DE19826462C1 - Handhabungseinrichtung für Formen zur Herstellung von Schachtunterteilen aus Beton - Google Patents
Handhabungseinrichtung für Formen zur Herstellung von Schachtunterteilen aus BetonInfo
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Abstract
Die Handhabungseinrichtung (10) für Formen zur Herstellung von Schachtunterteilen aus Beton oder ähnlichen Formmassen weist einen horizontal beweglichen Support (11) und mindestens eine Aufnahmeeinrichtung (13) für die Form (4) auf, die im Support vertikal verschiebbar sowie um eine horizontale Schwenkachse schwenkbar ist. An dem Support (11) ist ferner eine vertikal verschiebbare Betätigungseinrichtung (19) mit mindestens zwei vertikal nach unten vorstehenden Tragarmen (22) vorgesehen, die jeweils eine Kupplungseinrichtung (23) zum Ankuppeln eines Muffenformringes (29) tragen. Zwischen dem Muffenformring (29) und dem muffenartigen Ende der Form (4) ist eine Verriegelungsvorrichtung (28, 30) vorgesehen, mittels welcher der Muffenformring (29) in verschiedenen Höhenabständen (a) gegenüber den übrigen Formteilen verriegelbar ist. Der Formkern (25) und der Formmantel (26) sind zumindest während des Produktionsprozesses mit dem Formträger (24) fest verbunden. Auf das offene Ende des Formmantels (26) ist eine Palette (8) aufsetzbar.
Description
Die Erfindung betrifft eine Handhabungseinrichtung für
Formen zur Herstellung von Schachtunterteilen aus Beton
oder ähnlichen Formmassen, mit einem horizontal beweg
lichen Support und mit mindestens einer zur Aufnahme,
zum Heben und zum Wenden jeweils einer Form bestimmten
Aufnahmeeinrichtung, die im Support vertikal verschieb
bar, sowie um eine horizontale Schwenkachse schwenkbar
ist, und die Aufnahmemittel für die Form und eine
Palette aufweist, wobei die Form aus einem Formträger,
einem im wesentlichen zylindrischen Formkern, einem im
wesentlichen zylindrischen Formmantel und einem zwischen
beide angrenzend an den Formträger lösbar eingesetzten
Muffenformring besteht und eine Palette vorgesehen ist,
die auf das dem Formträger gegenüberliegende, offene
Ende des Formmantels aufsetzbar ist, und wobei der Form
mantel und die Palette Aufnahmeelemente für den Ein
griff der Aufnahmemittel aufweisen.
Die Fertigung von Schachtunterteilen aus Beton, z. B.
nach DIN 4034, ist recht aufwendig, weil zur Vermei
dung von Hohlräumen und zum einfachen Füllen der Form
mit Beton die Schachtunterteile auf dem Kopf stehend,
d. h. mit dem Muffenende nach unten und mit dem Boden
(Sohlplatte genannt) nach oben betoniert werden.
Nach dem Aufbringen einer Palette auf den oberen,
offenen Teil des Formmantels wird die Form zur Er
zielung eines guten Arbeitsergebnisses zweckmäßig
zusammen mit dem darin befindlichen Schachtunterteil
und der Palette um 180° gewendet, so daß dann das
Schachtunterteil in seiner normalen Stellung mit
seinem Boden nach unten auf der Palette ruht.
Das
Wenden und das Entschalen erfolgt mittels einer
motorisch angetriebenen Handhabungseinrichtung der
eingangs erwähnten Art, wobei die Aufnahmeeinrich
tungen gleichzeitig auch zum Zusammenhalten der
Einzelteile der Form beim Wenden und zum Ausein
anderfahren der Formteile beim Entschalen dienen.
Deshalb weist bei der bekannten Handhabungsein
richtung jede Aufnahmeeinrichtung separate Aufnahme
mittel für den Formträger, für den Formmantel und
für die Palette auf. Die Aufnahmemittel müssen in
Achsrichtung der Form gesehen gegeneinander ver
schiebbar sein, einerseits um beim Entschalen den
mit dem Formträger verbundenen Kern zunächst aus
dem Schachtunterteil herauszuziehen und dann den
Formmantel vom Schachtunterteil zu entfernen und
andererseits, um Formen unterschiedlicher Höhe auf
nehmen zu können. Um nämlich Schachtunterteile mit
unterschiedlichen Höhen (gemäß DIN 4034, Teil 1,
Höhe "h3") fertigen zu können, müssen die Aufnahme
mittel für die Palette gegenüber denen für den
Formträger und den Formmantel verstellbar sein.
Hierdurch ist die bekannte Handhabungseinrichtung
relativ komplex im Aufbau. Außerdem können die
Muffenformringe mit der bekannten Handhabungsein
richtung nicht gehandhabt werden, so daß für die
Muffenformringe separate Handhabungsgeräte notwen
dig sind. Schließlich sind zur Fertigung von Schacht
unterteilen verschiedener Höhe auch verschieden
hohe Formen erforderlich, so daß sich eine sehr
große Anzahl von Formen ergibt, was sich negativ
auf die Herstellungskosten auswirkt.
Aus der DE 195 40 454 A1 ist eine Form zur Herstellung von Schachtunterteilen aus Beton
bekannt, bestehend aus einem Formträger (dort Grundrahmen genannt), einem Formkern,
einem Formmantel, einem zwischen beide angrenzend an den Formträger lösbar eingesetzten
Muffenring und einer Palette, die auf das dem Formträger gegenüberliegende, offene Ende
des Formmantels aufsetzbar ist. Hierbei weist der Formmantel diametral gegenüberliegende
Aufnahmeelemente für den Eingriff von Aufnahmemitteln einer Handhabungseinrichtung auf.
Die Palette kann mittels einer Verbindungsvorrichtung mit dem Formmantel verbunden
werden.
Ferner ist aus der DE-AS 14 84 581 eine Gießform zum Herstellen eines einstückigen
Prüfschachtmantels bekannt, der ein zylindrisches Unterteil und ein sich nach oben
verjüngendes Oberteil aufweist. Der Formhohlraum ist nach unten durch einen den
Zwischenraum zwischen einem Formkern und dem Formmantel ausfüllenden Stützring
unterschiedlicher Höhe abgeschlossen. Durch Verwendung von Stützringen unterschiedlicher
Höhe ist es möglich Prüfschachtmäntel unterschiedlicher Höhe herzustellen. Der Stützring,
der zur Formung einer am unteren Ende des Prüfschachtmantels vorgesehenen Muffe dient,
kann jedoch immer nur zur Herstellung von Prüfschachtmänteln mit derselben Höhe
verwendet werden. Wenn eine andere Höhe gewünscht wird benötigt man auch einen
Stützring mit einer anderen Höhe.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
Handhabungseinrichtung der eingangs erwähnten Art zu
schaffen, welche kostengünstig herstellbar ist, mit
der u. a. auch die Muffenformringe gehandhabt werden
können und die insgesamt eine sehr wirtschaftliche
Fertigung von Schachtunterteilen ermöglicht.
Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht, daß
an dem Support eine vertikal verschiebbare Betätigungs
einrichtung mit mindestens zwei vertikal nach unten
vorstehenden Tragarmen vorgesehen ist, die an ihren
unteren Enden jeweils eine Kupplungseinrichtung zum
Ankuppeln eines Muffenformringes tragen, daß an dem
Muffenformring zu den Kupplungseinrichtungen passende
Kupplungsteile angeordnet sind, daß zwischen dem Muffen
formring und dem muffenseitigen Ende der Form eine
mittels der Tragarme verriegelbare und lösbare Verriege
lungsvorrichtung vorgesehen ist, mittels welcher der
Muffenformring in verschiedenen Höhenabständen gegen
über dem muffenseitigen Ende der Form verriegelbar
ist, und daß der Formkern und der Formmantel zumindest
während des Produktionsprozesses unmittelbar mit dem
Farmträger fest verbunden sind.
Die Erfindung geht also von dem Gedanken aus, zunächst
den Formkern und den Formmantel beim Zusammenbau der
Form vor dem eigentlichen Produktionsprozeß fest mit
dem Formträger zu verbinden, was beispielsweise mit
tels Schrauben erfolgen kann. Der Muffenring kann
mittels der in der Handhabungseinrichtung vorgesehenen
Betätigungseinrichtung in die Form eingesetzt und mit
dem Formträger bzw. Formmantel bzw. Formkern durch
Betätigen der Verriegelungsvorrichtung mittels der Trag
arme in einfacher Weise verriegelt werden. Formkern,
Formmantel, Formträger und Muffenformring bilden dann
eine in sich geschlossene Einheit, so daß die Formteile
nicht mehr durch die Aufnahmeeinrichtung zusammengehal
ten werden müssen. Es ist nur noch erforderlich, die
Palette während des Wendens am Formmantel zu halten.
Weiterhin kann durch die Betätigungseinrichtung der
Muffenformring nach dem Wenden durch Entriegeln der
Verriegelungsvorrichtung vom Formträger bzw. Formmantel
bzw. Formkern gelöst werden. Der Muffenformring bleibt
jedoch weiterhin mit den Tragarmen verbunden. Mittels
der Betätigungseinrichtung wird beim anschließenden
Entschalen der Muffenformring in Anlage am Muffenende
gehalten. Hierdurch ist es möglich, gleichzeitig den
Formkern und den Formmantel zusammen mit dem Form
träger nach oben zu ziehen, ohne daß Beschädigungen
am Muffenende auftreten. Die Tragarme wirken zusammen
mit dem Muffenformring als Gegenhalter. Deshalb können
die Formwände vom Formkern und Formmantel parallel zu
einander angeordnet sein, was weitere Vorteile mit sich
bringt. Die Aufnahmeeinrichtungen der Handhabungsein
richtung sind wesentlich einfacher, da sie nur Aufnahme
mittel für den Formmantel und die Palette aufweisen
müssen. Durch diese konstruktiven Vereinfachungen läßt
sich die Handhabungseinrichtung kostengünstiger her
stellen. Ein wesentlicher Vorteil der neuen Handha
bungseinrichtung einschließlich der neuartigen Verrie
gelung des Muffenformringes besteht auch darin, daß
der Muffenformring mittels der Handhabungseinrichtung
in verschiedenen Höhenabständen gegenüber dem Form
träger verriegelbar ist. Hierdurch läßt sich die Form
ohne jegliche weitere Veränderungen zur Produktion
von Schachtunterteilen unterschiedlicher Höhen
(gemeint ist die Höhe "h3" von der Innenseite des
Bodens bis zum Muffenende des Schachtunterteils)
einstellen. Für diese Höheneinstellbarkeit sind parallel
zueinander verlaufende Formwände von Formkern und Form
mantel von entscheidender Bedeutung.
Es wird außerdem auch eine Farm zur Herstellung von
Schachtunterteilen aus Beton oder ähnlichen Formmassen,
bestehend aus einem Formträger, einem Formkern, einem
Formmantel, einem zwischen beide angrenzend an den
Formträger lösbar eingesetzten Muffenring und einer
Palette, die auf das dem Formträger gegenüberliegende,
offene Ende des Formmantels aufsetzbar ist, aufgezeigt,
wobei der Formmantel und die Palette gegebenenfalls
Aufnahmeelemente für den Eingriff von Aufnahmemitteln
einer Handhabungseinrichtung aufweisen, bei der das
Neue der Erfindung darin besteht, daß an dem Muffen
formring in Umfangsrichtung versetzt zueinander mehrere
zum Formträger hin vorstehende Verriegelungselemente
angeordnet sind, die jeweils mehrere in Achsrichtung
des Muffenformringes in Abstand voneinander angeordnete
Ausnehmungen oder Vorsprünge aufweisen, und daß am
Farmmantel bzw. Formkern bzw. am Formträger für jedes
Verriegelungselement ein zugeordnetes Eingriffsteil
befestigt ist, und daß der Muffenformring in verschie
denen Höhenabständen gegenüber dem muffenseitigen Ende
der Form dadurch verriegelbar ist, daß wahlweise eine
der Ausnehmungen oder Vorsprünge in Eingriff mit dem
Eingriffsteil bringbar sind.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in
den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Die Erfindung wird in folgendem, anhand von in der
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 den Querschnitt einer Fertigungsanlage für
Schachtunterteile mit der Handhabungsein
richtung,
Fig. 2 eine Stirnansicht der Handhabungseinrichtung
teilweise im Schnitt in einer ersten Arbeits
stellung,
Fig. 3 bis 7
weitere Arbeitsstellungen,
Fig. 8 einen Querschnitt nach der Linie VIII-VIII
der Fig. 2,
Fig. 9 bis 11
Querschnitte ähnlich der Fig. 1 mit der
Handhabungseinrichtung an verschiedenen
Stationen,
Fig. 12 einen Axialschnitt des Muffenformringes,
Fig. 13 einen Axialschnitt von Farmmantel, Formkern
und Formträger,
Fig. 14 eine Draufsicht in Richtung XIV der Fig. 13,
Fig. 15 einen Axialschnitt der zusammengebauten Form,
Fig. 16 einen Axialschnitt eines Muffenformringes mit
einer zweiten Ausführungsform der Verriege
lungsvorrichtung und der zugehörigen Betäti
gungseinrichtung,
Fig. 17 eine Draufsicht auf den Muffenformring und
den Formmantel in Richtung XVII der Fig. 16,
Fig. 18 Einzelheiten der in Fig. 16 dargestellten
Verriegelungseinrichtung und der Kupplungs
einrichtung in Seitenansicht in Richtung XVIII
der Fig. 19,
Fig. 19 einen Axialschnitt nach der Linie XIX-XIX der
Fig. 18,
Fig. 20 eine weitere Ausführungsform der Kupplungsein
richtung im Axialschnitt in entkuppelter Stel
lung,
Fig. 21 eine Darstellung der gekuppelten Stellung,
Fig. 22 eine Variante des Formkernes in Seitenansicht,
Fig. 23 einen Axialschnitt des zugehörigen Formträgers
mit Formmantel und Muffenformring,
Fig. 24 eine Draufsicht auf die Variante des Formker
nes und Formträgers,
Fig. 25 eine Stirnansicht einer weiteren Ausführungs
form der Handhabungseinrichtung für die in
den Fig. 22 bis 24 dargestellte Variante.
