DE19820381A1 - Verfahren zur Beeinflussung der Ventilkennlinie - Google Patents
Verfahren zur Beeinflussung der VentilkennlinieInfo
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Abstract
Um ein Verfahren zur Beeinflussung der Ventilkennlinie bei elektrohydraulischen Servolenkeinrichtungen eines Kfz dahingehend zu verbessern, daß keine Beeinträchtigung der Lenkpräzision erfolgt, wird vorgeschlagen, die Drehzahl des Elektromotors so in Abhängigkeit von der Stromaufnahme zu regeln, daß die aktuelle Stromaufnahme und Ist-Drehzahl des Elektromotors ständig bis zu einer Maximaldrehzahl erfaßt und mit in einem Speicher abgelegten Werten für die Soll-Drehzahl beim jeweiligen Wert der Stromaufnahme verglichen werden und bei Abweichung eine Einstellung der Solldrehzahl erfolgt.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Beeinflussung der
Ventilkennlinie, einer mittels eines Elektromotors und Hydraulikpumpe
angetriebenen Servolenkeinrichtung eines Kfz, in Abhängigkeit von der
Stromaufnahme des Elektromotors.
Elektrohydraulische Servolenkeinrichtungen der gattungsgemäßen Art sind
bekannt. Ein Servolenkventil ist direkt oder indirekt mit einem Lenkrad eines
Fahrzeuges gekoppelt und mit hydraulischem Druck beaufschlagt. Bei Verdrehung
wird der Hydraulikdruck über Hydraulikleitungen auf die eine oder andere Seite
eines Lenkgetriebes geführt und sorgt für eine Lenkkraftunterstützung. Der
hydraulische Druck wird über eine Hydraulikpumpe erzeugt, welche von einem
Elektromotor angetrieben wird.
Grundsätzlich ist es wünschenswert bei Servolenkeinrichtungen das
Lenkverhalten in Abhängigkeit von der Fahrzeuggeschwindigkeit zu ändern. Im
Stand der Technik sind Verfahren und Vorrichtungen beschrieben um das
Lenkverhalten von Servolenkeinrichtungen gezielt zu beeinflussen. Beispielsweise
sind Verfahren zur Beeinflussung der Ventilkennlinie als Funktion der
Lenkgeschwindigkeit bekannt, indem der Fördervolumenstrom der
Hydraulikpumpe der zum Lenkventil fließt gezielt variiert wird. Der reduzierte
Fördervolumenstrom läßt sich beispielsweise durch ein inneres Bypassventil, das
mit zunehmender Drehzahl der Hydraulikpumpe einen Bypass von der Förderseite
zur Rücklaufseite öffnet, einstellen.
Der Verlauf der Servounterstützung der zuvor beschriebenen Art von
Servolenkeinrichtungen weist für hohe Volumenströme eine schmale
Ventilkennlinie auf. Der Fahrer empfindet die Servolenkung dann als leichtgängig.
Mit kleinerem Fördervolumenstrom verringert sich die Servounterstützung und der
Fahrer empfindet die Lenkung als schwergängig.
Die Variation des Fördervolumens zum Zwecke der Beeinflussung der
Ventilkennlinie ist bei elektrohydraulischen Servolenkeinrichtungen sehr einfach
durchzuführen. Durch Änderung der Motordrehzahl ändert sich auch die Drehzahl
der Hydraulikpumpe, die bei geringen Drehzahlen kleine und bei hohen
Drehzahlen große Volumenströme fördert.
Die Drehzahländerung von Elektromotoren läßt sich einfach durch Änderung der
Eingangsspannung regeln. Bei konstanter Bordspannung, wie beispielsweise in
der Automobilindustrie, wird die Motordrehzahl durch Pulsweitenmodulation
eingestellt. Durch Pulsweitenmodulation entstehen kleine Stromimpulse, wobei die
Länge der Stromimpulse die Motordrehzahl definiert.
Steuereinrichtungen der zuvor beschriebenen Gattung stellen eine
preisgünstigere Alternative zur Beeinflussung von Ventilkennlinien dar. Als
nachteilig wird vom Fahrer die Vergrößerung der Ansprechschwelle empfunden.
