DE19821213A1 - Anordnung und Verfahren zur Erfassung des Brummverhaltens elektromechanischer Geräte - Google Patents
Anordnung und Verfahren zur Erfassung des Brummverhaltens elektromechanischer GeräteInfo
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Abstract
Die erfindungsgemäße Anordnung zur Erfassung der Brummgeräusche eines elektromechanischen Geräts (5) weist einen Resonanzkörper (1) zur Plazierung des Geräts (5), ein Mikrophon (2), das mit dem Resonanzkörper (1) akustisch fest gekoppelt ist, und eine dem Mikrophon (2) nachgeschaltete Auswerteschaltung (2) auf. Das Verfahren zur Erfassung der Brummgeräusche bezieht sich insbesondere auf die Weiterverarbeitungs-Schritte des Ausgangssignals am Mikrophon (2).
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur Erfassung
der Brummgeräusche eines elektromechanisch betriebenen
Geräts, das ein Magnetsystem aufweist.
Weiterhin bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zur
Erfassung solcher Brummgeräusche.
Eine gattungsgemäße Anordnung zur Erfassung des Brummverhal
tens ist bekannt, wenngleich sie nicht druckschriftlich be
legbar ist. Hier wird das vom Gerät über die Luft übertragene
Schallspektrum erfaßt und ausgewertet. Bei dieser Methode ist
großer Aufwand erforderlich, um Fremd- bzw. Störgeräusche zu
unterdrücken, die zu einer starken Verfälschung der Ergeb
nisse beitragen. Eine Aussage über die eigentlichen Brummge
räusche einer Vielzahl zu untersuchender Prüflinge läßt sich
mit praktisch vertretbarem Aufwand nicht erreichen.
Weiterhin ist es bekannt, die für die Brummgeräusche ursäch
lich maßgebenden Schwingungen des Ankers des Magnetsystems,
insbesondere des mit ihm gekoppelten Kontaktträgers, mittels
eines Lasers zu messen. Der Hub des Kontaktträgers ist ein
Maß für die Auf- und Abbewegung des Antriebs. Allerdings kön
nen schwache Brummer bei mangelnder Auflösung des Lasersy
stems nicht mehr erkannt werden. Derzeitige Lasermeßmethoden
sind zur Erfassung der subjektiv als leichte Brummer beur
teilten Geräte nicht geeignet.
Daher liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Anord
nung der obengenannten Art zu schaffen, die unter Einsatz
eines geringen wirtschaftlichen Aufwandes eine zuverlässige
Beurteilung des Brummverhaltens elektromechanisch betriebener
Geräte gestattet. Weiterhin ist es die Aufgabe, derartige
Brummgeräusche durch ein einfaches Verfahren zu erfassen.
Die erstgenannte Aufgabe wird durch die Merkmale gemäß An
spruch 1 gelöst. Es handelt sich dabei um eine Anordnung zur
Erfassung der Brummgeräusche eines elektromechanisch betrie
benen Geräts, das ein Magnetsystem aufweist, mit einem Reso
nanzkörper zur Plazierung des Geräts, mit einem Mikrophon,
das mit dem Resonanzkörper akustisch fest gekoppelt ist und
mit einer dem Mikrophon nachgeschalteten Auswerteschaltung.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Anordnung besteht, wenn
die das Gerät betreibende Spannungsquelle mit einer von der
Betriebsfrequenz des Geräts abweichenden Frequenz betreibbar
ist.
Zur Lösung der weiteren Aufgabe wird ein Verfahren mit fol
genden Merkmalen vorgeschlagen. Das elektromechanisch betrie
bene Gerät ist im erregten Zustand des Magnetsystems auf
einem Resonanzkörper plaziert. Die vom geschlossenen Magnet
system herrührenden, auf den Resonanzkörper übertragenen
Schwingungen werden durch ein mit diesem akustisch festge
koppeltes Mikrophon aufgenommen und in einer diesem nachge
schalteten Auswerteschaltung ausgewertet, wobei das am Aus
gang des Mikrophons anstehende Analogsignal zunächst einer
Frequenzanalyse unterzogen wird, dann die Amplituden relevan
ter Frequenzen ausgewählt werden und diese nachfolgend bewer
tet bzw. gewichtet werden. Durch Vergleich des hieraus resul
tierenden Wertes mit einem Grenzwert wird eine Aussage und
Anzeige über das Brummverhalten des betreffenden Prüflings
abgeleitet.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden an
hand einer Zeichnung näher erläutert. Die Zeichnung zeigt
eine erfindungsgemäße Meßanordnung zur Beurteilung des Brumm
verhaltens elektromagnetisch betriebener Geräte. Die Meßan
ordnung besteht im wesentlichen aus einem Resonanzkörper 1,
z. B. eine Resonanzplatte, einem Mikrophon 2 und einer Auswer
teschaltung 3. Das Mikrophon 2 ist mit dem Resonanzkörper 1
innig verbunden, d. h. zwischen ihnen besteht eine feste aku
stische Kopplung. Der Prüfling, d. h. das von einer Spannungs
quelle 4 elektromechanisch betriebene Gerät 5 ist zur Messung
der Brummgeräusche auf dem Resonanzkörper 1 plaziert.
