DE19827434C2 - Haarfärbemittel und Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft Haarfärbemittel auf Basis einer feinen wäßrigen Emulsion,
enthaltend mindestens ein Oxidationsfarbstoff-Vorprodukt, mit verbesserter Viskositätsstabili
tät, die durch Vermischen bei Raumtemperatur herstellbar ist.
Permanente Haarfärbemittel auf Basis von Oxidationsfarbstoffen erfreuen sich einer weiten
Verbreitung. Ihre Anwendung erfolgt in der Regel dergestalt, daß eine flüssige, zumeist als
wäßrige Emulsion vorliegende, mindestens ein Oxidationsfarbstoff-Vorprodukt, im allgemei
nen mindestens eine Entwickler- und mindestens eine Kupplersubstanz, enthaltende Zusam
mensetzung unmittelbar vor der Anwendung mit einer Peroxid enthaltenden Zusammenset
zung vermischt, und die Mischung auf das Haar aufgebracht wird.
Dabei ist die Einhaltung gewisser Viskositätsverhältnisse zweckmäßig. Es hat sich jedoch
gezeigt, daß diese Emulsionen häufig thixotrope Eigenschaften aufweisen, d. h., bei der Lage
rung in der Dose oder Tube ihre Viskosität erhöhen, was dann bei der Applikation und der
Vermischung mit der Peroxid-Zusammensetzung Probleme bereitet. Darüber hinaus müssen
diese Emulsionen durch Vermischen der Phasen bei erhöhter Temperatur hergestellt werden,
was einen hohen Zeit- und Energieaufwand bedingt.
Aus der DE 40 05 008 A1 ist bereits ein Oxidationshaarfärbemittel bekannt, das
durch Vermischen von einer flüssigen Farbträgermasse mit einer Viskosität unter
100 m Pa.s bei 30°C mit einer ein Oxidationsmittel und 2,5 bis 12 Gew.-% eines
C10-C24-Fettalkohols enthaltenden Emulsion erhalten wird.
Die Erfindung geht daher von der Aufgabenstellung aus, diese Probleme zu vermeiden und
feine stabile Haarfärbeemulsionen zur Verfügung zu stellen, die sich bei Raumtemperatur
herstellen lassen und aufgrund ihrer Feinheit auch eine gute Vermischbarkeit mit dem Oxida
tionsmittel, d. h. im Regelfall Wasserstoffperoxid, gewährleisten, was wiederum zu einer
gleichmäßigen Verteilung des fertigen Färbemittels auf dem Haar und damit zu einer guten
Färbeleistung führt.
Erfindungsgemäß wurde nämlich festgestellt, daß stabile, feine, wäßrige Haarfärbe-
Emulsionen, die mindestens ein Oxidationsfarbstoff-Vorprodukt enthalten, dann erhalten
werden, wenn sie ein Gemisch aus
- a) 5 bis 10 Gew.-% mindestens einer C12-C18-Fettsäure,
- b) 5 bis 25 Gew.-% mindestens eines C10-C22-Fettalkoholethoxylats, und
- c) 5 bis 30% Gew.-% mindestens eines flüssigen Zuckerfettsäureesters, jeweils berechnet auf die Gesamtzusammensetzung der Emulsion, enthalten.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird als Fettsäure Ölsäure einge
setzt, doch ist auch die Verwendung anderer Fettsäuren wie Laurinsäure, Myristinsäure, Li
nolsäure, Linolinensäure und Fettsäuregemischen wie Cocosfettsäure möglich. Der Schmelz
punkt dieser Fettsäuren sollte vorzugsweise unter 50°C liegen.
Die bevorzugte Menge der Fettsäure liegt bei etwa 3 bis 8, insbesondere bei etwa 5 Gew.-%,
berechnet auf die Gesamtzusammensetzung.
Als C10-C22-Fettalkoholethoxylat werden vorzugsweise Lauryl-, Kokos- und Oleylalkohol-
Ethylenoxid-Kondensate in einer Menge von etwa 5 bis 25, insbesondere etwa 10 bis 20, bei
spielsweise etwa 15 Gew.-%, berechnet auf die Gesamtzusammensetzung, eingesetzt.
Bevorzugte flüssige Zuckerfettsäureester sind Saccharose- und Glucosediester, insbesondere
Dioleate. Von diesen sind wiederum Glucose- und Methylglucosedioleat in einer Menge von
etwa 10 bis 25, vor allem etwa 15 Gew.-% der Gesamtzusammensetzung, besonders geeignet.
