DE19820090A1 - Saugsonde - Google Patents
SaugsondeInfo
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- G01—MEASURING; TESTING
- G01N—INVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
- G01N1/00—Sampling; Preparing specimens for investigation
- G01N1/02—Devices for withdrawing samples
- G01N1/10—Devices for withdrawing samples in the liquid or fluent state
- G01N1/14—Suction devices, e.g. pumps; Ejector devices
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Saugsonde, die insbesondere für die Entnahme von Sickerwasser geeignet ist. Bei bekannten Saugsonden ist eine poröse Saugkerze (1) mit einem Steigrohr (8) verbunden, welches die angesaugte Flüssigkeit in Probenahmegefäße fördert. Bei der erfindungsgemäßen Saugsonde sind die Saugkerze (1) und das Steigrohr (8) mit mechanischen Mitteln klebstofffrei miteinander verbunden. Eine Kontamination der mit der Saugsonde geförderten Flüssigkeit mit Bestandteilen von Klebern kann somit vermieden werden. Weiterhin wird ein Austausch der Saugkerze (1) ermöglicht, ohne daß die Saugsonde ersetzt werden muß.
Description
Die Erfindung betrifft eine Saugsonde, die zur Entnahme
von Wasser bzw. Sickerwasser aus Böden geeignet ist.
Bei der chemischen Analyse von Wasser, das in Form von
Grund- oder Sickerwasser Böden entnommen wird, kommen
Saugsonden zum Einsatz, welche mit einer Saugkerze und
einem sich in der Saugkerze befindenden Steigrohr aus
gestattet sind. Bevorzugt werden Saugkerzen aus poröser
Keramik oder gesintertem, porösem Aluminiumoxid einge
setzt, jedoch finden auch poröse Kunststoffkörper als
Saugkerzen Einsatz. Die Saugsonde und das Steigrohr
sind mit wasserfestem Klebstoff unter zu Hilfenahme ei
nes Stabilisierungsrohres miteinander verklebt. Die
Klebstoffe bestehen aus organischen Materialien. Das
Stabilisierungsrohr erleichtert die Führung der
Saugsonde beim Einführen in das Erdreich.
Mit dem Einsatz dieser Saugsonden sind jedoch Nachteile
verbunden. So muß bei irreversibler Schädigung der
Saugkerze die gesamte Saugsonde ausgetauscht werden.
Die Verwendung organischer Klebemittel führt zum einen
dazu, daß sich im Wasser befindende organische Stoffe
adsorbiert und somit aus dem Wasser entzogen werden.
Weiterhin geben die organischen Klebstoffe ihrerseits
organische Komponenten, wie Weichmacher an das zu ana
lysierende Wasser ab. Beide Effekte führen zu einer
Verfälschung der Analysenergebnisse. Der Verlust von
organischen Komponenten im Klebstoff führt zu Porösität
und somit zu einer verminderten Saugleistung. Die Feh
ler kommen insbesondere bei Langzeitversuchen zum Tra
gen.
Es ist daher die Aufgabe der Erfindung eine Saugsonde
zu schaffen, welche bei irreversibler Beschädigung der
Saugkerze nicht vollständig ausgetauscht werden muß und
die weiterhin nicht zu falschen Ergebnissen in der an
schließenden chemischen Analyse beiträgt. Eine Verrin
gerung der Saugleistung soll verhindert werden.
Ausgehend von Oberbegriff des Anspruchs 1 wird die Auf
gabe erfindungsgemäß gelöst mit dem im kennzeichnenden
Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen.
Mit der erfindungsgemäßen Saugsonde wird eine Verfäl
schung von Analysenergebnissen vermieden. Es ist ein
Austausch der Saugkerze ohne vollständigen Verlust der
Saugsonde möglich.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen angegeben.
Die Zeichnung zeigt die erfindungsgemäße Saugsonde in
schematischer Form.
Es zeigt:
Fig. 1 Eine in Einzelteile zerlegte Saugsonde.
Fig. 1 zeigt eine entlang ihrer Längsachse zerlegte
Saugsonde. Sie umfaßt eine Saugkerze 1, die mit einem
Hals 2 ausgestattet ist. Der Hals 2 der Saugkerze 1
wird in eine Überwurfmutter 3 aufgenommen, die einen
vorderen Klemmring 4 und einen hinteren Klemmring 5
aufnimmt und mit einer Klemmringverschraubung 6 in Ver
bindung bringt. Die Klemmringverschraubung 6 weist ei
nen Anschluß 7 auf in den ein Steigrohr S und ein wei
teres Rohr 9 vakuumdicht eingelassen ist. Das Steigrohr
8 ragt tief in den Bodenbereich des Saugkerze 1 hinein.