Die Ansprechschwelle definiert den Betrag des Torsionsmoments bei dem die
Servounterstützung einsetzt. Diese auch als Totband bezeichnete
Ansprechschwelle vergrößert sich mit kleinerem Fördervolumenstrom und
verschlechtert dabei die Lenkpräzision der Lenkung. Innerhalb des Totbandes
lenkt der Fahrer ohne jede Servounterstützung nur über den elastischen Drehstab.
Dadurch verschlechtert sich die Lenkpräzision der Lenkung ganz entscheidend.
Wünschenswert ist eine Kennlinie wie sie beispielsweise bei hydraulischen
Reaktionssystemen bekannt ist, da bei diesen Servolenkeinrichtungen das
Totband der Ventilkennlinien näherungsweise konstant gehalten wird.
Beispielsweise ist es üblich, bei Lenksystemen mit hydraulischer Reaktion die
Lenkcharakteristik des Lenkventils, durch Rückführung des anliegenden
Arbeitsdruckes auf einen hydraulisch-mechanischen Wandler im Lenkventil zu
beeinflussen. Derartige Lenkungen weisen vorteilhafter Weise dann einen
linearen Anstieg der Servounterstützung als Funktion des vom Fahrer
aufgebrachten Eingangsmomentes auf.
Zusätzlich kann durch die Verwendung eines elektrohydraulischen Wandlers eine
geschwindigkeitsabhängige Ventilkennlinie eingestellt werden. Derartige
Servolenkeinrichtungen zeichnen sich durch eine schwache Servounterstützung
bei hohen Geschwindigkeiten aus. Der Fahrer empfindet dabei durch eine
Erhöhung der Verdrehsteifigkeit, d. h. eine verringerte Relativverdrehung der
Steuerkanten bei gegebenem Torsionsmoment, hervorgerufen durch den
hydraulisch-mechanischen Wandler, eine schwergängige Lenkung. Im
Parkierbereich liegt jedoch für den Fahrer eine vorteilhaft leichte Lenkung vor.
Der Nachteil solcher Lenkungen mit hydraulischer Reaktion liegt zum einen in
einem höheren Preis im Vergleich zur konventionellen Servolenkung durch
Verwendung zusätzlicher Bauteile wie beispielsweise des elektrohydraulische
Wandlers, der von einer elektrischen Kontrolleinheit ECU angesteuert wird.
Darüber hinaus wird der Aufbau des Lenkventils durch den hydraulisch
mechanischen Wandler komplexer und teuerer. Das preisgünstige Standardventil
einer konventionellen Servolenkeinrichtung kann nicht mehr eingesetzt werden.
Ausgehend von dem beschriebenen Stand der Technik liegt der vorliegenden
Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, welches eine
preisgünstige Möglichkeit zur Beeinflussung der Ventilkennlinie bei
elektrohydraulischen Servolenkeinrichtungen ermöglicht, ohne die Lenkpräzision
zu verschlechtern.
Zur technischen Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung
vorgeschlagen, daß die aktuelle Stromaufnahme und Ist-Drehzahl des
Elektromotors ständig bis zu einer Maximaldrehzahl erfaßt und mit in einem
Speicher abgelegten Werten für die Soll-Drehzahl beim jeweiligen Wert der
Stromaufnahme verglichen werden und bei Abweichung eine Einstellung der
Solldrehzahl erfolgt.
Das erfindungsgemäße Verfahren hat den Vorteil der hohen Flexibilität, da durch
die Wahl des Verlaufes der Soll-Drehzahl über der Stromaufnahme praktisch
nahezu alle gängigen Ventilkennlinien nach einer geringfügigen Anpassung der
Steuerkanten einstellbar sind. Durch den Verzicht auf die Bauteile
elektrohydraulischer und hydraulisch-mechanischer Wandler entsteht zudem eine
große Bauraum- und Kosteneinsparung.
