DE19824220C1 - Feuchtreinigungswischmop - Google Patents
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Abstract
Offenbart wird ein Feuchtreinigungswischmop mit rechteckiger Grundfläche, der einen eine Reinigungswirkung entfaltenden Reinigungsstoff und eine Befestigungseinrichtung für einen Halter aufweist. Der Reinigungsstoff ist durch einen gewirkten oder einen gewebten textilen Stoff gebildet, der Polfäden mit einer Mindestanzahl von 400 Filamenten pro Faden aufweist. Die Polfäden sind derart benachbart angeordnet, daß der Stoff ein schwammartiges Wasserspeichervermögen aufweist.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Feuchtreinigungswischmop gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Derartige Feuchtreinigungswischmops sind beispielsweise aus der DE
43 23 943 C1 und aus der DE 31 39 245 C2 bekannt. Sie haben eine rechteckige Form
und einen textilen Grundstoff, der Florfäden, Florfasern oder Florschlingen
aufweist, welche eine Reinigungswirkung entfalten. Diese Florfäden haben eine
Länge von einigen Millimetern und sind gewöhnlich in dem textilen Grundstoff
befestigt. Die auch als Zotteln bekannten Fäden sind jedoch nicht in Filamente
unterteilt und haben daher keine spezifisch große Oberfläche. Das
Schmutzaufnahmevermögen dieser Wischmops ist daher begrenzt.
Aus der DE 295 12 702 U1 sind bereits Textilien mit 48-60 Kapillaren
pro Filament und 16-18 Filamenten/cm2 per se bekannt. Aus der DE
297 05 894 U1 sind per se Wischtücher mit einem spez. Gewicht von 210-220 g/m2
bekannt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, den bekannten Feuchtreinigungs
wischmop derart weiterzuentwickeln, daß die Schmutzaufnahmekapazität
erheblich gesteigert ist und der Reinigungsstoff ein besonderes Wasserspeicher
vermögen aufweist.
Dies wird erfindungsgemäß durch einen Feuchtreinigungs
wischmop gemäß Anspruch 1 erreicht.
Der erfindungsgemäße Feuchtreinigungswischmop zeichnet sich durch
eine Mindestanzahl von 550
Filamenten pro Faden
aus. Aufgrund der gegebenen Mindestanzahl ist eine spezifisch hohe
Oberfläche der Polfäden verwirklicht, die zu einem besonderen
Schmutzabsorptionsvermögen führt. Eine enge Anordnung der Polfäden in
Kombination mit der hohen Anzahl von Filamenten führt zu einem
schwammartigen Wasserspeichervermögen, bei dem die Menge des in dem
Reinigungsstoff gespeicherten Wassers gegenüber dem Stand der Technik
erheblich erhöht ist. Dadurch ist ein besonders lang andauernder Einsatz eines
befeuchteten Wischmops möglich. Durch Druckbeaufschlagung des
Reinigungsstoffs kann kontinuierlich Wasser zu Reinigungszwecken austreten.
Erfindungsgemäß ist angegeben ein Flächengewicht von
300-400 g/m2. Damit sind der Materialaufwand und somit die Materialkosten
reduziert.
Es ist bevorzugt, daß die Filamente aus einem Gemisch von Polyester und/oder
Polyamid bestehen und aufgespleißt sind. Durch die technische Aufspleißung der
einzelnen Filamente wird die durch die kumulierten Flächen der Fasern
definierte Gesamtoberfläche erhöht und die Reinigungswirkung weiter
gesteigert.
Die aufgespleißten Filamente haben erfindungsgemäß eine Feinheit im Bereich von
0,1-0,8 und
ganz besonders bevorzugt im Bereich von 0,2-0,7 dtex. 1 dtex ist definiert als eine
Feinheit bei einer Faser, die 1 g auf 10.000 m Länge hat. Der äußerst bevorzugte
Feinheitsbereich liegt bei 0,3-0,5 dtex.
