DE19824851A1 - Sicherung - Google Patents
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Abstract
Zwecks sicherer Unterbrechung des Strompfades auf der ganzen Länge von Sicherungselementen (4a, 4b) weisen dieselben jeweils mit Abstand auf einem Streifen (5) aus elektrisch leitfähigem Material, z. B. Silber, in Kapseln (8) angeordnete Abbrandkörper auf, welche durch einen durchgehenden Zündfaden (9) verbunden sind, so daß die Zündung eines Abbrandkörpers die Zündung der übrigen auslöst. Die Abbrandkörper können in einer Vertiefung eines zentralen Stützkörpers angebracht sein, über welche der Streifen (5) läuft. Sie bestehen aus einem Explosivstoff mit einer Zündtemperatur von 245 DEG C, der beim Abbrand 480 J/g Energie abgibt, so daß eine Temperatur von ca. 2000 DEG C erreicht wird und zu Löschgas, überwiegend Stickstoff, umgesetzt wird.
Description
Die Erfindung betrifft eine Sicherung für den Mittel- und
Hochspannungsbereich. Derartige Sicherungen sollen sowohl
kurze, starke Überstromstösse, wie sie z. B. in Folge von
Kurzschlüssen auftreten als auch langdauernde schwache
Überströme unterbrechen.
Aus der US-A-4 638 283 ist eine gattungsgemässe Sicherung
bekannt, welche mehrere über ihre Länge verteilte
Abbrandkörper aus brennbarem Material aufweist, welche bei
bestimmten Überströmen gezündet werden. Die Zündung erfolgt
mittels eines Zündkreises aus in Reihe geschalteten, jeweils
in einen der Abbrandkörper eingebetteten
Widerstandselementen, die dabei durchschmelzen, wobei die
entstehenden Lücken durch Lichtbögen überbrückt werden.
Diese Ausbildung des Zündkreises kompliziert den Aufbau der
Sicherung beträchtlich und schafft neben den
Sicherungselementen eine weitere Verbindung zwischen den
elektrischen Anschlüssen derselben, deren Einfluss auf die
Funktion der Sicherung nicht für alle Fälle deutlich
überblickbar ist. Der Zündkreis kann ausserdem ein rasches,
sicheres und einigermassen gleichzeitiges Ansprechen der
Abbrandkörper nicht gewährleisten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
gattungsgemässe Sicherung derart auszubilden, dass bei
Auftreten eines Überstroms der Strompfad rasch und auf
einfache und zuverlässige Weise auf einer grossen Länge
unterbrochen und dadurch der Überstrom schnell und sicher
unterdrückt wird. Diese Aufgabe wird durch die Merkmale im
Kennzeichen des Anspruchs 1 gelöst.
Durch die Erfindung wird eine Sicherung geschaffen, bei
welcher das über die Länge der Sicherung verteilte
Abbrandelement rasch auf seiner gesamten Länge gezündet wird
und mindestens ein Sicherungselement ebenfalls im
wesentlichen auf seiner ganzen Länge oder an mehreren über
seine Länge verteilten Stellen aufschmilzt oder aufreisst,
so dass sich in sehr kurzer Zeit ein langer Lichtbogen
bildet oder eine grössere Zahl kürzerer Lichtbögen, was in
jedem Fall einen raschen Anstieg des Widerstands zur Folge
hat und die Löschung des Lichtbogens und Unterdrückung des
Überstroms beschleunigt.
Vorzugsweise wird die Wirkung des Abbrandelements dadurch
verstärkt, dass als Abbrandmaterial ein Explosivstoff
verwendet wird, der zu einem hohen Prozentsatz zu Löschgas,
vorzugsweise überwiegend Stickstoff umgesetzt wird. Dadurch
wird die Unterbrechung der Strompfade durch mechanische
Einwirkung auf die Sicherungselemente verstärkt und der auf
diese Unterbrechung folgende Lichtbogen rascher unterdrückt.
