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DE19820072C1 - Bleifreie Lanthankrongläser und Lanthanflintgläser - Google Patents

Bleifreie Lanthankrongläser und Lanthanflintgläser

Info

Publication number
DE19820072C1
DE19820072C1 DE1998120072 DE19820072A DE19820072C1 DE 19820072 C1 DE19820072 C1 DE 19820072C1 DE 1998120072 DE1998120072 DE 1998120072 DE 19820072 A DE19820072 A DE 19820072A DE 19820072 C1 DE19820072 C1 DE 19820072C1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
glasses
lanthanum
oxide
zno
cao
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DE1998120072
Other languages
English (en)
Inventor
Danuta Grabowski
Uwe Dr Kolberg
Silke Wolff
Magdalena Winkler-Trudewig
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Schott AG
Original Assignee
Schott Glaswerke AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schott Glaswerke AG filed Critical Schott Glaswerke AG
Priority to DE1998120072 priority Critical patent/DE19820072C1/de
Priority to GB9909134A priority patent/GB2337046B/en
Priority to MYPI9901621 priority patent/MY122335A/en
Priority to FR9905718A priority patent/FR2778398B1/fr
Priority to JP12562099A priority patent/JP4213293B2/ja
Priority to CN 99105396 priority patent/CN1200898C/zh
Application granted granted Critical
Publication of DE19820072C1 publication Critical patent/DE19820072C1/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C3/00Glass compositions
    • C03C3/04Glass compositions containing silica
    • C03C3/062Glass compositions containing silica with less than 40% silica by weight
    • C03C3/064Glass compositions containing silica with less than 40% silica by weight containing boron
    • C03C3/068Glass compositions containing silica with less than 40% silica by weight containing boron containing rare earths

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Glass Compositions (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft bleifreie Lanthankrongläser und Lanthanflintgläser, die Brechwerte nd zwischen 1,66 und 1,76 und Abbezahlen νd zwischen 46 und 57 besitzen.
Da die Glaskomponenten PbO und As2O3 als umweltbelastend in die öffentli­ che Diskussion gekommen sind, besteht bei den Herstellern von optischen Geräten der Bedarf an PbO-freien und vorzugsweise auch As2O3-freien Glä­ sern mit den jeweiligen optischen Eigenschaften.
Durch den einfachen Austausch des Bleioxides gegen einen oder mehrere Bestandteile gelingt eine Reproduktion der durch PbO beeinflußten und ge­ wünschten optischen und glastechnischen Eigenschaften in der Regel nicht. Statt dessen sind Neuentwicklungen oder weitreichende Änderungen in der Glaszusammensetzung nötig.
Als Stand der Technik sind insbesondere die im folgenden diskutierten Schriften anzusehen, in denen bleifreie Gläser mit optischen Werten aus die­ sen und angrenzenden Bereichen beschrieben werden, die jedoch die ver­ schiedensten Nachteile aufweisen:
Die deutsche Auslegeschrift DE-AS 10 61 976 beschreibt ein hoch La2O3- haltiges Grundglas aus dem System B2O3-SiO2-La2O3 sowie Gläser aus die­ sem Grundglas, die Zusätze von Aluminium- und/oder Yttriumoxid sowie Me­ talloxide, insbesondere Erdalkalioxide, Zirkonoxid, Zink- und/oder Cadmium­ oxid enthalten oder die nur geringe B2O3-Gehalte aufweisen beim nur fakula­ tiven Vorhandensein von Al2O3 Und Y2O3 und anderen Zusätzen. Diese Gläser sind aufgrund der genannten Komponenten sehr teuer, schlecht schmelzbar oder nicht ausreichend entglasungsstabil.
Die britische Patentschrift GB 1,136,239 beschreibt eine Elektroluminiszenz- Lampe, mit einem Glas aus einem Oxid eines Metalls der Seltenen Erden, ei­ nem Glasbildneroxid und einem divalenten Metalloxid, in das der Phosphor eingebettet ist. Die möglichen Komponenten und ihre Gewichtsanteile auch weiterer Zusätze variieren über einen sehr großen Bereich. Solche Gläser werden den hohen Anforderungen an optische Gläser nicht genügen.