Die erfindungsgemäße Handhabungseinrichtung dient für
Formen zur Herstellung von Schachtunterteilen aus Beton
oder einer ähnlichen Formmasse. So gibt es z. B. beton
ähnliche Formmassen, bei denen anstelle von Zement
Kunstharz verwendet wird, jedoch die Zuschlagsstoffe,
nämlich Gesteinsteile, die gleichen sind wie bei Beton.
Die herzustellenden Schachtunterteile werden überwie
gend einen runden Grundriß aufweisen. Es können jedoch
mit der erfindungsgemäßen Handhabungseinrichtung auch
Formen zur Herstellung von Schachtunterteilen mit einem
vom runden Grundriß abweichenden Grundriß, z. B. einem
quadratischen Grundriß, gehandhabt werden, wie es anhand
der Fig. 16 und 17 erläutert wird.
In Fig. 1 ist eine Betonierstation 1 dargestellt,
die einen Drehtisch 2 aufweist. Der Drehtisch 2 hat
drei oder mehrere in gleichen Winkelabständen ange
ordnete Aufnahmen 3 zur Aufnahme jeweils einer Farm 4
zur Herstellung von Schachtunterteilen aus Beton.
Durch taktweises Drehen des Drehtisches 2 kann jede
der Formen 4 von der Übergabestation 5 zu einer
nicht dargestellten Vorbereitungsstation und von
dort zu der Betonierstation 6 weitergeschaltet
werden. In der Betonierstation 6 wird mittels der
Betoniermaschine 7 Beton von oben her in die Form 4
eingefüllt, verdichtet und an der Oberseite der
Form glattgestrichen. Nachdem dies geschehen ist,
wird auf die Form eine Palette 8 aufgelegt. An der
Übergabestation 5, der nicht dargestellten Vorbe
reitungsstation und der Betonierstation 6 sind je
weils Hubeinrichtungen 9 vorgesehen, mit welchen
die Formen 4 aus ihren Aufnahmen 3 in eine Arbeits
stellung angehoben werden können.
Um leere Formen 4 zur Übergabestation 5 zu bringen
bzw. gefüllte Formen dort zu übernehmen und zu ent
schalen ist die Handhabungseinrichtung 10 vorgesehen.
Diese umfaßt einen Support 11, der an einer Führungs
einrichtung 12 in Richtung H horizontal verschiebbar
ist. Der Support 11 enthält zwei in Abstand vonein
ander angeordnete Aufnahmeeinrichtungen 13, die am
unteren Ende jeweils eines vertikal verschiebbaren
Hubschlittens 14 um eine horizontale Achse A schwenk
bar angeordnet sind. Das Schwenken der beiden Aufnahme
einrichtungen 13 erfolgt jeweils gleichzeitig. Ebenso
werden die beiden Hubschlitten 14 synchron in Rich
tung V auf- und abbewegt. An jeder Aufnahmeeinrich
tung 13 sind Aufnahmemittel 15, 16 in Form von
horizontal verschiebbaren Riegeln vorgesehen, mittels
welchen die Form 4 und die Palette 8 mit den Aufnahme
einrichtungen 13 verbunden werden können. Zu diesem
Zweck weisen die Form 4 und die Palette 8 Aufnahme
elemente 17, 18, beispielsweise in Form von Ausneh
mungen, auf, in welche die Riegel 15, 16 eingreifen
können.
An dem Support 11 ist ferner eine Betätigungseinrich
tung 19 vorgesehen. Diese ist mittels eines am
Support 11 vertikal verschiebbaren Schlittens 20
vertikal verschiebbar und umfaßt einen Träger 21,
der um eine vertikale Achse A1 am Schlitten drehbar
ist. An dem Träger 21 sind mehrere vertikal nach
unten vorstehende Tragarme 22 angebracht. Beim
gezeigten Ausführungsbeispiel sind vier jeweils
um 90° versetzt zueinander angeordnete Tragarme 22
vorgesehen, von denen jedoch der Übersichtlichkeit
halber in der Zeichnung jeweils immer nur zwei dar
gestellt sind. Am unteren Ende jedes Tragarmes 22
ist eine Kupplungseinrichtung 23 vorgesehen.
Die Ausgestaltung der Farm 4 ist nachstehend anhand
der Fig. 12 bis 15 näher erläutert. Die Form 4
besteht aus einem Formträger 24, der gemäß Fig. 14
aus vier kreuzweise angeordneten Tragholmen besteht.
In allen Figuren der Zeichnung, mit Ausnahme von
Fig. 14, ist der Formträger 24 der Einfachheit
halber jeweils um 45° gegenüber seiner in Fig. 14
dargestellten tatsächlichen Position gezeichnet.
Mit dem Formträger 24 ist der zylindrische Formkern
25 und der ebenfalls zylindrische Formmantel 26 un
mittelbar fest verbunden. Dies kann mittels Schrau
ben erfolgen. Unter fest verbunden wird hier ver
standen, daß Formkern 25 und Formmantel 26 während
des Produktionsprozesses fest mit dem Formträger 24
verbunden sind und auch verbunden bleiben. Sie können
jedoch nach Beendigung des Produktionsprozesses zu
Reinigungszwecken und zum Austausch gegen Formkerne
und Formmäntel anderer Abmessungen von dem Form
träger 24 gelöst werden. An dem Formmantel 26 sind
diametral gegenüberliegend zwei Halteteile 27 vor
gesehen, die jeweils eine Ausnehmung 17 zum Eingriff
der Riegel 15 der Aufnahmeeinrichtung 13 aufweisen.
