DE19826682A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Aufheizen von Teilen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Aufheizen von TeilenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Aufheizen
von Teilen mit hygroskopischen Elektro-Isolierungen auf
Zellstoff- und/oder Kunststoffbasis zum Zwecke der Trocknung
unter Vakuum.
Es gibt verschiedene Verfahren, nach denen Teile, die im
Vakuum getrocknet werden sollen, auf die gewünschte Temperatur
gebracht werden. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf
ein Aufheizverfahren unter Vakuum mittels kondensierendem
Lösungsmitteldampf, geläufiger unter der Bezeichnung Vapour-
Phase-Verfahren.
Ein solches Verfahren bzw. eine entsprechende
Vorrichtung ist aus der DE 196 37 313 A1 bekannt, welche bzgl.
ihrer Offenbarung voll inhaltlich zum Gegenstand dieser
Anmeldung gemacht wird. Dabei befinden sich die zu trocknenden
Teile, es handelt sich im wesentlichen um papierisolierte
elektrische Teile, wie beispielsweise Transformatoren,
Kondensatoren, Stromwandler, Stromdurchführungen etc., in
einer vakuumdichten Kammer oder in einem vakuumdichten
Gehäuse. Bevor die Papierisolierungen zur Erhöhung ihrer
Durchschlagfestigkeit mit Transformatorenöl imprägniert
werden, muß ihnen das aufgrund der Luftfeuchte im Papier
gelöste Wasser entzogen werden. Dazu werden die Geräte unter
Vakuum aufgeheizt. Dabei verdampft das Wasser und wird in dem
der Vakuumpumpe vorgeschalteten Kondensator niedergeschlagen.
Zum Aufheizen der Teile auf die erforderlichen
Trocknungstemperaturen wird der Dampf einer niedrig siedenden
Flüssigkeit, wie z. B. Kerosin, als Heizmedium in die Kammer
eingelassen. Bei der Kondensation des Dampfes auf den noch
kälteren Oberflächen der Teile geht die freiwerdende
Kondensationswärme auf diese über und erhöht die Temperatur.
Falls die Transformatorenwicklungen vorimprägniert sind oder
es sich um bereits im Betrieb gewesene Transformatorenteile
handelt, enthält die Isolation auch Öl. Bei der Trocknung wird
der Isolation nicht nur Wasser, sondern auch Öl entzogen. Das
abfließende Kondensat löst das aus den Teilen aufgenommene Öl
bzw. die anhaftenden Reste von Öl, welches insbesondere bei
der Wiederaufarbeitung von Transformatoren in erheblichen
Mengen auftreten kann. Zur Wiederverwendung der
Heizflüssigkeit wird die abfließende Flüssigkeit aufgefangen
und durch eine Förderpumpe einem Verdampfer zugeführt.
Aufgrund der zunehmenden Anreicherung des höher siedenden Öles
im Wärmeträgerkreislauf verringert sich der Dampfdruck der
Heizflüssigkeit. Dadurch nimmt die Verdampferleistung ab und
die notwendige Temperatur wird an den aufzuheizenden Teilen
nicht mehr erreicht. In diesem Fall muß das Öl aus dem
Kreislauf des Arbeitsmediums, bspw. des Kerosins, abgetrennt
werden.
In der eingangs genannten DE 196 37 313 A1 ist eine solche
Vorrichtung zum Aufheizen und Trocknen von Teilen mit
hygroskopischen Elektro-Isolierungen auf Zellstoff und/oder
Kunststoffbasis beschrieben mit einem evakuierbaren
Vakuumkessel, einer Vakuumpumpe mit vorgeschaltetem
Kondensator und einem Verdampfer für die Heizflüssigkeit,
wobei der Verdampfer über eine schließbare Öffnung mit dem
Vakuumkessel und über eine Umwegleitung direkt mit dem
Kondensator in Verbindung gebracht werden kann. Dadurch ist
eine Trennung des Kerosins vom Transformatorenöl schon während
des Heizbetriebs und ohne hohen apparativen Aufwand möglich.