Aus JP 55-121925 A sind Lanthanschwerflintgläser, also Gläser mit hohen Brechwerten und niedrigen Abbezahlen bekannt, die als zweiwertige Metal­ loxide ZnO und SrO und/oder BaO enthalten. Möglich sind weiterhin Zusätze von MgO sowie von geringen Mengen CaO. Auch SiO2 ist nur fakultativer Be­ standteil. Diese Gläser mit einer anderen optischen Lage als der hier ge­ wünschten werden auch keine guten Entglasungsstabilität zeigen.
Aus der deutschen Patentschrift DE 22 65 703 C2 sind optische Gläser aus dem System B2O3-Gd2O3-La2O3 bekannt. Die Gläser benötigen zur Stabili­ sierung gegen Entglasung wenigstens 2 Gew.-% und bis zu 50 Gew.-% Gd2O3. Durch das Vorhandensein dieser teuren Komponente in diesen großen Mengen werden die Gläser enorm verteuert.
Aus JP 62-100449 A sind Gläser bekannt, die bis zu 2 Gew.-% Sb2O3 benöti­ gen. Bei Verwendung dieser Komponente in solchen Mengen sind bei der Produktion erhöhte Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz der betroffenen Per­ sonen nötig und wird die Transmission der Gläser stark herabgesetzt. Weiter enthalten die Gläser notwendigerweise Li2O, wodurch ihre Entglasungsnei­ gung erhöht ist.
Auch die Gläser der JP 60-221 338 A sind zwingend Li2O-haltig. Außerdem benötigen sie zur Einstellung des Brechwertes neben La2O3 bis zu 20 Gew.- % der sehr teueren Komponente Y2O3. Auch die hoch ZnO-haltigen Gläser der JP 54-6243 B enthalten Y2O3.
Die in JP 53-4023 A genannten Gläser benötigen HfO2. Auch durch diese Komponente, die als Ersatz für La2O3 eingesetzt wird, werden die Gläser enorm verteuert.
Es ist nun Aufgabe der Erfindung, bleifreie optische Lanthankrongläser und Lanthanflintgläser mit einem Brechwert nd zwischen 1,66 und 1,76 und einer Abbezahl νd zwischen 46 und 57 zu finden, die gute Schmelz- und Verarbei­ tungseigenschaften besitzen und kostengünstig produzierbar sind. Dies bein­ haltet auch die Forderung nach einer ausreichenden Kristallisationstabilität.
Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 beschriebenen Gläser gelöst.
Die Gläser enthalten 29 bis 43,5 Gew.-% (bevorzugt höchstens 43 Gew.-%) des Glasbildners B2O3. Bei noch höheren Gehalten würde die chemische Be­ ständigkeit verschlechtert. Aufgrund des hohen Mindestgehaltes an B2O3 kann der Gehalt des Glasbildners SiO2 auf 1-9 Gew.-% beschränkt bleiben. Durch diesen nur geringen SiO2-Gehalt werden zum einem die Schmelzeigenschaf­ ten des Gemenges positiv beeinflußt, d. h. die Schmelztemperatur wird her­ abgesetzt, und die Einschmelzdauer sinkt. Zum anderen wird das Einbringen großer Mengen an Lanthanoxid ermöglicht.
Die Gläser enthalten nämlich 27 bis 40 Gew.-% (bevorzugt 29 bis 40 Gew.- %) La2O3. Dieser Bereich ermöglicht die gewünschte optische Lage, insbe­ sondere mittlere Abbezahlen bei hohen Brechwerten. Außerdem erhöht La2O3 die Transmission der Gläser und fördert ihre Kristallisationsstabilität. Eine weitere Erhöhung des La2O3- Gehaltes würde zu abweichenden nd- und νd- Werten und zu einer unnötigen Verteuerung des Gemenges führen.