Gemäß einem Vorschlag der Erfindung werden die Werte für die Soll-Drehzahlen
und die Stromaufnahme in einem elektronischen Speicher abgelegt.
Die Servounterstützung und die Ventilkennlinie sind bei einer beliebigen
Verdrehung des Lenkventils abhängig von dem jeweiligen Fördervolumenstrom
der Hydraulikpumpe. Der geförderte Volumenstrom ergibt sich aus der Drehzahl
der Hydraulikpumpe, die der Antriebsdrehzahl des Elektromotors entspricht.
Verdreht der Fahrer das Lenkventil, so tritt eine Druckerhöhung auf die zu einer
Erhöhung der Stromaufnahme des Motors führt. Die Stromaufnahme wird von der
ECU beispielsweise über den Spannungsabfall eines Widerstandes bestimmt.
Die Kennlinie eines Elektromotors weist üblicherweise einen nicht geregelten
konstanten oder abfallenden Verlauf der Drehzahl über dem Antriebsmoment auf.
Das Antriebsmoment und die Stromaufnahme des Elektromotors steigen dabei
näherungsweise proportional mit dem von der Hydraulikumpe geförderten
Hydraulikdruck an. Durch diesen Zusammenhang ergibt sich ein konstanter oder
abfallender Verlauf der Drehzahl des Elektromotors in Abhängigkeit des
Hydraulikdruckes.
Das erfindungsgemäße Verfahren beschreibt eine Drehzahlregelung in
Abhängigkeit der Stromaufnahme des Elektromotors derart, daß die aktuelle
Stromaufnahme und Ist-Drehzahl des Elektromotors ständig bis zu einer
Maximaldrehzahl erfaßt und mit in einem Speicher abgelegten Werten für die Soll-
Drehzahl beim jeweiligen Wert der Stromaufnahme verglichen werden und bei
Abweichung eine Einstellung der Solldrehzahl erfolgt.
Gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung erfolgt die Drehzahländerung des
Elektromotors mit einem Pulsweiten-Modulationsverfahren.
Gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung wird die Drehzahlregelung des
Elektromotors schrittweise durchgeführt.
Durch die Drehzahlregelung und der Vorgabe der Solldrehzahlen sind über den
Stand der Technik hinaus weitere Drehzahlverläufe des Elektromotors in
Abhängigkeit des Antriebsmomentes darstellbar, wodurch die Ventilkennlinie
gezielt beeinflußt werden kann. Die Vorgabe der Soll-Drehzahl erfolgt aufgrund
einer Berechnung der Abweichung einer Ist-Ventilkennlinie, die sich ohne
Drehzahlregelung einstellt, gegenüber einer Soll-Ventilkennlinie.
Für jede Verdrehung des Lenkventils existiert ein Drosselquerschnitt der bei
vorgegebenem Fördervolumenstrom, d. h. bei vorgegebener Drehzahl des
Elektromotors, einen definierten Hydraulikdruck erzeugt. Die Differenz der
Hydraulikdrücke einer Ist-Ventilkennlinie und einer Soll-Ventilkennlinie bei einer
beliebigen Verdrehung des Lenkventils definiert demnach den benötigten
Fördervolumenstrom, um bei gleicher Verdrehung die Soll-Ventilkennlinie
einzustellen. Aus dem Fördervolumenstrom läßt sich dann die jeweilige Soll-
Drehzahl errechnen.
Gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung werden die Werte für die Soll-
Drehzahl derart festgelegt, daß die Ventilkennlinie eines Lenkventils zumindest
teilweise linearisiert wird.
Gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung erfolgt eine Einlesung der Werte
für die Soll-Drehzahl und die Stromaufnahme während des Betriebes der
Servolenkeinrichtung in den elektronischen Speicher.
Gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung erfolgt eine Drehzahlkorrektur
des Elektromotors, wenn die Kennlinie des Lenkventils und/oder die Servokraft
einer Servolenkeinrichtungen außerhalb vorgegebener Toleranzgrenzen liegen.
