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DE19826916C2 - Lager für eine aus Unterbeck und Oberbeck bestehende Schere oder Zange - Google Patents

Lager für eine aus Unterbeck und Oberbeck bestehende Schere oder Zange

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DE19826916C2
DE19826916C2 DE1998126916 DE19826916A DE19826916C2 DE 19826916 C2 DE19826916 C2 DE 19826916C2 DE 1998126916 DE1998126916 DE 1998126916 DE 19826916 A DE19826916 A DE 19826916A DE 19826916 C2 DE19826916 C2 DE 19826916C2
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Gerd Fierus
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Kurt Reiner Witte & Co KG GmbH
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    • B26HAND CUTTING TOOLS; CUTTING; SEVERING
    • B26BHAND-HELD CUTTING TOOLS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B26B13/00Hand shears; Scissors
    • B26B13/28Joints
    • B26B13/285Joints with means for applying pressure on the blades; with means for producing "drawing-cut" effect

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  • Forests & Forestry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Scissors And Nippers (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Lager für eine aus Unterbeck und Oberbeck bestehende Schere oder Zange, deren Griffteil und Funktionsteil umfassende Hälften im Bereich eines Gewerbes relativ zueinander mittels einer einen einstellbaren Anpreßdruck erzeugenden Schraubverbindung verschwenkbar miteinander verbunden sind.
Insbesondere bei Haarscheren ist es bekannt, das Lagerspiel, das heißt die Kraft, mit der Ober- und Unterbeck gegeneinander verspannt werden, individuell nach den Wünschen des Benutzers einstellen zu können, um den Anpreßdruck im Arbeitsbereich, das heißt über den gesamten Schneidenteil der Schere festzulegen. Voraussetzung für eine hohe Bewegungspräzision der Schere ist dabei, daß die im Bereich des Gewerbes plangeschliffenen Scherenhälften in höchstem Maße parallel zueinander verlaufen, und zwar mindestens über den etwa 90° betragenden Arbeitswinkel. Dies erfordert eine gleichbleibend exakte Lagerführung, die bereits durch geringe Fertigungsungenauigkeiten, beispielsweise von Bohrungen und Gewinde, beeinträchtigt wird. Vor allem bei hochwertigen, durch Schmieden gefertigten Haarscheren ist eine solche geringe Fertigungstoleranz nur schwer und mit hohem Aufwand, beispielsweise durch eine individuell korrigierende Nachbearbeitung einer jeden einzelnen Schere, zu erzielen.
Aus der US 18 86 273 war eine Schere mit in entgegengesetzter Richtung nach außen gebogenen und verschränkten Scherenblättern bekannt, deren Unter- und Oberbeck durch ein Lager der eingangs beschriebenen Art miteinander verschwenkbar verbunden sind, wobei der von der Schraubverbindung erzeugte Anpreßdruck zwischen Ober- und Unterbeck durch einen Lagerring übertragbar ist, der mit seiner kugelringförmigen Lagerfläche an einer im Oberbeck ebenfalls kugelringförmig ausgebildeten Lauffläche anliegt. Der Lagerring ist einstückig mit der Mutter der Schraubverbindung ausgebildet, deren Schraubenkopf ebenfalls mit einer kugelringförmigen Lagerfläche ausgeführt und in einer kugelringförmigen Lauffläche des Unterbecks gelagert ist. Durch die Vorgabe eines definierten Spiels zwischen Ober- und Unterbeck, die gebogene und verschränkte Ausbildung der Scherenblätter und durch die beidendig kugelringförmige Lagerung der Schraubverbindung kann sich beim Schneiden eines Gegenstandes die durch die Schraubverbindung gebildete Achse des Gewerbes schräg stellen, wodurch das vorgegebene Spiel beseitigt wird.
Die mit der bekannten Konstruktion angestrebte Leichtgängigkeit der Schere wird somit außer durch eine bestimmte Verwindung der Scherenblätter durch ein vorgegebenes Spiel erzielt, das bei der Benutzung der Schere von der Handkraft des Benutzers in Verbindung mit der jeweiligen Materialart und -stärke des Schnittgutes durch die Schrägstellung der Schraubverbindung beseitigt wird. Ein ordnungsgemäßer Schnitt hängt somit von der richtigen Bedienung der Schere unter Berücksichtigung des jeweiligen Schnittgutes ab. Eine Verwendung der Schere beispielsweise als Haarschere, die über einen ganzen Tag benutzt wird, ist nicht vorstellbar.
