DE19827827A1 - Einrichtung zum Blockieren der Drehung eines Zylinderkernes im Zylindergehäuse eines Schließzylinders - Google Patents
Einrichtung zum Blockieren der Drehung eines Zylinderkernes im Zylindergehäuse eines SchließzylindersInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Blockieren der Drehung eines Zylinderkernes im Zylindergehäuse eines Schließzylinders, DOLLAR A gekennzeichnet durch folgende Merkmale: DOLLAR A - im Zylindergehäuse (1) ist eine dem Zylinderkern (2) zugewandte Ausnehmung (3) vorgesehen, DOLLAR A - mit der Ausnehmung (3) ist eine hinter die Trennlinie Zylindergehäuse/Zylinderkern zurückschiebbare Sperrleiste (6) in Eingriff bringbar, DOLLAR A - mit der Sperrleiste (6) wirken Roll- oder Gleitelemente (4) zusammen, die mit einem Teilumfang in die Ausnehmungen hineinragen können, DOLLAR A - unter der Wirkung von Federn (5) sind die Roll- oder Gleitelemente (4) zusammen mit der Sperrleiste radial aus dem Zylinderkern (2) in die Ausnehmung (3) drückbar, DOLLAR A - an der vom Zylindergehäuse abgewandten Seite ist die Sperrleiste (6) fest mit einem Federblatt (7) verbunden, auf dem die Roll- oder Gleitelemente zylindergehäuseseitig aufliegen. DOLLAR A - an der vom Zylindergehäuse abgewandten Seite der Sperrleiste (6) ist im Zylinderkern (2) ein Blockiermechanismus (8, 9, 10, 11) angeordnet, DOLLAR A - der aus einem Lavet-Motor besteht, mit einer Spule (10), einem Stator (11), einem Rotor (9) und einem mit diesem verbundenen und mit der Sperrleiste (6) in Eingriff bringbarem Sperrteil (8), DOLLAR A - wobei der Sperrteil (6) unter der Wirkung des magnetischen Feldes der Spule (10) in eine stabile, eine Rückbewegung der Sperrleiste (6) verhindernde und eine momentane, die Rückbewegung der Sperrleiste zulassende Stellung bringbar ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Blockieren der Drehung eines Zylinderkernes im
Zylindergehäuse eines Schließzylinders.
Um ein derartiges Blockieren zu erreichen ist es bei mechanischen Schließzylindern
allgemein bekannt, mittels des eingeführten Schlüssels selbst oder unter Zwischenordnung
von Roll- oder Gleitelementen eine Sperrleiste radial - bezogen auf den Zylinderkern - in
Richtung auf das umgebende Zylindergehäuse zu verschieben, und zwar so weit, daß ein
Teil der Sperrleiste in eine Ausnehmung im Zylindergehäuse hineinragt und damit die
Trennlinie Zylinderkern/Zylindergehäuse überragt.
Bei elektronischen bzw. mechanisch /elektronischen Schließzylindern ist diese Art der
Blockierung nicht ohne weiteres anzuwenden. Hier setzt man häufig Elektromagneten ein,
deren Magnetanker in den Zylinderkern eingreifen. Derartige Elektromagneten erfordern nicht
nur ausreichenden Bauraum, so daß sie in der Regel im Zylindergehäuse untergebracht
werden, sondern der Energiebedarf ist auch vergleichsweise groß, wobei man unterscheiden
muß zwischen solchen Ausführungen, die während des Blockierens erregt sind und solchen,
die nur zum Lösen der Blockierung erregt werden müssen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Einrichtung der eingangs genannten Art so
auszubilden, daß sie nicht nur einen sehr geringen Bauraum benötigt, sondern auch mit
einem minimalen Energieverbrauch auskommt.
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch folgende Merkmale:
- - im Zylindergehäuse ist eine dem Zylinderkern zugewandte Ausnehmung vorgesehen,
- - mit der Ausnehmung ist eine hinter die Trennlinie Zylindergehäuse/Zylinderkern zurückschiebbare Sperrleiste in Eingriff bringbar,
- - mit der Sperrleiste wirken Roll- oder Gleitelemente zusammen, die mit einem Teilumfang in die Ausnehmung hineinragen können,
- - unter der Wirkung von Federn sind die Roll- oder Gleitelemente zusammen mit der Sperrleiste radial aus dem Zylinderkern in die Ausnehmung drückbar,
- - an der vom Zylindergehäuse abgewandten Seite ist die Sperrleiste fest mit einem Federblatt verbunden auf dem die Roll- oder Gleitelemente zylindergehäuseseitig aufliegen,
- - an der vom Zylindergehäuse abgewandten Seite der Sperrleiste ist im Zylinderkern ein Blockiermechanismus angeordnet,
- - der aus einem Lavet-Motor besteht, mit einer Spule einem Stator, einem Rotor und einem mit diesem verbundenen und mit der Sperrleiste in Eingriff bringbarem Sperrteil,
- - wobei der Sperrteil unter der Wirkung des magnetischen Feldes der Spule in eine stabile, eine Rückbewegung der Sperrleiste verhindernde und eine momentane, die Rückbewegung der Sperrleiste zulassende Stellung bringbar ist.