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele dargestellt,
die lediglich der Erläuterung der Erfindung dienen. Es
zeigen
Fig. 1a schematisch eine Draufsicht auf eine
erfindungsgemässe Sicherung gemäss einer ersten
Ausführungsform, wobei das Gehäuse geschnitten
ist,
Fig. 1b einen Schnitt längs B-B in Fig. 1a,
Fig. 1c vergrössert eine Draufsicht auf ein
Sicherungselement der Sicherung nach Fig. 1a,b,
Fig. 1d vergrössert einen Schnitt längs D-D in Fig. 1c,
Fig. 2a vergrössert eine Draufsicht auf ein
Sicherungselement einer erfindungsgemässen
Sicherung gemäss einer zweiten Ausführungsform,
Fig. 2b vergrössert einen Schnitt längs B-B in Fig. 2a,
Fig. 3a vergrössert eine Draufsicht auf ein
Sicherungselement einer erfindungsgemässen
Sicherung gemäss einer dritten Ausführungsform,
Fig. 3b vergrössert einen Schnitt längs B-B in Fig. 3a,
Fig. 4a schematisch eine Draufsicht auf eine
erfindungsgemässe Sicherung gemäss einer vierten
Ausführungsform, wobei das Gehäuse geschnitten ist
und
Fig. 4b einen Schnitt längs B-B in Fig. 4a.
Die erfindungsgemässe Sicherung weist in einem zylindrischen
Gehäuse 1, das z. B. aus Keramik bestehen kann, einen in der
Achse angeordneten Stützkörper 2 auf, welcher ebenfalls aus
Keramik oder auch aus Kunststoff oder einem Verbundstoff
oder sonst einem geeigneten elektrisch isolierenden Material
bestehen kann und rohrförmig mit radial abstehenden Rippen
ausgebildet ist. An den einander gegenüberliegenden Enden
des Gehäuses 1 sind ein erster elektrischer Anschluss und
ein zweiter elektrischer Anschluss angeordnet, die als
Kappen 3a,b aus Metall ausgebildet sind. Die Kappen 3a,b
sind durch zwei parallele, schraubenlinienförmig um den
Stützkörper 2 gewickelte gleiche Sicherungselemente 4a,b
elektrisch leitend verbunden.
Gemäss einer ersten Ausführungsform bestehen die
Sicherungselemente 4a,b jeweils (Fig. 1c,d) aus einem
Streifen 5 aus einem geeigneten schmelzbaren elektrisch
leitenden Material, vorzugsweise aus Silber oder einer
Silberlegierung oder auch aus Kupfer oder Aluminium. Der
Streifen 5 weist in regelmässigen Abständen Verengungen 6
auf, welche durch einander gegenüberliegende
halbkreisförmige Ausnehmungen gebildet werden.
Zwischen zwei aufeinanderfolgenden Verengungen 6 ist jeweils
ein Abbrandkörper 7 aus Explosivstoff auf dem Streifen 5
angeordnet. Er ist in einer zylindrischen Kapsel 8
angeordnet, welche aus einem festen, inerten Material
besteht, z. B. Metall, etwa Stahl oder Aluminium, Keramik
oder auch Kunststoff und füllt sie vollständig aus. Gegen
den Streifen 5 weist die Kapsel 8 einen Wandabschnitt auf,
der verhältnismässig dünn ist, jedenfalls dünner als die
übrigen Wandabschnitte. Aufeinanderfolgende Abbrandkörper 7
sind durch Abschnitte eines Fadens, insbesondere eines
Zündfadens 9 verbunden, der über die gesamte Länge des
Streifens 5 mittig auf demselben befestigt und derart durch
die Kapseln 8 gezogen ist, dass er jeweils mit dem
Abbrandkörper 7 in Kontakt ist. Der Zündfaden 9 besteht
ebenfalls aus einem brennbaren Material, insbesondere einem
Material, das sehr rasch abbrennt wie z. B. Nitrozellulose
und verbindet so die Abbrandkörper 7 zu einem
zusammenhängenden Abbrandelement 10, das sich parallel zum
jeweiligen Sicherungselements 4a,b im wesentlichen über die
gesamte Länge desselben erstreckt. Da sowohl die
Abbrandkörper 7 als auch der Zündfaden 9 aus elektrisch
isolierendem Material bestehen, beeinflusst das
Abbrandelement die elektrischen Eigenschaften der Sicherung
nicht.
Es sind verschiedene Abwandlungen des Sicherungselements
gemäss der ersten Ausführungsform möglich. So kann etwa
jeder Abbrandkörper im Bereich einer Verengung des Streifens
angeordnet sein. Die Kapsel des Abbrandkörpers kann auf
ihrer dem Streifen zugewandten Seite offen sein oder ein
Loch aufweisen, das z. B. düsenartig ausgebildet ist.
