DE19823376A1 - Antriebseinheit für Verstelleinrichtungen in Kraftfahrzeugen - Google Patents
Antriebseinheit für Verstelleinrichtungen in KraftfahrzeugenInfo
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Abstract
Bei einer Antriebseinheit für Verstelleinrichtungen in Kraftfahrzeugen mit einem Elektromotor, einem Drehzahlsensor und einer Halbleiterschaltung zur Speisung des Elektromotors, besteht der Elektromotor aus einem Kommutatormotor und die Halbleiterschaltung regelt die Drehzahl des Kommutatormotors in wenigstens einem Belastungsbereich auf einen konstanten Wert oder nach einer vorgegebenen Sollwertkurve. Die Drehzahl des Kommutatormotors kann am Anfang und/oder Ende des Verstellweges der Verstelleinrichtung nach vorgegebenen Sollwertkurven für das Anlaufen bzw. Abschalten der Verstelleinrichtung geregelt werden, wobei die maximale Drehzahl des Bereichs der Drehzahlregelung kleiner ist als die minimale Drehzahl des ungeregelten Kommutatormotors, die sich bei größter Belastung des Kommutatormotors einstellt.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Antriebseinheit für
Verstelleinrichtungen in Kraftfahrzeugen nach dem Oberbe
griff des Anspruchs 1.
Zur Betätigung von Verstelleinrichtungen in Kraftfahrzeugen
wie Sitzverstellungen, Fensterheber oder Schiebedachverstel
lungen werden elektromotorische Antriebseinheiten einge
setzt, die aus einem Elektromotor, einem Verstellgetriebe
und einer Ansteuerschaltung für den Elektromotor bestehen.
Unter Belastung sowie in Abhängigkeit von der Bewegungsrich
tung treten starke Verstellgeräusche, insbesondere ungleich
mäßige Verstellgeräusche, das sogenannte "Modulieren" der
Antriebseinheit auf. Derartige ungleichmäßige Verstellge
räusche sind beispielsweise beim Schließen einer Fenster
scheibe eines Fensterhebers sowie beim Verfahren eines Fahr
zeugsitzes deutlich vernehmbar.
Zur Vermeidung derartiger ungleichmäßiger Verstellgeräusche
werden üblicherweise Elektromotoren mit großer Nennleistung
eingesetzt, die eine flache Drehzahl-Drehmoment-Kennlinie
aufweisen, so daß beim Auftreten stärkerer Gegendrehmomente
bei Lastschwankungen die Drehzahlschwankungen des Elektromo
tors gering sind. Die Verwendung großer Elektromotoren mit
entsprechend hoher Nennleistung führt jedoch zu Problemen
bei deren Unterbringung im Bereich der durch sie betätigten
Verstelleinrichtungen, bei einem Fensterheber beispielswei
se im Türinnenraum oder bei einer Sitzverstellung unterhalb
des Sitzkissens in unmittelbarer Nähe einer der Sitzschie
nen. Darüber hinaus ist die Verwendung von Elektromotoren
großer Nennleistung mit erheblichen Kosten sowie mit einem
höheren Gewicht verbunden.
Aus der DE 196 15 581 A1 ist ein Verfahren zum Ansteuern
elektrischer Antriebe in Fahrzeugen mit einem Elektromotor
bekannt, bei dem der Betrieb des Elektromotors durch eine
Drehmoment-Drehzahl-Kennlinie vorgegeben und das wirksame
Drehmoment überwacht wird. Um die mit dem Elektromotor
zusammenwirkenden mechanischen Komponenten hinsichtlich
ihrer Betriebsfestigkeit und Belastbarkeit schwächer als
für die Bedingungen auszulegen, wie sie bei einem Blockie
ren des Elektromotors erforderlich sind, wird bei einem
Grenz-Drehmoment, das größer als das normalerweise auftre
tende und das kleiner als das maximale Drehmoment ist, der
Antrieb auf ein annähernd konstantes Drehmoment geregelt.
Zusätzlich kann in der Endphase eines Bewegungsvorgangs das
wirksame Drehmoment zeitlich begrenzt über das Grenz-Drehmo
ment angehoben werden. Bei diesem bekannten Verfahren wird
die Ansteuerung des Elektromotors mit Hilfe einer Puls
breitenmodulation vorgenommen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein gleichmäßi
ges Verstellgeräusch auch bei stark schwankender Belastung
der Antriebseinheit mit minimalem Aufwand und Volumen für
die Herstellung und die Bauform der Antriebseinheit bei
schnellstmöglicher und sicherer Verstellung zu gewährlei
sten.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des
Anspruchs 1 gelöst.
Die erfindungsgemäße Lösung gewährleistet gleichmäßige
Verstellgeräusche bei unterschiedlichen Belastungen der
Antriebseinheit für Verstelleinrichtungen in Kraftfahrzeu
gen. Die aufgrund unterschiedlicher Belastungen auftreten
den Drehzahlschwankungen, die zu modulierenden Geräuschen
führen, werden mittels der den Kommutatormotor speisenden
Halbleiterschaltung ausgeregelt und somit die Entstehung
modulierender Geräusche vermieden bzw. durch regelungstech
nische Maßnahmen deutlich reduziert.
Dabei ist die Verwendung eines mechanisch-kommutierten
Motors anstelle eines elektrisch kommutierten Motors in
Verbindung mit einer Steuerelektronik für die Halbleiter
schaltung eine besonders kostengünstige Lösung.
Innerhalb des wenigstens einen Belastungsbereiches kann die
Drehzahl des Kommutatormotors wahlweise auf einen konstan
ten Wert oder nach einer vorgegebenen Sollwertkurve gere
gelt werden.
