DE19825224A1 - Strömungskörper zur Beeinflussung strömender Medien - Google Patents
Strömungskörper zur Beeinflussung strömender MedienInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Strömungskörper zur Beeinflussung strömender Medien. Der erfindungsgemäße Strömungskörper weist eine Außenstruktur mit einer Außenhaut und einer Innenstruktur auf, welche von der Außenstruktur umschlossen wird und welche an die Außenstruktur derart angekoppelt ist, daß von der Innenstruktur auf die Außenstruktur Kräfte und Momente ausübbar sind. Die Innenstruktur ist erfindungsgemäß zum Übertragen eines definierten lokalen Biegemoments auf die Außenstruktur ausgebildet, wobei das Biegemoment auf der Grundlage einer relativen Verschiebung von Außenhautabschnitten, welche durch eine Kraftübertragungseinrichtung erzwungen wird, gemäß einer vorgegebenen Biegelinie der Außenstruktur steuerbar ist.
Description
Die Erfindung betrifft einen Strömungskörper zur Beeinflus
sung strömender Medien gemäß dem Oberbegriff des Patentan
spruchs 1 sowie dessen Verwendung gemäß Patentanspruch 22.
Strömungskörper oder Körper zur Beeinflussung strömender
Medien finden Anwendung in einer Vielzahl sehr unterschied
licher technischer Gebiete. Ein wesentlicher Aspekt bei der
Verwendung derartiger Strömungskörper ist in all diesen
technischen Gebieten das generelle Prinzip, nach welchem
der Strömungskörper und das strömende Medium sich relativ
zueinander bewegen und der Strömungskörper dabei von dem
Medium zumindest teilweise umströmt wird. Durch die Wech
selwirkung zwischen strömendem Medium und der Oberfläche
des Strömungskörpers wird die Strömung des Mediums z. B. da
durch beeinflußt, daß die Strömungsrichtung zumindest ab
schnittsweise in der Strömung verändert wird. Dadurch wer
den aber auch die lokalen Strömungsgeschwindigkeiten sowohl
der Richtung nach wie auch dem Betrage nach verändert.
Durch diese Veränderung resultiert nach den Gesetzen der
Fluiddynamik eine Kraft zwischen dem Strömungskörper und
dem strömenden Medium.
Die auf den Strömungskörper wirkende Kraft wird in den
technischen Anwendungsgebieten als lokale oder auch resul
tierende Auftriebs-, Abtriebs- und/oder auch Quertriebs
kraft nutzbar gemacht.
Als typische Anwendungsgebiete, in denen Strömungskörper
zur Beeinflussung strömender Medien eingesetzt werden, sei
der Bereich der Luftfahrzeug- und/oder Wasserfahrzeugtech
nik genannt.
Dabei werden die entsprechenden Strömungskörper nicht nur
im Bereich der Tragflächen oder des Tragwerks bzw. des
Steuer- oder Leitwerks eingesetzt, sondern die Strömungs
körper finden auch Anwendung im Bereich der Antriebsmittel
für derartige Fahrzeuge, z. B. bei Rotorblättern, Turbinen,
Turbinenschaufeln, bei Propellern oder dergleichen.
Gemein ist all diesen technischen Gebieten, daß die
Strömungskörper durch eine freie oder eine erzwungene Be
wegung in einem Medium, sei es ein Gas oder eine Flüssig
keit, von dem Medium umströmt werden.
Der Betrieb und der Einsatz der Strömungskörper läßt sich
in der Regel in verschiedene Phasen oder zeitliche Ab
schnitte unterteilen, im einfachsten Fall nämlich in eine
Anfangsphase, eine stationäre Betriebsphase und in eine
Endphase. Beim Flugbetrieb wären z. B. die Startphase, der
eigentliche Flug und die Landephase zu nennen.
Gemäß den unterschiedlichen zeitlichen Abschnitten oder
Phasen ist es wünschenswert, dem Strömungskörper, z. B. einer
Tragfläche eines Flugzeugs, für die jeweilige Phase optima
le Betriebseigenschaften zuzuschreiben.
Bekannt ist zudem, daß die geometrischen Eigenschaften,
insbesondere die Form, die Gewichtsverteilung und die Ober
flächeneigenschaften, welche maßgeblich die Grenzschicht
zwischen Strömungskörper und umströmendem Medium beein
flussen, das Verhalten des Strömungskörpers im strömendem
Medium definieren.
Zur Anpassung und Optimierung des Strömungsverhaltens des
Strömungskörpers im Medium werden bereits Strömungskörper
eingesetzt, welche in ihrer geometrischen Anordnung und
damit in ihrem Strömungsprofil an die entsprechende Be
triebsphase und Situation im strömenden Medium angepaßt
werden können.
So sind z. B. bei Flugzeugen während der Start- und während
der Landephase den Auftrieb von Tragflächen und den Strö
mungswiderstand des Flugzeugs allgemein beeinflussende
Start-/Landeklappen vorgesehen. Diese werden bei Düsenjets
als zusätzliches Tragflächenelement in den Strömungsweg der
die Tragfläche umströmenden Luft eingebracht, wodurch der
Auftrieb und der Strömungswiderstand des Flugkörpers ver
ändert werden, um ein Starten oder ein Landen des Flug
körpers mit jeweils gegenüber der normalen Reisegeschwin
digkeit verminderten Geschwindigkeit zu ermöglichen.
Andererseits sind auch vielfältige Maßnahmen bekannt, mit
denen die Wölbung von Tragflächen bei Flugzeugen oder
anderen Fahrzeugen an eine bestimmte Strömungssituation an
gepaßt werden können, um z. B. die Flug- oder allgemeine
Bewegungsstabilität des Fahrzeugs zu gewährleisten.
All diese bekannten Maßnahmen sind aufwendig in ihren Ein
richtungen, im Betrieb und in ihrer Handhabung, weil sie
eine Vielzahl, oft auch mehrteilige mechanische Elemente,
wie z. B. ausfahrbare Landeklappen, beinhalten, welche den
Betrieb derartiger Einrichtungen unnötig verteuern und
gegenüber Störungen anfällig machen.
Demgegenüber ist in dem US-Patent US-PS 5,150,864 eine
Steuerung für eine Tragfläche mit variablem Auftrieb vor
geschlagen worden.
Bei dieser bekannten Tragfläche wird ein Strömungskörper
zur Beeinflussung strömender Medien geschaffen, welcher
eine Außenstruktur mit einer Außenhaut aufweist. Der Strö
mungskörper an sich ist im wesentlichen hohl ausgebildet
und besitzt aufgrund der Außenstruktur mit Außenhaut eine
bestimmte geometrische Anordnung, an welcher das zu beein
flussende Medium entlang- und vorbeiströmt. Im Inneren der
Tragfläche ist eine Innenstruktur vorgesehen, welche von
der Außenstruktur und den Außenhäuten zumindest in einer
ersten Richtung querschnittsmäßig im wesentlichen umschlos
sen wird.
Die Innenstruktur ist dabei an die Außenstruktur der Trag
fläche derart ankoppelbar, daß die geometrische Anordnung
der Außenstruktur der Tragfläche dadurch variabel und
steuerbar wird, daß von der Innenstruktur Kräfte auf die
Außenstruktur der Tragfläche ausübbar sind. Ferner ist da
bei eine Einrichtung zum Übertragen von Kräften auf die
Außenstruktur vorgesehen, wobei die Kräfte bewirken, daß
zumindest ein erster Außenhautabschnitt und ein zweiter
Außenhautabschnitt der Außenhaut der Tragfläche durch die
übertragenen Kräfte relativ zueinander bewegbar sind.
Es wird dadurch erreicht, daß mit einer im wesentlichen ge
schlossenen Außenstruktur das fluiddynamische Profil des
Strömungskörpers, also der Tragfläche, dadurch beeinflußbar
wird, daß in dem angesprochenen Fall, ein Bereich der Trag
fläche unter dem Einfluß der wirkenden Kräfte gegenüber dem
Rest der Tragfläche eine andere strömungswirksame Neigung
erhält, mithin also lokal abknickt.