Ferner sind an dem Formmantel 26 jeweils um 90° ver
setzt zueinander Eingriffsteile 28 befestigt, die
mit den nachstehend beschriebenen Verriegelungslei
sten 30 zusammenarbeiten. Die Eingriffsteile 28
könnten auch am Formträger 24 oder Formkern 25 vorge
sehen sein. Zu der Form 4 gehört ferner ein Muffen
formring 29, der an seiner Außenseite vier in
Umfangsrichtung um jeweils 90° zueinander versetzte
Verriegelungsleisten 30 aufweist, die in zusammen
gebautem Zustand der Form 4 zum Formträger 24 hin
vorstehen. Jede der Verriegelungsleisten weist
mehrere in Achsrichtung des Muffenformringes 29 in
Abstand voneinander angeordnete Ausnehmungen 31 auf.
In eine dieser Ausnehmungen 31 greift jeweils eines
der Eingriffsteile 28 ein. Der Muffenformring 29
kann von unten her in den Zwischenraum zwischen
Formkern 25 und Formmantel 26 eingeschoben werden
und durch Drehung um seine Achse an jeweils eine
der Ausnehmungen 31 jeder Verriegelungsleiste 30
in Eingriff mit einem der Eingriffsteile 28 gebracht
werden. Je nachdem welche der Ausnehmungen 31 gewählt
werden, befindet sich der Muffenformring 29 in einem
unterschiedlichen Höhenabstand a zum Formträger 24.
Durch diese Höhenverstellung des Muffenformringes 29
läßt sich der Abstand zwischen der Innenseite des
Muffenformringes 29 und der Bodenfläche 25a des Form
kernes 25 verstellen. Dieser Abstand entspricht der
Höhe h3 des fertigen Schachtunterteils gemäß DIN 4034,
Teil 1, Seite 4. Mit ein und derselben Form können
durch einfache Höhenverstellung des Muffenformringes
29 gegenüber dem Formträger 24 Schachtunterteile mit
unterschiedlichen Höhen h3 gefertigt werden. Die Höhen
verstellung erfolgt in einfacher Weise dadurch, daß
man durch Angriff an den Verriegelungsleisten 30 den
Muffenformring 29 etwas gegenüber dem Formmantel 26
bzw. dem Formträger 24 verdreht, dann etwas höher
oder tiefer schiebt und schließlich wieder in umge
kehrter Richtung zurückverdreht, so daß die Eingriffs
teile 28 in anderen Aussparungen 31, ähnlich wie bei
einem Bajonettverschluß, einrasten. Dies kann, wie
nachfolgend beschrieben wird, mittels der Betätigungs
einrichtung 19 erfolgen. Für die Axialverstellung des
Muffenformringes 29 gegenüber Formkern 25 und Form
mantel 26 ist es vorteilhaft, wenn diese beiden Teile
zylindrisch sind, da dann eine gute Abdichtung zwi
schen diesen Teilen und dem Muffenformring 29 in
jeder Höhenstellung desselben gewährleistet ist.
Am gezeigten, vorteilhaften Ausführungsbeispiel, ist
am freien Ende jeder Verriegelungsleiste 30 jeweils
ein Kupplungsteil 32 angeordnet, welches zu einer
der Kupplungseinrichtungen 23 der Tragarme 22 paßt.
Die Kupplungsteile könnten jedoch gegebenenfalls auch
unmittelbar am Muffenformring 29 angeordnet sein.
Die Arbeitsweise der Handhabungseinrichtung wird nach
stehend erläutert:
Fig. 1 zeigt eine Arbeitsstellung des Supportes 11,
an welcher die mit Beton gefüllte Form 4 an der Über
gabestation 5 übernommen wird. Zu diesem Zweck wurde
die Form mittels der Hubvorrichtung 9 aus der Aufnahme
3 des Drehtisches 2 angehoben. Mittels der Riegel 15,
16 wird die Form mit den Aufnahmeeinrichtungen 13 ver
riegelt. Die Hubschlitten 14 werden vertikal nach oben
in ihre obere Position verschoben, wie es in Fig. 2
gezeigt ist. In dieser Stellung der Hubschlitten 14
werden die Aufnahmeeinrichtungen 13 gleichzeitig um
die horizontale Drehachse A um 180° geschwenkt, so
daß dann die Form 4 die in Fig. 3 dargestellte Lage
einnimmt. In dieser Position befindet sich das beto
nierte Schachtunterteil S in seiner Normalstellung,
d. h. der Boden 33 ist nunmehr unten angeordnet und
ruht auf der Palette 8, während das Muffenende oben
angeordnet ist. Der Support 11 wird dann gemäß Fig. 1
nach rechts horizontal verfahren, bis er sich gemäß
Fig. 9 in der Entschalposition 35 oberhalb einer
senkrecht zur Zeichenebene verlaufenden Fertigungs
straße befindet. Die Hubschlitten 14 werden abgesenkt
und die Palette 8 gemäß Fig. 4 auf der Fertigungs
straße auf einer Fördereinrichtung 36 der Fertigungs
straße abgesetzt. Gleichzeitig wird die Betätigungs
einrichtung 19 nach unten bewegt und ihre Tragarme
22 werden über die Kupplungseinrichtungen 23 mit den
Kupplungsteilen 32 der Verriegelungsleisten 30 ge
kuppelt. Mittels des Stellantriebes 37 wird der
Träger 21 um die vertikale Achse A1 gedreht und
dreht dabei auch den über die Tragarme 22, die
Kupplungseinrichtungen 23 und die Verriegelungs
leisten 30 angekuppelten Muffenformring 29. Bei der
Drehung treten die Verriegelungsleisten 30 aus den
Eingriffsteilen 28 aus und der Muffenformring 29
ist damit entriegelt. Durch die Drehbewegung des
Muffenformringes 29 gegenüber dem Schachtunterteil S
wird auch dessen Muffenende 34 geglättet. Anschlies
send werden die Riegel 16 von der Palette 8 gelöst
und die Hubschlitten 14 gemäß Fig. 5 nach oben
bewegt. Die Hubschlitten 14 nehmen hierbei über die
Riegel 15 den Formmantel 26 und den für den Form
träger 24 mit ihm fest verbundenen Formkern 25
nach oben mit. Der Muffenformring 29 wird jedoch
durch die Tragarme 22 auf dem Muffenende 34 gehal
ten und durch dieses Gegenhalten des Muffenform
ringes 29 wird eine Beschädigung des Muffenendes 34
beim Entschalvorgang verhindert. Die Tragarme 22
sollten daher so lang ausgebildet sein, daß beim
Entschalen der durch die Tragarme gehaltene Muffen
formring 29 auf dem Muffenende 34 des Schachtunter
teils S verbleibt bis der Formkern 25 und der Form
mantel 26 nach oben von dem Schachtunterteil S abge
zogen sind, wie es in Fig. 5 dargestellt ist. An
schließend fahren die Hubschlitten 14 in ihre obere
Position. Auch die Betätigungseinrichtung 19 wird
nach oben verschoben und durch Zurückdrehen des
Trägers können dann in der in Fig. 6 dargestellten
Lage die Verriegelungsleisten in vorbestimmtem Höhen
abstand des Muffenformringes 29 wieder mit den Ein
griffsteilen 28 in Eingriff gebracht und verriegelt
werden. Anschließend werden die Kupplungseinrichtun
gen 23 gelöst und die Betätigungseinrichtung 19 gemäß
Fig. 7 vollständig nach oben verfahren. Die zusammen
gebaute und verriegelte Form 4 kann nun durch Verfah
ren des Supportes 11 entweder zum Drehtisch 2 zurück
gebracht und in eine leere Aufnahmereihe desselben
eingesetzt werden, oder der Support 11 kann gemäß
Fig. 11 zu einer Formwechselstation 38 verfahren
werden. Dort wird die bisher benutzte Form um 180°
geschwenkt und abgestellt, sowie eine neue Form auf
genommen.