Vorzugsweise Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Kernbestandteil der erfindungsgemäßen Lösung ist ein Lavet-Motor. Dieser besteht aus drei
Grundbestandteilen, und zwar dem Stator, der darauf angeordneten Spule und einem Rotor
auf dem ein Permanentmagnet angeordnet ist.
Im einfachsten Fall hat der Permanentmagnet nur eine Polarisationsrichtung, so daß sich für
den Rotor zwei stabile Positionen ergeben. Diese liegen sich unter einem Winkel von 180°
gegenüber. In diesen Positionen des Rotors ist das Drehmoment gleich Null. Dreht man den
Rotor um 90° so ist auch hierbei das Drehmoment gleich Null aber diese Positionen sind
instabil. Wird der Rotor nur ganz wenig bewegt, so dreht sich der Rotor sofort in die nächste
stabile Position. Durch Anlegen eines Stromes an der Spule wird ein Magnetfeld aufgebaut
und dieses bewirkt eine entsprechende Ausrichtung des Rotors z. B. Ablenkung des Rotors
aus der vorigen stabilen Position in eine andere stabile Position.
Die Erfindung soll nachfolgend unter Bezug auf die Zeichnungen erläutert werden, wobei die
Fig. 1 eine Aufsicht auf den Blockiermechanismus teilweise geschnitten,
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht und
Fig. 3 eine Detailansicht zeigen.
Der Schließzylinder besteht aus dem Zylindergehäuse 1 und dem Zylinderkern 2. Im
Zylindergehäuse 1 befindet sich - dem Zylinderkern 2 zugewandt - eine Ausnehmung 3. Der
Sperrmechanismus, der eine Drehung des Zylinderkernes im Zylindergehäuse unterbindet,
ist im Zylinderkern untergebracht und besteht aus der Sperrleiste 6, einem Federblatt 7 (an
Stelle des Federblattes kann ein ein Federstab oder dgl. Verwendung finden) sowie unter
dem Druck von Federn 5 damit in Eingriff stehenden Roll- oder Gleitelementen, die im
vorliegenden Fall als Kugeln 4 ausgebildet sind. Ferner dem Lavet-Motor, dessen Spule mit
10, Stator mit 11 und Rotor mit 9 bezeichnet ist. Auf dem Rotor 9 befindet sich ein
Sperrnocken 8, der in Eingriff mit einer Ausnehmung an der Sperrleiste 6 bringbar ist. Je
nach der Stellung des Sperrnockens bzw. des Rotors kann die Sperrleiste aus der
Ausnehmung in den Zylinderkern bewegt werden oder deren Verschiebung wird verhindert,
so daß der Zylinderkern gegenüber dem umgebenden Zylindergehäuse nicht verdreht
werden kann. Für die Sperrstellung wird eine er stabilen Positionen des Rotors ausgenutzt,
während eine Verdrehung des Rotors unter der Wirkung der magnetisierten Spule um etwas
mehr als 90° zur Freigabe der Sperrleiste führt. Für diese Verdrehung ist lediglich ein kurzer
Impuls vom etwa 10 ms notwendig. Wichtig ist die richtig dimensionierte Dauer des Impulses
und die richtige Richtung des Magnetfeldes. Dadurch, daß der Rotor mehr als 90° gedreht
wurde, versucht er, ohne Strom, sich in die nächste - von der ursprünglichen Stellung um
180° verdrehte - Position zu drehen. Durch Begrenzung z. B. durch einen mechanischen
Anschlag wird er jedoch in einer um mehr als 90° zur ursprünglichen Position verdrehten
stabilen Position gehalten.
Das Zusammenwirken der Sperrleiste 6 mit den Federn 5 und den Kugeln 4 bewirkt, daß
das ganze System, d. h. Sperrleiste 6, Federblatt 7 und Kugeln 4 radial nach außen in die
Ausnehmung 3 gedrückt wird. Wird nun ein passender Schlüssel in den Schlüsselkanal
eingeführt, so ist es möglich den Zylinderkern um etwa 10° nach rechts oder links zu drehen.