Wünschenswert bei einem derartigen Strömungskörper ist
aber zur möglichst variablen Beeinflussung des strömenden
Mediums eine über das reine Abknicken einer Tragfläche
hinausgehende Modellieren des Strömungsprofils über dessen
gesamten Verlauf. Dies ist mit diesem bekannten Steuerungs
mechanismus für den Auftrieb einer Tragfläche nicht mög
lich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen
Strömungskörper zur Beeinflussung strömender Medien zu
schaffen, bei welchem das umströmte Profil auf besonders
einfache und flexible Art und Weise anpaßbar ist.
Die Aufgabe wird bei einem gattungsgemäßen Strömungskörper
zur Beeinflussung strömender Medien durch die kennzeichnen
den Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Strö
mungskörpers sind Gegenstand der Unteransprüche. Auf die
erfindungsgemäße Verwendung des Strömungskörpers ist der
Verwendungsanspruch 22 gerichtet.
Die erfindungsgemäße Lösung der Aufgabe besteht darin, daß
bei einem Strömungskörper zur Beeinflussung strömender
Medien die Innenstruktur des Strömungskörpers über ihre
Ausdehnung eine vorgegebene lokale Biegesteifigkeit und
Elastizität aufweist. Ferner ist die Innenstruktur zum
Übertragen eines definierten lokalen Biegemoments auf die
Außenstruktur ausgebildet, wobei das zu übertragende defi
nierte lokale Biegemoment auf einer vorgegebenen Biegelinie
für die Außenstruktur basiert.
Dabei wird durch die Innenstruktur das übertragene lokale
Biegemoment auf der Grundlage der Relativbewegung der
Außenhautabschnitte der Außenstruktur gesteuert und/oder
geregelt.
Eine Grundidee der Erfindung besteht also darin, daß bei
einem Strömungskörper zur Beeinflussung strömender Medien,
welche aus einer Außenstruktur mit einer Außenhaut, welche
Außenhautabschnitte aufweist, und einer Innenstruktur be
steht, eine bestimmte - auch variable - Biegelinie für die
Außenhautstruktur gefordert wird und auf möglichst einfache
Weise und variabel einstellbar sein soll.
Dies wird dadurch erreicht, daß im Innenbereich der Außen
struktur eine Innenstruktur vorgesehen ist. Diese Innen
struktur besitzt über ihre gesamte Ausdehnung hinweg einen
vorgegebenen Verlauf für die lokale Biegesteifigkeit, die
Elastizität und für weitere mechanische Parameter.
Diese mechanischen Parameter sind insgesamt so gewählt,
daß die Innenstruktur geeignet ist, lokal ein definiertes
Biegemoment auf die Außenstruktur zu übertragen, wobei das
lokale Biegemoment auf der vorgegebenen und gewünschten
Biegelinie der Außenstruktur basiert.
Im Betrieb erfolgt dann das Steuern und/oder Regeln gerade
über die Wechselwirkung zwischen der Innenstruktur und der
ankoppelbaren oder angekoppelten Außenstruktur, wenn Außen
hautabschnitte der Außenstruktur relativ zueinander bewegt
werden.
Ursächlich für die lokal definierte Übertragung eines Bie
gemoments auf die Außenstruktur und damit die lokal defi
nierte Verbiegung oder Verformung der Außenstruktur und
damit des Strömungskörpers insgesamt ist die - in der Regel
mittels der Einrichtung zum Übertragen von Kräften erzwun
gene - Relativbewegung von Außenhautabschnitten der Außen
haut der Außenstruktur gegeneinander. Aufgrund der Ankopp
lung zwischen Außenstruktur und Innenstruktur führen die
Relativbewegungen der Außenhautabschnitte zu Änderungen der
Kräfte und Drücke im Bereich der Innenstruktur und somit in
der Regel auch zu Verbiegungen der Innenstruktur. Aufgrund
der im Bereich der Innenstruktur definierten lokalen Biege
steifigkeit, Elastizität und dergleichen erfolgt eine Rück
wirkung auf die Außenstruktur und damit zu einer definier
ten Übertragung lokaler Biegemomente auf die Außenstruktur
und insbesondere zwischen den Außenhautabschnitten.
Durch entsprechende Wahl der Verteilung der mechanischen
Parameter im Bereich der Innenstruktur ist dann über das
Maß der Relativbewegung der Außenhautabschnitte das auf die
Außenstruktur übertragene lokale Biegemoment steuerbar und/oder
regelbar.
Eine Regelbarkeit des übertragenen lokalen Biegemoments er
gibt sich insbesondere auch dann, wenn die Biegesteifigkeit
der Innenstruktur oder der sie bildenden Elemente lokal va
riierbar ist. Dadurch wäre dann die Krümmungslinie des
Strömungskörpers beeinflußbar.
Besonders einfach und mechanisch stabil gestaltet sich der
Strömungskörper, wenn die Außenstruktur des Strömungskör
pers im wesentlichen geschlossen, z. B. in Form einer ge
schlossenen Hülle, ausgebildet ist. Insbesondere kann es in
einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen
Strömungskörpers vorgesehen sein, daß die Außenstruktur zu
mindest in einer ersten Richtung zumindest querschnitts
mäßig im wesentlichen geschlossen ausgebildet ist.
Gedacht ist hier z. B. an eine Tragfläche oder an einen
Tragflügel für ein Flugzeug, der an einem entsprechenden
Flugzeugrumpf angebracht ist. Die Richtung in welcher der
Strömungskörper, also hier die Tragfläche, im wesentlichen
querschnittsmäßig geschlossen ausgebildet ist, ist hier die
Hauptströmungsrichtung um das Tragflächenprofil, also der
Tragflächenquerschnitt parallel zur Flugzeuglängsachse.
Diese Anordnung hat den Vorteil, daß die Änderung des Strö
mungsprofils des Strömungskörpers allein durch entsprechen
de Verformungen der Außenstruktur erfolgen kann. Zusätz
liche Elemente oder mechanische Bestandteile, wie Klappen,
Winglets und dergleichen, sind also nicht unbedingt erfor
derlich oder entbehrlich, so daß die im wesentlichen ge
schlossene Außenstruktur den Aufbau des Strömungskörpers
vereinfacht.
In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des erfin
dungsgemäßen Strömungskörpers sind die Außenhautabschnitte
der Außenhaut im wesentlichen parallel und/oder beabstandet
angeordnet.
Hier kann es z. B. vorgesehen sein, daß beim Beispiel der
Tragfläche oder des Tragflügels eines Flugzeugs sich die
Außenhautabschnitte gegenüberliegend auf der Oberseite bzw.
der Unterseite der Tragfläche befinden und durch Einwir
kung der Einrichtung zum Übertragen von Kräften relativ
zueinander bewegt werden.
Vorteilhafterweise sind an der Außenstruktur des Strömungs
körpers ein vorderer Kantenbereich und/oder ein hinterer
Kantenbereich vorgesehen, wobei die Kantenbereiche im Hin
blick auf die Hauptströmungsrichtung des Mediums ausgebil
det sind.
Bei einer typischen Flugzeugtragfläche handelt es sich beim
vorderen und/oder beim hinteren Kantenbereich insbesondere
um die Anströmkante bzw. die Abrißkante der Tragfläche,
welche entsprechend der Art und Weise ausgebildet sind, um
ein geeignetes Umströmen des Mediums um das Profil des
Strömungskörpers zu gewährleisten.
Der vordere Kantenbereich und/oder der hintere Kantenbe
reich sind gegenüber Zug-, Druck- und/oder Scherkräften im
wesentlichen starr ausgebildet. Um dies zu erreichen, sind
vorteilhafterweise, z. B. entsprechende vordere und hintere
Kantenaussteifungen im vorderen bzw. hinteren Kantenbereich
vorgesehen.
Aufgrund dieser starren Ausführungsform der Kantenbereiche
kann den Belastungen beim An- und Abströmen des Mediums am
Strömungskörper standgehalten werden, wobei dann sämtliche
Deformationen und Profiländerungen zur Anpassung des Strö
mungsprofils des Strömungskörpers an die Strömung des
Mediums in einem zwischen den Kantenbereichen liegenden
Zwischenbereich erfolgen.
Demgemäß sind in einem bevorzugten Ausführungsbeispiel des
erfindungsgemäßen Strömungskörpers die Außenhautabschnitte
der Außenhaut zwischen dem vorderen Kantenbereich und dem
hinteren Kantenbereich angeordnet, so daß die Deformation
des Strömungsprofils auf der Grundlage der in die Außen
struktur eingeführten Kräfte ausschließlich zwischen den
beiden Kantenbereichen erfolgt.