Wenn jedoch nur der Muffenformring 29 gewechselt
werden soll, dann wird der Support aus der in
Fig. 6 gezeigten Stellung, in welcher der Muffen
formring 29 noch mit den Tragarmen 22 gekuppelt ist,
gemäß Fig. 10 in eine Muffenformring-Wechselstation 39
verfahren, wo zunächst der bisher verwendete Muffenform
ring an einem freien Platz abgesetzt wird. Dies erfolgt
dadurch, daß gleichzeitig die Hubschlitten 14 und die
Betätigungseinrichtung 19 nach unten bewegt werden,
bis sich der Formmantel 26 in geringem Abstand zum
Boden befindet. Es wird dann die Betätigungseinrich
tung 19 noch weiter abgesenkt bis der Muffenformring
29 eine Unterlage erreicht hat. Nach dem Lösen der
Kupplungseinrichtungen 23 werden Betätigungseinrich
tung 19 und Hubschlitten 14 wieder so weit nach oben
bewegt, bis sich der Formmantel 26 oberhalb der Ver
riegelungsleisten 30 befindet. Der Support 11 wird
dann zu einem bereitgestellten anderen Muffenform
ring verfahren. Dieser wird über die Kupplungsein
richtungen 23 mit den Tragarmen 22 verbunden und dann
in der gleichen Weise, wie es vorstehend anhand der
Fig. 6 nach Beendigung des Entschalungsvorganges
beschrieben wurde, wieder mit dem Formmantel 26 ver
riegelt.
In den Fig. 16-20 ist noch ein weiteres Ausfüh
rungsbeispiel einer Verriegelungsvorrichtung für den
Muffenring mit unterschiedlichen Kupplungseinrichtun
gen dargestellt. Teile gleicher Funktion sind mit den
gleichen Bezugszeichen bezeichnet wie bei dem bisheri
gen Ausführungsbeispiel, gegebenenfalls unter Hinzu
fügung eines Indexstriches. Die vorstehende Beschrei
bung trifft daher sinngemäß auch auf die in den Fig.
16-20 dargestellten Ausführungsformen zu, soweit
nachfolgend keine andere Beschreibung erfolgt.
Die in Fig. 16-20 dargestellte Ausführungsform der
Verriegelungsvorrichtung 28', 30' eignet sich besonders
für Formen zur Herstellung von Schachtunterteilen mit
einem vom kreisförmigen Grundriß abweichenden Grundriß,
z. B. einem quadratischen Grundriß. Dementsprechend ist
in den Fig. 16 und 17 ein im wesentlichen quadrati
scher Muffenring 29' dargestellt, der in einen quadra
tischen Formmantel 26' paßt. Der Übersichtlichkeit
halber sind hier der Formkern und auch der Formträger
in der Zeichnung nicht dargestellt. An dem Muffenform
ring 29' sind in Umfangsrichtung versetzt zueinander
mehrere zum nicht dargestellten Farmträger, d. h. nach
oben hin vorstehende Bolzen 33 vorgesehen, die mit dem
Muffenformring 29' fest verschweißt sind. Jeder Bolzen
33 weist an seinem oberen Ende ein Kupplungsteil 34
bzw. 35 (Fig. 20, 21) auf. Unterhalb des Kupplungs
teiles ist der Bolzen 33 von einer Verriegelungshülse
30' umgeben, die auf dem Bolzen 33 drehbar, jedoch
axial nicht verschiebbar angeordnet ist. Die Verriege
lungshülse 30' weist mehrere in Richtung ihrer Dreh
achse A3 in Abstand übereinander angeordnete Verriege
lungsnasen 36 auf. Am Formmantel 26 ist für jede Ver
riegelungshülse 30' ein Eingriffsteil 28' befestigt.
Das Eingriffsteil 28' weist eine Ausnehmung 37 auf,
in welche jeweils eine der Verriegelungsnasen 36 in
Eingriff gebracht werden kann. Dies erfolgt durch
Drehen der Verriegelungshülse 30' um ihre Achse A3.
Die Eingriffsteile 28' könnten auch am Formkern oder
auch am Formträger befestigt sein.
Diese Ausgestaltung der Verriegelungsvorrichtung 28',
30' erfordert auch eine abgewandelte Form der Betäti
gungseinrichtung. Jeder der Tragarme 22' ist in diesem
Fall über einen Drehantrieb 38 mit dem Träger 21' ver
bunden, der in diesem Fall fest mit dem Schlitten 20
der Betätigungseinrichtung verbunden sein kann. Mittels
der Drehantriebe 38 können die Tragarme 22' in entgegen
gesetzten Drehrichtungen jeweils um 90° um die Achse A3
gedreht werden. Die an den unteren Enden der Tragarme
vorgesehenen Kupplungseinrichtungen 23' bzw. 23"
(Fig. 20, 21) sind in diesem Fall so ausgebildet, daß
mit ihnen die Kupplungsteile 34 bzw. 35 an den Bolzen
33 nicht nur in Achsrichtung zug- und schubfest ver
bunden werden können, sondern auch drehfest.
Bei dem in Fig. 16-19 dargestellten Ausführungsbei
spiel ist die Kupplungseinrichtung 28' des Tragarmes
22' nach Art eines Bajonettverschlusses ausgebildet.
An einen zum unteren Ende des Tragarmes 22' hin offenen
Axialschlitz 39 schließt sich ein Querschlitz 40 an.