Das Rohr 9 endet im oberen Bereich der Saugkerze 1.
Bei Betrieb werden die in der Fig. 1 entlang ihrer
Längsachse zerlegten Einzelteile zusammengebaut. Die
Saugsonde wird in ein Erdloch eingeführt, aus dem Pro
benwasser durch Anlegen eines Vakuums an das Steigrohr
8 abgesaugt werden soll. Das Steigrohr 8 und das Rohr 9
treten dabei in die Saugkerze 1 ein. Das Steigrohr 8
endet dabei vorzugsweise mit einem geringen Spiel über
dem Boden der Saugkerze 1, es kann aber auch in der un
teren Hälfte der Saugkerze 1 enden. Das Steigrohr 8
soll so tief in die Saugkerze 1 eintreten, daß durch
die poröse Saugkerze 1 eintretende Flüssigkeit mühelos
abgesaugt werden kann.
Erfindungsgemäß steht das Steigrohr 8 und das Rohr 9
mit der Saugkerze 1 derart in Verbindung, daß zu Ab
dichtungs- und Halterungszwecken keine Klebstoffe benö
tigt werden. In die in Fig. 1 dargestellten speziellen
Ausführungsform wird zur dichten Zusammenfügung der
Saugkerze 1 und des Steigrohres 8 bzw. des Rohres 9 ei
ne Überwurfmutter 3 ein vorderer und hinterer Klemmring
4, 5 beispielsweise aus PTFE sowie ein Klemmringver
schraubung 2 mit Schweißanschluß 7 verwendet. Es sind
jedoch auch andere klebstofffreie Kupplungen zwischen
dem Steigrohr 8 bzw. Rohr 9 und der Saugkerze 1 denk
bar. So kommen auch Schnellkupplungen aus Metall in Be
tracht. Die Art der Verbindung soll lediglich beinhal
ten, daß keine Klebstoffe benötigt werden. Vorzugsweise
sind die aus Metall bestehenden Verbindungsteile aus
Edelstahl gefertigt. Die praktische Ausgestaltung ori
entiert sich an den Zweckmäßigkeiten, die sich aus der
Beschaffenheit der Saugkerze 1 ergeben, so können Saug
kerzen 1 aus Aluminiumoxid, poröser Keramik, porösem
Kunststoff sowie porösem Metall eingesetzt werden. Wäh
rend Saugkerzen 1 aus porösem Metall eine einfache Ver
schraubung mit Überwurfmutter, welche in ein Metallge
winde des Halses 2 der Saugkerze 1 eingreift und Ab
dichtring ermöglichen, ist diese Möglichkeit beim Ein
satz von beispielsweise Saugkerzen 1 aus Aluminiumoxid
weniger bevorzugt, da dieses Material für eine Ver
schraubung zu spröde und somit zu bruchempfindlich ist.
Hier kommen bevorzugt Klemmringverschraubungen zum Ein
satz, die aus Edelstahl gefertigt sind, da dieses Mate
rial nicht korrodiert, und keine Fremdstoffe in das
Wasser abgibt.
Mit der erfindungsgemäßen Ausgestaltung, die auf den
Einsatz von Klebstoffen verzichtet, werden genauere
Analysenergebnisse des entnommenen Wasser erzielt, da
keine organischen Verunreinigungen aus dem Wasser ad
sorbiert und somit der Analyse entzogen werden und an
dererseits keine Stoffe vom Klebstoff an das Wasser ab
gegeben werden. Die Saugleistung wird insbesondere bei
länger andauerndem Betrieb der Saugsonde nicht durch
Poröswerden eines Klebstoffes herabgesetzt, so daß län
ger mit effektiver Saugleistung gefördert werden kann.
Sollte es zu einer Zerstörung der Saugkerze 1 kommen,
so kann die Saugkerze ausgetauscht werden, ohne das die
gesamte Saugsonde aus dem Verkehr gezogen werden muß.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist
die Saugsonde mit dem Rohr 9 ausgestattet, welches vor
zugsweise am Ansatz des Halses 2 der Saugkerze 1 endet.