Um einem stark lokalisierten Verbiegen oder Abknicken der
Außenhaut an einer Stelle bei Einwirkung der Kräfte und
mithin Relativbewegung der Außenhautabschnitte entgegenzu
wirken und um demgemäß ein im Bereich der Außenhaut ver
teiltes und kontinuierliches Einleiten der lokal definier
ten Biegemomente zu ermöglichen, weist die Außenhaut im Be
reich ihrer Innenseite zumindest teilweise eine Außenhaut
versteifung auf, um der Außenstruktur eine vorgegebene lo
kale Steifigkeit zu verleihen.
Insbesondere ist die Außenhautversteifung im Bereich der
Außenhautabschnitte, welche durch Einwirkung der lateralen
Kräfte relativ zueinander bewegt werden sollen, ausgebil
det.
Um die Innenstruktur an die Außenstruktur in geeigneter Art
und Weise mechanisch ankoppeln zu können, ist es vorgese
hen, daß die Außenstruktur im Bereich ihrer Innenseite eine
Innenhaut aufweist, wobei insbesondere die Außenhautver
steifung zwischen der Außenhaut und der Innenhaut ausgebil
det ist.
Dabei kann z. B. vorteilhafterweise die Innenstruktur mecha
nisch an der Innenhaut der Außenstruktur mittels entspre
chender Maßnahmen - z. B. Kleben, Schweißen, Löten, Nieten
oder dergleichen - befestigt werden, so daß ein Kraft- und/oder
Momentenübertrag zwischen Innenstruktur und Außen
struktur gewährleistet ist.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Strömungskörpers ist es vorgesehen, daß die Außenstruktur
zumindest im Bereich der ansonsten geschlossenen Außenhaut
eine Lücke aufweist. Diese Lücke oder Unterbrechung im
Bereich der Außenstruktur, d. h. im Bereich der Außenhaut,
erstreckt sich vorzugsweise in einer Querrichtung des Strö
mungskörpers und bildet eine erste und eine zweite Außen
hautkante im Bereich der Außenhaut, und die Außenhautkanten
sind voneinander lateral beabstandet.
Aufgrund dieser Lücke oder der Öffnung im Bereich der an
sonsten geschlossenen Außenhaut ist eine stärkere relative
Verschiebung oder Bewegung der Außenhautabschnitte gegen
einander möglich. Eine vollständig geschlossene Außenhaut
widersetzt sich nämlich aufgrund ihrer eigenen Steifigkeit
lateralen und auch transversalen Verschiebungen im allge
meinen in erheblichem Maße. Beim Verschieben der Außenhaut
abschnitte im Ausführungsbeispiel mit Lücke in der Außen
haut wird je nach Verschiebungsrichtung die Lücke stärker
geschlossen oder weiter geöffnet.
Vorteilhafterweise wird die Lücke im Bereich der Außenhaut
im vorderen Kantenbereich des Strömungskörpers ausgebildet.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfin
dungsgemäßen Strömungskörpers wird die Einrichtung zum
Übertragen von Kräften oder die Kraftübertragungseinrich
tung so ausgebildet, daß sie an der ersten und/oder zweiten
Außenhautkante der Außenhaut, welche durch die oben be
schriebene Lücke im Bereich der Außenhaut gebildet wird,
angreift. Dadurch sind dann die Außenhautkanten und mithin
die Außenhautabschnitte in besonders geeigneter Weise rela
tiv zueinander, insbesondere in lateraler Richtung, ver
schiebbar.
Bei einer besonders geeigneten Ausführungsform des erfin
dungsgemäßen Strömungskörpers ist im vorderen Kantenbereich
eine Ausnehmung vorgesehen, in welcher die Kraftübertra
gungseinrichtung angeordnet ist und durch welche die Lücke
im Bereich der Außenhaut gebildet wird.
Dadurch wird erreicht, daß die Kraftübertragungseinrichtung
in unmittelbarer Nähe des gewünschten Angriffspunkt für die
zu übertragenden Kräfte, nämlich der ersten und/oder zweit
en Außenhautkante, angeordnet ist. Zum anderen ist gewähr
leistet, daß sich die Kraftübertragungseinrichtung auch ge
gen den relativ starren Bereich der Kantenaussteifung der
vorderen Kante abstützen kann.
Ferner ist es von Vorteil, daß im Bereich der Innenseite
der zweiten Außenhautkante, an welcher die Kraftübertra
gungseinrichtung angreifen kann, ein Absatz ausgebildet ist
und daß dieser Absatz in der Ausdehnung lateral verschieb
lich angeordnet ist.
Dadurch wird gewährleistet, daß beim Angreifen der Kraft
übertragungseinrichtung nicht direkt auf die Außenhaut zu
gegriffen wird sondern indirekt, wodurch ein gleichmäßige
res Übertragen und Einleiten der zur Verschiebung führenden
Kräfte in die Außenhaut möglich wird.
Zur Verminderung des Reibwiderstandes beim Relativbewegen
der Außenhautabschnitte gegeneinander ist am Absatz und in
dem dem Absatz gegenüberliegenden Bereich der vorderen
Kante ein Lagermittel vorgesehen.
Dadurch wird ferner erreicht, daß die Relativverschiebung
der Außenhautabschnitte in produzierbarer Art und Weise er
folgen kann.
Oben wurde bereits erwähnt, das ein wesentlicher Kerngedan
ke der Erfindung darin zu sehen ist, daß die Außenstruktur
eine in bezug auf ihre Ausdehnung und die gewünschte Biege
linie hin angepaßte Verteilung der lokalen Biegesteifigkeit
sowie der weiteren mechanischen Parameter aufweist. In ei
ner vorteilhaften Ausgestaltungsform des erfindungsgemäßen
Strömungskörpers ist es vorgesehen, daß die Außenstruktur
eine Biegesteifigkeit und/oder weitere mechanische Parame
ter aufweist, deren Werte entlang einer Hauptströmungsrich
tung des Mediums abnehmen.
Dadurch wird z. B. bei einer Flugzeugtragfläche erreicht,
daß unter Wirkung der Kraftübertragungseinrichtung oder
eines Aktuators ein Verbiegen der Tragfläche nicht nur in
einem vorderen Tragflächenbereich erfolgt, sondern in bezug
auf die Hauptströmungsrichtung des Mediums bis in die hin
teren Tragflächenabschnitte hinein einleitbar und einstell
bar ist. Eine höhere Biegesteifigkeit im vorderen Bereich
verhindert nämlich in diesem Bereich das lokale Abknicken
der Flugzeugtragfläche, weil sie dem lokal übertragenden
Biegemoment entgegenwirkt.
In analoger Art und Weise wie die Außenstruktur im Innen
bereich der Außenhaut mit einer Außenhautaussteifung ver
sehen ist, weist die Innenstruktur des Strömungskörpers
vorteilhafterweise eine Innenaussteifung aus, welche die
lokal definierte Biegesteifigkeit sowie die weiteren lokal
definierten mechanischen Parameter und deren Verläufe über
die Ausdehnung der Innenstruktur hinweg erzeugen.
Dadurch wird gerade erreicht, daß eine entsprechend durch
die gewünschte Biegelinie der Außenstruktur und somit des
Strömungskörpers erforderliche Übertragung eines lokal de
finierten Biegemoments möglich ist.
Dazu ist es vorgesehen, daß die Innenstruktur und insbeson
dere die Innenaussteifung der Innenstruktur Verbindungsele
mente aufweisen, durch welche in einer Querrichtung zur
ersten Richtung oder zur Hauptströmungsrichtung gegenüber
liegende Bereiche der Außenstruktur verbindbar sind.
Dadurch wird erreicht, daß die gegenüberliegenden Bereiche
der Außenstruktur miteinander in der Form mechanisch wech
selwirken, daß über die Verbindungselemente lokal ein de
finiertes Biegemoment auf die sich gegenüberliegenden Berei
che der Außenstruktur übertragen wird.
In einem bevorzugten, besonders einfachen Ausführungsbei
spiel ist es vorgesehen, daß die Verbindungselemente als in
der Querrichtung ausgebildete Stege, Lamellen, Säulenele
mente oder dergleichen ausgebildet sind.