Bei der Lenkventilfertigung entstehen durch die sehr hohen
Toleranzanforderungen verhältnismäßig große Ausschußraten, wodurch hohe
Qualitätskosten für Nacharbeit anfallen. Lenkventile die gering außerhalb der
Toleranzgrenzen liegen zeigen beispielsweise eine etwas zu schwere oder eine
zu leichte Lenkkennlinie oder weisen Unsymmetrien auf. Die Kennlinie solcher
Lenkventile kann beispielsweise während des üblichen abschließenden
Funktionstestes der Servolenkeinrichtung durch die Drehzahlregelung positiv
beeinflußt werden. Aufgrund einer Abweichung der Ventilkennlinie und/oder der
Servokraft einer Servolenkeinrichtung erfolgt eine Berechnung der Soll-Drehzahl
beim jeweiligen Wert der Stromaufnahme und einer entsprechenden Korrektur der
Ist-Drehzahl, so daß die ursprünglichen Abweichungen der Ventilkennlinie
und/oder der Servokraft innerhalb der Toleranzgrenzen liegen.
Gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung wird ein Lenkwinkelsensor zur
Erfassung der Drehrichtung verwendet, um während der Produktion entstandene
Unsymmetrien der Ventilkennlinie durch Vorgabe einer Soll-Drehzahl beim Lenken
nach rechts oder links zu kompensieren.
Gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung werden die Werte für die Soll-
Drehzahl derart festgelegt, daß eine gezielte Korrektur der Lage der
Ventilkennlinie während unterschiedlicher Öltemperaturen und/oder
alterungsbedingter Ventiländerungen erfolgt.
Gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung werden die Werte für die Soll-
Drehzahl derart festgelegt, daß der Wert des Torsionsmomentes bei dem die
Servounterstützung einsetzt einstellbar ist.
Gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung wird zusätzlich zur
Stromaufnahme und Ist-Drehzahl die Fahrgeschwindigkeit erfaßt und ständig mit
in einem Speicher abgelegten Werten für die Soll-Drehzahl beim jeweiligen Wert
der Fahrgeschwindigkeit und Stromaufnahme verglichen, um bei einer
Abweichung die Soll-Drehzahl einzustellen.
Gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung, werden die Werte für die Soll-
Drehzahl derart festgelegt, daß die Ventilkennlinie eines Lenkventils einen
geschwindigkeitsabhängigen Verlauf aufweist.
Das hier vorgestellte Verfahren eröffnet insgesamt somit die Möglichkeit der
preisgünstigen Beeinflussung der Ventilkennlinie bei gleichzeitiger Reduzierung
der Qualitätskosten. Das Verfahren erwirkt weitestgehende Unabhängigkeit des
Systems von den Toleranzen der einzelnen Baugruppen.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden
Beschreibung anhand der Figuren. Dabei zeigen:
Fig. 1 ein Differenzdruck/Torsionsmomenten-Diagramm einer Lenkung mit
beeinflußter Kennlinie,
Fig. 2 ein Differenzdruck/Torsionsmomenten-Diagramm einer Lenkung mit
hydraulischer Reaktion,
Fig. 3 ein Differenzdruck/Torsionsmomenten-Diagramm einer Lenkung mit
variablem Fördervolumenstrom und
Fig. 4 ein Motordrehzahl/Stromaufnahme-Diagramm.
Fig. 2 zeigt den Verlauf der Ventilkennlinie einer Servolenkeinrichtung mit
hydraulischer Reaktion in Abhängigkeit der Fahrgeschwindigkeit. Das Totband t
ist bei derartigen Servolenkeinrichtungen nahezu konstant und die Ventilkennlinie
weist einen linearen Verlauf auf. In Fig. 3 ist der Verlauf der Ventilkennlinie einer
Servolenkeinrichtung mit variablem Fördervolumenstrom in Abhängigkeit der
Fahrgeschwindigkeit dargestellt. Das Totband t vergrößert sich mit fallendem
Fördervolumenstrom.