Das bevorzugte Gewichtsverhältnis der Komponenten a) zu c) liegt bei 1 : 5 bis 1 : 1, insbeson
dere etwa 1 : 2 bis 1 : 3; dabei wird eine in ihren Eigenschaften optimale Haarfärbung erhalten.
Die Herstellung der erfindungsgemäßen wäßrigen Haarfärbeemulsion erfolgt vorzugsweise
durch Zusammenrühren von etwa 20 bis 40 Gewichtsteilen der Ölphase, enthaltend minde
stens eine C10-C18-Fettsäure, mindestens ein C10-C22-Fettalkoholethoxylat und mindestens
einen flüssigen Zuckerfettsäureester mit etwa 80 bis 60 Gewichtsteilen einer wäßrigen Phase,
enthaltend mindestens ein Oxidationsfarbstoff-Vorprodukt und mindestens ein wasserlösli
ches Tensid, bei etwa 15 bis etwa 35°C, vorzugsweise bei Raumtemperatur, d. h. etwa 20 bis
25°C.
Die Viskosität der erfindungsgemäßen Haarfärbeemulsionen liegt vorzugsweise bei etwa
10.000 und 30.000, insbesondere bei etwa 15.000 bis 25.000, beispielsweise bei etwa 20.000
m.Pa.s, gemessen bei 20°C im Brookfield-Viskosimeter RVT.
Die Wasserphase kann wasserlösliche Emulgatoren enthalten.
Als solche können insbesondere anionische Tenside verwendet werden.
Geeignete anionaktive Tenside im Rahmen der Erfindung sind insbesondere in einer Menge
von etwa 0,25 bis etwa 5 Gew.-%, vorzugsweise etwa 0,4 bis 2,5 Gew.-% der Gesamtzusam
mensetzung (einsatzfertige Emulsion) enthalten.
Dabei handelt es sich um solche vom Sulfat-, Sulfonat-, Carboxylat- und Alkylphosphat-Typ,
vor allem natürlich diejenigen, die in Haarbehandlungsmitteln üblicherweise zum Einsatz ge
langen, insbesondere die bekannten C10-C18-Alkylsulfate und die entsprechenden Ethersulfate,
beispielsweise C12-C14-Alkylethersulfat, Laurylethersulfat, insbesondere mit 1 bis 4 Ethylen
oxidgruppen im Molekül, Acylaminocarbonsäusen wie Lauroylsarkosinat und -glutamat, wei
terhin Monoglycerid(ether)sulfate, Fettsäureamidsulfate, die durch Ethoxylierung und an
schließende Sulfatierung von Fettsäurealkanolamiden erhalten werden, und deren Alkalisalze
sowie Salze langkettiger Mono- und Dialkylphosphate, die milde, hautverträgliche Detergen
tien darstellen.
Im Rahmen der Erfindung weiterhin geeignete anionische Tenside sind α-Olefinsulfonate
bzw. deren Salze und Alkalisalze von Sulfobernsteinsäurehalbestern, beispielsweise das Dina
triumsalz des Monooctylsulfosuccinats, und Alkalisalze langkettiger Monoalkylethoxy
sulfosuccinate.
Geeignete Tenside vom Carboxylat-Typ sind Alkylpolyethercarbonsäuren und deren Salze der
Formel
R-(C2H4O)n-O-CH2COOX,
worin R eine C8-C20-Alkylgruppe, vorzugsweise eine C12-C14-Alkylgruppe, n eine Zahl von 1
bis 20, vorzugsweise 2 bis 17, und X H oder vorzugsweise ein Kation der Gruppe Natrium,
Kalium, Magnesium und Ammonium, das gegebenenfalls hydroxyalkylsubstituiert sein kann,
bedeuten, sowie Alkylamidopolyethercarbonsäuren der allgemeinen Formel
worin R und X die vorstehend angegebene Bedeutung haben und n insbesondere für eine Zahl
von 1 bis 10, vorzugsweise 2,5 bis 5, steht.
Derartige Produkte sind seit längerem bekannt und im Handel, beispielsweise unter den Han
delsnamen "AKYPO®" und "AKYPO-SOFT®".