Dabei kann die Innenaussteifung durch einen Vollkörper ge
bildet werden, welcher insbesondere eine Mehrzahl ausge
sparter Bereiche aufweist, so daß durch die Begrenzungen
oder Begrenzungsbereiche der ausgesparten Bereiche die vor
genannten Verbindungselemente geschaffen werden, welche
entsprechend der gewählten Materialeigenschaften in der In
nenstruktur und insbesondere in der Innenaussteifung eine
vorgegebene Verteilung der Biegesteifigkeit hervorrufen.
Verwendet werden kann der erfindungsgemäße Strömungskörper
praktisch in jedem Bereich der technischen Mechanik und der
Fluiddynamik. Insbesondere aber ist es erfindungsgemäß
vorgesehen, den Strömungskörper als Abschnitt eines Trag-,
Lenk- und/oder Leitwerks eines Luft und/oder Wasserfahr
zeugs, insbesondere als Tragfläche eines Flugzeugs, zu ver
wenden. Ferner ist an eine Verwendung als Rotor- oder Pro
pellerelement bei einem Antriebsmittel für ein Fahrzeug ge
dacht. Ferner bietet sich eine Verwendung als Quer-, Höhen- und/oder
Seitenruder oder Steuerruder für ein Luft- bzw.
Wasserfahrzeug oder dergleichen oder jeweils als Teil davon
an.
Generell kann aber auch daran gedacht werden, Abschnitte
eines Rumpfes für ein entsprechendes Fahrzeug in Form des
erfindungsgemäßen Strömungskörpers auszubilden, um die ent
sprechenden Strömungseigenschaften, z. B. bei einer Rakete
oder einem anderen Luftfahrzeug, anzupassen.
Darüber hinaus kann auch daran gedacht werden, üblicherwei
se an herkömmlichen Flugzeugen vorgesehene Lande- oder
Bremsklappen oder dergleichen dadurch zu verbessern, daß
sie zumindest teilweise in Form des erfindungsgemäßen Strö
mungskörpers ausgelegt sind.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer schematischen
Zeichnung auf der Grundlage bevorzugter Ausführungsbeispie
le näher erläutert.
In dieser ist/sind
Fig. 1 eine schematische Querschnittsansicht eines be
vorzugten Ausführungsbeispiels des erfindungs
gemäßen Strömungskörpers,
Fig. 2A und 2B schematische Querschnittsansichten eines Aus
führungsbeispiels des erfindungsgemäßen Strö
mungskörpers mit zwei unterschiedlich eingestell
ten Strömungsprofilen,
Fig. 3A bis 3C schematische Querschnittsansichten verschiedener
Details der Innenstruktur eines Ausführungsbei
spiels des erfindungsgemäßen Strömungskörpers,
Fig. 4 eine schematische Querschnittsansicht eines Aus
führungsbeispiels des erfindungsgemäßen Strö
mungskörpers zur Veranschaulichung der geometri
schen Dimensionen,
Fig. 5 eine Tabelle zur Veranschaulichung der geometri
schen Dimensionen und der mechanischen Parameter
eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Strömungskörpers,
Fig. 6A und 6B schematische Querschnittsansichten zweier unter
schiedlicher Ausführungsbeispiele des erfindungs
gemäßen Strömungskörpers zur Veranschaulichung
des Einflusses der mechanischen Parameter,
Fig. 7 eine schematische graphische Darstellung zur Ver
anschaulichung des Einflusses mechanischer Para
meter bei den Ausführungsbeispielen der Fig.
6A und 6B,
Fig. 8 eine schematische perspektivische Ansicht ver
schiedener Details der Innenstruktur eines Aus
führungsbeispiels des erfindungsgemäßen Strö
mungskörpers und
Fig. 9A und 9B schematische Darstellungen zur Veranschauli
chung möglicher Anwendungsgebiete des erfin
dungsgemäßen Strömungskörpers.
Fig. 1 zeigt in schematischer Querschnittsansicht ein Aus
führungsbeispiel des erfindungsgemäßen Strömungskörpers 1.
Dieser Strömungskörper 1 kann hier z. B. als Tragfläche für
ein Flugzeug, als Start-/Landeklappe dafür oder z. B. auch
als Helicopterrotor ausgebildet sein.
Der erfindungsgemäße Strömungskörper 1 umschließt im In
neren seiner Außenstruktur 2, welche aus einer Außenhaut 3
mit Außenhautversteifung 4 gebildet wird, eine Innenstruk
tur 5.
In einer ersten Richtung 20, welche auch mit der Hauptströ
mungsrichtung 21 des den Strömungskörper 1 umströmenden
Mediums übereinstimmen kann und bezüglich der die Quer
schnittsebene gewählt ist, weist der erfindungsgemäße Strö
mungskörper 1 einen vorderen Kantenbereich 8 und einen
hinteren Kantenbereich 9 auf.
Im Innern der Außenhaut 3 sind die Kantenbereiche 8 und 9
mit sogenannten Kantenaussteifungen 11 und 12 versehen, so
daß sich der vordere Kantenbereich 8 und der hintere Kan
tenbereich 9 gegenüber äußeren mechanischen Beanspruchungen
relativ starr verhalten.
Zwischen den Kantenbereichen 8 und 9 weist die Außenhaut 3
der Außenstruktur 2 einen oberen Außenhautabschnitt 3a und
einen unteren Außenhautabschnitt 3b auf. Diese Außenhautab
schnitte 3a und 3b sind in ihrem Inneren mit einer Außen
hautversteifung 4 versteift, so daß übermäßige lokale Ver
biegungen der Außenhaut 3, welche nicht erwünscht sind, un
terdrückt werden. Dieser Bereich der Außenhautversteifung 4
ist auf seiner Innenseite mit einer Innenhaut 7 ausgestat
tet.
Zwischen den gegenüberliegenden Flächen der Innenhaut 7
sind in einer zur Hauptströmungsrichtung 21 transversalen
Richtung Verbindungselemente 18, hier in Form von Stegen,
angeordnet und mittels Verbindungseinrichtungen 19 an der
Oberseite und der Unterseite der Innenhaut 7 mechanisch an
gekoppelt. Diese Ankopplung ist im Detail in Fig. 8 be
schrieben.
Im vorderen Kantenbereich 8 ist eine Ausnehmung 17 gebil
det, durch welche im Bereich der Außenhaut 3 eine Außen
hautlücke 13 definiert wird. Durch die Außenhautlücke 13
entstehen im Bereich der Außenhaut 3 eine erste und eine
zweite Außenhautkante 16a bzw. 16b.
Bei praktischen Ausführungsformen ist die Außenhautlücke
durch entsprechende Maßnahmen - insbesondere luftdicht - zu
verschließen, damit sich ein insgesamt geschlossenes
Strömungsprofil ergibt.
In der Ausnehmung 17 selbst ist die Kraftübertragungsein
richtung 10 angeordnet. Diese greift im Bereich der ersten
und der zweiten Außenhautkante 16a, 16b an, um zur Haupt
strömungsrichtung 21 laterale insbesondere parallele Kräfte
auf die Außenhaut 3 und insbesondere auf die Außenhautab
schnitte 3a und 3b so zu übertragen, daß zumindest die
Außenhautabschnitte 3a und 3b relativ zueinander, insbeson
dere lateral, verschoben werden.
In dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 greift die Kraftüber
tragungseinrichtung 10 zum einen an dem Absatz 14, an wel
cher ebenfalls in der Ausnehmung 17 angeordnet ist, und
stützt sich zum anderen rückwärtig an der Kantenaussteifung
11 des vorderen Kantenbereichs 8 ab.
Die Unterseite des Absatzes 14 sowie die Oberseite des Bo
denbereichs der Ausnehmung 17 weisen Lagermittel 15a bzw.
15b auf, um eine definierte laterale Verschiebung des Ab
satzes 14 in der Ausnehmung 17 unter möglichst geringen
Reibungsverlusten zu ermöglichen.
Durch die Kraftübertragungseinrichtung 10 wird der Abstand
der sich gegenüberstehenden Außenhautkanten 16a, 16b gegen
über dem Ruhezustand verkürzt oder erweitert, wodurch die
Außenhautabschnitte 3a und 3b, die sich im Ausführungsbei
spiel der Fig. 1 in etwa parallel und zueinander beabstan
det gegenüberliegen, relativ zueinander lateral bewegt wer
den.
