche 1 bis 6 spezifisch binden.
17. Antikörper nach Anspruch 16, wobei der Antikörper ein monoklonaler
Antikörper ist.
18. Antisense-RNA, die an ein RNA-Molekül nach einem der Ansprüche 1 bis
6 spezifisch bindet.
19. Verwendung des RNA-Moleküls nach einem der Ansprüche 1 bis 6, des
Vektors nach einem der Ansprüche 9 bis 13, des Antikörpers oder des
Fragments davon nach Anspruch 16 oder 17, oder der Antisense-RNA nach
Anspruch 18
zur Prävention oder Behandlung von Krankheiten, die mit
einer Störung der Kontrolle der Genexpression in Zusammenhang stehen.
20. Verwendung des RNA-Moleküls nach einem der Ansprüche 1 bis 6, der
DNA-Sequenz nach Anspruch 7 oder eines Fragments davon, des Antikör
pers oder des Fragments davon nach Anspruch 16 oder 17, oder der Anti
sense-RNA nach Anspruch 18 oder eines Fragments davon zur Diagnose
von Krankheiten, die mit einer Störung der Kontrolle der Genexpression in
Zusammenhang stehen.
21. Verwendung nach Anspruch 19 oder 20, wobei es sich bei der Krankheit
um eine Tumorerkrankung oder einer Erkrankung des Zentralnervensy
stems handelt.
22. Nicht-menschliches Säugetier, dessen NINTROX-Gen durch Insertion einer
heterologen Sequenz verändert ist.
23. Nicht-menschliches Säugetier nach Anspruch 22, wobei die heterologe
Sequenz eine Selektionsmarkersequenz ist.
24. Nicht-menschliches Säugetier nach Anspruch 22 oder 23, wobei die Se
lektionsmarkersequenz Resistenz gegen Neomycin vermittelt.
25. Verfahren zur Herstellung eines nicht-menschlichen Säugetiers nach ei
nem der Ansprüche 22-24, gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
- a) Herstellung eines DNA-Fragments, enthaltend ein verändertes NINTROX-Gen, wobei das NINTROX- Gen durch Insertion einer heterologen Sequenz, verändert worden ist;
- b) Präparation embryonaler Stammzellen aus einem nicht-mensch lichen Säuger;
- c) Transformation der embryonalen Stammzellen von Schritt (b) mit dem DNA-Fragment von Schritt (a), wobei das NINTROX-Gen in den embryonalen Stammzellen durch homologe Rekombination mit dem DNA-Fragment von (a) verändert wird,
- d) Kultivieren der Zellen von Schritt (c),
- e) Selektion der kultivierten Zellen von Schritt (d) auf das Vorhanden sein der heterologen Sequenz;
- f) Erzeugen chimerer nicht-menschlicher Säuger aus den Zellen von Schritt (e) durch Injektion dieser Zellen in Säuger-Blastocysten, Übertragen der Blastozysten in pseu do-schwangere weibliche Säuger und Analyse der erhaltenen Nachkommen auf eine Veränderung des NINTROX- Gens.
Priority Applications (5)
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|---|---|---|---|
| DE19828624A DE19828624C1 (de) | 1998-06-26 | 1998-06-26 | Modular aufgebaute RNA-Moleküle mit zwei Sequenzbereichstypen |
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| IL108879A (en) * | 1994-03-07 | 2000-08-31 | Yissum Res Dev Co | Diagnostic assay for malignancies using the H19 gene and kit |
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1999
- 1999-06-25 CA CA002332175A patent/CA2332175A1/en not_active Abandoned
- 1999-06-25 AU AU54076/99A patent/AU5407699A/en not_active Abandoned
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- 1999-06-25 EP EP99939955A patent/EP1090115A2/de not_active Withdrawn
Non-Patent Citations (1)
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| BIO, Technology Vol.10, März 1992, S.256-262 * |
Also Published As
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| AU5407699A (en) | 2000-01-17 |
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| WO2000000603A3 (de) | 2000-04-13 |
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