Ist die Saugsonde in das Erdreich eingelassen, so kann
es zum Austrocknen der Saugkerze 1 kommen. Bisher muß
ten die Saugkerzen 1 in einem solchen Fall aus dem Bo
den entfernt und konditioniert - d. h. - mit Wasser ge
sättigt werden, damit sie wieder einsatzfähig sind.
Entnahmevorgänge von Wasser aus dem Boden mußten daher
unterbrochen werden. Erfindungsgemäß ist es nun mög
lich, die Saugkerze 1 wassergesättigt zu halten, ohne
sie dem Boden entnehmen zu müssen. Hierbei wird die
Saugkerze 1 durch das Steigrohr 8 mit Wasser befüllt
und die sich in der Saugkerze 1 befindende Luft kann
durch das Rohr 9 nach außen entweichen. Anstelle des
Rohres (9) kann auch jedes andere Mittel treten, das
einen Druckausgleich bzw. ein Entweichen von Luft er
möglicht. Hierfür kommen beispielsweise ein Ventil oder
eine Pumpe in Betracht. Somit kann die gesamte Saugker
ze 1 mit Wasser gesättigt werden. Ist die Saugkerze 1
mit Wasser gesättigt, so kann das Wasser durch das
Steigrohr 8 abgesaugt werden und die Saugsonde kann in
Betrieb genommen werden. Bei Beginn der Absaugung des
Probewassers wird das Rohr 9 bzw. das Mittel zum Druck
ausgleich verschlossen, damit eine Probenahme erfolgen
kann. Das Rohr 9 kann auch bis in den Innenbereich,
beispielsweise bis zur halben Höhe der Saugkerze 1 ein
treten, jedoch ist eine Ausführungsform bevorzugt, bei
der das Rohr 9 am oberen Ende des Saugkerze 1 endet, da
in diesem Fall eine Befüllung des gesamten Saugkerzen
volumens mit Wasser möglich ist.
Mit der erfindungsgemäßen Saugsonde können Ausfallzei
ten vermieden und Kosten gesenkt werden.
Claims (10)
1. Saugsonde umfassend eine Saugkerze (1) und ein
Steigrohr (8),
dadurch gekennzeichnet,
daß die Saugkerze (1) und das Steigrohr (8) mit
mechanischen Mitteln klebstofffrei miteinander
verbunden sind.
2. Saugsonde nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das mechanische Mittel eine Verschraubung (6,3)
ist.
3. Saugsonde nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verschraubung aus Edelstahl ist.
4. Saugsonde nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der Saugkerze (1) und der Verschraubung
(6, 3) ein Dichtmittel (4, 5) angebracht ist.
5. Saugsonde nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Dichtmittel (4, 5) ein PTFE-Ring ist.
6. Saugsonde nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verschraubung eine Klemmringverschraubung
ist.
7. Saugsonde nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß es Mittel zum Druckausgleich zwischen Saugkerze
(1) und Umgebung umfaßt.
8. Saugsonde nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Mittel zum Druckausgleich zwischen Saugkerze
(1) und Umgebung ein zweites Rohr (9) ist, welches
in die Saugkerze (1) mündet.
9. Saugsonde nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß das zweite Rohr (9) in der oberen Hälfte des
Innenraumes der Saugkerze (1) endet.
10. Saugsonde nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Rohr (9) an der Anschlußstelle vom Hals (2)
der Saugkerze (1) und der Saugkerze (1) endet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998120090 DE19820090A1 (de) | 1998-05-06 | 1998-05-06 | Saugsonde |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998120090 DE19820090A1 (de) | 1998-05-06 | 1998-05-06 | Saugsonde |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19820090A1 true DE19820090A1 (de) | 1999-11-25 |
Family
ID=7866764
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998120090 Withdrawn DE19820090A1 (de) | 1998-05-06 | 1998-05-06 | Saugsonde |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19820090A1 (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4759227A (en) * | 1983-08-25 | 1988-07-26 | Timmons Robert D | Lysimeter |
| DE3828468A1 (de) * | 1988-08-22 | 1990-03-08 | Michael Dr Bredemeier | In den boden einfuehrbare lysimetersonde |
| US5035149A (en) * | 1989-12-29 | 1991-07-30 | Wierenga Peter J | Soil solution sampler |
-
1998
- 1998-05-06 DE DE1998120090 patent/DE19820090A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4759227A (en) * | 1983-08-25 | 1988-07-26 | Timmons Robert D | Lysimeter |
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Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| Prospekt Firma Grundfos (1991): Baureihe MP, Spezialpumpe MP1 zur Beprobung und Grundwasser- Überwachung * |
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