In den Fig. 2A und 2B ist der erfindungsgemäße Strö
mungskörper 1 des Ausführungsbeispiel der Fig. 1 ebenfalls
in schematischer Querschnittsansicht gezeigt, wobei zur
Vereinfachung die Details des vorderen Kantenbereichs 8,
der Kraftübertragungseinrichtung 10 sowie des Absatzes 14
fortgelassen wurden.
Gegenüber der in Fig. 1 gezeigten Ruhestellung für die
Außenhautabschnitte 3a und 3b zeigen die Fig. 2A und 2B
den erfindungsgemäßen Strömungskörper 1 aus Fig. 1 im ver
stellten Zustand.
Dort ist beim Ausführungsbeispiel der Fig. 2a der Abstand
zwischen der ersten Außenhautkante 16a und der zweiten
Außenhautkante 16b vergrößert. Dies wird dadurch erreicht,
daß zwischen den Außenhautkanten 16a und 16b über die
Kraftübertragungseinrichtung 10 eine Druckkraft ausgeübt
wird, so daß die Kanten 25a und 25b der Außenhautverstei
fung 4 im Bereich der Außenhautabschnitte 3a und 3b um ei
nen positiven Verstellweg d in bezug auf die Ruhelinie 23
gegeneinander verschoben sind.
Als Folge dieses positiven Verstellweges d und mithin der
relativen Verschiebung der Außenhautabschnitte 3a und 3b
zueinander werden die Verbindungselemente 18 oder Stege
aufgrund ihrer mechanischen Ankopplung an die Außenstruktur
2 gekrümmt.
Wegen ihrer eigenen Biegesteifigkeit übertragen die Stege
18 über die mechanische Ankopplung an gegenüberliegende
Seiten der Innenhaut 7 lokal ein definiertes Biegemoment an
die Außenhautabschnitte 3a und 3b sowie an die entsprechen
den Außenhautversteifungen 4, so daß der erfindungsgemäße
Strömungskörper 1 ein gegenüber dem Ruhezustand aus Fig. 1
in Richtung des Pfeiles 24 stärker nach unten gekrümmtes
Strömungsprofil aufweist. Dies wird insbesondere auch durch
den stärker nach unten verschwenkten hinteren Kantenbereich
9 deutlich.
Im Ausführungsbeispiel der Fig. 2B ist die Außenhautlücke
13 aufgrund einer über die Kraftübertragungseinrichtung 10
zwischen den Außenhautkanten 16a und 16b ausgeübten Zug
kraft gegenüber dem Ruhezustand aus Fig. 1 verkürzt, so daß
die Kanten 25a und 25b der Außenhautabschnitte 3a und 3b in
bezug auf die Ruhelinie 23 um einen negativen Verstellweg d
gegeneinander verschoben sind.
Entsprechend weisen die Verbindungselemente 18 eine ent
gegengesetzte Krümmung auf, und über die Biegesteifigkeit
der Verbindungselemente 18 gemäß der mechanischen Ankopp
lung an die gegenüberliegenden Flächen der Innenhaut 7 ent
gegengesetzt ein lokal definiertes Biegemoment an die
Außenhautabschnitte 3a und 3b und die entsprechenden Ver
steifungen 4 übertragen, so daß gegenüber dem in Fig. 1
gezeigten Ruhezustand das Profil des erfindungsgemäßen
Strömungskörpers 1 in Pfeilrichtung 24 ausgebildete entge
gengesetzt nach oben gekrümmt ist. Der hintere Kantenab
schnitt 9 ist gegenüber dem in Fig. 1 gezeigten Ruhezustand
in Pfeilrichtung 24 angehoben.
Die Fig. 3A bis 3C zeigen Details der Innenstruktur 5
sowie der mechanischen Ankopplung an die Innenhaut 7 in ei
ner detaillierteren und schematischen Querschittsansicht.
In Fig. 3A ist gezeigt, daß die Stege 18 der Innenstruktur
5 über Verbindungseinrichtungen 19 an die Innenhaut 7 der
Außenstruktur mechanisch angekoppelt sind. Die Stege oder
Verbindungselemente 18 besitzen mechanische Eigenschaften,
die zwar eine Verbiegung entlang der Hauptströmungsrichtung
21 ermöglichen, die aber der Innenstruktur 5 gegenüber
Druck- und Zugbelastungen in transversalen Richtungen eine
relative Starrheit verleihen.
Die Fig. 3B zeigt die aufgrund der Biegesteifigkeit der
Stege 18 mögliche Verbiegung und damit die Fähigkeit der
Stege 18 definierte Biegemomente zunächst auf die Innen
haut 7 und über die Außenhautversteifungen 4 auf die Außen
struktur 2 insgesamt zu übertragen.
Die Innenstruktur 5 reagiert also gegenüber lateralen
Druck- und/oder Zugkräften in Hauptströmungsrichtung 21
relativ schubweich.
Die Fig. 3C zeigt, daß es bei der Ankopplung der Verbin
dungselemente 18 oder Stege an die Innenhaut 7 der Außen
struktur 2 des erfindungsgemäßen Strömungskörpers 1 darauf
ankommt, daß die Verbindungseinrichtungen 19 zur Ankopplung
der Stege 18 an die Innenhaut 7 möglichst starr reagieren,
wenn die sich gegenüberliegenden Abschnitte der Innenhaut 7
gemäß der Druck- und/oder Zugkräfte entlang der Richtung 21
relativ zueinander verschieben.
Hätten die Enden der Verbindungselemente 18 oder Stege in
den Verbindungseinrichtungen 19 oder Halterungen ein zu
großes "Spiel", so daß die Stege und ihre Halterung quasi
"gelenkig" verbunden sind, so könnte die Verbiegung der
Stege 18 nicht zur Übertragung eines lokalen und definier
ten Biegemoments zwischen den gegenüberliegenden Außenhaut
abschnitten 3a und 3b genutzt werden.
Die Fig. 4 zeigt ebenfalls in schematischer Querschnittsan
sicht entlang der Hauptströmungsrichtung 21 ein weiteres
Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Strömungskör
pers 1, wobei hier in Verbindung mit der Tabelle aus Fig. 5
die geometrischen Dimensionen sowie mechanischen Parameter
im Detail erläutert werden.
Das Ausführungsbeispiel aus Fig. 4 zeigt im Querschnitt
einen Strömungskörper 1, bei welchem zwischen einem vorde
ren Kantenbereich 8 und einem hinteren Kantenbereich 9 mit
Kantenaussteifungen 11 und 12 Außenhautabschnitte 3a und 3b
der Außenhaut 3 im wesentlichen parallel und zueinander be
abstandet angeordnet sind.
Im Innenbereich der Außenhauptabschnitte 3a und 3b ist eine
Außenhautversteifung 4 vorgesehen, welche im weiteren
Verlauf nach innen mit einer sogenannten Innenhaut 7 ab
schließt, welche die Innenstruktur 5 umgibt. Die Innen
struktur 5 wird hier durch sieben Verbindungselemente in
Form von Stegen 18 gebildet.
Wie in Fig. 1 ist, so auch bei dem Ausführungsbeispiel der
Fig. 4 der erfindungsgemäße Strömungskörper 1 im Ruhezu
stand gezeigt, bei welchem die Kraftübertragungseinrichtung
10 keinerlei Zug- oder Druckkräfte auf den Absatz 14 einer
seits und die Rückseite der Kantenaussteifung 11 ausübt.
Demgemäß sind die Kanten 25a und 25b, der Außenhautab
schnitt 3a und 3b bzw. der entsprechenden Außenhautverstei
fungen 4 unverschoben und parallel zueinander angeordnet
und darüber hinaus parallel zur sogenannten Ruhelinie 23.
Gegenüber dieser Ruhelinie 23 weisen die Stege 1 bis 7 Ab
stände a1 bis a7 auf, wobei die Stege untereinander um
83 mm voneinander beabstandet sind und wobei der Steg 1
gegenüber der Ruhelinie 23 einen Abstand a1 von 166 mm be
sitzt. Die Stege 1 bis 7 weisen Höhen h1 bis h7 in trans
versaler Richtung 22 auf. Diese Höhen h1 bis h7 sowie die
Abstände a1 bis a7 von der Ruhelinie 23 sind in der Tabelle
der Fig. 5 zusammengefaßt.
Ebenfalls in der Tabelle der Fig. 5 sind die mechanischen
Eigenschaften sowohl der Außenhäute als auch der Innenhaut
und der Außenhautversteifungen angegeben.