Die Kegelung auf einen konstanten Drehzahlwert oder nach
einer Drehzahl-Sollwertkurve erfolgt in Abhängigkeit von
der Art der Verstelleinrichtung und deren spezifischem
Belastungsverlauf über den Verstellweg. Da es das Ziel der
Drehzahlregelung in Verbindung mit einem Kommutatormotor
ist, modulierende Geräusche beim Verfahren einer Verstell
einrichtung über deren Verstellweg auszuschließen bzw. zu
minimieren, gleichzeitig aber die Verstellfunktion optimal
zu erfüllen, d. h. beispielsweise die Verstellgeschwindig
keit nicht oder nur geringfügig herabzusetzen und Schutzmaß
nahmen nicht zu beeinträchtigen, wird die Drehzahlregelung
an die spezifischen Vorgaben der Verstelleinrichtung an
gepaßt.
Belastungsänderungen auf dem Verstellweg, insbesondere
infolge sich verändernder, aber bei jedem Durchlaufen des
Verstellweges wiederkehrender Schwergängigkeiten, können
vorzugsweise dadurch berücksichtigt werden, daß die Soll
wertkurve adaptiv an Veränderungen der Belastungen über den
Verstellweg angepaßt wird, insbesondere während des oder
nach dem Durchlaufen des wenigstens einen Belastungsbe
reichs oder mindestens einen Teils des Verstellweges der
belasteten oder unbelasteten Verstelleinrichtung.
Damit wird sichergestellt, daß aufgrund der vorhandenen
Massenträgheit der bewegten Verstelleinrichtung Schwergän
gigkeiten auf dem Verstellweg durch das Regelungssystem der
Halbleiterschaltung "vorweggenommen" werden und nicht erst
zu einer Reaktion des Regelungssystems führen, wenn solche
Schwergängigkeiten auftreten. Auf diese Weise wird ein
lernfähiges System geschaffen, daß wegabhängige Schwergän
gigkeiten voraussieht und durch entsprechende Veränderungen
der Sollwertkurve für eine entsprechende Ansteuerung des
Kommutatormotors sorgt, so daß keine modulierenden Geräu
sche auftreten.
Ein weiteres Merkmal der erfindungsgemäßen Lösung besteht
darin, die Drehzahl des Kommutatormotors am Anfang und/oder
Ende des Verstellweges der Verstelleinrichtung nach vorgege
benen Sollwertkurven für das Anlaufen bzw. Abschalten der
Verstelleinrichtung zu regeln.
Am Anfang bzw. Ende des Verstellweges einer Verstelleinrich
tung wie beispielsweise einem Scheibenheber treten besonde
re Randbedingungen auf, da der Scheibenhebermechanismus in
diesen Bereichen erhöhten Reibungsmomenten ausgesetzt ist.
Durch regelungstechnische Maßnahmen wird dem Rechnung getra
gen und vermieden, daß Schwergängigkeiten zu modulierenden
Geräuschen führen, die vom Benutzer als Fehlfunktion der
Verstelleinrichtung gedeutet werden können, und ein soge
nannter "Softstop" und/oder "Softstart", d. h. ein weiches
Ein- oder Anlaufen in die betreffenden Endpositionen gewähr
leistet wird.
In gleicher Weise kann die Drehzahl des Kommutatormotors
beim Starten aus einer beliebigen Position und/oder beim
Anhalten in einer beliebigen Position des Verstellweges der
Verstelleinrichtung nach vorgegebenen Sollwertkurven für
das Anlaufen bzw. Abschalten der Verstelleinrichtung gere
gelt werden, d. h. es wird ein "Softstop" und/oder "Soft
start" für ein weiches Ein- oder Anlaufen in die betreffen
de Position gewährleistet.
Eine weitere Variante der erfindungsgemäßen Lösung besteht
darin, daß die maximale Drehzahl des Bereichs der Drehzahl
regelung kleiner ist als die minimale Drehzahl des ungere
gelten Kommutatormotors, die sich bei größter Belastung des
Kommutatormotors einstellt.
Durch die Verlagerung des Regelungsbereichs unterhalb der
minimalen Drehzahl eines ungeregelten Elektromotors im
gesamten Belastungsbereich wird sichergestellt, daß auf
grund der Drehmoment-Drehzahl-Kennlinie eines Kommutatormo
tors über den gesamten Verstellweg, zumindest aber in
bestimmten Belastungsbereichen ein hinreichend großes
Verstellmoment bereitgestellt wird. Mit der Regelung der
Drehzahl des Kommutatormotors auf beispielsweise einen
konstanten Wert wird dabei auch beim Auftreten von Bela
stungsspitzen vermieden, daß Drehzahlschwankungen zu modu
lierenden Verstellgeräuschen führen.
Zur Berücksichtigung unterschiedlicher Betriebsarten der
Verstelleinrichtungen in Kraftfahrzeugen wird die Drehzahl
regelung des Kommutatormotors nach einem weiteren Merkmal
der Erfindung nur dann aktiviert, wenn die Art der Verstel
lung es erfordert, modulierende Verstellgeräusche zu vermei
den. So stellt beispielsweise das Verfahren eines Kraftfahr
zeugsitzes in die vorderste Position, um einen Einstieg zum
Rücksitz des Kraftfahrzeugs zu erleichtern, eine andere
Betriebsart dar als beispielsweise das optimale Positionie
ren des Fahrzeugsitzes durch den Fahrer mittels eines
Tastschalters. Während in der einen Betriebsart die Ver
stellgeschindigkeit Vorrang hat, besitzt bei der anderen
Betriebsart des genauen Positionierens des Kraftfahrzeugsit
zes das Vermeiden modulierender Geräusche Priorität.