Schliesslich können auch die Verengungen selbst, jedenfalls
bei zwischen denselben angeordneten Abbrandkörpern, auf
andere Weise, z. B. durch Ausstanzen mittiger Löcher im
Streifen hergestellt sein. Entscheidend ist, dass eine
lokale Verringerung des Querschnitts gewährleistet ist.
Kurze, starke Überströme führen zu einem Durchschmelzen
eines der Sicherungselemente 4a,b an einer oder mehreren der
Verengungen 6, so dass kurze Lichtbögen entstehen. Dies führt
zu einer Zündung des Zündfadens 9, der die Zündung der
Abbrandkörper 7 des jeweiligen Abbrandelements 10 auslöst.
Langdauernde geringe Überströme führen zu einer Aufheizung
der Sicherungselemente 4a,b auf die Zündtemperatur des
Explosivstoffs und auf diese Weise zur Zündung eines der
Abbrandkörper 7 an einer Stelle, von der sich der Abbrand
dann durch den Zündfaden 9 rasch über das Abbrandelement 10
ausbreitet. In jedem Fall dauert die Ausbreitung des
Abbrandes auf das ganze Sicherungselement 4a,b gewöhnlich
weniger als 100 ms.
Der Explosivstoff sollte eine verhältnismässig tiefe
Zündtemperatur aufweisen, vorzugsweise nicht höher als ca.
300°C und eine verhältnismässig hohe Energieabgabe beim
Abbrand, vorzugsweise mindestens 200 J/g. Die Streifen 5
können dann so dimensioniert werden, dass der Widerstand bei
Nennstrom gering ist und im Normalbetrieb keine hohen
Verluste auftreten, aber die Sicherung bei einem bestimmten
Vielfachen des Nennstroms dennoch sicher anspricht. Dank der
hohen Energiedichte werden Abbrandtemperaturen von ca.
2'000°C erreicht, was zu einem raschen Schmelzen des
Materials der Streifen 5 führt. Wegen des explosionsartigen
Ablaufs der Verbrennung wird die wärmebedingte Zerstörung
der Streifen 5 durch mechanische Einwirkung des
Explosivstoffs auf dieselben unterstützt. Diese Wirkung wird
dadurch begünstigt, dass der dem Streifen 5 zugewandte
Wandabschnitt der Kapsel 8 verhältnismässig dünn ist, so
dass die Explosion des Explosivstoffs vor allem nach dieser
Seite hin wirksam wird.
Zum Einsatz in der erfindungsgemässen Sicherung geeignete
für die Umwelt unschädliche Explosivstoffe, deren
Reaktionsprodukte einen hohen Anteil an Stickstoff
aufweisen, sind vor allem von sogenannten airbags, die als
Sicherheitseinrichtungen in Kraftfahrzeugen weit verbreitet
sind, bekannt. Ein Beispiel ist 21NaN3 + KNO3 + 4Fe2O3 +
2,5SiO2, das bei der Explosion in 10,5Na2O + 0,5K20 + 4Fe +
2,5SiO2 + 4FeO + 32N2 umgesetzt wird. Dieser Explosivstoff
enthält keine Halogene und ist auch sonst umweltfreundlich.
Ein weiteres Beispiel eines geeigneten Explosivstoffs ist
eine Mischung von 71,6% SrNiO3, 3,77% V6MO15O60, 3%
Paraffin, 21,6% Guanidin-5,5'-Azotetrazolat, das in 8,2%
CO2, 31,1% H2O, 43,7% N2 und 15,6% SrCO3 umgesetzt wird.
Der zuletzt genannte Stoff weist eine Zündtemperatur von ca.
245°C auf und gibt bei seiner Umsetzung eine Energie von
480 J/g ab. Er wird ausserdem mit hohem Wirkungsgrad in
Löschgas, insbesondere Stickstoff umgesetzt, was die rasche
Löschung des nach der Unterbrechung der Sicherungselemente
4a,b sich bildenden Lichtbogens begünstigt. Vorzugsweise
sollte die Umsetzung des Explosivstoffs zu Löschgas
mindestens 0,2 l/g betragen, wobei der Anteil an Stickstoff
an demselben bei mindestens 30 Mol-% liegt. Zur
Unterstützung der Lichtbogenlöschung ist das Innere des
Gehäuses 1 mit einem dieselbe begünstigenden Material, z. B.
Quarzsand aufgefüllt.