Die zugrunde liegende Drehzahlregelung sei beispielhaft anhand Fig. 1 näher
erläutert. Fig. 1 zeigt den Verlauf von zwei Ventilkennlinien. Kennlinie e stellt die
Ist-Ventilkennlinie eines Lenkventils einer konventionellen Servolenkeinrichtung
für konstanten Fördervolumenstrom, d. h. konstante Pumpen- und Motordrehzahl
dar. Die Ventilkennlinie d ist die gewünschte Soll-Ventilkennlinie. Zu Beginn eines
Lenkvorgangs steht das Lenkventil in Neutralstellung 0 und der Differenzdruck ist
nahezu Null. Durch eine Verdrehung des Lenkventils erhöht sich geringfügig der
Differenzdruck und damit der Förderdruck der Hydraulikpumpe, die bei dem
Elektromotor eine Änderung der Stromaufnahme und eine Ist-Drehzahl des Motors
hervorruft. In der ECU sind in einem elektronischen Speicher die Wertepaare für
die Stromaufnahme und die Solldrehzahl des Elektromotors gespeichert. Nach
Erfassung der Stromaufnahme führt die ECU nun einen Soll/Ist-Vergleich durch
und regelt anschließend die Motordrehzahl auf den Sollwert ein. Die Positionen 1
und 1' in Fig. 1 zeigen den Unterschied der beiden Kennlinien bei kleinerem
Hydraulikdruck. Kennlinie d zeigt ein früheres Einsetzen der Servolenkeinrichtung
und damit ein kleineres Totband im Vergleich zu Kennlinie e. Der Soll/Ist-
Vergleich wird permanent bis zur Maximaldrehzahl des Motors durchgeführt. Die
Maximaldrehzahl ist die Grenzdrehzahl die sich aufgrund einer vorgegebenen Last
des ungeregelten Elektromotor einstellt.
Der Vergleich der beiden Kennlinien zeigt deutlich die Vorteile des hier
vorgestellten Verfahrens der Drehzahlregelung des Motors als Funktion der
Stromaufnahme. Das Totband der Ventilkennlinie kann beim Steuern der
Motordrehzahl gezielt verringert werden.
Die entsprechenden qualitativen Verläufe der Motorkennlinien sind in Fig. 4
dargestellt. Die Kennlinie eM beschreibt den Verlauf der Motordrehzahl als
Funktion der Stromaufnahme eines mit konstanter Drehzahl betriebenen Motors.
Kennlinie dM kennzeichnet eine geregelte Motorkennlinie. Die Positionen 1 und 1'
in Fig. 1 korrespondierenden mit den Drehzahlwerte 1 und 1' des Elektromotors in
Fig. 4. Deutlich ist die Erhöhung der Drehzahl der Kennlinie dm in Vergleich zu em
zu ersehen, die eine Veränderung der Kennlinie e zur Kennlinie d in Fig. 1
ermöglicht.
Das hier beschriebene Verfahren zur Drehzahlregelung ist nicht nur auf einen
Anwendungsfall wie er in Fig. 1 beschrieben ist beschränkt, sondern es können
natürlich auch andere sinnvolle Ventilkennlinien erzeugt werden. Dies ist
insbesondere ein weiterer Vorteil, da das Lenkventil nur geringfügig an den
Steuerkanten modifiziert werden muß. Durch das erfindungsgemäße Verfahren
werden eine hohe Flexibilität bei der Ventilkennlinie bei gleichzeitigem hohem
Standardisierungsgrad des Lenkventils bereitgestellt. Für die
Servolenkeinrichtung sind praktisch keine zusätzlichen Bauteile erforderlich.