Ausgehend von dem voranstehend beschriebenen Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Lager für eine Schere oder Zange derart weiterzubilden, daß sich bei einfacher konstruktiver Gestaltung und damit preisgünstiger Herstellmöglichkeit ein innerhalb gewisser Toleranzen über den gesamten Arbeitsbereich gleichbleibender, einstellbarer Anpreßdruck und eine gute Führung ergeben.
Die Lösung dieser Aufgabenstellung durch die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß der Schraubenkopf oder die Mutter der Schraubverbindung verdrehfest und unverschwenkbar im Unterbeck angeordnet ist und eine begrenzt gelenkige Taumelbewegung um die hiermit starre Lagerschwenkachse ausschließlich durch eine Relativbewegung des Oberbecks gegenüber dem durch die Schraubverbindung gehaltenen Lagerring erfolgt.
Durch die erfindungsgemäße ermöglichte geringfügige Taumelbewegung des Oberbecks um die formschlüssig, d. h. starr im Unterbeck gehaltene, die Schwenkachse bildende Schraubverbindung werden bei dem Lager der Erfindung unvermeidbare Fertigungsungenauigkeiten kompensiert. Bei diesen Fertigungsungenauigkeiten handelt es sich insbesondere um geringfügige Schrägstellungen der im Unter- und Oberbeck ausgebildeten Bohrungen relativ zur Schneidfläche sowie um Herstellungstoleranzen bezüglich der Schraube und Mutter. Die erfindungsgemäße Einstellmöglichkeit des Oberbecks beseitigt diese Toleranzen auf konstruktiv einfache und funktionell zuverlässige Weise, so daß auch ohne Anhebung der Fertigungsgenauigkeit und damit der Herstellkosten eine sehr exakte Führung der Schneiden bzw. Funktionsteile relativ zueinander erzielt wird. Eine mit dem erfindungsgemäßen Lager ausgestattete Schere oder Zange gewährleistet bei einfacher Konstruktion einen über den gesamten Arbeitsbereich gleichbleibenden, einstellbaren Anpreßdruck und eine gute Führung, obwohl in fertigungstechnischer Hinsicht eine Entkopplung der Toleranzabhängigkeit von Lager einerseits und Funktionselementen andererseits stattfindet.
Um zusätzlich zur zylindrischen Passung in der Bohrung des Unterbecks einen gesteigerten Formschluß zu erzielen, kann gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung der Schraubenkopf oder die Mutter mit einem an der Außenseite des Unterbecks anliegenden flanschartigen Abschnitt versehen sein. Vorzugsweise wird der Schraubenkopf oder die Mutter formschlüssig in das Unterbeck eingepreßt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Lagerfläche des Lagerringes kugelringförmig ausgebildet und liegt an der konisch, kugelpfannenförmig oder rotationshyperboloidisch ausgebildeten Lauffläche des Oberbecks an. Alternativ kann die Lagerfläche des Lagerringes konisch ausgebildet werden; in diesem Fall liegt sie an der rotationshyperboloidisch ausgebildeten Lauffläche des Oberbecks an.
Der Lagerring kann erfindungsgemäß einstückig an den Schraubenkopf oder an die Mutter angeformt sein. Bedingt durch die damit verbundene geringe Teilezahl bietet dies den Vorteil einer einfachen und schnellen Montage. In einer alternativen Ausführungsform der Erfindung ist der Lagerring als separates Bauteil aus einem Lagerwerkstoff aus Metall oder Kunststoff ausgebildet. Auf diese Weise lassen sich für den jeweiligen Anwendungszweck optimale Gleiteigenschaften erzielen. Bevorzugt kann der Lagerring aus einem Sinterwerkstoff mit eingebetteten Schmierpartikeln hergestellt werden, so daß sich eine wartungsfreie Lebensdauer des Lagers ergibt.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann zwischen Schraubenkopf oder Mutter der Schraubverbindung und dem Lagerring eine Feder- , Fächer- oder Spannscheibe angeordnet werden, die neben einer zusätzlichen Sicherung gegen Losdrehen der Schraubverbindung zusätzlich einen gleichbleibenden Druck auf den Lagerring gewährleistet.