Bei Zündung des Abbrandelements an einem der parallelen
Sicherungselemente 4a,b löst die Erhöhung der Strombelastung
am verbleibenden binnen kurzer Zeit auch dort die Zündung
des Abbrandelements aus. Es ist jedoch auch möglich, die
Abbrandelemente beider Sicherungselemente 4a,b z. B. durch
einen Zündfaden oder mehrere derselben zu verbinden.
Gemäss einer zweiten Ausführungsform (Fig. 2a,b) sind die
Sicherungselemente 4a,b jeweils als geschlossenes Rohr 11
ausgebildet, welches in regelmässigen Abständen geklemmt und
gleichzeitig gestreckt ist, so dass es Verengungen 6 bildet,
welche das Rohr 11 in aufeinanderfolgende Abschnitte
unterteilt, deren jeder eine Portion Explosivstoff enthält,
die einen Abbrandkörper 7 bildet. Lediglich ein Zündfaden 9
erstreckt sich über die gesamte Länge des Rohres 11 und
verbindet die Abbrandkörper 7 zu einem zusammenhängenden
Abbrandelement 10.
Gemäss einer dritten Ausführungsform sind die
Sicherungselemente 4a,b wie in Fig. 3a,b dargestellt
ausgebildet. Hier ist der Streifen 5 gefaltet, umgeschlagen
und gepresst, so dass er ein Rohr 11 bildet, das einen sich
über seine gesamte Länge erstreckenden Hohlraum umschliesst.
Dieser enthält ein durchgehendes Abbrandelement 10
konstanten Querschnitts, das aus Explosivstoff und
vorzugsweise einem parallel im Hohlraum angeordneten, sich
über die gesamte Länge des Streifens 5 erstreckenden
Zündfaden 9 besteht, auf den jedoch auch verzichtet werden
kann. Parallel zum Rohr 11 läuft ein Randstreifen 12, der
aus dem dreifach übereinanderliegenden gefalteten Material
des Streifens 5 gebildet ist. Der Streifen 5 weist ebenfalls
in regelmässigen Abständen aufeinanderfolgende, durch
halbkreisförmige Ausnehmungen im Randstreifen 12 gebildete
Verengungen 6 auf.
Gemäss einer vierten Ausführungsform (Fig. 4a,b) weisen die
Rippen des Stützkörpers 2 an ihren Aussenseiten in axialer
Richtung durchgehende Nuten 13 auf, in welchen die
Abbrandkörper 7 angeordnet sind. Die zwei Sicherungselemente
4a,b sind wiederum jeweils als Streifen 5 ausgebildet,
welcher in regelmässigen Abständen, und zwar jeweils an den
Stellen, an welchen er eine der Nuten 13 kreuzt, mit
Verengungen 6 versehen ist. An den gleichen Stellen sind
auch die Abbrandkörper 7 in den Nuten 13, d. h. unter den
Verengungen 6 angeordnet. Sie sind ähnlich ausgebildet wie
gemäss der ersten Ausführungsform, doch weisen sie an der
dem Streifen 5 zugewandten Aussenseite jeweils eine
düsenartige Öffnung auf, deren Durchmesser etwa der Breite
des Streifens 5 in der Mitte der Verengung 6 entspricht,
gegen die sie gerichtet sind. Die in einer der Nuten 13
angeordneten Abbrandkörper sind jeweils durch einen
Zündfaden 9 verbunden, mit dem zusammen sie ein im
wesentlichen über die Länge der Sicherung sich erstreckendes
zusammenhängendes Abbrandelement 10 bilden. Im Gegensatz zu
den übrigen Ausführungsformen, wo ein Abbrandelement jeweils
eng verbunden mit einem Sicherungselement parallel läuft,
berühren sich die Sicherungselemente 4a,b und die
Abbrandelemente 10 jeweils nur im Bereich der Verengungen 6
bzw. der Abbrandkörper 7.
Es ist natürlich möglich, alle die in den verschiedenen
Nuten angeordneten Abbrandkörper durch weitere Zündfäden
oder durch Durchziehen eines einzigen Zündfadens miteinander
zu einem einzigen Abbrandelement zu verbinden. Desgleichen
ist es möglich, statt der Nuten für jeden der Abbrandkörper
eine ihn knapp umschliessende Vertiefung im Stützkörper
vorzusehen. In diesem Fall kann, vor allem, wenn der
Streifen die Vertiefung vollständig zudeckt, auf eine Kapsel
verzichtet werden und der Abbrandkörper z. B. als gepresste
Explosivstofftablette ausgebildet sein.