Da die Betriebsart des Verfahrens des Kraftfahrzeugsitzes
als Einstieghilfe bei unbelastetem Fahrzeugsitz beispiels
weise durch Vorklappen der Rückenlehne eines vorderen
Fahrzeugsitzes ("Easy-Entry-Steuerung") erfolgt, ist der Be
lastungsgrad ohnehin geringer, so daß eine höhere Drehzahl
des Kommutatormotors für eine höhere Verstellgeschwindig
keit und eine Inkaufnahme geringfügiger modulierender
Geräusche sinnvoll ist. Gleiches gilt bei einer Verstellung
durch den sogenannten Memorybetrieb, d. h. zur Einstellung
des Fahrzeugsitzes auf eine vorgegebene Position. Dagegen
kann beim genauen Positionieren des Sitzes eine geringfügi
ge Verringerung der Verstellgeschwindigkeit hingenommen wer
den, wenn dadurch modulierende Geräusche vermieden werden.
Eine weitere Variante der erfindungsgemäßen Lösung besteht
darin, daß der Bereich der Drehzahlregelung in Abhängigkeit
vom Belastungsgrad der Verstelleinrichtung verändert wird.
Da die minimale Drehzahl bei ungeregeltem Motor im Falle
einer unbelasteten Verstelleinrichtung größer ist als im
Falle der Belastung der Verstelleinrichtung, schaltet die
Einrichtung zur Regelung der Drehzahl des Kommutatormotors
im Belastungsfall auf einen Regelbereich um, der geringere
Drehzahlen umfaßt als der Regelbereich für die unbelastete
Verstelleinrichtung.
Insgesamt umfaßt der Drehzahl-Regelbereich eine Drehzahlre
gelung für eine schnelle und eine Drehzahlregelung für eine
langsame Verstellung der Verstelleinrichtung. Beispielswei
se kann durch Regeln der Drehzahl auf einen konstanten Wert
sichergestellt werden, daß sowohl für eine schnelle Verstel
lung als auch für eine langsame Verstellung die zu regeln
den Drehzahlen unterhalb der minimalen Drehzahl im ungere
gelten Bereich liegt. Dadurch wird für jeden Belastungsfall
vermieden, daß modulierende Geräusche auftreten und je nach
Anforderung wird sowohl eine schnelle Verstellung bei
geringerem Verstellmoment als auch eine langsame Verstel
lung bei erhöhtem Verstellmoment sichergestellt.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen
Lösung ist dadurch gekennzeichnet, daß der Kommutatormotor
eine gegenüber einem an die Verstelleistung angepaßten
Elektromotor höhere Leerlaufdrehzahl und ein im wesentli
chen gleiches Blockiermoment aufweist und im Belastungsbe
reich auf eine dem Belastungsdrehmoment entsprechende
höhere Drehzahl geregelt wird.
Die Verwendung kleinerer, hochdrehender Elektromotoren
führt zu einer erheblichen Raum-, Kosten- und Gewichtsein
sparung. Der Einsatz kleiner, hochdrehender Elektromotoren
ist möglich, weil bei voller Bestromung das Blockiermoment
derartiger Motoren mit entsprechend steilerer Drehmoment-
Drehzahl-Kennlinie mit einem größeren Elektromotor ver
gleichbar ist, der eine wesentlich flachere Drehmoment-Dreh
zahl-Kennlinie aufweist, was geringere Drehzahlschwankungen
bei Lastschwankungen zur Folge hat. Der Nachteil einer
hohen Verstellgeschwindigkeit bei der Verwendung kleiner,
hochdrehender Kommutatormotoren wird durch die erfindungsge
mäße Drehzahlregelung des Kommutatormotors ausgeglichen.
Vorzugsweise wird der von der Halbleiterschaltung an den
Kommutatormotor abgegebene Motorstrom bzw. die an die
Motorklemmen angelegte Versorgungsspannung pulsbreitenmodu
liert.
Durch die Pulsbreitenmodulation des Motorstromes bzw. der
Motorspannung wird die Voraussetzung für die Verwendung
verschiedenartiger Halbleiterschaltungen zur Speisung des
Kommutatormotors geschaffen. So besteht die Möglichkeit,
die Halbleiterschaltung mit einer Halbleiter-Brückenschal
tung zu versehen, in deren Brückendiagonale der Kommutator
motor angeordnet ist und bei der die Verbindung jeweils
zweier Halbleiterelemente, die nicht mit dem Kommutatormo
tor verbunden ist, an eine Speisespannungsquelle angeschlos
sen ist und daß die Steuerelektroden der Halbleiterelemente
an eine Ansteuerelektronik der Halbleiterschaltung ange
schlossen sind.
Alternativ hierzu kann die Schaltung zur Speisung des
Kommutatormotors aus einem Schaltregler zur Spannungserhö
hung und einer Ansteuerelektronik bestehen.
Die Steuerelektronik kann sowohl mit einer übergeordneten
Steuer- und Regelschaltung als auch mit einer Memory-Elek
tronik verbunden werden, so daß die Halbleiterschaltung
vollständig in die Bordelektronik eines Kraftfahrzeugs
integriert ist.
Eine Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Lösung ist dadurch
gekennzeichnet, daß die Halbleiterschaltung bei einem Bela
stungsmoment, das größer als ein vorgegebenes Grenzmoment
ist, auf die Regelung einer-konstanten Drehzahl des Kommuta
tormotors umschaltet, die kleiner ist als die Drehzahl, die
bei normalen Betriebszuständen auf einen konstanten Wert
geregelt wird.
Bei einer eine Grenzbelastung überschreitenden Belastung
der Antriebseinheit kann durch einmaliges Umschalten auf
eine niedrigere Drehzahl des Kommutatormotors ein größeres
Drehmoment abgegeben werden, wobei diese geringere Drehzahl
ebenfalls auf einen konstanten Wert geregelt wird. Dadurch
tritt nur eine einmalige Veränderung des Verstellgeräusches
auf, so daß der Modulationsvorgang vernachlässigbar ist.