Die Anzahl der Filamente pro Faden liegt
bevorzugt bei über 750, ganz besonders bevorzugt bei über 900 und äußerst
bevorzugt bei über 1100 bzw. 1300 Filamenten pro Polfaden. Damit läßt sich
neben der Aufspleißung der einzelnen Filamente die Gesamtoberfläche der
Filamente weiter steigern und die Reinigungswirkung erhöhen.
Die Polfäden sind in Schlingenform ausgebildet.
Es sind 20-100 Schlingen/cm2, bevorzugt 30-80, besonders bevorzugt 40-70 und ganz
besonders bevorzugt 45-60 Schlingen/cm2 vorgesehen.
Der Reinigungsstoff weist in einer besonders bevorzugten Ausführungsform eine
Kettengewirk-Matrix auf und die Polfäden sind in der Kettengewirk-Matrix quer
eingelegt. Die Polfäden laufen abwechselnd an der oberen Außenfläche und an
der unteren Außenfläche der Matrix und haben dort eine besonders erhöhte
Frottierwirkung.
Der Reinigungsstoff läßt sich bevorzugt auf einer Doppelpolkettenwirkmaschine
herstellen. Dabei bilden die Polfäden bevorzugt eine doppelseitige
Frottieroberfläche.
Weitere Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden
Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten
Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung.
Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform eines Feuchtreinigungswischmops im
Querschnitt.
Fig. 2 zeigt eine Aufsicht auf einen Randbereich eines Feuchtreinigungs
wischmops nach einer anderen Ausführungsform.
Der in Fig. 1 gezeigte Feuchtreinigungswischmop weist eine rechteckige
Grundfläche auf, die durch einen Reinigungsstoff 4 gebildet ist. Dieser
Reinigungsstoff ist eine Kettengewirk-Matrix, in die bestimmte Polfäden in
regelmäßigen Abständen quer eingelegt bzw. quer eingezogen sind. Der
Reinigungsstoff 4 wird auf einer Doppelpolkettenwirkmaschine hergestellt und
hat ein Gewicht von etwa 330 g/m2.
Die Polfäden, die in dem Reinigungsstoff vorgesehen sind, haben jeweils eine
Anzahl von 1500 Filamenten pro Polfaden. Jedes Filament ist wiederum
aufgespleißt und die aufgespleißten Fasern jeden Filamentes haben eine Feinheit
von 0,3-0,4 dtex. Das Material der Filamente und somit der Polfäden ist
Polyester und/oder Polyamid. Die Polfäden treten abwechselnd an die obere und
untere Außenfläche des Reinigungsstoffs und bilden dort Schlingen. Es sind etwa
45-55 Schlingen pro cm2 vorhanden. In dieser Ausführung bilden sie eine
sogenannte doppelseitige Frottieroberfläche mit hohem
Wasseraufnahmevermögen und somit hoher Schmutzabsorptions-kapazität.
Auf der dem Reinigungsstoff 4 gegenüberliegenden Seite ist ein Oberstoff 2
vorgesehen, der mit dem Reinigungsstoff 4 längs einzelner Nähte 8 verbunden
ist. Der Oberstoff 2 ist aus einem ähnlichen Material wie der Reinigungsstoff 4
gebildet und weist ebenfalls die besondere Ausführungsform von aufgespleißten
Filamenten auf. In allen bezüglich des Reinigungsstoffs 4 ausgeführten
Merkmalen ähnelt er diesem.
Zwischen Oberstoff 2 und Reinigungsstoff 4 ist, wie in Fig. 1 gezeigt, ein
wasserspeicherndes Material 6 aufgenommen, das bevorzugt mit dem Oberstoff
und dem Reinigungsstoff an den Nähten 8 verbunden ist. Das wasserspeichernde
Material 6 ist in der besonderen Ausführungsform ein Vliesstoff. Alternativ ist
ein Filz oder Baumwolle vorgesehen. Das wasserspeichernde Material erhöht die
Wasseraufnahmekapazität des Wischmops und damit das Wasserspeicher
vermögen.