VFahrgeschwindigkeit
aLenkkennlinie mit hohem Fördervolumenstrom
bLenkkennlinie mit mittlerem Fördervolumenstrom
cLenkkennlinie mit geringem Fördervolumenstrom
dLenkkennlinie mit Variation der Motordrehzahl
eLenkkennlinie mit konstanter Motordrehzahl
dM
aLenkkennlinie mit hohem Fördervolumenstrom
bLenkkennlinie mit mittlerem Fördervolumenstrom
cLenkkennlinie mit geringem Fördervolumenstrom
dLenkkennlinie mit Variation der Motordrehzahl
eLenkkennlinie mit konstanter Motordrehzahl
dM
Motorkennlinie mit Variation der Motordrehzahl
eM
eM
Motorkennlinie, konstante Motordrehzahl
tTotband der Ventilkennlinie
t1
tTotband der Ventilkennlinie
t1
Totband der Ventilkennlinie mit hohem Fördervolumenstrom
t2
t2
Totband der Ventilkennlinie mit mittlerem Fördervolumenstrom
t3
t3
Totband der Ventilkennlinie mit geringem Fördervolumenstrom
t4
t4
Totband der Ventilkennlinie
t5
t5
Totband der Ventilkennlinie
1
Betriebspunkt einer geregelten Ventilkennlinie und Motorkennlinie
1
'Betriebspunkt einer ungeregelten Ventilkennlinie und Motorkennlinie
Claims (12)
1. Verfahren zur Beeinflussung der Ventilkennlinie einer mittels eines
Elektromotors und Hydraulikpumpe angetriebenen Servolenkeinrichtung
eines Kfz in Abhängigkeit von der Stromaufnahme des Elektromotors,
dadurch gekennzeichnet,
daß die aktuelle Stromaufnahme und Ist-Drehzahl des Elektromotors ständig
bis zu einer Maximaldrehzahl erfaßt und mit in einem Speicher abgelegten
Werten für die Soll-Drehzahl beim jeweiligen Wert der Stromaufnahme
verglichen werden und bei Abweichung eine Einstellung der Solldrehzahl
erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Werte für die
Soll-Drehzahl derart festgelegt werden, daß der Wert des Torsionsmomentes
bei dem die Servounterstützung einsetzt einstellbar ist.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Werte für die Soll-Drehzahl derart festgelegt
werden, daß die Ventilkennlinie eines Lenkventils zumindest teilweise
linearisiert wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Werte für die Soll-Drehzahl und die Stromaufnahme
in einem elektronischen Speicher abgelegt werden.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Einlesung der Werte für die Soll-Drehzahl und die
Stromaufnahme während des Betriebes der Servolenkeinrichtung in den
elektronischen Speicher erfolgt.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die aufgrund von Toleranzabweichungen der Servokraft
einer Servolenkeinrichtung errechneten Werte für die Soll-Drehzahl derart
festgelegt werden, daß zumindest teilweise eine Korrektur der Servokraft
bewirkt wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die aufgrund von Toleranzabweichungen der
Ventilkennlinie einer Servolenkeinrichtung berechneten Werte für die Soll-
Drehzahl derart festgelegt werden, daß zumindest teilweise eine Korrektur
der Ventilkennlinie bewirkt wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die zusätzliche Verwendung eines Lenkwinkelsensors
zur Ermittlung des Lenkwinkels und die aufgrund einer Rechts/Links-
Unsymmetrie der Ventilkennlinie einer Servolenkeinrichtung berechneten
Werte für die Soll-Drehzahl derart festgelegt werden, daß zumindest
teilweise eine Korrektur der Ventilkennlinie bewirkt wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Drehzahlregelung des Elektromotors schrittweise
durchgeführt wird.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Drehzahlregelung mittels Pulsweiten-
Modulationsverfahren erfolgt.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß zusätzlich zur Stromaufnahme und Ist-Drehzahl die
Fahrgeschwindigkeit erfaßt und ständig mit in einem Speicher abgelegten
Werten für die Soll-Drehzahl beim jeweiligen Wert der Fahrgeschwindigkeit
und Stromaufnahme verglichen werden und bei Abweichung eine Einstellung
der Solldrehzahl erfolgt.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Werte für die
Soll-Drehzahl derart festgelegt werden, daß die Ventilkennlinie eines
Lenkventils einen geschwindigkeitsabhängigen Verlauf aufweist.
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Family Applications (1)
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| DE19820381A Expired - Lifetime DE19820381B4 (de) | 1998-05-07 | 1998-05-07 | Verfahren zur Beeinflussung der Ventilkennlinie |
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