Eine Alternative zur Umschaltung auf eine niedrigere kon
stante Drehzahl besteht darin, dem Kommutatormotor eine
höhere Versorgungsspannung unter Beibehaltung des konstan
ten Drehzahlwertes zur Verfügung zu stellen. Damit kann der
Kommutatormotor ein größeres Drehmoment abgeben und somit
auf eine höhere Belastung reagieren, ohne daß dies zu einer
Änderung des Verstellgeräuschs führt.
Unter Berücksichtigung von Sicherheits- oder Schutzeinrich
tungen kann die Halbleiterschaltung bei einem Belastungsmo
ment, das größer als ein vorgegebenes Grenzmoment ist, die
Stromzufuhr zum Kommutatormotor automatisch abschalten.
Damit wird ein wirksamer Einklemmschutz unter Berücksichti
gung der Vermeidung modulierender Geräusche gewährleistet.
Ein solcher Einklemmschutz kann für verschiedene
Verstelleinrichtungen vorgesehen werden, insbesondere aber
für Fensterheber und Schiebedächer beim Schließen der
Fensterscheiben oder Schiebedächer sowie beim Verfahren
eines Fahrzeugsitzes.
Zusätzlich zu der vorstehenden Maßnahme zur Gewährleistung
eines wirksamen Einklemmschutzes kann die Halbleiterschal
tung den Kommutatormotor abschalten und so ansteuern, daß
dieser um einen vorgegebenen Wert in entgegengesetzter
Drehrichtung bewegt wird.
Damit ist gewährleistet, daß bei Belastungsmomenten, die
ein vorgegebenes Grenzmoment und damit übliche bzw. vorher
sehbare Schwergängigkeiten auf dem Verstellweg überschrei
ten, zum Beispiel bei einem Einklemmfall, die auf den einge
klemmten Gegenstand einwirkende Kraft nicht nur unterbro
chen, sondern der eingeklemmte Gegenstand für einen wirksa
men Einklemmschutz freigegeben wird und damit aus dem Ver
stellweg entfernt werden kann.
Weiterhin kann die Halbleiterschaltung bei einem Belastungs
moment, das größer als ein vorgegebenes Grenzmoment ist,
die Stromzufuhr zum Kommutatormotor nur dann abschalten,
wenn eine in einer programmierten Ansteuerung der Verstell
einrichtung vorgegebene Position angefahren wird.
Bei einer programmierten Ansteuerung der Verstelleinrich
tung wie beim Anfahren einer in einer Memory-Elektronik
gespeicherten Position oder beim automatischen Vorfahren
eines Fahrzeug-Frontsitzes durch Vorklappen des Sitzes als
Einstieghilfe ("Easy-Entry") schließt ein die übliche oder
vorhersehbare Schwergängigkeit übersteigendes Gegenmoment
einen Einklemmfall ein. Durch die erfindungsgemäße Maßnahme
wird ein wirksamer Einklemmschutz bei einer solchen automa
tischen Verstellung gewährleistet.
Insbesondere beim automatischen Vorfahren eines
Fahrzeug-Frontsitzes durch Vorklappen des Sitzes als Ein
stieghilfe ("Easy-Entry") kann der Einklemmschutz auf eine
unbelastete Verstelleinrichtung eingeschränkt werden.
Bei dem vorgenannten Einklemmschutz kann eine Veränderung
einer Sollwertkurve für einzelne Belastungsbereiche oder
den gesamten Verstellweg durch eine adaptive Steuerung und
Regelung berücksichtigt werden.
Anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbei
spielen soll der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke
näher erläutert werden. Es zeigen:
Fig. 1 eine Antriebseinheit für Verstelleinrichtun
gen in Kraftfahrzeugen mit einem Kommutator
motor, einem Elektronikmodul und einem
Schneckengetriebe;
Fig. 2 einen zeitlichen Verlauf der Drehzahl bei
geregeltem und ungeregeltem Kommutatormotor;
Fig. 3 einen zeitlichen Verlauf der Drehzahl bei
geregeltem und ungeregeltem Kommutatormotor
in verschiedenen Belastungszuständen;
Fig. 4 Drehmoment-Drehzahl-Kennlinien für Kommuta
tormotoren unterschiedlicher Nennleistung;
Fig. 5 ein Kennlinienfeld eines Kommutatormotors
kleiner Nennleistung bei unterschiedlichen
Klemmenspannungen und Ankerströmen;
Fig. 6 eine Halbleiter-Brückenschaltung zur Spei
sung eines Kommutatormotors gemäß Fig. 1
und
Fig. 7 einen Schaltregler zur Spannungserhöhung für
einen Kommutatormotor gemäß Fig. 1.
Die in Fig. 1 dargestellte Antriebseinheit für Verstellan
triebe in Kraftfahrzeugen besteht aus einem Elektromotor 1
mit einem Motorgehäuse bzw. Poltopf 10, einem Schneckenge
triebe 2 und einer Motorelektronik in Form eines Elektro
nikmoduls 3, das mit einer Steckverbindung 7 versehen ist,
über die die elektrische Verbindung des Elektronikmoduls 3
und damit der Antriebseinheit mit einer zentralen oder de
zentralen Steuer- und Überwachungseinrichtung eines Kraft
fahrzeuges erfolgt. Das Elektronikmodul 3 ist mechanisch
mit dem Elektromotor 1 bzw. dessen Poltopf 10 und elek
trisch mit einer Kommutierungseinrichtung des Elektromotors
1, die aus einem Kommutator 11 und Bürsten 12 besteht, und
einem mit der Motorwelle 13 gekoppelten Drehzahlsensor
6, der in diesem Ausführungsbeispiel aus einem Hallsensor
besteht, verbunden.