Das Kupplungsteil 34 weist einen seitlich vorstehen
den Vorsprung 34a auf, der in den Axialschlitz 39
und den Querschlitz 40 paßt. Zum Ankuppeln des Bolzens
33 an den Tragarm 22' wird jeder Tragarm in die in
Fig. 16-19 gezeigte Stellung gebracht, in welcher
der Axialschlitz 39 mit dem Verriegelungsvorsprung 34a
fluchtet. Die Tragarme 22' werden nach unten abgesenkt,
bis der Vierriegelungsvorsprung 34a das obere Ende
des Axialschlitzes 39 erreicht hat. Durch die Dreh
antriebe 38 werden die Tragarme gedreht, wobei jeder
Verriegelungsvorsprung 34a in den Querschlitz 40 ein
tritt. Diametral gegenüberliegend zum Axialschlitz 39
ist ein weiterer Axialschlitz 41 vorgesehen, in welchen
die oberste Verriegelungsnase 36 eintritt. Bei Drehung
des Tragarmes 22' wird über den Axialschlitz 41 und
die oberste Verriegelungsnase 36 die Verriegelungshülse
30' gedreht. Damit wird jede der Verriegelungsnasen 36,
die sich vorher in Eingriff mit der Ausnehmung 37 des
Eingriffsteiles 28' befand, außer Eingriff gebracht
und somit der Muffenformring 29' von den übrigen Teilen
der Form gelöst. Gleichzeitig wird jedoch durch den
Eingriff des Verriegelungsvorsprunges 34a in den Quer
schlitz 40 eine zug- und schubfeste Verbindung zwischen
Tragarm 22' und Bolzen 33 hergestellt. Wenn umgekehrt
der Muffenformring 29' wieder in der Form verriegelt
werden soll, wird jeder Tragarm 22' in entgegenge
setzter Richtung gedreht, wodurch jeweils eine der
Verriegelungsnasen 36 in Eingriff mit der Ausnehmung
37 gebracht wird und gleichzeitig der Verriegelungs
vorsprung 34a wieder in den Bereich des Axialschlitzes
39 gelangt.
Das in Fig. 20 und 21 dargestellte Ausführungsbeispiel
unterscheidet sich vom vorhergehenden Ausführungsbei
spiel nur in der Ausgestaltung der Kupplungseinrichtung
23' und des zugehörigen Kupplungsteiles 35. Die Kupp
lungseinrichtung 23' ist eine Manschette 42 mit einem
Ringkanal 43, der hydraulisch beaufschlagbar ist. Die
Manschette 42 weist eine Aufnahmebohrung 44 auf. Das
Kupplungsteil 35 ist als Zapfen ausgebildet, der in die
Aufnahmebohrung 44 paßt. Wenn der Zapfen 35 gemäß
Fig. 21 in die Aufnahmebohrung 44 eingreift, kann durch
hydraulische Beaufschlagung des Ringkanales 43 der Durch
messer der Aufnahmebohrung 44 verkleinert werden, wo
durch sich die Manschette 42 klemmend an den Zapfen 44
anlegt und sowohl eine zug- und schubfeste Verbindung
als auch eine drehfeste Verbindung zwischen dem Trag
arm 22' und dem Bolzen 33 hergestellt wird.
In bestimmten Fällen kann es vorteilhaft sein, wenn mit
ein und derselben Form Schachtunterteile mit unterschied
lich dicken Böden (unterschiedlich dicken Solplatten)
gefertigt werden können. Anhand der Fig. 22-25
wird nachstehend eine Variante einer derartigen Form
und der zugehörigen weiteren Ausführungsform der Hand
habungseinrichtung beschrieben. Der Formmantel 26 und
der Muffenformring 29 entsprechen dem in Fig. 1-16
dargestellten Ausführungsbeispiel, so daß für Teile
gleicher Funktion die dort verwendeten Bezugszeichen
verwendet worden sind und die zu den Fig. 1-15
gegebenen Erläuterungen sinngemäß zutreffen. Ähnliches
gilt auch bezüglich der in Fig. 25 dargestellten
Variante der Handhabungseinrichtung. Bei der in Fig.
22-24 dargestellten Variante der Form soll der im
wesentlichen zylindrische Formkern 25' in verschiedenen
Höhenlagen gegenüber dem Formträger 24' verriegelbar
sein. Zu diesem Zweck ist der Formträger 24' bei dem
dargestellten Ausführungsbeispiel im wesentlichen
ringförmig ausgebildet und weist an mehreren, in
seiner Umfangsrichtung bzw. in Umfangsrichtung des
Formkernes 25' zueinander versetzten Stellen 45 je
weils mehrere in Achsrichtung A1 des Formkernes 25'
in Abstand voneinander angeordnete Ausnehmungen 46
auf. Jede dieser Ausnehmungen 46 verläuft in Umfangs
richtung des Formträgers 24' über einen gewissen
Umfangswinkel. Am Formkern 25' ist für jede Stelle 45
ein zugeordnetes Eingriffsteil 47 befestigt, welches
zur Verriegelung durch Drehung des Formkernes 25' um
seine vertikale Achse A1 in Eingriff in eine der Aus
nehmungen 46 der Stellen 45 bringbar ist. Ruf diese
Weise können mit der in den Fig. 22-25 dargestell
ten Form Schachtunterteile mit vier verschieden dicken
Böden gefertigt werden, je nachdem, ob man die Ein
griffsteile 47 in die obersten Ausnehmungen 46, die
untersten Ausnehmungen 46, oder die dazwischenliegenden
in Eingriff bringt.
Damit dies ebenfalls mittels der erfindungsgemäßen
Handhabungseinrichtung erfolgen kann, ist an der
Betätigungseinrichtung 19 eine weitere Kupplungsein
richtung 48 angeordnet. Diese weitere Kupplungsein
richtung 48 weist mindestens zwei Greifer 49 auf,
die mit einem am oberen Ende des Formkernes 25' vor
gesehenen Kupplungsteil 50 zusammenwirken. Dieses
Kupplungsteil 50 weist einen Flansch 51 auf, der in
Kupplungsstellung von den Greifern 49 unterfaßt wird,
wie es in Fig. 25 dargestellt ist. Hierdurch wird der
Formkern 25' sowohl tragend als auch drehfest mit der
Betätigungseinrichtung 19 verbunden. Die Hupplungsein
richtung 48 ist bei diesem Ausführungsbeispiel an der
Unterseite des um die vertikale Achse A1 drehbaren
Trägers 21 angeordnet, der mittels des Stellantriebes
37 gedreht werden kann, und der auch die Tragarme 22
trägt.