Weiterhin ist aus der EP 290 098 B1 ein Verfahren zum
Extrahieren von Öl oder von polychloriertem Biphenyl (PCB)
mittels eines Lösungsmittels aus imprägnierten elektrischen
Teilen bekannt, bei dem das Lösungsmittel wieder aus dem Öl- oder
PCB-Lösungsmittel-Gemisch herausdestilliert wird. Dabei
wird in einem zuvor evakuierten Autoklaven mit darin
befindlichen zu reinigenden Teilen das leicht flüchtige
Lösungsmittel in einer Aufheizphase in einem im Autoklaven
angeordneten Verdampfer verdampft. Der Lösungsmitteldampf
kondensiert dann an den zu reinigenden Teilen, erwärmt diese
und dringt dabei in die elektrische Isolation ein, wo er das
Öl oder das PCB aus der elektrischen Isolation herauslöst. Der
PCB oder Öl enthaltende Lösungsmitteldampf wird dann von einem
Kondensator mit Vakuumpumpe aus dem Autoklaven gesaugt und
kondensiert. Danach werden die beiden Flüssigkeiten durch
Destillation getrennt, wobei das Lösungsmittel wieder dem
Verdampfer im Autoklaven zugeführt wird. Zwischen den
Aufheizphasen sind mehrere Zwischendruckabsenkphasen
vorgesehen, in denen gleichzeitig eine Destillationsphase
durchgeführt wird, bei welcher das leicht flüchtige
Lösungsmittel aus dem Öl- oder PCB-Lösungsmittelgemisch direkt
aus dem Autoklaven abdestilliert wird. Dabei wird die
Lösungsmittelzufuhr zum Verdampfer abgestellt und eine
Umwegleitung geöffnet, die das sich am Boden des Autoklaven
sammelnde Kondensat über eine Förderpumpe dem Verdampfer
zuleitet und so das Gemisch umwälzt und dabei destilliert. Der
Autoklav ist dabei Teil des Umwälzkreises.
Ausgehend von der DE 196 37 313 A1 liegt der Erfindung die
Aufgabe zugrunde, eine solche Vorrichtung anzugeben, welche
eine noch effektivere und schnellere Trocknung der Teile
ermöglicht.
Gelöst wird diese Aufgabe von einer Vorrichtung mit den
Merkmalen des Anspruchs 1. Ausführungen der Erfindung sind
Gegenstände von Unteransprüchen.
Nach der Erfindung ist es vorgesehen, daß mindestens zwei
Kondensatoren vorhanden sind, von denen einer beim Aufheizen
der Teile und der andere in der Destillationsphase verwendet
wird.
Hierdurch ist zu jedem Zeitpunkt der Aufheizung und in den
Zeitintervallen, in denen die Aufheizung unterbrochen und im
Vakuumkessel die Drucksenkungsphase durchgeführt wird, eine
Abdestillation möglich. Dadurch, daß erfindungsgemäß ein
zweiter Kondensator (mit zweiter zugeordneter Vakuumpumpe)
vorgesehen ist, kann in den Druckabsenkungsphasen das
Heizmittel gereinigt oder destilliert und gleichzeitig der
Absaug- oder Trocknungsbetrieb im Vakuumkessel weitergeführt
werden. Das führt zu einer schnelleren Trocknung der
elektrischen Teile als bisher möglich, da die Schritte
Trocknen der elektrischen Teile und Regenerieren des
Wärmeträgers nicht mehr zeitlich nacheinander erfolgen müssen,
sondern das Regenerieren gleichzeitig zum Evakuieren der
Umgebung der elektrischen Teile durchgeführt werden kann.
Selbstredend ist die Erfindung nicht nur auf einen außerhalb
des Kessels angeordneten Verdampfer beschränkt, sondern läßt
sich in gleicher Weise auch bei Vorrichtungen anwenden, bei
denen der Verdampfer in den Kessel integriert ist.
In einer bevorzugten Ausführungsform, in der der Kondensator
für die Destillationsphase über eine Drucksperre mit der
Umwegleitung und/oder mit einem Vorratstank für
Heizflüssigkeit bzw. einem Trenngefäß verbunden ist, können
die Drücke im Trocknungskessel und im Destillationskreislauf
völlig unabhängig und/oder unterschiedlich voneinander
eingestellt sein. So kann im Vakuumkessel der dort gerade für
die entsprechende Trocknungsphase optimale Druck eingestellt
werden, während der Druck im Umwegkreislauf optimal auf die
gerade vorhandene Belastung des Heizmittels mit flüchtigen
Stoffen angepaßt ist. Auch die Temperaturen der beiden
Kreisläufe können je nach Bedarf unabhängig voneinander
optimal eingestellt werden.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist es vorgesehen, daß
eine Stichleitung zwischen dem ersten Kondensator und der beim
Destillieren verwendeten Verbindungsleitung zum zweiten
Kondensator vorgesehen ist. Hierdurch ist erreicht, daß auch
während der Feintrocknung eine Abdestillation von
Transformatorenöl ermöglicht ist. Überhaupt steigt durch das
Vorsehen zweier Kondensatoren und unterschiedlicher
Verbindungsleitungen die Variabilität der erfindungsgemäßen
Vorrichtung erheblich. So können beide Kondensatoren mit ihren
zugeordneten Vakuumpumpen parallel zum Trocknen eingesetzt
werden, um eine höhere Trocknungsleistung und schnellere
Arbeitsergebnisse zu erzielen. Ebenso können beide
Kondensatoren zum Reinigen des Heizmittels eingesetzt werden;
sie sind dann von der Vakuumkammer getrennt und kühlen nur das
vom Verdampfer erhitzte, über die Umwegleitung zugeführte
Heizmittel.