Auch C8-C20-Acylisethionate können, allein oder im Gemisch mit anderen Tensiden, einge
setzt werden, ebenso Sulfofettsäuren und deren Ester.
Gegebenenfalls können auch amphotere bzw. zwitterionische Tenside als wasserlösliche
Emulgatoren eingesetzt werden, insbesondere im Gemisch mit anionaktiven Tensiden, wobei
die Gesamtmenge vorzugsweise bei etwa 0,25 bis 5, insbesondere etwa 0,5 bis 2,5 Gew.-%
der Färbeemulsion liegen soll.
Als solche sind insbesondere die verschiedenen bekannten Betaine wie Fettsäureamido
alkylbetaine und Sulfobetaine, beispielsweise Laurylhydroxysulfobetain, zu nennen; auch
langkettige Alkylaminosäuren wie Cocoaminoacetat, Cocoaminopropionat und Natriumcoco
amphopropionat und -acetat haben sich als geeignet erwiesen.
Im einzelnen können Betaine der Struktur
wobei R eine C8-C18-Alkylgruppe und n 1 bis 3 bedeuten,
Sulfobetaine der Struktur
wobei R eine C8-C18-Alkylgruppe und n 1 bis 3 bedeuten,
und Amidoalkylbetaine der Struktur
wobei R eine C8-C18-Alkylgruppe und n 1 bis 3 bedeuten, eingesetzt werden.
Auch die Verwendung nichtionischer wasserlöslicher Tenside, z. B. von C8-C18-Alkylpoly
glucosiden mit einem Polymerisationsgrad von 1 bis 5, ist in den genannten Mengen alleine
oder im Gemisch mit anionischen und/oder amphoteren bzw. zwitterionischen oberflächenak
tiven Substanzen möglich.
Auch Aminoxide und Fettsäuremono- und -dialkanolamide sind einsetzbar.
Weitere geeignete Tenside sind auch kationische Tenside wie die bekannten quaternären
Ammoniumverbindungen mit einer oder zwei Alkyl- bzw. Alkenylgruppen mit 10 bis 22
Kohlenstoffatomen im Molekül, insbesondere in einer Menge von 0,1 bis 7,5, vorzugsweise
0,25 bis 5, besonders bevorzugt 0,5 bis 2,5 Gew.-%, der Gesamtzusammensetzung.
Geeignete langkettige quaternäre Ammoniumverbindungen, die allein oder im Gemisch mit
einander eingesetzt werden können, sind insbesondere Cetyltrimethylammoniumchlorid, Di
methyldicetylammoniumchlorid, Trimethylcetylammoniumbromid, Behenyltrimonium
chlorid, Stearyltrimethylammoniumchlorid, Dimethylstearylbenzylammoniumchlorid, Benzyl
tetradecyldimethylammoniumchlorid, Dimethyl-dihydriertes-Talgammoniumchlorid, Lauryl
pyridiniumchlorid, Lauryldimethylbenzylammoniumchlorid, Lauryltrimethyl
ammoniumchlorid, Tris-(oligooxyethyl)alkylammoniumphosphat, Cetylpyridiniumchlorid,
etc.
Grundsätzlich sind alle quaternären Ammoniumverbindungen geeignet, die im CTFA Interna
tional Cosmetic Ingredient Dictionary unter der Bezeichnung "Quaternium" aufgeführt sind.
Die erfindungsgemäße Haarfärbeemulsion enthält mindestens ein Oxidationsfarbstoffvor
produkt, zweckmäßigerweise ein Gemisch aus mindestens einer Entwickler- und mindestens
einer Kupplersubstanz.
Diese sind an sich bekannt und beispielsweise in der Monographie von K. Schrader, Grundla
gen und Rezepturen der Kosmetika, 2. Aufl. (1989), S. 784-799, beschrieben.