Um den Formkern 25' mit dem Formträger 24' zu verbinden,
wird gemäß Fig. 25 der Schlitten 20 vertikal nach unten
abgesenkt, bis der Formkern 25' die gewünschte Höhenlage
gegenüber dem Formträger 24' einnimmt. Durch Drehung des
Trägers 21 mittels des Stellantriebes 27 werden die Ein
griffsteile 47 in die in der gleichen Höhenlage befind
lichen Ausnehmungen 46 bewegt und hierdurch der Formkern
25' gegenüber dem Formträger 24' nach Art eines Bajonett
verschlusses verriegelt. Während des ganzen Fertigungs
prozesses bleiben dann diese beiden Teile fest miteinan
der verbunden. Das Lösen des Formkernes 25' vom Formträger
24' erfolgt in umgekehrter Reihenfolge. Gegebenenfalls
könnte anstelle der beschriebenen und dargestellten,
bejonettverschlußartig wirkenden Verriegelungsvorrich
tung 45-47 auch eine andere Verriegelungsvorrichtung,
z. B. ähnlich wie die in den Fig. 16-20 dargestell
ten Verriegelungsvorrichtungen, vorgesehen sein.
Claims (20)
1. Handhabungseinrichtung für Formen zur Herstellung
von Schachtunterteilen aus Beton oder ähnlichen
Formmassen, mit einem horizontal beweglichen Support
und mit mindestens einer zur Aufnahme, zum Heben und
zum Wenden jeweils einer Form bestimmten Aufnahmeein
richtung, die im Support vertikal verschiebbar, sowie
um eine horizontale Schwenkachse schwenkbar ist,
und die Aufnahmemittel für die Form und eine Palette
aufweist, wobei die Form aus einem Formträger, einem
im wesentlichen zylindrischen Formkern, einem im
wesentlichen zylindrischen Formmantel und einem
zwischen beide angrenzend an den Formträger lösbar
eingesetzten Muffenformring besteht und eine Palette
vorgesehen ist, die auf das dem Formträger gegenüber
liegende, offene Ende des Formmantels aufsetzbar ist,
und wobei der Formmantel und die Palette Aufnahme
elemente für den Eingriff der Aufnahmemittel aufwei
sen, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Support (11)
eine vertikal verschiebbare Betätigungseinrichtung (19)
mit mindestens zwei vertikal nach unten vorstehenden
Tragarmen (22, 22') vorgesehen ist, die an ihren
unteren Enden jeweils eine Kupplungseinrichtung
(23, 23', 23") zum Ankuppeln eines Muffenformringes
(29, 29') tragen, daß an dem Muffenformring zu den
Kupplungseinrichtungen (23, 23', 23") passende
Kupplungsteile (32, 34, 35) angeordnet sind, daß
zwischen dem Muffenformring (29, 29') und dem muffen
seitigen Ende der Form (4) eine mittels der Tragarme
(22, 22') verriegelbare und lösbare Verriegelungsvor
richtung (28, 30; 28', 30') vorgesehen ist, mittels
welcher der Muffenformring in verschiedenen Höhenab
ständen (a) gegenüber dem muffenseitigen Ende der
Form (4) verriegelbar ist, und daß der Formkern
(25, 25') und der Formmantel (26, 26') zumindest
während des Produktionsprozesses unmittelbar mit
dem Formträger (24, 24') fest verbunden sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Betätigungseinrichtung (19) um eine verti
kale Achse (A1) drehbar ist und daß der Muffenform
ring (29) in verschiedenen Höhenabständen gegenüber
dem Formträger (24, 24') oder dem Formmantel (26)
oder dem Formkern (25) durch Drehung um die vertikale
Achse (A1) nach Art eines Bajonettverschlusses ver
riegelbar bzw. lösbar ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß an dem Muffenformring (29) in Umfangsrichtung
versetzt zueinander mehrere zum Formträger (24, 24')
hin vorstehende Verriegelungsleisten (30) fest ange
ordnet sind, die jeweils mehrere in Achsrichtung (A1)
des Muffenformringes (29) in Abstand voneinander ange
ordnete Ausnehmungen (31) aufweisen, und daß am Form
mantel (26) bzw. Formkern (25) bzw. Formträger (24,
24') für jede Verriegelungsleiste (30) ein zugeord
netes Eingriffsteil (28) befestigt ist, welches zur
Verriegelung durch Drehung des Muffenformringes (29)
in Eingriff in eine der Ausnehmungen (31) einer der
Verriegelungsleisten (30) bringbar ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß an den freien Enden der Verriegelungs
leisten (30) jeweils ein Kupplungsteil (32) vorge
sehen ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß an dem Muffenformring (29') in Umfangsrichtung
versetzt zueinander mehrere zum Formträger (24) hin
vorstehende Bolzen (33) fest angeordnet sind, daß
jeder Bolzen an seinem oberen, freien Ende ein
Kupplungsteil (34, 35) aufweist, daß jeder Bolzen
(33) unterhalb des Kupplungsteiles von einer um die
Bolzenachse (A3) drehbaren Verriegelungshülse (30')
umgeben ist, die mehrere in Richtung ihrer Drehachse
(A3) in Abstand übereinander angeordnete Verriege
lungsnasen (36) aufweist, und daß am Formmantel (26')
bzw. Formkern bzw. Formträger für jede Verriegelungs
hülse (30') ein zugeordnetes Eingriffsteil (28') be
festigt ist, mit welchem zur Verriegelung durch
Drehung der Verriegelungshülse (30') jeweils eine
ihrer Verriegelungsnasen (36) in Eingriff bringbar
ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß jeder Tragarm (22') um eine vertikale
Achse (A3) drehbar ist und seine Kupplungseinrichtung
(23') nach Art eines Bajonettverschlusses ausgebildet
und mit dem dazu passend ausgebildeten Kupplungsteil
(34) einer der Balzen (33) durch Axialverschiebung
und durch Drehen kuppelbar bzw. lösbar ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß jeder Tragarm (22') um eine vertikale
Achse (A3) drehbar ist und seine Kupplungseinrich
tung (23") eine Manschette (42) mit einer Aufnahme
bohrung (44) ist, deren Durchmesser durch hydraulische
Beaufschlagung verkleinerbar ist, und daß das Kupp
lungsteil (35) am Bolzen (33) ein in die Aufnahme
bohrung passender Zapfen ist.
8. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Formträger (24)
Öffnungen zum vertikalen Durchtritt der Tragarme
(22, 22') aufweist.
9. Einrichtung nach Rnspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Tragarme (22, 22') so lang ausgebildet sind,
daß die übrigen Teile (24, 24', 25, 25', 26) der
Form gegenüber dem Muffenformring (29, 29') nach oben
verschoben werden können, bis der Muffenformring unten
aus dem offenen Ende der Form (4) austritt.
10. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß in dem Support zwei zur
Aufnahme, zum Heben und zum Wenden jeweils einer
Form (4) bestimmte Aufnahmeeinrichtungen (13) vor
gesehen sind, die einander gegenüberstehend in hori
zontalem Abstand voneinander angeordnet, gleichzeitig
im Support (11) vertikal verschiebbar, sowie um eine
gemeinsame horizontale Schwenkachse (A) schwenkbar
sind.
11. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Support (11) über
mehrere Stationen (5, 35, 38, 39) verfahrbar ist,
mindestens umfassend eine Übernahme-/Übergabestation
(5), eine Muffenformringwechselstation (39), eine
Entschalstation (35), eine Formwechselstation (38).
12. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Rnsprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß an der Betätigungsein
richtung (19) eine weitere Kupplungseinrichtung (48)
zum Ankuppeln eines Formkernes (25') angeordnet ist,
daß an dem Formkern (25') mindestens ein zu der
Hupplungseinrichtung (48) passendes Kupplungsteil
(50) vorgesehen ist und daß zwischen dem Formkern
(25') und dem Formträger (24') eine Verriegelungs
vorrichtung (45-47) vorgesehen ist, mittels
welcher der Formkern (25') in verschiedenen Höhen
lagen gegenüber dem Formträger (24') verriegelbar
ist.
13. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß ein die weitere Kupplungseinrichtung (48) tragen
des Bauteil (21) der Betätigungseinrichtung (19) oder
die Betätigungseinrichtung (19) selbst um eine verti
kale Achse (A1) drehbar ist, und daß der Formkern
(25') in verschiedenen Höhenlagen gegenüber dem Form
träger (24') durch Drehung um die vertikale Achse
(A1) nach Art eines Bajonettverschlusses verriegelbar
bzw. lösbar ist.
14. Einrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
daß an dem Formträger (24') an mehreren in Umfangs
richtung des Formkernes (25') zueinander versetzten
Stellen (45) jeweils mehrere in Achsrichtung (A1)
des Formkernes (25') in Abstand voneinander angeord
nete Ausnehmungen (46) vorgesehen sind und daß am
Formkern (25') für jede Stelle (45) ein zugeordnetes
Eingriffsteil (47) befestigt ist, welches zur Verrie
gelung durch Drehung des Formkernes (25') in Ein
griff in eine der Ausnehmungen (46) einer der Stellen
(45) bringbar ist.
15. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß am Formkern (25') als Kupplungsteil (50) ein zen
traler Flansch (51) vorgesehen ist und daß die Kupp
lungseinrichtung (48) mindestens zwei den Flansch in
Kupplungsstellung unterfassende Greifer (49) auf
weist.
16. Form zur Herstellung von Schachtunterteilen aus Beton
oder ähnlichen Formmassen, bestehend aus einem Form
träger, einem Formkern, einem Formmantel, einem
zwischen beide angrenzend an den Formträger lösbar
eingesetzten Muffenring und einer Palette, die auf
das dem Formträger gegenüberliegende, offene Ende
des Formmantels aufsetzbar ist, wobei der Formmantel
und die Palette gegebenenfalls Aufnahmeelemente für
den Eingriff von Aufnahmemitteln einer Handhabungs
einrichtung aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß
an dem Muffenformring (29, 29') in Umfangsrichtung
versetzt zueinander mehrere zum Formträger (24, 24')
hin vorstehende Verriegelungselemente (30, 30') ange
ordnet sind, die jeweils mehrere in Achsrichtung (A1)
des Muffenformringes in Abstand voneinander angeord
nete Ausnehmungen (31) oder Vorsprünge (36) aufweisen,
und daß am Formmantel (26, 26') bzw. Formkern (25, 25')
bzw. am Formträger (24, 24') für jedes Verriegelungs
element (30, 30') ein zugeordnetes Eingriffsteil (28,
28') befestigt ist, und daß der Muffenformring (29, 29')
in verschiedenen Höhenabständen gegenüber dem muffen
seitigen Ende der Form (4) dadurch verriegelbar ist,
daß wahlweise eine der Ausnehmungen (31) oder Vor
sprünge (36) in Eingriff mit dem Eingriffsteil (28,
28') bringbar sind.
17. Form nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß
bei einer Form mit im wesentlichen zylindrischem
Formmantel (26) und Formkern (25, 25') jedes Verrie
gelungselement als fest mit dem Muffenformring (29)
verbundene Verriegelungsleiste (30) mit mehreren Aus
nehmungen (31) ausgebildet ist und daß zur Verriege
lung des Muffenformringes (29) gegenüber Formmantel
(26) bzw. Formkern (25, 25') bzw. Formträger (24, 24')
durch Relativdrehung des Muffenformringes (29) gegen
über den vorgenannten Farmteilen (24, 24', 25, 25', 26)
um seine Achse (A1) eine der Ausnehmungen (31) bajonett
verschlußartig in Eingriff mit dem Eingriffsteil (28)
bringbar ist.
18. Form nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß
jedes Verriegelungselement einen fest mit dem Muffen
formring (29') verbundenen Bolzen (33) umfaßt, daß
jeder Bolzen von einer um die Bolzenachse (A3) dreh
baren Verriegelungshülse (30') umgeben ist, die
mehrere in Richtung ihrer Drehachse (A3) in Abstand
übereinander angeordnete Verriegelungsnasen (36) auf
weist, derart, daß zur Verriegelung durch Drehung
der Verriegelungshülse (30') jeweils eine ihrer Ver
riegelungsnasen (36) in Eingriff mit dem Eingriffs
teil (28') bringbar ist.
19. Form nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch ge
kennzeichnet, daß Formkern (25) und Formmantel (26,
26') zumindest während des Produktionsprozesses fest
mit dem Formträger (24) verbunden sind.
20. Form nach einem der vorhergehenden Ansprüche 16 bis
19, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Form mit
im wesentlichen zylindrischem Formkern (25') an
einem ringförmigen Formträger (24') an mehreren in
Umfangsrichtung des Formträgers (24') zueinander
versetzten Stellen (45) jeweils mehrere in Achsrich
tung (A1) des Formkernes (25') in Abstand vonein
ander angeordnete Ausnehmungen (46) vorgesehen sind
und daß am Formkern (25') für jede Stelle (45) ein
zugeordnetes Eingriffsteil (47) befestigt ist, welches
zur Verriegelung durch Drehung des Formkernes (25')
in Eingriff in eine der Ausnehmungen (46) einer der
Stellen (45) bringbar ist.
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