Die in das Getriebegehäuse 20 verlängerte Motor- oder
Ankerwelle 13 bildet im Getriebe 2 eine Schneckenwelle aus,
die mit einer Schnecke 22 verbunden ist, die auf die Motor
welle 13 beispielsweise aufgeschrumpft wird. Die Schnecke 22
treibt ein Schneckenrad 21 an, das beispielsweise mit
einem Fensterhebe- oder einem Sitzverstellmechanismus eines
Kraftfahrzeuges verbunden ist.
Fig. 2 zeigt den zeitlichen Verlauf der Drehzahl eines
ungeregelten und geregelten Kommutatormotors. Bei unbelaste
tem Kommutatormotor stellt sich die konstante Nenndrehzahl
n0 ein. Bei belastetem, ungeregeltem Kommutatormotor
schwankt die Drehzahl n1(t) des Kommutatormotors in Abhän
gigkeit vom Belastungsgrad und erreicht beim Auftreten des
größten Gegenmoments die minimale Drehzahl n1min. Die
schwankende Drehzahl der Drehzahlkurve n1(t) führt zu
deutlich wahrnehmbaren Verstellgeräuschen, die dem Benutzer
eine mangelhafte Funktion der Verstelleinrichtung bzw.
einen Defekt der Verstelleinrichtung suggerieren.
Erfindungsgemäß wird der Kommutatormotor in einem Drehzahl
bereich geregelt, der unterhalb der minimalen Drehzahl
n1min bei ungeregeltem Kommutatormotor liegt. Dieser Regel
bereich liegt zwischen einer maximalen Drehzahl n1s für
eine schnelle Verstellung der Verstelleinrichtung und deren
Stillstand (n=0). Dazwischen liegt eine Drehzahl n1l, die
einer langsamen Verstellung der Verstelleinrichtung ent
spricht.
In dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel wird
die Drehzahl auf einen konstanten Wert geregelt, d. h.
sowohl für eine schnelle Verstellung als auch für eine
langsame Verstellung wird ein konstanter Sollwert für die
Drehzahl des Kommutatormotors vorgegeben. Alternativ hierzu
kann die Sollwertvorgabe nach einer Sollwertkurve erfolgen,
die beispielsweise die spezifische Belastung der Verstell
einrichtung über den Verstellweg berücksichtigt und gleich
zeitig sicherstellt, daß durch eine entsprechende Sollwert
vorgabe modulierende Geräusche ausgeschlossen bzw. mini
miert werden.
Der zeitliche Verlauf der Drehzahl gemäß Fig. 3 entspricht
der Darstellung gemäß Fig. 2 mit der Maßgabe, daß der
zeitliche Verlauf der Drehzahl n1(t) bei unbelastetem
Kommutatormotor und der zeitliche Verlauf der Drehzahl
n2(t) bei belastetem Kommutatormotor dargestellt sind.
Abhängig vom Belastungsfall bzw. Belastungsgrad treten
unterschiedliche minimale Drehzahlen n1min und n2min des
ungeregelten Kommutatormotors auf. Daraus ergibt sich ein
Regelbereich 1 für den unbelasteten Kommutatormotor, der
zwischen der Drehzahl n1s und Stillstand liegt sowie ein
Regelbereich 2, der bei einem belasteten Kommutatormotor
zwischen der Drehzahl n2s und Stillstand des Kommutatormo
tors verläuft. Entsprechend liegt die Sollwertvorgabe für
beispielsweise eine konstante Drehzahl bei langsamer Ver
stellung der Verstelleinrichtung bei den Werten n1l und n2l
zwischen den Drehzahlen n1s und n2s für eine schnelle Ver
stellung im belasteten und unbelasteten Fall und Stillstand
des Kommutatormotors (n=0).
Durch Umschalten des Drehzahl-Regelbereichs kann damit dem
Belastungsgrad und der Art der Verstellung der Verstellein
richtung Rechnung getragen werden. Bei unbelasteter Ver
stelleinrichtung erfolgt eine Sollwertvorgabe für die Dreh
zahl des Kommutatormotors für eine konstante Geschwindig
keit bei einer Schnellverstellung mit einer Drehzahl n1s
sowie einer geringeren Drehzahl n1l für eine langsame
Verstellung vorzugsweise bei erhöhtem Gegenmoment, während
im belasteten Fall für eine Schnellverstellung die Drehzahl
n2s und für eine langsame Verstellung die Drehzahl n2l als
konstanter Wert vorgegeben werden. Beide Drehzahlbereiche
liegen jeweils unterhalb der minimalen Drehzahl bei ungere
geltem Kommutatormotor, so daß unabhängig von der Bauart
des Kommutatormotors sichergestellt wird, daß über den
gesamten Verstellbereich ein hinreichend großes Drehmoment
vom Kommutatormotor abgegeben wird.
Die in Fig. 3 dargestellten Drehzahlverläufekönnen bei
spielsweise für eine Sitzverstellung wie folgt eingesetzt
werden:
Bei einer Sitzverstellung im sogenannten Memorybetrieb oder
zum Zwecke der Einstieghilfe bei vorklappbaren Sitzen wird
die jeweils schnellste Drehzahl für eine Verstellung des
Fahrzeugsitzes innerhalb kürzester Zeit vorgegeben, d. h.
für eine Verstellung im Memorybetrieb bei belastetem Fahr
zeugsitz die Drehzahl n2s und für eine Verstellung des
Sitzes zum Zwecke der Einstieghilfe bei vorklappbaren
Sitzen die Drehzahl n1s für einen unbelasteten
Fahrzeugsitz. Erfolgt dagegen die Verstellung des Fahr
zeugsitzes durch Tastenbetrieb, d. h. eine Verstellung des
Fahrzeugsitzes erfolgt nur so lange, wie ein Tastschalter
betätigt wird, so wird bei belastetem Fahrzeugsitz die Dreh
zahl n2l für eine langsame Verstellung bei größtmöglichem
Drehmoment vorgegeben.