Weitere Ziele, Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten
der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung.
Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich
dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger sinnvoller
Kombination den Gegenstand der vorliegenden Erfindung, auch
unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder
deren Rückbeziehung.
Es zeigen:
Fig. 1 einen prinzipiellen Aufbau einer Aufheiz- und
Trocknungsanlage gemäß der Erfindung,
Fig. 2 eine weitere Ausführungsform einer Aufheiz- und
Trocknungsanlage,
Fig. 3 eine vereinfachte Aufheiz- und Trocknungsanlage und
Fig. 4 den Temperatur- und Druckverlauf im Vakuumkessel
während des Aufheizens und Trocknens.
Fig. 1 zeigt einen evakuierbaren Vakuumkessel 1, in dem sich
die zu trocknenden Teile 2, wie bspw. Transformatoren,
befinden. Mit dem Vakuumkessel 1 verbunden ist der Verdampfer
3 für die Heizflüssigkeit, z. B. Kerosin, wobei hier der
Verdampfer als Fallfilmverdampfer ausgeführt ist.
Selbstverständlich ist es auch möglich, allgemein einen
Dünnschichtverdampfer einzusetzen. Der Verdampfer 3 weist eine
Öffnung auf, die zum Vakuumkessel 1 führt und über das Ventil
4 schließbar ist. Es ist auch möglich, den absperrbaren
Verdampfer 3 in den Vakuumkessel 1 zu integrieren. An den
Vakuumkessel 1 angeschlossen sind über die Reguliereinrichtung
12 und den ersten Kondensator 11 die Vakuumpumpe 13 sowie über
Ventil 15.1 und den zweiten Kondensator 15 die Vakuumpumpe 16.
Eine Umgehungsleitung, verschließbar über Ventil 5, führt
ebenfalls zum zweiten Kondensator 15, von dort aus über die
Drucksperre 16.1 zur Umwegleitung und mündet bei dem hier
gewählten Ausführungsbeispiel zwischen dem ersten Kondensator
11 und dem Vorratsbehälter Trenngefäß 14. Die Umgehungsleitung
ermöglicht im Zusammenwirken mit der Vakuumpumpe 16 und dem
Kondensator 15 die Destillation des Lösungsmittel-/Öl
gemisches, während die andere Vakuumpumpe 13 und der
Kondensator 11 den Vakuumofen evakuiert und somit die
Isolierung trocknet und entölt. Eine Abzugsmöglichkeit für die
höher siedende zweite Flüssigkeit, z. B. Transformatorenöl,
führt über das Ventil 7 zur Förderpumpe 8 oder über das Ventil
6 zum Behälter 9, in dem sich das abfließende Kondensat vom
Vakuumkessel 1 (über Ventil 9.1) und von den Kondensatoren 11
und 15, im Trenngefäß 14 befreit von Wasser, sammelt. Die
Förderpumpe 10 leitet die Heizflüssigkeit zum Verdampfer 3.
Der Behälter 19 bildet den Gesamt-Lagertank für Kerosin.
Der die zu trocknenden Teile enthaltende Vakuumkessel 1 wird
anfänglich mit der Vakuumpumpe 16 mit vorgeschaltetem zweiten
Kondensator 15 evakuiert. Im weiteren Verlauf des
Trocknungsprozesses werden aus den Teilen 2 austretender
Wasserdampf und in das Vakuumsystem einströmende Leckluft mit
der Vakuumpumpe 13 und dem ersten Kondensator 11 über die
Reguliereinrichtung 12 abgesaugt, welche eine Drucksperre
zwischen dem Vakuumkessel 1 und dem ersten Kondensator 11
bildet.