Während dieser Drehung werden die Kugeln von der Kante der Ausnehmung (siehe Fig.
3) in den Zylinderkern 2 gedrückt, wobei die Sperrleiste 6 unter der Wirkung des mit diesem
fest verbundenen Federblattes 7 mitgenommen, also ebenfalls in den Zylinderkern gedrückt
wird. Damit ist dann die vollständige Drehung des Zylinderkernes für die Ausführung eines
üblichen Schließvorganges möglich.
Wenn andererseits die Bewegung der Sperrleiste 6 durch die entsprechende Stellung des
Rotors 9 bzw. Sperrnockens 8 blockiert ist, dann drücken die Kugeln 4 auf das Federblatt 7
und biegen es soweit durch, bis der Rand der Sperrleiste an der Kante der Ausnehmung
anschlägt. Eine weitere Drehung ist dann nicht mehr möglich. Die Federkraft bestimmt diese
Bewegungsmöglichkeit allein. Da die Sperrleiste 6 sich aber in der Ausnehmung befindet
(Fig. 3), d. h. die Sperrleiste nicht durch die Kanten der Ausnehmung radial verschoben
werden kann, nimmt diese Sperrleiste die radialen Kräfte auf ohne das diese auf den
Sperrnocken bzw. den Rotor einwirken. Beschädigungen sind somit durch diese Kräfte - die bei
einem gewaltsamen Öffnungsversuch auftreten würden - ausgeschlossen.
Claims (10)
1. Einrichtung zum Blockieren der Drehung eines Zylinderkernes im Zylindergehäuse
eines Schließzylinders,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
- - im Zylindergehäuse (1) ist eine dem Zylinderkern (2) zugewandte Ausnehmung (3) vorgesehen,
- - mit der Ausnehmung (3) ist eine hinter die Trennlinie Zylindergehäuse/Zylinderkern zurückschiebbare Sperrleiste (6) in Eingriff bringbar,
- - mit der Sperrleiste (6) wirken Roll- oder Gleitelemente (4) zusammen, die mit einem Teilumfang in die Ausnehmung hineinragen können,
- - unter der Wirkung von Federn (5) sind die Roll- oder Gleitelemente (4) zusammen mit der Sperrleiste radial aus dem Zylinderkern (2) in die Ausnehmung (3) drückbar,
- - an der vom Zylindergehäuse abgewandten Seite ist die Sperrleiste (6) fest mit einem Federblatt (7) verbunden auf dem die Roll- oder Gleitelemente zylindergehäuseseitig aufliegen,
- - an der vom Zylindergehäuse abgewandten Seite der Sperrleiste (6) ist im Zylinderkern (2) ein Blockiermechanismus (8, 9, 10, 11) angeordnet,
- - der aus einem Lavet-Motor besteht, mit einer Spule (10) einem Stator (11), einem Rotor (9) und einem mit diesem verbundenen und mit der Sperrleiste (6) in Eingriff bringbarem Sperrteil (8),
- - wobei der Sperrteil (8) unter permagnetischem Zusammenspiel von Rotor und Stator in eine stabile, eine Rückbewegung der Sperrleiste (6) verhindernde und unter Einfluß eines Stromimpulses und somit des magnetischen Feldes der Spule in eine momentane, die Rückbewegung der Sperrleiste zulassende Stellung bringbar ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Roll- oder Gleitelemente (8) Kugeln sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Sperrteil (8) als schwenkbarer Sperrnocken ausgebildet ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Sperrteil (8) als rundes oder annähernd rundes Teil ausgebildet ist und an seinem
Außenumfang eine Ausnehmung aufweist, die mit einem entsprechenden Vorsprung an der
Sperrleiste in Eingriff bringbar ist.
5. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Sperrteil (8) als Stößel ausgebildet ist.
6. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Blockiermechanismus (9, 10, 11) als komplettes Bauteil eingekapselt ist und aus
dieser Einkapselung nur die elektrischen Anschlüsse und der mit der Sperrleiste in Eingriff
bringbare Teil des Sperrteiles herausgeführt sind.
7. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Zwangsverriegelung vorgesehen ist, die das Sperrteil (8) beim Schlüsselabzug
mechanisch in eine Sperrposition bringt bzw. bei Unbeweglichkeit des Sperrteiles das
Abziehen des Schlüssels verhindert.
8. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Blockiermechanismus vollständig in den Zylinderkern integriert ist.
9. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Lavet-Motor zwei stabile, um etwa 90° zueinander versetzte Positionen besitzt.
10. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Lavet-Motor vier oder mehr stabile Positionen besitzt.
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|---|---|
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ID=7871681
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