Fig. 4 zeigt die Motorkennlinien von zwei Kommutatormoto
ren unterschiedlicher Nennleistung. Die Drehzahl n der
Motoren ist linear abhängig vom Drehmoment M und weist in
Abhängigkeit von der Nennleistung der Motoren eine unter
schiedliche Steigung auf. Ein Kommutatormotor großer Lei
stung zeichnet sich durch eine Motorkennlinie KG geringer
Steigung aus, während ein Kommutatormotor geringer Leistung
eine steilere Motorkennlinie KK zeigt. Der Schnittpunkt mit
der Ordinate bestimmt die Leerlaufdrehzahlen n01 für einen
Kommutatormotor großer Leistung bzw. n02 für einen Kommuta
tormotor kleiner Nennleistung. Die Motorkennlinien schnei
den die Abszisse beim Kurzschlußmoment MK1,2.
Bei einer bestimmten Betriebsdrehzahl nB stellen sich in
Abhängigkeit von den Motorkennlinie KG bzw. KK unterschied
liche Betriebsdrehmomente MB1, MB2 für den Kommutatormotor
großer Nennleistung bzw. den Kommutatormotor kleiner Nenn
leistung ein. Der Darstellung gemäß Fig. 4 ist zu entneh
men, daß bei gleicher Betriebsdrehzahl der Kommutatormotor
kleiner Leistung ein größeres Betriebsdrehmoment ausübt als
der Kommutatormotor großer Nennleistung, daß aber jede
Drehmomentänderung, d. h. jede Änderung des Gegendrehmoments
und damit jeder Lastwechsel der Antriebseinheit auf die
Drehzahl eines Kommutatormotors kleiner Leistung eine
deutlich größere Wirkung ausübt als auf einen Kommutatormo
tor großer Nennleistung, dessen flacher verlaufende Motor
kennlinie KG nur geringfügige Drehzahländerungen zur Folge
hat.
Diese physikalischen Verhältnisse führen dazu, daß zur
Vermeidung eines modulierenden Geräuschs bei einer
Antriebseinheit für Verstelleinrichtungen in Kraftfahrzeu
gen, die auf Drehzahländerungen zurückzuführen ist, die
Verwendung eines Kommutatormotors großer Nennleistung bei
Laständerungen deutlich geringere Drehzahländerungen und
damit deutlich verminderte modulierende Geräusche zur Folge
hat.
Andererseits erfordert ein Elektromotor großer Nennleistung
ein größeres Bauvolumen und hat demzufolge einen größeren
Platzbedarf und weist ein erheblich größeres Gewicht auf
als ein Elektromotor kleiner Leistung. Zusätzlich ist ein
Elektromotor größerer Nennleistung wesentlich teurer als
ein Elektromotor kleinerer Nennleistung.
Um jegliches modulierendes Geräusch bei Laständerungen, die
auf Verstellantriebe für Kraftfahrzeuge einwirken, auszu
schließen bzw. zu minimieren, ist erfindungsgemäß eine
Steuerschaltung vorgesehen, die die Drehzahl des Elektromo
tors der Antriebseinheit auf einen konstanten Wert regelt.
Diese Drehzahlregelung kann sowohl für Elektromotoren
großer Leistung als auch für Motoren kleiner Leistung
vorgesehen werden, aus Gründen geringer Kosten, eines
geringen Gewichts und eines geringen Bauvolumens wird die
Verwendung eines Kommutatormotors kleiner Leistung vorgese
hen, dessen Drehzahl auf eine konstante Betriebsdrehzahl
geregelt wird.
Fig. 5 zeigt eine Kennlinienschar von Motorkennlinien K0
bis K3, wobei die Leerlaufdrehzahlen, d. h. die Schnittpunk
te der Motorkennlinien K0 bis K3 mit der Ordinate sowie die
Kurzschluß-Drehmomente, d. h. die Schnittpunkte der Motor
kennlinien K0 bis K3 mit der Abszisse mit steigender Span
nung U zu höheren Werten verschoben werden.
Um eine konstante Betriebsdrehzahl nk bei unterschiedlichen
Lastbedingungen zu erzielen, wird durch Änderung der Mo
tor-Klemmenspannung U die Motorkennlinie jeweils parallel
verschoben, so daß bei unterschiedlichen Lastmomenten M1
bis M4 die gleiche Betriebsdrehzahl nk erhalten bleibt.
Alternativ oder zusätzlich kann durch Verändern des
Ankerstromes das Drehmoment bei konstanter Drehzahl
verändert und damit sich verändernden Lastverhältnissen
angepaßt werden. Dies geschieht bevorzugt mit einer Schal
tung zur Pulsbreitenmodulation wie sie nachstehend an einem
Beispiel beschrieben wird.
Zur Überwindung größerer Lastmomente kann wahlweise die
Betriebsdrehzahl einmalig auf die reduzierte Betriebsdreh
zahl nr herabgesetzt werden, die bei gleichen Motorspannun
gen zu größeren Drehmomenten M1, bis M4, führt. Da ein
einmaliges Umschalten der Betriebsdrehzahl zu keinem deut
lich ins Gewicht fallenden modulierenden Geräusch führt,
kann mit Hilfe dieser Maßnahme auch ein größeres Lastmoment
in einem Kommutatormotor kleiner Leistung überwunden wer
den.
Die vorstehend beschriebenen Verfahren zur Ansteuerung des
Kommutatormotors durch die Halbleiterschaltung schließen
die Möglichkeiten einer adaptiven Regelung zur Berücksichti
gung veränderlicher Schwergängigkeiten auf dem Verstellweg
sowie die verschiedenen Einklemmschutzverfahren ein, mit
denen beim Überschreiten eines vorgegebenen Grenzmomentes
dem Einklemmen von Gegenständen oder Körperteilen entgegen
gewirkt wird.