Die hörbaren Schallfrequenzen eines als Brummer identifizier
ten Geräts 5 sind stets die doppelten, ganzzahligen Vielfa
chen der Erregerfrequenz. Für eine Betriebsfrequenz von 50 Hz
ergeben sich somit Schallfrequenzen von 100 Hz, 200 Hz,
300 Hz usw. Die beschriebene Meßanordnung funktioniert fol
gendermaßen: Durch die Spannungsquelle 4 wird das Magnet
system des Prüflings erregt und geht in die Schließstellung
über, in der das für Brummgeräusche maßgebende Schwingverhal
ten auftreten kann. Dieses Schwingverhalten wird über den
Resonanzkörper 1 in das Mikrophon 2 eingekoppelt, in dem die
akustischen Signale in elektrische Signale umgewandelt wer
den. Die am Ausgang des Mikrophons 2 anstehenden elektrischen
Signale werden in der nachgeschalteten Auswerteschaltung 3
ausgewertet. Dabei ist wichtig, daß ein mit 50 Hz Betriebs
frequenz arbeitendes Gerät selbstverständlich auch bei ande
ren Anregefrequenzen der Versorgungsspannung 4, z. B. auch bei
40 Hz oder 60 Hz brummt. Somit ergibt sich die Möglichkeit,
ohne Einsatz aufwendiger Filterverfahren den Einfluß von
Umgebungsgeräuschen auszuschließen, die von anderen mit 50 Hz
Betriebsfrequenz betriebenen Geräten stammen. Das Gerät 5
wird vorzugsweise durch eine Spannungsquelle mit variabler
Frequenz betrieben, d. h. einer von der hauptsächlich in der
Umgebung vorkommenden Betriebsfrequenz abweichenden Frequenz.
Die am Ausgang des Mikrophons 2 anstehenden elektrischen Ana
logsignale werden zunächst in der Auswerteschaltung von einem
Verstärker 6 verstärkt und danach einem Analog-Digital-Wand
ler 7 zugeführt. Die hier erzeugten Digitalsignale werden an
schließend einer Fast-Fourier-Transformation 8 unterzogen,
die als Ergebnis die Amplitudenverteilung über das gesamte
Frequenzspektrum wiedergibt. Davon werden in einem weiteren
Schritt gemäß Block 9 die Amplituden bei bestimmten relevan
ten Frequenzen herausgefiltert und diese in dem darauf folgen
den Block 10 einer Bewertung bzw. Gewichtung unterzogen. Als
Ergebnis kann z. B. der Mittelwert der gewichteten Amplituden
im nachfolgenden Block 11 angezeigt werden. Davon abhängig
wird durch Vergleich mit einem Schwellwert im Block 12 abge
leitet, ob es sich bei dem vorliegenden Prüfling um einen
mehr oder weniger starken Brummer handelt. Dies wird im
abschließenden Block 13 zur Anzeige gebracht.
Um Störgeräusche durch Geräte mit gleicher Betriebsfrequenz
in der Umgebung auszuschalten, kann die oben beschriebene
Messung zunächst ohne Zuschaltung der Spannungsversorgung 4
erfolgen, so daß mit der Meßanordnung die hierauf einwirken
den Fremdgeräusche ausschließlich erfaßt werden. Die bei die
ser Messung sich ergebenden Werte nach der Fast-Fourier-
Transformation in Block 8 werden zur Auswertung dem Block 14
zugeführt. Sind die Störgeräusche nennenswert, so wird über
den Block 15 ein Signal an die Spannungsquelle 4 zum Betrieb
mit einer von der Betriebsfrequenz abweichenden Frequenz ge
geben.