Um eine Losdrehsicherung der Schraubverbindung zu erzielen, ist gemäß einem weiteren vorteilhaften Merkmal der Erfindung der Schraubenschaft der Schraubverbindung zumindest im Bereich seines Gewindes mit einem axialen Querschlitz versehen. Aufgrund dieses Querschlitzes wird der Schraubenschaft beim Einschrauben in die Mutter leicht zusammengedrückt, wodurch eine radiale Klemmkraft entsteht, die einem Losdrehen der Schraubverbindung entgegenwirkt. Alternativ oder zusätzlich wird in vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung vorgeschlagen, daß konzentrisch zum Gewinde des Schraubenschaftes der Schraubenverbindung ein verformbares Ringelement reibschlüssig angeordnet wird. Das beispielsweise aus Kunststoff oder als O-Ring ausgebildete Ringelement ruft aufgrund des reibschlüssigen Eingriffes mit den Gewindeflanken eine Losdrehhemmung der Schraubverbindung hervor und gestattet dadurch, das Gewinde als ein eine präzise Justierung ermöglichendes Feingewinde auszubilden.
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung wird ferner vorgeschlagen, den Schraubenkopf oder die Mutter auf der äußeren Mantelfläche zu rändeln, um ein ergonomisches Einstellen des Anpreßdruckes zu ermöglichen. Schließlich wird mit der Erfindung vorgeschlagen, daß der Schraubenkopf oder die Mutter ein Unterteil aufweist, auf das ein Aufsetzteil aufgepreßt ist. Dies ermöglicht ein Anpassen des zum Einstellen verwendeten Schraubenkopfes oder der Mutter auf einfache Weise an unterschiedliche Anwendungsfälle, denen durch unterschiedliche Materialien, Form- oder Farbgebung Rechnung getragen werden kann.
Der Gegenstand der Erfindung ist in der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungs­ beispiele anhand der Zeichnungen erläutert und zwar zeigen im einzel­ nen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Schere;
Fig. 1a eine Draufsicht auf die Schere gemäß Fig. 1;
Fig. 2 eine Draufsicht auf eine Zange;
Fig. 3 eine Explosionsdarstellung einer ersten Ausführungsform eines La­ gers für die Schere oder Zange gemäß den Fig. 1 bis 2;
Fig. 3a eine Explosionsdarstellung einer zweiten Ausführungsform des La­ gers;
Fig. 4 einen Längsschnitt durch eine dritte Ausführungsform des Lagers;
Fig. 4a einen Längsschnitt durch eine vierte Ausführungsform des Lagers;
Fig. 4b einen Längsschnitt durch eine fünfte Ausführungsform des Lagers;
Fig. 5 einen Längsschnitt durch eine sechste Ausführungsform des Lagers;
Fig. 5a einen Längsschnitt durch eine siebte Ausführungsform des Lagers;
Fig. 6 einen Längsschnitt durch eine achte Ausführungsform des Lagers;
Fig. 6a einen Längsschnitt durch eine neunte Ausführungsform des Lagers und
Fig. 6b einen Längsschnitt durch eine zehnte Ausführungsform des Lagers.
Die in den Fig. 1 und 1a zu erkennende Schere 1 besteht aus einem Unter­ beck 1.1 und einem Oberbeck 1.2, die jeweils ein Scherenblatt 1.3 und ein mit diesem über einen Scherenhalm 1.4 verbundenes Scherenauge 1.5 umfas­ sen. Im Bereich des zwischen Scherenblatt 1.3 und Scherenhalm 1.4 ausge­ bildeten Gewerbes sind Unterbeck 1.1 und Oberbeck 1.2 mittels eines ein­ stellbaren Lagers 2 verschwenkbar miteinander verbunden. Die in Fig. 2 dar­ gestellte Zange 3 setzt sich ebenfalls aus einem Unterbeck 3.1 und einem Oberbeck 3.2 zusammen, die jeweils ein Griffteil 3.3 und ein Funktionsteil 3.4 aufweisen und im Bereich des Gewerbes durch das Lager 2 relativ zueinander verschwenkbar miteinander verbunden sind. Unterschiedliche Ausführungs­ formen des Lagers 2 sind den Fig. 3 bis 6b zu entnehmen.