Der Oberstoff 2 kann jedoch je nach Ausführungsform eine besondere
Befestigungseinrichtung für einen Halter des Wischmops aufweisen. In einer
Ausführungsform ist diese Befestigungseinrichtung eine glatte Klettfläche, die
den Oberstoff 2 bildet. In einer anderen Ausführungsform wird die
Befestigungseinrichtung durch Spanntaschen gebildet, die auf gegenüber
liegenden Seiten des Oberstoffs gebildet sind und die Aufnahme eines
Spannrahmens ermöglichen. Alternativ, wie in Fig. 2 dargestellt, ist es möglich,
die Befestigungseinrichtung durch zwei an beiden Enden des Wischmops
vorgesehene trapezförmige Befestigungslaschen 12 zu bilden. Die
Befestigungslaschen dienen zur Befestigung in einem Klemmhalter. Der
besondere Vorteil der Befestigungslaschen liegt darin, daß sie auf beiden Seiten
des Mops eingesetzt werden können. Durch Schwenken der Befestigungslaschen
12 auf die der Darstellung von Fig. 2 gegenüberliegende Seite läßt sich ein
Klemmhalter so befestigen, daß die bislang nicht benutzte Reinigungsfläche nun
zu Reinigungszwecken eingesetzt wird. In dieser Ausführungsform ist es
vorgesehen, daß der Oberstoff die selbe technische Ausführung wie der
Reinigungsstoff hat. Reinigungsstoff 4 und Oberstoff 2 sind in dieser
Ausführungsform in gleicher Weise ausgebildet.
Der besondere in Fig. 1 und 2 dargestellte Wischmop zeichnet sich durch eine
besonders hohe Anzahl von Filamenten pro Polfaden und die eng benachbarte
Anordnung der Polfäden im gewebten textilen Reinigungsstoff aus. Dadurch wird
ein schwammartiges Wasserspeichervermögen erzielt, das einerseits eine hohe
Schmutzaufnahmekapazität und zum anderen eine nachhaltige
Wasserspeicherwirkung kombiniert. Durch die hohe Wasserspeicherkapazität
läßt sich der erfindungsgemäße Feuchtreinigungswischmop auch über längere
Zeiträume ohne Nachfeuchtung einsetzen.
Claims (7)
1. Feuchtreinigungswischmop mit rechteckiger Grundfläche, aufweisend einen eine
Reinigungswirkung entfaltenden Reinigungsstoff (4) und eine Befestigungseinrichtung für
einen Halter, wobei der Reinigungsstoff gebildet ist durch einen gewirkten oder gewebten
textilen Stoff, der Polfäden mit einer Anzahl von Filamenten aufweist, dadurch
gekennzeichnet, daß mindestens 550 Filamente pro Faden vorgesehen sind, die Filamente
eine Feinheit im Bereich von 0,1-0,8 dtex haben, die Polfäden in Schlingenform ausgebildet
sind, wobei die Schlingen eine Flächendichte von 20-100 Schlingen/cm2 aufweisen und der
Reinigungsstoff (4) ein Gewicht von 300-400 g/m2 hat.
2. Feuchtreinigungswischmop nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Filamente eine Feinheit im Bereich von 0,2-0,7 und bevorzugt 0,3-0,5 dtex haben.
3. Feuchtreinigungswischmop nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Anzahl der Filamente pro Faden < 750, bevorzugt < 900,
besonders bevorzugt < 1100 und äußerst bevorzugt < 1300 ist.
4. Feuchtreinigungswischmop nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er
Schlingen in einer Flächendichte von 30-80 Schlingen/cm2 aufweist.
5. Feuchtreinigungswischmop nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Reinigungsstoff (4) eine Kettengewirk-Matrix aufweist und die
Polfäden in der Kettengewirk-Matrix quer eingelegt sind.
6. Feuchtreinigungswischmop nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Reinigungsstoff (4) auf einer Doppelpolkettenwirkmaschine
hergestellt ist.
7. Feuchtreinigungswischmop nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Polfäden eine doppelseitige Frottieroberfläche bilden.
Priority Applications (2)
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