Das vorliegend angewendete Verfahren zur Erfassung des Brumm
verhaltens von elektromechanischen Geräten besteht im wesent
lichen aus folgenden Schritten. Nach Plazierung des elektro
mechanischen Geräts 5 auf dem Resonanzkörper 1 werden die vom
Magnetsystem in Schließstellung herrührenden Schwingungen vom
Gerät 5 über den Resonanzkörper 1 auf das mit diesem aku
stisch festgekoppelten Mikrophon 2 übertragen. Die hier umge
wandelten elektrischen Analogsignale werden in der Auswerte
schaltung 3 in oben beschriebener Weise weiterverarbeitet und
ausgewertet.
Durch Betreiben mit einer von der Betriebsfrequenz, z. B.
50 Hz, abweichenden Frequenz lassen sich Störgeräusche durch
andere, mit dieser Betriebsfrequenz arbeitende Geräte in der
näheren Umgebung ausschalten. Zudem wird durch Benutzen einer
Resonanzplatte 1 erreicht, daß lediglich die relevanten
Brummgeräusche zur Erfassung und Auswertung gelangen. Mit der
Auswerteschaltung 3 werden lediglich die für das Brummverhal
ten relevanten Schallfrequenzen ausgefiltert und bewertet.
Claims (3)
1. Anordnung zur Erfassung der Brummgeräusche eines elek
tromechanisch betriebenen Geräts (5), das ein Magnetsystem
aufweist, mit einem Resonanzkörper (1) zur Plazierung des Ge
räts (5), mit einem Mikrophon (2), das mit dem Resonanzkörper
(1) akustisch fest gekoppelt ist und mit einer dem Mikrophon
(2) nachgeschalteten Auswerteschaltung (3).
2. Verfahren zur Erfassung der Brummgeräusche eines elek
tromechanisch betriebenen Geräts, das ein Magnetsystem auf
weist, mit folgenden Schritten:
- a) das elektromechanisch betriebene Gerät ist im erregten Zustand des Magnetsystems auf einem Resonanzkörper (1) plaziert,
- b) die vom geschlossenen Magnetsystem auf dem Resonanzkörper (1) übertragenen Schwingungen werden durch ein mit diesem akustisch festgekoppeltes Mikrophon (2) aufgenommen,
- c) in einer dem Mikrophon (2) nachgeschalteten Auswerteschal tung (3) werden die empfangenen Schwingungen ausgewertet, wobei das am Ausgang des Mikrophons (2) anstehende Analog signal zunächst einer Frequenzanalyse unterzogen wird,
- d) die Amplituden relevanter Frequenzen werden dann ausge wählt und nachfolgend bewertet bzw. gewichtet und
- e) durch Vergleich des hieraus resultierendes Wertes mit einem Grenzwert wird eine Aussage und Anzeige über das Brummverhalten des betreffenden Prüflings abgeleitet.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Erregung des Magnetsystems mit einer
von der Betriebsfrequenz des Geräts (5) abweichenden Frequenz
erfolgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998121213 DE19821213A1 (de) | 1998-05-12 | 1998-05-12 | Anordnung und Verfahren zur Erfassung des Brummverhaltens elektromechanischer Geräte |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1998121213 DE19821213A1 (de) | 1998-05-12 | 1998-05-12 | Anordnung und Verfahren zur Erfassung des Brummverhaltens elektromechanischer Geräte |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19821213A1 true DE19821213A1 (de) | 1999-09-16 |
Family
ID=7867503
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1998121213 Ceased DE19821213A1 (de) | 1998-05-12 | 1998-05-12 | Anordnung und Verfahren zur Erfassung des Brummverhaltens elektromechanischer Geräte |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19821213A1 (de) |
Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE102015218575A1 (de) | 2015-09-28 | 2017-03-30 | Festo Ag & Co. Kg | Verfahren zur Funktionalitätsprüfung eines Ankers und Prüfaufbau |
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- 1998-05-12 DE DE1998121213 patent/DE19821213A1/de not_active Ceased
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| ABC Technik und Naturwissenschaft, Bd. 2, L-Z, Frankfurt/Main u.a.: Deutsch, im DPA eingeg. am 15.12.1970, S. 667-668 * |
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