Der Elastizitätsmodul E beträgt für die Außenhaut 100 000 MPa,
für die Außenhautversteifung 2000 MPa und für die In
nenhaut ebenfalls 100 000 MPa. Sämtliche Stege 1 bis 7 wei
sen identische Elastizitätsmoduln E von 100 000 MPa auf.
Die Querkontraktionen betragen für die Innenhaut sowie für
die Stege 1 bis 7 0,35 und für die Außenhaut und Außenhaut
versteifungen 0,3.
In den beiden Spalten ganz rechts der Tabelle aus Fig. 5
sind zwei verschiedene Varianten I und II für die Stärken
t1 bis t7 der Stege 18 sowie für die Stärke der Außenhaut
und der Innenhaut angegeben.
Bei beiden Varianten I und II betragen die Stärken t für
die Außenhaut, die Innenhaut und die Stege 1 und 2 1 mm.
Die Stärken t3 bis t7 für die Stege 3 bis 7 betragen bei
Variante I 2 mm und bei der Variante II jeweils 1 mm.
Die Fig. 6A und 6B zeigen in schematischer Querschnitts
ansicht die Auswirkungen der in der Tabelle der Fig. 5 an
gegebenen geometrischen Dimensionierungen und mechanischen
Parameter bei einem identischen Verstellweg von d = 22 mm
bei einem durch die Fig. 4 und 5 definierten erfindungs
gemäßen Strömungskörper 1, wobei in den Fig. 6A und 6B
die in den Fig. 2A und 2B beschriebenen Details darge
stellt sind.
In der Fig. 7 ist dazu der Verlauf der relativen maximalen
Biegemomente für die Stege 1 bis 7 aufgetragen, so wie sie
sich aus dem mechanischen Parametern der Tabelle der Fig. 5
bei einem entsprechenden Verstellweg d und der entsprechen
den geometrischen Auslegung ergeben.
Bei beiden Varianten I und II zeigt sich in Fig. 6A und
6B ein im wesentlichen gleiches Verschwenken des hinteren
Kantenbereiches 9 in Richtung des Pfeils 24 um etwa 150 bis
160 mm, wobei aber aufgrund der Geometrie der Stege 18, al
so insbesondere aufgrund ihrer Stärke t, beim Ausführungs
beispiel II (Fig. 6B) die Verbiegung des Profils im hinter
en Bereich in bezug auf die Hauptströmungsrichtung 21 bei
den Außenhautabschnitten 3A und 3B auftritt.
Bei der Variante I (Fig. 6A) ist dagegen die Krümmung des
Profils gleichmäßig auf die Außenhautabschnitte 3a und 3b
in Hauptströmungsrichtung 21 verteilt.
In der Fig. 7 bezeichnet der Graph mit der durchgezogenen
Linie für Variante I das relative Biegemoment, welches
durch die Stege 1 bis 7 auf die Außenstruktur 2 übertragen
wird. Der gestrichelte Graph beschreibt den Verlauf des
relativen Biegemoments für die Variante II.
Das relative (übertragene) Biegemoment ist dabei definiert
als der Quotient des Biegemoments, welches durch einen Steg
übertragen wird, mit dem Maximum der Biegemomente über alle
Stege. Demgemäß liegt der Wert für das relative Biegemoment
zwischen 0 und 1.
Für die Variante II mit identischen Stegen der Stärke 1 mm
fällt das relative Biegemoment von seinem Maximalwert 1,0
bei Steg Nr. 1 etwa monoton auf 70% bei Steg Nr. 7. Insge
samt gesehen findet also keine wesentliche Variation des
relativen Biegemoments über den Verlauf der Innenstruktur 5
statt.
Bei der Ausführungsform 1 dagegen ist das bei den Stegen 1
und 2 übertragene Biegemoment minimal und liegt bei etwa
20%. Es steigt dann bei Steg Nr. 3 auf sein Maximum an und
fällt dann monoton und etwa linear auf etwa 30% bei Steg
Nr. 7.
Fig. 8 zeigt in perspektivischer und teilweise geschnit
tener Ansicht eine Möglichkeit der Befestigung eines Steges
18 oder eines Verbindungselements 18 über eine Verbindungs
einrichtung 19 an der Innenhaut 7 der Außenstruktur 2 des
erfindungsgemäßen Strömungskörpers.
Der Steg 18 ist hier jeweils mit wechselseitigen Aufbie
gungsabschnitten 18a, 18b und 18c versehen, welche mittels
Nietverbindungen 19 an der Innenhaut 7 befestigt sind.
Selbstverständlich können auch andere Verbindungen wie
Kleben, Löten, Schweißen, Schrauben oder dergleichen vor
gesehen sein.
Die Fig. 9A und 9B zeigen verschiedene Einsatzmöglichkeiten
und Verwendungen des erfindungsgemäßen Strömungskörpers 1
im Bereich der Luftfahrtechnik. Eine Anwendung im Bereich
der Wasserfahrzeuge kann analog erfolgen.
In Fig. 9A ist ein üblicher Düsenjet gezeigt. Bei einem
derartigen Düsenjet kann der erfindungsgemäße Strömungs
körper 1 im Bereich der Tragflächen 30 eingesetzt werden,
wobei z. B. der in Fig. 1 gezeigte Querschnitt des Strö
mungskörpers 1 dann gerade dem Querschnitt der Tragfläche
30 entspräche. An einer herkömmlichen Tragfläche 30 wäre
dann auch ein Einsatz im Bereich der Winglets 32c oder der
Start-/Lande- oder Steuerklappen 32a bzw. 32b möglich.
Auch der Einsatz im Bereich der hinteren Leitwerke 33 und
34 mit entsprechenden Rudereinrichtungen 33a und 34a ist
denkbar.
Darüber hinaus kann auch daran gedacht werden, den erfin
dungsgemäßen Strömungskörper 1 im Bereich des Antriebs
aggregats 37 z. B. in Form einer Turbinenschaufel auszubil
den.
Die Fig. 9B zeigt den Einsatz bei einem herkömmlichen
Helicopter.
Dort ist an einem Einsatz im Bereich der Blätter 31 des
Hauptrotors gedacht. Ferner kann auch der Querrotor 36 mit
entsprechend gemäß der Erfindung verstellbaren Rotorblät
tern versehen sein. Darüber hinaus kann auch an einen Ein
satz des erfindungsgemäßen Strömungskörpers 1 im Bereich
der Leitwerke 35 eines Helicopters gedacht werden.
Im folgenden soll noch einmal kurz im Zusammenhang das vor
liegende Konzept zur Steuerung des Profils eines Strömungs
körpers zur Beeinflussung strömender Medien erläutert wer
den:
Bei dem vorliegenden Konzept erfolgt die Ansteuerung der im
wesentlichen geschlossenen Außenhaut des Strömungskörpers
mittels eines Aktuators oder einer Kraftübertragungsein
richtung direkt über die Außenhautstruktur, welche zur
Krafteinleitung und zur Einstellung der geforderten Biege
linie mit einer Außenhautversteifung versteift ist. Dabei
wird durch den Aktuator im vorderen Bereich z. B. eines
Tragflügels eine Relativverschiebung von Außenhautab
schnitten der Außenhaut verursacht. Durch die mechanische
Ankopplung resultiert eine Verbiegung von Verbindungsele
menten im Bereich der Innenstruktur, wodurch Biegemomente
zwischen den Deckhäuten oder Außenhäuten der Außenstruktur
übertragen werden. Aufgrund der lokalen Biegesteifigkeit
wird die Krümmung der Außenhautstruktur erzeugt.
Maßgeblich für die Krümmung ist insgesamt gesehen das Ver
hältnis von Biegesteifigkeit der Außenstruktur zum lokal
durch den Steg oder das Verbindungselement eingeleiteten
Biegemoment. Die Höhe des übertragenen Momentes ist lokal
abhängig von der Steghöhe, der lokalen Relativverschie
bung der Außenhäute zueinander und der Steifigkeit des
Steges, insbesondere der Schubsteifigkeit und der Biege
steifigkeit. Diese werden durch die mechanischen Parameter
wie Elastizitätsmodul, Stärke bzw. Dicke, Querkontraktion
und dergleichen eingestellt.
Beim Aufbau der Innenstruktur kommt es ganz wesentlich auf
die Abfolge von Aussparung oder Leerraum und Randbereich
oder Steg an, welcher als Verbindungselement zwischen den
gegenüberliegenden Flächen der Außenstruktur dient.