Die in Fig. 3 gezeigte erste Ausführungsform des Lagers 2 wird durch eine Schraubverbindung gebildet, die einen Schraubenbolzen 4, einen Lagerring 5 sowie eine Mutter 6 umfaßt. Der Schraubenbolzen 4 weist einen zylindrischen Schraubenkopf 4.1 mit Schlitz und einen mit einem axialen Querschlitz 4.2 versehenen Schraubenschaft 4.3 auf. Der Querschlitz 4.2 erstreckt sich vom stirnseitigen Gewindeende des Schraubenschafts 4.3 über den Bereich des Gewindes hinaus bis in einen Bolzenabschnitt 4.4 unterhalb eines Absatzes 4.5 des Schraubenkopfes 4.1. Der Lagerring 5 weist einen zylindrischen obe­ ren Abschnitt 5.1 und eine sich in axialer Richtung anschließende kugelring­ förmige Lagerfläche 5.2 auf. Die mittige Öffnung 5.3 des Lagerrings 5 ent­ spricht dem Durchmesser des Bolzenabschnitts 4.4. Die Mutter 6 weist einen mit einem Innengewinde versehenen zylindrischen Abschnitt 6.1 auf, dessen Außendurchmesser mit Übermaß gegenüber einer Bohrung 1.1.1 im Unterbeck 1.1 ausgebildet ist und an den sich in axialer Richtung ein annähernd zylindri­ scher Mutterkopf 6.2 anschließt, dessen Durchmesser größer ist als der Durchmesser der Bohrung 1.1.1.
Im zusammengebauten Zustand liegt der Mutterkopf 6.2 an der Außenseite des Unterbecks 1.1 an, und der zylindrische Abschnitt 6.1 wird mit Preßsitz in der Bohrung 1.1.1 gehalten. Die Lagerfläche 5.2 des Lagerrings 5 liegt dabei an einer kugelpfannenförmig ausgebildeten Lauffläche 1.2.1 im Oberbeck 1.2 an und wird von dem Schraubenschaft 4.3 des Schraubenbolzens 4 durchragt, der in das Innengewinde des zylindrischen Abschnitts 6.1 der Mutter 6 eingreift. Beim Anziehen des Schraubenbolzens 4 wird der Absatz 4.5 auf den oberen Abschnitt 5.1 des Lagerrings 5 gedrückt und der auf diese Weise erzeugte Anpreßdruck zwischen Ober- 1.2 und Unterbeck 1.1 durch die Lagerfläche 5.2 und die Lauffläche 1.2.1 übertragen. Da die Mutter 6 auf­ grund ihres Preßsitzes in der Bohrung 1.1.1 unverdrehbar in dem Unterbeck 1.1 angeordnet ist und eine Drehung des Schraubenbolzens 4 aufgrund der durch den Querschlitz 4.2 hervorgerufenen Hemmung verhindert wird, ergibt sich sowohl eine axiale als auch radiale Lagerung an der Lagerfläche 5.2 re­ spektive Lauffläche 1.2.1. Die für die axiale Lagerung erforderliche Gegenflä­ che stellt die im Bereich des Gewerbes plangeschliffene Berührungsfläche zwi­ schen Oberbeck 1.2 und Unterbeck 1.1 dar. Dies hat zur Folge, daß bei ferti­ gungsbedingten Ungenauigkeiten, beispielsweise einer leichten Schrägstellung der Bohrung 1.1.1 bezüglich der Lagertrennebene 7, eine um die Lagerachse taumelnde Ausgleichsbewegung für die Führung zwischen Ober- 1.2 und Un­ terbeck 1.1 auftritt, wenn das Oberbeck 1.2 relativ zum Unterbeck 1.1 ver­ schwenkt wird. Die taumelnde Ausgleichsbewegung findet durch eine relative Lageveränderung von Lagerfläche 5.2 und Lauffläche 1.2.1 statt. Aufgrund gleicher Krümmung der vorgenannten Flächen ist der Berührungsbereich zwi­ schen Lagerfläche 5.2 und Lauffläche 1.2.1 stets gleich groß, wodurch ein gleichbleibender Anpreßdruck über den gesamten Arbeitsbereich, das heißt vom Gewerbe bis zur Spitze des Scherenblattes 1.3 beziehungsweise des Funktionsteils 3.4 sowie über den gesamten Verschwenkbereich erzielt wird.