Beispielhafte Entwicklersubstanzen sind insbesondere 1,4-Diaminobenzol, 2,5-Diamino
toluol, Tetraaminopyrimidine, Triaminohydroxypyrimidine, 1,2,4-Triaminobenzol, 2-(2,5-Di
aminophenyl)ethanol, 2-(2'-Hydroxyethylamino)-5-aminotoluol und 1-Amino-4-bis-(2'-hy
droxyethyl)-aminobenzol bzw. deren wasserlösliche Salze; beispielhafte Kupplersubstanzen
sind Resorcin, 2-Methylresorcin, 4-Chlorresorcin, 2-Amino-4-chlorphenol, 4-(N-Methyl)-
aminophenol, 2-Aminophenol, 3-Aminophenol, 1-Methyl-2-hydroxy-4-aminobenzol,
3-N,N-Dimethylaminophenol, 4-Amino-3-methylphenol, 5-Amino-2-methylphenol, 6-Amino-
3-methylphenol, 3-Amino-2-methylamino-6-methoxypyridin, 2-Amino-3-hydroxypyridin,
4-Aminodiphenylamin, 4,4'-Diaminodophenylamin, 2-Dimethylamino-5-aminopyridin, 2,6-
Diaminopyridin, 1,3-Diaminobenzol, 1-Amino-3-(2'-hydroxyethylamino)benzol, 1-Amino-3-
[bis(2'-hydroxyethyl)amino]benzol, 1,3-Diaminotoluol, α-Naphthol, 1,4-Diamino-2-chlor
benzol, 4,6-Dichlorresorcin, 4-Hydroxy-1,2-methylendioxybenzol, 1,5-Dihydroxynaphthalin,
1,7-Dihydroxynaphthalin, 2,7-Dihydroxynaphthalin, 1-Hydroxynaphthalin, 4-Hydroxy-1,2-
methylendioxybenzol, 2,4-Diamino-3-chlorphenol, und/oder 1-Methoxy-2-amino-4-(2'-
hydroxyethylamino)-benzol, ohne daß diese beispielhafte Aufzählung Anspruch auf Voll
ständigkeit erheben könnte.
Entwickler- und Kupplersubstanzen sind vorzugsweise im Molverhältnis 1 : 3 bis 5 : 1, insbe
sondere etwa 1 : 1 und etwa 3 : 1, enthalten; ihr Anteil in der erfindungsgemäßen Farbemulsion
kann jeweils etwa 0,1 bis etwa 5 Gew.-%, je nach gewünschter Färbung, betragen.
Diese Oxidationsfarbstoffvorprodukte sind zweckmäßigerweise bereits in der wäßrigen Phase
enthalten; sie können jedoch auch, falls erwünscht, dem Fertigprodukt zusammen mit der Öl
phase oder im Anschluß daran zugesetzt werden.
Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können erwünschtenfalls auch sogenannte Nu
anceure zur Feineinstellung des gewünschten Farbtones, insbesondere auch direktziehende
Farbstoffe, enthalten.
Solche Nuanceure sind beispielsweise Nitrofarbstoffe wie 2-Amino-4,6-dinitrophenol, 2-
Amino-4-nitrophenol, 2-Amino-6-chlor-4-nitrophenol, etc., vorzugsweise in Mengen von et
wa 0,05 bis 2,5%, insbesondere 0,1 bis 1% Gew.-% der Farbzusammensetzung (ohne Oxi
dationsmittel).
Die erfindungsgemäßen Haarfärbemittel können die in solchen Mitteln üblichen Grund- und
Zusatzstoffe, Konditioniermittel, Stabilisatoren, Fette und Öle, Verdickungsmittel, Kom
plexbildner, etc. enthalten, die dem Fachmann aus dem Stand der Technik bekannt und bei
spielsweise in der Monographie von K. Schrader, "Grundlagen und Rezepturen der Kosmeti
ka", 2. Aufl. (Hüthig Buch Verlag, Heidelberg, 1989), S. 782 bis 815, beschrieben sind.
Die erfindungsgemäß hergestellten Färbeemulsionen weisen vorzugsweise einen im alkali
schen Bereich liegenden pH-Wert, insbesondere zwischen etwa 8 und etwa 12,5, vorzugswei
se zwischen 8,5 und 11, auf.
Zur Applikation wird die erfindungsgemäße Oxidationsfarbstoff-Vorprodukt-Emulsion mit
einem Oxidationsmittel vermischt. Bevorzugtes Oxidationsmittel ist Wasserstoffperoxid, bei
spielsweise in 2- bis 6-prozentiger Konzentration.
Es können jedoch auch andere Peroxide wie Harnstoffperoxid und Melaminperoxid eingesetzt
werden.
Der pH-Wert des applikationsfertigen Haarfärbemittels, d. h. nach Vermischung mit Peroxid,
kann sowohl im schwach sauren, d. h. einem Bereich von 5,5 bis 6,9, im neutralen als auch im
alkalischen Bereich, d. h. zwischen pH 7,1 und 10 liegen.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen erläutert.