Von dem, hier als Fallfilmverdampfer ausgebildeten, Verdampfer
3 wird Kerosindampf in den Vakuumkessel 1 eingeführt. Der
Kerosindampf kondensiert an den Oberflächen der Teile 2 und
gibt seine Kondensationswärme an diese ab, wodurch die
Temperatur im Hinblick auf die gewünschte Trocknung der Teile
2 erhöht wird. Das abfließende Kondensat sammelt sich im
Behälter 9 und wird von der Förderpumpe 10 in den Verdampfer 3
zurückgeführt. Das Kerosin wird am Eingang des Verdampfers 3
gleichmäßig auf dessen Rohre verteilt und läuft an den
beheizten Innenflächen der Rohre nach unten. Der entstehende
Kerosindampf strömt direkt in den Vakuumkessel 1 und
kondensiert an den aufzuheizenden Teilen 2. Mit zunehmender
Temperatur der Teile 2 steigt auch der Kerosindampfdruck in
dem Vakuumkessel 1. Dadurch wird nicht mehr die gesamte
Kerosinmenge verdampft, d. h. ein Teil läuft unverdampft durch
die Verdampferrohre und wird ohne Energieverlust dem
Kerosinkreislauf durch das Ventil 6 wieder zugeführt.
Der aus der Isolation austretende Wasserdampf wird zusammen
mit der Leckluft und einem Teil des Kerosindampfes mit
Vakuumpumpe 13 und Kondensator 11 abgesaugt. Dort kondensieren
Kerosindampf und Wasserdampf und laufen in das darunter
befindliche Trenngefäß 14 ab. Die Leckluft wird von der
Vakuumpumpe 13 abgesaugt.
Werden vorimprägnierte Spulen oder Aktivteile von
Reparaturtransformatoren aufgeheizt, so wird das Öl von dem
abfließenden Kerosin-Kondensat ausgewaschen und in dem Kerosin
gelöst. Die Folge ist eine Dampfdruckabsenkung der in den
Verdampfer 3 geförderten Kerosin-Öllösung und eine zunehmende
geringere Aufheizgeschwindigkeit durch Verringerung des den
Dampftransport bestimmenden Druckgefälles zwischen Verdampfer
3 und Vakuumkessel 1. Um die Aufheizung mit der vollen
Leistung fortsetzen zu können, muß das gelöste
Transformatorenöl aus dem Kerosin ausgeschieden werden. Dies
geschieht dadurch, daß z. B. in den Drucksenkungsphasen oder am
Ende der Aufheizung das Ventil 4 geschlossen wird. Mit einem
einstellbaren Durchsatz wird Kerosin-Öllösung in den
Verdampfer 3 gefördert. Durch Öffnen des Ventils 5 wird die
direkte Verbindung zum Kondensator 15 hergestellt. Der
Kerosindampf wird aus dem Verdampfer 3 abgesaugt, kondensiert
in dem Kondensator 15 und läuft über die Drucksperre 16.1 in
den Abscheider 14. Das Transformatorenöl läuft unverdampft
durch die Verdampferrohre nach unten und wird mit der
Förderpumpe 8 abgepumpt.
Wegen der direkten Verbindung zum Kondensator 15 wird der
Druck im Verdampfer 3 nahezu auf den Kerosin-Sättigungs-
Partialdruck des Kondensators 15 abgesenkt. Dadurch ist eine
optimale Trennung von Kerosin und Transformatorenöl möglich.
Die kleinstmögliche Restkonzentration des Kerosins in Öl hängt
im wesentlichen nur von der Kühlwassertemperatur des
Kondensators 15 und von dem Vakuum der Vakuumpumpe 16 ab.
Während der Dauer der Zwischen-Druckabsenkungsphasen kann
somit z. B. im taktweisen Betrieb der Kerosinkreislauf ohne
Einfluß auf die Drucksenkung gereinigt werden, so daß bei
Fortsetzung der Aufheizung die volle Verdampferleistung zur
Verfügung steht. Da nun erfindungsgemäß zwei Kondensatoren 11,
15 mit zugeordneten Vakuumpumpen 13, 16 vorgesehen sind, kann
während des Reinigens des Heizmittels über die Umwegleitung
und den zweiten Kondensator 15 der erste Kondensator 11 weiter
in Verbindung mit dem Vakuumkessel 1 bleiben und weitere von
der Vakuumpumpe 13 und Kondensator 11 angesaugte Dämpfe aus
dem Teil 2 herausziehen. Hierdurch kann die
Gesamtbearbeitungszeit gegenüber den bisherigen Anlagen
erheblich gesenkt werden.
Fig. 2 zeigt eine weitere Ausführung einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung, bei der gleiche Bezugszeichen gleiche Bauelemente
wie in Fig. 1 bezeichnen. Im Gegensatz zur Ausführung der Fig.