Es ist also entscheidend für die Übertragung eines defi
nierten lokalen Biegemoments zwischen den gegenüberliegen
den Abschnitten der Außenstruktur, daß dünne Stege bei der
Relativverschiebung der Außenhäute zueinander verwendet
werden, wobei die Stege genau dann als dünn bezeichnet wer
den, wenn die Stegdicke klein ist gegenüber der Steghöhe.
Analoges gilt für lamellenartige Verbindungselemente oder
Verbindungselemente die durch die Wände von Hohlräumen in
einem Werkstoff gebildet werden.
Ein wesentlicher Aspekt ist, daß die Gesamtstruktur des er
findungsgemäßen Strömungskörper gegenüber Schubverformungen
in Längsichtung oder Hauptströmungsrichtung relativ weich
ist, in allen übrigen Richtungen aber eine relativ hohe
Steifigkeit - nämlich Zug-, Druck- und Schubsteifigkeit
senkrecht zur Strömungsrichtung - besitzt.
Um eine kontinuierliche Deformation z. B. eines Tragflächen
querschnitts zu ermöglichen, müssen die Relativverschiebun
gen der Außenhautabschnitte der Außenhaut auch in einen in
bezug auf die Hauptströmungsrichtung hinteren Bereich der
Gesamtstruktur eingeleitet werden können. Ist die Steifig
keit der Außenstruktur gegen Verbiegung zu gering im Ver
hältnis zur Steifigkeit der dahinterliegenden Gesamtstruk
tur gegen Schubverformung, so kommt es zum lokalen Ab
knicken des Profils des Strömungskörpers.
Obwohl der Aktuator in den beschriebenen Ausführungsbei
spielen im vorderen Bereich des Strömungskörpers, also z. B.
der Tragfläche, angeordnet ist und dort die Außenstruktur
des Strömungskörpers schließt, kann der Aktuator auch an
jeder beliebigen anderen Stelle im Bereich der Außenstruk
tur angeordnet werden. Darüber hinaus kann er über die ge
samte Breite des Strömungskörpers relativ zur Hauptströ
mungskörpers des Mediums wirken, wenn z. B. ein entsprechen
der Angriff über die Ausbildung eines Absatzes in einer
Ausnehmung des Strömungskörpers vorgesehen ist.
Für die Anforderung der einzelnen Komponenten des Strö
mungskörpers ergibt sich folgendes Bild:
Die Außenhautstruktur, welche von der Außenhaut und der Außenhautversteifung gebildet wird, muß zur Erfüllung des Kriteriums maximal zulässiger Verformungen unter der Auf triebslast eine Versteifung der Außenhaut aufweisen. Dabei ist zu beachten, daß die gewünschte und geforderte Biege linie für das Strömungsprofil des Strömungskörpers im Be reich der elastischen Verformungen der eingesetzten Werk stoffe erreichbar ist. Der Steifigkeitsverlauf wird bei der Außenstruktur maßgeblich durch den Verlauf des Elasti zitätsmoduls und durch die Komposition und die Dicke der Außenstruktur sowie der entsprechenden Versteifung beein flußt und definiert. Eine weitere Randbedingung ist, daß übermäßige lokale Deformationen und Welligkeiten der Außen haut bei der Einwirkung des Aktuators durch eine entspre chende Dimensionierung und mechanischer Ausgestaltung der Außenstruktur vermieden werden müssen.
Die Außenhautstruktur, welche von der Außenhaut und der Außenhautversteifung gebildet wird, muß zur Erfüllung des Kriteriums maximal zulässiger Verformungen unter der Auf triebslast eine Versteifung der Außenhaut aufweisen. Dabei ist zu beachten, daß die gewünschte und geforderte Biege linie für das Strömungsprofil des Strömungskörpers im Be reich der elastischen Verformungen der eingesetzten Werk stoffe erreichbar ist. Der Steifigkeitsverlauf wird bei der Außenstruktur maßgeblich durch den Verlauf des Elasti zitätsmoduls und durch die Komposition und die Dicke der Außenstruktur sowie der entsprechenden Versteifung beein flußt und definiert. Eine weitere Randbedingung ist, daß übermäßige lokale Deformationen und Welligkeiten der Außen haut bei der Einwirkung des Aktuators durch eine entspre chende Dimensionierung und mechanischer Ausgestaltung der Außenstruktur vermieden werden müssen.
Bei der Innenaussteifung oder Innenstruktur muß darauf ge
achtet werden, daß die Biegebelastung der Verbindungsele
mente oder Stege, welche durch die Relativverschiebungen
der Außenhäute aufgeprägt wird, d. h. die durch makroskopi
sche Schubverformungen erreichten Biegebelastungen, sich
ebenfalls im elastischen Bereich der Innenstruktur abspie
len. Ferner wurde bereits erwähnt, daß die Innenstruktur
eine geringe Schubsteifigkeit in der Hauptströmungsrichtung
besitzen soll, in allen übrigen Belastungsrichtungen ist
aber eine hohe Steifigkeit erforderlich. Insgesamt werden
die mechanischen und geometrischen Parameter so gewählt,
daß eine Übertragung eines lokal definierten Biegemoments
zwischen den sich gegenüberliegenden Abschnitten der Außen
struktur möglich ist.
Die mechanischen Parameter werden durch die Steghöhe, die
Stegdicke, den Elastizitätsmodul, die Anbindung an die
Innenhaut der Außenstruktur sowie die Anzahl der Stege de
finiert.
Der Aktuator schließlich dient der Übertragung von Zug- und
Druckkräften im wesentlichen entlang der Hauptströmungs
richtung und bewirkt somit die Verstellwege in der Größen
ordnung der Außenhautverschiebungen. Beeinflußt wird die
Wirkung des Aktuators über seine Anbindung an entsprechend
ausgebildete Absätze oder Außenhautkanten und über die
Aktuatorzahl in Richtung der Spannweite des Strömungskör
pers. Der auf die Deckhaut wirkende Aktuator schließt im
wesentlichen die geöffnete Außenhaut und trägt somit zur
Gesamtsteifigkeit bei.
Die Lagerung im Bereich der verschieblichen Außenhautab
schnitte muß eine Parallelverschiebung der Außenhaut unter
möglichst geringen Reibungsverlusten zulassen, wobei eine
Transversalbewegung, mithin also eine Krümmung des Tragflä
chenprofils, auszuschließen ist.
Das vorliegende Konzept ermöglicht die Verstellung eines
Tragflächenprofils mittels eines einzigen Aktuators oder
mittels einer einzigen Kraftübertragungseinrichtung im
Bereich der Außenstruktur des Strömungskörpers.
Dabei können auch große Verstellwege realisiert werden,
z. B. im Bereich von 10 bis 15% der verstellbaren Trag
flächenabmessung in Strömungsrichtung.
Da nur ein einziger Aktuator die Verstellung übernehmen
kann, treten keine Ansteuerungsprobleme auf. Ein Gegenein
anderwirken, wie es bei Lösungen mit mehreren Aktuatoren
auftreten könnte, entfällt. Durch die günstige Wirkrichtung
des Aktuators ergeben sich geringe Aktuatorkräfte bei Ver
stellwegen, die der Größenordnung der maximalen Außenhaut
verschiebung entsprechen. Die Verstellgeschwindigkeiten
lassen das Durchmessen des maximalen Verstellweges inner
halb von Sekunden zu, so daß sich auch ein Einsatz im Be
reich von Flugzeugtragflächen denken läßt, bei dem eine mo
mentane Anpassung des Strömungsprofils der Tragfläche an
die Flugbedingungen notwendig ist.
Anstelle einer Außenstruktur mit den Einzelkomponenten
Außenhaut, Außenhautversteifung und Innenhaut kann - ins
besondere bei geometrisch kleiner Dimensionierung, z. B.
Rotor für Helikopter - eine Außenstruktur in Form einer
homogenen und/oder Blockstruktur verwendet werden, solange
diese die den diskutierten Anforderungen an die Steifig
keit an die weiteren mechanischen Parameter aufweist.