Die in Fig. 3a gezeigte zweite Ausführungsform des Lagers 2 weist anstelle des Absatzes 4.5 des Schraubenbolzens 4 eine Federscheibe 8 auf, durch die der Lagerring 5 druckbeaufschlagt wird. Durch die Federscheibe 8 werden da­ bei Setzverluste des Schraubenbolzens 4 kompensiert. Im Unterschied zur er­ sten Ausführungsform gemäß Fig. 3 weist die zweite Ausführungsform des Lagers 2 eine sich in Richtung des Unterbecks 1.1 konisch verjüngende Lauf­ fläche 1.2.1 auf. Um eine der taumelnden Ausgleichsbewegung aufgrund der auftretenden Flächenpressung entgegenwirkende Abplattung der Lagerfläche 5.2 zu vermeiden, ist der Lagerring 5 aus gehärtetem Stahl gefertigt, während bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3 der Lagerring 5 als selbstschmierendes Sinterelement aus Graphitbronze ausgebildet ist. Um eine möglichst einfache und schnelle Montage des Lagers 2 zu erreichen, stellt die Mutter 6 bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3a eine Gewindebohrung im Unterbeck 1.1 dar.
Den Fig. 4 bis 4b sind weitere Ausführungsformen des Lagers 2 zu entneh­ men, die im folgenden nur noch für das Beispiel der Schere 1 gemäß den Fig. 1 und 1a erörtert werden. Bei den vorgenannten Ausführungsformen ist der Schraubenbolzen 4 verdrehfest in der Bohrung 1.1.1 im Unterbeck 1.1 ange­ ordnet, wobei der Schraubenkopf 4.1 an der Außenseite des Unterbecks 1.1 anliegt. In den Ausführungsformen gemäß den Fig. 4 und 4a wird der Schrau­ benbolzen 4 mittels Paßflächen 4.6 formschlüssig fixiert, während bei der Ausführungsform gemäß Fig. 4b der Schraubenbolzen 4 in die Bohrung 1.1.1 eingepreßt ist. Die Mutter 6 setzt sich bei den Ausführungsformen gemäß den Fig. 4 bis 4b aus einem mit einem Innengewinde versehenen Unterteil 6.3 und einem aufgepreßten Aufsatzteil 6.4 zusammen. Durch das Aufsetzteil 6.4 ist auf einfache Art und Weise eine unterschiedliche Farb- oder Formgebung ent­ sprechend den jeweiligen Einsatzzwecken möglich. So läßt sich beispielsweise die Mantelfläche 6.4.1 des Aufsetzteils 6.4 gemäß den Fig. 4 und 4b mit einer Riffelung oder Rändelung versehen, während das kappenartige Aufsetzteil 6.4 gemäß Fig. 4a kostengünstig aus Kunststoff fertigbar ist. Das Einstellen des Lagerspiels erfolgt bei den Ausführungsformen gemäß den Fig. 4 bis 4b durch die Mutter 6, die entweder unmittelbar auf dem Lagerring 5 anliegt, wie Fig. 4a zu erkennen gibt, oder den Lagerring 5 durch die Federscheibe 8 beauf­ schlagt, wie in den Fig. 4 und 4b dargestellt ist. Die Lauffläche 1.2.1 ist bei den Ausführungsformen gemäß den Fig. 4 bis 4b jeweils als sich zum Unter­ beck 1.1 hin verjüngender Konus ausgestaltet. Demzufolge ist der Lagerring 5 aus einem eine Abplattung verhindernden gehärteten Stahl gefertigt. Eine prä­ zise und leichtgängige taumelnde Ausgleichsbewegung wird durch Polieren der Oberfläche des Lagerrings 5 sichergestellt. Während bei den Ausführungs­ formen gemäß den Fig. 4 und 4b die Verdrehsicherung des Schraubenbolzens 4 durch den eine radiale Klemmkraft hervorrufenden Querschlitz 4.2 erzielt wird, ist bei der Ausführungsform gemäß Fig. 4a ein konzentrisch zum Ge­ winde des Schraubenbolzens 4 angeordnetes verformbares Ringelement 9 vorgesehen, das im reibschlüssigen Eingriff mit dem Gewinde steht. Das aus Kunststoff gefertigte Ringelement 9 ist dabei in einer Ausnehmung 10 ange­ ordnet, die durch das Aufsetzteil 6.4 gebildet wird.