Die Gläser enthalten 0,1 bis 3,5 Gew.-% (bevorzugt 0,1 bis 3 Gew.-%) TiO2 und 3,5 bis 9 Gew.-% (bevorzugt 4 bis 9 Gew.-%) ZrO2. Mit den genannten Mindestgehalten verbessern diese beiden Komponenten die chemische Resi­ stenz. Sie ermöglichen damit nicht nur den genannten hohen B2O3- Gehalt, sondern führen überraschenderweise sogar zu einer verbesserten Alkali- und verbesserten Säureresistenz der Gläser, verglichen mit konventionellen blei­ haltigen Gläsern gleicher optischer Lage.
Die Gläser enthalten 3,5 bis 10 Gew.-% (bevorzugt 4 bis 10 Gew.-%) ZnO. Mit dem genannten Mindestgehalt wird die Fleckenresistenz verbessert und die Entglasungsneigung verringert.
Eine Erhöhung des jeweiligen Gehaltes an TiO2, ZrO2, ZnO über den jeweils genannten Höchstwert hinaus würde zwar die Entglasungseigenschaften erst noch weiter positiv beeinflussen, d. h. die Entglasungsstabilität weiter verbes­ sern, jedoch die Schmelzeigenschaften des Gemenges negativ beeinflussen.
Um statt dessen eine hohe Entglasungsstabilität weitgehend unabhängig von den Schmelzeigenschaften zu erreichen, enthalten die Gläser CaO in Anteilen zwischen 5,5 und 10 Gew.-% (bevorzugt zwischen 5,5 und 9,5 Gew.-%). Bei einem niedrigeren Gehalt würde die Entglasungsstabilität der Gläser verrin­ gert, bei einem höheren Gehalt würde die chemische Beständigkeit herabge­ setzt.
Zur weiteren Verbesserung der Entglasungsstabilität können die Gläser bis zu 3,5 Gew.-% (bevorzugt bis zu 3 Gew.-%) SrO und bis zu 4,5 Gew.-% (bevorzugt bis zu 4 Gew.-%) MgO enthalten.
Bei Überschreitung der jeweiligen Höchstgehalte würde wiederum die chemi­ sche Beständigkeit verschlechtert.
In einer speziellen Ausführungsform der Erfindung sind die Lanthankron- und Lanthanflintgläser sowohl SrO- als auch MgO- frei. Diese Gläser enthalten relativ wenig ZnO (höchstens 6 Gew.-%) und relativ wenig CaO (höchstens 7,5 Gew.-%) und wenigstens 35 Gew.-% La2O3.
So enthalten sie vorzugsweise (in Gew.-% auf Oxidbasis) SiO2 1-9; B2O3 29-43; La2O3 35-40; CaO 5,5-7,5; ZnO 4-6; TiO2 0,1-3; ZrO2 4-9 und be­ sitzen Brechwerte nd zwischen 1,69 und 1,76 und Abbezahlen νd zwischen 46 und 54.
In einer anderen speziellen Ausführungsform der Erfindung enthalten die Glä­ ser SrO und/oder MgO, und zwar wenigstens 0,1 Gew.-% SrO + MgO. Solche Gläser haben gegenüber den MgO- und SrO-freien Gläsern den Vorteil einer leicht verbesserten Entglasungsstabilität und einer geringeren Dichte.
Innerhalb dieser Gruppe von Gläsern stellen zum einen SrO-haltige MgO- freie Gläser eine spezielle Variante der Erfindung dar. Sie unterscheiden sich von den weiter unten beschriebenen SrO-freien MgO-haltigen Gläsern durch eine geringere Dichte und eine geringere Wärmedehnung und besitzen vor­ zugsweise die folgende Zusammensetzung (in Gew.-% auf Oxidbasis):
SiO2 2,5-4,5 (bevorzugt 2,5-4);
B2O3 35 (vorzugsweise <35)-42 (bevorzugt 37-40);
La2O3 31-40 (bevorzugt 32-38);
CaO 6-8 (bevorzugt 7-8);
SrO 0,1-2 (bevorzugt 0,5-1,5);
ZnO 4,5-7,5 (bevorzugt 5-7);
TiO2 0,5-2,5 (bevorzugt 1-2,5);
ZrO2 5-9 (bevorzugt 6-7).