Claims (21)
1. Strömungskörper zur Beeinflussung strömender Medien,
mit einer Außenstruktur (2) mit Außenhaut (3), welche eine bestimmte geometrische Anordnung aufweist und an welcher das Medium entlang- und vorbeiströmt,
mit einer Innenstruktur (5), welche von der Außen struktur (2) zumindest in einer ersten Richtung (20) querschnittsmäßig im wesentlichen umschlossen wird und welche an die Außenstruktur (2) derart ankoppelbar ist, daß die geometrische Anordnung der Außenstruktur (2) dadurch steuerbar ist, daß von der Innenstruktur (5) Kräfte auf die Außenstruktur (2) ausübbar sind, und
mit einer Einrichtung (10) zum Übertragen von zumin dest in einer im wesentlichen lateralen Richtung der Außenhautstruktur (2) wirkenden Kräften auf die Außen hautstruktur (2),
wobei zumindest ein erster Außenhautabschnitt (3a) und ein zweiter Außenhautabschnitt (3b) der Außenhaut (3) durch die übertragenen Kräfte relativ zueinander be wegbar sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Innenstruktur (5) über ihre Ausdehnung eine vorgegebene lokale Biegesteifigkeit und Elastizität aufweist,
daß die Innenstruktur (5) zum Übertragen eines defi nierten lokalen Biegemoments auf die Außenstruktur (2) gemäß einer vorgegebenen Biegelinie der Außenstruktur (2) ausgebildet ist und
daß durch die Innenstruktur (5) das übertragene lokale Biegemoment gemäß der Relativbewegung der Außenhautab schnitte (3a; 3b) steuerbar ist.
mit einer Außenstruktur (2) mit Außenhaut (3), welche eine bestimmte geometrische Anordnung aufweist und an welcher das Medium entlang- und vorbeiströmt,
mit einer Innenstruktur (5), welche von der Außen struktur (2) zumindest in einer ersten Richtung (20) querschnittsmäßig im wesentlichen umschlossen wird und welche an die Außenstruktur (2) derart ankoppelbar ist, daß die geometrische Anordnung der Außenstruktur (2) dadurch steuerbar ist, daß von der Innenstruktur (5) Kräfte auf die Außenstruktur (2) ausübbar sind, und
mit einer Einrichtung (10) zum Übertragen von zumin dest in einer im wesentlichen lateralen Richtung der Außenhautstruktur (2) wirkenden Kräften auf die Außen hautstruktur (2),
wobei zumindest ein erster Außenhautabschnitt (3a) und ein zweiter Außenhautabschnitt (3b) der Außenhaut (3) durch die übertragenen Kräfte relativ zueinander be wegbar sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Innenstruktur (5) über ihre Ausdehnung eine vorgegebene lokale Biegesteifigkeit und Elastizität aufweist,
daß die Innenstruktur (5) zum Übertragen eines defi nierten lokalen Biegemoments auf die Außenstruktur (2) gemäß einer vorgegebenen Biegelinie der Außenstruktur (2) ausgebildet ist und
daß durch die Innenstruktur (5) das übertragene lokale Biegemoment gemäß der Relativbewegung der Außenhautab schnitte (3a; 3b) steuerbar ist.
2. Strömungskörper nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Außenstruktur (2) zumindest in der ersten
Richtung (20) querschnittsmäßig im wesentlichen ge
schlossen ausgebildet ist.
3. Strömungskörper nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Außenhautabschnitte (3a, 3b) der Außenhaut (3)
im wesentlichen parallel und beabstandet angeordnet
sind.
4. Strömungskörper nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Außenstruktur (2), insbesondere in bezug auf
eine Hauptströmungsrichtung (21) des Mediums, einen
vorderen Kantenbereich (11)- und/oder einen hinteren
Kantenbereich (12) aufweist.
5. Strömungskörper nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Außenhautabschnitte (3a, 3b) der Außenhaut (3)
zwischen dem vorderen Kantenbereich (8) und dem hin
teren Kantenbereich (9) angeordnet sind.
6. Strömungskörper nach einem der Ansprüche 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der vordere Kantenbereich (8) und/oder der hinte
re Kantenbereich (9) gegenüber Zug-, Druck- und/oder
Scherkräften, insbesondere mittels vorderer bzw. hin
terer Kantenaussteifungen (11, 12), im wesentlichen
starr ausgebildet sind.
7. Strömungskörper nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
daß die Außenhaut (3) im Bereich ihrer Innenseite
zumindest teilweise eine Außenhautversteifung (4) auf
weist, um der Außenstruktur (2) eine vorgegebene lo
kale Steifigkeit zu verleihen.
8. Strömungskörper nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Außenhautversteifung (4) im Bereich der Außen
hautabschnitte (3a, 3b) ausgebildet ist.
9. Strömungskörper nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Außenstruktur (2) im Bereich ihrer Innenseite
eine Innenhaut (7) aufweist, wobei insbesondere die
Außenhautversteifung (4) zwischen der Außenhaut (3)
und der Innenhaut (7) ausgebildet ist.
10. Strömungskörper nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Außenstruktur (2) zumindest im Bereich der
ansonsten geschlossenen Außenhaut (3) eine Lücke (13)
aufweist, welche sich in einer Querrichtung des Strö
mungskörpers (1) erstreckt und durch welche eine erste
und eine zweite Außenhautkante (16a, 16b) gebildet
werden, die voneinander lateral beabstandet sind.
11. Strömungskörper nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Lücke (13) im vorderen Kantenbereich (8) aus
gebildet ist.
12. Strömungskörper nach einem der Ansprüche 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung (10) zum Übertragen von
Kräften zum Angreifen an der ersten und/oder zweiten
Außenhautkante (16a, 16b) ausgebildet ist, so daß die
Außenhautkanten (16a, 16b) relativ zueinander, insbe
sondere in lateraler Richtung, verschiebbar sind.
13. Strömungskörper nach einem der Ansprüche 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Lücke (13) durch eine Ausnehmung (17) im
vorderen Kantenbereich (8) gebildet wird und
daß die Einrichtung (10) zum Übertragen von Kräften
in der Ausnehmung (17) angeordnet ist.
14. Strömungskörper nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Bereich der Innenseite der zweiten Außenhaut
kante (16b) ein Absatz (14) ausgebildet ist und
daß der Absatz (14) in der Ausnehmung (17) lateral
verschieblich angeordnet ist.
15. Strömungskörper nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Absatz (14) und in dem dem Absatz gegenüber
liegenden Bereich der vorderen Kante Lagermittel (15a,
15b) vorgesehen sind.
16. Strömungskörper nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Außenstruktur (2) eine Biegesteifigkeit auf
weist, welche entlang der Hauptströmungsrichtung (21)
des Mediums abnimmt.
17. Strömungskörper nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Innenstruktur (5) eine Innenaussteifung (6)
aufweist.
18. Strömungskörper nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Innenstruktur (5) und insbesondere die Innen
aussteifung (6) Verbindungselemente (18) aufweist,
durch welche in einer Querrichtung (22) zur ersten
Richtung (20) oder zur Hauptströmungsrichtung (21)
gegenüberliegende Bereiche der Außenstruktur (2) ver
bindbar sind.
19. Strömungskörper nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungselemente (18) als in der Quer
richtung (22) ausgebildete Stege, Lamellen, Säulen
elemente oder dergleichen ausgebildet sind.
20. Strömungskörper nach einem der Ansprüche 18 oder 19,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Innenaussteifung (6) durch einen Vollkörper gebildet wird,
daß im Vollkörper eine Mehrzahl ausgesparter Bereiche vorgesehen ist, und
daß durch die Begrenzungsbereiche der ausgesparten Be reiche des Vollkörpers gebildet werden.
daß die Innenaussteifung (6) durch einen Vollkörper gebildet wird,
daß im Vollkörper eine Mehrzahl ausgesparter Bereiche vorgesehen ist, und
daß durch die Begrenzungsbereiche der ausgesparten Be reiche des Vollkörpers gebildet werden.
21. Verwendung des Strömungskörpers nach einem der
Ansprüche 1 bis 20,
als Abschnitt eines Trag-, Lenk- und/oder Leitwerks
eines Luft- und/oder Wasserfahrzeugs, insbesondere als
Tragfläche eines Flugzeugs, als Rotor- oder Propeller
element eines Antriebsmittels für ein Fahrzeug, als
Quer-, Höhen- und/oder Seitenruder oder Steuerruder
für ein Luft- bzw. Wasserfahrzeug oder dergleichen
oder jeweils als Teil davon.
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