Bei der in Fig. 5 dargestellten Ausführungsform ist das Ringelement 9 in der Bohrung 1.1.1 im Unterbeck 1.1 zwischen dem stirnseitigen Ende 6.5 der Mutter 6 und der Innenfläche des Oberbecks 1.2 angeordnet, wodurch sich ebenfalls eine einfache Montage ergibt. Fig. 5 ist weiterhin zu entnehmen, daß der Schraubenkopf 4.1 mit einer Rändelung versehen ist. Der Schraubenkopf 4.1 in der Ausführungsform gemäß Fig. 5a hingegen ist mit einem aufgepreß­ ten Aufsetzteil 4.7 versehen, wodurch einer den jeweiligen Einsatzzwecken entsprechenden Farb- oder Formgebung auf einfachste Art und Weise Rech­ nung getragen werden kann.
Schließlich sind in den Fig. 6 bis 6b Ausführungsformen des Lagers 2 zu er­ kennen, bei denen der Lagerring 5 einstückiger Bestandteil des Schraubenbol­ zens 4 ist. Während die Lauffläche 1.2.1 bei der Ausführungsform gemäß Fig. 6 in gleicher Richtung gekrümmt ist wie die kugelringförmige Lagerfläche 5.2 des Lagerrings 5, ist die rotationshyperboloidische Lauffläche 1.2.1 bei der Ausführungsform gemäß Fig. 6a von betragsmäßig zwar gleicher aber entge­ gengesetzt orientierter Krümmung. Letzteres bietet analog zu der konisch aus­ gebildeten Lagerfläche 5.2 in der Ausführungsform gemäß Fig. 6b, eine rei­ bungsarme, annähernd linienförmige Berührung zwischen Lagerfläche 5.2 und Lauffläche 1.2.1.
Den zuvor beschriebenen Ausführungsformen des Lagers 2 gemäß den Fig. 3 bis 6a ist gemeinsam, daß ein innerhalb gewisser Toleranzen über den gesam­ ten Arbeitsbereich gleichbleibender, einstellbarer Anpreßdruck sichergestellt ist, indem etwaige fertigungstechnisch bedingte Ungenauigkeiten durch eine taumelnde Ausgleichsbewegung für die Führung zwischen Oberbeck 1.2 und Unterbeck 1.1 kompensiert werden. Eine präzise Funktion, die eine individuelle stufenlose Einstellung des Anpreßdrucks von Hand erlaubt, sowie eine einfa­ che und kostengünstige Herstellung ist somit sichergestellt. Hinsichtlich letzte­ rem trägt nicht zuletzt auch der einfache konstruktive Aufbau bei, der mit ei­ ner einfachen und schnellen Montage einhergeht.