Die Gläser weisen Brechwerte nd zwischen 1,69 und 1,75 und Abbezahlen νd zwischen 48 und 54 auf. Die optischen Daten der Gläser mit den als bevor­ zugt genannten Zusammensetzungen liegen bei 1,70 ≦ nd ≦ 1,72 und 48 ≦ νd ≦ 51.
Zum anderen stellen die bereits erwähnten MgO-haltigen SrO-freien Gläser eine spezielle Ausführungsform der Erfindung dar. Sie besitzen vorzugsweise die folgende Zusammensetzung (in Gew.-% auf Oxidbasis):
SiO2 5 (bevorzugt <5)-7,5; B2O3 30-39; La2O3 30-39; CaO 6-8; MgO 1-­ 3; ZnO 6-9; TiO2 0,5-2,5; ZrO2 5-8.
Die Gläser weisen Brechwerte nd zwischen 1,69 und 1,75 und Abbezahlen νd zwischen 48 und 54 auf.
Weiter gibt es innerhalb des im Hauptanspruch genannten Zusammenset­ zungsbereiches zwei bevorzugte Gruppen von Gläsern, die sich in ihrem TiO2- Gehalt unterscheiden.
Dies sind zum einen MgO-haltige Gläser mit TiO2-Gehalten im oberen Bereich des insgesamt beanspruchten Bereiches, nämlich Gläser der Zusammenset­ zung (in Gew.-% auf Oxidbasis): SiO2 3,5-4,5; B2O3 41-43; La2O3 27-41; CaO 8-10; MgO 3,5-4,5; ZnO 3,5-4,5; TiO2 2,5-3,5; ZrO2 3,5-4,5. Die Gläser besitzen Brechwerte nd zwischen 1,68 und 1,70 und Abbezahlen νd zwischen 49 und 51.
Zum anderen sind es MgO- und SrO-haltige Gläser mit geringen TiO2- Gehalten. Diese Gläser der Zusammensetzung (in Gew.-% auf Oxidbasis) SiO2 3,5-4,5; B2O3 41-43; La2O3 27-31; CaO 8,5-9,5; SrO 2,5-3,5; MgO 3,5-4,5; ZnO 3,5-4,5; TiO2 0,1-1; ZrO2 3,5-4,5 sind Lanthankrongläser mit Abbezahlen νd zwischen 54 und 56 und Brechwerten nd zwischen 1,66 und 1,69.
Zur Verbesserung der Glasqualität können dem Gemenge zur Läuterung des Glases ein oder mehrere an sich bekannte Läutermittel in den üblichen Men­ gen zugegeben werden. So weist das Glas eine besondere gute innere Glas­ qualität bezüglich Blasen- und Schlierenfreiheit auf.
Wird als Läutermittel kein As2O3, sondern statt dessen z. B. Sb2O3, vorzugs­ weise bis zu 0,3 Gew.-%, verwendet, was ohne Verluste in Bezug auf die Glasqualität möglich ist, so sind die erfindungsgemäß bleifreien Gläser zu­ sätzlich arsenfrei.
Gemäß der Erfindung gelingt es, Gläser mit den gewünschten optischen Ei­ genschaften zu realisieren, die bis auf übliche Verunreinigungen auch frei sind von Alkalioxiden, BaO, Al2O3 und Nb2O5, Y2O3, Ta2O3. Dies hat verschie­ dene Vorteile, beispielsweise für die Schmelzeigenschaften und die Kristalli­ sationsstabilität und für eine kostengünstige Produzierbarkeit der Gläser.
Die erfindungsgemäßen Gläser weisen folgende Vorzüge auf:
Die Gläser sind PbO-frei und in bevorzugter Ausführung auch As2O3-frei. Sie sind, verglichen mit konventionellen PbO-haltigen Gläsern gleicher optischer Lage, "länger", d. h. der Temperaturbereich, in dem die Gläser verarbeitet werden können, ist größer.