In den Fig. 6 und 7 sind zwei Schaltungsbeispiele zur
Durchführung der erfindungsgemäßen Regelung der Motordreh
zahl auf einen konstanten Wert oder nach einer vorgegebenen
Sollwertkurve dargestellt.
Fig. 6 zeigt eine Halbleiterschaltung 3 mit einer Halblei
ter-Brückenschaltung, die Transistoren 31 bis 34 aufweist,
die in den einzelnen Brückenzweigen angeordnet sind. An die
eine Brückendiagonale sind die Motorklemmen des Kommutator
motors 1 angeschlossen, während die Verbindungen der Lastan
schlüsse jeweils zweier Transistoren 31, 32 bzw. 33, 34,
die nicht mit den Motorklemmen verbunden sind, an eine Spei
sespannungsquelle 8, insbesondere an den Kraftfahrzeug-Akku
mulator angeschlossen sind. Die Steuerelektroden der Transi
storen 31 bis 34 sind mit einer Ansteuerelektronik 30 der
Halbleiterschaltung 3 verbunden, die über eine Leitung 7
mit einer übergeordneten Steuer- und Regeleinrichtung
verbunden ist, die beispielsweise eine Memory-Schaltung für
eine Sitzverstellung oder dergleichen enthält.
Die in Fig. 6 dargestellte Halbleiter-Brückenschaltung
wird von der Ansteuerelektronik 30 so angesteuert, daß
mittels Pulsbreitenmodulation Ankerstromblöcke unterschied
licher Dauer dem Kommutatormotor 1 zugeführt werden, so daß
der Mittelwert des Ankerstromes variiert werden kann. Bei
der Pulsbreitenmodulation wird die Einschaltdauer der
Transistoren 31 bis 34 im Verhältnis zur Periodendauer des
Kommutatormotors 1 verändert.
Der Kommutatormotor 1 ist mit einem- Drehzahlsensor 6, bei
spielsweise einem optoelektronischem Sensor, Hallsensor
oder einem Tachogenerator verbunden, der über eine Steuer
leitung 60 an die Ansteuerelektronik 30 angeschlossen ist.
Die Ansteuerelektronik 30 steuert die Steueranschlüsse der
Transistoren 31 bis 34 in Pulsbreitensteuerung so an, daß
entsprechend Fig. 3 die Betriebsdrehzahl des Kommutatormo
tors 1 konstant gehalten wird. Überschreitet das Last- oder
Gegendrehmoment, das auf die Antriebseinheit der Verstell
einrichtung und damit auf den Kommutatormotor 1 einwirkt,
einen vorgegebenen Drehmoment-Grenzwert, so kann entspre
chend der Darstellung gemäß Fig. 3 auf eine reduzierte
Betriebsdrehzahl mit größeren Lastmomenten bei gleicher
Klemmenspannung des Kommutatormotors 1 durch die Ansteuer
elektronik 30 umgeschaltet werden.
Fig. 7 zeigt eine Variante einer Halbleiterschaltung, bei
der anstelle einer Halbleiter-Brückenschaltung ein
Schaltregler zur Spannungserhöhung vorgesehen ist. Diese
Halbleiterschaltung weist in der Verbindung des einen
Spannungsanschlusses einer Batterie 8 mit einer Motorklemme
des Kommutatormotors 1 die Reihenschaltung einer Induktivi
tät 35 und einer Diode 37 auf, deren Kathode mit der Motor
klemme verbunden ist. Der Kollektor eines Schalttransistors
36 ist an die Verbindung zwischen Induktivität 35 und Anode
der Diode 37 angeschlossen, während der Emitter des Schalt
transistors 36 an Massepotential angeschlossen ist. Die
Basis des Transistors 36 ist an den Ausgang einer Ansteuere
lektronik 30 angeschlossen, die eingangsseitig an die
Verbindung zwischen der Kathode der Diode 37 und der Motor
klemme des Kommutatormotors 1 angeschlossen ist. Parallel
zu den Motorklemmen ist ein Kondensator 38 vorgesehen.
Der in Fig. 7 vorgesehene Schaltregler zur Spannungserhö
hung nutzt die Induktionsgesetze zur Erzeugung höherer
Ausgangsspannungen aus. Wenn der Transistor 36 gesperrt
wird, steigt sein Kollektorpotential über die Eingangsspan
nung an. Über die Diode 37 wird dann der Kondensator 38
aufgeladen, so daß die an den Klemmen des Kommutatormotors
5 anliegende Ausgangsspannung Ua größer oder gleich der
Batteriespannung ist.
Durch die Anordnung der Kollektor-Emitterstrecke eines
Schalttransistors in Reihe zur Induktivität 35 sowie durch
eine kathodenseitig an die Verbindung des Emitters des
Schalttransistors mit der Induktivität und anodenseitig mit
Massepotential verbundenen Diode kann ein Schaltregler
aufgebaut werden, dessen Ausgangsspannung stets niedriger
als die Eingangsspannung ist, wobei durch entsprechende
Veränderung der Einschaltdauer des Schalttransistors unter
schiedliche Ausgangsspannungen abgegeben werden können.
Claims (20)
1. Antriebseinheit für Verstelleinrichtungen in Kraftfahr
zeugen mit einem Elektromotor, einem Drehzahlsensor und
einer zwischen einer Spannungsquelle und dem Elektromo
tor angeordneten Halbleiterschaltung zur Speisung des
Elektromotors,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Elektromotor aus einem Kommutatormotor (1)
besteht und daß die Halbleiterschaltung (3) die Drehzahl
des Kommutatormotors (1) in wenigstens einem Belastungs
bereich regelt.
2. Antriebseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Drehzahl des Kommutatormotors (1) innerhalb des
wenigstens einen Belastungsbereichs auf einen konstanten
Wert geregelt wird.
3. Antriebseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Drehzahl des Kommutatormotors (1) innerhalb des
wenigstens einen Belastungsbereichs nach einer vorgegebe
nen Sollwertkurve geregelt wird.
4. Antriebseinheit nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Sollwertkurve adaptiv an Veränderungen der
Belastungen über den Verstellweg angepaßt wird, insbeson
dere während des oder nach dem Durchlaufen des wenig
stens einen Belastungsbereichs oder mindestens eines
Teils des Verstellweges der belasteten oder unbelasteten
Verstelleinrichtung.
5. Antriebseinheit nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Drehzahl des Kommutatormotors (1) am
Anfang und/oder Ende des Verstellweges der Verstellein
richtung nach vorgegebenen Sollwertkurven für das Anlau
fen bzw. Abschalten der Verstelleinrichtung geregelt
wird.
6. Antriebseinheit nach Anspruch 3, 4 oder 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Drehzahl des Kommutatormotors (1)
beim Starten aus einer beliebigen Position und/oder beim
Anhalten in einer beliebigen Position des Verstellweges
der Verstelleinrichtung nach vorgegebenen Sollwertkurven
für das Anlaufen bzw. Abschalten der Verstelleinrichtung
geregelt wird.
7. Antriebseinheit nach mindestens einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die maximale
Drehzahl des Bereichs der Drehzahlregelung kleiner ist
als die minimale Drehzahl des ungeregelten Kommutatormo
tors (1), die sich bei größter Belastung des Kommutator
motors (1) einstellt.
8. Antriebseinheit nach mindestens einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Bereich der
Drehzahlregelung mindestens zwei verschiedene konstante
Drehzahl-Sollwerte oder Sollwertkurven für verschiedene
Verstellgeschwindigkeiten in Abhängigkeit von gewählten
Betriebsarten und/oder Ansteuerungen der Verstelleinrich
tung aufweist.
9. Antriebseinheit nach mindestens einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehzahl des
Kommutatormotors (1) bei einer Ansteuerung der Verstell
einrichtung mittels eines Tastschalters auf einen gerin
geren Wert geregelt wird als bei einer programmierten
Ansteuerung (Memory-Steuerung, "Easy-Entry"-Steuerung)
der Verstelleinrichtung.
10. Antriebseinheit nach mindestens einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Bereich der
Drehzahlregelung in Abhängigkeit vom Belastungsgrad der
Verstelleinrichtung verändert wird.
11. Antriebseinheit nach mindestens einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Kommutatormo
tor (1) eine gegenüber einem an die Verstelleistung
angepaßten Elektromotor höhere Leerlaufdrehzahl und ein
im wesentlichen gleiches Blockiermoment aufweist und im
Belastungsbereich auf eine dem Belastungsdrehmoment
entsprechende höhere Drehzahl geregelt wird.
12. Antriebseinheit nach mindestens einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der von der
Halbleiterschaltung (3) an den Kommutatormotor (1) abge
gebene Motorstrom pulsbreitenmoduliert ist.
13. Antriebseinheit nach mindestens einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Halbleiter
schaltung (3) mit einer Memory-Elektronik verbunden
ist.
14. Antriebseinheit nach mindestens einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Halbleiter
schaltung (3) bei einem Belastungsmoment, das größer
als ein vorgegebenes Grenzmoment ist, auf eine höhere
Speisespannung (U) des Kommutatormotors (1) umschaltet.
15. Antriebseinheit nach mindestens einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Halbleiter
schaltung (3) bei einem Belastungsmoment, das größer
als ein vorgegebenes Grenzmoment ist, die Stromzufuhr
zum Kommutatormotor (1) abschaltet.
16. Antriebseinheit nach Anspruch 15, dadurch gekennzeich
net, daß die Halbleiterschaltung (3) den Kommutatormo
tor (1) abschaltet und so ansteuert, daß dieser um
einen vorgegebenen Wert in entgegengesetzter Drehrich
tung bewegt wird.
17. Antriebseinheit nach mindestens einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Halbleiter
schaltung (3) bei einem Belastungsmoment, das größer
als ein vorgegebenes Grenzmoment ist, die Stromzufuhr
zum Kommutatormotor (1) nur dann abschaltet, wenn eine
in einer programmierten Ansteuerung der Verstelleinrich
tung vorgegebene Position angefahren wird.
18. Antriebseinheit nach Anspruch 17, dadurch gekennzeich
net, daß die Halbleiterschaltung (3) bei einem Bela
stungsmoment, das größer als ein vorgegebenes Grenzmo
ment ist, die Stromzufuhr zum Kommutatormotor (1) nur
dann abschaltet, wenn eine in einer programmierten
Ansteuerung der Verstelleinrichtung vorgegebene Positi
on im unbelasteten Zustand der Verstelleinrichtung
angefahren wird.
19. Antriebseinheit nach mindestens einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Halbleiter
schaltung (3) als Leistungsteil eine Halbleiter-Brücken
schaltung enthält, in deren Brückendiagonale der Kom
mutatormotor (1) angeordnet ist und deren Verbindung
zweier Halbleiterelemente (31, 32 bzw. 33, 34), die
nicht mit dem Kommutatormotor (1) verbunden ist, an
eine Speisespannungsquelle (8) angeschlossen ist und
daß die Steuerelektroden der Halbleiterelemente (31, 32
bzw. 33, 34) an eine Ansteuerelektronik (30) der
Halbleiterschaltung (3) angeschlossen sind.
20. Antriebseinheit nach mindestens einem der vorangehenden
Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die
Halbleiterschaltung (3) einen Schaltregler (35 bis 38)
zur Spannungserhöhung und eine Ansteuerelektronik (30)
enthält.
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|---|---|---|---|
| DE1998123376 DE19823376B4 (de) | 1998-05-14 | 1998-05-14 | Antriebseinheit für Verstelleinrichtungen in Kraftfahrzeugen |
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