In jedem Fall können die gleichen Explosivstoffe verwendet
werden wie bei den anderen Ausführungsformen. Die Auslösung
verläuft ebenfalls entsprechend. Ein wesentlicher Vorteil
der vierten Ausführungsform liegt dagegen darin, dass die
Abbrandkörper 7 auf dem Stützkörper 2 abgestützt sind und
ein Entweichen von Gas oder ein Ausweichen des
Abbrandkörpers 7 in die dem Streifen 5 abgewandte Richtung
nicht möglich ist. Die Einwirkung der Explosion auf
denselben ist daher besonders konzentriert, so dass er rasch
und wirksam unterbrochen wird.
1
Gehäuse
2
Stützkörper
3
a, bKappen
4, 4
a, bSicherungselemente
5
Streifen
6
Verengung
7
Abbrandkörper
8
Kapsel
9
Zündfaden
10
Abbrandelement
11
Rohr
12
Randstreifen
13
Nut
Claims (14)
1. Sicherung mit einem ersten elektrischen Anschluss und
einem zweiten elektrischen Anschluss sowie mit
mindestens einem Sicherungselement (4a, 4b) aus
elektrisch leitendem schmelzbarem Material, welches den
ersten elektrischen Anschluss mit dem zweiten
elektrischen Anschluss verbindet und mit einem
zündbaren Abbrandelement (10) aus elektrisch
nichtleitendem Abbrandmaterial, welches im wesentlichen
über die gesamte Länge der Sicherung verteilt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das Abbrandelement (10)
über seine Länge zusammenhängend ausgebildet ist.
2. Sicherungselement nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass beim Abbrand des Abbrandmaterials
mindestens 200 J/g Wärme freigesetzt wird.
3. Sicherungselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, dass das Abbrandmaterial eine
Zündtemperatur von höchstens 300°C aufweist.
4. Sicherungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass das Abbrandmaterial
mindestens zum Teil ein Explosivstoff ist.
5. Sicherungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass das Abbrandmaterial
insbesondere zu mindestens 0,2 l/g in Löschgas
umgesetzt wird.
6. Sicherungselement nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, dass das Löschgas zu mindestens
30 Mol-% aus Stickstoff besteht.
7. Sicherungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass das Abbrandelement eine
Mehrzahl über die Länge des mindestens einen
Sicherungselements (4a, 4b) verteilte voneinander
beabstandete Abbrandkörper (7) umfasst, welche durch
brennbare Fadenabschnitte verbunden sind.
8. Sicherungselement nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, dass jeder Abbrandkörper (7) in einer
Kapsel (8) aus festem inertem Material angeordnet ist.
9. Sicherungselement nach Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, dass jede Kapsel (8) auf dem
Sicherungselement (4a, 4b) angeordnet ist und demselben
gegenüber offen oder von ihm lediglich durch einen
Wandabschnitt getrennt ist, dessen Stärke geringer ist
als diejenige der übrigen Wandabschnitte.
10. Sicherungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass das Abbrandelement (10)
hinsichtlich seiner Zusammensetzung über seine Länge im
wesentlichen gleichmässig ausgebildet ist.
11. Sicherungselement nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, dass das Abbrandelement (10) über seine
Länge mindestens annähernd konstanten Querschnitt
aufweist.
12. Sicherung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch
gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (4a, 4b) ein
sich mindestens annähernd über seine Länge
erstreckendes Rohr (11) umfasst, welches das
Abbrandelement (10) umschliesst.
13. Sicherung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, dass es einen Stützkörper (2) aus
elektrisch isolierendem Material aufweist und jeder
Abbrandkörper (7) zwischen einem Sicherungselement (4a,
4b) und dem Stützkörper (2) angeordnet ist.
14. Sicherung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
dass der Abbrandkörper (7) jeweils in einer Vertiefung
im Stützkörper (2) angeordnet ist, über welche ein
Sicherungselement (4a, 4b) geführt ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19824851A DE19824851A1 (de) | 1998-06-04 | 1998-06-04 | Sicherung |
| PCT/CH1999/000229 WO1999063565A1 (de) | 1998-06-04 | 1999-05-27 | Sicherung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19824851A DE19824851A1 (de) | 1998-06-04 | 1998-06-04 | Sicherung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19824851A1 true DE19824851A1 (de) | 1999-12-09 |
Family
ID=7869810
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19824851A Withdrawn DE19824851A1 (de) | 1998-06-04 | 1998-06-04 | Sicherung |
Country Status (2)
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