Bezugszeichenliste
1
Schere
1.1
Unterbeck
1.1.1
Bohrung
1.2
Oberbeck
1.2.1
Lauffläche
1.3
Scherenblatt
1.4
Scherenhalm
1.5
Scherenauge
2
Lager
3
Zange
3.1
Unterbeck
3.2
Oberbeck
3.3
Griffteil
3.4
Funktionsteil
4
Schraubenbolzen
4.1
Schraubenkopf
4.2
Querschlitz
4.3
Schraubenschaft
4.4
Bolzenabschnitt
4.5
Absatz
4.6
Paßfläche
4.7
Aufsetzteil
5
Lagerring
5.1
oberer Abschnitt
5.2
Lagerfläche
5.3
Öffnung
6
Mutter
6.1
zylindrischer Abschnitt
6.2
Mutterkopf
6.3
Unterteil
6.4
Aufsetzteil
6.4.1
Mantelfläche
6.5
stirnseitiges Ende
7
Lagertrennebene
8
Federscheibe
9
Ringelement
10
Ausnehmung

Claims (13)

1. Lager für eine aus Unterbeck (1.1, 3.1) und Oberbeck (1.2, 3.2) bestehende Schere (1) oder Zange (3), deren Griffteil (1.4, 1.5, 3.3) und Funktionsteil (1.3, 3.4) umfassende Hälften im Bereich eines Gewerbes relativ zueinander mittels einer einen einstellbaren Anpreßdruck erzeugenden Schraubverbindung verschwenkbar miteinander verbunden sind, wobei der von der Schraubverbindung zwischen Unterbeck (1.1, 3.1) und Oberbeck (1.2, 3.2) erzeugte Anpreßdruck durch einen Lagerring (5) übertragbar ist, der mit seiner Lagerfläche (5.2) an einer im Oberbeck (1.2, 3.2) ausgebildeten Lauffläche (1.2.1) begrenzt gelenkig anliegt, wobei mindestens eine der beiden Flächen (5.2 bzw. 1.2.1) kugelringförmig ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Schraubenkopf (4.1) oder die Mutter (6) der Schraubverbindung verdrehfest und unverschwenkbar im Unterbeck (1.3, 3.1) angeordnet ist und eine begrenzt gelenkige Taumelbewegung um die hiermit starre Lagerschwenkachse ausschließlich durch eine Relativbewegung des Oberbecks (1.2, 3.2) gegenüber dem durch die Schraubverbindung gehaltenen Lagerring (5) erfolgt.
2. Lager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schraubenkopf (4.1) oder die Mutter (6) mit einem an der Außenseite des Unterbecks (1.1, 3.1) anliegenden flanschartigen Abschnitt versehen ist.
3. Lager nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schraubenkopf (4.1) oder die Mutter (6) formschlüssig in das Unterbeck (1.1, 3.1) eingepreßt ist.
4. Lager nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerfläche (5.2) des Lagerringes (5) kugelringförmig ausgebildet ist und an der konisch, kugelpfannenförmig oder rotationshyperboloidisch ausgebildeten Lauffläche (1.2.1) des Oberbecks (1.2, 3.2) anliegt.
5. Lager nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerfläche (5.2) des Lagerringes (5) konisch ausgebildet ist und an der rotationshyperboloidisch ausgebildeten Lauffläche (1.2.1) des Oberbecks (1.2, 3.2) anliegt.
6. Lager nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Lagerring (5) einstückig an den Schraubenkopf (4.1) oder die Mutter (6) angeformt ist.
7. Lager nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Lagerring (5) als separates Bauteil aus einem Lagerwerkstoff aus Metall oder Kunststoff ausgebildet ist.
8. Lager nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Lagerring (5) aus einem Sinterwerkstoff mit eingebetteten Schmierpartikeln hergestellt ist.
9. Lager nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Lagerring (5) und dem Schraubenkopf (4.1) oder der Mutter (6) eine Feder-, Fächer- oder Spannscheibe (8) angeordnet ist.
10. Lager nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß konzentrisch zum Gewinde des Schraubenschaftes (4.3) der Schraubverbindung ein verformbares Ringelement (9) reibschlüssig angeordnet ist.
11. Lager nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Schraubenschaft (4.3) der Schraubverbindung zumindest im Bereich seines Gewindes mit einem axialen Querschlitz (4.2) versehen ist.
12. Lager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schraubenkopf (4.1) oder die Mutter (6) der Schraubverbindung auf der äußeren Mantelfläche (6.4.1) gerändelt ist.
13. Lager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schraubenkopf (4.1) oder die Mutter (6) der Schraubverbindung ein Unterteil (6.3) aufweist, auf das ein Aufsetzteil (4.7, 6.4) aufgepreßt ist.
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