Als wäßrige Phase wurde die folgende Zusammensetzung verwendet:
| Ammoniak, 25%-ig | 13,50 (Gew-%) |
| Pyrogenes Silciumdioxid | 0,15 |
| Natriumlaurylsulfat | 1,50 |
| EDTA (Trinatriumsalz) | 0,30 |
| Ammoniumchlorid | 0,70 |
| Natriumsulfit | 1,50 |
| Ascorbinsäure | 0,30 |
| Kationisches Pflanzeneiweißhydrolysat | 0,75 |
| Panthenol | 0,90 |
| Hopfenextrakt | 0,75 |
| Parfum | 0,60 |
| p-Toluylendiaminsulfat | 0,80 |
| Resorcin | 0,07 |
| 4-Chlorresorcin | 0,25 |
| 3-Aminophenol | 0,03 |
| Wasser | ad 100,00 |
In 68 Gewichtsteile dieser Zusammensetzung wurden bei 20 bis 25°C jeweils 32 Gewichtstei
le der folgenden Ölphase mit einer Rührgeschwindigkeit von etwa 9.000 bis 10.000 U/min
während 1 bis 2 Minuten gerührt.
Die Zusammensetzungen Nr. 1, 2 und 6 stellen feine, stabile Emulsionen dar, die sich ausge
zeichnet mit 6%-iger H2O2-Lösung vermischen lassen und eine intensive, stabile, lang anhal
tende Mittelblondfärbung des Haares ergeben.
Die Zusammensetzungen Nr. 4 und 5 ergaben keine Emulsion, sondern gelartige, schwer
handhabbare Produkte; Zusammensetzung Nr. 3 stellte ein dünnflüssiges, unbrauchbares Pro
dukt dar.
Daraus ergibt sich der überraschende Vorteil der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen.
Claims (7)
1. Haarfärbemittel auf Basis einer wäßrigen Emulsion, enthaltend mindestens ein
Oxidationsfarbstoff-Vorprodukt, dadurch gekennzeichnet, daß die Emulsion ein
Gemisch aus
- a) 2,5 bis 10 Gew.-% mindestens einer C12-C18-Fettsäure;
- b) 5 bis 25 Gew.-% mindestens eines C10-C22-Fettalkoholethoxylats; und
- c) 5 bis 30 Gew.-% mindestens eines flüssigen Zuckerfettsäureesters, jeweils berechnet auf die Gesamtzusammensetzung des Mittels, enthält.
2. Haarfärbemittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es als Fettsäure
Ölsäure enthält.
3. Haarfärbemittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es die
Bestandteile a) und c) in einem Gewichtsverhältnis von 1 zu 5 bis 1 zu 1 enthält.
4. Haarfärbemittel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß es den Bestandteil b) in einer Menge von 10 bis 20 Gew.-%,
berechnet auf die Gesamtzusammensetzung enthält.
5. Haarfärbemittel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß es den Bestandteil c) in einer Menge von 10 bis 25 Gew.-%,
berechnet auf die Gesamtzusammensetzung enthält.
6. Haarfärbemittel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß es als Zuckerfettsäureester ein Glucosediolat enthält.
7. Verfahren zur Herstellung eines Haarfärbemittels in Form einer stabilen wäßrigen
Emulsion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß etwa 20 bis 40
Gewichtsteile der Ölphase, enthaltend mindestens eine C12-C18-Fettsäure,
mindestens ein C12-C18-Fettalkoholethoxylat und mindestens einen flüssigen
Zuckerfettsäureester, mit etwa 80 bis 60 Gewichtsteilen einer wäßrigen Phase,
enthaltend mindestens ein Oxidationsfarbstoff-Vorprodukt und mindestens ein
wasserlösliches Tensid, bei etwa 15 bis 35°C vermischt werden.
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Citations (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE4005008A1 (de) * | 1990-02-19 | 1991-08-22 | Wella Ag | Oxidationshaarfaerbemittel aus einer fluessigen farbtraegermasse und einer emulsionsfoermigen, oxidationsmittelhaltigen zusammensetzung und verfahren zum oxidativen faerben von haaren |
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- 1998-06-19 DE DE1998127434 patent/DE19827434C2/de not_active Expired - Fee Related
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