Die Gläser besitzen eine hohe chemische Beständigkeit, speziell eine sehr hohe Alkaliresistenz. So weisen sie, verglichen mit konventionellen PbO- haltigen Gläsern gleicher optischer Lage, sowohl eine verbesserte Säureresi­ stenz (z. B. Glas Nr. 8 [s. Beispiele und Tabelle 2] Säureresistenzklasse 52.0 statt 52.3 [PbO-haltig]) als auch eine verbesserte Alkaliresistenz (z. B. Glas Nr. 8 Alkaliresistenzklasse 1.0 statt 1.2 [PbO-haltig]) auf. Die hohe chemische Beständigkeit der Gläser ist für ihre weitere Bearbeitung wie Schleifen und Polieren von Bedeutung.
Die Gläser besitzen eine hohe Kristallisationsstabilität. Dadurch wird die Her­ stellung der Gläser in größeren Schmelzaggregaten, z. B. in einer optischen Wanne, ermöglicht. Ein Maß für die Kristallisationsstabilität ist die Obere Ent­ glasungsgrenze bzw. die Viskosität bei dieser Temperatur. Sie soll für eine kontinuierliche Produktion ≧1000 dPas betragen. Dies ist bei den erfindungs­ gemäßen Gläsern erfüllt.
Die Gläser sind leicht zu schmelzen und zu verarbeiten.
Die Dichte der Gläser ist mit ≦4,0 g/cm3 vergleichsweise gering.
Beispiele:
Es wurden acht Beispiele erfindungsgemäßer Gläser aus üblichen Rohstoffen erschmolzen.
In Tabelle 2 sind die jeweilige Zusammensetzung (in Gew.-% auf Oxidbasis), der Brechwert nd, die Abbezahl νd, die Dichte ρ[g/cm3], der thermische Aus­ dehnungskoeffizient α20/300 [10-6/K] und die Transformationstemperatur Tg[°C] der Gläser aufgeführt.
Die erfindungsgemäßen Gläser wurden folgendermaßen hergestellt: Die Rohstoffe für Oxide, bevorzugt Carbonate und Oxide, wurden abgewogen. Das Läutermittel wurde zugegeben, und anschließend wurde gut gemischt. Das Glasgemenge wurde bei ca. 1200-1360°C eingeschmolzen, danach geläutert und gut homogenisiert. Die Gußtemperatur betrug 1000-1080°C.
Tabelle 1 zeigt ein Schmelzbeispiel.
Tabelle 1
Schmelzbeispiel für 100 kg berechnetes Glas
Die Eigenschaften des so erhaltenen Glases sind in Tabelle 2, Beispiel 1, an­ gegeben.
Tabelle 2
Glaszusammensetzungen (in Gew.-% auf Oxidbasis) und wesentliche Eigen­ schaften der Gläser

Claims (12)

1. Bleifreie Lanthankrongläser und Lanthanflintgläser mit einem Brechwert nd zwischen 1,66 und 1,76 und einer Abbezahl νd zwischen 46 und 57, gekennzeichnet durch folgende Zusammensetzung (in Gew.-% auf Oxidbasis)
SiO2 1-9
B2O3 29-43,5
La2O3 27-40
CaO 5,5-10
SrO 0-3,5
MgO 0-4,5
ZnO 3,5-10
TiO2 0,1-3,5
ZrO2 3,5-9
sowie ggf. Läutermittel in den üblichen Mengen
2. Lanthankrongläser und Lanthanflintgläser nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch folgende Zusammensetzung (in Gew.-% auf Oxidbasis)
SiO2 1-9
B2O3 29-43,5
La2O3 29-40
CaO 5,5-9,5
SrO 0-3
MgO 0-4
ZnO 4-10
TiO2 0,1-3
ZrO2 4-9
sowie ggf. Läutermittel in den üblichen Mengen