1 ist eine Stichleitung mit Ventil 11.1 zwischen erstem
Kondensator 11 und der Umwegleitung, d. h. Verbindungsleitung
von Ventil 5 zum zweiten Kondensator 15, sowie das
Absperrventil 15.2 in der Umwegleitung vor dem zweiten
Kondensator 15 vorgesehen. Hierdurch ist während der
Feintrocknung eine Destillation über den Kondensator 11 mit
angeschlossener Vakuumpumpe 13 ermöglicht, wobei Ventil 11.1
geöffnet und Ventil 15.2 geschlossen ist. Damit ist auch
während der Feintrocknung eine Trennung von Öl und Kerosin
durchführbar.
Fig. 3 zeigt eine gegenüber Fig. 1 und 2 einfachere
Version. Im Gegensatz zu Fig. 1 erfolgt die Kondensation des
verdampften Heizmittels in der Destillationsphase über den
Kondensator 11, wobei die weitere Druckhaltung im
Trockenkessel 1 über die Vakuumpumpe 16 mit Kondensator 15
über das Ventil 15.1 erfolgt. Auch hier kann der
erfindungsgemäße Vorzug des parallelen Arbeitens realisiert
werden, ohne daß der apparative Aufwand zu hoch wäre.
Fig. 4 zeigt den Temperatur- und Druckverlauf während des
Aufheizens und Trocknens mit einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung. Der Temperaturverlauf ist mit T, der Druckverlauf
mit P gekennzeichnet. Die einzelnen Abschnitte des Prozesses
sind bezeichnet mit:
A Vorbereitung des Prozesses
B Aufheizung
C endgültige Drucksenkung
D Feintrocknung
E Entnahme des zu trocknenden Teiles
Z Zwischendruckabsenkungen.
A Vorbereitung des Prozesses
B Aufheizung
C endgültige Drucksenkung
D Feintrocknung
E Entnahme des zu trocknenden Teiles
Z Zwischendruckabsenkungen.
Im Bereich A wird der Vakuumkessel 1 auf den erforderlichen
Betriebsdruck evakuiert. Im Bereich B findet die Aufheizung
durch Kondensation des Kerosins an den aufzuheizenden Teilen 2
statt, wobei Zwischendrucksenkungsphasen Z zur Verbesserung
des Feuchteentzugs eingesetzt werden. Da in diesen
Zwischendrucksenkungsphasen Z der Verdampfer 3 für den
eigentlichen Prozeß nicht benötigt wird, kann in diesen Zeiten
die Abscheidung des Öls vom Kerosin vorgenommen werden.
Da der Verdampfer ab Beginn der Phase C nicht mehr benötigt
wird, kann er, wie bereits ausgeführt, während der
Drucksenkungsphase C und der Feinvakuumphase D (Feintrocknung)
ebenfalls zur Abscheidung des Öls vom Kerosin eingesetzt
werden, wie dies für die Anlage gemäß Fig. 2 beschrieben ist.
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Aufheizen und Trocknen von Teilen (2) mit
hygroskopischen Elektro-Isolierungen auf Zellstoff
und/oder Kunststoffbasis, insbesondere Transformatoren,
Kondensatoren, Meßwandlern oder Stromdurchführungen, unter
Vakuum durch die Kondensationswärme des Dampfes einer
Heizflüssigkeit, wobei während der Aufheizung aus den
Teilen (2) mindestens eine höher siedende zweite
Flüssigkeit anfällt, die mit der Heizflüssigkeit eine
Lösung bildet, mit einem evakuierbaren Vakuumkessel (1),
einer Vakuumpumpe (13) mit vorgeschaltetem Kondensator
(11) und einem Verdampfer (3) für die Heizflüssigkeit,
wobei der Verdampfer (3), ggf. über eine schließbare
Öffnung mit dem Vakuumkessel (1) und über eine
Umwegleitung direkt mit dem Kondensator (11) verbindbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei
Kondensatoren (11, 15) vorgesehen sind, von denen einer
(11) beim Aufheizen der Teile (2) und der andere (15) in
der Destillationsphase eingesetzt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Kondensator (15) für die Destillationsphase über eine
Drucksperre (16.1) mit der Umwegleitung und/oder mit einem
Vorratstank (14) für Heizflüssigkeit bzw. Trenngefäß
verbunden ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2,
gekennzeichnet durch eine Stichleitung zwischen dem ersten
Kondensator (11) und der beim Destillieren verwendeten
Verbindungsleitung zum zweiten Kondensator (15).
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch ein
Ventil (11.1) in der Stichleitung.
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Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19746870.5 | 1997-10-23 | ||
| DE19746870 | 1997-10-23 | ||
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Family
ID=7846421
Family Applications (1)
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