3. Lanthankrongläser und Lanthanflintgläser nach Anspruch 1 oder 2 mit einem Brechwert nd zwischen 1,69 und 1,76 und einer Abbezahl νd zwi­ schen 46 und 54 gekennzeichnet durch folgende Zusammensetzung (in Gew.-% auf Oxidbasis)
SiO2 1-9
B2O3 29-43
La2O3 35-40
CaO 5,5-7,5
ZnO 4-6
TiO2 0,1-3
ZrO2 4-9
sowie ggf. Läutermittel in den üblichen Mengen
4. Lanthankrongläser und Lanthanflintgläser nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gläser insgesamt wenigstens 0,1 Gew.-% SrO und/oder MgO enthalten
5. Lanthankrongläser und Lanthanflintgläser nach Anspruch 1, 2 oder 4 mit einem Brechwert nd zwischen 1,69 und 1,75 und einer Abbezahl νd zwi­ schen 48 und 54, gekennzeichnet durch folgende Zusammensetzung (in Gew.-% auf Oxidbasis)
SiO2 2,5-4,5
B2O3 35-42
La2O3 31-40
CaO 6-8
SrO 0,1-2
ZnO 4,5-7,5
TiO2 0,5-2,5
ZrO2 5-9
sowie ggf. Läutermittel in den üblichen Mengen
6. Lanthankrongläser und Lanthanflintgläser nach Anspruch 5 mit einem Brechwert nd zwischen 1,70 und 1,72 und einer Abbezahl νd zwischen 48 und 51, gekennzeichnet durch folgende Zusammensetzung (in Gew.-% auf Oxidbasis)
SiO2 2,5-4
B2O3 37-40
La2O3 32-38
CaO 7-8
SrO 0,5-1,5
ZnO 5-7
TiO2 1-2,5
ZrO2 6-7
sowie ggf. Läutermittel in den üblichen Mengen
7. Lanthankrongläser und Lanthanflintgläser nach Anspruch 1, 2 oder 4 mit einem Brechwert nd zwischen 1,69 und 1,75 und einer Abbezahl νd zwischen 48 und 54, gekennzeichnet durch folgende Zusammensetzung (in Gew.-% auf Oxidbasis)
SiO2 5-7,5
B2O3 30-39
La2O3 30-39
CaO 6-8
MgO 1-3
ZnO 6-9
TiO2 0,5-2,5
ZrO2 5-8
sowie ggf. Läutermittel in den üblichen Mengen
8. Lanthankrongläser und Lanthanflintgläser nach Anspruch 1 mit einem Brechwert nd zwischen 1,68 und 1,70 und einer Abbezahl νd zwi­ schen 49 und 51, gekennzeichnet durch folgende Zusammensetzung (in Gew.-% auf Oxidbasis)
SiO2 3,5-4,5
B2O3 41-43
La2O3 27-31
CaO 8-10
MgO 3,5-4,5
ZnO 3,5-4,5
TiO2 2,5-3,5
ZrO2 3,5-4,5
sowie ggf. Läutermittel in den üblichen Mengen
9. Lanthankrongläser nach Anspruch 1 mit einem Brechwert nd zwischen 1,66 und 1,69 und einer Abbezahl νd zwi­ schen 54 und 56, gekennzeichnet durch folgende Zusammensetzung (in Gew.-% auf Oxidbasis)
SiO2 3,5-4,5
B2O3 41-43
La2O3 27-31
CaO 8,5-9,5
SrO 2,5-3,5
MgO 3,5-4,5
ZnO 3,5-4,5
TiO2 0,1-1
ZrO2 3,5-4,5
sowie ggf. Läutermittel in den üblichen Mengen
10. Lanthankrongläser und Lanthanflintgläser nach wenigstens einem der An­ sprüche 1 bis 9 dadurch gekennzeichnet, daß sie 0-0,3 Gew.-% Sb2O3 enthalten.
11. Lanthankrongläser und Lanthanflintgläser nach wenigstens einem der An­ sprüche 1 bis 10 dadurch gekennzeichnet, daß sie bis auf unvermeidliche Verunreinigungen frei sind von Arsenoxid.
12. Lanthankrongläser und Lanthanflintgläser nach wenigstens einem der An­ sprüche 1 bis 11 dadurch gekennzeichnet, daß sie bis auf übliche Verunreinigungen frei sind von Niobiumoxid, Alu­ miniumoxid, Bariumoxid und Alkalioxiden
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